Der große Bücher-Thread

  • Yuval Harari - Homo Deus

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    Das Buch ist wirklich ein herrausragendes Werk und eröffnet einem eine völlig neue Perspektive auf die Menschheit und ihre Probleme. Ich kann das Buch wirklich nur jedem empfehlen, weil es Denkansätze anstößt, über die diskutiert werden muss, aber nicht diskutiert wird.
    Das Thema ist im wesentlichen die Zukunft der Menscheheit und wie weit der Mensch (Homo sapiens) Gott (Deus) spielen wird oder selbst zu Gott wird. Wird der Mensch nach ewigen Leben streben? Macht das Sinn? Welche Probleme ergeben sich aus einer Gesellschaft voller 150-Jähriger?
    Sollte der Mensch an seinem Erbgut rumschrauben? Macht das sinn? Wird er damit zu Gott?



    Yuval Harai - Eine Kurze Geschichte der Menschheit
    Das sollte man eigentlich vorher lesen. Es erzählt die Geschichte der Menschheit und verzichtet dabei weitesgehend auf Jahreszahlen. Die Menschliche Geschichte wird anhand einschneidener veränderungen im Denken und Handeln der Menschen in der Geschichte erklärt und nicht anhand von Ereignissen. Ein sehr interessanter Blick auf die Dinge.



    Jim Butcher - Die dunklen Fälle des Harry Dresden 1 - Sturmnacht

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    Das Szenario ist ziemlich genial: Ein Privatdetektiv in einer düsteren Stadt ist nicht genug. Der Privatdetektiv ist auch noch Magier und muss es mit allerhand phantastischen Wesen und bösen Mächten aufnehmen. Sehr erfrischende Mischung aus Noir und Fantasy. Die gesamte Reihe werde ich mir wohl nicht antun aber zumindest Teil 1 und 2 waren gut.



    Aktuell bin ich bei der Hexer-Serie, nachdem mich das neue Buch meines Lieblingsautors Walter Moers (Prinzessin Insomnia) restlos enttäuscht hat.

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    #SavePlayerOne

  • Es war einmal vor langer, langer Zeit... da wurde ein Buch veröffentlicht, welches im Fallout-NewVegas Universum spielt und von Foren-Mitgliedern geschrieben, zusammengestellt und designt wurde. Irgendwo, gut versteckt in den unendlichen Tiefen dieses Forums, wurde das Buch bereits vorgestellt und gewürdigt. Doch wurde nur die Arbeit und der freiwillige Einsatz gewürdigt? Wie würden die Kritiken lauten, wenn man das Buch objektiv bewerten müsste? Wenn man es ahnungslos in einem Buchladen kaufen würde, ohne zu wissen von wem und wie es entstanden ist?


    Da ich vor nicht allzu langer per Zufall und Bestechung zu einem der raren, unlimitierten und unsignierten Buchexemplare kam, möchte ich mal unter oben genannten Umständen das Buch bewerten. Aber genug der Vorrede...



    Das Cover und Layout
    Schön gemachtes, stimmungsvolles Cover welches zum Buchthema passt, stabiles Taschenbuch, mit angenehmer Schriftgrösse und Satzsetzung


    Vorkenntnisse
    Das Buch handelt im Fallout-New-Vegas-Szenario. Ich habe das nie gespielt, trotzdem konnte selbst ich problemlos nachvollziehen welche Fraktionen es gibt, welche miteinander eher kuscheln oder sich eher gegenseitig an die Kehle gehen. Es sind also keinerlei Vorkenntnisse nötig.


    Die Charaktere
    Die Charaktere sind in sich stimmig und handeln innerhalb ihrer Persönlichkeit, für mich ein sehr wichtiger Kritikpunkt. Es gibt einen Charakter der ein wenig bei der Gesinnung hin und her wechselt, bei dem wurde die Glaubwürdigkeit bis an die Grenzen strapaziert, aber ohne sie zu übertreten. Vor allem die Protagonistin macht eine sehr spannende und nachvollziehbare Entwicklung durch.


    Die Rechtschreibung
    Da hat es doch einige Mängel (Ja, und das von mich, wo ich kann nicht zwei Säzte schreipen ohne 5 Felher zu machen), jedoch stören sie den Lesefluss nicht gross. Es gab 2 oder 3 stellen im ganzen Buch, wo ich ein Wort oder einen Satz dreimal lesen, aber wenn man sich so andere Bücher anschaut, oder Zeitungen oder andere Medien, dann ist man hier in guter Gesellschaft.


    Die Geschichte
    Die Geschichte will einfach Unterhalten und hat aus meiner Sicht keinen Anspruch auf eine moralische, politische, künstlerische, soziologische oder sonstige tiefgründige Aussage. Um sinngemäss S. King zu zitieren: "Manchmal ist eine Geschichte nur eine Geschichte", das finde ich schon mal sehr positiv. Das Buch wurde nicht von Profis verfasst, das wird im Buch auch explizit so erwähnt. Am Anfang des Buches sagte ich mir dann auch recht schnell: Ja, das merkt man. Es wirkte ein wenig abgehackt, und man hätte meinen können, das die unterschiedlichen Kapitel von unterschiedlichen Autoren verfasst wurde (Was natürlich der Fall war, aber unter diesem Aspekt will ich das ja gar nicht anschauen). Trotzdem dauerte es nicht lange, bis ich dem Sog der Geschichte erlag. Wie geht es weiter? Was passiert nun als nächstes? Und je weiter die Geschichte fortschreitet, umso mehr fesselt sie und umso flüssiger liest es sich. Auch der anfänglichen Holprigkeit wird eine "runde" Geschichte. Neben den Haupthandlungssträngen finden sich auch immer wieder mal kleiner Aufgaben und Herausforderungen, welche die Protagonisten bestreiten müssen. Hier wird die Verwandtschaft mit Fallout (bzw. mit Spielen mit kleineren, teilweise etwas abstrusen Nebenquests) offenbar. Das könnte für manche ohne Vorkenntnisse störend sein, für eingefleischte Spieler sorgt das aber eher ein wohliges Déjà-vu. In der zweiten Hälfte des Buches hat es auch einige Szenen darunter, die waren für mich richtige literarische Perlen. Über die Handlung selber, will ich nichts schreiben, ausser dass es um Leben, Tod, Angst, Liebe, Romantik, Abenteuerlust, Treue, Verrat, Hoffnung und Enttäuschung geht.


    Der Autor
    Bzw. die Autoren und Mitarbeiter sind leider nicht auf dem Cover angegeben, schade. Trotzdem der Vollständigkeit halber, in der Hoffnung ich habe das richtig aus dem entsprechenden Thread rauskopiert:
    @Nathan @BRUCIE47 @Headkill @MacGerdo @zitres @Tyrachus und vor allem @Shya


    Die Wertung
    7 von 10 möglichen Leseratten. (Ich versuche Wertungen objektiv zu geben, und selbst mein Lieblingbuch würde nur 9.5 von 10 Leseratten bekommen.) Oder anders ausgedrückt: Ich finde es gut, besser als der Durschnitt den man sonst so liest und absolut empfehlenswert, vor allem, aber nicht nur, für Falloutfans.


    Kauf
    Keine Ahnung ob man das noch kaufen kann, aber ich bin sicher @Shya könnte da sicher auf Anfrage noch Informationen dazu liefern.


    Schlusswort
    Das Buch wurde nicht von Profis verfasst, das wird im Buch auch explizit so erwähnt. Vielleicht sollten sich die Autoren aber mal überlegen, ob sie sich nicht mal professionell als Buchschreiber versuchen möchten. Das Talent wäre vorhanden.

    Forentussi

    Krieg, Krieg ist immer gleich: Städte werden in Schutt und Asche gelegt, Menschen sterben reihenweise und man findet keine anständigen Haarstylisten mehr, von Pedikürensalons ganz zu schweigen.

  • Ich habe jetzt "Survivor" von Chuck Palahniuk durch. Auf deutsch heißt das Buch Flug 2039. Es handelt von einem Mann, der in einer leeren Linien Maschine auf seinen Absturz wartet und dabei auf den Voice Recorder spricht, wie es dazu kam. Viel mehr möchte ich gar nicht sagen, da ich sonst schon spoilern würde.


    Chuck Palahniuk ist ebenfalls für Fight Club verantwortlich, ihr dürft euch also auf eine alles andere als langweilige Handlung freuen, die wie der Protagonist des Buches schon mal ziemliche Sprünge macht. Mit ca 300 Seiten ist es auch relativ schnell gellesen.


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    ...what doesn't kill you gives you exp...

  • Letzten Monat kam nun ein neues Buch von Moers raus mit dem Titel "Prinzessin Insomnia und der Alptraumfarbene Nachtmahr". Leider ist das Buch, wie schon das vorherige sehr träge. Es werden fast nur irgendwelche Fantasiebegriffe aufgezählt und auf den ersten 60 Seiten gibt es eigentlich keine Handlung. Nach 120 Seiten habe ich nicht mehr weiterglesen. Sehr schade, vor allem da das Buch nicht billig war. Außerdem sind erstmals die Illustrationen nicht von Moers selbst, sondern von einer Berliner Illustratorin, die außerdem eine Inspiration für die Protagonistin gewesen sein soll. Alles in Allen, ein ziemlicher Reinfall.



    Also geht es weiter mit Andrzej Sapkowskis Hexer-Saga. Mittlerweile bin ich bei "Teil 3 - Feuertaufe". Es ist immer noch sehr spannend und ich werde das so schnell nicht weglegen.

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  • Nach circa vier Monaten bin ich nun mit der gesamten Hexer-Reihe durch. Teil 1 - 5 und "Der Letzte Wunsch".


    Abschließend muss ich sagen, dass die Reihe anfangs ziemlich Fahrt aufnimmt, dann etwas zäh wird und in Teil 5 ein furioses Finale findet.


    Wenn jemand noch nicht genug von Hexer Geralt, Yennefer und Rittersporn hat, dann kann ich nur wärmstens das Buch "Der Letzte Wunsch" empfehlen. In dieser Sammlung aus mehreren Hexer-Kurzgeschichten werden die ersten Begenungen zwischen Geralt und Yennefer geschildert.


    Fängt man gleich mit Teil 1 - "Das Erbe der Elfen" anfängt, wird man teils recht unvermittelt in das Hexer-Universum geworfen. "Der Letzte Wunsch" erklärt weitaus mehr Grundsätzliches.



    Als nächstes habe ich "Star Wars - Die Erben des Imperium" gefunden. Ein sehr schönes Hörspiel mit den Originalsprechern. Leider erstmal kein offizieller Kanon mehr, aber trotzdem sehr gut produziert.

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  • Richard Laymon - Night Show


    Die Story:


    Der Horrorfan Tony spielt seiner Mitschülerin Linda einen Streich, indem er sie in ein leerstehendes, angebliches Spukhaus verschleppt, fesselt und mit einem selbstgebastelten Kostüm erschreckt. Bei der Flucht läuft Linda in ein vorbeifahrendes Auto und fällt in ein längeres Koma. Ungerührt zieht Tony nach seinem Abschluß nach Hollywood, wo er sich mit einer Reihe zweifelhafter Aktionen in das Leben der erfolgreichen Maskenbildnerin Dani Larson drängt, um ihr Schüler zu werden. Und ahnt nicht, dass Linda aus dem Koma erwacht und unterwegs ist um Rache zu nehmen, gegen die seine geliebten Splatterfilme blass ausehen.


    Das Buch:


    Hat man einen Roman von Laymon gelesen, hat man alle gelesen. Schonungslose Sex- und Gewaltorgien, die stets im gleichen Erzählstil vorgetragen werden und jede noch so interessante Idee zu einem Trashfilm in Buchform machen. "Night Show" bildet hier überhaupt keine Ausnahme. Die "guten" Hauptcharaktere sind junge, erfolgreiche Menschen, die sich ihrer Attraktivität bewusst sind und ausgesprochen körperliche Beziehungen miteinander führen, weil charakterlicher Tiefgang eben nicht die Stärke des Autors ist und der Leser bei Laune gehalten wird, indem man in die gute, alte "Ab 18"-Trickkiste greift. Die Antagonisten sind degenerierte Sonderlinge, die anfangs wie harmlose Spinner wirken, dann aber jedoch vor keiner physischen oder psychischen Gräueltat zurückschrecken. "Graue" Charaktere, die den Leser nach 200 Seiten plötzlich überraschen, gibt es in Laymons Werken nicht. Erwähnenswert wäre noch, dass es in den meisten Büchern zwei oder drei parallele Handlungsstränge gibt, die sich im Kopf schnell miteinander verbinden und stets in einem vorhersehbaren, lieblos dahergeklatschtem Ende zusammengefügt werden.


    Fazit:


    Laymons Romane sind das McDonald's-Menü der Horrorliteratur: Man schlingt es hinunter, erzählt allen, wie schlecht es war, und bei der nächsten Gelegenheit bestellt man trotzdem das Gleiche nochmal. Nach ungefähr 20 Romanen von ihm und mit der Absicht, die restlichen auch noch irgendwann zu lesen glaube ich zu wissen, wovon ich rede. Denn allen Mängeln zum trotz bietet das Überschall-Erzähltempo einen gewissen Unterhaltungswert, dem man sich nicht entziehen kann, wenn man etwas für Horror übrig hat und auch die weniger anspruchsvollen Genrevertreter zu schätzen weiss.

  • Ich habe vor einem Jahr von meinem Bruder ein Kindle geschenkt gekriegt und gestern morgen habe ich die Bände 37, 38 und 39 der Perry-Rhodan-Reihe gekauft. Irgendwie komme ich da einfach nicht wieder raus, was unsere Grosseltern wahscheinlich noch als Schund bezeichnet hätten. Im Prinzip verbringe ich meinen ganzen Arbeitsweg damit und natürlich gibt es immer noch eine Session vor dem Pennen.


    Als ich klein war, kriegte ich jeweils in regelmässsigem Rythmus einen neuen silbernen Band von meinem Vater geschenkt und ich denke, dass er dabei als alter SF-Fan nicht nur mich im Sinn hatte :) 
    War auf jeden Fall imer wie Weihnachten für mich, der glitzernde Holo-Einband, die Raumschiffsmmodelle in den Deckeln, eine neue Story. Irgendwo bei Band 27 kam ich dann in die Lehre und Sex, Drugs und Rock'n roll wurden wichtiger, aber jetzt hole ich gerade nach, was ich damals verpasste.


    Ist noch seltsam, man kommt sich manchmal fast wie im falschen Film vor, wenn die mit 2.5 km grossen Raumschiffen nach Andromeda fliegen können und da Bänder aus einer Kamera nehmen und einem biopositronischen Gehirn zur Auswertung geben müssen, um Lochstreifen mit Daten zu kriegen.
    Und sexistisch ist es auch irgendwie, es gibt vielleicht in 40 Bänden fünf Frauen und eine mächtige davon muss zu hören kriegen, sie sei hysterisch. Das ist praktisch ein einziger Männer-Verein, da gibt s zwar auch vereinzelt weibliche Mutanten mit starken Fähigkeiten, aber die sind praktisch nie im Kampf.
    Und die Moral ist auch altbacken, da gibts kein einziges Schimpfwort darin und vierhundert Jahre alte Leute werden vom Grossadministrator zusammengeschissen, wenn sie salopp daher reden.
    Generell könnte man das problemlos einem 8-Jährigen geben, verglichen zu YouTube oder dem Slang von amerikanischen Präsidenten ist das pädagogisch wertvoll.


    Trotzdem klingt der Tech-Slang durchaus aktuell und ich muss immer wieder grinsen, wenn sich Gucky und Bully oder Danger und Kasom in die Haare kriegen. 100 Meter grosse biologisch gezüchtete Raumschiffe, 200 Kilometer grosse Raumschiffe, Lebewesen in der Grösse von Asteroiden, in denen Lebewesen hausen, die sie steuern, Hornschrecken, die ganze Planeten auffressen können(und in ihrem Lebenszyklus an die Würmer von Dune erinnern), biopositronische Zivilisationen, doppelköpfige Mutanten, die alles zu einer Atombombe machen könnnen, Zeitreisen, Paralell-Universen, da ist alles für den Nerd.

  • Die Abnormen von Marcus Sakey, ist eine wirklich interessante Buchreihe. Kann ich sehr empfehlen.

    Für Hörbuchhörer: der Sprecher (Torben Kessler) kommt manchmal etwas zu wenig... emotional rüber. Aber ich hab schon schlechteren zu gehört.


    Jedenfalls haben die Bücher einige interessante Wendungen. Einige sehr schockierend. Die Geschichte ist sehr stimmig und gut recherchiert.

    Die Charaktere sind toll umgesetzt und man beginnt einge richtig zu mögen wärend man bei anderen eher vorsichtig bleibt. Unsbhängig von den Handlungen des Protagonisten Nick Cooper.


    Abnorm sind die Menschen die eine spezielle Fähigkeit haben - einige können einmal einen Song hören und ihn dann Fehlerfrei nachspielen, andere können Muster erkennen und inuitiv voraussehen wie die Menschen um sie herum Handeln werden. Fluch.... oder Segen....



    Ich hatte sehr viel Freude an diesen Büchern.


  • Ich habe mir vor 2 Tagen nach längerer Zeit in der ich nichts gelesen habe wieder mal vier neue Bücher bestellt. Besser gesagt Gebrauchte, die ein ziemliches Schnäppchen waren. Es gibt ja unzählige spannende Sachen, die ich noch nicht gelesen habe, aber meine Wahl ist auf Doctor Sleep, Dead Zone und Cujo von Stephen King gefallen. Weiterhin noch Die Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers. Von den King Büchern erwarte ich wie gewohnt ein paar spannende Schinken, die einen ordentlichen Umfang aufweisen und somit längere Zeit beschäftigen. Auf Doctor Sleep bin ich schon gespannt, meine abgelesen Ausgabe von Shining habe ich damals wahnsinnig schnell verschlungen, mal schauen was die Fortsetzung so zu bieten hat. Dead Zone und Cujo sind ein eigener Zyklus, sind sicher auch ganz nett. Schließlich noch das Buch von Moers. Mal gucken, bin ja schon gespannt und wollte mir dieses Buch auf eine Empfehlung von zitres eigentlich schon ewig holen. Sobald eines der Bücher fertig gelesen ist, werde ich hier einen kleinen Beitrag verfassen. ;)

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    I have stood here before inside the pouring rain
    With the world turning circles running 'round my brain
    I guess I'm always hoping that you'll end this reign
    But it's my destiny to be the king of pain

  • The Gray Man - Unter Beschuss

    Der Zweite Teil der Gray-Man-Saga spielt größtenteils im Sudan, wo der CIA-Killer versucht den Präsidenten zu erledigen. Spannende Story, fast so gut wie der erste Teil. Wem James Bond zu viel Charme und Cocktails hat, der ist bei Gray Man genau richtig. Natürlich ist es kein intellektuelles Meisterwerk und so viele Wendungen hat die Handlung nun nicht, aber immerhin einen guten Spannungsverlauf.

    7/10


    Aktuell bin ich bei Mark-Uwe Klings Qualityland, was sowohl dystopische Gesellschaftskritik als den Humor der Känguru-Reihe vereint.

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  • Der 7. Tod von Paul Cleave

    Ein brutal geiles Buch - sorry ;P es ist herrlich sarkastisch und ich musste oftmals lachen.

    Hörbuch: es wird von Martin Kessler gesprochen (Synchronsprecher von Vin Disel / nicolas cage) und passt absolut.

    Es geht hier um (slow)Joe der tagsüber in einer Polizeistation die Putzkraft spielt. Er scheint etwas zurück geblieben, aber das ist nur Fassade. In wirklichkeit ist er ganz schön clever. Aber nicht immer. Es ist echt witzig wenn man die Perspektive einer anderen Person sieht und dann die von Joe. Man denkt des öfteren „Alter, Joe! Du hast keine Ahnung man!“ und das macht es wirklich spannend und witzig. Und oh mein Gott, seine Mutter! Ich konnt nicht mehr xD


    Es ist wirklich empfehlenswert :)


    Jedenfalls hat mich das buch dazu überredet die anderen Bücher der Cristchurch Reihe auch noch zu holen :D.


  • Zuletzt habe ich "Ich bin... der Hass" aus der mittlerweile 5-teiligen Ackerman-Reihe von Ethan Cross gelesen. Storytechnisch geht hier nach dem eher schwächelndem Vorgänger "Ich bin... der Zorn" wieder weitaus mehr, gewurmt hat mich allerdings, dass die Hauptfigur Francis Ackerman, im ersten Band noch der Antagonist und auch in den Bänden 2 und 3 kein sehr netter Kerl, nun endgültig auf der Seite "der Guten" steht und die Serie im Ganzen dadurch ihren Biss verliert und eben nicht mehr hält, was sie einst versprach.


    Nichtsdestotrotz hat sich E.C. in den letzte Jahren zu einem Dauergast in meinem Regal gemacht, weil sein Stil einfach ebenso flüssig wie genial ist und ich werde mir demnächst mal "Spectrum" zulegen.


    Und aktuell lese ich die Geschichten-Sammlung "Die lauernde Furcht" von H.P. Lovecraft. Mit dem Sammelbändern "Der Cthulhu-Mythos I & II" und "Der silberne Schlüssel" sind nun sämtliche Werke des Horrormeisters in einer 4-bändigen Reihe vereint ^^


  • Besser spät als nie, mittlerweile bin ich mit allen vier Büchern durch und möchte ein paar Worte zu den Titeln schreiben. Inhaltlich werde ich nicht groß auf die Bücher eingehen, sondern nur meine subjektive, spoilerfreie Meinung und Empfehlung äußern.


    Doctor Sleep: In Doctor Sleep setzt Stephen King die Geschichte nach den Ereignissen im Overlook Hotel fort. Es ist also eine mehr oder weniger direkte Fortsetzung des Buches "Shining". Shining ist wohl unumstritten ein Klassiker, mir hat das Buch damals sehr gefallen. Es kommt im Laufe des Romans eine wirklich bedrückende Atmosphäre auf, die King in so manchem seiner neueren Titel nicht ganz erreicht. Einige Kritiker sagen, Shining ist heutzutage schon ein wenig aus der Zeit gefallen und mehr Kitsch als Horror. Den Eindruck kann ich nicht teilen, für mich war das Buch spannend und die Horrorelemente gelungen. Nun aber zurück zu Doctor Sleep. Als ich das Buch nach der letzten Seite in der Hand hielt, war ich begeistert. Der Nemesis ist King ausgezeichnet gelungen und die übersinnlichen Elemente sind stimmig und nicht deplatziert. Das Buch schafft es sogar, den Leser auf eine Art zu berühren, die für King ziemlich untypisch ist. Das Thema Alkoholismus zieht sich durch den ganzen Roman und lässt einen stellenweise auch über King nachdenken, der lange Zeit selbst Alkoholiker war. Die Beschreibungen sind somit absolut authentisch und zugleich sprachlich grandios erzählt. Alles in allem eine sehr gelungene Fortsetzung von Shining und ein toller Roman. Vor diesem Titel würde ich jedem jedoch empfehlen, Shining zu lesen, es ist zwar nicht zwingend notwendig, aber man tut sich leichter und versteht das Gesamtwerk besser. 8,5 von 10 Lesezeichen.


    Dead Zone: Mit Dead Zone habe ich mich die ersten gut 100 Seiten etwas schwer getan. Die Story plätschert nach einer eindrucksvollen Eröffnung so ein wenig vor sich hin, um nicht zu sagen, sie zieht sich ein wenig in die Länge wie ein Kaugummi. Diese Tatsache fand ich ein wenig schade, da ich sowas noch nie bei einem King Roman hatte. Natürlich gibt es Titel von King, die energiegeladener sind und in denen alles mehr oder weniger Schlag auf Schlag passiert, aber auch viele ausschweifendere Titel wie eben Dead Zone. Das Durchhalten hatte sich dann doch noch gelohnt, im letzten Drittel des Buches nimmt die Handlung wie zu Anfang an Fahrt auf und das Ende war grandios. 7 von 10 Lesezeichen.


    Cujo: Eigentlich ist Cujo chronologisch der Nachfolger von Dead Zone im sogenannten Castle Rock Zyklus. Inhaltlich sind diese Bücher aber nur ziemlich bedingt miteinander verknüpft. Ja, es gibt eine sehr wichtige Verbindung zum Plot von Cujo, jedoch wird diese kaum explizit im Buch erwähnt, sonderlich viele Anspielungen gibt es auch nicht. Meiner Meinung nach kein Vergleich zu Shining und Doctor Sleep in Sachen Verknüpfungen. Cujo ist ein relativ dünnes Buch (circa 380 Seiten) und steht damit ein wenig in einem Kontrast zu fast allen anderen King Romanen, die doch ziemliche Wälzer sind. Was soll ich sagen, entgegen dem ersichtlichen Umfang des Romans hat mich Cujo lange und gut unterhalten. Es wird eine simple und doch interessante Geschichte gewoben, die typisch für King durch sehr explizite Szenen und Bilder im Kopf des Lesers lebendig wird. Übernatürliche Handlungsabläufe sind in Cujo nicht, bzw. nur sehr sehr begrenzt enthalten, wer explizit King Werke mit diesen Szenen sucht, ist hier folglich falsch. Bei Cujo hat mich das Ende wirklich überrascht, ziemlich untypisch für King, würde ich sagen. Dennoch war es auf seine Art stimmig und schloss den Roman gut ab. Vielleicht gerade wegen seiner Kürze und der doch recht eng gestaffelten Handlung, hat mir Cujo etwas besser gefallen, als Dead Zone. 8 von 10 Lesezeichen.


    Die Stadt der Träumenden Bücher: Zu guter Letzt die Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers. Ich kann mich nur nochmal bei zitres bedanken, der mir den Titel empfohlen hat. Es ist schwierig, dieses Buch irgendwie zu beschreiben. Natürlich etwas ganz Anderes, als ein Roman von Stephen King oder anderen Horrorautoren. Die Stadt der träumenden Bücher ist ein verträumtes, sprachliches Meisterwerk, sehr fesselnd und spannend geschrieben. Wenn man so möchte, ein modernes Märchen im Gewandt einer Abenteuergeschichte. Gewiss benötigt man eine gute Prise Phantasie, um mit diesem Roman etwas anzufangen. Es ist inhaltlich ein sehr universelles Buch, man würde sicher auch im Alter von 15 Jahren alles Erzählte verstehen und seinen Spaß daran haben, genau wie mit 20 oder älter - vorausgesetzt man hat sich seine Phantasie bewahrt. Aber sind wir ehrlich, bei King war das auch nie anders, seine Titel wurden schon immer sehr gerne von Jugendlichen mehr oder weniger heimlich gelesen. ;) Ich möchte nicht viel mehr Worte verlieren, sondern jedem sich angesprochen fühlenden Leser dieses Buch ans Herz legen. Sicherlich ist es nicht für jeden Bücherwälzer etwas, aber man sollte dem Werk eine Chance geben. Ich fand es schlichtweg schön - 9 von 10 Lesezeichen.

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  • Mark-Uwe Kling - Qualityland

    Dystopisch, skuriel und völlig absurd. Das Buch skizziert sehr gut die Probleme Automatisierung, KI und Algoritmen. Man bekommt einen relativ guten Einblick, was derzeit flasch läuft mit Google, Amazon, Facebook und Apple, aber auch mit der Gesellschaft. Im gewohn absurd witzigen Stil der Känguru-Chroniken skizziert der Autor hier die nahe Zukunft. Ich für meinen Teil kann es empfehlen, freue mich aber doch sehr, dass sein nächstes Buch wieder ein Känguru-Buch sein soll.


    Star Wars - Thrawn Triologie Hörspielserie

    Es handelte sich hierbei um ein etwas älteres Hörspiel, bei dem fast alle originalen Synchronstimmen mitgemacht haben. Die Handlung ist die Zukunft nach Episode 6, so wie Timothy Zahn sie sich vorgestellt hat. Also Neue Republik, Luke unterrichtet Leia als Jedi. Leia hat mit Han Solo eine Familie gegründet und die Neue Republik rutscht von einer Krise zur nächsten. Dazwischen versucht ein brillianter Stratege die Reste der imperialen Flotte in einen Kampf gegen die Neue Republik zu führen. Außerdem taucht ein alter Jedi-Meister auf, der so ganz und gar nicht das ist, was Luke von Obi-Wan und Yoda kannte. Eine sehr spannende Geschichte, auch wenn sie leider nicht mehr "Kanon" ist, sondern "Legends", da Disney die Handlung ja mit Ep7 selbst fortgesetzt hat.


    Liu Cixin - Der Dunkle Wald (Trisolaris Teil 2)

    Wahnsinn. Einfach nur Wahnsinn. Definitiv eines der besten SciFi-Werke die ich je hatte. Es ist ein noch nie dargewesens Szenario mit wenig versprechenden Lösungsansätzen und einer sehr dunklen These zur Interaktion von Lebensformen im Weltall. Jedem der sich für SciFi interessiert, kann ich die beiden bisher übersetzten Trisolaris-Teile nur empfehlen.


    Joachim Fernau - Rosen für Apoll

    Der Autor ist ohne Frage umstritten, aber sein Stil in dem er die gesamte griechische Geschichte erzählt ist doch ein sehr hörenswertes Werk.

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  • Albrecht Beutelspachers Kleines Mathematikum: Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten zur Mathematik (189 S.)

    Nettes Buch für Interessierte. Allgemeinverständlich, verzichtet größtenteils auf Formeln.

    https://www.amazon.de/Albrecht…wichtigsten/dp/3406602029


    Der Vorleser (Bernhard Schlink; 207 S.)

    Außergewöhnliche, nahezu seltsame Geschichte. Schlinks sachlicher Schreibstil wirkt angenehm. Kurzweilig, regt dennoch zum Nachdenken an. Dürfte sowieso jeder kennen.

    https://www.amazon.de/Vorleser…ard-Schlink/dp/3257229534


    Schachnovelle (Stefan Zweig; 128 S.)

    Leicht lesbar. Die Verknüpfung des Schachspieles mit Dr. Bs Lebensweg ist genial. Wieder gilt: Dürfte sowieso jeder kennen.

    https://www.amazon.de/Schachno…tefan-Zweig/dp/3596215226

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/schachnovelle-7318/1


    Die Ermordung des Commendatore Band 1: Eine Idee erscheint. (480 S.)

    und

    Die Ermordung des Commendatore Band 2: Eine Metapher wandelt sich. (Haruki Murakami; 496 S.)

    Ich bin gespalten. Ein außerordentlich inhaltsloses Buch. Sehr philosophisch. Macht dennoch süchtig, habe beide Bücher innerhalb weniger Tage gelesen. Weshalb? Ich weiß es nicht. Womöglich wegen des Einblickes in die fremde Kultur.

    https://www.amazon.de/Die-Ermo…d-erscheint/dp/3832198911

    https://www.amazon.de/Die-Ermo…nd-Metapher/dp/383219892X


    Die Physiker. Eine Komödie in zwei Akten (Friedrich Dürrenmatt; 96 S.)

    Amüsant, übertrieben. Dürrenmatts Botschaft ist auch heute noch aktuell. Seltsames, aber logisches Ende.

    "Für wen sich meine Patienten halten, bestimme ich. [...]"

    https://www.amazon.de/Physiker-Eine-Komödie-zwei-Akten/dp/3257230478


    Der Auftrag: Oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter. Novelle in vierundzwanzig Sätzen (Friedrich Dürrenmatt; 132 S.)

    Dadurch, dass jedes Kapitel nur aus einem Satz besteht, wirkt das Ganze etwas verworren. Ein einziger, langer Satzfluss. Die Geschichte ist eher trivial, dennoch unterhaltsam; des Autors Gedanken scheinen deutlich durch.

    https://www.amazon.de/gp/product/3257216629


    Der Fornit (Stephen King; 251 S.)

    Sammlung von Kurzgeschichten. Enthält keine tiefergehende Botschaft, keinen Appell, möchte nicht die Welt oder Menschheit verbessern. Dient der reinen Unterhaltung. Nicht sonderlich komplex. Einige Geschichten sind lesenswert, viele absurd. Gruselig? Nein. Muss man nicht lesen.

    https://www.amazon.de/Fornit-Stephen-King/dp/3453003128


    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (Bastian Sick; 240 S.)

    Sammlung der bekannten "Zwiebelfisch" Kolumne von "SPIEGEL ONLINE". Das Lesen einzelner Artikel ist recht spaßig, nach einiger Zeit stört aber das ständige Lamentieren des Autors.

    https://www.amazon.de/Dativ-is…enitiv-sein/dp/3462034480


    Der Alchimist (Paulo Coelho; 176 S.)

    Eine Qual. Voller (pseudo-)philosphischer Aussagen, die wunderbar zum Kühlschrankmagneten geeignet wären. Seltsames Ende. Dabei ist die Kernbotschaft nachvollziehbar, doch an der Umsetzung scheitert es. Allein diese Suchergebnisse dürften vieles veranschaulichen:

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    https://www.amazon.de/gp/product/3257237278


    Die verlorene Ehre der Katharina Blum (Heinrich Böll; 160 S.)

    Unbedingt lesenswert. Scharfe, allgemeinverständliche Kritik an der (damaligen) Medienlandschaft, allen voran DIE ZEITUNG. Böll polarisiert, Blums Tat ist m. E. zu verurteilen. Viel verändert hat sich bei BILD nicht.

    https://www.amazon.de/Die-verl…harina-Blum/dp/3423011505