Jakobstown

  • >>> kommen von Mojave Wüste >>>



    bevor Phil noch irgend etwas erwidern konnte, tauchten im Lichtkegel der Scheinwerfer mehrere muskelbepakte Gestalten auf. Mit quitschenden
    Reifen kam der Humvee knapp vor ihnen zum Stehen. Erschrocken und verwirrt blicken die drei auf die Supermutanten vor ihnen. In deren
    Gesichtern steht ebenso die Verwirrung geschrieben. Phil hatte gehört, dass es hier friedliche Supermutanten geben soll, jetzt wo sie vor ihm
    im Halbdunkel vor ihm standen hatten diese Monster jedoch nichts friedliches an sich. Einer der grünen Riesen machte dann den ersten Schritt.
    Er liess die anderen die Waffen senken und rief "Das letzte mal habe ich ein Auto gesehen, da war ich noch Sheriff in Broken Hills..." Er ging
    um die Motorhaube herum und öffnete Lucy die Tür "...damals war es ein Highwayman und sein Fahrer wurde einer meiner besten Freunde."
    er verzog sein Gesicht zu einem Grinsen, dass fast sein Headset herunterfallen lies. Mit pochendem Herzen liess sich Lucy aus dem Auto gleiten.
    Phil und Andrew taten es ihr gleich undsteigen vorsichtig aus, jede hastige Bewegung vermeidend. "Ich bin Marcus." stellte sich der Anführer der
    Supermutanten vor. Phil hatte die Geschichten von Broken Hills gehört und sie immer für Phantasien gehalten. Nun stand dieser Mutant vor ihm und
    strafte all die Zweifel Lügen. Sie stellten sich dem freundlichen Supermutanten vor und Andrew erklärte warum sie hier waren. Marcus hörte
    sich die Geschichte an, nickte und deutete dann auf den Surchgang in den Palisaden: "Willkommen in Jakobstown Menschen, ihr könnte Euch frei bewegen, starrt nur das Nachtvolk nicht an. Sie mögen nicht wenn man sie anstarrt."

  • Andrew hatte zuvor noch keine Mutanten gesehen, aber er war überrascht wie gebildet und wohlklingend Marcus zu formulieren wusste.
    Etwas verunsichert aber dennoch neugierig folgten Sie alle Marcus der Sie in das innere der Palisaden begleitete.


    "Wer ist denn das Nachvolk?" fragte Andrew Neugierig.


    "Die düsteren Gestalten mit der bläulichen Haut, ihr werdet Sie kennen lernen, echt unangenehme Gestalten. Zum Glück sind Sie meistens unsichtbar, dann muss man sie nicht ertragen." erklärte Marcus. Andrew war sich nicht sicher ob er sich verhört hatte, aber als er gerade nachfragen wollte, sah er in der Nähe die Luft merkwürdig flimmern kurz darauf erschien ein bläulicher Gigant wie aus dem nichts vor Marcus.


    "Marcus sag dem Doctor er soll sich beeilen, mein Volk leidet!" beschwerte sich die Kreatur.


    Andrew war maßlos erstaunt, während Marcus beschwichtigend auf den angehörigen des Nachtvolks einredete, gingen Sie weiter auf den Eingang des großen Komplexes zu. Das Haus erinnerte Andrew an die Berghütten, die er in Büchern gesehen hatte, nur war diese wesentlich größer komplett aus Holz.


    Als Andrew seine Begleiter ansah, konnte er sehen, dass sie ähnlich beeindruckt waren wie er.


    Ein anderer Mutant, der ziemlich unterbelichtet wirkte, wies ihnen den Weg zu Doktor Henry.


    Als Sie in Doctor Henry's Labor ankamen, staunten Sie nicht schlecht, zahlreiche Gerätschaften und hochwertigste Ausrüstung stand umher. Andrew erkannte auf einigen Geräten die Symbole der Enklave.


    "Guten Tag!" begrüßte Sie der Arzt. "Was kann ich für euch tun? Ich habe zwar nur wenig Zeit aber ihr seht nicht so aus als kämt ihr aus der Gegend und wer so weite Wege auf sich nimmt, der hat gute Gründe dafür!" begrüßte er Sie freundlich.


    "Doktor, es freut mich Sie kennen zu lernen...." setzte Andrew an und der Rest des Satzes ging in einem Hustenanfall unter. Die Blutstropfen die auf den Boden tropften, ließen den Arzt das Gesicht verziehen.


    "Sie versauen mein Labor!" kommentierte der Arzt unwirsch. "Sagen Sie mir wenn ich mich irre, ich nehme an dies ist auch schon der Grund ihres Besuches."


    "Genau!" keuchte Andrew gepresst hervor. "Machen Sie ihren Oberkörper frei, etwas zügig wenn es keine Umstände macht."


    Andrew warf seinen Mantel, die Einsatzweste und den Pullover darunter ab und stand nun mit freiem Oberkörper im Raum.
    Phil der Andrew selten so sah, war erstaunt wie viel Narben und verheilte Schusswunden Andrews Oberkörper zierten.


    Der Doktor erstarrte als er eine kleine Tattoowierung auf Andrews unterem Rücken sah. "Sowas habe ich lange nicht gesehen Junge und egal was du vorhast es wird nicht funktionieren!" kommentierte er. Phil merkte das seine Aussprache und seine Haltung feindselig geworden war.


    Nun erkannte auch Phil das die kleine Tattowierung ein Zeichen der Enklave war. Andrew der das Problem nun auch bemerkt hatte hob beschwichtigend die Hände. "Doc, ich bin als Teil der Enklave in einem Bunker geboren, seit weit über 10 Jahren habe ich keinen Kontakt mehr zu der Enklave, ich bin damals geflohen. Ich komme zu Ihnen weil eine gute Freundin mir sagte ihr könntet helfen. Corporal Betsy von der ersten Aufklärung." versuchte sich Andrew zu erklären.


    Das Gesicht des Arztes hellte sich etwas auf. Mit Phil's Unterstützung der als Ranger ein wenig zur Glaubwürdigkeit der ganzen Geschichte beitragen konnte, schafften Sie es den Arzt davon zu überzeugen, dass die Enklave nicht in Form von Andrew hinter ihm her war.


    "Nun gut Junge, ich nehme an dein Leiden rührt daher?" stellte der Arzt fest und deutete auf die zwei frischeren Schusswunden in der Lungen Region.


    "Ja zwei Durchschüsse Doc!" antwortete Phil für Andrew, da dieser wieder einen Hustenanfall hatte.


    "Könnt ihr ihm helfen?"

    "Ich kann aber meine Arbeit wird nicht umsonst sein!" kommentierte Dr. Henry.


    Der Doktor wirkte auf Phil irgendwie besonders Weise und belesen, wie er so in seinem Laborkittel mit den grauen Haaren vor Ihnen stand. Die Zeit und das Alter hatten Spuren im Gesicht des Mannes hinterlassen, aber seine Augen versprühten eine Kraft und Energie die ihresgleichen suchte.


    Andrew warf dem Doktor einen Sack voller Kronkorken hin. Das war alles was von seiner letzten Kopfgeldjagd damals übrig geblieben war.
    "Es sind etwa 2000 Kronkorken Doc ich mache was immer ihr wollt nur bitte helft mir." brachte Andrew mühsam hervor.


    "Dein Geld interessiert mich nicht Junge, du wirst einen Auftrag erledigen wenn du wieder Fit bist." stellte der Doc fest.


    Andrew musste sich auf eine Liege legen, mit einem Ultraschall durchleuchtete der Doktor Andrews Brustkorb, selbst Phil konnte auf dem Monitor sehen wie zerfetzt Andrews Lunge aussah.


    "Das sieht nicht gut aus, wir haben nur eine Wahl. Ich werde eine Kollegin von mir kontaktieren, Dr. Usanagi aus dem Krankenhaus New Vegas. Wir müssen deinen linken Lungenflügel durch ein künstliches Implantat ersetzen. Wenn alles gut geht und dein Körper das Implantat nicht abstößt, wirst du danach besser Atmen als jemals zuvor." stellte der Doctor fest.


    Andrews Gedanken rasten, im wurde schwindelig. *Eine Operation? Meine Lunge? Künstlich?*


    Andrew wurde nur langsam bewusst das er keine Wahl hatte. "Okay Doc tun Sie alles was nötig ist." willigte Andrew ein.


    "Du wirst einpaar Wochen hier verbringen müssen! Wollen Sie so lange warten?" fragte der Doctor in die Runde.

  • Phil fühlte sich seltsam an diesem Ort. Die Lanfschaft war grundverschieden zu der in der Mojave vorherschenden. Es gab hohe Bäume,
    richtige Bäume wie in Zion, nicht die verkrüpelten Bäumchen aus dem Ödland. Dazu war es kalt hier oben. So kalt, dass an einigen
    Stellen Schnee lag. Auf den Gipfeln rund um die Siedlung lag sogar eine geschlossene Schneedecke. Etwas, dass weder Lucy noch Phil
    jemals gesehen hatten.
    Nachdem Doc Henry die Diagnose von Andrew beendet hatte, teilte er ihm mit, dass seine Behandlung mit einer OP beginnen werde und
    dass er sich auf mehrere Wochen aufenthalt einstellen müsse. Lucy und Phil sahen sich an und Andrew wusste, dass sie nicht die ganze
    Zeit hier oben auf ihn warten konnten. Er hatte dafür Verständnis, zumal die beiden im versprachen, dass sie sich spätestens bei
    seiner Genesung wiedersehen würden, wenn sie ihn abholen kommen. Andrew grinste und Lucy umarmte ihn "Alles Gute!" flüsterte sie
    und auch Phil umarmte den Aufklärer, der zu so einem guten Freund und Waffenbruder geworden war. "Flicken Sie ihn ordentlich zusammen,
    Doc!" meinte Phil zum Abschied. "Das habe ich vor... nun alle raus, die nicht zu meinem Team oder meinen Patienten gehören!"
    Ein glatter Rauswurf dachte Phil und verließ mit Lucy den medizinischen Flügel. Vor der Tür der Lodge traffen sie auf Marcus, der
    Ihnen anbot in einem der alten Bungalow zu wohnen. Bevor Phil etwas erwidern konnte tratt Lucy hinter ihm vor, wo sie sich schon
    seit ihrer Ankuft versteckt hatte. All die Supermutanten waren ihr einfach nicht geheuer. Auch wenn sie weitgehend friedlich waren,
    besonders Marcus diese Nachtvolk-Dame Lilly, so waren diese Mutanten allesamt irgendwie nicht ganz bei geistiger Gesundheit.
    Sie antwortete dem Supermutanten: "Vielen Dank für das freundliche Angebot. Aber wir haben noch Pläne..." sie grinste Phil schelmisch
    an "...und müssen leider schon wieder los." "Aber wir kommen auf jeden Fall wieder!" fügte Phil hinzu und Marcus schien wieder zu
    lächeln. Er begleitet die beiden zum Humvee und schloss hinter Lucy die Tür. Phil konnte sich nicht helfen, aber dieser grüne Riese
    schien einen Narren an Lucy gefressen zu haben. Marcus winkte als sie losfuhren und Phil war sich sicher, dass das Winken nicht ihm galt.



    Auf dem Weg hinunter ins Tal fuhr Phil langsam. Die Straße war gesäumt von Bäumen, ein Anblick, der etwas beruhigendes hatte.
    "Ich will die Mt. Spring Ranch wieder aufbauen!" sagte Lucy plötzlich in die Stille hinein. "Wie... was?" fragte Phil verduzt.
    Lucy drehte sich zu ihm um und deutet zurück in Richtung Jacobstown. "Ein Zuhause für die, die nicht wissen wohin!" meinte sie,
    ohne auf Phils Frage einzugehen. "Es war mal mein Zuhause... vielleicht kann es das für andere wieder werden." lächlte sie und
    betrachtet sich dabei selbst in der Scheibe des Humvee. Phil nickte "Ich helfe dir dabei. Auch wenn ich nicht ganz sicher bin
    ob ich wirklich weiss wen du mit 'ander' meinst." er hielt ihre Hand während er den Wagen durch die Nacht steuerte.
    "Ich auch noch nicht..." grinste sie ihn breit an und lehnte sich zurück "... ich auch nocht nicht!"



    >>> gehen nach Nationalpark Spring Mt Ranch >>>

  • Andrew musste zunächst einige Tage warten, da das Implantat erst vom New Vegas Krankenhaus geliefert werden musste.
    Marcus hatte ihm ein sehr schönes Zimmer im oberen Teil des Hauptgebäudes gegeben.


    Andrew war gerade erst aufgestanden und öffnete seine Balkontür die kalte morgendliche Bergluft umströmte ihn.
    Die Umgebung schien so unwirklich wie sie nur sein konnte. Grüne Bäume, normales Gras und Schnee. Andrew hatte solche Dinge zwar schon auf seinen unzähligen Reisen mit Boone gesehen, jedoch war dies lange her.


    Er genoss die ersten Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne. Es klopfte leise an der Tür.


    "Herein?" rief Andrew. Die Tür öffnete sich und durch den Türrahmen bückte sich Marcus.


    Da Andrew nun schon einige Tage hier verbracht hatte, hatte er sich an den Anblick der Mutanten gewöhnt. Tatsächlich brachte ihm Marcus Frühstück. Frisches gebratenes Fleisch. Argwöhnisch schnüffelte Andrew daran. Er hatte leider zuviele Geschichten über die Mutanten gehört.


    "Keine Sorge, es ist ein Kojote gewesen. Habe ihn heute morgen gefangen. Ich dachte da du zu den Patienten gehörst, könntest du die Stärkung am besten brauchen." erklärte sich Marcus während er verschmitzt lächelte.


    "Warum tust du das Marcus? Wieso interessierts dich was ich esse? Ich meine du bist ein Mutant ich ein Mensch, du kennst mich nicht einmal! Versteh mich nicht falsch ich bin dir dankbar aber ich verstehe es nicht." platzte es aus Andrew heraus.


    Der Mutant grinste nun von Ohr zu Ohr, was ihn sehr furchteinflössend wirken lies.


    "Nun mein kleiner Menschenfreund, nicht jeder fordert etwas für seine Hilfe ein, nicht jeder braucht einen Grund für eine freundliche Handlung. Ich möchte nur das die Leute die hier hin kommen wissen, dass hier Platz für jeden ist, der friedlich ist und sich mit der Situation hier anfreunden kann. Hier ist unser kleines Paradies." antwortete Marcus und wirkte menschlicher denn je.


    Andrew wurde das Gefühl nicht los das da noch mehr dahinter war.


    "Das kann unmöglich alles sein, ich spüre du hast noch mehr zu sagen." bohrte Andrew nach.


    "Du bist schlau kleiner Mann, es gibt noch einen weiteren Grund, ich habe immer Sorge um den Hausfrieden, so viele Individuen verschiedener Herkunft wirst du sonst nirgends finden, logisch das sich da auch nicht jeder lieben kann. Ausserdem haben wir auch immer Schwierigkeiten mit Leuten von aussen. Je besser wir die Leute behandeln, desto weniger Gästen die mal hier waren kommt in den Sinn das man die MUTANTENBRUT in Jakobstown ausrotten sollte. Wir sind wehrhaft wenn wir müssen aber ich sehne mich nach Ruhe und Frieden für diesen Ort." antwortete Marcus ehrlich.


    Andrew war beeindruckt von der Denkweise des Mutanten und war froh das der Mutant hier für Ruhe und Frieden sorgte. Marcus verließ das Zimmer als Andrew ihn nochmal rief. "Hast du zufällig noch etwas rohes Fleisch von dem Kojoten?"


    Marcus runzelte die Stirn und antwortete "Klar, ich kann dir was bringen. Wofür?"


    "Ich möchte etwas ausprobieren." Antwortete Andrew und beließ es dabei. Kopfschüttelnd verließ Marcus den Raum.
    Kurze Zeit später brachte er Andrew ein Kojoten Bein, es war wie gewünscht roh.


    Andrew legte das Bein auf seinen Balkon und wartete.
    Er nahm sich eines der Bücher zur Hand die er sich vom Doctor geliehen hatte. Der Doc, seines Zeichens ehemaliger Enklave Anhänger hatte eine erstaunliche Bibliothek.


    Entspannt lag er so auf dem Bett und las. So konnte Andrew alle Sorgen vergessen. Wenn nicht Marcus regelmäßig nach ihm sah, konnte man meinen die Erde wäre ein heiler Ort ohne jegliche Form der Verstrahlung.


    Plötzlich hörte Andrew ein lautes klackern und wurde so von seinem Buch abgelenkt. Andrew ahnte woher es stammte. Er lehnte sich in seinem Bett nach vorne und schaute auf den Balkon. Ein großer Greifvogel war auf dem Geländer gelandet, dass klappern stammte von seinen Krallen wenn sie beim gehen auf dem Geländer aufschlugen.


    Langsam näherte sich der Vogel dem Bein, kurz davor blieb er sitzen und äugte misstrauisch umher. Andrew wusste das der Vogel ihn sah, da Andrew jedoch keine Anstalten machte sich zu Bewegen, näherte sich der Vogel langsam. Dann schnappte er sich Blitzschnell das Bein und flog davon.


    So vergingen einige Tage. Wenn Marcus frisches Fleisch hatte bat Andrew ihn jedesmal um rohes Fleisch für den Vogel.


    So konnte Andrew ihn mehrere Tage die Woche füttern. Der Vogel schien sich seine Nahrungsquelle wohl gemerkt zu haben, denn er erschien in regelmäßigen Abständen auf dem Balkon.


    Nach einiger weile setzte sich Andrew ein wenig entfernt von dem Fleisch auf den Balkon und wartete bis der Vogel kam. Der Vogel schien sich nicht sonderlich an Andrew zu stören, zunächst beäugte er ihn zwar einpaar mal doch anschließend begann der Vogel das Fleisch zu verschlingen. Im Gegensatz zu den restlichen Tagen blieb er sogar sitzen bis er fertig mit fressen war.


    Dieses Ritual vollführte Andrew mittlerweile täglich.


    Ausser das ihn die gelegentlichen Hustenanfälle in die Realität zurück holten und er dadurch an die anstehende Operation erinnert wurde geschah nicht viel.


    Dann war der große Tag gekommen, Andrew wurde zum Doc gerufen. Dieser erklärte ihm umfassend, dass er nicht für den Erfolg der Operation garantieren könne und klärte ihn über Nebenwirkungen auf.


    "Sollte alles gut gehen, werden Sie nicht nur wieder richtig atmen können, NEIN! Ihre Lunge wird ihnen einige Möglichkeiten geben. Wir müssen die vollständige Lunge ersetzen, dass erhöht die Chance das der Körper Sie nicht abstößt. Wenn alles klappt wird die Lunge bis zu einer bestimmten Konzentration die Radioaktiven Dämpfe filtern und ihr Lungenvolumen wird um einen ordentlichen Prozentsatz wachsen."
    schloss er seinen anpreisenden Bericht.
    Andrew wusste genau, dass der Doc ebenso gespannt auf die Transplantation war. Andrew war auf eine gewissen weise ein Forschungsobjekt. "Tun Sie was sie nicht lassen können Doc, ich bin bereit!" sprach Andrew. Sein Magen knurrte laut. Er hatte seit Stunden nicht essen dürfen.


    Der Doc zog Andrew eine Maske über, welche scheinbar der Betäubung dienen sollte. Andrew wurde schläfrig, er nahm noch verschwommen war wie Ihn der Doc zusammen mit jemand anderem auf eine andere Liege umbettete. Dann verlor er das Bewusstsein.

  • Andrew sah sich um er stand in einem dunklen Raum, mit den Beinen in Knie tiefem Wasser. Der Raum schien größer zu sein denn die Wände lagen außerhalb seiner Sichtweite. Das atmen viel ihm schwer, rasselnd versuchte er Luft zu holen. Zwei riesige Hände schälten sich vor ihm aus der Dunkelheit, packten Andrew mit solch einer Wucht das er hinten über kippte und ins Wasser stürzte. Das kalte Nass schlug über seinem Gesicht zusammen, doch die Hände liessen nicht von ihm ab. Sie drückten ihn unter Wasser. Andrew konnte sich nicht aus dem stählernen Griff befreien. Er konnte nicht atmen, wild schlug er um sich. Die Kräfte verliessen ihn. Andrew musste atmen. Er atmete ein, mit einem brennenden Schmerz füllten sich seine Lungen mit Wasser...



    Andrew schreckte hoch. Alles war verschwommen, er konnte sich nicht bewegen, er war auf einem Krankenbett fixiert er konnte nicht atmen. Jemand kam in sein Sichtfeld, verschwommen sah er eine Frau , war es Betsy?



    Dann sah er die Hände wieder, sie näherten sich mit einem Schlauch. Mit einem saugenden Geräusch und unfassbaren Schmerzen fühlte Andrew wie der Schlauch durch seinen Hals in seinen Brustkorb geführt wurde. Nach wenigen Sekunden war die Tortur vorbei, die Hände fort. Mit einem leisen fiepen und einem rasseln holte Andrew tief Luft. Er konnte atmen. Endlich.



    Am Rande seiner Wahrnehmung hörte Andrew eine Stimme deren Lautstärke stark pendelte, mal schien sie zu flüstern mal zu schreien.



    "Ruhen Sie sich aus, bald haben Sie es geschafft."





    Andrew wurde schwarz vor Augen....







    Andrew riss die Augen auf und atmete ein. Ein leises fiepen schwang bei jedem einatmen mit.



    "Doktor er ist wach!" sprach eine Stimme ausserhalb von Andrews Sichtfeld.



    Dann schob sich Dr.Henrys Gesicht in sein Sichtfeld. Der Doktor befreite ihn von den Fixierungen und sah ihn glücklich an, wie ein Vater.
    "Andrew, es ist geglückt Sie sind wieder bei uns, der Eingriff war ein voller Erfolg. "



    Andrew versuchte zu antworten doch er bekam keinen Laut heraus.



    "Sie können noch nicht sprechen, Sie haben einen Zugang im Hals durch den Sie aktuell atmen. Wenn Sie in den nächsten Stunden stabil atmen werden wir ihn verschließen, dann können Sie auch wieder sprechen. Ruhen Sie, meine Assistentin wird ab und zu vorbei schauen und ihrer neue Lunge das Wundwasser und den Eiter absaugen." informierte ihn der Doc.



    Es vergingen einige weitere Tage in denen Andrew wieder auf seinem Zimmer lag und sich erholte. Marcus öffnete gerade seine Balkontür damit frische Luft in den Raum kam. "Der Doc sagt du brauchst frische Luft. Schön das du lebst." Mit den Worten verließ der Mutant den Raum.



    Der Zugang war mittlerweile verschlossen, jeden Tag kam eine Ärztin zu ihm und machte nervige sprech und Schluckübungen mit ihm. Andrew wusste das es nötig war denn sein Hals hatte sehr gelitten. Trotzdem nervten die Übungen.



    Als Andrew gerade kurz davor war einzuschlafen hörte er ein klappern.



    Mit immenser Anstrengung konnte er sich zur Balkontür wenden und sah den riesigen Greifvogel vor dem Fenster sitzen. Der Vogel beäugte Andrew. Andrew hatte das Gefühl darin eine Anklage zu spüren, eine Anklage wehen Vernachlässigung und Futtermangel.



    Andrew versuchte den Arm zu heben und eine Entschuldigung zu murmeln. Beides misslang. Aufmerksam hatte der Vogel diese Versuche beobachtet, dann entfaltete er seine Schwingen die bestimmt zwei Meter Spannweite hatten und flog davon.



    *Tja einen Freund weniger* dachte Andrew und schlief ein.



    Einpaar Stunden später wurde Andrew geweckt, irgendetwas schweres spitzes lag auf ihm.



    Als er schwach die Augen öffnete erschallte ein Ohrenbetäubendes Kreischen. Andrew war hellwach. Der Vogel saß auf Andrews Bauch. Auf Andrews Brust lag eine Tote Ratte, die der Vogel scheinbar gebracht hatte.



    Andrew musste lächeln.
    Der Vogel beäugte Andrew und schob dann die Ratte näher an Andrews Gesicht heran. Andrew roch den metallischen Geruch von Blut.



    Der Kopf von dem Vogel ruckte herum und der Vogel schoss durch die Türen hinaus und verschwand. Sekunden später öffnete Marcus die Türe.



    Beim Anblick der blutigen Ratte auf Andrews Bett entfuhr ihm ein "Was zum....?"



    "Ein Freund hat Sie gebracht, kannst du die Ratte für mich braten?" Krächzte Andrew leise."Bring die Knochen bitte wieder mit."



    Marcus klaubte die Ratte vom Bett und verschwand. Nach kurzer Zeit wurde Andrew von dem Geruch von geröstetem Fleisch geweckt. Marcus hatte die Ratte zurück gebracht, es roch herrlich. Andrew lief das Wasser im Mund zusammen.
    Zum ersten mal aß er wieder feste Kost. Mit mächtig Appetit verschlang Andrew das Fleisch, die Schluckbeschwerden ignorierte er.



    Die Knochen legte er wie ein Präsent auf den Teller und positionierte den Teller auf dem Nachttisch. Dann döste er ein.

  • Andrew ging es von Tag zu Tag besser, er wurde fitter. Auch wenn ihm das Atmen nach wie vor schwer viel.
    Bei einer Visite erklärte ihm der Arzt, dass dies gewollt sei, damit die Muskulatur sich der Lunge anpasste und die Atmung sich somit stabilisieren konnte.


    Andrew dachte in den folgenden Tagen oft an Phil und Lucy und fragte sich was sie wohl trieben. Waren sie Gesund? Was taten Sie ? Mittlerweile waren einige Wochen vergangen und Andrew fühlte sich zum ersten mal richtig Fit. Der Raubvogel hatte ihn regelmäßig besucht und ihm tote Ratten oder kleine Rad-Skorpione gebracht. Jedesmal hatte Marcus sie zubereitet und Andrew stapelte die Überreste der Tiere auf dem Balkon seines Zimmers. Der Vogel sollte sehen das Andrew seine Gaben auch aß.


    Bei der alltäglichen Visite des Arztes, hielt er Andrew dieses mal ein kleines schwarzes Kästchen an die Brust, betätigte einige Tasten darauf und Andrew konnte schlagartig viel leichter atmen. Selbst das Rasseln und Fiepen beim einatmen verschwand völlig. Andrew atmete leicht und geräuschlos wie niemals zuvor.


    "Deine neue Lunge ist bereit, deine Muskulator ist stark genug!" verkündete der Arzt überglücklich. Andrew wurde das Gefühl nicht los das er trotzdem ein Experiment des Arztes war. "Ihre Lunge kann Strahlung und Gase bis zu einem gewissen Level Filtern und ihr Lungenvolumen ist erhöht. Bleiben Sie noch einpaar Tage und gehen Sie viel spatzieren!" Mit diesen Worten und einem glückseligen Lächeln verschwand der Arzt. Andrew konnte ihm gerade noch ein "Danke Doktor!" hinterher rufen.


    Andrew zog sich um, er legte seine ganze Ausrüstung und seinen schweren Mantel an, er konnte es kaum erwarten raus zu kommen. Nachdem er sich angezogen hatte, kümmerte er sich liebevoll um seine Waffen.


    Mit einem Rascheln und einem leisen Klappern kündigte sich Andrews gefiederter Freund an, er war durch das Fenster geflogen und hatte sich auf Andrews Bettgestell nieder gelassen. Von der anderen Seite des Raumes beobachtete er Andrew bei seiner Arbeit.


    Als Andrew fertig war und den Raum durch die Tür verlassen wollte, flatterte der Vogel missmutig mit den Flügeln. Das Tier schien zu wenig Aufmerksamkeit von ihm bekommen zu haben und schien eingeschnappt. "Wir treffen uns draußen!" sprach Andrew zu dem Vogel, als ob dieser ihn verstehen könnte.


    Tatsächlich flog der Vogel aus dem Fenster.


    Vor der Tür des Anwesens kam ihn ein lächelnder Marcus entgegen. "Es ist schön dich so fit und auf den Beinen zu sehen. Ich freue mich das es dir wieder gut geht!" sprach der Mutant ehrlich.


    "Ich danke dir mein Freund und ich danke dir für alles was du für mich getan hast in den vergangenen Wochen!" antwortete Andrew.


    "Ich gehe ein Stück spazieren wir sehen uns später." verabschiedete sich Andrew und ließ mit schnellen Schritten die Palisaden von Jakobstown hinter sich.


    Andrew schlug einen Gebirgspfad ein und spatzierte gelassen den Weg entlang. Mit einem markerschütternden Schrei, dass Andrew erschrocken zusammen zuckte machte der Raubvogel der über Andrew flog auf sich aufmerksam. Andrew freute sich über die Gesellschaft.


    Auf einer kleinen Lichtung zwischen den Bäumen blieb er stehen. Andrew hatte nie solche Bäume gesehen. Sie hatten keine Blätter, sie bestanden ausschließlich aus kleinen grünen Stacheln und die Baumform lief insgesamt spitz zu. Neugierig musterte er die Bäume und deren Rinde. Wie ein kleines Kind erfreute er sich der Natur, die hier noch erstauntlich Gesund zu sein schien im vergleich zur Mojave.


    Andrew kramte ein Stück Fleisch aus seinem Rucksack und hielt es am ausgestreckten Arm fest.


    Nach einiger Zeit landete der Raubvogel neugierig aber etwas unsicher auf einem Baum in der Nähe. Er beäugte Andrew vorsichtig.
    Dann stürzte er sich vom Baum und rupfte Andrew das Fleisch aus der Hand nur um dann zu seinem Baum zurück zu kehren. Dort fraß er das Fleisch. Andrew verzog enttäuscht das Gesicht, so hatte er sich das nicht vorgestellt aber er hatte einen Plan.


    Andrew folgte weiter dem Weg, zwischendurch wiederholte er die Fütterung des Vogels und kam so höher und höher. Dann hatte er die Baumgrenze hinter sich gelassen, die Gebirge erstreckten sich in alle Richtungen. Andrew war so beeindruckt das ihm der Atem stockte. Er kramte aus seinem Rucksack seine Kamera um diese Aussicht auf einem Polaroid festzuhalten.




    Auf dem steinigen Untergrund setzte sich Andrew auf den Boden. Wieder musste er an Phil denken, er würde ihm diese Bilder zeigen und wenn es das letzte war was er tat.


    In seiner jetzigen Position hatte er einen Einfall, die letzte Bäume lagen weit hinter ihm und der Raubvogel saß ungern auf dem Boden. Vielleicht war das seine Chance. Er zog ein Stück Fleisch aus dem Rucksack und verstaute Kamera und Bilder.


    Dann erhob Andrew sich und streckte den Arm mit dem Fleisch in der Hand aus. Zögerlich kreiste der Vogel über ihm.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der Andrew viel an seine Freunde dachte, landete der Vogel urplötzlich und unvermittelt auf Andrews Arm, die Krallen spürte er trotz des schweren Mantels. Sein Arm drohte abzusacken, der Vogel war wesentlich schwerer und größer als Andrew erwartet hatte. Durch das nervöse flattern des Tieres mit seinen riesigen Schwingen hatte Andrew ordentlich mit seinem Gleichgewicht zu kämpfen. Dann beruhigte sich das Tier und starrte Andrew mit seitlich gedrehtem Kopf in die Augen. Ein Moment den Andrew nie vergessen würde.


    Euphorie stieg in Ihm auf, hatte er einen Begleiter gefunden? Einen Freund? Langsam wandte sich der Vogel dem Fleisch zu und fraß. Da Andrew das Fleisch nicht los ließ, musste er auf Andrews Arm bleiben bis er fertig war. Dann beugte sich der Vogel nach vorne und kam Andrews Gesicht gefährlich nahe, aus dieser Perspektive bekam Andrew einen Vogeschmack wie scharf der Schnabel sein musste und was für Wunden er reissen konnte. Andrew wurde unruhig.


    Dann rieb der Vogel seinen Schnabel an Andrews Schulter sauber. Dann spannte er seinen mächtigen Flügel, der Schwung der dabei entstand ließ Andrew straucheln. Dann stieß sich der Vogel ab und erhob sich in die Lüfte. Der Rückstoß reichte diesmal und Andrew verlor das Gleichgewicht. Auf dem Boden liegend, verfolgte Andrew den Vogel mit seinem Blick. Kreisend stieg der Vogel immer höher.


    Langsam machte sich Andrew auf den Rückweg nach Jakobstown und stellte zufrieden fest das der Raubvogel ihm folgte.

  • Der Tag des Abschieds war gekommen, Andrew hielt es nicht mehr aus. Er sollte für den Doc einige Erledigungen machen als Wiedergutmachung für die Rettung. Er würde die Aufträge schnell abwickeln und dann seine Freunde suchen. In aller frühe hatte er sich vom Doc die Liste mit den Aufgaben geben lassen und einen großen Beutel voller Gegenstände.


    Marcus hatte sich bereit erklärt ihn aus dem Gebirge zu begleiten, durch viele kleine Abkürzungen hatten Sie nach weniger als einer Stunde die Ausläufer des Gebirges erreicht. Andrew wurde schwer ums Herz, die Berge hatten es ihm wirklich angetan. Er würde die Ruhe und Abgeschiedenheit vermissen.


    "Marcus, ich danke dir. Ich schulde dir mehr als ich wieder gut machen kann. Ich habe zwei Dinge für dich." sprach Andrew undkramte eine kleine RNK Fahne aus seinem Rucksack und einen Brief. "Solltet ihr Schwierigkeiten da oben bekommen, sendet einen Boten nach Camp Mc Carran und überreicht diesen Brief. Man wird euch sofort zur Hilfe eilen. Ich weiß die RNK ist nicht euer bester Freund, aber Sie werden euch helfen." sprach Andrew und bildete sich ein eine Träne der Rührung in Marcus Auge zu sehen. Der gutherzige Mutant umarmte Andrew fest. Andrew hatte Angst vor Rippenbrüchen oder Erstickungstod so fest wie ihn Marcus umarmte.


    Nach einer herzlichen Verabschiedung gingen Sie getrennte Wege.


    Andrew genoss es zurück in der Wüste zu sein. Der Sand knirschte unter seinen Stiefeln und die Sonne brannte mit üblicher Stärke. Über ihm kreischte Sky, wie Andrew seinen neuen Begleiter getauft hatte. Der Vogel war mittlerweile mehr als treu und verfolgte Andrew überall hin.


    Andrews erstes Ziel war Bitter Springs, er musste einpaar Medikamente abliefern.


    Mit zügigen Schritten stapfte er los.


    >>>>Geht nach Bitter Springs >>>>>