Mojave Wüste

  • Zufrieden mit Dusts Antwort, drehte Knox sich um, um seinen Plan durchzuführen. Sein Blick traff gerade noch Quinn, die auf ihn zu lief. Es kam ihm ein wenig vor wie ihn Zeitlupe als sie die Hand ausstreckte und etwas rief. Knox’ blitzschnelle Gedanken bezogen dies darauf, dass sie nicht wollte, dass er Peaches etwas antat. Dennoch wollte er sich grade umdrehen, als ein dumpfer Schmerz ihm die Lichter ausknippste.



    Blinzelnd öffnete er die Augen. Sein Hinterkopf schmerzte und er griff hin. Nichts ahnend setzte er sich auf. Er lag auf dem Boden. Vier Leute sassen um ihn herum. Einer unbekannter als der andere. Mit zusammen gezogenen Brauen blickte er jeden einzelnen an. Ein alter Mann, zwei etwas jüngerere Typen und eine Frau. Die Frau war schön, schwarzes langes Haar, blaue Augen. Und sie hatte geweint. Warum wohl? Er betrachtete die Gruppe. Einer der ca dreissigjährigen sah ihn neugierig und gleichzeitig irgendwie besorgt an. Der alte Kerl schien schuldbewusst. Wer waren diese Leute? Waren sie gefährlich? So schien es eigentlich nicht. Was machten sie hier? Und was noch wichtiger war, was macht er selbst hier? Er erinnerte sich an nichts. Sein Kopf wahr leer. Er wusste noch nicht mal seinen eigenen Namen. „Was zum Teufel...“ murmelte er verwirrt als ihm das klar wurde. „Wie geht es dir?“ fragte die Frau und klang dabei ängstlich. Sie alle sassen um ihn herum und blickten interessiert. „Ähm.. ich weiss nicht...“ antwortete er noch immer vollkommen verwirrt. „Mein Kopf tut weh...“ „Weisst du wie du heisst?“ fragte der junge Mann mit dem vernarbten Ohr. Er klang genau so neugierig wie er sich auch vor der Antwort fürchtete. Der Angesprochene schüttelte den Kopf. „Fuck..“ stiess jemand leise aus. „Ich bin Peaches, das ist Quinn und er heisst Pedro. Das da drüben ist John.“ Peaches wies auf jede Person mit dem Finger. „Dein Name ist Knox.“ fügte er hinzu. Knox hörte zu, aber verstand irgendwie nicht. „Naja...“ Peaches rieb sich den Nacken. „Das ist nicht dein richtiger Name, aber hier nennt man dich so.“ „Hä? Was? Ich kapiers nicht.“ verständislos sah Knox die Leute vor sich an. Quinn seufzte, dabei hörte sich ihre Stimme zittrig an. Sie vergrub kurz das Gesicht in den Händen, dann sah sie wieder auf. „Es ist genau wie damals...“ sagte sie zu den ‚Wissenden‘. „Er kann sich an nichts erinnern.. nichts... weder woher er kommt, noch an uns oder seine Familie. Geschweige denn daran was Victor vor hat.“ Knox sah sie entgeistert an. „Wo- Woher weisst du das? Kennen wir uns?“ er konnte sich nicht vorstellen warum sie seine Gedanken lesen konnte. Er versuchte sich krampfhaft an etwas zu erinnern, aber alles was ihm in den Sinn kam, war sein eigenes Alter. Quinn stand bei dieser Frage auf und wandte sich ab. Verduzt blickte Knox die anderen an. Dann schüttelte er den Kopf. „Sorry, ich weiss echt nicht warum, aber irgendwie kann ich mich wirklich an nichts erinnern.“ Er rieb sich die Stirn. „Ausser dass ich 28 bin?“ „Aber dass wir hier weg müssen, verstehst du oder?“ fragte Pedro und sah sich um. Knox nickte. „Maulwurfsratten, Raider und Co.“ Peaches nickte und stand ebenfalls auf. „Ich hätte mir gewünscht das wäre nicht nötig gewesen... aber wahrscheinlich hätte ich irgendwann auch zu dieser Massnahme gegriffen... aus Verzweiflung... zugegeben hab ich wirklich darüber nachgedacht.... aber ich bin froh war ich nicht der jenige.. es ist fast so als wäre er gestorben.“ sagte er trübsinnig zu John und meinte damit den alten Knox. Der, der gemeinsame Erinnerungen mit ihnen allem geteilt hatte. Knox verstand nicht was er damit meinte. Peaches reichte ihm die Hand. „Kannst du aufstehen?“ Knox griff danach und lies sich auf die Beine ziehen. „Lass uns gehen. Hier ist es nicht sicher.“ seine raue Stimme klang erzwungen neutral. „Ausserdem sollten sich Quinn oder Sasha dich mal ansehen. Und dann erklähren wir dir alles.“ Er blies die Wangen kurz auf und atmete erschöpft aus. Er sah traurig aus und Knox verstand nicht warum. Warum schienen alle irgendwie traurig? Hatte er sie gekannt? Und wenn ja, wie gut? War das der Grund? Weil er sich nicht an sie erinnern konnte?

    Knox kam auf keinen grünen Zweig. Er wusste nicht was er hier tat und wohin er unterwegs gewesen war oder mit wem. Er wusste nicht woher er kam und wohin er zurückkehren könnte. Aber diese Leute schienen ihm wirklich helfen zu wollen. Wesshalb er sich entschied ihnen zu folgen. Begleitet von einem leichten Schwindelgefühl.


    Er folgte der Gruppe in die Kanalisation. Es roch nach abgestandenem Wasser. Immer wieder erntete er besorgte Blicke der anderen die er nicht verstand. Er war hier doch zum ersten Mal, oder? Lag es daran? Er nahm sich vor gut aufzupassen wohin er trat.


    Im untersten Teil des Hauptquartiers, bestand Quinn darauf ihn zu untersuchen. Sie Leuchtete mit einer Lampe in seine Augen. Er musste ihrem Finger Folgen. Sie diagnostizierte, dass es sich um eine leichte Gehirnerschütterung handelte, aber nichts worüber sie sich gross Sorgen machen mussten. Viel mehr Gedanken sollten sie sich darüber machen, wie sie ihm die Situation beibringen sollten. Quinn machte sich Sorgen, dass es einfach zu viel sein könnte. Knox blieb verwirrt sitzen und sagte vorerst nichts. Diese Leute verhielten sich seltsam. Als würden sie ihn kennen. Und das, obwohl er sich sicher war sie noch nie im Leben gesehen zu haben. Die Leute um ihn herum, es waren nun an die zehn, redeten wild durcheinander, blickten immer wieder zu Knox, ohne sich ihm zuzuwenden. Peaches hatte unterdessen den Pipboy von irgendwo hervorgenommen und ihn sich am Arm montiert. Schweigend und mit konzentriertem Gesicht versuchte er etwas zu begreifen. Bis er Sasha hinzuzog und mit ihr zu diskutieren begann. Während Knox da sass und nicht wusste was vor sich ging, entdeckte er plötzlich ein Mädchen in der Menge. Ein grosser stämmiger Kerl, beugte sich zu ihr und sagte etwas. Sie nickte ohne Knox aus den Augen zu lassen. Dann kam sie auf ihn zu. „Hi.“ sagte sie und setzte sich neben ihm auf die Bank. „Hay.“ erwiderte er. Ihr Gesicht sagte ihm rein gar nichts. Die braunen Haare, waren zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen gebunden. Ihre Augen blickten ihn treu an. Dann grinste sie frech und streckte ihm ruckartig die Hand hin. Knox betrachtete sie erst erstaunt, dann griff er danach. Sie war die einzige in dem Gemenge, die ihm richtige Aufmerksamkeit schenkte. Die Leute um sie herum hatten wichtigere Dinge zu besprechen und zu Planen und Knox blendete sie desalb für den Moment aus. Er konzentrierte sich auf das Mädchen die so fröhlich lächelte, dass man glauben konnte, die Sonne wärde hier unter der Erde scheinen. „Mein Name ist Jenny.“ sagte sie. „Ich bin deine Schwester.“ „Du machst Witze.“ erwiderte Knox und blickte sie skeptisch an. Ihr Lächeln wollte sich nun verflüchtigen, doch sie zwang sich es aufrecht zu halten. Jenny schüttelte den Kopf. Aus der Hosentasche holte sie ein gefaltetes Stück Papier und reichte es Knox. Zögerlich nahm er es und klappte die Ecken auf. Er betrachtete ein Foto. Darauf waren zwei breitgebaute Kerle. Einer davon stand nur wenige Meter von ihm entfernt. Vor den Beiden stand ein jüngerer Mann und unverkennbar das Mädchen neben ihm. Sie Zeigte auf den Jüngling. „Das bist du.“ ihr Finger rutschte weiter. „Ich, Cosmo, Brian.“ Wieder sah sie ihn an und Hoffnung schimmerte in ihren Augen. Knox konnte nichts damit anfangen. Er hatte diese Leute noch nie gesehen. Wie konnten sie seine Geschwister sein? Andererseits konnte er sich auch nicht an seine Eltern erinnern. Und Eltern hatte nunmal wirklich jeder Mensch. Sagte Jenny die Wahrheit? „Knox.“ Peaches trat zu ihnen. Knox sah ihm an, dass er etwas anderes sagen wollte, doch er fragte erst: „Gehts dir gut soweit?“ Knox nickte und zuckte gleichzeitig die Achseln. „Denk schon.“ Peaches wies auf den Pipboy an seinem linken Arm. „Da kam ne Nachricht von Sanjes.“ Knox versuchte ihm zu folgen. „Wer ist Sanjes?“ Peaches‘ Gesicht wurde für eine Millisekunde von Leid überschwämmt. „Sie.. Eine Undercover Ärztin.“ „Aha?“ gab Knox zurück und wollte erstmal weiter hören bevor er noch mehr Fragen stellte. „Sie schreibt, dass wir gar nicht beschattet werden. Das war ein Trick.“ „Beschattet? Von wem? Warum?“ Peaches seufzte einen Fluch. „... Ich erklährs dir später. Und deinem Freund da auch.“ er wies auf Dust und winkte ihn gleichzeitig herbei. „Freund? Zum Teufel, ich hab keinen Schimmer wer ihr alle seit. Klährt mich endlich mal einer auf?“ Knox klang nicht wütend, doch das er nun laut ausgesprochen hatte was alle wussten aber nicht wirklich wahrhaben wollten, tat einigen der Umstehenden wohl weh. Sie senkten den Blick, atmeten bedrückt aus oder schauten ihn betrübt und erschrocken an. „Du wurdest Bewusstlos und hast dein Gesächtnis verloren.“ sagte nun Cosmo und kam auf Knox und die Umstehenden zu. „Und das passiert jedes Mal. Das letzte Mal vor acht Jahren. Eine chemische Reaktion in deinem Gehirn ist dafür verantwortlich. Irgendwie löscht es jede deiner persönlichen Erinnerungen aus. Du weisst wie die Welt um dich herum funktioniert, aber deinen Namen, Herkunft, Job, Freunde, Familie... weg.“ Unbewusst griff Knox sich an den Kopf. Er hatte plötzlich so viele Fragen, dass er nicht wusste mit welcher er beginnen sollte. „Wir erklähren dir später was passiert ist.“ mischte Peaches sich ein. „Sanjes‘ Nachricht ist jetzt Wichtiger.“ er hob den Arm kurz. „Sie sagt, uns wurde ein Sender eingepflanzt. So kann Victor kontrollieren wo wir sind. Aber er weiss nicht was wir tun, so wie wir befürchtet haben. Diese Erkenntnis ändert alles. Ich habe einen Plan.“ Peaches betrachtete seine Leute Knox und Dust. „Aber erst müssen wir jemanden finden, der diesen Sender aus uns entfernt. Sie sagte, er befinde sich irgendwo unter der Haut. Hat jemand eine Idee?“


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  • Wie konnte das nur passieren.. Dust schämte sich innerlich zutiefst, als fest stand, dass Knox sein Gedächtnis verloren hatte. Er wollte doch nur zu ihrem Besten handeln und konnte nicht ahnen, dass dieser Schlag solche Konsequenzen haben sollte. Sein Partner schien den Großteil seiner Erinnerungen verloren zu haben. Den einzigen Hoffnungsschimmer bildete die Gruppe, auf die sie vor dieser verhängnisvollen Aktion getroffen waren. Alle verhielten sich augenscheinlich freundlich und offen. Jeder war weiterhin bemüht, Knox zu helfen. John war sich nach wie vor sicher, dass sie nun genug Feuerkraft für den Auftrag beisammen hatten, der Knox so beschäftigt hatte. Wie Peaches erläuterte, wurde Knox und den neuen Begleitern ein Sender eingepflanzt. Peaches fragte in die Gruppe, ob jemand eine Idee hätte, wer ihnen diese entfernen könnte. Dust ließ seinen Blick über die vor ihm stehenden Personen schweifen. Er war sich ziemlich sicher, dass er den richtigen Kontakt für dieses Problem parat hatte. Ein zerzauster Doc, etwas älter als er selbst. Seit er sich erinnern konnte, lebte dieser Mann der früher als Sanitäter bei einer Eliteeinheit der Enclave gedient hatte in einer rustikalen Holzhütte am Rand von Nordvegas. Sein OP Besteck würde wohl ausreichen, um einen Sender aus der Haut zu schneiden. Es ist den Versuch wert, Geld ist aktuell kein Problem und Knox hat mehr als nur etwas gut bei mir.


    ,,Vermutlich habe ich die richtige Anlaufstelle für dieses Problem. Ein alter Doc den man vertrauen kann, nich weit von hier am Rand von Nordvegas. Die Behandlung geht auf mich, dass bin ich euch und Knox schuldig." sagte John Dust so ruhig und gleichmäßig wie er konnte. Seine Augen haftete an den Minen der anderen und warteten auf eine Reaktion ihrerseits.

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  • Peaches hörte Dust aufmerksam zu und nickte dann. Gleich darauf sprang er leichtfüssig auf den Holztisch an dem Knox und Jenny sassen und blickte in die Runde. Die knapp zwanzig Leute die um ihn herum versammelt waren bluckten erwartungsvoll zu ihm auf. „Also gut.“ begann er und es wurde still im Raum. „Es wird Zeit, dass wir beenden was wir angefangen haben und den Plan in die Tat umsetzten.“ Zustimmendes Gemurmel. „Folgendes.“ Peaches sah auf Knox und hielt einen Moment inne, dann sah wieder seine Leute an. „John, Knox und ich werden uns um diesen Sender kümmern und versuchen unseren Aufenthaltsort zu verschleiern. Es bleibt uns nicht all zu viel Zeit, denn wärend wir beide hier zusammen sind, wird Foster bald stutzig. Knox soll mich nämlich töten.“ Die Menge sah sich schockiert und überrascht um. Sie suchten Knox der sich aus irgend einem Grund schuldig fühlte, als die vielen Augenpaare ihn anstarrten. Er konnte Peaches nicht ganz folgen, aber war froh darüber das er die Dinge in die Hand nahm und Anweisungen verteilte. „Sasha, wo bist du? Ah, da. Ich will das du dir Pedro und ein paar andere schnappst und dich zur Karminroten Karavane aufmachst. Ich geb euch Geld und ein Zettel mit. Sie schulden mir noch einen Gefallen.“ Sasha nickte und eine Haarsträhne fiel ihr dabei über der Schweisserbrille ins Gesicht. „Ihr lasst euch dort Packbramin und Karren, von mir aus auch ein paar Karravanenenwachen mitgeben und sucht östlich von Nord Vegas den Bunker auf von dem ich euch erzählt habe.“ Pedro stellte sich zu Sasha und sah entschlossen zu Peaches auf. „Die sollten über eure Ankunft bescheid wissen, wenn Monty seine Sache gut gemacht hat.“ er suchte seinen kleinen Bruder in der Menge. Dieser hielt Peaches‘ Sohn an der Hand und bestätigte, dass er die Leute dort informiert hatte. „Ihr holt die Waren ab und bringt sie hoch ins Waffenlager von dem Sanjes uns berichtet hatte.“ Peaches dachte nach. „Und nehmt das tragbare Funkgerät mit. Quinn wird hier die Stellung halten falls Probleme auftreten.“ „Was?“ Die schöne Quinn trat einen Schritt vor und sah hinauf. Sie stand direkt vor Knox und seine Augen verfolgten ihre Figur von der Hüfte bis hinauf zu ihren entschlossenen blauen Augen. „Ich will nicht hier bleiben. Lass mich was tun.“ sagte sie. Peaches schüttelte den Kopf. „Das ist unsere Basis, unser Rückzugsort. Du bist ausser Sasha die einzige die grössere Wunden versorgen kann. Und du kannst planen. Wenn ich nicht hier bin, sollst du alles im Auge behalten.“ Daraufhin sagte Quinn nichts mehr. Sie senkte den Kopf und ihr Blick traf den von Knox. Sie setzte sich schnell neben ihn um ihm zu entgehen. „Kirk.“ rief Peaches und ein Kerl um die vierzig mit grauem Haar machte sich bemerkbar. „Du musst dich bei der RNK einschläussen und einen Brief abgeben. Darin sollen Fosters Pläne stehen. Einerlei ob sie dem Brief glauben oder nicht, gewarnt sind sie.“ Kirk runzelte die Stirn. „Hast du nicht nen Kumpel bei der RNK? Wie hies er noch?“ „Jason Stone.“ sagte Peaches grimmig. „Vergiss den Kerl. Er hat mich reingelegt und uns überhaupt in diese Scheisse hier geritten.“ „Und sie?“ rief jemand anderes und zeigte auf Quinn. „Sie hat doch n Kontakt zu der RNK oder nicht?“ Peaches und Quinn wechselten einen Blick. „Besser wir gehen auf nummer sicher. Kirk, komm nacher in mein Arbeitszimmer, ich geb dir was mit.“ Kirk nickte einverstanden. „Was ist mit mir?“ fragte nun der stämmig Kerl der Knox‘ Bruder sein sollte. Cosmo hob die Hand. „Was kann ich tun? Es geht hier immerhin auch um unseren Bruder.“ Knox hob den Kopf. Peaches überlegte. Ihm war klar dass er Cosmo nicht davon abhalten konnte zu helfen. „Wenn du willst, geh mit Sasha. Ihr solltet ausserdem ein Transportmittel beschaffen. Irgendwas womit wir zurück zur Vault kommen...“ die Leute fingen an unruhig zu tuscheln. Peaches ignorierte sie. „Is mir egal ob ihr ein altes Auto fahrtüchtig macht oder eins von der RNK klaut, aber ich habe eine Rechnung offen mit diesem Foster und die begleiche ich persönlich. Es steht jedem frei ob er mit in die Höhle des Löwen will aber wir müssen Brian, Rene und Knox‘ Serum da rausholen.“ Wieder sah Knox hoch als sein vermeintlicher Name fiel und fragte sich was das für ein Serum war von dem Peaches da sprach. „Bereitet euch jetzt vor und sprecht euch ab. Die Ziele sind klar?“ fragend sah Peaches in die Runde. Als niemand etwas sagte stieg er vom Tisch herunter. Er winkte Dust heran und teilte Knox und ihm mit, dass sie in ein paar Stunden, als letzte die Kanalisation verlassen würden. Dann betrat er sein Schlaf- und Arbeitszimmer gefolgt von einigen Leuten die Fragen hatten oder etwas bei ihm abholen mussten. Knox hatte kaum verstanden worum es ging. Alles ging furchbar schnell. Doch Jenny unterbrach seine Gedanken. „Du hast echt mal wieder n Haarschnitt nötig.“ sagte sie heiter und betrachtete Knox‘ wuschelige Haare. Knox griff sich instinktiv an den Kopf. Er strich die langen Haare zurück und konnte sich gar nicht erinnern wie diese so lang werden konnten. Hatte er überhaupt je kurze Haare gehabt? Oder eine Frisur? Das Foto bewies es zwar aber es kam ihm mehr so vor als hätte er einen Fremden betrachtet statt sich selbst. „Komm mit.“ Jenny sprang auf und griff nach Knox‘ Hand. Sie zog ihn auf die Beine und führte ihn in den Raum in dem auch Peaches verschwunden war. Er setzte sich hinter der provisorischen Trennwand auf das Bett. Knox konnte hören wie Peaches dahinter über den Plan sprach den er vorhin erleutert hatte, wärend Jenny um ihn herum Kram zusammen suchte um ihm die Haare zu schneiden. Knox war es im Grunde egal ob er ein Vogelnest oder gar keine Haare auf dem Kopf hatte. Doch seine Schwester versuchte ihm offenbar nahe zu sein und obwohl er nichts über sie wusste, sie aber alles mögliche über ihn, lies er sie machen.

    Wärend die Schere schnibbte und Knox ihr im mannshohen schmutzigen Spiegel vor ihm zu sah betrat Quinn den Raum. Sie musste grinsen als sie Jenny sah wie sie Knox‘ helle Haare zu bendigen versuchte und dabei ohne Punkt und Komma über vergangene Tage plapperte und über Erinnerungen lachte, während Knox nur ein wehmütiges lächeln über die Lippen brachte. Sie konnte sich nicht vorstellen wie es war nichts mehr zu wissen. So wie sie es sich auch damals nicht vorstellen konnte, als sie ihn ganz nah an seinem zu Hause ausgegraben und weit weg gebracht hatte. Ihr grinsen verschwand. Sie kam näher und setzte sich neben ihn. „Na ihr zwei?“ Knox betrachtete sie über den Spiegel. „Was macht ihr schönes?“ fragte sie weil ihr nichts anderes einfiel. „Tommy sah aus wie eine Vogelscheuche.“ grinste Jenny. „Geht gar nicht.“ Knox zuckte mit den Schultern und lächelte. „Da hast du recht.“ scherze Quinn. Knox sah die auffallend schöne Frau an als sie dass sagte und glaubte rot zu werden. Wie konnte er sie nur vergessen? Er wollte mehr über sie wissen, traute sich aber nicht zu fragen „Und du? Kommst du klar?“ sie beäugte Knox von der Seite. Er nickte kaum merklich. „Denke schon. Is n bisschen viel auf einmal alles aber ich schätze ich werds überleben.“ sagte Knox und senkte den Blick. „Ist ja schneinbar nicht das erste Mal.“ er versuchte ruhig ein und aus zu atmen. Wenn er hätte wählen können, wäre er bereits irgendwo an der Oberfläche weit weg von all den fremden Leuten hier. Er hatte das Bedürfnis weg zu laufen, einen klaren Kopf zu kriegen. An einem ruhigerem Ort, wo es nicht so hektisch zu ging wie hier. Doch dieser Plan von dem Peaches gesprochen hatte, schien überaus wichtig zu sein. Quinn nickte verstehend und senkte den Blick. Dann legte sie aufmunternd eine Hand auf seine Schulter. „Wenn du etwas brauchst, sag es mir. Ich würde dir gern irgendwie helfen, ja?“ Aus anstand nickte er stumm. Er wusste nicht mal wie er sich selbst helfen sollte. „Wenn wir das Serum haben, wirst du dich wieder an alles erinnern können.“ Wieder sagte Knox nichts. Er wusste nicht was das für ein Zeug war und er wusste nicht woher es kam. Er konnte sich auch nicht vorstellen wie es funktionieren sollte. Quinn stand auf und ging wieder nach draussen. Ihr war sein Fluchtverhalten in den Sinn gekommen und sie würde ihm diese Ruhe geben. Sie wollte nicht, dass er davon lief, wie er es sonst immer tat. Auch wenn er sich daran nicht erinnern konnte.

    Man schade dass du kein Mädchen bist...“ sagte Jenny und kämmte Knox übrigen Haare. „Wieso?“ fragte er. „Dann könnt ich dich jetzt auch noch schminken und richtig hübsch machen.“ grinste sie. Knox musste ebenfalls grinsen dann schmollte er theatralisch. „Bin ich dir etwa nicht hübsch genug?“ Jenny lachte laut und schubste ihn an. „Iiii du bist mein Bruder! Natürlich bist du mega hässlich!“ „Na warte!“ rief Knox, griff hinter sich und zog Jenny über die Schulter um sie zu tode zu kitzeln. Er wusste nicht warum aber zwischen ihnen beiden schien eine seltsam vertraute Verbindung zu bestehen. Als sie kaum mehr Luft bekam und sich entschuldigend kapitullierte, hörte er auf. Ausser atem setzte sie sich auf und grinste frech. Knox tat das selbe. Danach fing sie an aufzuräumen. Knox stellte sich vor den Spiegel. Seine Haare waren nun nur noch oben etwas länger. Unten herum waren sie kurz und flauschig statt verfilzt wie zuvor. Er betrachtete ausserdem sein Gesicht. Er sah mitgenommen aus. Was zum Teufel hatte ihn so ausgezerrt? Das konnte nicht nur die Wüstensonne gewesen sein. Peaches kam um die Trennwand herum. Er sah zufrieden aus. „Die meisten sind los. Lasst uns noch was essen, dann suchen wir diesen Doc in Nord Vegas auf.“


    >>> Platz von Nord-Vegas >>>


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  • >>> kommt von Camp McCarran >>>


    wie Hagel schlagen die Kugeln gegen die Panzerung des Humvee und reißen Phil aus seinen Gedanken. Seid einer guten Stunde lenkt er den gepanzerten Wagen über den verwitterten und verfallenen Highway in Richtung Westen. Ein guten Duzend mal war er in Gedanken die Ereignisse der letzten Tage (oder waren es Wochen gewesen?) durchgegangen. Zuerst hatte er Quinn aufgesucht. Sie hatte ihn freundlich in ihre Hütte gebeten und ihm einen kühlen Drink angeboten. Er hatte ihr erzählt was er über Knox herausgefunden, naja eigentlich waren seine Erkenntnisse nur Vermutungen, hatte. Sie hatte schweigen zugehört, ihn nicht unterbrochen. Nachdem er geendet hatte nahm sie einen grp0en Schluck von ihrem Drink und Offenbarte ihm, dass Knox sie aufgesucht hatte und das er in gewaltigen Schwierigkeiten steckte. Sie hatte Phil gebeten nach Knox zu suchen und ihm zu helfen. Außgerechnet ihm sollte Phil helfen.

    Ein Ranger der RNK sollte einem kranken Mörder helfen... Die Bitte hätte kaum absurder sein können. Umso mehr war es Absurd, dass Phil zugestimmt hatte! Er konnte nicht genau sagen warum er das getan hatte. War es Mitleid mit Knox, war es Knox Schwester der Phil nicht den Bruder nehmen wollte. Er konnte es nicht sagen... Danach hatte Phil sich auf den Weg zu Lucy gemacht. Die Khane wussten vielleicht mehr über den Schmuggel den Phil untersuchen sollte. Und vielleicht würde Phil dort auch eine Spur von Knox finden, der er folgen könnte.


    Was ihn allerdings in Mt Spring erwartete war schlimmer als er es sich jemals hätte ausmalen können. Lucy hatte ihm in einem recht kurzen Gespräch offenbart, dass ihre Beziehung nicht länger bestand haben konnte. Sie wolle ihm nicht weh tun, aber ihr Leben habe sich dramatisch verändert und biete nun einfach keinen Platz mehr für eine derartig komplizierte Liasson... sie hatte es eine Liasson genannt. Phil hatte sich taub und leer gefühlt als er die Khan-Siedlung verliess.


    Er war nach Vegas zurück gefahren ohne es wahr zu nehmen. Irgendwann war er im Silver Rush zu sich gekommen. Mit hämmernden Kopfschmerzen hatte er seine Zeche entrichtet und war aus dem Mief der Spelunke getreten. Das Tageslicht fühlte sich an als hätte ihm eine Mutant mit einem Lasergewehr direkt ins Gehirn geschossen. Nach einer Flasche Wasser, die er auf ex heruntergekippt und ebensoschnell wieder erbrochen hatte und einer Handvoll Aspirin ging es ihm wieder halbwegs gut. Ohne die Tabletten wäre ihm wohl der Kerl der ihn Verfolgte seid er das Silver Rush verlassen hatte wohl kaum aufgefallen. So konnte er den halbstarken Kerl in eine Gasse ziehen und ihn unter Einsatz sanfter Schläge in die Nieren dazu bewegen ihm von seiner Gang zu erzählen, die sich ihren Lebensunterhalt damit verdiente Infos zu beschaffen und zu verkaufen. So war er nicht nur einem Unterschlupf der Schmuggler auf die Spur gekommen, sondern hatte auch ein Spur von Knox. Ohne sonderliche Überraschung nahm Phil die Tatsache zur Kenntniss, dass die Schmuggler für die gleichen Leute wie Knox arbeiteten. Der Kerl war echt ein Problem-Magnet.


    Nun war Phil auf dem Weg zu der alten Farm auf der die Schmuggler sich häuslich eingerichtet hatten. Dort sammelten sie die

    Waffen bis sie genug hatten um sie ihrem Auftraggeber zu liefern. Er hatte gehofft sich dem Gelände unbemerkt nähern zu können um auszukundschaften wann die nächste Karawane aufbrechen würde. Die nun einschlagenden Geschosse machten diesen Plan auf einen Schlag zunichte. Phil lenkt den Wagen auf sandigen Boden um den Schützen durch die Staubwolke das Zielen zu erschweren. Gleichzeitig versucht er ihren Standort auszumachen und entdeckt Mündungsfeuer auf einem alten Silo, einige hundert Meter neben dem Highway. Er reisst das Lenkrad herum und steuert direkt auf die Ruine der alten Farm zu. Die Intensität des Bleihagels nimmt weiter zu, kann zu Phils Glück aber die Panzerung des Wagens nicht durchschlagen. Gerade als Phil mit Höchtgeschwindigkeit die alte Auffahrt hinaufrasst und dabei den alten Briefkasten ine eine Wolke aus Holzsplitter verwandelt, flammt in den dunklen Fensteröffnungen des ehemaligen Wohnhauses ein halbes Dutzend Mündungsfeuer auf. Neben dem Humvee spritzt Sand auf und Kugeln schlagen wirkungslos gegen die Panzerplatten des Fahrzeugs. In einer gewaltigen Staubwolke donnert Phil über den Hof der alten Farm. Sekundenbruchteile bevor der Wagen in das alte Silo einschlägt duckt sich Phil hastig. Der Einschlag ist allerdings nicht ganz so heftig wie Phil es erwartet hatte: Holz zersplittert, Metall verbiegt sich und Männer schreien. Der Humvee wird zwar langsamer, kommt aber nicht zum stehen. Als Phil vorsichtig über das Armaturenbrett lugt stellt er irritiert fest, dass er das Silo komplett durchschlagen hat und nun über die altern Felder der Farm rollt. Hastig schaut er in den Rückspiegel und sieht wie das Silo zur Seite einstürzt und das Wohnhaus unter sich begräbt. Sofort bremst Phil, wendet den Wagen und stoppt. In der gewaltigen Staubwolke des Einsturzes ist kein Detail auszumache. Phil zieht den Zündschlüssel ab, schnappt sich seinen Karabiner und nähert sich vorsichtig der alten Farm.

  • >>> kommt von Externer Karte>>>


    Die Wüstensonne brannte unerbittlich vom Horizont. Dust setzt die holprige Fahrt zu, seine Wunde schmerzte wieder. Ihm blieb nichts anderes übrig, als sich das letzte Stimpack unter die Haut zu jagen. Hoffentlich hat sich die Wunde nicht entzündet.. Augenblicklich ließen die gröbsten Schmerzen zu seiner Erleichterung nach. Vor ihnen baute sich nach und nach die Ansammlung der RNK Truppen in der weiten Wüste auf. Auf einer Fläche von mehreren hundert Metern standen in aller Eile errichtete Zelte, baugleiche Lastwagen wie der, in dem sie saßen, Tische und dazwischen wimmelte es von Soldaten mit Gewehren in den Händen. Einige Grüppchen häuften mitten im Nichts unter schweißtreibender Anstrengung einen Wall aus Sandsäcken auf. John war es Recht, dass Peaches Rene bat, die anderen in Sicherheit zu bringen, wer weiß, wie diese Geschichte ausging. Sie konnten ihnen sowieso kaum helfen, so geschwächt, wie sie durch die Gefangenschaft waren. Mit der Rangerrüstung stachen Peaches und Dust aus der Masse der Soldaten heraus, fast jeder um sie herum hatte eine schnittgleiche Uniform, wie Knox sie trug an. Trotzdem wagte es niemand, das Rangerduo anzusprechen. Pete fuhr den Militärtransporter langsam und unauffällig an, das Trio mischte sich im selben Moment unter die Soldaten. Stimmengewirr erfüllte die sonst so stille Wüste. Sie hatten Glück, dass die meisten Soldaten chaotisch durch die Gegend liefen und überhaupt nicht auf sie achteten. Der spontane Großeinsatz setzte der sonst so vorbildlichen Ordnung der RNK ziemlich zu. Knox griff sich eine Wasserflasche auf einem der Tische, anschließend suchten sie sich eine ruhige Ecke, in einem noch fast leeren Zelt, um sich kurz zu beraten.


    Der alte Mann wollte mit seinem Präzisionsgewehr unbedingt auf eine erhöhte Position, um die Umbegung optimal in Blick zu behalten. Vielleicht konnte er wenn es soweit war, sogar den Aufseher erspähen, Knox hatte ihm auf dem Pipboy im Zelt zuvor ein unscharfes Bild von ihm gezeigt. Peaches schlug vor, mit Knox verborgen zwischen den übrigen Soldaten unterzutauchen. Falls es ernst wurde, würde es nicht weiter schwer sein, von einer erhöhten Position die Rangerrüstung von Peaches auszumachen. Möglichst ruhig und langsam bahnte sich Dust einen Weg durch die umhereilenden Streitkräfte. Schon von Weitem konnte er einige dutzend Meter entfernt einen provisorischen Aussichtsturm entdecken. Dieser mochte vielleicht 10 Meter hoch sein. Als er näher kam, baute sich das metallische Konstrukt glänzend vor ihm auf. Einzelne Pioniersoldaten schweißten noch an den Verstärkungsstreben des Turms. Perfekt. Als Ranger hielt ihn niemand auf, als er Sprosse für Sprosse die Leiter zur Aussichtsplattform hochkraxelte. Zu seinem Glück stand noch kein anderer Scharfschütze auf dem Turm. Das Geländer war flach, doch die Plattform bot gerade genug Platz, um sich flach auf den Bauch zu legen und die Waffe in Anschlag zu bringen. Nachdem er überprüft hatte, dass eine Patrone in der Kammer war, justierte Dust klickend das Visier auf die eingeschätzte Entfernung und spähte konzentriert hindurch. Sehr weit weg tat sich eine große Staubwolke am Horizont auf, einzelne Gestalten konnte man in dieser jedoch noch nicht erkennen. Die Entfernung war zu groß und ein dichter Sandschleier legte sich über das, was auch immer da kommen mochte. Ihm wurde klar, dass es sich bereits um die Armee des Aufsehers handelte. Seine Soldaten waren schneller hier, als im Funk des RNK Netzwerkes angekündigt worden war. John zog mühsam seine Feldflasche hervor und trank einen großen Schluck des unangenehm warm gewordenen Inhalts. Hier oben brutzelte sein Körper wie ein Spiegelei in einer Pfanne. Er fragte sich innerlich besorgt, wie lange er es in diesem Anzug auf dem Turm aushalten konnte, ohne das Bewusstsein zu verlieren. Doch sie konnten nun nur abwarten und hoffen.

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  • Glücklicherweise hatte Peaches ihre alte Ausrüstung in einer Kiste hinten im Truck gelagert bevor sie sich ins Gefängnis geschlichen hatten. Er zog die schwere Holzkiste unter den Sitzen hervor und öffnete sie. Sie hatten das Fahrzeug gut genug versteckt. So hatte ihn niemand ausgeraubt. Darin lag neben Dusts Scharfschützengewehr, welches er dankbar und Glücklich wieder entgegen nahm, auch Knox' verschrammte AK. Peaches nahm die Waffe aus der Kiste und drehte sich um. Seine Augen suchten seinen Kumpel. Verwirrt ging er um den Wagen herum und fand ihn schließlich auf dem Boden hockend. Angelehnt am vorderen rechten Rad. Wegen der hochstehenden Mittagssonne bot auch das kaum Schatten. Aber Knox gab sich damit zu frieden, wenigstens den Kopf nicht in die Sonne zu halten.

    Peaches schritt auf ihn zu und hielt ihm die Waffe hin. "Hier." Knox sah müde auf. Wortlos nahm er die AK entgegen. Ihm lagen tausend Dinge auf der Zunge, schluckte sie aber alle herunter. Es gab nichts zu Sagen. Es musste schon ein Wunder geschehen wenn sie den Kampf überleben wollten. Das wussten sie alle.

    Peaches schloss die Türen und reichte Pete den Schlüssel des Autos. "Viel Glück, Mann." sagte Pete mit bedauern in der Stimme.

    "Es gibt noch was, was du tun musst." gab Peaches zurück und steckte sich eine Zigarette an die ebenfalls in der Kiste liegen geblieben war.

    "Was denn?" Pete wirkte angespannt. Vielleicht befürchtete er Schlimmes.

    "Wenn ihr unten seid, bei meinen Leuten, dann will ich dass du ihnen sagst das sie dort bleiben sollen." Pete nickte erleichtert. Peaches sah auf die Soldaten die in der Hitze Sandsäcke schleppten. Er überlegte ob es noch etwas gab was er ihnen ausrichten sollte, aber ihm fiel nichts ein. Er wollte nur vermeiden, dass ein Privat Eye sich waghalsig mit in den Kampf stürzte. Wer hier sinnlos gegen dieses Monstersoldaten kämpfte, würde sterben. Das Stand fest. Er war sich sicher das Pete das verstand.
    Er verabschiedete sich von seiner Frau und Sanjes, und sagte ihnen das selbe. Pete trat zu Knox und streckte ihm die Hand hin. "Ich muss dich da jetz leider verscheuchen." Knox griff nach der Hand und lies sich auf die Beine ziehen. "Machs gut. Hät dich lieber unter anderen Umständen kennengelernt... ehrlich." Knox sah Pete an und wusste erneut nicht was er dazu sagen sollte. "Hast du auch eine Nachricht für jemanden in dieser Basis?" fragte Pete weiter. Die letzte Chance sich aus der Sache mit Brian rauszureden. Aber er brachte die Worte nicht heraus. Knox sah sich im Camp um. Wahrscheinlich war das sowieso egal. Die Überlebenschancen schienen kaum der Rede wert. "Sag Jenny und Cosmo, dass es mir Leid tut. Und Quinn auch.." Knox überlegte und sah Pete dann ihn die Augen. Dieser verstand und nickte. Er verabschiedete sich mit einer Umarmung. "Wir sehn uns, klar." Petes Optimismus rang Knox ein leises lächeln ab.


    Der Transporter fuhr davon und ließen Dust, Peaches und Knox zurück. Knox seufzte und suchte sich ein anderes schattiges Plätzchen, während Peaches sich unter den Soldaten umhörte. Es fühlte sich an wie damals als er noch mit Informationen gedealt hatte. Die Männer und Frauen hier schienen größtenteils Ahnungslos über die Situation. Also öffnete er die Tür eines anderen Fahrzeugs, stellte sich auf den Einstieg, griff nach dem Funkgerät an dem ein langes gekräuseltes Kabel hing und stellte den kleinen Schalter auf den Lautsprecher vorne am Wagen. Zwischen geöffneter Tür und Auto stand er auf dem Trittbrett und sprach in das kleine Kästchen in der Hand. Dabei musste er die Rangermaske herunter nehmen, was ein Risiko mit sich brachte. Jedoch war diese Ansag äußerst wichtig. Dank der Rüstung schenkten ihm alle ihre Aufmerksamkeit.

    "Was uns hier bevorsteht, wird kein Kinderspiel. Ihr wurdet hier her geordert weil jemand einen Angriff auf Vegas und die RNK plant. Dieser Jemand ist ein Verrückter, der alles was wir bisher kannten und verteidigt haben auf den Kopf stellen wird. Leider ist er nicht ungefährlich. Seine Truppen sind stärker als unsere." In der Menge machte sich Unruhe breit. "Er hat seine Männer..." Peaches stockte. Seine Männer? Sie alle waren Gefangene gewesen die keine andere Wahl hatten. Gefangene die von den Soldaten hier zu ihm gebracht worden waren. Er seufzte. "Sie sind sehr stark. Einige erinnern sich vielleicht an die Raider die irgendwie an dieses HC7 gelangt waren..." Die Unruhe stieg. "Ich kann euch allen nur raten, vorsichtig zu sein. Handelt überlegt. Eure Aufgabe ist es; Zeit zu verschaffen." Damit knackte das Funkgerät und Peaches schmiss es auf den Sitz. Während er herunter stieg und sich abwandte, riefen die Soldaten Fragen hinter her, doch Peaches ignorierte sie. Was brachten Erklärungen wenn alles was er ihnen noch klar machen konnte war, das sie haushoch unterlegen waren. Aber wen wunderte das. So schnell einen Kampfbereiten Trupp aufzustellen war einfach unmöglich. Vielleicht waren noch einige unterwegs. Aber auch die werden, wenn sie hier ankamen, restlos umgenietet werden. Es hatte eigentlich gar keinen Sinn. Es sei denn, sie konnten, während das Kanonenfutter wie die Fliegen starb, Foster ausfindig machen.


    Knox sah wie Peaches sich mit einem anderen Ranghöheren RNK unterhielt. Er hatte sich erneut hinsetzten müssen da seine Beine sich zittrig anfühlten wenn er sie belastete. Neben ihm sass Dust. Sie schwiegen sich an bevor Dust sich auf den Weg machte, um sich eine geeignete Position zu suchen. Als Gebrüll durch das Lager schallte hoben beide gleichzeitig den Kopf un blickten nach rechts. Peaches und der andere Kerl sahen ebenfalls hin. "HEEY! IHR VERBLÖDETEN WICHSER! KANN MAL EINER HER KOMMEN UND MIT MIR REDEN?! UND NEHMT DIE VERDAMMTEN KNARREN RUNTER, IS' JA EIN ALBTRAUM!" Knox und Dust sahen sich verwirrt an als Peaches auf die Stimme zu schritt. Sie standen auf um sich das genauer anzusehen.

    Meterweit vor den gestapelten Sandsäcken, stand ein einzelner heruntergekommener Kerl. Sein Gesicht schmutzig, die Hände in der Luft. Seine Rüstung nur Schrott und unterschiedlich farbiges Metall. Knox blinzelte durch den Hitzedunst und erkannte das der Kerl nicht allein war. Etwas weiter hinter ihm standen noch mehr von seiner Sorte. Die Soldaten richteten alle die Waffen auf ihn und seine Bande. Knox und Dust beeilten sich zu den Sandsäcken und knieten sich dahinter. Sie verfolgten gespannt die Situation. Knox sah alles irgendwie unscharf und verschwommen und er rieb sich die Augen während Peaches auf den Typ zu ging. Kannten die sich? Nein eher nicht. Die Truppe hinten hatte ebenfalls die Hände hoch gestreckt. Peaches gab den RNK Soldaten das Zeichen nicht zu schießen. Während er vorsichtig auf den einzelnen Kerl zu ging lachte dieser dreckig. Als würde ihn die Vorsicht, die alle an den Tag legten, amüsieren. Doch er wartete geduldig bis Peaches in Sprechweite war. Die Unterhaltung konnte Dust und Knox nicht mehr hören.
    "Wer bist du?" fragte Peaches, die Waffe auf den Kerl gerichtet. Der Kerl lacht laut.

    "Is' das wichtig? Wir sind hier um euch zu Unterstützen."

    "Wer ist wir?"

    "Nah, wir eben." Der schmutzige Mann drehte sich halb zu seinen Kumpanen, warf einen Blick auf sie die anständig aber leicht ungeduldig warteten und wandte sich wieder Peaches zu.

    Peaches sah ihn misstrauisch an. Der Fremde seufzte.

    "Wir haben gehört was los ist und wir wissen was auf dem Spiel steht. Und wir werden uns hier nicht von einem Arschloch mit Supermutanten-Soldaten vertreiben lassen. Ihr RNKler seid zwar auch beschissene Kotzbrocken, aber lieber euch Weicheier als die anderen Spinner."

    Peaches verstand. Er drehte sich kurz zu der RNK Seite um, um festzustellen wie die Soldaten auf die schmutzige Bande vor ihnen reagierte. Und wieder musste er feststellen wie wenige sie waren. Konnte er das hier wirklich allein entscheiden? Aber wer sonst wusste besser bescheid als er?

    "Und mitten im Kampf, kommen ein Paar deiner... Leute... auf die Idee sich an der RNK zu rächen und schlachten unsere Männer ab, oder was?"

    "Du hast einfach kein Vertrauen." grinste der Mann.

    "Hast du's denn?" gab Peaches zurück und richtete sich nun selbstsicher auf. Das Grinsen seines Gegenüber verschmälerte sich und er konnte sehen wie er auf die bewaffneten Soldaten hinter Peaches sah. Dann blickte er Peaches wieder an.

    "Ich biete dir zusätzliche Feuerkraft und die verdammt furchtlosesten und blutrünstigsten Bastarde der Mojave an. Und wie ich sehe kannst du die gebrauchen."

    Erneut sah Peaches auf die Bande. Nach genauerem betrachten, hielten sie zwar die Hände hoch, aber man konnte den Hass in ihren Gesichtern erkennen. Man konnte sehen wie gern sie sich hier auf die Soldaten stürzen würden, wenn sie nicht etwas davon abhalten würde. So wie die RNK, waren auch diese Typen verloren, wenn Foster einmarschierte.

    "Ihr wollt doch sicher noch mehr, als nur euer trockenes bisschen Land zurück." hielt Peaches dagegen. Der Kerl zuckte mit den Schultern.

    "Darüber können wir ja reden wenn wir die Scheisse gewonnen haben, nicht?" Er grinste sein verwahrlostes Grinsen. Peaches kniff die Augen zusammen. Wenn sie diese Scheisse gewinnen würden, dann würde Peaches seine Verluste betrauern und dann von hier verschwinden. Er würde seine Frau und seinen Sohn schnappen und nach Osten reisen, weit weg von dieser kargen Wüste. Es interessierte ihn also einen Dreck was diese Penner nach dem Krieg wollten oder nicht. Das war dann nicht mehr sein Problem. Schließlich war er kein RNK Soldat... oder gar ein Ranger.

    "Und du hast deine Leute im Griff?"

    "Na klar. Die wissen was auf dem Spiel steht. Sie konzentrieren ihre Wut auf die Arschlöch..." Sein Blick zuckte kurz zu den RNK Soldaten. "...ich meine auf die SuperArschlöcher." Sein debiles Grinsen ging Peaches auf den Sack. Sollte er diese Verrückten in seine Reihen lassen? Er war sich sicher das keiner der Männer und Frauen hinter ihm das gutheißen würde.

    "Warte hier." Peaches drehte sich um und ging zu den Sandsäcken zurück wo alle gebannt gewartet hatten.

    "Ey mann! Beeil dich, ja? Die Hitze is' nicht auszuhalten." rief der Kerl hinterher und das Grinsen zu verlieren.


    "Was wollen die?" fragte so gleich der Ranghohe.

    "Sie wollen sich uns anschließen." sagte Peaches trocken, lehnte sich neben Dust an den Wall aus Sandsäcken und rieb sich nachdenklich das bärtige Kinn.

    "Pha! Was glauben die wer sie sind?" rief der Major aus.

    "Haben wir denn eine Wahl?" erwiderte Peaches ruhig und nachdenklich.

    "Aber sie werden uns in den Rücken fallen! Das sind Raider, um Gotteswillen!"

    Peaches starrte immer noch nachdenklich vor sich hin.

    Knox sass neben Dust, die Arme auf den Sandsäcken und beobachtete die Bande. Das Kinn auf die ruhende Faust gestützt, sah er beinahe verträumt aus. Würde er diese Typen zusammen mit der RNK kämpfen lassen? Er konnte das beim besten willen nicht beantworten. Er erinnerte sich an die Unterhaltung mit Peaches über Raider.


    Würdest du wieder zu dieser Bande zurück gehen wenn du die Möglichkeit hättest?“ Darüber hatte Knox noch nie nachgedacht. Diese Leute waren alles was er damals gehabt hatte. Nun da er daran zurück dachte und auch wusste was vor dem Unfall gewesen war, konnte er sich das nicht mehr vorstellen. Doch er wollte nicht zugeben, dass es ein Fehler gewesen war sich Raidern anzuschliessen, zumal er ja auch keine andere Wahl gehabt hatte. Damals hatte er geglaubt die Typen killen ihn wenn er sich ihnen nicht beugte.

    Vermutlich nicht. Lance war ein Arschloch.“

    „Und wenn er es nicht gewesen wäre?“ Knox kniff die Augen zusammen.

    Worauf willst du hinaus?“ Peaches der neugierig klang, vermied es nun Knox anzusehen.

    Ich frage mich nur was einen dazu bewegt... Leute zu... überfallen und... naja.“ Knox wartete ob Peaches noch ausführlicher wurde. Doch dieser schwieg. Knox wusste nicht was er davon halten sollte. Warum war das wichtig? Es ärgerte ihn und er beschloss so wahrheitsgetreu wie möglich zu antworten, in der Hoffnung dass Peaches diese unsinnigen Fragen in Zukunft unterließ.

    Weils Spass macht.“ sagte Knox kühl. Beinahe erschrocken sah Peaches hoch.

    Ist das dein Ernst?“ Knox nickte und blickte so ernst er konnte zurück.

    Du entscheidest über das Leben eines anderen, oder über seinen Tod.“ Knox ballte die Faust und sah versonnen nach oben. „Das ist Macht. Und Nervenkitzel. Man kann jeder Zeit selbst drauf gehen, und wenn man es nicht tut, ist das ein Erfolgserlebnis wie kein zweites.“ Anders als erwartet verzog Peaches nicht den Mund, sondern nickte. Knox sah ihn etwas verdutz an. Dann setzte er noch einen drauf. „Und auf Psycho ist es noch viel intensiver. Nicht zu beschreiben.“

    ...

    Peaches warf ihm einen Blick zu. „Du bist ein gewissenloses Arschloch. Aber weil du mein Partner bist, würde ich sowas nie sagen.“ Peaches lächelte kurz und dachte nach. „Andererseits sorgst du dich um deine Familie und vor allem um Quinn. Etwas was man von einem richtigen Raider nicht erwarten könnte.“ Knox lachte sarkastisch.

    Und was sind richtige Raider? Die die ihre eigene Mutter töten und ihre Geschwister auffressen?“

    „Zum Beispiel.“

    „Du hast ja keine Ahnung.“ Beinahe war Knox sauer auf Peaches weil er ihn nicht für einen Raider hielt. Und er dieses klischee-Denken hatte. Aus, für Knox, unerfindlichen Gründen, verletzte das seinen Stolz. Aber es fühlte sich irgendwie falsch an, so zu fühlen. Doch er ignorierte letzteres. Er war ein Raider. Ein richtiger.

    Glaubst du ich hätte nicht auch gegen andere Banden gekämpft?“ sagte Knox. „Nicht alle sind gleich. Es gibt echt verrückte Psychos da draußen, aber eines haben so ziemlich alle gemeinsam.“ Knox vergaß sich zu beherrschen. „Sie halten zusammen.

    ...

    Sie waren eine Familie als ich keine mehr hatte...


    "Wir können diese Leute nicht bei uns aufnehmen." beharrte der Major.

    "Sollten wir aber." schaltete Knox sich ein und erntete überraschende Blicke. Ausser Peaches. Dieser sah ihn an, ohne einen Gefühlsausdruck preis zu geben.

    "Wer sind Sie denn? Wie ist Ihr Name Soldat?" der Ranghohe RNKler versuchte sein Gesicht zu wahren. Knox stemmte sich mühsam hoch und lehnte sich ebenfalls gegen die Sandsäcke.

    "Wir werden diesen Kampf ohne Verstärkung verlieren. Wahrscheinlich sogar auch dann, wenn die Typen uns helfen. Aber nicht weil sie uns in den Rücken fallen, Mann." Das Gesicht des RNK-Manns verhärtete sich angesichts der respektlosen Ausdrucksweise. Doch er sagte vorerst noch nichts. Knox hustete trocken ehe er fortfahren konnte.

    "Gleich hier, in wenigen Tagen, vielleicht auch nur Stunden, findet eine hässliche Schlacht statt. Und es gibt nur zwei Seiten. Und jeder trifft seine Wahl. So wie die da." Er zeigte auf die Raider. "Sei froh sind sie hier und nicht dort." Der Major ignorierte die Wortwahl des Soldaten und versuchte einen letzten Einwand.

    "Und wenn Foster sie schickt?" Knox versuchte zu lachen und schüttelte den Kopf.

    "Der Vollpfosten gibt sich nich' mit Gesindel wie denen ab. Außerdem hält er sich für mächtig genug. Er braucht ihre Hilfe nicht... Wir schon. Am Ende..." Knox hatte die Arme verschränkt und rieb sich nun beiläufig das linke Ohrläppchen. Er sah in die Runde und auf die Soldaten die die Raider im Blick behielten. "Am Ende haben wir hier einen Berg Leichen. Und zwar von beiden Seiten. Mehr wird nicht passieren. Aus der Sicht der Soldaten hier und dir, Kumpel." Knox nickte gegen den Major. "Is' das hier einfach nur eine Schlacht. Wie sie ausgeht entscheidest nicht du oder die da. Sondern andere Leute. Die nicht hier auf dem Schlachtfeld sterben. Verstehst du?" Knox gab einen scheiß drauf ob der Typ das kapierte. Er sah in Peaches' und Dusts Gesicht das, was er erreichen wollte.

    "Sie kämpfen mit uns." entschied Peaches nun.

    "Was? Das will ich nicht. Ich erlaube das nicht!" rief der Major sofort. "Was dieser freche Soldat sagt ist absolut kein Grund..."

    "Doch, und wie." Peaches richtete sich auf.

    "Ach ja? Was schlissen die den bitte daraus?" wütend funkelte der RNK-Mann Peaches an der seine Waffe wieder nahm und sich auf den Weg machte, den Raider über die Entscheidung zu informieren.

    "Dass Krieg immer gleich bleibt."


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  • Die Raiderunterstützung konnte Dust nicht beruhigen, selbst dreimal so viele Männer mit Waffen würden gegen die Armee des Aufsehers nicht viel ausrichten können. Bestenfalls erkauften sie den nachrückenden Truppen der RNK ein wenig Zeit. Das Trio mussten sich etwas anderes einfallen lassen, von diesem kurzfristig zusammengestellten Haufen Kämpfern konnte man gegen diese Kampfmaschinen keine Wunder erwarten. Schweiß triefte unter der Maske in kleinen Bächen über das alte Gesicht des Mannes auf der eisernen Plattform. Ein kleiner Strom rannte ihm über die Augenbraue in das linke Auge. Er setzte entnervt den Helm ab, rieb sich das Auge und legte ihn neben sich auf die Stahlplatte. Dieses Teil konnte ihm jetzt auch keinen großen Dienst mehr erweisen. Es war taghell und mit einer Kugel aus dem Nirgendwo war vorerst auch nicht zu rechnen. Sein nun unverschleiertes Gesicht passte weiterhin gut in das Bild eines gezeichneten, erfahrenen Rangers, mit Fragen seitens der Soldaten war kaum zu rechnen. Es hatte sich bereits eine kleine Schweißpfütze unter seinem Bauch gebildet. Als der Schütze auf dem Turm sich ächzend erhobt, gab der schwere Mantel ein klebriges Geräusch ab, als er sich vom Untergrund löste. Nach einem weiteren Schluck aus der Feldflasche spähte Dust erneut durch sein Präzisionsgewehr. Die Staubwolke war wieder ein Stück näher gekommen. Hastig schulterte er das Gewehr und begann vorsichtig die Leitersprossen hinunterzusteigen. Vielleicht wussten Peaches und Knox weiter, Dust hatte bestenfalls einen Reserveplan im Kopf. Sie mussten unbedingt verhindern, dass es zu einem direkten Feuergefecht kam koste es was es wolle. Für einen Minengürtel vor den Verteidigungslinien war es nun auch viel zu spät.


    Knox saß auf einer Militärkiste und starrte in die Ferne. Während John auf ihn zuging, kam auch Peaches gerade von dem Anführer der Raider zurück. Sein Grinsen verriet bereits von Weitem, dass es gut für ihn gelaufen war. "Die haben wir mit an Board." Knox hob seinen Kopf, Dust schaute ihn nur ernst an. In einem Anflug von Verwirrung zog er eine Augenbraue hinauf. "Wir werden einen Kampf niemals bestehen." sagte John Dust schwermütig mit einem leichten Kopfschütteln. "Keine Chance. Für einen Minengürtel ist es auch zu spät. Die Truppen sind bald hier, vom Aussichtsturm aus konnte ich sie bereits in der Ferne ausmachen." Peaches stampfte auf und machte eine frustrierte Handbewegung. "Und was sollen wir dann machen? Hier rumsitzen und auf unser Ende warten oder was?.." Dust starrte in Richtung der Staubwolke. Es entstand eine kurze Pause. "Mein Vorschlag wäre, wir nehmen uns den Truck und fahren in einem großen Halbkreis hinter ihre Frontlinie. Vielleicht kann Knox mit seinem Pipboy irgendwie an die ungefähre Position des Aufsehers kommen." John konnte selbst kaum glauben, was er da ausgesprochen hatte, es war purer Wahnsinn, nahezu ein sicherer Selbstmord. Knox schaltete sich ein: "Und dann? Bieten wir ihnen eine Mitfahrgelegenheit an?" Missmutig und zerstreut schaute er zu Boden. "Nein, wir müssen irgendwie an den Aufseher rankommen. Ohne ihn, werden die Soldaten kehrt machen. Wie wir das hinbekommen, werden wir sehen. Schauen wir uns im Feldwaffenlager um, eventuell finden wir eine schwere Waffe wie einen Raketenwerfer oder ähnliches für die Ladefläche des Trucks, um unser Ziel auszuschalten, falls wir denn überhaupt in seine Nähe kommen." Peaches war sprachlos, Knox ebenso. Nach zwei Minuten nahm Knox schließlich seine Waffe in die Hand und trabte mit den Worten "Mir fällt keine Alternative ein." Richtung Feldwaffenlager los.

    And it's pressure from all sides

    Coming down around our ears

    Stuck in this room without a door

    Scratched away at the walls for years

    All we've got to show is the dust on the floor

    And here it comes, a new dark age

    ocBMqOG.png

  • "Jetzt schon?"

    Peaches wirkte überrascht über Dusts Bericht darüber, dass Foster schon im Anmarsch war. Er eilte zu dem Major um ihm das mit zu teilen. Er winkte auch den vermeintlichen Raiderboss heran, der sich einfallsreich Crook nannte.

    "Kannst du einen deiner Typen nach Freeside schicken?" fragte Peaches den Raider. Dieser sah sich in seinen Reihen um, doch statt zu antworten, stellte er eine Gegenfrage.

    "Wieso?"

    "Um die Leute zu warnen. Sie sollen die Nachricht verbreiten und sich verstecken."

    "Wen jucken den die Idioten in Freeside?" Crook schien nicht zu begreifen. Peaches hatte dafür keine Zeit und packte den Raider am Kragen. Er zog ihn an nah an sein Gesicht und fauchte ihn an. Und das, wo er früher diese Ganger so gefürchtet hatte, als er noch ein einfacher Karawanenhändler gewesen war.

    "Du suchst dir jetzt zwei deiner Männer aus, die nach Freeside gehen und die Nachricht verbreiten. Oder ich sorg dafür, dass du und dein beschissener Trupp dem Erdboden gleich gemacht werden bevor Foster mit seiner scheiss Armee hier eintrifft, verstanden?!" Crook hörte den gezischten Worten zu und starrte Peaches dabei in die Augen. Er verzog die Mine nicht und wartete geduldig bis Peaches ihn wieder los lies. Dann tat er als wische er sich Staub von der Kleidung.

    "Entspann dich mal, Mann. Is' klar, ich hab verstanden." sagte der Raider in einem Tonfall der Peaches' Blutdruck nicht unbedingt senkte. Doch ehe er etwas sagen konnte, schritt Crook davon und winkte zwei seiner Leute zu sich her. Peaches wandte sich dem Major zu.

    "Verteidigt Freeside so lange ihr könnt." In diesem Satz schwang ein entschuldigender Tonfall mit. Tut mir Leid das ihr das hier allein durchstehen müsst. Der Major nickte.

    "Und was haben Sie vor?" Peaches sah zu Dust und Knox.

    "Ich weiss es auch nicht so genau." Peaches blickte zurück zu dem RNK-Mann. Erneut fühlte er sich schlecht dabei. Doch der Mann reagierte nicht empört über diese äußerst schwammige Aussage. Er verstand. Dann salutierte er und Peaches hob ebenfalls die Hand an die Stirn ehe er zurück zu seinen Freunden eilte.


    "Wir sollten keine Aufmerksamkeit auf uns ziehen wenn wir Foster suchen." sagte Peaches zu Knox und John. "Wenn auch nur einer uns entdeckt, und den Rest warnt, haben wir verloren." Er machte eine Pause um nachzudenken. "Von euch hat keiner mitgekriegt, wie die Sache mit dem HC7 gelaufen ist, oder?" Sowohl Dust als auch Knox schüttelten den Kopf. Obwohl Knox glaubte, schon mal davon gehört zu haben. Aber wo?

    Peaches hatte die Info von dem Verräter Jason erhalten. Damals als dieser noch kein Verräter gewesen war.

    "Das Mittel ist ein paar Raidern in die Finger gekommen die nach dem injizieren plötzlich beinahe übermenschliche Kräfte erlangt haben. Ich habe unter den Gefangenen in der Vault Gerüchte gehört. Dass HC7 ein Vorgänger des Serums war. Ursprünglich hatte Foster dieses HC7 verwenden wollen. Doch irgendwas ist passiert, und der ganze Vorrat wurde vernichtet. Also haben sie es neu entwickelt. Das Serum muss nicht nur anders angewendet werden, sondern derjenige der es bekommt, muss auch hier oben manipuliert werden." Peaches zeigte auf seine Stirn. "Ich bin mir sicher, Fosters Leute sind brutaler als die Raider die mit dem HC7 umgespielt haben. Auch weil HC7 seine Wirte nach einiger Zeit umgebracht hat."

    "Okay nicht auffallen... Aber wir brauchen vielleicht doch was stärkeres als das hier." Knox nahm seine Waffe und hob sie demonstrativ hoch. "Ich hab nämlich sonst auch keinen besseren Plan." Knox wandte sich dem Waffenlager zu.


    Während Knox und Dust sich im Lager umsahen, suchte Peaches sich einen Wagen aus. Er entschied sich für den kleinsten den er finden konnte. Dieser war weniger zum Transportieren von Personen als von Kisten geeignet. Das Deck hinten war offen und bot keine Sitzplätze. Allerdings war es eher klein und im Wagen inneren hatten immerhin noch sechs Leute platz. Er setzte sich hinein und suchte den Schlüssel um das Fahrzeug zum Lager zu fahren.

    Er parkte möglichst nah und betrat das Kümmerliche Zelt welches den Todgeweihten hier als Lager diente. Knox und Dust hatten sich schon entschieden und verluden alles hinten auf der Ladefläche. Anschließend setzten sie sich alle auf den Vordersitz. Knox in der Mitte, Dust rechts von ihm und Peaches hinter dem Steuer. Er streift den Pipboy ab und reichte ihn Knox. "Sieh nach ob das Ding uns eine Hilfe ist. Vielleicht eine Noiz oder irgendwas, dass uns sagt wo der Kerl ist." Dann startete er den Wagen und fuhr durch die Ruinen außerhalb von Freeside, in einem Bogen, Richtung Südosten.

    Knox drehte und drückte an Knöpfen und Rädchen. Dust sah zu wie sich das kleine Bild auf dem Pipboy bewegte und veränderte.

    "Sucht ihr den Anführer von denen?"

    Knox Herz beschleunigte sofort auf das dreihundertfache als er die fremde Stimme hörte und drehte sich Augenblicklich zu ihr um. Der Wagen machte unterdessen einen groben Schwank, gefolgt von Peaches Flüchen da er sich offensichtlich ebenso erschrocken hatte. "Heilige verdammte Scheisse!"

    Knox starrte in ein schmutziges Gesicht während er einen Arm über der Lehne hatte um sich festzuhalten.

    "Fuck alter, wer bist du denn!?" fragte er den Jungen auf der Rückbank.

    "Ripo"

    "What?"

    "So nennen sie mich." Knox musterte den knapp zwanzigjährigen.

    "Ist das dein echter Name?" fragte er obwohl das völlig nebensächlich war. Nicht mal er selbst benutzte seinen echten Namen, obwohl er ihn nun kannte.

    "Nein..." antwortete Ripo. "Kommt von 'abzocken'.. Rip off, verstehste?" Er grinste. Knox runzelte die Strin.

    "Was zu Teufel machst du hier?"

    "Ich... ehrlich gesagt will ich nicht an der Front kämpfen." gab der Junge zu. Knox konnte das nachvollziehen.

    "Wer will das schon..." murmelte er. Er sah zu Dust dann hörte er Peaches etwas sagen.

    "Und da dachtest du dir, ich schleich mich in ne Karre und warte bis es vorbei ist, oder was?" Peaches klang aufgebracht.

    "Nein, ich wusste das ihr wegfahrt." sagte Ripo unbekümmert. Knox sah den Raider irritiert an. Er wusste nicht was er ihn jetzt noch fragen konnte und erinnerte sich schliesslich an seinen ersten Satz.

    "Was weisst du über den Anführer?"

    "Wir kommen aus ihrer Richtung. Hab sie beobachtet bevor wir zu Euch aufgebrochen sind."

    "Warum hast du das deinem Boss nicht gesagt?" fragte Peaches mit Blick in den Rückspiegel.

    "Mir hört ja keiner zu."

    "Okay und was hast du beobachtet?" Peaches war neugierig.

    "Einer ist mit vier Wachen erst irgendwo Richtung Vegas gefahren und dann wieder zurück gekommen. Er hat da mit ein paar Leuten geredet. Seine Männer standen alle in Reih und Glied. Krass Gruselig. Erst als der Anführer mit seinen vier Typen we gefahren war, sind die Soldaten und so in ihre Wagen gestiegen. Ich hab gesehen wie das Auto mit dem Anführer zu dem höchsten Gebäude gefahren ist. Es ist ganz nah an Nord Vegas.Vielleicht will er ja zu schauen."

    "Ganz bestimmt will er das." murmelte Peaches und wendete den Wagen.

    "Wärst du mal lieber an der Front geblieben, Kleiner." sagte Knox und grinste den jungen Raider auf der Rückbank an.

    "W-wieso?"

    Knox drehte sich nach vorne. Er musste husten und konnte nicht auf die blöde Frage antworten. Aber da die Antwort offensichtlich war, war es ohnehin egal. Der Kleine musste jetzt mitkommen. Ob er wollte oder nicht.

    "Brauchst du Wasser, Mann?" fragte der Junge hilfsbereit und reichte eine Flasche nach vorne. Knox zog sie hustend aus dessen Hand.

    "Da sind aber... "Vitamine" drin." fügte Ripo hinzu.

    "Was.. soll das heißen?" krächzte Knox. Der Raider zuckte die Schultern.

    "Ich wollt's nur sagen. Mach ich normalerweise aber nicht."

    Knox hätte die Flasche jetzt Peaches überlassen können der danach greifen wollte als er den Jungen gehört hatte. Offenbar wollte er die Flasche aus dem Fenster werfen. Doch Knox beschütze sie und trank sofort daraus. Egal was da drin war, er schmeckte keinen unterschied.

    "Falls du davon noch mehr brau... äh willst. Ich kann welches auftreiben."

    Knox dämmerte langsam warum die Raider den Jungen nach dem Wort 'abzocken' benannt hatten. Allerdings scherte es ihn nicht. Drogenwasser oder nicht. Immerhin erinnerte er sich wieder an das meiste, was er je intus hatte und da gab es wohl Schlimmeres.

    "Hast wohl Erfahrung, was?" sagte Knox nach dem ersten Schluck und setzte erneut an.

    "Hab von der besten gelernt." gab Ripo stolz zurück. Peaches war einen wütenden Blick in den Rückspiegel, sagte aber nichts. "Kennt ihr vielleicht. Man nennt sie Freedom."

    Knox verschluckte sich und spuckte den halben Schluck in den Fussraum. Dann hustet er erneut. Er schlug sich mit der Faust auf die Brust bis er wieder zu Atem kam.

    "Hab ich was falsches gesagt?"

    "Du kennst Freedom?"

    "Klar. Wer kennt sie nicht?" Verblüfft sah Ripo zu den Männern auf den Vordersitzen.

    "Seit ihr in der selben Bande?" fragte Knox und drehte sich wieder nach hinten um.

    "Ehm. Nein. Sie gehört zu keiner Bande. Glaub ich. So kann sie an jeden verkaufen ohne in einen Streit verwickelt zu werden."

    "Verstehe." Knox erinnerte sich an sie. An ihre erste Begegnung und auch an die Zweite. Die Erste war ihm deutlich lieber gewesen. Er erinnerte sich nur nicht mehr daran warum sie ihn am Leben gelassen hatte.

    "Das da wars glaub ich." rief Ripo und zeigt links an Knox vorbei aus dem Frontfenster. Ein zerfallenes Bürogebäude ragte vor ihnen auf. Ob sie hier auf ihren Gegner treffen würde? Hoffentlich hatte der Junge richtig beobachtet.


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  • Angespannt rutschte Dust auf seinem Sitz hin und her, das hohe Bürogebäude kam durch die Frontscheibe immer näher auf sie zu. Peaches steuerte den kompakten Jeep unvermittelt nach rechts hinter eine weitere Häuserruine. Der Motor lief langsam aus und begann in einem typischen Abkühlgeräusch zu knacken. Knox und Dust sprangen aus der Fahrgastzelle des Vehikel und liefen nach hinten zur Ladefläche. Die zwei Boxen aus dem Lager enthielten jeweils den wuchtigens Lauf und das Herzstück eines schweren Kaliber .50 Maschinengewehres. Peaches lief auf der anderen Seite herum auf sie zu. Ihre neue Bekanntschaft schielte von der Ladeflächen auf die Boxen herab. Prüfend warf der alte Mann einen Blick in seine Box und wuchtete sie zufrieden von der Ladefläche. "Einer von uns bleibt an diesem Teil im Häuserblock gegenüber unseres Ziels. Wir stellen das Ding an einem Fenster mit guter Sicht auf das andere Gebäude auf. Im obersten Stockwerk sollte es auf dem Dreibein nahezu den ganzen Turm in Visier nehmen können. Eine Granatexplosion ist das Zeichen für den Schützen die Ruine mit Sperrfeuer zu belegen. Die Patronen sollten wie durch Butter durch die marode Fassade gehen. Falls etwas aus dem Ruder läuft, halten wir den Kopf unten und vertrauen auf diese Versicherung." John schien zufrieden mit dem Plan. Peaches runzelte die Stirn, Knox machte einen eher teilnahmslosen, in Gedanken vertieften Eindruck. "Und wer von uns ist der Glückliche?" fragte Peaches mit unüberhörbarem Unterton. Ripo schnippte mit den Fingern. Die drei Männer sahen zu ihm auf. "Auf keinen Fall." John Dust gefiel der Gedanke überhaupt nicht, von einem Fremden den Rücken freigehalten zu bekommen. "Leute, kein Problem, alles easy, wenn ich die Explosion höre, lege ich los."


    Peaches, Knox und er berieten sich, ihnen blieb kaum etwas anderes übrig. Sie brauchten ihr eingespieltes Team im Inneren der Ruine, mit dem Fremden hineingehen wäre noch schlimmer gewesen, als ihm die schwere Waffe zu überlassen. "Versau es bloß nicht, es wäre dein letzter Fehler gewesen." schnauzte Peaches den Fremden an, bevor die Gruppe zu viert die Kisten in das alte Gebäude trug. Die Ruine war in einem desaströsen Zustand. Der Putz bröckelte in riesigen Stücken aus dem Mauerwerk, nahezu alle Tapeten waren schon vor Ewigkeiten abgefallen oder schlicht zerfallen. In den Hausfluren herrschte Totenstille, keine Bewegung, kein Mucks. Die meisten Zimmer, in die man durch die geöffnete Tür spähen konnte, waren fast komplett leergeräumt worden oder wiesen einige wenige kaputte Möbelstücke auf. Was für ein trostloser Ort.. Eigentlich sollte man als Mojavebewohner an einen solchen Anblick gewöhnt sein, doch die Vorstellung von Familien in diesen Zimmern, die ein erfülltes, glückliches Leben in einer kleinen Idyll lebten, geisterte Dust immer wieder durch den Kopf. Doch für diese Gedanken war keine Zeit. Jeweils zu zweit trugen sie die schweren Kisten bis zu einem Zimmer auf der Westseite des Gebäudes. Die Waffe war rasch zusammengesetzt, genügend panzerbrechende Munition von der jede 10. Patrone durch ein Leuchtspurgeschoss ergänzt wurde, lag am Boden der einen Kiste bereit. Purer Luxus, John fragte sich, aus welcher Kammer die RNK Truppen dieses Schmuckstück wohl ausgegraben haben mochten. Knox wünschte dem Fremden mit einem kurzen Salut an die Schläfe viel Glück und erhielt den selbigen Gruß zurück. Geduckt, unbequem vor sich hin schleichend bahnte sich das Dreiergrüppchen den Weg zum Objekt des Interesses. Bei der Größte des Büroturms war es ein Wunder, dass das Bauwerk noch nicht in sich zusammengefallen war. Eine der zersplitterten Glastüren stand einen Spalt offen. Peaches lukte hinein und gab ihnen dann ein Zeichen. Das Erdgeschoss lag verlassen da. Stickige Luft lag schwer in dem verrottenden Gemäuer, doch es war kein Soldat des Aufsehers weit und breit zu sehen.


    Mit einer Handbewegung deutete Knox auf die Treppe in die oberen Stockwerke. Einen Lift konnten sie vergessen, diese bewegten sich in dem verfallenen Haufen Mauerwerk von Gebäude sicher seit Jahrzehnten nicht mehr. So leise wie möglich schlichen sie die Stufen über den alten, staubigen Teppich immer weiter nach oben. Es machte Dust stutzig, dass unten keine einzige Wache postiert worden war. Rannten sie möglicherweise in eine Falle? Auch wenn es so war, was sollten sie schon groß dagegen unternehmen. Im vierten Stockwerk deutete Peaches ihnen schließlich stehen zu bleiben. Von weiter Ferne flog eine leise Unterhaltung zu ihnen heran. Die drei konnten nur Wortfetzen verstehen, im Gespräch ging es grob um einen Kampf und hunderte Tote. Es musste sich um das bevorstehende Gefecht der RNK Truppen handeln, möglicherweise ihr letztes, falls es so weit kam. Peaches spähte angestrengt um die Ecke und konnte am Ende des Ganes zwei Gestalten ausmachen. Fieberhaft überlegte er, ob sie die beiden links liegen lassen sollten, um der Treppe weiter ohne Lärm und Aufsehen zu erregen nach oben zu folgen oder nicht.

    And it's pressure from all sides

    Coming down around our ears

    Stuck in this room without a door

    Scratched away at the walls for years

    All we've got to show is the dust on the floor

    And here it comes, a new dark age

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  • Ziemlich krasser Scheiß. Dachte Knox als er sich vorstellte wie der Raider auf das Gebäude ballerte. Er war sich nicht sicher ob er vertrauenswürdig genug war aber... scheiß doch der Hund drauf. Wenn nicht, war er genau so tot wie sie auch. Blieb eigentlich nur zu hoffen das der Kerl clever genug war das zu checken.


    Knox folgte eher teilnahmslos die versiffte Treppe hinauf. Er vertraute darauf das Dust und Peaches die Sache im Griff hatten. Er war nur noch hier um sich seine Rache abzuholen. Rache dafür, was Victor ihm und Peaches angetan hatte, dafür dass er seinen Bruder auf dem gewissen hatte und dafür dass sein ganzes scheiß Leben durch ihn ein einziges verdammtes Chaos geworden war.

    Als das Trio stoppte wurde Knox wach. Mit leisen Gesten machte Peaches seinen Begleitern klar dass da Feinde waren und sich nun die frage stellte ob sie sie töten oder ignorieren sollten. Ehe irgendwer Antworte konnte, machte Peaches einen Schritt auf das Fenster zu. Sein Blick war geweitet und starr. Er trat ganz ans Fenster welches auf einige niedrige Häuser und einen Platz wies. Knox folgte seinem Blick begriff aber nicht sofort. Erst als er die Personen sah die aus einem Gulli stiegen, wurde ihm klar was passierte. Doch ehe er Peches am Arm greifen konnte um ihn aufzuhalten, war dieser schon auf dem Weg die Treppen hinunter. Dust und Knox sahen sich an. Als Dust Peaches folgen wollte, hielt Knox ihn zurück und schüttelte den Kopf. Er zeigte nach oben. Sie mussten diesen Victor finden. Dust nickte. Erneut sah Knox aus dem Fenster und erkannte dass Quinn und Cosmo, ja und sogar Pete, unter den Leuten waren die jetzt auf das Kriegsgebiet zusteuerten. Sie waren voll ausgrüsstet mit Waffen und Rüstung. Peaches Männer hatten gute vorarbeit geleistet. Aber eigentlich dienten diese Vorbereitungen nur zur Selbstverteidigung... nicht für den Angriff. Und Peaches wusste das besser als jeder andere. Er würde nicht zu lassen das seine Leute sich in den Tod stürzten. Knox kam zu sich als sich Schritte näherten und dust ihn darauf aufmerksam machte. Peaches' hektischer Abgang musste die Aufmerksamkeit auf sie gelenkt haben. Knox lies sich am Arm zurückziehen. Auf den Treppenstufen verharrten sie. "Und ich sag dir das war nichts. Das Haus ist verdammt brüchig, da fällt schon mal etwas Putz von den Wänden." Die Schritte kamen Näher. Knox schwitze wie ein Schwein. Wie oft wollte er sich eigentlich noch ermahnen das dieser Scheiß nichts war, was man in seinem Zustand durchzog. Nur Gut das Dust da war. Er war zwar alt aber immer noch sicherer als eine Junky auf Entzug. Knox schüttelte den Kopf um wirre Gedanken zu verjagen. Dust stand angespannt und angriffsbereit an die Wand gelehnt. Die Schritte stoppten kurz vor der Ecke. Ein Feuerzeug erklang. "Siehst du." sagte die Stimme mit einer Zigarette zwischen den Lippen. "Nichts. Du bist Paranoid." Die beiden hörten wie die Wache den Rauch inhalierte und die Füsse bewegte. Knox holte bereits Luft um erleichtert auszuatmen. Sie konnten diese Kerle doch ignorieren und Aufsehen vermeiden. Doch da streckte der Kerl mit der Zigarette ganz unerwartet doch noch den Kopf um die Ecke um einen Blick die Treppe hinab zu werfen und erstarrte bei dem Anblick. Dust verlor keine Zeit und rammte dem Kerl den Gewehrkolben ins Gesicht. Sofort eilte er hinter dem Taumelnden Kerl her, packte ihn von hinten und drehte ihm den Hals um. Knox blinzelte erschrocken. "What the..." Knox stand oben an der Treppe und starrte den Toten an. Sein Blick schwenkte sofort zu dem Kerl der den dumpf aufgeschlagenen Körper gehört hatte und her geeilt war. Er stand kaum an der Ecke, da hob Knox ohne nachzudenken, ohne das Gesicht zu verziehen, die AK und ballerte ihm eine Salve in die Brust. Dabei starrte er sein Ziel an als würde er durch es hindurch sehen. Erst als dieser zu Boden ging regten sich die Züge zu Überraschung und Schrecken. Knox lies die Waffe fallen. Sie Prallte an seinen Vorderkörper da sie an einem Gurt um seine Schulter hing. Mit den geballten Fäusten an der Stirn starrte er den blutigen Leichnam an und hielt die Luft an. "Fuuuck." flüsterte er. Dust verlor keine Zeit, stieß Knox an ihm zu folgen und eilte die Treppen hinauf. Knox starrte noch einen Moment, begreifend wie Laut diese Schüsse in diesen morschen Wänden gehallt hatte und folgte dann. Unüberlegt zu handeln wurde langsam zur Gewohnheit. Dabei war er früher doch so organisiert gewesen. Zumindest was das ermorden und vertuschen von Morden an Teenagern anging.

    Niemand kam ihnen entgegen oder hinterher. Sie erreichten die oberste Etage.

    Keuchend hielt Knox auf die Knie gestürzt an. Dust der ebenfalls schwer atmete, aber längst nicht so aus der puste war wie Knox, suchte den Gang methodisch ab. Knox folgte erst als er wieder Luft bekam. Er lauschte an den Türen konnte aber nichts hören. Hatten sie ihn verpasst? War er vielleicht in einem der Räume in den unteren Etagen versteck? Aber wo könnte das Arschloch die Show besser genießen als... ganz oben! Knox sah sich um. "Kommt man hier irgendwo aufs Dach?"

    Vorsichtig suchten sie die Räume ab. Alles sah gleich aus. Einige Türen waren verschlossen. Diese brach Knox mit einem Fußtritt einfach auf. Wenn die Schüsse nicht gehört worden waren, dann würde diese kurze Kratzen an morschen Türen auch niemanden jucken.

    Sie fanden tatsächlich ein kleines separates Treppenhaus welches auf das flache Dach des Hochhauses führte. Knox ging voran. Auch diese Tür war abgeschlossen. Er öffnete sie mit Leichtigkeit. Erst im nachhinein fragte er sich warum diese Türen wohl abgeschlossen sein konnten. Langsam stieg er die Treppe hinauf. Die Tür die zum Dach führte war aus Metall. Sie war nicht verschlossen. Ein Keil klemmte zwischen Tür und Rahmen. Wohl weil diese Tür sich von außen nicht mehr öffnen lies, wenn sie einmal geschlossen war. Vielleicht auch weil sie für diese Metalltür einfach keinen Schlüssel hatten. Was auch immer der Grund sein mochte, Knox vergaß darüber nachzudenken als er sich der Tür näherte. Er kauerte vor der Tür durch dessen Spalt nur wenig Licht fiel und hörte bereits Stimmen. Als er sich mit dem Gesicht nähern wollte, die Handfläche auf dem Türblatt die andere an dem Keil damit er nicht runter fiel, bebte plötzlich der Boden. Dann drangen Schüsse an ihre Ohren. Schüsse aus der Entfernung. Victors Männer mussten die Front aus RNK und Raidern erreicht haben. Erneut erzitterte das ganze Haus. Knox drückte die Tür etwas mehr auf um hinaus zu spähen. Alles was er sehen konnte, waren zwei Wachen... und eine Seilvorrichtung zum anderen Gebäude. Das Gebäude in dem Ripo sich bereit hielt. Eine Explosion blitzte gefolgt von dem Knall und schließlich bebte der Boden noch einmal. Dabei verlor Knox sogar das Gleichgewicht und lies die Tür zufallen. Das allerdings mehr wegen der unbequemen Kauerhaltung, als durch das wirklich schwache beben. Perplex sass Knox auf den Stufen und sah zu Dust. "Ich glaub der Wichser ist auf dem anderen Gebäude..."


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  • Dust ging zur Tür und öffnete diese einen Spalt breit. In großer Entfernung stieg eine schwarze Rauchsäule auf. Die Schlacht musste bereits begonnen haben. Vorsichtig trat der alte Mann aus der Tür auf das Dach des alten Gebäudes. Die beiden Männer schauten konzentriert in Richtung der Rauchsäule und waren mit zwei gezielten Kugeln von hinten schnell ausgeschaltet, Dust und Knox feuerten nahezu gleichzeitig. Vereinzelt klafften Löcher im flachen Dach, die Begrenzungsmauern an den Rändern wiesen große Lücken auf. John duckte sich und robbte an die Dachkante heran, Knox folgte ihm. An der Kante war ein massives Dreibein aus zusammengescheißten Metallträgern aufgestellt worden. Auf einer Winde befand sich ein circa drei Zentimeter dickes Stahlseil, das zum anderen Gebäude hinunter verlief. Ein kurzer Blick nach unten offenbarte, dass das andere Häuserdach menschenler war. Dust überlegte, ohne Hilfsmittel würden sie niemals herunterkommen, Hangeln war kräftetechnisch nahezu unmöglich und viel zu riskant. Dunkelrote Blutlachen breiteten sich in aller Ruhe unter den beiden Toten aus. Angewidert begann der Alte die großen Taschen der Kampfweste des einen Soldaten zu durchwühlen. Nach kurzer Zeit wurde er fündig, ein Karabiner samt Halteleine, dicke Handschuhe trugen die beiden ebenfalls. Eine Art Gurt oder Geschirr war jedoch nicht zu sehen. "Verdammt." stieß Dust resigniert aus. Knox überlegte und schaute sich genauer auf dem Dach um. Doch auch hinter dem Ausgang, aus dem sie kamen, waren keine Rucksäcke oder eine Ausrüstungskiste zu sehen. "Wir müssen improvisieren, binde dir die Leine fest um die Hand." Knox blickte Dust entgeistert an. Das Seil war gut und gerne 70 Meter ausgerollt worden, am Ende der Strecke würden sie mit den Handschuhen so fest es geht abbremsen müssen. Sie hatten keine andere Wahl, Victor musste noch irgendwo im anderen Gebäude sein. Die Treppe würde sie zu viel Zeit kosten.


    John band sich die Schlinge so oft es deren Länge zuließ um den rechten Unterarm. Geräuschvoll klickte der Karabiner in die Führung des Stahlseils. Die Handschuhe des Toten waren für die großen, faltigen Hände des alten Mannes eine Nummer zu klein. Egal, besser als gar keine. Dust schwang sein Bein über die Mauer und wollte gerade das zweite nachziehen, als ein Knall ertönte. Zischend schlug eine Kugel in der Begrenzungsmauer ein. Erschrocken verlor John Dust das Gleichgewicht und kippte über die Mauer in das Seil. Als er sich um die eigene Achse drehte, sah er Blutspritzer an der Mauer, die sich in rasender Geschwindigkeit von ihm entfernte. Irgendwie gelangt es ihm, sich Richtung Ziel zu drehen und in diesem Moment waren zwei Drittel der Seilstrecke bereits zurückgelegt. Panisch griff Dust mit der linken Hand so fest er konnte an das Seil. Der Handschuh wurde in kurzer Zeit so stark erwärmt, dass Dust der Gestank von verbrannten Fasern in die Nase fuhr. Auf dem unteren Dach war glücklicherweise kein Schütze zu sehen, die Kugel musste aus einem der unteren Stockwerke gekommen sein. Das Ende der Strecke war erreicht, den verbleibenden Überschuss konnte er unter Anstrengung mit seinen Beinen an der Häuserwand abfangen. Das linke Bein schmerzte beim Aufprall jedoch markerschütternd. Bluttröpfchen fielen durch die Luft auf den staubigen Boden. Ungelenk schmiss sich John über die Mauer und begutachtete nach kurzer Sicherung des Dachs sein Bein und die verbrannte Hand. Die Kugel schien seine Wade nur gestriffen zu haben, allerdings blutete die Wunde ziemlich stark. Die Hand sah auf den ersten Blick noch schlimmer aus, der Handschuh war unter der extremen Reibung regelrecht mit der Handinnenfläche verschmolzen. Mit der rechten Hand zog Dust langsam das fasrige Stück Handschuh von der linken Hand ab. Es gab ein schmatzendes Geräusch und John musste alle Nerven anspannen, um nicht die Besinnung zu verlieren. Die Schmerzen schossen wie ein Pfeil durch Handfläche und Finger, es war das bloße Fleisch zu sehen. Im Rucksack kramte er mit der rechten nach dem letzten Stimpack, sowie Druckverbänden für Wade und linke Hand, während Knox nun auch an der Kante des unteren Gebäudes angekommen war. "Scheiße, hat es dich schlimm erwischt?" Knox' Stimme klang adrenalingeladen und gleichzeitig besorgt.

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  • *Unverständliches Gemurmel das in einem Keuchen untergeht* John spürte, wie sein verwahrtes Stimpak zu wirken begann. Angenehme Wellen stoben durch den in die Jahre gekommenen Körper und vertrieben die Schmerzen schubweise. Er behielt das Bewusstsein und konnte sich nach kurzem Atemholen notdürftig Wade und Hand verbinden. Mit der gesunden Hand ließ er sich von Knox langsam auf die Beine ziehen. Durch das Schmerzmittel konnte er mit dem verletzten Bein halbwegs sicher auftreten. Sie mussten irgendwie weiter, Victor musste gestopt werden, falls er überhaut noch im Gebäude war. Die Tür auf dem Dach ruhte im Schloss. Behutsam tastete Knox nach dem Türgriff und drückte die sie langsam auf. Licht fiel die Treppe hinunter in den Aufgang, es war niemand zu sehen. Als das Duo wenige Stufen zurückgelegt hatte, ratterte aus dem Nichts das schwere Maschinengewehr unter ihnen los. Dust hatte Ripo bei all der Anspannung schon fast wieder vergessen. Einige Meter vom Haus entfernt gab es einen lauten, metallischen Knall und jemand schrie. Ein Motor heulte auf, um sogleich wieder zu verstummen. Sofort lief der Alte so schnell es ging zurück aufs Dache und schaute über die Brüstung. Auf dem bröckeligen Asphalt lag ein halb umgekippter Militärtransporter. Auf der Oberseite prankte verwittert, aber dennoch lesbar der Schrifzug "Vault Tec" in gelben Lettern. Im Umkreis lagen Militärkisten verstreut und ein toter Soldat schaute halb unter dem Wrack begraben mit dem Oberkörper hervor. Der alte Mann wollte gerade das Präzisionsgewehr auf das Ziel anlegen, um die Lage besser einschätzen zu können, als eine kurze Salve in die Steinmauer einschlug. Es musste noch mindestens einer der Leibwächter am Leben sein, vielleicht war die Salve jedoch auch von Victor selbst gekommen. "Wir müssen so schnell wie möglich aus dem Gebäude gelangen, Knox!" Seine Stimme klang erschöpft und gehetzt. Dust setzte der Stress zu, schon vom kurzen Weg zurück aufs Dach war er außer Puste gekommen und seine Brust pochte stark. Beide robbten zur Tür und eilten dann so schnell wie sie konnten mit ihren Waffen im Anschlag das lange Treppenhaus hinunter. Weitere Salven des schweren MGs donnerten los. Auf einer der oberen Etagen klaffte ein großes Loch vor ihnen auf und sie mussten das Hindernis mit Anlauf überspringen. Johns Wade schmerzte trotz des Stimpaks unter dieser Anstrengung.


    Im Erdgeschoss lehnte Ripo an einer der beiden Türen und spähte hinaus. Als er Knox und Dust auf sich zulaufen sah, winkte er ihnen sofort hektisch zu. "Dieser Bastard ist im Truck gewesen und vor vielleicht zwei Minute humpelnd zwischen zwei Häusern verschwunden." Das Duo sog nach dem Treppenspurt die stickige Luft der Ruine ein und Knox fragte schließlich: "War er allein?" Ein Grinsen zeichnete sich in Ripos Mine an. "Das war er, ihr habt eine Chance. Wobei, wenn ich mir den Alten so anschaue.." Sein Blick musterte Dust abschätzig. "Eine zu lange Geschichte. Ist draußen neben Victor noch jemand am Leben?" Ripo grinste abermals. "Nein, denen habe ich Saures gegeben." Sie konnten es wohl schaffen. Dust gab Knox ein Zeichen, nichts wie los. Ripo begleitete sie noch ein paar Meter, um ihnen die Stelle zu zeigen und machte sich dann auf den Weg ins Innere des Gebäudes. Das Maschinengewehr musste abgebaut werden und anschließend wollte er nach Peaches und ihrem Transportmittel suchen. Auch wenn er sich bei den letzteren beiden Dingen wenig Hoffnung machte. Knox und Dust verschwanden hinter der nächsten Häuserecke. Vor ihnen in wenigen hundert Metern Entfernung bewegte sich eine Gestalt zügig von ihnen weg. John Dust spähte durch das Visier des Gewehrs und konnte einen Mann ausmachen. Das Adrenalin pumpte zu sehr durch seine Blutbahn, um einen Schuss abgeben zu können. Zu riskant. Sie mussten ihn irgendwie einholen oder zumindest Weg aufholen. Mit den letzten Kraftreserven die sie mobilisieren konnten, hetzten die beiden hinter dem Mann her, der mittlerweile so viele Undschuldige auf dem Gewissen hatte. Jeder von ihnen war einer zu viel.

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