Beiträge von Shya

    Derzeit höre ich die Buchreihe Hunter & Garcia von Chris Carter. Bin jetzt bei Buch 6 Die stille Bestie


    Hunter ist ein genialer Polizist mit Doktortitel und Held des LAPD. Zusammen mit seinem Partner Garcia, lösen sie brutalste Verbrechen. Sie arbeiten in der Abteilung Mord 1, welche für die kaltblütigsten Verbrechen zuständig sind.

    Es klingt nach nem normalen Krimi, aber due Geschichten zeichnen sich tatsächlich durch schrecklich detailreiche, blutrünstige Taten aus, die von absolut kranken Mördern mit den unterschiedlichsten psychisch verunstalteten Hintergründen, begangen werden.

    Wer sich davon nicht abschrecken will, sollte sich die Serie mal anhören. Denn meine Motivation, auch wenn mir an einerstelle fast schlecht geworden ist, sind die diversen Mindfucks. Und auch die Lösungswege der Rätsel. Wo man als Leser denkt - FU da hat sich der Autor aber in ne verzwickte Lage geschrieben, wie soller da wieder raus kommen? Und das sind Momente die ich als Leser liebe. Es sind tolle Bücher, von einem klasse Autor und Uve Teschner verleit den Büchern eine spannende Atmo mit seiner Stimme. :)

    Venom


    Ich war/bin ja nich so mega Marvel Fan (also einfach neutral eingestellt) und hab auch kein Comic gelesen. Aber der Film hat mir super gefallen und macht Bock auf mehr. Der Humor ist spitze und schwarz ;)


    Kurz und simpel der Grundbaustein: Es geht um „Alians“ die sich mit Menschen verbinden damit sie auf der Erde leben können.


    Wirklich empfehlenswert 👍

    Peaches hörte Dust aufmerksam zu und nickte dann. Gleich darauf sprang er leichtfüssig auf den Holztisch an dem Knox und Jenny sassen und blickte in die Runde. Die knapp zwanzig Leute die um ihn herum versammelt waren bluckten erwartungsvoll zu ihm auf. „Also gut.“ begann er und es wurde still im Raum. „Es wird Zeit, dass wir beenden was wir angefangen haben und den Plan in die Tat umsetzten.“ Zustimmendes Gemurmel. „Folgendes.“ Peaches sah auf Knox und hielt einen Moment inne, dann sah wieder seine Leute an. „John, Knox und ich werden uns um diesen Sender kümmern und versuchen unseren Aufenthaltsort zu verschleiern. Es bleibt uns nicht all zu viel Zeit, denn wärend wir beide hier zusammen sind, wird Foster bald stutzig. Knox soll mich nämlich töten.“ Die Menge sah sich schockiert und überrascht um. Sie suchten Knox der sich aus irgend einem Grund schuldig fühlte, als die vielen Augenpaare ihn anstarrten. Er konnte Peaches nicht ganz folgen, aber war froh darüber das er die Dinge in die Hand nahm und Anweisungen verteilte. „Sasha, wo bist du? Ah, da. Ich will das du dir Pedro und ein paar andere schnappst und dich zur Karminroten Karavane aufmachst. Ich geb euch Geld und ein Zettel mit. Sie schulden mir noch einen Gefallen.“ Sasha nickte und eine Haarsträhne fiel ihr dabei über der Schweisserbrille ins Gesicht. „Ihr lasst euch dort Packbramin und Karren, von mir aus auch ein paar Karravanenenwachen mitgeben und sucht östlich von Nord Vegas den Bunker auf von dem ich euch erzählt habe.“ Pedro stellte sich zu Sasha und sah entschlossen zu Peaches auf. „Die sollten über eure Ankunft bescheid wissen, wenn Monty seine Sache gut gemacht hat.“ er suchte seinen kleinen Bruder in der Menge. Dieser hielt Peaches‘ Sohn an der Hand und bestätigte, dass er die Leute dort informiert hatte. „Ihr holt die Waren ab und bringt sie hoch ins Waffenlager von dem Sanjes uns berichtet hatte.“ Peaches dachte nach. „Und nehmt das tragbare Funkgerät mit. Quinn wird hier die Stellung halten falls Probleme auftreten.“ „Was?“ Die schöne Quinn trat einen Schritt vor und sah hinauf. Sie stand direkt vor Knox und seine Augen verfolgten ihre Figur von der Hüfte bis hinauf zu ihren entschlossenen blauen Augen. „Ich will nicht hier bleiben. Lass mich was tun.“ sagte sie. Peaches schüttelte den Kopf. „Das ist unsere Basis, unser Rückzugsort. Du bist ausser Sasha die einzige die grössere Wunden versorgen kann. Und du kannst planen. Wenn ich nicht hier bin, sollst du alles im Auge behalten.“ Daraufhin sagte Quinn nichts mehr. Sie senkte den Kopf und ihr Blick traf den von Knox. Sie setzte sich schnell neben ihn um ihm zu entgehen. „Kirk.“ rief Peaches und ein Kerl um die vierzig mit grauem Haar machte sich bemerkbar. „Du musst dich bei der RNK einschläussen und einen Brief abgeben. Darin sollen Fosters Pläne stehen. Einerlei ob sie dem Brief glauben oder nicht, gewarnt sind sie.“ Kirk runzelte die Stirn. „Hast du nicht nen Kumpel bei der RNK? Wie hies er noch?“ „Jason Stone.“ sagte Peaches grimmig. „Vergiss den Kerl. Er hat mich reingelegt und uns überhaupt in diese Scheisse hier geritten.“ „Und sie?“ rief jemand anderes und zeigte auf Quinn. „Sie hat doch n Kontakt zu der RNK oder nicht?“ Peaches und Quinn wechselten einen Blick. „Besser wir gehen auf nummer sicher. Kirk, komm nacher in mein Arbeitszimmer, ich geb dir was mit.“ Kirk nickte einverstanden. „Was ist mit mir?“ fragte nun der stämmig Kerl der Knox‘ Bruder sein sollte. Cosmo hob die Hand. „Was kann ich tun? Es geht hier immerhin auch um unseren Bruder.“ Knox hob den Kopf. Peaches überlegte. Ihm war klar dass er Cosmo nicht davon abhalten konnte zu helfen. „Wenn du willst, geh mit Sasha. Ihr solltet ausserdem ein Transportmittel beschaffen. Irgendwas womit wir zurück zur Vault kommen...“ die Leute fingen an unruhig zu tuscheln. Peaches ignorierte sie. „Is mir egal ob ihr ein altes Auto fahrtüchtig macht oder eins von der RNK klaut, aber ich habe eine Rechnung offen mit diesem Foster und die begleiche ich persönlich. Es steht jedem frei ob er mit in die Höhle des Löwen will aber wir müssen Brian, Rene und Knox‘ Serum da rausholen.“ Wieder sah Knox hoch als sein vermeintlicher Name fiel und fragte sich was das für ein Serum war von dem Peaches da sprach. „Bereitet euch jetzt vor und sprecht euch ab. Die Ziele sind klar?“ fragend sah Peaches in die Runde. Als niemand etwas sagte stieg er vom Tisch herunter. Er winkte Dust heran und teilte Knox und ihm mit, dass sie in ein paar Stunden, als letzte die Kanalisation verlassen würden. Dann betrat er sein Schlaf- und Arbeitszimmer gefolgt von einigen Leuten die Fragen hatten oder etwas bei ihm abholen mussten. Knox hatte kaum verstanden worum es ging. Alles ging furchbar schnell. Doch Jenny unterbrach seine Gedanken. „Du hast echt mal wieder n Haarschnitt nötig.“ sagte sie heiter und betrachtete Knox‘ wuschelige Haare. Knox griff sich instinktiv an den Kopf. Er strich die langen Haare zurück und konnte sich gar nicht erinnern wie diese so lang werden konnten. Hatte er überhaupt je kurze Haare gehabt? Oder eine Frisur? Das Foto bewies es zwar aber es kam ihm mehr so vor als hätte er einen Fremden betrachtet statt sich selbst. „Komm mit.“ Jenny sprang auf und griff nach Knox‘ Hand. Sie zog ihn auf die Beine und führte ihn in den Raum in dem auch Peaches verschwunden war. Er setzte sich hinter der provisorischen Trennwand auf das Bett. Knox konnte hören wie Peaches dahinter über den Plan sprach den er vorhin erleutert hatte, wärend Jenny um ihn herum Kram zusammen suchte um ihm die Haare zu schneiden. Knox war es im Grunde egal ob er ein Vogelnest oder gar keine Haare auf dem Kopf hatte. Doch seine Schwester versuchte ihm offenbar nahe zu sein und obwohl er nichts über sie wusste, sie aber alles mögliche über ihn, lies er sie machen.

    Wärend die Schere schnibbte und Knox ihr im mannshohen schmutzigen Spiegel vor ihm zu sah betrat Quinn den Raum. Sie musste grinsen als sie Jenny sah wie sie Knox‘ helle Haare zu bendigen versuchte und dabei ohne Punkt und Komma über vergangene Tage plapperte und über Erinnerungen lachte, während Knox nur ein wehmütiges lächeln über die Lippen brachte. Sie konnte sich nicht vorstellen wie es war nichts mehr zu wissen. So wie sie es sich auch damals nicht vorstellen konnte, als sie ihn ganz nah an seinem zu Hause ausgegraben und weit weg gebracht hatte. Ihr grinsen verschwand. Sie kam näher und setzte sich neben ihn. „Na ihr zwei?“ Knox betrachtete sie über den Spiegel. „Was macht ihr schönes?“ fragte sie weil ihr nichts anderes einfiel. „Tommy sah aus wie eine Vogelscheuche.“ grinste Jenny. „Geht gar nicht.“ Knox zuckte mit den Schultern und lächelte. „Da hast du recht.“ scherze Quinn. Knox sah die auffallend schöne Frau an als sie dass sagte und glaubte rot zu werden. Wie konnte er sie nur vergessen? Er wollte mehr über sie wissen, traute sich aber nicht zu fragen „Und du? Kommst du klar?“ sie beäugte Knox von der Seite. Er nickte kaum merklich. „Denke schon. Is n bisschen viel auf einmal alles aber ich schätze ich werds überleben.“ sagte Knox und senkte den Blick. „Ist ja schneinbar nicht das erste Mal.“ er versuchte ruhig ein und aus zu atmen. Wenn er hätte wählen können, wäre er bereits irgendwo an der Oberfläche weit weg von all den fremden Leuten hier. Er hatte das Bedürfnis weg zu laufen, einen klaren Kopf zu kriegen. An einem ruhigerem Ort, wo es nicht so hektisch zu ging wie hier. Doch dieser Plan von dem Peaches gesprochen hatte, schien überaus wichtig zu sein. Quinn nickte verstehend und senkte den Blick. Dann legte sie aufmunternd eine Hand auf seine Schulter. „Wenn du etwas brauchst, sag es mir. Ich würde dir gern irgendwie helfen, ja?“ Aus anstand nickte er stumm. Er wusste nicht mal wie er sich selbst helfen sollte. „Wenn wir das Serum haben, wirst du dich wieder an alles erinnern können.“ Wieder sagte Knox nichts. Er wusste nicht was das für ein Zeug war und er wusste nicht woher es kam. Er konnte sich auch nicht vorstellen wie es funktionieren sollte. Quinn stand auf und ging wieder nach draussen. Ihr war sein Fluchtverhalten in den Sinn gekommen und sie würde ihm diese Ruhe geben. Sie wollte nicht, dass er davon lief, wie er es sonst immer tat. Auch wenn er sich daran nicht erinnern konnte.

    Man schade dass du kein Mädchen bist...“ sagte Jenny und kämmte Knox übrigen Haare. „Wieso?“ fragte er. „Dann könnt ich dich jetzt auch noch schminken und richtig hübsch machen.“ grinste sie. Knox musste ebenfalls grinsen dann schmollte er theatralisch. „Bin ich dir etwa nicht hübsch genug?“ Jenny lachte laut und schubste ihn an. „Iiii du bist mein Bruder! Natürlich bist du mega hässlich!“ „Na warte!“ rief Knox, griff hinter sich und zog Jenny über die Schulter um sie zu tode zu kitzeln. Er wusste nicht warum aber zwischen ihnen beiden schien eine seltsam vertraute Verbindung zu bestehen. Als sie kaum mehr Luft bekam und sich entschuldigend kapitullierte, hörte er auf. Ausser atem setzte sie sich auf und grinste frech. Knox tat das selbe. Danach fing sie an aufzuräumen. Knox stellte sich vor den Spiegel. Seine Haare waren nun nur noch oben etwas länger. Unten herum waren sie kurz und flauschig statt verfilzt wie zuvor. Er betrachtete ausserdem sein Gesicht. Er sah mitgenommen aus. Was zum Teufel hatte ihn so ausgezerrt? Das konnte nicht nur die Wüstensonne gewesen sein. Peaches kam um die Trennwand herum. Er sah zufrieden aus. „Die meisten sind los. Lasst uns noch was essen, dann suchen wir diesen Doc in Nord Vegas auf.“

    Also.!

    Ich zock derzeit Hitman. Ja schande über mich. Ich kannte das Spiel schon länger aber hatte es nie gespielt und ständig wieder vergessen.... jedenfalls, ich mag Sandbox spiele sehr und desshalb find ich auch Hitman echt cool. Werd ich auf jedenfall noch ne weile spielen :3

    Ich hab endlich die Wand für die Tierauffangstation soweit fertig, dass der Tag der offenen Tür starten kann. Sagt bitte nichts zu der Schrift, ich weiss dass ich da alles anders hätte machen sollen, aber die Zeit hat etwas gedrängt 😅

    Ansonsten bin ich recht zufrieden. Rechts kommt noch ein Hund... voraussichtlich ein Zwergpinscher. Und in der Box soll auch noch was, damit nicht alles so trostlos grün aussieht.


    Zufrieden mit Dusts Antwort, drehte Knox sich um, um seinen Plan durchzuführen. Sein Blick traff gerade noch Quinn, die auf ihn zu lief. Es kam ihm ein wenig vor wie ihn Zeitlupe als sie die Hand ausstreckte und etwas rief. Knox’ blitzschnelle Gedanken bezogen dies darauf, dass sie nicht wollte, dass er Peaches etwas antat. Dennoch wollte er sich grade umdrehen, als ein dumpfer Schmerz ihm die Lichter ausknippste.



    Blinzelnd öffnete er die Augen. Sein Hinterkopf schmerzte und er griff hin. Nichts ahnend setzte er sich auf. Er lag auf dem Boden. Vier Leute sassen um ihn herum. Einer unbekannter als der andere. Mit zusammen gezogenen Brauen blickte er jeden einzelnen an. Ein alter Mann, zwei etwas jüngerere Typen und eine Frau. Die Frau war schön, schwarzes langes Haar, blaue Augen. Und sie hatte geweint. Warum wohl? Er betrachtete die Gruppe. Einer der ca dreissigjährigen sah ihn neugierig und gleichzeitig irgendwie besorgt an. Der alte Kerl schien schuldbewusst. Wer waren diese Leute? Waren sie gefährlich? So schien es eigentlich nicht. Was machten sie hier? Und was noch wichtiger war, was macht er selbst hier? Er erinnerte sich an nichts. Sein Kopf wahr leer. Er wusste noch nicht mal seinen eigenen Namen. „Was zum Teufel...“ murmelte er verwirrt als ihm das klar wurde. „Wie geht es dir?“ fragte die Frau und klang dabei ängstlich. Sie alle sassen um ihn herum und blickten interessiert. „Ähm.. ich weiss nicht...“ antwortete er noch immer vollkommen verwirrt. „Mein Kopf tut weh...“ „Weisst du wie du heisst?“ fragte der junge Mann mit dem vernarbten Ohr. Er klang genau so neugierig wie er sich auch vor der Antwort fürchtete. Der Angesprochene schüttelte den Kopf. „Fuck..“ stiess jemand leise aus. „Ich bin Peaches, das ist Quinn und er heisst Pedro. Das da drüben ist John.“ Peaches wies auf jede Person mit dem Finger. „Dein Name ist Knox.“ fügte er hinzu. Knox hörte zu, aber verstand irgendwie nicht. „Naja...“ Peaches rieb sich den Nacken. „Das ist nicht dein richtiger Name, aber hier nennt man dich so.“ „Hä? Was? Ich kapiers nicht.“ verständislos sah Knox die Leute vor sich an. Quinn seufzte, dabei hörte sich ihre Stimme zittrig an. Sie vergrub kurz das Gesicht in den Händen, dann sah sie wieder auf. „Es ist genau wie damals...“ sagte sie zu den ‚Wissenden‘. „Er kann sich an nichts erinnern.. nichts... weder woher er kommt, noch an uns oder seine Familie. Geschweige denn daran was Victor vor hat.“ Knox sah sie entgeistert an. „Wo- Woher weisst du das? Kennen wir uns?“ er konnte sich nicht vorstellen warum sie seine Gedanken lesen konnte. Er versuchte sich krampfhaft an etwas zu erinnern, aber alles was ihm in den Sinn kam, war sein eigenes Alter. Quinn stand bei dieser Frage auf und wandte sich ab. Verduzt blickte Knox die anderen an. Dann schüttelte er den Kopf. „Sorry, ich weiss echt nicht warum, aber irgendwie kann ich mich wirklich an nichts erinnern.“ Er rieb sich die Stirn. „Ausser dass ich 28 bin?“ „Aber dass wir hier weg müssen, verstehst du oder?“ fragte Pedro und sah sich um. Knox nickte. „Maulwurfsratten, Raider und Co.“ Peaches nickte und stand ebenfalls auf. „Ich hätte mir gewünscht das wäre nicht nötig gewesen... aber wahrscheinlich hätte ich irgendwann auch zu dieser Massnahme gegriffen... aus Verzweiflung... zugegeben hab ich wirklich darüber nachgedacht.... aber ich bin froh war ich nicht der jenige.. es ist fast so als wäre er gestorben.“ sagte er trübsinnig zu John und meinte damit den alten Knox. Der, der gemeinsame Erinnerungen mit ihnen allem geteilt hatte. Knox verstand nicht was er damit meinte. Peaches reichte ihm die Hand. „Kannst du aufstehen?“ Knox griff danach und lies sich auf die Beine ziehen. „Lass uns gehen. Hier ist es nicht sicher.“ seine raue Stimme klang erzwungen neutral. „Ausserdem sollten sich Quinn oder Sasha dich mal ansehen. Und dann erklähren wir dir alles.“ Er blies die Wangen kurz auf und atmete erschöpft aus. Er sah traurig aus und Knox verstand nicht warum. Warum schienen alle irgendwie traurig? Hatte er sie gekannt? Und wenn ja, wie gut? War das der Grund? Weil er sich nicht an sie erinnern konnte?

    Knox kam auf keinen grünen Zweig. Er wusste nicht was er hier tat und wohin er unterwegs gewesen war oder mit wem. Er wusste nicht woher er kam und wohin er zurückkehren könnte. Aber diese Leute schienen ihm wirklich helfen zu wollen. Wesshalb er sich entschied ihnen zu folgen. Begleitet von einem leichten Schwindelgefühl.


    Er folgte der Gruppe in die Kanalisation. Es roch nach abgestandenem Wasser. Immer wieder erntete er besorgte Blicke der anderen die er nicht verstand. Er war hier doch zum ersten Mal, oder? Lag es daran? Er nahm sich vor gut aufzupassen wohin er trat.


    Im untersten Teil des Hauptquartiers, bestand Quinn darauf ihn zu untersuchen. Sie Leuchtete mit einer Lampe in seine Augen. Er musste ihrem Finger Folgen. Sie diagnostizierte, dass es sich um eine leichte Gehirnerschütterung handelte, aber nichts worüber sie sich gross Sorgen machen mussten. Viel mehr Gedanken sollten sie sich darüber machen, wie sie ihm die Situation beibringen sollten. Quinn machte sich Sorgen, dass es einfach zu viel sein könnte. Knox blieb verwirrt sitzen und sagte vorerst nichts. Diese Leute verhielten sich seltsam. Als würden sie ihn kennen. Und das, obwohl er sich sicher war sie noch nie im Leben gesehen zu haben. Die Leute um ihn herum, es waren nun an die zehn, redeten wild durcheinander, blickten immer wieder zu Knox, ohne sich ihm zuzuwenden. Peaches hatte unterdessen den Pipboy von irgendwo hervorgenommen und ihn sich am Arm montiert. Schweigend und mit konzentriertem Gesicht versuchte er etwas zu begreifen. Bis er Sasha hinzuzog und mit ihr zu diskutieren begann. Während Knox da sass und nicht wusste was vor sich ging, entdeckte er plötzlich ein Mädchen in der Menge. Ein grosser stämmiger Kerl, beugte sich zu ihr und sagte etwas. Sie nickte ohne Knox aus den Augen zu lassen. Dann kam sie auf ihn zu. „Hi.“ sagte sie und setzte sich neben ihm auf die Bank. „Hay.“ erwiderte er. Ihr Gesicht sagte ihm rein gar nichts. Die braunen Haare, waren zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen gebunden. Ihre Augen blickten ihn treu an. Dann grinste sie frech und streckte ihm ruckartig die Hand hin. Knox betrachtete sie erst erstaunt, dann griff er danach. Sie war die einzige in dem Gemenge, die ihm richtige Aufmerksamkeit schenkte. Die Leute um sie herum hatten wichtigere Dinge zu besprechen und zu Planen und Knox blendete sie desalb für den Moment aus. Er konzentrierte sich auf das Mädchen die so fröhlich lächelte, dass man glauben konnte, die Sonne wärde hier unter der Erde scheinen. „Mein Name ist Jenny.“ sagte sie. „Ich bin deine Schwester.“ „Du machst Witze.“ erwiderte Knox und blickte sie skeptisch an. Ihr Lächeln wollte sich nun verflüchtigen, doch sie zwang sich es aufrecht zu halten. Jenny schüttelte den Kopf. Aus der Hosentasche holte sie ein gefaltetes Stück Papier und reichte es Knox. Zögerlich nahm er es und klappte die Ecken auf. Er betrachtete ein Foto. Darauf waren zwei breitgebaute Kerle. Einer davon stand nur wenige Meter von ihm entfernt. Vor den Beiden stand ein jüngerer Mann und unverkennbar das Mädchen neben ihm. Sie Zeigte auf den Jüngling. „Das bist du.“ ihr Finger rutschte weiter. „Ich, Cosmo, Brian.“ Wieder sah sie ihn an und Hoffnung schimmerte in ihren Augen. Knox konnte nichts damit anfangen. Er hatte diese Leute noch nie gesehen. Wie konnten sie seine Geschwister sein? Andererseits konnte er sich auch nicht an seine Eltern erinnern. Und Eltern hatte nunmal wirklich jeder Mensch. Sagte Jenny die Wahrheit? „Knox.“ Peaches trat zu ihnen. Knox sah ihm an, dass er etwas anderes sagen wollte, doch er fragte erst: „Gehts dir gut soweit?“ Knox nickte und zuckte gleichzeitig die Achseln. „Denk schon.“ Peaches wies auf den Pipboy an seinem linken Arm. „Da kam ne Nachricht von Sanjes.“ Knox versuchte ihm zu folgen. „Wer ist Sanjes?“ Peaches‘ Gesicht wurde für eine Millisekunde von Leid überschwämmt. „Sie.. Eine Undercover Ärztin.“ „Aha?“ gab Knox zurück und wollte erstmal weiter hören bevor er noch mehr Fragen stellte. „Sie schreibt, dass wir gar nicht beschattet werden. Das war ein Trick.“ „Beschattet? Von wem? Warum?“ Peaches seufzte einen Fluch. „... Ich erklährs dir später. Und deinem Freund da auch.“ er wies auf Dust und winkte ihn gleichzeitig herbei. „Freund? Zum Teufel, ich hab keinen Schimmer wer ihr alle seit. Klährt mich endlich mal einer auf?“ Knox klang nicht wütend, doch das er nun laut ausgesprochen hatte was alle wussten aber nicht wirklich wahrhaben wollten, tat einigen der Umstehenden wohl weh. Sie senkten den Blick, atmeten bedrückt aus oder schauten ihn betrübt und erschrocken an. „Du wurdest Bewusstlos und hast dein Gesächtnis verloren.“ sagte nun Cosmo und kam auf Knox und die Umstehenden zu. „Und das passiert jedes Mal. Das letzte Mal vor acht Jahren. Eine chemische Reaktion in deinem Gehirn ist dafür verantwortlich. Irgendwie löscht es jede deiner persönlichen Erinnerungen aus. Du weisst wie die Welt um dich herum funktioniert, aber deinen Namen, Herkunft, Job, Freunde, Familie... weg.“ Unbewusst griff Knox sich an den Kopf. Er hatte plötzlich so viele Fragen, dass er nicht wusste mit welcher er beginnen sollte. „Wir erklähren dir später was passiert ist.“ mischte Peaches sich ein. „Sanjes‘ Nachricht ist jetzt Wichtiger.“ er hob den Arm kurz. „Sie sagt, uns wurde ein Sender eingepflanzt. So kann Victor kontrollieren wo wir sind. Aber er weiss nicht was wir tun, so wie wir befürchtet haben. Diese Erkenntnis ändert alles. Ich habe einen Plan.“ Peaches betrachtete seine Leute Knox und Dust. „Aber erst müssen wir jemanden finden, der diesen Sender aus uns entfernt. Sie sagte, er befinde sich irgendwo unter der Haut. Hat jemand eine Idee?“

    Der Morgen brach an und Seth wurde von brennenden Schmerzen geweckt. Er konnte sich kaum bewegen als er die Augen aufschlug. Stöhnend setzte er sich auf und verzerrte dabei das Gesicht. Er zog sich das Shirt über, kramte nach ein paar Kronkorken, er musste dringend wieder einmal nachrechnen, und verlies das Zimmer ohne die Waffe und den Rucksack mitzunehmen. Mit dem Schlüssel, an dem ein kleiner Baseball mit der Nummer 4, baumelte, schloss er die Zimmertür ab. Für einen kurzen Ausflug auf den Markt von Diamond City, würde die Zeit schon noch reichen die er für das Zimmer bezahlt hatte.

    Die Bar war sogut wie leer. Vadim prüfte die Bestandteile und putze die Möbel. Er grüsste Seth kurz, ehe dieser die Bar durch einen Gang verlassen wollte. Im Gang blieb er stehen und schritt noch einmal zurück zu dem schwarzen Brett an dem diverse Schriftstücke und Flyer festgepinnt waren. Seth griff nach einem Zettel und las nachdenklich. Dann riss er ihn mit einem Ruck ab und steckte ihn ein.

    Auf dem Markt tummelten sich geschäfftige Leute. Seth hollte sich bei einem Arzt die medizinischen Vorräte und einige Nahrungsmittel bei einer Frau mit rauer Stimme und fast schon männlicher Ausstrahlung. Als er glaubte alles zu haben, schritt er zurück zum Dugout Inn. Er würde die Kronkorken zählen, ehe er Mel und Nick aufweckte, sollten diese in der Zwischenzeit nicht schon auf den Beinen sein.


    Mel lag immernoch so da wie sie eingeschlafen war. Mit einem flauen Gefühl im Magen und Kopfschmerzen drehte sie sich um und starrte an die Decke. Um sich von der Übelkeit abzulenken zählte sie die Risse. Nach einer Weile, setzte sie sich auf. Sie wusste, das einzige was gegen den Kater half, etwas zu Essen ist. Auch wenn es ihr fast den Magen umdrehte wenn sie daran dachte.

    Mel stand auf, nahm alles mit was sie bei sich gehabt hatte und verliess das Zimmer. Sie wusste wo sie war aber nicht mehr was alles passiert war am Abend zuvor. In welchem Zimmer war Seth? Wenn sie die Übelkeit und den Brand bekämpfen wollte, brauchte sie Geld. Erschöpft trat sie in die Bar. Die Besitzer waren dabei sich zu unterhalten. Sie sahen beide zu Mel als sie aus dem gang trat und sich umsah. Sie lächelte als die Beiden ihr Gespräch unterbrachen und unbeirrt weiter arbeiteten. Sie setzte sich an die Bar und Vadim trat hinter den Tresen. Er lächelte freundlich. „Ausgeschlafen?“ fragte er. Mel zuckte mit den Schultern. „Ich brauch was zu essen.“ sagte sie und lächelte schwach. Der Barkeeper wies zur Tür. „Hol dir was am Nudelstand. Die sind wirklich gut.“ er hatte ebenfalls einen russischen Akzent und schien mit dem anderen Kerl verwandt. Zumindest hatten sie die selbe grosse Nase. Mel sah zu den Zimmern. Sie musste auf Seth warten. Ohne Moos nix los.


    Seth zählte aufmerksam die Kronkorken. Als er den letzten in den Sack zurück gesteckt hatte, atmete er tief ein und aus. Er hatte es zwar schon oft gedacht, aber langsam aber sicher wurde die Zeit wirklich knapp. Die knapp tausend Kronkorken von McCready, diesem Verräter - für die Raider-Sache würde er noch büsen - hatten den Vorrat mächtig aufgestockt. Wenn sie diesen Markus gefunden hatten und bezahlt wurden wie es ausgemacht war, hatten sie es fast geschafft. Doch zu erst mussten sie den Säufer erwischen.

    Draussen hörte er eine Tür und er nahm alle seine Sachen. Er verlies das Zimmer und traff auf Nick der die Tür abschloss. Er begrüsste Seth freundlich. Hatte er doch dunkle Augenringe und einen müden Blick. Seth nickte ihm zu ohne auf den gestrigen Abend zu sprechen zu kommen. Sie betraten die Bar und gesellten sich zu Melissa. Auch sie sagte nichts zu gestern, sondern rieb sich nur den Magen. „Seth, gibst du mir etwas Geld. Ich brauch was Essbares.“ jammerte sie. Etwas essen war eine gute Idee. Weswegen sie die Bar verliessen und sich den Bauch mit den berühmten Nudeln vollschlugen. Mel ass zaghaft. Wartete darauf, dass das Essen im Magen seine Wirkung tat und das eklige Gefühl vertrieb. „Habt ihr gestern diesen Markus in der Bar gesehen?“ fragte Seth und schon die leere Schale bei Seite. Nick und Mel verneinten. Seth nickte nachdenklich. „Dann fragen wir den Bürgermeister.“ Mel kaute und sprach gleichzeitig. „Der kennt bestimmt jeden hier in der Stadt mit Namen, Adresse und Sternzeichen.“ Seth ignorierte den sarkastischen Tonfall. „Er kann uns Zugang zu der Liste mit den Anwohnern und Besuchern verschaffen.“ „Aaah.“ Mel begriff und hob verstehend den Kopf. Dann schob sie sich mehr Nudeln in den Mund. „Wir brauchen nur einen guten Grund, damit er sie rausrückt.“ spann er den Gedanken weiter. „Vielleicht kann ich da helfen.“ wandte Nick ein. „Wahrscheinlich ist es ohnehin besser wenn da nicht gleich drei bis an die Zähne bewaffnete Leute anklopfen.“ Nick grinste.


    Während Nick sich um die Namensliste kümmerte, verband Mel Seth damit Kleidung und Ausrüstung nicht mehr so scheuerten. „Willst du nicht ein bisschen fester zu ziehen?“ fragte Rudy der zusah wie die Mullrolle immer mehr schrumpfte, während Mel sie um Seths Peitschenhiebe schlang. Mel lächelte als sie das tat. Sie freute sich, dass sie Seth helfen konnte. Und gleichzeitig machte es Spass die Rolle um ihn herum zu wickeln. Das Ende schob sie irgendwo dazwischen. Nachdem Seth sich erneut angezogen hatte, warteten sie, auf einer Bank sitzend, auf Nick. Mel faltete ein Papierhütchen aus der Zeitung die dort lag um die Langeweile zu vertreiben. Seth blieb schweigsam. Er dachte über die Kronkorken nach die noch fehlten. Und über Markus. Wenn er hier nicht zu finden war, wollte er nach Goodnabor. Dort würden sie wenigstens McCready finden. Und dann musste Seth einmal so richtig seine Wut an ihm auslassen.

    >> Commonwealth >>


    Mel warte mal.“ hielt Seth die ex-Gunnerin auf. Sie drehte sich zu ihm um und trat beinahe hüpfend näher. Sie hielt die Hände hinter dem Rücken und lächelte. „Was ist?“ fragte sie und Seth legte den Rucksack ab. Ihm war egal, dass er die Ausrüstung, ausser Mels Waffe trug und auch erwartete oder verlangte er keine Hilfe trotz der Verletzungen. Aber jetzt musste er eine Pause einlegen. Sie waren den ganzen Tag gewandert. Mel schien noch immer voller Energie, wie immer, wenn sie das Devril nicht nahm. Sie legte den Kopf schief als Seth inne hielt und dann ein paar Kronkorken aus dem Rucksack zog. Erneut warf er ihn sich über die Schulter. Dabei kniff er für einige Sekunden die Augen zu, als er auf seinem Rücken aufschlug wie eine Atombombe auf eine Stadt.

    Aua.“ bemerkte Rudy und klang dabei teuflisch. „Ins Dugout Inn.“ sagte Seth bemüht, die Zähne nicht weiter aufeinander zu pressen. Mels Gesichtsausdruck hellte sich noch mehr auf und sie schritt voraus. „Alles okay?“ fragte der einzige in der Gruppe, der genug Einfühlungsvermögen hatte um Seths Gesichtsausdruck zu deuten. Seth nickte nur und eilte Mel hinter her.


    Um diese Tageszeit, war die Bar gut besucht. Mel steuerte den Tresen und die Barhocker an, doch Seth holte sie schnell ein und fasste sie an der Schulter. „Ich miete hier Zimmer.“ brummte er und hob die Kronkorken leicht an. Mel lies sofort Arme und Schultern hängen, legte den Kopf in den Nacken und sah quängelnd zu Seth auf. „Oh manno... ich bin aber noch gar nicht müde.“ Sie richtete sich auf und strahlte. „Komm! Lass uns was trinken!“ Seth rollte mit den Augen und trat an ihr vorbei. Da er darauf keine Antwort gegeben hatte, blickte sie ihm kurz nach und richtete ihre grossen grünen Augen auf Nick der hinter Seth gestanden hatte. „Los! Trinken wir was!“ sagte sie aufgeregt, griff mit beiden Händen Nicks Oberarm und zog ihn mit zur Bar.

    Seth mietete drei Zimmer bei einem Mann mit russischem Akzent. Er zeigte auf Mel und Nick an der Bar, damit der Co-Manager des Etablissement wusste für wen die anderen beiden Zimmer waren. Dieser nickte einverstanden und kassierte das Geld für eine Nacht ein. Ehe Seth sich auf sein Zimmer begab, ging er zu Mel und Nick. „Ich leg mich hin.“ informierte er. „Spassbremse!“ bemerkte Mel neckisch und knuffte Seth in den Oberarm. Er setzte ein humorloses Lächen auf und sah dann zu Nick. Dessen Mundwinkel ebenfalls nach oben zuckten, die Augen aber eher etwas wie Mitleid ausdrückten. Dieser Blick wich kurz zu Mel, dann wieder zu Seth. Er wusste was Nick dachte, erwiederte jedoch nichts. Für Seth war es normal, dass es Mel manchmal etwas an Empathie fehlte, aber daran hatte er sich gewohnt. Seine Aufgabe war es sie zu beschützen. Und Geld aufzutreiben. Weshalb er nur mit widerwillen die restlichen Kronkorken in dem kleinen Beutel an Mel weiter reichte. Sie freute sich sichtlich. Seth sagte nichts weiter dazu und begab sich auf das Zimmer. Er hatte die Nummer 4.

    Austin hatte ganze Arbeit geleistet. Alle Nähte hatten die Reise überlebt. Doch schmerze es höllisch als er sich das Schirt über den Kopf zog, welches an ihm klebte wie Gummi auf heissem Asphalt. Er kam zwar nicht an den Rücken heran, aber wenigstens konnte er die Salbe des Docs auf Bauch und Brust anwenden, nachdem er sich mit etwas Wasser und einem Fetzen Stoff vorsichtig gewaschen hatte. Er musste sich morgen einen langen Verband besorgen, um ihn um den Oberkörper zu wickeln. Das würde das kleben und scheuern verringern. Wegen dem fast schon eiligen Aufbruch, hatte der Arzt vermutlich nicht mehr daran gedacht. Und auch Seth hatte erst währen der Wanderun gespürt was vergessen gegangen war.

    Müde legte er sich in das Bett und hoffte dass Mel es nicht übertrieb. Trotz dem Lärm der Bar, der dumpf durch die Zimmertür drang, schlief Seth schnell ein.


    Mel hob ihr Glass an Nicks und strahlte ihn an. Sie liebte es auf den Putz zu hauen. Im Beutel waren noch etwa Sechzig Kronkorken. Das würde schon eine Weile reichen.

    Zufrieden blickte sie sich in der Bar um und hielt Ausschau nach diesem Markus. Es war laut und machte es fast unmöglich ein normales Gespräch zu führen. Während Mel Leute beobachtete, mit Nick anstiess und der Sack immer leerer wurde, legte sich ein benebelnder Schleier auf Mels Welt. Mit trübem Blick lächelte sie jeden an der an ihr vorbei ging. Die Personen und der Raum waberten hin und her, doch sie fühlte sich gut. Nick tippte sie an und beugte sich zu ihr. Sie konnte nicht beurteilen ob er genauso betrunken war wie sie. Auch nicht als er grinsend eine Frage stellte. „Hast du da vorhin,“ er hickste. „Auf dem Weg hier her...mit der Katze geredet?“ Mel beugte sich ebenfalls vor um zu hören was er laut neben ihrem Ohr sagte. Breit grinsend sah sie Nick an. Dann nickte sie übertrieben. „Jaa.“ Nick lachte und fragte weiter: „und was hat sie gesagt?“ Mel wusste das nicht mehr, dachte aber trozdem nach. Sie fixierte wieder Nicks Augen und schütelte den Kopf. „Ich weiss nicht mehr.“ dan lachte sie. „Aber bestimmt was gemeines.“ sie hob den Finger und versuchte ernst und gemein auszusehen, prustete aber sofort wieder los und Nick stimmte ein.

    Als der Sack leer, und kein einziger Drink mehr rauszuholen war, stämmte Mel sich hoch und Nick tat es ihr gleich. „Wo müssen wir hin?“ fragte sie lallend und torkelte auf der Stelle. Nick hob grinsend den Finger und zeigte auf Yefim, da Seth vor einigen Stunden dort verschwunden war. Mel drehte sich mühsam in diese Richtung und taumelte gegen Nick. Er hielt sie während sie sich an ihn festklammerte. Mel lachte angestrengt. „Mann, ich bin so.. müde.“ sagte sie vorsichtig und richtete sich wieder auf. Dann wagte sie einen Schritt vorwärts und schritt dann etwas wacklig auf die Zimmer zu. Yefim Bobrov hielt sie auf. „Hier sind eure Schlüssel.“ sagte er und hob die beiden Schlüssel hoch. An jedem hing ein Anhänger auf den provisorisch eine Zahl geschrieben wurde. Mels Schlüsselanhänger war eine Nuka Cola Flasche auf der eine 1 stand. Auf Nicks Anhänger stand eine 3 und war geformt wie ein kleines Auto. Mel hob den Schlüsselanhänger dicht vor die Augen und versuchte die Zahl zu begreifen. Yefim half ihr. Er hatte die Arme verschränkt und klang müde, traurig, genervt... irgendwas in diese Richtung. Mel musste bei seinem lustigen Akzent kichern. Schliesslich trat sie in den Gang und öffnete die Tür auf der eine grosse 1 aufgemalt war. Nick folgte dem Flur und hielt bei der 3. Sie winkten sich kurz zu, ehe jeder sein Zimmer betrat und die Tür hinter sich schloss. Mel zog nichts aus, sondern liess sich einfach vornüber auf das Bett fallen. Die Arme ausgestreckt. Selbst das Schwindelgefühl konnte sie nicht davon abhaltem sofort einzuschlafen.

    >>> Sanctuary Hills >>>


    Mel lief ihren beiden, nein drei Gefährten voraus. Ihre Laune war beschwingt und unbeschwert. Sie schmiedete noch keine Pläne, wie sie ihren Auftrag erledigen sollten und hatte auch schon wieder beinahe vergessen wie schmerzhaft die Reise für Seth war. Und solange sie ihn nicht ansah, würde sie sich auch nicht so schnell erinnern. „Weisst du eigentlich, dass du eine echt miese Freundin bist?“ fragte Rudy der ihr auf Schritt und Tritt folgte. Seine tiefe Stimme brachte Mel zum grinsen. „Was meinst du?“ Ah vergiss es.“ der Kater klang genervt. „Wenn du nicht selbst drauf kommst, scher dich zum Teufel.“ Das weiss-rote Tier bog nach rechts ab und verschwand. Vielleicht hatte er etwas gehört oder gesehen. Mel dachte nicht weiter darüber nach und stolzierte fröhlich summend weiter.

    Hinter ihr gingen Nick und Seth nebeneinander her. Das neue Shirt scheuerte auf den genähten Wunden. Aber das hätte wohl jedes Shirt getan. Auch der Rucksack und die Waffe drückten unbequem und ihm stand der Schweiss auf der Stirn. Diese unannehmlichkeiten ignorierend, er musste sich eben ein wenig zusammenreissen bis sie ihn Diamond City ankamen, holte er die Schachtel Devril aus der Tasche und betrachtete geistesabwesend die Schrift darauf. Er rang mit sich. Mel ging es ohne das Zeug definitiv besser. Aber sie war auch unvorsichtiger. Und im Moment war Seth ihr keine grosse Hilfe. Gut das dieser Nick sie begleitete. Dieser sah sich in der Gegend um und achtete auf Gefahren. Bald aber fiel sein Blick auf die Schachtel in Seths Händen und zu seinem erstaunen fragte er: „Sind das nicht Mels Beruhigungsmittel?“ Seth hob den Kopf und betrachtete den Mann. Er studierte seinen ehrlich fragenden Gesichtsausdruck. „Wie kommst du darauf?“ fragte Seth zurück. „Eine solche Schachtel hatte sie vor wenigen Tagen in einem Feuer entledigt.“ Seth hob die Brauen und sah dann wieder nach vorn zu Mel. Er dachte darüber nach weshalb sie behauptete dass es sich bei ihrem... ja was waren das eigentlich? Psychopharmaka? Warum hatte sie erzählt, dass es sich um Beruhigungsmittel handelte? Schämte sie sich? Wusste sie, von ihrem Problem? Wenn ja, hatte sie nie den Eindruck vermittelt. Seth sah zurück zu Nick und steckte die Schachtel wieder weg. „Ja.“ er nickte schulterzuckend. „Ist eigentlich gar nicht so weit daneben.“ bestätigte er. „Nur wer steht schon auf Medikamente.“ fragte Seth retorisch. Wenn Mel nicht von sich aus erzählte was es damit auf sich hatte, würde er ihr nicht zuvorkommen.


    Abends kamen sie in Diamond City an. Melissa freute sich schon auf ihren Freund, den Wachmann. Sie war gespannt, ob due fünfzig Kronkorken die es sie letztes Mal gekostet hatte noch vorhielten. Seth hingegen war völlig fertig. Das Gepäck, der Marsch, die Sonne Tagsüber, der Schmerz, noch mehr Schmerz als der Schweiss in seine Wunden drang und die Anstrengung dabei einen neutralen Gesichtsausdruck beizubehalten, hatten ihn geschafft. Ehe sie hier in der City irgendjemandem nachgehen konnten, musste er sich dringend hinlegen.

    Das grosse Tor stand offen. Eine Wache stand unten an der Treppe und wies sie nach rechts zu der Theke hinter der ein weiterer Mann stand. Er lehnte, den Kopf in die Hand gestütz, ein gelangweilter Gesichtsausdruck, auf dem Tresen und kritzelte mit der anderen Hand auf dem spliternden Holz herum. Vielleicht kratzte er Initialen hinein. Oder Karikaturen seines Bosses mit einem Messer im Schädel. Vielleicht auch nur ein simples ‚Joe was here‘ oder wie auch immer der Kerl auch hiess. Grinsend kam Mel auf ihn zu. Überschwänglich legte sie die beiden unterarme auf das dunkle Holz des Empfangstresens, so dass die Fingerspitzen ihrer beiden Hände, sich gerade so berührten. Der junge Mann sah auf und stellte sich gerade hin. Es handelte sich nicht um den Bestochenen von letztem Mal. Dieser hier schien kaum Zwanzig und hatte in seiner Vorstellung eindeutig besseres zu tun. „Name?“ fragte der Junge dessen blonde Bartstoppeln unregelmässige Flecken auf seinem Gesicht ziehrten. Ein kläglicher versuch sich einen Bart wachsen zu lassen. Das brachte Mel zum kichern. Nick und Seth traten ebenfalls hinter sie und der Junge hob fragend die linke Braue. Mel zeigte auf sich selbst und dann nacheinander auf Seth und Nick. „Lucy, Thomas und Phil.“ Mel beugte sich herab, so dass sie hinter der hohen Theke verschwand. Neugierig und verwirrt lehnte der Frischling sich vor. Nur eine Sekunde später setzte Mel den Kater auf den Tresen. „Pfoten weg!“ „Und John.“ Mel grinste. Der Junge kniff die Augen zusammen und musterte die Leute vor ihm. „Wer nennt denn eine Katze John?“ fragte er. Sein Tonfall war so abgebrüht und schwerfällig, dass Mel sich ein Lachen nicht verkneifen konnte. Die Wache sah Mel ahnungslos an, dann ihre Begleiter, zuckte mit den Schultern und notierte die Namen. „Viel spass.“ sagte er müde als hätte er gerade Tickets für ein Karussell verkauft. Das einemillionste Ticket.

    Mel ging wie immer voraus. Hinter ihr wandte Nick sich an Seth. „Warum hat sie ihm falsche Namen genannt?“ fragte flüsternd. Seth antwortete: „Ich hab keinen Dunst.“ Denn er wusste es wirklich nicht.


    >>>Diamond City >>>

    Knox fühlte sich etwas unwohl bei den Kings wenn er daran dachte wie die letzte Begegnung mit ihnen ausgegangen war. Doch er wollte nichts sagen und Dust womöglich noch mit seinen Geschichten vollends vergraulen. Wenn er dies nicht schon mit dieser unmöglichen Victor Story getan hatte. Aber er brauchte seine Hilfe. Alleine hatte er keine Chance. Und mit etwas Glück und Einfühlungsvermögen, würde er Quinn auch noch auf seine Seite ziehen. Sie hatte ihm steht zu Seite gestanden. Auch wenn er Mist gebaut hatte. Darüber war Knox sehr dankbar, auch wenn er es nie laut zugab.

    Knox trank den Whisky der seinen leeren Magen übernahm und ihn etwas benebelte. Er dachte darüber nach, ob sie vielleicht bei Quinn unterkommen konnten, statt sich hier in Freeside etwas zu mieten oder sich zu verstecken um die Nacht zu überleben. Aus einem ermüdenden Grund jedoch, sagte Knox nichts dergleichen. Es fühlte sich an als wäre Sprechen das anstrengendste auf der Welt. Es würde sich schon etwas ergeben.

    Energielos setzte Knox sich auf. Es wurde Zeit zu gehen. Er legte die Handflächen auf den Tisch und stütze sich daran ab während er aufstand. Doch er und Dust kamen nicht Weit. Ein Kerl hatte die beiden entdeckt und war auf ihren Tisch zugesteuert. Ein grimmiger Gesichtsausdruck verkündete, dass er aus irgend einem Grund nicht erfreut über ihre Anwesenheit war. Als Knox ihn erkannte, bemerkte er das er wegen seiner Anwesenheit nicht glücklich war. Wie es der Zufall so wollte, der Typ wohnte hier aber nennen wir es trotzdem Zufall, stand vor Knox der missmutige Freund von Jill. Eine Zigarette klemmte zwischen seinen Lippen und wie man es kannte, troffen die Haare beinahe vor lauter Gel. Der King nahm den Glimmstängel zwischen die Finger und spuckte aus. "Du hast ja Nerven." bemerkte er und funkelte Knox finster an. Dieser hatte keine Lust auf eine Konfrontation mit diesem höchst aggressiven Typ. Da er kaum gegessen hatte, fehlte ihm auch die Energie dazu. Müde sah er zu dem King auf und hob beschwichtigend die Hände. "He Mann, ich will keinen Ärger okay?" "Das entscheide immer noch ich, du Pisser." Der King spuckte das letzte Wort förmlich und Knox wischte sich mit der Handfläche übers Gesicht. Er warf einen flüchtigen Blick auf Dust, der die Bedrohung zu spüren schien. "Wir gehen jetzt einfach, alles klar?" sagte Knox ruhig und wollte um den Kerl herum gehen doch dieser Schubste ihn grob zurück. "Du glaubst doch nich, dass du hier ohne Abreibung wieder raus kommst." Seufzend betrachtete Knox ihn. Ihm lag etwas unvorteilhaftes auf der Zunge was er sich nicht verkneifen konnte. "Du bist ganz schön nachtragend." "tja." Der King grinste kurz überlegen, dann verfinsterte sich seine Mine. "Hättest du mal nicht meine Schnalle gefickt." Knox runzelte verständnislos die Stirn. "Seit wann dass denn?" "stell dich nicht dümmer als du bist." gab der King zurück und schnippte mit den Fingern. Sein Kumpel, den Knox auch schonmal gesehen hatte und ein weiterer dieser King-Klone tauchten auf. "Ich sagte, wenn du sie noch mal anfasst, bist du tot." Die Stimme des Kings war bedrohlich und er sprach durch zusammengebissene Zähne. Knox trat einen halben Schritt zurück. "Äh..." fing er an, unfähig den Worten dieses Irren zu folgen. "Ich weiss ja nicht was sie dir erzählt hat, aber ich wars sicher nicht." Ein weiteres Mal sah er zu Dust und versuchte ihm unmerklich ein Zeichen zu geben, los zu laufen. Hier im Reich der Kings war es äusserst unklug sich mit auch nur einem von ihnen anzulegen. Das würde keiner der hier Ansässigen tolerieren. Erneut spuckte der King aus und warf den Zigarettenstummel hinterher. Er trat bedrohlich näher. "Willst du etwa sagen dass ich lüge?" Als Knox diesmal zurücktreten wollte, stiess er gegen den Runden Tisch und eins der leeren Gläser stürzte zu Boden. Die Blicke der King Anhänger hefteten sich alle auf das zerspringende Whiskyglas und trotz Müdigkeit, konnte Knox diese Chance nutzen um "Lauf!" zu schreien und seinen Feind mit beiden Händen zur Seite zu stossen. Er rannte mit Dust, der Knox' Empfehlung folge leistete auf den Ausgang zu, ehe einer der Kings recht begriffen was passiert war. Auf Befehl hin, verfolgten die zwei Freunde des Betrogenen die Flüchtenden, während dieser wieder auf die Beine kam. Knox stiess mit Wucht die Tür auf und rannte ins Freie. Dust dicht auf den Fersen. Schnell sah Knox sich um und entschied sich aus Freeside raus zu rennen, satt Richtung Strip. Vor dem Ausgang bog er in eine Gasse ab um die Kings daran zu hindern auf sie zu schiessen und bahnte sich einen Weg durch die Trümmer. Als sie nahe dem Tor wieder auf die Strasse traten, hatte die Verfolger ihre spur verloren.

    Noch ausser Atem, verzichtetet Knox darauf sich weiter in Freesie aufzuhalten und sich bei seiner besten Freundin auszuruhen und zu stärken. Dust stimmte dem zu. Und obwohl Knox das Gefühl hatte, dass er sich für diese Strapazen entschuldigen musste, tat er es nicht. Zu Peinlich. Deshalb versprach er Dust, gutes Essen und einen sicheren Schlafplatz bei Quinn.



    Bei Quinns Haus angelangt, steigerte sich Knox' Vorfreude immer weiter. Er Freute sich auf ihren Gesichtsausdruck wenn er ihr das Geld zeigte. Er nickte Dust zu und öffnete die unverschlossene Tür. Slayter sass auf dem Sofa und zündete sich gerade eine lange selbstgedrehte an. Aufmerksam sah er zu Knox und seinem Begleiter. Fröhlich wie Knox ihn kannte, begrüsste sein ehemaliges Gangmitglied die beiden. Knox warf all die schwere Ausrüstung ab und schmiss sich neben Slayter auf die Couch. Dieser reichte ihm wie selbstverständlich den Joint. "Probier mal." sagte Slayter und lehnte sich zurück. "Das hat so ein Händler ausm Westen mitgebracht." Knox nahm einen Zug und bot John an es sich bequem zu machen. Die Hütte sah noch immer ramponiert aus, nach dem Angriff der Legion. Aber es blieb bewohnbar. Nicht mehr ganz so sauber wie zuvor, aber wen kümmerte das. "Wo ist Quinn?" fragte Knox und gab ihm die Tüte zurück. Er stand auf und öffnete den Kühlschrank. Er starrte eine Weile hinein, während er auf Slayters Antwort wartete, drückte den Rücken durch und holte schliesslich drei Bier und die allzeit beliebte Dosennahrung heraus. "Irgendwo." antwortete Slay, hielt den Joint hoch und blickte Dust fragend an. Dieser hatte sich in den Sessel gesetzt, lehnte sich vor und nahm ihn nickend entgegen. Knox brachte das Essen und die Getränke zum Couchtisch und forderte Dust auf, zuzugreifen. "Willst du ihr wieder Meds klauen?" fragte Slayter. Dabei klang er in keinster Weise vorwurfsvoll. "Das war mein Zeug." protestierte Knox während er die Dose auslöffelte. "Ausserdem," sagte er mit vollem Mund. "bekommt sie alles wieder zurück." Knox schluckte und blickte fragend zu seinem Freund. "Weisst du wann sie zurück ist." "Nö." war die Antwort. Mit dem Löffel zeigte Knox auf ihn. "Du musst gleich mal Platz machen." "Wieso?" Kauend antwortete Knox. "Weil wir Schlaf nachholen müssen. Und ich will die Couch." "Achso." Slaxter schien erleichtert. "Ja von mir aus." Er bekam den nun schon halb abgebrannten Joint zurück und rauchte. Dann reichte er ihn an Knox, der sein Mahl beendet hatte und sich ein Bier öffnete. "Was gibt's sonst so neues?" Slayter zuckte mit den Schultern. "Nichts... ausser das dieser Ranger hier war." Aufmerksam wandte Knox sich seinem gleichaltrigen Freund zu. "Phil? Warum?" "Keine Ahnung. Sie haben irgendwas besprochen und dann ist er wieder gegangen." Zu satt, müde und zugedröhnt um sich darüber aufzuregen, dass Slay nicht besser lauschen konnte, liess er sich in das Sofa zurückfallen und seufzte. Ein letztes Mal machte die benebelnde Droge die runde, dann überlies Knox John das Bett im Nebenraum und mache es sich auf seinem Sofa bequem. Slayter blieb noch eine Weile, genoss den Rausch und verschwand später um was auch immer zu machen. Knox war das egal. Es dauerte keine Minute, dann fiel er in einen tiefen traumlosen Schlaf.


    Er wurde geweckt, als Quinn neben ihm den Tisch aufräumte. die leeren Flaschen klirrten, der überfüllte Aschenbecher wurde geleert. Und schliesslich nahm er auch die Stimmen wahr. John war bereits wach und hatte sich mit Quinn unterhalten. Da Knox ein wahrer Meister darin war, im überall ungestört Schlafen, bemerkte er das erst jetzt. Quinn hatte dies gewusst und sich absichtlich nicht leise verhalten. Doch ihr Gesichtsausdruck erschien Knox fremdartig. War sie besorgt? Traurig? Knox setzte sich auf und streckte sich. Das würde er gleich ändern und grinste bei diesem Gedanken. Er gähnte ausladend unk kratzte sich im Nacken ehe er die beiden gut gelaunt begrüsste. Quinn sah ihn kurz an und lächelte müde. Ausgeruht und voller Tatendrang stand Knox auf. "Quinn! Ich hab was mitgebracht." Sie hielt mit zwei leeren Dosen in den Händen inne und blickte auf. Knox schritt zu seinem Zeug, welches sich seit er es dort auf den Boden fallen lassen nicht bewegt hatte und hob den Behälter mit dem Geld auf. Stolz reichte er ihn ihr. Sie stellte die Sachen ab und blickte hinein. Endlich war es soweit und Knox würde ihren erstaunten Blick zu sehen kriegen. Vielleicht würde sie ihm sogar um den Hals fallen? Naja, nur nicht zu viel erwarten. Aber sie wird sich freuen und sich ausmalen welche nützlichen Dinge sie sich damit würde leisten können. Knox blickte ihr gebannt ins Gesicht, ein breites lächeln auf den Lippen. Quinn kniff die Augen zusammen und sah misstrauisch hoch. "Wo hast du das her?" Knox' Grinsen schmälerte sich etwas, doch er gab ihr noch eine Chance. "Hart verdient. Auf dem Strip. Ist alles für deine Klinik." Quinn sah auf, blickte auf die Kronkorken und wieder zu Knox. Ihr Gesicht wirkte ausgelaugt und beinhaltete nicht einen Funken einer positiven Reaktion. "Danke." sagte sie und es klang ganz und gar nicht dankbar. Nun war auf seinem Gesicht kein Lächeln mehr und er nahm den stolz präsentierten Koffer herunter. "Was ist?" fragte er verwirrt. Quinn setzte ihre Aufräumarbeit fort und seufzte dann. Knox versuchte sich zu erinnern, seit wann sie so anders war. Doch er wollte sich nicht beirren lassen. Bestimm nur ein anstrengender Tag. "Ich wollte mich damit bei..." "Phil war hier." fiel sie ihm ins Wort. Knox verstummte. Nun schloss er den Behälter und stellte ihn ab. Diese Information dämpfte den letzten Rest seines Enthusiasmus. "Und?" fragte er trotzig. Er wollte es gar nicht wissen. Quinn stand an der Küchenzeile vor dem Waschbecken. Stützte sich mit den Händen darauf und lies den Kopf hängen. Ohne aufzusehen sagte sie: "Ich hab ihm alles erzählt." Knox wollte nicht wahrhaben was sie gesagt hatte und glaubte sich verhört zu haben. "Was hast du erzählt?" sie dreht sich nun um und verschränkte die Arme. "Alles was ich über Victor und seine Pläne weiss. Er will der Sache auf den Grund gehen und er will dir helfen." "du machst Witze oder?" Knox lachte nervös. "du hast nicht dem Kerl, der mich wegen Mord eingebuchtet hat, erzählt, dass ich in Victors Auftrag noch mehr Leute töten muss, oder?" Quinn schwieg, dann schüttelte sie den Kopf. "Nein. Er hat Kontakte und kann vielleicht herausfinden wie Victor vorgeht." Um sich zu beruhigen, atmete Knox einmal tief ein und aus. "Und was hast du dir dabei so gedacht?" fragte er ruhig aber mit einem Unterton der darauf hinwies wie Wütend ihn das machte. "Wir können nicht zulassen, dass er den Strip übernimmt." Immer noch gefasst sagte Knox: "Aber das meine Beschatter das Victor erzählen und dafür Brian umbringt oder vielleicht sogar Dich oder Cosmo oder scheisse... vielleicht Jenny gefangen nimmt ist dir egal?" "Ich hab ihm erklärt wie es um Dich und deine Familie steht und dass sie dich beobachten. Er ist ausgebildet und wird die Sache schon richtig angehen."

    Knox‘ Wut auf Quinn wurde wieder entfacht. Sie sah standhaft vor ihm und schien absolut sicher in dem was sie tat. Knox kniff die Augen zusammen. „Seit wann hilfst du RNKlern? Du fällst mir grade so richtig in den Rücken! Ich bin dein Freund! Zählt das gar nichts mehr?“ Sie knickte nicht ein so wie sie es damals getan hatte als er sie anschrie weil sie ihm nichts von seinen Brüdern erzählt hatte. „Es hat sich einiges geändert.“ gab sie zurück. Knox hörte ein unterschwelliges bedauern in ihrer Stimme. „Und was? Gehörst du jetzt zu denen oder was?“ „Sie töten keine hilflosen Leute!“ Quinns Haltung änderte sich. Sie sah ihn entschlossen an. Knox bezog dies auf sich statt auf Victor und blickte verständnislos zurück. „hilflose..? Quinn im ernst! Du...“ er wusste nicht was er sagen sollte. Doch er wusste es aber ihm kamen so viele Dinge in den Sinn, dass er sich kaum entscheiden konnte. Sie war einmal eine harte kaltblütige Frau gewesen als sie noch zusammen mit den anderen Raidern unterwegs gewesen waren. Damals hatte sie nicht einmal mit der Wimper gezuckt, wenn sie kleine Karawanenhändler und Dörfer überfallen hatten. „Seit wann bist du so drauf? Ich kenn dich gar nicht mehr!“ rief Knox und spürte dass ihm diese Worte selbst weh taten. Quinn schwieg eine weile. Dann sagte sie kühl: „Ich hab mich weiterentwickelt. Das solltest du auch endlich tun....“ Knox zuckte verblüfft zurück. „Was?!“ angestrengt suchte er nach Worten. „Du hast nichts gesagt als ich diesen Job angenommen hab! Und nichts als ich..“ „Nichts gesagt? Ich habe dir gesagt, dass ich es für keine gute Idee halte!“ nun klang auch Quinn sauer. Sie schien sich nicht mehr von Knox wütenden Ton einwickeln zu lassen. Der Streit entwickelte sich in eine vollkommen falsche Richtung. Aber aus einem unbestimmten Grund konnte Knox es nicht steuern. Er lies einfach raus was sich in ihm angestaut hatte und Quinn tat möglicherweise das selbe. „Du warst froh um die Kohle.“ das einzige was ihm noch dazu einfiel und der einzige Grund weshalb er den Job überhaupt angenommen hatte. Quinn schien das wütend zu machen. „Ja! Aber ich hätte mir gewünscht es wäre kein Blutgeld! Ich kaufe davon Medikamente und Verbandszeug. Um den Leuten zu HELFEN. Die grösste Ironie meines Lebens!“ „Du hättest es ja nicht benutzen müssen! Hättest du was gesagt hätte ich die Kohle genommen und wäre gegangen!“ Knox sah sie wütend an. Das glaubte er selbst nicht, doch jetzt ging es nur noch darum diesen Streit zu gewinnen. „Damit du dir Drogen kaufen kannst und ich dich irgendwann mit einer Überdosis in den Strassen von Freesie finde?“ Knox verstand nun doch, dass er gegen Quinn nicht ankam. „Gut ich hab scheisse gebaut! Ich geb's zu! Ich kanns aber nicht ändern, kapiert!“ „Doch, du kannst zu Phil gehen und ihm helfen. Es wieder gut machen. Victor aufhalten und deinen Bruder und den Strip retten.“ gab Quinn zurück. Knox runzelte die Stirn. Als könnte man den Mord an so vielen Leuten damit wieder gut machen. Und Brian würde sterben wenn er mit Phil zusammenarbeiten würde. Der Gedanke daran, lies ihn schon beinahe Würgen. Wie sollten er und Phil jemals wieder ein Team sein. Nach allem was passiert war. Er betrachtete ihr Gesicht das nun beinahe hoffnungsvoll eine Antwort erwartete. Begreifend sagte Knox: „Du stehst auf den Kerl!“ Quinns Blick änderte sich zu einem verständnislosen. Knox drehte sich fassungslos um und stöhnte. „Ich glaub's ja nicht.“ „Was redest du da für ein Mist?!“ versuchte Quinn sich zu rechtfertigen. Knox drehte sich wieder zu ihr um. „Jetzt wird mir alles klar. Weiterentwickelt. Von wegen...“ Knox schnappte sich seinen Rucksack und die Waffe. „Du hast keine Ahnung was du da redest.“ sagte Quinn. Nun nicht mehr so gefasst wie zuvor. Knox trat auf sie zu. Er sah aus als würde er noch etwas sagen wollen. Er sah ihr ins Gesicht. Doch dann verliess er das Haus ohne ein weiteres Wort. Er konnte nicht glauben das Quinn, Seine Quinn, nicht mehr zu ihm hielt. Wegen eines Kerls! Er hatte schon oft Scheisse gebaut und sie hatte immer hinter ihm gestanden. Klar hatte sie ihm ihre Meinung dazu gegeigt. Aber das war alles. Danach half sie ihm aus der scheisse raus, egal was er verbockt hatte. Dust folgte eilig. Knox drehte sich nicht um. Stur lief er weiter und wischte sich eine wütende Träne aus dem Gesicht. Er kam sich dumm vor. Und noch dümmer weil er wegen diesem Mist auch noch heulte. Er brauchte sie nicht. Er war jetzt lange genug ohne sie klar gekommen. Sollte sie doch machen was sie will. Immerhin hatte er eine Aufgabe. Brian aus der Vault befreien. Und dafür musste er nur Peaches töten. Gut dass er ihr das nicht gesagt hatte. Bestimmt hätte sie ihn gewarnt. Irgendwas hatte Quinn in ihm verletzt und er weigerte sich das zu zugeben. Er schluckte die Tränen runter und stapfte weiter. Nach genug Abstand zwischen sich und Quinns Haus, ja Richtig. Quinns Haus. Er würde niemals mehr einen Fuss dort hinein setzten können. Zu oft schon hatte sie ihn nun hintergangen. Knox blieb stehen. Er sah zu John und wünschte sich etwas, was er dem Mann sagen konnte um die Scheisse zu erklären die hier ablief. Doch Knox konnte es sich selbst nicht erklären. Seine Freunde wandten sich gegen ihn. Allesamt. Nun war nur noch Dust übrig. Was dieser sich denken mochte? Es würde Knox nicht überraschen, würde auch er sich bald abwenden oder sich gegen ihn stellen.


    Er hatte keine Zeit für Erklärungen denn nicht weit vor ihnen, steuerten drei Leute direkt auf Knox und Dust zu. Knox kniff die Augen zusammen. Waren diese Personen auf dem Weg zu Quinn? Als sie näher kamen, verlangsamten sich ihre Schritte. Der Frontmann schien die beiden Wanderer ebenso zu mustern, wie Knox die Fremden dort. Als sie noch näher kamen, erkannte Knox die Leute und ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken. Peaches und seine beiden Begleiter begriffen ebenfalls und ihre Hände schnellten zu den Waffen. Peaches hielt sie jedoch zurück. Sie waren nun so nah, dass sie sich, grade noch Unterhalten konnten. Knox blieb stehen. Erwartungsvoll blickte er zu den Privat Eyes. „Knox!“ rief Peaches nun. „Sei vernünftig!“ Langsam griff auch Knox nach der Waffe, ohne sie in Bereitschaft zu nehmen. Bei den Worten seines quasi Bruders musste er lachen. „Vernünftig?“ Das Grinsen verschwand sofort wieder. „Ich rette das Leben meines Bruders. Wenn das nicht vernünftig ist, dann...“ Peaches fiel Knox ins Wort. „Und opferst dafür Hunderte!“ Knox sah zu John. Er konnte nicht einschätzen was dieser von der Situation hielt. „Schliess dich uns an. Cosmo und Jenny sind auch bei uns. Gemeinsam halten wir Foster auf.“ Knox‘ Brauen zogen sich zusammen. „Ist dir deine Frau denn völlig egal?“ Peaches schüttelte den Kopf. „Sie würde nicht wollen, dass dieser Kerl hier alles übernimmt.“ Knox schnaubte. „Und Brian bestimmt auch nicht.“ ergänzte Peaches. Das machte Knox wütend. „Woher willst du das wissen? Er ist noch nicht mal von hier. Genauso wenig wie Cosmo und Jenny. Ihnen ist scheiss egal was mit der RNK und den Pennern in Freeside passiert!“ Knox zeigte auf Peaches. „Wenn sie wüssten, dass wegen dir und deinem beschissenen Plan Brian stirbt, würden sie dir ein Messer in den Rücken rammen!“ Der Mann links von Peaches, sagte etwas zu ihm was Knox nicht hören konnte. Peaches hob besänftigend die Hand gegen den Kerl und wandte sich wieder Knox zu. „Cosmo und Jenny wissen über alles bescheid.“ rief er nun. Das konnte Knox nicht glauben. Sie würden doch niemals Brian ans Messer liefern und gleichzeitig Knox verraten. „Du verdammter Lügner!“
    Das ist die Wahrheit!“ gab Peaches zurück. Nun reichte es Knox. Noch während er die Waffe zog, begannen Peaches und seine Freunde Deckung zu suchen. Knox drängte Dust hinter einen rostigen Wagen als die ersten Schüsse vielen. „Lieber bin ich tot als diese Scheisse zu glauben!“ rief Knox hinter dem Wagen hervor. Peaches antwortete: „Komm mit und frag sie selbst!“ Knox wandte sich an Dust. „Der Penner verarscht uns doch.“ Es erfüllte Knox nun kaum noch mit Furcht dem ehemaligen Gefängnisgenossen eine Kugel zu verpassen. Er war ein Verräter und musste dafür bezahlen. „Ich schleich mich da rüber.“ sagte Knox. „Dann beschiessen wir sie von zwei Seiten. Bist du dabei?“


    >>> Mojave >>>>

    Beim ersten durchlauf ist er bei mir auch gestorben ^^ fands gut das es wie beim ersten ein gutes und ein böses ende gibt. Gut möglich, dass sie das beim dritten beibehalten.


    In den Büchern hat er soweit ich weiss kein Kind. Er ist im gegenteil, entschieden dagegen. Was ich ein wenig schade fand im Spiel. Seine Ansichten konnte ich immer gut nachvollziehen. Das kam aber dan im Game nich mehr so gut rüber. Aber ich weiss, dass sie sehr von der Handlung im Buch abweichen. Hätte mir aber irgendwie gewünscht der Charakter bleibt der selbe. Im Ersten fand ich kams wirklich gut rüber 👍

    Sorry wenn ich immer auf die Bücher zurückgreif, ich will damit nicht nerven. Bin nur mega begeistert 😊 und das obwohl die Handlungen der Spiele in verachiedene Richtungen gehen. (Abgesehen von 1) Die Enwickler machen das gut 👌

    Ich freu mich schon riesig. Die Bücher fand ich schon super und musste desshalb auch die Spiele haben. Fand an manchen stellen, 33 und 34 sind etwas zu früh erschienen. Wer weiss wie sie mit dem heutigen stand der Technik geworden wären :). Aber bin dennoch Fan von Artyom und bin gspannt auf den dritten Teil. Habs schon seit Monaten Vorbestellt. Werd mich aber nicht weiter Spoilern und mich überraschen lassen. Ich zweifle irgendwie einfach nicht daran dass das neue Metro gut wird. Gespielt wirds jedenfalls allemal 😊

    Installiere grade We Happy Few - bin schon recht gespannt.

    Ansonsten zock ich Unravel und Unravel Two <3 bisschen Division noch und Metro wegen der Vorfreude auf die Nachfolger.