Beiträge von DarkDrake1980

    Danke :)

    Diesmal hat Drake auch nicht soviel Metall an, das scheppert immer so laut. Und auf Erkundungsmission ist das eher suboptimal.:D

    Am liebsten laufe ich ja auch mit Nick, Longfellow oder Preston rum. Aber Deacon hat schon ein paar lustige Sprüche.

    Glory finde ich auch sehr nett. Gibt auch einen Mod, wo sie rekrutierbar ist.

    Heute war Drake mit Deacon unterwegs in Far Harbor.

    Die alte Ulknudel konnte nicht lassen, und versucht Drake zu erschrecken. :whistling:
    Danach hat Deacon ein blaues Auge.


    Deacon will Drake mal wieder veräppeln und macht einen auf Rad-Huhn.:D


    Drake und Deacon sind auf Far Harbor fertig gewesen und warten auf das Lufttaxi.

    Deacon pfiff beim Warten irgendein altes Lied: "I believe, I can fly..." oder so ähnlich.8|


    Die beiden sind wieder in Sanctuary angekommen und machen Pause im leuchtenden Gecko.

    Deacon scheint sich den nächsten Schabernack auszudenken. Der General is not amused.:rolleyes:

    Es ist schon komplex. Mein persönliches Empfinden ist aber, das man eigentlich gut in das Spiel reinfinden kann. Ist manchmal Try and Error. Wie oft bin ich gerade am Anfang von großen Imperien überrollt worden. Man sollte aber auch als Änfänger nicht gerade ein Hivemind mit der Ausrichtung Verschlingender Schwarm spielen (wir futtern jeden und alles). :D

    Das finde die Imperien um dich herum eher semi.:whistling::D

    114. Gleich klatscht es...aber kein Beifall

    Avery, Teddy, Cassie und die Seefahrerin standen Allen und Sandra Lee gegenüber. Sie stritten sich lautstark, als Nick und Blue den Eingang von Far Harbor betraten. Beide bekamen Gesprächsfetzten des Streites mit. "Na, das kann ja gleich heiter werden. Die Ankunft meiner Leute am Kai scheint ganz schön Wellen geschlagen zu haben. Wie ich es befürchtet hatte." dachte Blue bei sich. "Ich habe euch gesagt, man kann den Festländern nicht trauen. Von denen..." sagte Allen mit aufhetzender Stimme. "Allen, halt einfach mal deine verdammte Klappe. Du hast mit deiner Art schon genug Scherereien angerichtet. Er hat Far Harbor mehr als einmal geholfen und selbst unsere Sitten und Gebräuche geachtet." sagte die Seefahrerin genervt. "Er wird seine guten Gründe haben, uns bestimmte Dinge nicht erzählt zu haben. Er ist wahrscheinlich nur sehr vorsichtig gewesen, um seine Leute nicht zu gefährden. Machen wir hier doch auch nicht anders. Schon mal daran gedacht, Allen?" pflichtete Teddy der Seefahrerin bei. "Und außerdem, Allen, wenn er so gefährlich wäre, wie du uns gerade mal wieder weiss machen willst, hätte er sich gar nicht die Mühe machen müssen uns zu helfen. Darf ich dich daran erinnern, dass er den alten Nebelpirscher alleine fertig gemacht hat?" sagte Avery.


    Das ging noch eine ganze Zeit zwischen den Sechsen hin und her. Nick und Blue hatten sie aufgrund ihres Streites noch nicht wahrgenommen. "...Pff. Das ist mir egal. Den Großen werde ich zwangsläufig akzeptieren müssen, da er uns ja ach so toll geholfen hat. Aber er soll seine Leute wegschicken, die haben hier nichts verloren, das ist unsere Insel. Die kommen mir noch auf dumme Gedanken. Ich werde denen das persönlich sagen..." sagte Allen weiter sturköpfig. "Hast du dich jetzt zu unserem Anführer aufgeschwungen, Allen? Ich denke, dass Avery hier noch das Sagen hat" sagte Teddy wieder und die Antwort von Avery ließ auch nicht lange auf sich warten. "Du wirst nicht dorthin gehen, Allen." sagte Avery gereizt "Ach, willst du mir das etwa verbieten, ja? Ich werde..." Allen kam nicht dazu, den Satz zu beenden. Blue hat das Gespräch die ganze Zeit verfolgt und merkte, dass sich es sich immer weiter hoch schaukelte und intervenierte, indem er sich in das Gespräch einmischte. Avery und Teddy schauten zunächst irritiert, da sie die beiden erst jetzt bemerkt hatten. Die Seefahrerin und Cassie hatten ein Lächeln auf den Lippen. Allen Lee und seine Schwester waren wenig begeistert.


    "...nirgendwo hingehen, Allen. Meine Leute werden bleiben und eine Warnung an dich, wenn du...in irgendeiner Form ihnen schadest, haben wir beide ein großes Problem miteinander." sagte Blue mit einem warnenden, leicht grollenden Unterton in seiner Stimme. "Ihr habt nichts zu befürchten und sie werden Far Harbor nicht betreten. Es sei denn, ihr erlaubt es ihnen." Blue wendete sich beim Sprechen an Avery. "Avery hättest du einen Moment für mich? Ich möchte dir die Sache erklären und ein gewisses Mißtrauen diesbezüglich aus der Welt schaffen." fragte Blue sie höflich. "Natürlich, komm wir gehen zu mir ins Haus, da können wir in Ruhe reden." sagte Avery und schaute Allen dabei mit einem strafenden Blick an. Der sah Avery mit einem finsteren Blick zurück an, verzog sich dann aber mit seiner Schwester zurück in seinen Laden. Blue folgte Avery ins Haus. "Also Blue, ich höre...wer sind diese Leute und was hast du mit ihnen zu schaffen?" fragte sie Blue ernst.


    Blue fing an, Avery zu berichten. "Also Avery, folgendes..." Er schilderte, was zur Zeit im Commonwealth passierte und stellte ihr die Minutemen vor. Einige Dinge behielt Blue erst einmal wohlweißlich für sich. Avery hörte aufmerksam und interessiert zu und fragte zwischenzeitlich das eine oder andere nach. Nach etwa einer Stunde war Blue fertig und hatte Averys Fragen beantwortet. Avery seufzte. "Also so, wie ich es mir gedacht habe. Allen hat Unrecht. Wenn du so wärest, wie Allen das versucht darzustellen, hättest Far Harbor damals beim ersten Zusammentreffen nicht helfen müssen. Ganz im Gegenteil, wir waren damals extrem verwundbar...und dir wäre es ein leichtes gewesen uns in sehr große Schwierigkeiten zu bringen..." Avery machte eine kurze Pause und sah Blue mit verengten Augen an "...ich würde sogar so weit gehen...dass du Far Harbor einfach über die Planke hättest gehen lassen können. Nach Allens Argumentation. Nein, du gehst noch hin und hilfst mir und meinen Leuten. Und dass obwohl dich Allen bedroht hat...wobei wenn ich die Aktion mit dem Kapitänstanz und dem alten Nebelpirscher berücksichtige...frage ich mich, ob du Allen überhaupt so weit hättest kommen lassen? Du hättest ihn auch einfach... " sagte Avery und sah Blue jetzt nachdenklich an.


    "Avery, ich versuche nur Leuten zu helfen, die in Gefahr sind oder Hilfe benötigen. So wie ich mit Nick auf die Suche nach Kasumi gegangen bin. Ich fand es damals einfach nicht so erwähnenswert...aber das Warum und Wieso hatte ich dir ja gerade geschildert. Und ja...ich hätte mich definitiv nicht von Allen über den Haufen schießen lassen...aber ich hätte ihn ausser Gefecht gesetzt. Avery, auch wenn mein Äußeres etwas anderes vermittelt...ich...bringe niemanden gerne um. Außer er hat es wirklich verdient." Blue seufzte. "Ich hoffe, ihr vertraut mir auch weiterhin, wie vorher." "Die meisten in Far Harbor sehen es ähnlich wie ich. Nur Allen den alten Dickkopf...ach dieser verdammte Idiot...er macht es wirklich nicht einfach. Ich werde den anderen alles erzählen. Und ein Auge auf Allen haben. Auch deine Leute können gerne nach Far Harbor kommen, solange sie sich an unsere Gepflogenheiten halten." sagte Avery. "Aber so wie ich ich dich mittlerweile kenne, hast du sie schon über solche Dinge informiert." sagte Avery mit einem leichten Lächeln. "Danke Avery, ich bin wirklich froh, dass wir das Ganze aus der Welt schaffen konnten." sagte Blue und schien äußerlich beruhigt.


    Nick hatte während des Gesprächs zwischen Blue und Avery draußen gewartet und beobachtete die Leute in Far Harbor. Allen stand ziemlich verdrießlich am Verkaufstresen seines Ladens. Er ärgerte sich scheinbar immer noch über Averys Ansage, aber ihm blieb im Moment nichts anderes über. Der größte Teil der Bewohner von Far Harbor stand auf Averys Seite und vertraute daher auf ihr Urteilsvermögen. Blue trat aus dem Haus von Avery und verabschiedete sich dankbar von ihr und ging dann zu Nick. "Und Großer, wieder alles eingerenkt bekommen?" fragte Nick neugierig nach. "Ja, ich denke schon. Avery hat Verständnis für mein Verhalten gehabt und vertraut uns weiterhin." sagte Blue zu Nick und flüsterte dann leise zu ihm "Sie ist um einiges weitsichtiger, als eine bestimmte Person, die gerade wieder dabei ist, uns beide mit Blicken zu durchbohren." Allen schaute gerade zu den beiden hinüber und seine Blicke sagte mehr aus, als tausend Worte.


    Blue hatte für den Bruchteil einer Sekunde das Bedürfnis zu Allen hinzugehen und ihn einfach k.o zu schlagen. Allens gefährliche Art gegenüber Fremden begann in Blue langsam eine Art Hass zu verursachen. Blue schüttelte sich bei diesem kurzen Gedanken seinerseits und fühlte wieder eine Zerrissenheit. Seine beiden innerlichen Seiten finden nach längerer Zeit wieder ein kurzes Streitgespräch an, ähnlich in der Art, bevor er sich mit Ältesten Maxson gestritten hatte. Seine beiden streitenden Seiten kamen immer dann zum Vorschein, wenn Blue sich sehr über sich selbst ärgerte.


    Das war in diesem Moment kurzzeitig der Fall gewesen. Blues emotionale, wütende Seite "Dieses kleine arrogante, überhebliche A(zensiert), ich würde ihn mir am liebsten in einem unbeobachteten Moment schnappen und ihm einfach den Hals umdrehen. Dann hätten wir endlich ein Problem weniger" *wütendes Brummeln* Dann die logische Seite, kühle Seite "Wenn du das tust, du alter Dummkopf, begibst du dich genau auf die Seite, wo Allen dich gern hätte und wo dich die anderen sehen sollen. So sind wir nicht, mein...Freund. Nein, darauf fallen wir nicht rein... " *beruhigende Stimme* Wieder die andere Seite "Das wäre ausnahmsweise aber schön einfach, du Torf Kopf. Dann müßten wir nicht so viel Zeit und Energie für so etwas...verschwenden. Dann würden die anderen wenigstens auch nicht aufbegehren..." Dann die andere Seite "Du willst wirklich mit sowas anfangen? Und gerade du hältst Ferrington einen Vortrag über Moral? Bist ja ein tolles Vorbild" *sarkastische Stimme*


    Blue ballte kurz die Fäuste und schloß die Augen für einen Moment. Dann war der Streitmoment wieder vorüber und Blue hatte sich wieder vollständig im Griff. "Diesen Gefallen werde ich Allen definitiv nicht tun." brummte er leise in sich hinein. Nick hatte mitbekommen, dass Blue sich gerade sehr über etwas ärgerte. Er kannte ein ähnliches Verhalten von Blue bereits aus wenigen Situationen und fragte sich worüber er sich gerade innerlich so aufregte. Nick beschloss, aber zunächst zu warten und ihn zu fragen, wenn sie auf den Rückweg zur Farm waren. Blue ging zu Cassie und fragte sie kurz etwas. Diese nickte darauf hin und nahm dann die linke Hand in ihre eigene Hand, was aufgrund des Größenunterschieds merkwürdig aussah. Dann tätschelte Cassie Blues Hand und sagte etwas zu ihm. Nick konnte es nicht verstehen. Es schien aber etwas überaus Freundliches zu sein. Blue schien danach ein wenig verlegen zu sein. Einige seiner Gesichtspartien hatten in sich Richtung eines tieferen Blaus verfärbt, was bei ihm wohl gleichbedeutend mit einem Rotanlaufen aus Verlegenheit bedeutete.


    Blue verabschiedete sich von ihr und kam wieder zu Nick zurück. Der hatte schon ein süffisantes Grinsen aufgelegt und wollte schon etwas sagen, als Blue im zuvor kam. "Nick, ich warne dich...verkneif dir den Spruch..." sagte Blue immer noch verlegen über das, was Cassie zu ihm gesagt hatte. "Komm, lass uns zurück zu den anderen. Ich habe heute noch einiges zu erledigen." "Geht klar, Herr General." Blue verdrehte die Augen. "Nick, ich weiß dass du mich gerade versuchst aufzumuntern, aber das ist gerade nicht...der richtige Zeitpunkt." sagte Blue mit gedämpfter Stimme.


    Beide verließen Far Harbor und liefen eine ganze Zeit ruhig nebeneinander. Die Insel, auf der Longfellow sein Haus hatte glitt langsam an der rechten Seite an ihnen vorbei und in einiger Entfernung konnte man bereits das alte Cliffs Egde Hotel stehen sehen. Sie würden bald zur Straßenkreuzung kommen, wo sich der Weg Richtung Acadia und zum nördlichen Teil der Insel gabelte. "Was war eigentlich gerade mit dir in Far Harbor los. Als Allen uns so "überaus begeistert" angeschaut hat?" wollte Nick von Blue wissen, "Ich will darüber nicht reden, Nick" blockte Blue ab. Er ärgerte sich immer noch über diese Gedanken, den er bezüglich Allen gehabt hatte. "Lass mich raten, Großer? Du hättest Allen am liebsten in dem Moment um die Ecke gebracht. Habe ich Recht?"


    Blue blieb stehen und sah Nick erschreckt an. "War das dort so offensichtlich, Nick?" "Nein, ich kenne dich nur sehr gut. Und ich kann das also als ja annehmen. Du solltest Allen versuchen zu ignorieren, ich glaube der will dich wirklich reizen. Der ist so, und der wird sich auch nicht mehr ändern. Irgendwann wird er damit ganz gewaltig gegen eine Wand laufen. Selbst die Leute in Far Harbor nehmen Abstand von ihm" sagte Nick beruhigend zu Blue "Ich weiss Nick, aber du weißt, ja wie ich auf bestimmte Dinge reagiere. Ich..." Blue hörte mitten im Satz auf zu sprechen und lauschte. Nick hatte auch etwas gehört.


    "Hey, Metallmann meiner sein. Du können dich mit dem komisch blauen Bruder befassen." "Warum? Du sonst immer bekommen schöne blinkie Sachen." Vor Nick und Blue waren zwei Supermutanten auf der Straße augetaucht. Sie schienen von Cliffs Egde Hotel herunter gekommen zu sein. Früher fand man dort nur die ein oder andere kleine Gruppe wilder Ghule, aber seit einiger Zeit hatte sich dort oben eine Gruppe Supermutanten festgesetzt. Longfellow hatte Nick und Blue ein wenig über die Geschichte des alten Hotels erzählt. Er selbst wollte das alte Gebäude besucht haben, aber die derzeitigen "Hotelgäste" verhinderten das. "Das hat mir gerade noch gefehlt." brummte Blue gereizt. Er hatte im Moment ausgesprochen schlechte Laune wegen Allen. "Und dann noch so nah an Far Harbor und an Longfellow. Ich glaube, ich werde noch ein wenig Großreine machen, bevor wir weiter ziehen. Was meinst du Nick?"


    Nick sah Blue an und sagte auf seine unnachahmliche Art "Dann lasse ich dir den Vortritt. Würdest du ihnen bitte erklären, dass ich Ihnen nicht gehören möchte." Blue trat vor Nick und auf die beiden Supermutanten zu. "Erstens, ihr lasst eure Finger von meinem Freund und zum zweiten schiebt eure hässlichen Visagen zur Seite und lasst uns vorbei." brummte Blue angesäuert "Das müssen du gerade sagen, du sehen aus wie Farbtopf gefallen und dich merkwürdig benehmen... ich dir gleich eine runterhauen." sagte der Supermutant deutlich aggressiver als vorher. "Dann komm doch her. Du benimmst dich wie ein feiges Rad-Huhn." sagte Blue in einem ähnlich aggressiven Ton und fing an ein Huhn zu imitieren. "Du das zurücknehmen" brüllte sein Gegenüber und rannte auf Blue mit einem riesigen, selbstgefertigten Schwert zu. Das Schwert war fast so lang, wie Nick groß war. Dann hieb der Supermutant Richtung Blue zu. Der tauchte unter dem Schlag weg und fing an den Supermutanten mit seinem Hammer regelrecht zu verprügeln. "Ich...habe...gesagt...ihr sollt...mir aus dem Weg gehen... *schnauben*...aber...wer nicht...hören...will..." Nach vier Schlägen lag derjenigen tot auf der Straße und der zweite konnte gar nicht so schnell reagieren, wie Blue zum Angriff überging.


    Der andere Supermutant hatte zwar noch die Schusswaffe gezogen, Blue schlug ihm aber mit einem gezielten Schlag die Waffe aus der Hand. Dann erfolgt ein einhändiger Schlag mit dem Hammer in die Magengegend und Blues Faust landet mit voller Wucht im Gesicht des Supermutanten. "Hier eine Runde Gesichtsapplaus...geht aufs Haus." brummt Blue böse. Der andere landete nur wenig später auch auf der Strasse. Blue schob die beiden ein wenig später von der Strasse herunter. "Nick, wir sollten da oben einmal nachsehen und aufräumen, nicht das Longfellow noch Besuch von denen bekommt." sagte Blue wieder ausgeglichener. "Sehe ich genauso." stimmte Nick zu. So schlugen die beiden den Weg zum Cliffs Egde ein und innerhalb von einigen Stunden hatten sie es von den Supermutanten befreit und machten sich auf den weiteren Weg. Blues Zorn auf Allen war mittlerweile verraucht und er hatte sich geschworen, sich nicht weiter von ihm reizen zu lassen.

    113. Moralfragen

    Blue bat Flux und Ferrington ihm runter zum Strand zu folgen. Die beiden sahen sich fragend ein, sagten aber nichts und folgten Blue, bis sie außer Hörweite der anderen waren. "Ich muss mit Ihnen beiden einige sehr wichtige Dinge besprechen. Das was ich Ihnen beide erzähle muss unter uns bleiben. Ich verpflichte Sie beiden zur absoluten Geheimhaltung darüber. Es ist so, daß..." sagte Blue selbst für Andrew ungewohnt ernsten Stimme und erzählte den beiden ins kleinste Details, was er herausgefunden hatte. Über die Kinder des Atoms und Tektus und DiMa. "...und deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie auch unsere Leute im Auge behalten. Wir werden auch die eine oder andere Mission an bestimmten Orten zusammen ausführen. Doch da möchte ich erst die Vorortsituation auskundschaften. Halten Sie sich erstmal alle von Far Harbor, Acadia und vor allem vom Nukleus fern. Ich werde heute noch mit den Leuten in Far Harbor sprechen und ihnen einiges erklären. Acadia ist den Minutemen wahrscheinlich grundsätzlich nicht schlecht gesonnen, aber ich möchte trotzdem erst mit DiMa reden. Haben Sie beiden alles verstanden, oder haben Sie noch Fragen?" Beide überlegten einen Moment.


    Flux schüttelte den Kopf. "Keine Fragen, Sir." Ferrington schien angestrengt über etwas nachzudenken. "Ich habe eine Frage und ich bitte Sie das nicht falsch zu verstehen, aber warum setzten Sie die Minutemen nicht als Streitschlichter, wie im Commonwealth ein. Ausserdem könnten wir die beiden Fraktionen doch mit genug Leuten in Schach halten. Genug Schlagkraft hätten wir doch" fragte Ferrington. "Weil die Ausgangslage eine andere ist. Die Leute hier sind extrem mißtrauisch. Hilfe annehmen ist eine Schwäche für sie. Sie haben sich schon sehr schwer getan mir zu vertrauen. Und die andere Option möchte ich eigentlich nicht einsetzten...Das wäre entgegen dem, wofür die Minuteman stehen...das wäre die allerletzte Option. Ich möchte Kollateralschäden jeglicher Art vermeiden" erklärt Blue ruhig. "Aber wäre es nicht die effizienteste und schnellste Art, diese Problematik aufzulösen, Sir?" fragte Ferrington nach.


    Blue sah ihn nachdenklich an "Sie könnten auf die Dauer der Zeit von beiden Seiten dann als Feind angesehen werden und haben am Ende wahrscheinlich mehr Probleme als vorher. Irgendwann werden Sie dagegen brutal vorgehen müssen, und das kann eine ganze Kaskade anderer Problem auslösen...ich denke Sie verstehen, worauf ich hinaus will, oder? Eine diplomatischen Weg zum Frieden ist immer der längste und erfordert viel Geduld und manchmal auch Einfallsreichtum, aber er ist am Nachhaltigsten. Und diese Möglichkeiten möchte ich erst ausschöpfen, bevor zu anderen Mitteln gegriffen wird." erklärte er Ferrington seine Sichtweise der Dinge. "Das habe ich gar nicht so weit bedacht...ja...das kann auch gut gemeint ins Gegenteil umschlagen..." sagte Ferrington mehr zu sich "...*grübeln*...jetzt verstehe ich so langsam...warum Sie so häufig nachdenken...und mit Bedacht vorgehen..." Dann sah Ferrington Blue direkt an. "Wäre ich an Ihrer Stelle gewesen, hätte ich wahrscheinlich schon eine Menge falscher Entscheidungen getroffen..." Blues Antwort darauf erschreckte und faszinierte ihn gleichzeitig und brachte ihn noch mehr ins Grübeln.


    "Das mit den falschen Entscheidungen kommt auf die Sichtweise an, Ferrington. Es kommt darauf an, welche Ziele Sie sich als Anführer gesetzt haben und welches Gewissen Sie besitzen. Sie könnten brutal und gnadenlos vorgehen. Und Ihre Leute als Kanonenfutter in die Hölle schicken und damit auch Ihre Ziele erreichen. Die Frage ist doch, wie Sie damit umgehen, wenn vor Ihnen Menschen stehen, die Sie abgrundtief hassen, für das was Sie getan haben und verurteilen. Auch wenn es vielleicht einem höheren und guten Zweck gedient hat. Und manches Mal entwickelt sich eine vermeintlich gute Entscheidung in etwas absolut Gegenteiliges. Das ist nicht immer einzuplanen." Blue seufzte, als er das sagte. "Aber ich glaube, ich habe Ihnen nun lange genug einen Vortrag über Moral und Gewissen gehalten." "Das war schon in Ordnung, Sir. Ich habe nur festgestellt, wie einseitig meine bisherige Sichtweise war...das war hilfreich." sagte Ferrington sehr nachdenklich. Im Anschluss erläuterte Blue kurz noch das ein oder anderen Vorgehen seinerseits. Dann waren sie mit dem Gespräch durch. Blue teilte den beiden mit, dass er sich nun mit Nick nach Far Harbor aufmachen wollte. Er gab beiden aber noch einen Auftrag. Sie sollten sich ein Angriffstaktik für das Harbor Grand Hotel überlegen.


    Nick und Blue verabschiedeten sich von dem Rest der Gruppe und machten sich zu Fuß auf den Weg nach Far Harbor. "Hast du eigentlich gesehen, wie gut sich Mick und Caspar mit unserer Gruppe aus dem Commonwealth verstehen? Die beiden haben den anderen ja praktisch Löcher in den Bauch gefragt und schienen total fasziniert von den Minutemen zu sein." sagte Nick während des Laufens. "Habe ich festgestellt. Für Inselbewohner sind die beiden wirklich sehr offen." sagte Blue relativ angebunden. "Dich belastet doch schon wieder was. Das höre ich doch an deiner Stimme. Was kann Dr. Nick heute für dich tun?" grinste er. "Ach, ist schon wieder Zeit für den Kopfdoktor?" spöttelte Blue mit einem Schmunzeln zurück.

    "Ich weiß nicht Nick, mir gefällt das alles nicht...ich spiele hier im Moment mit dem Feuer, zu mindestens habe ich das Gefühl...ich verstehe mich sowohl mit Far Harbor, als auch mit den Kindern des Atoms gut...aber zu welchem Preis...nach meinem Moralverständnis...hintergehe ich sie ja schon fast...hätte ich am Anfang Avery nicht mehr zu mir erzählen müssen? Überleg mal, was hätte passieren können, wenn wir nicht in Far Harbor gewesen wären...Das hätte durchaus in einem Blutbad enden können..." Blue hatte die Aktion am Kai doch mehr mitgenommen, als Nick gedacht hatte. "Blue, du solltest dir deswegen keine Vorwürfe machen. Dieser Idiot Allen Lee und ähnlich geartete Leute sind doch das eigentliche Problem. Und das andere? Welche Option bliebe uns denn? Ich glaube, unser Weg ist richtig, den wir in dieser Sache gehen." sagte Nick. "Manchmal muss man die Leute verdeckt in die richtige Richtung schubsen." Blue überlegte kurz. "Hm, das ist auch eine Sichtweise..., danke Nick." Beiden liefen weiter. Gegen Nachmittag kamen sie in Far Harbor an.

    Bei mir war es erst anders herum. Ich bin als erstes in der TES Reihe mit Morrowind aufgeschlagen und habe es lange gespielt. Erst später bin ich dann auf die Fallout Reihe mit Fallout 3 gewechselt. Skyrim habe ich auch häufig gespielt, aber meine Heimat habe ich sozusagen in Fallout 3 /New Vegas und Fallout 4 gefunden. Witcher 3 habe ich zwar angespielt, fand es auch nicht schlecht, aber habe mich nie richtig eingefunden in die Welt. Mich hat es nach einer Zeit wieder zurück in die Fallout Welt gezogen. Ich finde das ganze Setting einfach nur rictig gut

    112. Inselspezialitäten

    Ferrington ging zu den Zelten und Blue suchte Caspar auf. "Na, auch eine Portion, Blue?" fragte Caspar grinsend. "Da fragst du noch, ich würde doch nie eine deiner Spezialzubereitungen verpassen. Aber nur, wenn noch genug für die anderen übrig ist." sagte Blue. "Aber klar doch, ansonsten kann ich jederzeit nach legen." sagte Caspar, nahm eine große Schüssel und machte die bis oben hin voll. Blue sah kurz auf die Schüssel und überlegte kurz. "Zu wenig?" fragte Caspar nach, der den Blick falsch interpretierte. "Nein keineswegs, dass ist schon eine ganz ordentlich Portion, auch für mich." sagte Blue und kratzte sich verlegen am Kopf. "Ich hatte nur etwas überlegt...würdest du mir noch eine extra Teller geben und voll machen. Ich würde das für jemanden mitnehmen." "Geht klar, hier bitte. "Caspar machte einen normal großen Teller voll und gab ihn Blue. Er bedanke sich bei ihm und zog mit seiner und der anderen Portion los. Er ließ sein Blick schweifen und schien jemanden zu suchen. "Ah da ist er ja, hatte ich mir auch nicht anders gedacht."

    Er ging los in Richtung des kleinen Minutemen-Lagers und auf eines der hinteren zu. Dort saß Ferrington. Er trank kurz von seinem Klingenkornkaffee und starrte nachdenklich vor sich hin. So bekam er im ersten Moment gar nicht mit, dass Blue im Anmarsch war. Erst als Blue etwa zwei Meter von ihm entfernt war, blickte er zufällig in seine Richtung und sprang dann sofort auf. "Entschuldigen Sie, Sir ich habe sich gar nicht kommen hören, ich...habe es schon wieder verbockt, oder?" fragte Ferrington sichtlich über sich selbst frustriert. Blue seufzte. "Ferrington, kommen Sie mal mit mir mit. Unten am Strand gibt es eine schöne Stelle, wo man sich hinsetzen kann. Ich habe Ihnen auch etwas zu Essen mitgebracht. Ich glaube, wir beiden sollten uns mal in Ruhe unter vier Augen unterhalten." sagte Blue höflich. Der Lieutenant schaute total verunsichert. "Ähm, war das jetzt ein Befehl, Sir? Sie wollen mich bestimmt testen, oder?"


    "Nein, Ferrington. Es war eine Bitte. Sie können auch gerne hier bleiben, wenn Sie nicht möchten. Aber das sollten Sie wirklich probieren. Caspars Kochkünste sind wirklich hervorragend." Blue hielt ihm den Teller hin und Ferrington nahm ihn dankbar an. "Wie gesagt, ich bin unten am Strand, falls Sie sich doch anderes entscheiden." Blue drehte sich um und ließ den jetzt total verunsicherten Ferrington stehen. Dieser stand noch einen ganzen Moment dort und setzte sich dann Richtung Strand in Bewegung. Blue hatte sich mit angewinkelten Beinen wieder an die Stelle von gestern Abend gesetzt und zwar dort wo sich der große Findling befand und hatte mit dem Essen begonnen, als Ferrington ankam. Er blieb einen Moment stehen und schaute unsicher zu Blue. "Ferrington, Sie können sich zu mir setzten, wenn Sie wollen. Ich beiße nicht." sagte Blue mit einem leichten Grinsen. "Ich, ja...okay mache ich, Sir." Ferrington setzte sich hin, hielt aber respektvollen Abstand zu Blue ein.


    Er schaute noch einen Moment auf seinen Teller und dann kurz zu Blue. Nach einem weiteren Moment fing er dann endlich an zu essen. "Und wie finden Sie es?" fragte Blue ihn. "Was? Ach so, Sie meinen das Essen. Echt gut. Caspar kann wirklich gut kochen, gute Empfehlung von Ihnen." sagte Ferrington, aber immer noch mit einer Spur Unsicherheit. Die ganze Situation irritierte ihn offensichtlich immer noch. "Ferrington, Sie können sich entspannen. Sie sehen im Moment so aus, als würden Sie gleich am liebsten schreiend wegrennen. Und ich glaube, da bin ich auch nicht ganz unschuldig dran. Ich denke, ich war ein wenig zu streng mit Ihnen, Sie haben es ja nur gut gemeint. Es tut mir leid." sagte Blue freundlich zu Ferrington. Der verschluckte sich fast an seinem Essen, als er hörte, dass Blue sich bei Ihm entschuldigte und wußte erst einmal nicht, was er darauf antworten sollte.


    "Sagen Sie mal Ferrington, wo kommen Sie eigentlich her?" Blue versuchte ihm eine Brücke zu einem Gespräch zu bauen. "Nördliches Commonwealth, hinter Zimonja, so Randgebiet zum offnen Ödland hin. Aus einer kleinen Siedlung namens Taras Place, Sir. Warum fragen Sie, Sir?" fragte Ferrington nach "Weil ich den Hintergrund meiner Leute gerne kenne, und Sie scheinen ja noch recht neu dabei zu sein, zu mindestens war Ihr Name mir nicht geläufig, als Sie hier angekommen sind. Aber gut, ist ja mittlerweile auch kein Wunder, Sind ja doch ein paar Leute mehr geworden. Haben Sie eigentlich einen Vornamen?" "Ja habe ich, Sir. Felix. Und ich wurde in Starlight ausgebildet, wenn Sie ein paar weitere Infos über mich haben möchten." "Ach, vom guten Cutter also. Er hat ein gutes Händchen für Leute." sagte Blue.


    "Ja ein sehr patenter Vorgesetzter und die Ausbildung war auch hervorragend. Vor etwa einem Monat hat mich Colonel Garvey dann befördert und ich habe mich freiwillig für die Suchaktion gemeldet. So wie die anderen auch, Es wären noch mehr mitgekommen, aber der Colonel meinte, dass das zu viel Aufmerksamkeit erregen könnte. Wie hat er sich noch ausgedrückt?" Ferrington überlegte kurz. "Ach ja, Das ist eine Aufklärungsmission und keine Einmarsch. So hat er uns ein wenig gemischt und ich durfte die Gruppe dann unter meine Fittiche nehmen." sagte Ferrington nicht ganz ohne Stolz. "Darf ich fragen, warum Sie sich gerade für diese Mission freiwillig gemeldet haben?" fragte Blue neugierig. "Also einmal um neue Ort kennen zu lernen, Leuten in Not zu helfen und zum anderen nun ja, ich weiss nicht wie ich das sagen soll...ich war einfach neugierig auf Sie, Sir." sagte Ferrington verlegen und aß dann weiter. Blue fragte Ferrington noch das ein oder andere aus seiner Laufbahn als Minutemen.


    Einige Zeit später. Blue hatte mittlerweile seine Portion aufgegessen. Er stellte die Schüssel neben sich und machte dann die Beine lang. "Dann sind Sie ja noch ein Frischling, dass erklärt so einiges. Da haben Sie sich ja gleich eine ziemlich schwierige Mission an Land gezogen, ohne es wirklich zu wissen." sagte Blue nachdenklich "Das habe ich mittlerweile auch festgestellt, Sir. Aber davor scheue ich mich nicht. Ich möchte Ihnen einfach nur kompetent zur Seite stehen, aber..." seufzte Felix. "Das bekommen Sie schon hin, ich werde Ihnen noch den einen oder anderen Kniff beibringen. Das wird schon." Blue klopfte ihm während des Aufstehens leicht auf die Schulter und stand dann komplett. Ferrington war mittlerweile auch fertig, stand ebenfalls auf und stellte sich neben Blue. "Und was meinen Sie Ferrington? So in einer halben Stunden unsere Besprechung mit den anderen?" "Okay, ich sage unseren Leuten Bescheid. Und Danke, Sir für das Gespräch." bedankte er sich bei Blue. "Für solche Dinge bin ich ja nun mal auch da. Ich werde noch einen Moment hier bleiben. Ich möchte noch über das ein oder andere Nachdenken. Ich komme gleich nach."


    Eine halbe Stunde später fand dann die Besprechung statt. Felix Ferrington berichtete sehr detailliert über die Vorkommnisse im Commonwealth. Es hatte sich einiges in Blues Abwesenheit getan. Den Minutemen waren fast alle Siedlungen im näheren Bereich der ehemaligen Stadt Boston zugehörig. Ausnahmen waren Covernant, Warwick und einige Siedlungen, die noch weiter draußen lagen. Nordhagen Beach hatte auch darum gebeten aufgenommen zu werden und befand sich gerade in der Eingliederungsphase. Auch wurde weiter an dem Siedlungsprojekt weitergearbeitet, aufgrund der neuen Zugänge an Siedlungen verlangsamte sich der Prozess zwar, aber durch neue Idee kam man grundsätzlich weiter. Auch in der Forschung in Ironworks lief alles gut. Man machte erste Versuche in Richtung Stromversorgung und hatte dabei die alten Staumauern in der näheren Umgebung ins Auge gefasst. Der Handel zwischen Bruderschaft und dem restlichen Commonwealth lief auch rund und das Institut verhielt sich im Moment weiterhin ruhig


    Nachdem Ferrington mit seinem Bericht fertig war, erklärte Blue seinen Leuten die derzeitige Situation auf der Insel und bläute ihnen regelrecht ein, sich möglichst zurückhaltend und diplomatisch zu verhalten. Auch ging er sehr lange auf die Gefahren ein, die hier in besonderer Weise herrschten. Viele der Kreaturen, die hier lebten waren im Commonwealth komplett unbekannt. Im Anschluss sah Blue ein weiteres Gespräch mit Ferrington und Flux vor. Es gab einige Dinge, die nur einige wenige ausgewählte Leute wissen sollten. Das betraf insbesondere die Kinder des Atoms.

    111. Gesprächsbedürfnisse

    Blue war nach dem Gespräch mit Ferrington runter zum Strand gegangen und hatte sich dort auf die Steine gesetzt. Er streckte die Beine aus und lehnte den Oberkörper gegen einen großen Findling hinter ihm. Er war im Moment allein. Nick war bei Caspar und Mick und unterhielt sich mit ihnen über allerlei Geschichten von der Insel. Die Wellen brannten leise an den Strand und es schien eine sternenklare Nacht zu werden. Auch streckte der Mond schon sein rundes Gesicht gegen den Himmel. Nach einer Weile legte Blue seine Arme hinter den Kopf und schaute hinauf zum Sternenhimmel. Es waren unzählige Sterne zu sehen und das durchscheinende Band der Milchstraße schimmerte am Himmel. Kurz war eine Sternschnuppe zu sehen, die fast sofort wieder verglühte. Die Insel wirkte im Moment absolut friedlich und Blue genoss den Moment der Ruhe.


    Ein wenig später hörte er, dass sich jemand den Strand näherte. Er blieb aber absolut ruhig und in seiner Position sitzen, da er wußte zu wem die Schritte gehörten. "Ach, hier bist du, Blue. Ich wäre im Dunkeln beinahe über dich gestolpert. Das fasziniert mich in solchen Situationen jedes Mal an dir. Wie jemand es schafft, der so groß ist wie du, sich doch relativ unauffällig im Gelände verstecken zu können. Bei dem Licht hätte man dich auch fast für einen Stein oder ähnliches halten können." sagte derjenige. "Manchmal ist so eine...eigenwillige Färbung doch ganz nützlich. Andrew. Und du hast dich mal wieder unerlaubt von der Gruppe abgesetzt, oder? Wenn das der Lieutenant mitbekommt. Das wird langsam zu einer schlechten Angewohnheit von dir." sagte Blue schmunzelnd und im gespielten Ernst. "Willst du dich nicht links zu mir setzten? Dann fällst du nicht gleich so auf, falls dich ein besonderer Jemand suchen geht." fügte Blue hinzu.


    "Ähm ja, sieht ganz so aus, dass ich mir da was ganz Dummes angewöhnt habe." gab Andrew schmunzelnd zurück."Aber du wolltest mit mir ja in Ruhe sprechen, da blieb mir ja kaum etwas anderes übrig. Und gerne, danke für das Angebot. Du bist ja so breit, da falle ich neben dir gar nicht auf. Das habe ich nicht gerade laut gesagt, oder?" sagte Andrew plötzlich peinlich berührt, nachdem er festgestellt hatte, was er da gerade eigentlich gesagt hatte . "Hmm *leises Lachen* du hast es aber so was von laut gesagt. Aber es ist ja nun mal so...obwohl vielleicht habe ich ja auch zugenommen..." Blue schaute kurz an sich herunter. "...*wieder leises Lachen*... gut, dass ich nicht trinke, sonst könnte man das mit dem breit auch noch anders verstehen. Alles in Ordnung, Andrew. Ich weiss doch, wie du das meinst." grinste Blue amüsiert.


    Blue hatte Andrews ehrliche Art in letzter Zeit wirklich vermisst. Wenn Blue in manchen Fragen eine zweite oder dritte Meinung brauchte, griff er immer wieder gerne auf ihn zurück. Andrew scheute sich im Normalfall nicht davor offen und ehrlich seine Meinung begründet kund zu tun, und das schätzte Blue an ihm sehr. Die beiden standen sich mittlerweile ähnlich nahe wie Preston oder Pieper. Andrew hatte sich neben Blue gesetzt und schaute in die sternenklare Nacht. "Also, wenn du jetzt die Zeit und Ruhe hast, werde ich dir einen kurzen Bericht über das Commonwealth machen. Ltd. Ferrington wird, denke ich dir morgen, das Ganze in epischer Breite berichten. Da ich aber weiss, dass du gerne auch ein wenig vorabinformiert sein möchtest folgendes..." Blue hörte Andrew genau zu, fragte bei dem ein oder anderen kurz nach und schien am Ende von Andrews Erzählung zufrieden zu sein. "Danke Andrew, dann läuft es im Commonwealth augenscheinlich gut. Das ist beruhigend für mich zu wissen. Hier ist die Lage schwierig..." Blue erzählte im Gegenzug zusammengefasst, was hier auf der Insel nach seiner Ankunft alles passiert war.


    "Ach herrje, das klingt aber nicht gut. Und dann platzen wir auch noch mit rein..." Andrew hatte sofort verstanden, wie problematisch die Ankunft der Minutemen sein konnte. "Du hast also mehr oder weniger hier verdeckt gearbeitet und alles andere nicht erwähnt?" fragte Andrew nach "Ich fand es in dem Moment nicht besonders hilfreich. Jetzt werde ich Avery und den anderen einiges erklären müssen. Mal schauen, wie sie reagieren. Eigentlich hatte ich hier für später eine andere Herangehensweise geplant, aber nun ja...es ist jetzt nun mal so, wie es ist." sagte Blue ruhig und schaute wieder nach oben in den Sternenhimmel. "Ich kann und werde euch keinen Vorwurf machen. War ja so mit Preston abgesprochen. Ich werde sehen, wie es morgen weiter geht." Blue kratzte sich nachdenklich am Kopf. Die beiden blieben noch eine Weile am Strand sitzen und unterhielten sich über trivialere Dinge. Etwas später verabschiedete sich Andrew von Blue und schlich zurück zu seinem Lager. Seine Abwesenheit war scheinbar nicht aufgefallen. Eine ganze Zeit später stand auch Blue auf und zog sich in eine Ecke der Scheune zurück und verbrachte die Nacht dort.


    Blue wachte morgens auf. Es war draußen bereits hell und es herrschte schon rege Betriebsamkeit vor der Scheune und es roch nach gutem Essen. Caspar hatte über die Feuerschale draußen ein Dreibein aufgestellt und in der Mitte eine Art hängende Pfanne positioniert. Er schlug einiges an Eier von den Rad-Hühnern in die Pfanne und gab noch einige Zutaten mehr dazu. Er machte sein Spezialomlett und so wie es aussah für den ganze Gruppe. Einige der Minutemen standen um das Gestell herum und schienen mit Caspar Kochrezepte auszutauschen. Nick stand mit Andrew einige Meter davon entfernt und unterhielten sich scheinbar über einige Vorkommnisse auf der Insel. Ltd. Ferrington kam gerade aus seinem Zelt und sah noch ziemlich verschlafen aus und genehmigte sich erst einmal einen Klingenkornkaffee, den Mick ihm hingestellt hatte und sie unterhielten sich.


    Blue war aufgestanden und schaute sich das Treiben durch eines der dreckverkrusteten Fenster an. "Sieht ganz so aus, als würden die gut miteinander auskommen. Das ist schon mal gut." Blue zupfte sich ein wenig zurecht und beschloss dann nach draußen zu gehen. Allerdings ging er zur Seitentür raus und nicht vorne durch große Scheunentür. Er wollte sich noch ein wenig die Beine vertreten, bevor erneut ein für ihn gesprächsreicher Tag vor ihm lag. So gelangte er ungesehen runter zum Strand und lief ein wenig hin und her. Mittlerweile war Ferrington soweit wach, dass er nach Blue schauen wollte. Er ging zu Scheune und Mick kam mit. Mick öffnete eine der Scheunentür und beide traten ein. Dann stellten sie fest, dass niemand mehr in der Scheune war.


    Ferrington bekam sichtlich einen Schrecken und wollte gleich schon einen Suchtrupp zusammenstellen, als ihn Mick ausbremste "Ah, unsere Alterchen ist wieder unterwegs..." "Mick, bei aller Liebe, aber können Sie ihn nicht resp..." sagte Ferrington, der sich wieder darüber zu echauffieren begann, wie Mick Blue betitelte. "Also Ferri, sind Sie immer so steif? Wenn er was dagegen hätte, hätte er uns das schon gesagt. Ich denke, ich weiß wo Sie ihn finden werden. So wie ich ihn kenne, vertritt er sich die Beine unten am Strand. Und für die paar Meter brauchen Sie sicherlich kein Suchtrupp. Er kann schon sehr gut auf sich aufpassen." sagte Mick fast schon ein wenig amüsiert über die Reaktion des Lieutenant. "Es heißt Ferrington" seufzte er. "Und danke, ich werde den General dann mal sofort aufsuchen..." "Ich würde Ihnen empfehlen zu warten, bis er zu Ihnen kommt..." sagte Mick im Nachgang. "Wieso, es ist doch äußerst wichtig, was ich..." entgegnete Ferrington. Dann schaltete Nick sich dazwischen, der das Gespräch mitbekommen hatte. "Ferrington, Sie sollten auf Micks Empfehlung hören, es sei denn Sie möchten "Beliebtheitspunkte" bei ihm sammeln. Er hasst es absolut, wenn man ihn so kurz nach dem Aufstehen mit Informationen so zuschießt, wie Sie es wahrscheinlich vorhaben. Nur so als Tipp. Müssen Sie natürlich selbst entscheiden" sagte Nick und wendete sich dann wieder Andrew zu.


    Ferrington blieb kurz verunsichert stehen und überlegt, wie er weiter vorgehen sollte. Die Entscheidung wurde ihm abgenommen. Blue kam vom Strand hinauf. Ferrington und die Männer wollten salutieren, Blue aber winkte ab. "Bleiben Sie bitte bequem und frühstücken Sie in Ruhe zu Ende. Wir haben heute noch mehr als genug Zeit fürs Protokoll." Ferrington wollte Blue bereits mit Informationen versorgen, als der zu ihm sagte "Lieutenant. Es ist schön, dass Sie jetzt schon so engagiert sind. Aber ich würde es vorziehen erstmal etwas zu Essen, wenn Sie nichts dagegen haben. Oder ist es ein Notfall?" "Ähm nein, Sir. Ich dachte nur...ich wollte..." fing Ferrington wieder an. Blue seufzte kurz. "Passen Sie auf Ferrington, ich werde ich Ihnen Bescheid geben, wenn ich etwas von ihnen benötige. Sie brauchen nicht schon an meinem Bett Spalier stehen. So etwas nervt mich nur ungemein. Ich sage Ihnen das jetzt im Guten. Ich weiss, dass es einige unter den Offizieren gibt, die das so wollen. Was ich übrigens nicht gutheiße. Ich hoffe, Sie berücksichtigen meinen Hinweis" "Ich...ich habe verstanden, Sir." sagte Ferrington kleinlaut und sagte danach erstmal nichts mehr.

    110. Vorsichtige Schritte in fremden Gefilden

    Sie fuhren eine schon eine ganze Zeit mit dem Boot. In etwa in einer halben Stunde sollten sie die Farm der Daltons erreicht haben. Blue hatte sich vorne an der Bootsspitze hingesetzt und starrte in die hereinbrechende Dunkelheit. Nick saß etwa zwei Meter neben ihm an der Reling. Beiden schwiegen. Hinten im Boot konnte man die anderen Minutemen und Ferrington miteinander sprechen hören. Sie schienen froh gewesen zu sein, Blue endlich gefunden zu haben. Allerdings ärgerte einige der Männer der Umgang von Allen Lees Seite. Auch Ferrington war über die Art und Weise empört und machte seinen Unmut in einem gewissen Umfang Luft. Flux saß zunächst dabei und lauschte der Unterhaltung, seufzte nach einer Zeit und stand auf und ging zu Nick und Blue zur Bootsspitze. "Hallo B..., General, keine leichte Aufgabe hier auf der Insel, oder? Ich darf mich doch zu Ihnen beiden sitzen, oder?" fragte Andrew höflich. "Schön Sie zusehen Flux. Natürlich können Sie sich zu uns setzten." sagte Blue und seufzte. "Hier ist es äußerst schwierig und die Lage wird derzeit nicht besser."


    Andrew Flux hatte sich zu Nick gesetzt und betrachtete aufmerksam die Umgebung. "Verstehe. Es gibt einiges an Neuigkeiten aus dem Commonwealth, aber nichts negatives. Das wird Ihnen aber dann Ltd. Ferrington berichten. Nicht ich. Ich werde mir mit Sicherheit wegen des Einschreitens am Kai nachher noch was von ihm anhören dürfen." Den letzten Satz hatte Flux geflüstert. Blue schaute ihn erst fragend an, dann verstand er was Andrew damit bezweckte. "Hmm, okay. Wir werden heute Abend noch ein vier Augen Gespräch führen müssen, Flux." sagte Blue ernst, zwinkerte Flux aber dabei zu. Dieser verstand sofort und nickte. "Mir gefällt dieser Nebel nicht. Er lässt mir einen Schauer über den Rücken laufen und er scheint fast überall auf dieser Insel zu sein." sagte Andrew mit einem Mal. "Haben Sie gut beobachtet Flux, dieser Nebel ist gefährlich. Insbesondere für Menschen. Und er trägt auch zur ganzen vertrackten Situation bei. Halten Sie sich, wenn es geht, nicht zu lange in ihm auf. Ich werde morgen allen einen Bericht über die Insel abgeben. Heute Abend werden wir erstmal dort ein Lager an einer sicheren Stelle aufschlagen. Es sollte auch nicht mehr lange dauern, bis wir da sind." sagte Blue zu Andrew. "Danke für die Warnung, Sir."


    Mittlerweile war Ltd. Ferrington nach vorne zu Spitze gekommen. "Sgt. Flux, was machen Sie hier vorne? Sie sollten..." fragte Ltd. Ferrington ernst. "...ich habe ihn hergebeten, oder haben Sie etwas dagegen..." sagte Blue in seiner üblichen Gemütsruhe, zog aber dabei eine seine grauen Augenbrauen hoch. "Ähm, natürlich nicht, Sir. Nur manchmal ist Sgt. Flux, wie soll ich sagen, wiederborstig und achtetet die Befehlskette nicht im ausreichenden Maß..." sagte Ferrington leicht verunsichert. "Ich bin manchmal auch... wiederborstig und wenn mich einer meiner Leute kritisiert..." brummte Blue und machte eine kurze Pause. "... dann denke ich darüber im Ansatz nach. Sollten Sie auch hin und wieder mal versuchen. Kann ganz hilfreich sein, um seine eigenen Führungsqualitäten zu verbessern. Haben Sie sonst, außer Beschwerden über Sgt. Flux, sonst noch was zu berichten? Ansonsten wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mich noch einen Moment nachdenken und alleine lassen würden."


    Andrew hatte sich bereits beim Gesprächsanfang zwischen Ferrington und Blue wieder nach hinten zu den anderen Minutemen verzogen. Er kannte Blue zu gut und wußte, was jetzt für den Lieutenant folgte. Seine gute Freundschaft zu Blue hatte er, soweit es ging, nie an die große Glocke gehangen. Er wollte damit gewisse Problematiken vermeiden. Andrew hatte eine sehr hohe Meinung von Blue und versuchte ihn in allen Belangen zu unterstützten. Was Andrew nicht wußte, dass Blue von ihm auch positiv beeindruckt war und noch einiges mit dem jungen Flux vorhatte. Er hatte ihn nicht umsonst nach Sanctuary und unter seine und Prestons Fittiche genommen.


    "Ja, Sir. Zu Befehl, Sir. Werde ich berücksichtigen. Und nein, im Moment nicht." Blues Ansage hatte gesessen und Ferrington ging wieder nach hinten und kratzte sich währenddessen nachdenklich am Kopf. Nick schaute Blue an und sprach im gesenkten Tonfall "Da nimmt sich aber jemand selbst für ziemlich wichtig. Unser Andrew hat es mit dem sicherlich nicht leicht." Blue seufzte kurz und sagte leise zu Nick. "Ja, den werde ich mir noch ein bißchen...erziehen müssen. So einer hat mir in der ganzen Situation noch gefehlt. Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen engagierte Leute, aber er darf nicht vergessen, dass seine Männer und Frauen das Rückgrat bei Unternehmungen sind. Und mir mißfällt im Moment der Umgang, den er mit seinen Trupp pflegt. Nicht nur wegen Andrew. Aber solche Dinge gerade zu ziehen, das ist ja nun mal meine Aufgabe..." "Schaffst du schon mit deiner umgänglichen Art, Großer. Bin mal auf die Neuigkeiten aus dem Commonwealth gespannt." sagte Nick interessiert. "Ich auch, Nick. Ich auch." sagte Blue.


    Zwanzig Minuten später legten sie an der alten Anlegestelle an, die sich am Strand von der Farm der Daltons befand. Zwei Siedler kamen ihnen mit gezogenen Waffen entgegen gelaufen. Blue ging voraus und die beiden steckten die Waffen wieder weg. "Hey Blue, schön, dass du uns mal wieder besuchen kommst. Gehören die Leute da auch zu dir?" fragte einer der beiden. "Ja, das sind... Freunde von mir, Caspar. Ich bräuchte eine längerfristige Unterkunft für sie. Ich habe auch schon mit Cassie gesprochen, sie ist damit auch einverstanden." sagte Blue freundlich. "Hey Alterchen, deine Freunde sind auch unsere Freunde, auch wenn sie vom Festland kommen. Sind bestimmt auch ähnlich patent wie du. Die können neben der alten Scheune ihr Lager aufschlagen. Die sollen nur aufpassen, dass sie mir nicht das Klingenkorn zertreten, da werde ich leicht ungehalten" sagte Mick lachend. Mick und Caspar waren zur Farm gezogen, nachdem sie von dem alten Nebelpirscher befreit worden war und hatten sogar einige der Nebelfänger aus Acadia aufgestellt.


    Sie hatten sich danach in kürzester Zeit mit Blue angefreundet und achteten auf die Farm. Cassie hatte Blue zwar die Farm mehr oder weniger vererbt. Solange Cassie aber noch lebte, behandelte Blue diese Farm, als wäre sie in Cassies Besitz. Dieses Verhalten rechneten Cassie und einige Far Harbor Bewohner ihm hoch an. Mick und Caspar waren mit darunter. Die Minutemen gingen von Bord und errichteten dort das Lager, wo Mick es ihnen empfohlen hatte. Ferrington lief an Blue vorbei, schüttelte den Kopf und er schien sich so etwas wie "...Alterchen...also wie respektlos ist das denn? ...so redetet man doch nicht..." vor sich hin zubrabbeln. Blue mußte schon ein wenig schmunzeln, als er das vernahm. Er musste dabei an Ronny und die anderen denken. Er vermisste seine anderen Freunde in letzter Zeit ein wenig. Mittlerweile hatte Blue so einige Spitznamen bekommen. Lulatsch, Großer, Grünschnabel und andere. Dabei war Alterchen noch ganz nett. Den Namen verband Blue mit einer besonderen Situation.


    Mick und Casper hatten gerade am Anfang Probleme mit einigen Fallenstellern gehabt. Blue war gerade vor Ort, als Mick Gesellschaft von zwei von denen bekam. Caspar war aber nicht da und da er sich von den beiden bedroht sah, rief er nach Blue. "Hey Alterchen, ich habe hier ungebetene Gesellschaft. Könntest du ihnen mal den Weg raus zeigen?" Die beiden Fallensteller lachten ihn aus und waren im Glauben, dass da ein alter Mann käme und freuten sich schon auf zwei neue Opfer. Das Lachen verging ihnen aber sofort, als sie Blue sahen und rannten um ihr Leben. "Also Mick, ich glaube die beiden haben den Weg schon alleine gefunden. Soll ich ihnen noch ein paar...freundliche Grüße nachreichen?" sagte Blue mit einem absolut trockenen Humor zu Mick. Der mußte lachen. "Also...ich glaube... die sehen wir hier nicht wieder..., da brauchst du nicht hinterher. Wenn die hier nochmal ihre Nasen blicken lassen, sage ich ihnen einfach dass ich dann...Alterchen holen gehe. Das sollte reichen." Und das war dann auch so. Seitdem machten die Fallensteller einen großen Bogen um Daltons Farm.


    Blue beobachtete seine Leute dabei, wie sie ihre Zelte aufschlugen und ein kleines und ordentliches Lager herrichteten. Ferrington kam zu ihm. "Darf ich stören, Sir?" fragte er Blue. "Hmm, was haben Sie auf dem Herzen Ferrington?" brummte Blue kurz angebunden. "Ich wollte Ihnen nur eine kleine, aber vielleicht für Sie erfreuliche Mitteilung machen. Colonel Garvey hat uns ein Funkgerät mit hoher Reichweite mitgegeben. Haben die beiden Chefingenieure in Ironworks neu entwickelt. Haben wir auch während der Reise ausgiebig getestet. Liegt sogar alles auf einer abhörsicheren Frequenz. Ist nur ein wenig anfällig, wenn ein starker Rad-Sturm aufzieht, aber man arbeitet dran. Vielleicht wollen Sie es ja morgen mal ausprobieren?" sagte Ferrington freundlich und erhoffte sich eine positive Rückmeldung. Er selbst hatte den Eindruck, dass er bei Blue zweimal in kürzester Zeit Bockmist gebaut hatte und wollte es irgendwie wieder gut machen.


    "Danke Ferrington, das ist wirklich eine gute Neuigkeit." freute sich Blue. Dann sah er ihn nachdenklich an. Ferrington wurde innerlich etwas unruhig, weil er nicht wußte, was jetzt noch von Blues Seite kam. "Ich glaube, wir beiden hatten keinen ersten guten Start. Aber die Situation hier ist schwierig, das hatte ich Ihnen ja bereits am Kai gesagt...ich werde Ihnen und den anderen morgen einige Dinge betreffend dieser Insel erläutern...und wenn Sie mir hier wirklich helfen wollen, ist es wichtig, dass Sie genau zu hören und dementsprechend agieren. Das ist extrem wichtig." sagte Blue ruhig. "Ich habe verstanden und es tut mir leid, wenn ich Sie in irgendeiner Form enttäuscht habe, Sir. Ich wollte nur meiner zugeteilten Aufgabe gerecht werden." sagte Ferrington nachdenklich. "Sie haben mich nicht enttäuscht und wir versuchen alle unserer Aufgaben gerecht zu werden. Manchmal gelingt das gut und manchmal weniger gut. Es ist nur wichtig, das man aus bestimmten Situationen lernt und die richtigen Schlüsse zieht. Aber genug der Moralpredigt. Sie alle hatten bestimmt einen anstrengenden Tag. Sehen Sie und die Männer zu, dass Sie sich noch ein wenig erholen." Ferrington verabschiedete sich mit militärischem Gruß und kam Blues Bitte umgehend nach. Blue wollte noch mit Andrew ein Gespräch führen und morgen gab es noch so einige Dinge mehr, die er erledigen mußte, damit der fragile Frieden auf der Insel nicht wieder ins Wanken geriet.

    So ein wenig in der Hauptquest weitergespielt und ein weiterer wichtigen Schritt Richtung Institut getan.

    109. Abgesandte

    Früh am Morgen im Nukleus. "Guten Morgen, Großer. Ausgeschlafen?" begrüßte Nick Blue. "Hmm, würde ich sagen, Nick. Warum so gut gelaunt?" brummte Blue noch ein wenig verschlafen und rieb sich die Augen. "Wegen unseres Ausfluges... in die Traumwelt." sagte Nick grinsend. Blue stutzte kurz. "Ach so. Hmm. Okay. Entschuldige, ich bin noch nicht ganz da". Blue rappelte sich auf und ging einige Schritte hin und her und blieb dann stehen. Er schaute in den vorderen Bereich des Nukleus. Es herrschte bereits ein geschäftiges Treiben. Einige der Kinder des Atoms waren auch bereits wach.


    Nick vernahm mit einem Mal ein merkwürdig brummelndes Geräusch. "Was war das denn?" fragte Nick irritiert zu Blue. Der schaut Nick ein wenig verlegen an. "Ähm, ich glaube... das war ich. Ich habe schon etwas länger kaum etwas Anständiges gegessen. Ich glaube, das erste was ich heute vor allem anderen machen werde, ist mich auf die Jagd nach etwas Essbaren zu machen." Nick grinste mit einem Mal ziemlich breit. "Würde ich empfehlen, also Anschleichaktionen können wir mit deinem knurrenden Magen vergessen." foppte er Blue. "Ach, da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen, Nick. Aber vielleicht haben unsere Gegner dann endlich Mal genug Zeit zum weg rennen..." grinste Blue zurück. Beide beschlossen erstmal nach draußen zu gehen.


    Blue wollte sich auf der Insel etwas Essbares besorgen. Auf den Weg zum Ausgang des Nukleus kam ihnen Fanatiker Ware entgegen und sprach Blue an. "Entschuldige die Störung großer Bruder, dürfte ich dich etwas fragen. Ich weiss, du bist gerade bestimmt mit einer wichtigen Sache für den heiligen Atom beschäftigt, aber ich weiss zur Zeit nicht, wen ich sonst um einen Gefallen bitten könnte." sagte Fanatiker Ware mit einer gewissen Sorge in der Stimme. "Bitte sprich, Fanatiker Ware, was kann unbedeutender Diener Atoms für dich tun?" fragte Blue höflich. "Ich mache mir sehr viel Sorgen um Bruder Devin. Er betet viel zu Atom, fastet und nimmt nur verstrahltes Wasser zu sich. Verstehe mich nicht falsch Bruder, Devins Hingabe ist bewundernswert, aber er ist genauso wenig wie ich mit der Gabe Atoms bedacht. Ich mache mir große Sorgen, das er sich langsam aber sicher umbringt."


    Blue fragte Ware, warum er sich gerade um Bruder Devin so sorgte. Ware erzählte ihm daraufhin seine und Devins Geschichte. Blue hörte aufmerksam zu und nickte hin und wieder. "Ich werde mit Bruder Devin versuchen zu reden, Fanatiker Ware. Ich kann aber nicht versprechen, dass er auf mich hören wird." sagte Blue. "Allein der Versuch zählt, großer Bruder. Du trägst das Herz am rechten Fleck. Einige der Brüder und Schwestern reden gut über dich und ich glaube du könntest Bruder Devin überzeugen. Danke für deine Zusage." Ware verabschiedete sich und Blue machte sich auf den Weg zu Devin. Das Aussehen von Devin hatte sich in der Zeit immer weiter verschlechtert und Blue verstand Wares Sorgen sehr, als er ihn sah.


    Blue überlegte kurz und sprach Devin daraufhin an. Dieser sah Blue zunächst verwirrt an, was auch an seinem gesundheitlichen Zustand lag. "...Ach du bists, Bruder Blue...ich bete zu Atom...doch er gibt mir kein Zeichen. Er scheint mich streng zu prüfen. Ich diene ihm schon so lange demütig und dennoch schickt er mir nicht seinen zweiten Abgesandten..." seufzte Devin. "Bruder Devin, erkennt ihr mich denn nicht, ich bin sein Gesandter" sagte Blue auf einmal mit einer tiefen, brummigen Stimme. "Atom schickt mich, um euch zu prüfen und nach einem Gespräch mit ihm, befindet er euch für würdig. Eure Prüfung ist nun beendet." Devin schaute zunächst völligstens irritiert, dann hellte sich sein Gesicht. "Aber...ja...jetzt verstehe ich. Atom schickt jemanden, der auf den ersten Blick unwürdig zu sein scheint und prüft uns alle damit...Habt Dank, Ehrwürdiger...Atoms Wege sind unergründlich" sagte Devin sichtlich erleichtert. "Bruder Devin, ich würde euch aber bitten, dieses Geheimnis für euch zu behalten, damit ich unerkannt im Sinne Atoms prüfen kann." sagte Blue höflich. "Aber sicher, Gesandter euer Geheimnis wird bei mir sicher sein und ich werde es wohl hüten. Atoms Gnade ist groß." Devin verbeugte sich vor Blue und ging nach hinten in den Nukleus zu seiner Behausung.


    Nick und Blue gingen zum Ausgang und verließen den Nukleus. Nachdem sie einige Zeit gelaufen waren, sprach Nick Blue an. "Soso, du großer Gesandter Atoms, was werden wir jetzt machen? Du hast den armen Jungen ganz schön an der Nase herum geführt." und schmunzelte. Blue blieb stehen und drehte sich zu Nick um. "Was hätte ich denn deiner Meinung tun sollen, Nick? Wenn ich da nichts in dieser Art unternommen hätte, wäre Devin höchst wahrscheinlich in einigen Tagen der Strahlenkrankheit erlegen. Und das war das Einzige, was mir auf die Schnelle eingefallen ist." brummte Blue. "Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen, Großer. Das war schon in Ordnung. Das sollte kein Vorwurf sein...du alter, brummiger Yao-Guai." seufzte Nick, der Blue gerade wohl auf den falschen Fuss erwischt hatte.


    "Hmm, entschuldige Nick. Ich weiss du hast es anders gemeint. Ich bin wohl etwas unleidlich, weil ich ein Loch im Bauch habe. Ein gebratener Yao-Guai, gefüllt mit Tatos und...hmm lecker. Ich sollte wirklich aufhören, darüber nach zudenken, sonst bekomme ich ja noch mehr Hunger. Außerdem sind mir Yao-Guais im Moment zu wiederborstig..." sagte Blue, der scheinbar gerade wirklich großen Hunger hatte. "Ich kenne da noch jemanden, der gerade wiederborstig ist..." sagte Nick und grinste. "Nick, du kannst mich mal geflissentlich gern haben" sagte Blue, der nun ebenfalls grinsen musste.


    Die beiden liefen seit einiger Zeit auf der Straße und Blue hatte bis jetzt noch nichts gefunden. "Tja, Großer, ich würde sagen, dein Bauchgrummeln ist ein wenig zu laut...da nimmt alles reiß aus." sagte Nick im Spass. "Aber merkwürdig ist es schon. Weit und breit nichts zu sehen." bemerkte Nick anschließend nachdenklich. In einiger Entfernung sahen die beiden einen alten, leicht runden Van stehen. Blue peilte diesen auf einmal an und Nick folgte ihm leise. "Meinst du, das ist..." flüsterte Nick leise. "Das werden wir gleich sehen, ich werde mal...dezent anklopfen." Blue schlich hin und schlug einmal mit dem Hammer auf den alten Van. Der bekam auf einmal von vorne weg Beine und langsam schälte sich ein riesiger Einsiedlerkrebs aus dem Gehäuse. "Na, wer sagst denn. Eingedostes Essen. Lecker. Komm mal zu Papa." sagte Blue und fing an mit dem Hammer den großen Krebs zu bearbeiten. Durch die Bewohner von Far Harbor wußte Blue, dass diese riesigen Krebse gut essbar waren.


    Blue machte ein Feuer, nachdem er den Krebs erledigt hatte und legte das Fleisch ins Feuer. Er verdrückte, bis auf den Panzer und die Scheren, restlos alles. Nach zwei Stunden waren beide wieder auf den Weg. Sie wollten erst einmal zu Longfellow, um nach ihm zu sehen. Das letzte Treffen war wieder einige Tage her. Anschließend hatte Blue geplant nach Far Harbor zu gehen, um sich mit weiterem Proviant und weiteren Dingen einzudecken. Es stand eine Inselrundreise an, um all die Orte abzuklappern, die in DiMas Erinnerungen eine wichtige Rolle zu spielen schienen.


    Gegen späten Nachmittag kamen sie bei Longfellows Hütte an und Longfellow saß gerade in seinem alten Schaukelstuhl auf der überdachten Veranda. Grummpel lag zu seinen Füßen. Die beiden freuten sich, als sie Nick und Blue von weitem sahen. Sie hatten sich viel zu erzählen und es wurde darüber Abend. Blue entledigte sich während des Gesprächs erst einmal seiner Verkleidung und zog sich seine anderen Sachen wieder an. Das war für die folgenden Unternehmungen wichtig, dass er wieder anständige Waffen dabei hatte. Er wollte auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Longfellow war leider noch nicht so fit, dass er mit konnte. Die beiden verabschiedeten sich und gingen nach Far Harbor.


    Blue schaute bei Brooks vorbei und ging dann zu Mitch ins Last Plank. Er wollte ihm einigen hochprozentigen Alkohol abkaufen, den er für einige medizinische Dinge brauchte, die er auffüllen wollte. Teddys Vorräte waren leider erschöpft gewesen und so mußte Blue ein wenig improvisieren. Nick war draußen geblieben und hatte sich an die Reling gestellt und betrachtete das Meer. Es war heute Abend wieder besonders neblig, so das er nicht weit sehen konnte. Nick vernahm Stimmen von Richtung der Anlegestelle, in dessen Nähe auch ihr Boot lag. Die Stimmen hörten sich so an, als würden sie sich streiten und Nick konnte Allens Lee Stimme heraushören und noch zwei weiter, von denen eine ihm seltsam bekannt vorkam. Er konnte sie aber zunächst nicht zuordnen.


    "Das hört sich nach Stress an. Immer dieser Allen Lee. Ich sollte mal nachschauen, was da unten los ist." sagte Nick zu sich. Er ging los und dann sah er was los war. "Das ist nicht gut. Dieser ausgemachte Idiot. Ich muss Blue sofort Bescheid sagen." Dann rannte Nick los. Er platzte regelrecht ins Last Plank hinein und berichtete Blue kurz und knapp, was sich gerade an den Kais abspielte. Blues Gesicht verfinsterte sich und er ließ alles stehen und liegen und rannte los. Nick folgte ihm ihn kurzen Abstand.


    "Wir wollen hier nicht noch mehr von euch verdammten Festländern. Seht zu, das ihr kehrt macht und dahin zurückfahrt, wo hier herkommt. Sonst erschieße ich einen von euch. Ihr seid hier nicht willkommen." sagte Allen Lee äußerst gereitzt und zielte mit der Waffe auf einer der Leute, die vor ihm standen. Avery versuchte zu intervenieren, war damit diesmal nicht so erfolgreich. Die Situation drohte zu eskalieren. "Aber wir suchen..." sagte ein blau Uniformierter, der die Gruppe anzuführen schien. "...das ist mir egal, wen ihr sucht, hier werdet ihr ihn auf jeden Fall nicht finden...verschwindet" sagte Allen weiterhin gereizt. Sein Gegenüber ging auf Kontra "Hören Sie mal, Sie aggressives Subjekt, hören Sie auf uns zu bedrohen, sonst sehe ich mich gezwungen, einen Schießbefehl zu geben." sagte der Mann nun ebenfalls im bedrohlichen Ton. "Halt die Klappe, Festlandbewohner. Sonst schieße ich einem von euch den Kopf weg, ich werde..." "Aufhören, beide verdammt." konnte man eine tiefe brummige Stimme vom Kaieingang von Far Harbor hören. Sie klang wütend. Es war Blue. "Ltd. Sie werden zurück aufs Schiff gehen und erstmal dort bleiben." bellte Blue regelrecht den Mann an, der der Anführer der Gruppe war, die aus etwa zwanzig Minutemen bestand. Dann wandte er sich an Allen. "Wenn du einem meiner Leute Schaden zufügst, Allen, dann lernst du mich kennen. Nimm den verdammten Schießprügel runter. Ich kümmere mich darum." pfiff Blue Allen an.


    Der schaute erstmal total verwirrt und Avery wußte erstmal nicht zu sagen. Blue ging schnell zu Cassie Dalton und wechselte mit ihr einige Worte. Cassie nickte und Blue bedankte sich bei ihr. Er ging dann zum Kai herunter und an Avery und Allen vorbei. "Avery, ich werde euch alles erklären, wenn ich wieder da bin. Es wäre gut, wenn du Allen davon abhalten könntest, irgendwelche unschuldigen Leute zu erschießen." Er warf Allen dabei einen wütenden Blick zu. Der sah Blue ebenfalls angesäuert an, riss sich aber für den Moment zusammen. Anschließend ging Blue und Nick zu dem Boot, wo die Leute auf ihn warteten und wies den Bootsführer an einen bestimmten Kurs zu nehmen. Dieser nickte und schlug den angegebenen Kurs ein. Das Boot legt ab und fuhr Richtung der Farm der Daltons.


    Während der Fahrt unterhielt sich Blue kurz mit den Ltd. Sein Name war Ferrington. Er gehörte wohl zu den Minutemen, die in seiner Abwesenheit neu rekrutiert worden waren. Blue kannte ihn nicht. Bei den anderen Männern war ein bekanntes Gesicht dabei. Sgt. Flux war mit dabei und schien sich sehr über das Wiedersehen zu freuen. "Es tut mir leid, dass ich Sie so angeranzt habe, Ferrington, aber die Vorortsituation erfordert ein wenig...Fingerspitzengefühl. Und Allen Lee ist ein Hitzkopf. Ich gehe davon aus, dass Sie Colonel Garvey geschickt hat?" fragte Blue wieder ruhig Ferrington. "Jawohl, Sir. Unsere Truppe sollte Sie suchen gehen und schauen, ob es Ihnen gut geht und Ihnen eventuell zur Hand gehen." antwortete Ferrington. Blue seufzte innerlich. Er hatte nicht mehr aufgrund der Situation auf der Insel nicht mehr daran gedacht, dass Preston nach zwei Monaten Nichtmeldung einen Suchtrupp losgeschickte, um nach seinen beiden Freunden zu sehen. Das machte die ganze Vorortsituation nicht unbedingt einfacher. Er mußte jetzt seine Leute auf den Stand der Dinge bringe. Blue hoffte, dass die Situation am Kai nicht das Vertrauen der Far Harbor Bewohner nachhaltig erschütterte.

    108. Offenbarungen

    Nick und Blue waren wieder im Nukleus angekommen. Sie beschlossen heute Nacht einen Ausflug in die Kommandozentrale der alten Marinebasis zu machen. Nick hatte herausgefunden, dass es eine kurze Zeitspanne gab, in denen man sich unentdeckt in den hinteren Teil des Nukleus schleichen konnte. Blue und Nick hatten sich in ihren Bereich zurückgezogen und unterhielten mit gedämpfter Stimme über unterschiedliche Dinge, die sie zusammen erlebt hatten. Hin und wieder lachten die beiden sogar. Es war etwa gegen Mitternacht, als Nick und Blue sich leise Richtung der Tür schlichen, die tiefer in die alte Basis führte. Sie hätten zwar auch tagesüber dorthin gehen können, sie wollten aber kein Aufsehen erregen und den Kinder des Atoms und insbesondere Tektus keine Rechenschaft darüber ablegen, was sie hier auch immer finden würden. Sie gingen sehr vorsichtig vor.


    Die Verteidigung der alten Basis war durch ein versuchtes Eindringen der Kinder des Atoms aktiviert worden. Nick und Blue standen vor einem langen Gang, in dem man in einiger Entfernung ein fast undurchdringliches Laserfeld sah. Sobald die Laserstrahlen berührt würden, würde die Geschützte aktiviert, die sich ebenfalls an verschiedenen Stellen des langen Ganges befanden. Beide überlegten und suchten nach einer Möglichkeit, weiter in die Basis einzudringen. "Das sieht aber übelst gesichert aus. Dagegen waren Fort Hagen und andere militärische Stützpunkte im Commonwealth ja der reinste Kindergeburtstag. Wir könnten ja versuchen, die Geschütze auszuschalten, aber es gibt hier kaum Deckung. Und vermutlich schiessen alle gleichzeitig los, wenn wir eines beharken." sagte Nick frustriert. "Und nebenbei wird das einen riesen Lärm veranstalten."


    Blue stimmte Nick in beiden Fällen zu. Er beobachtete nochmal eine ganze Zeit das Laserfeld, hatte aber auch noch keine Idee. "Hmm. Nick wir sollten vielleicht mal in den Gang hier rechts schauen, vielleicht hilft uns das weiter." bemerkte Blue und zeigte Richtung des Ganges, den er meinte. "Ein Versuch wäre es wert, Großer. Was DiMa mit seinen Erinnerungen hier auch immer versteckt hat, muss extrem gefährlich sein, sonst hätte er es nicht an einen solchen geschützten Ort deponiert." sagte Nick zu Blue. "Das denke ich auch. Auf eine Art ist es gut, dass es so gut geschützt ist. So kann es nicht in falsche Hände fallen. Was es uns jetzt aber auch nicht einfach macht." sagte Blue nachdenklich und ging vor Nick in den Gang.


    Sie folgten ihm eine Zeit und standen dann in einem Raum, der vor dem Krieg wohl eine kleine Werkstatt für Powerrüstungen gewesen war. Der einzige Durchgang war vor langer Zeit eingestürzt und der Schutt versperrte den Weg tiefer hinein. Es war eine Sackgasse. Blue trat zum verschütteten Durchgang hin und schaute sich ihn an, dann schüttelte er den Kopf. "Hier werden wir nicht weiterkommen. Der dahinterliegende Bereich scheint komplett eingestürzt zu sein. Wir müssen dann wohl wieder zurück. Aber vielleicht sollten wir uns in dem Raum hier nochmal gründlicher umsehen. Vielleicht befindet sich hier etwas was uns weiterhilft."

    Beide suchten den Raum ab, fanden aber zunächst nichts. Bis Nick eine merkwürdig aussehende Stelle in der Wand auf fiel. Er drückte darauf herum und mit einem Mal öffnete sich eine quadratische Öffnung in der Wand und eine Computerkonsole fuhr knarzend heraus. "Hoppla, was ist das den Schönes. Scheint eine Art Notfallkonsole zu sein...und sie ist auch noch funktionsfähig. Dann schauen wir uns mal das gute Stück an." pfiff Nick erstaunt. Anschließend tippte er auf der Tastatur des Computers herum. Dann hörte man ihn leise fluchen. "Das wäre ja auch zu schön gewesen. Himmel ist das eine Verschlüsslung, so was habe ich noch nicht gesehen, ohne die richtigen Codes kann ich da Jahre lang ausprobieren. Und so viel Zeit werden wir nicht haben."

    Nick war frustriert. "Nick, dürfte ich mir das Ganze mal ansehen?" fragte Blue neugierig. "Na klar, vielleicht fällt dir ja was ein. Obwohl ich nicht glaube, dass wir an dieser Stelle weiterkommen." Blue ging zum Computer hin. Bevor er auf der Tastatur anfing herum zu tippen, zog er sich seine speziellen Handschuhe an, der er aus dem Seitenbeutel herauszog. Dann betrachtete er in Ruhe, dass was auf dem Bildschirm des Computers stand. Er verschränkte dann die beiden Arme miteinander, anschließend führt er seine Hand zur Stirn und stand einen ganzen Moment mit geschlossenen Augen da und schien hoch konzentriert über etwas nachzudenken. Dann öffnete er seine Augen wieder und murmelte etwas wie "... das könnte ich ausprobieren..." dann fing Blue auf der Tastatur relativ zügig an zu tippen. Nick sah ihm aufmerksam zu.


    Dann geschah etwas, was er nicht für möglich gehalten hatte. Blue schaffte es tatsächlich die Verschlüsselung des Computers zu knacken. Nick beobachtete ihn dabei, wie er hoch konzentriert und in einer Geschwindigkeit mit seiner Hände Zahlen- und Buchstabenkolonnen eintippte, die Nick bei Blue nicht für möglich gehalten hätte. Blue schien sich bei den Eingaben beeilen zu müssen. Er konnte teilweise erkennen, wie eine Zeit auf dem Monitor ablaufen zu schien. Die Hände flogen buchstäblich über die Tastatur und nach etwas zwei Minuten war der Code geknackt und man konnte ein kurzes Lächeln über Blues Gesicht huschen sehen. Nick war erst einmal völlig sprachlos. Blue konnte nun auf das Zugreifen, was sich auf dem Rechner befand. Er schien einige Sachen zu lesen und seufzte kurz und schüttelte den Kopf. Dann suchte er weiter. Tatsächlich fand er auf diesem Computer die Möglichkeit, einen Teil der Abwehr abzuschalten. Dies umfasste auch den Bereich mit dem langen und schwer gesicherten Gang.


    Blue schaltete sie ab und sie machten sich auf den Weg zurück. "Wir müssen trotzdem sehr vorsichtig sein, wenn wir uns weiter hineinbewegen. Ich konnte nicht auf alles zugreifen und nur einiges auf passiv setzten. Man scheint gewisse Teile absichtlich voneinander getrennt zu haben. Wahrscheinlich für den Fall einer...Kompromitierung des Basis. Es kann also gut sein, das uns das ein oder andere Unangenehme noch erwartet." Nick nickte und folgte Blue schweigsam. Sie durchschritten den Gang, der zuvor für sie versperrt war und kamen so immer tiefer hinein. An einigen Stellen in der Basis waren noch die alten Roboter aktiv. Es waren sogar einige Agressotrons dabei. Blue schaltete sie schnell im Nachkampf aus. Es ging weiter. An einigen Stellen schaltete Blue über weitere Computerterminals die Geschütze aus. So kamen sie nach einiger Zeit in die Hauptkommandozentrale an.


    "Mein Güte, die haben das hier vor dem großen Krieg aber ziemlich abgesichert. Das muss für die Leute hier extrem wichtig gewesen sein." sagte Nick aufgrund der hohen Sicherung der Basis. "Es ist wegen dem Schiff, dem alten U-Boot, Nick." sagte Blue nachdenklich. "Wieso hat man dann das Schiff nicht auch so abgesichert." fragte Nick, der zunächst nicht wußte, was Blue meinte. "Entschuldige Nick, da habe ich mich etwas ungenau ausgedrückt. Es ist das was das Schiff mit sich trägt...die Atomwaffen. Wenn ich mich noch richtig erinnere, dann wurden zum Starten dieser...Waffen besondere Codes benötigt. Ich befürchte, ich weiss, was DiMa hier gefunden haben könnte..." sagte Blue sehr besorgt. "Du meinst doch nicht...Aber das wäre..." Nick schwieg. "Komm, wir müssen es herausfinden, ob es tatsächlich so ist. Wenn hier so etwas ist, muß es schnellstmöglich außer Reichweite der Kinder und aller anderen."


    In der Kommandozentrale befand sich eine Computerkonsole, die scheinbar modifiziert worden war. Nachdem Nick den Notstrom der alten Basis angestellt hatte und Blue einen weiteren Aggressotron ausgeschaltet hatte, machten sie sich daran, das Programm von Farraday auf der Konsole zu installieren. Die Konsole war mit einem merkwürdigen Helm verbunden, der sofort herunter fuhr, als Blue das Programm startete. Plötzlich war Blue in einer Umgebung, wie er sie noch nicht gesehen hatte. Der Vorhof zu DiMas Erinnerungen. Blue musste sich durch eine ganze Anzahl von Abwehrmechanismen arbeiten, aber schlussendlich schaffte er DiMas Erinnerung zu sichern. Sie wurden automatisch auf Holoband gespeichert und Blue konnte sogar DiMas Erinnerung hören. Nur was er hörte, versetzte ihn zum Teil in Alarmbereitschaft.


    Es war wie Blue vermutet hatte, DiMa hatte tatsächlich die Startcodes für die Nuklearraketen gefunden. Er hatte sie aber sorgsam gesichert und versteckt. Blue erfuhr durch die Audiologs, dass DiMa vor vielen Jahren vor einem Dilemma stand. Die Situation zwischen den Bewohnern von Far Harbor und den Kindern war damals sehr schlecht und er hatte aus Verzweiflung und Angst um Acadia einen sehr gefährlichen Plan beschlossen. Er hätte die beiden Seiten aufgrund seiner Vorkehrungen auslöschen können, hatte es aber nicht getan, weil er es moralisch verwerflich fand und es nicht konnte.


    Blue konnte sehr gut verstehen, warum DiMa diese Gedanken aus seinem Kopf verbannt hatte. Er hatte Gewissenbisse gehabt und wurde damit nicht fertig. Deshalb hatte er sie sich aus seinem Kopf entfernt. Blue wußte durch die Angaben auf den Logs, wo sich die Dinge befanden, die diese Pläne auslösten. Zwei weitere Logs waren ebenfalls interessant. In einer ging es um Nick und DiMa. DiMa hatte die Wahrheit gesagt. Er war tatsächlich mit ihm aus dem Institut geflohen und mußte Nick aufgrund seiner Verwirrtheit k.o schlagen. Auf einem anderen Log war die alte Erfrischungsfabrik von VIM erwähnt, dort musste auch etwas stattgefunden haben, was für DiMa sehr wichtig gewesen sein musste.


    Als Blue aus DiMas Gedankenwelt wieder zurück war, erzählte er Nick alles, was er gehört hatte. Nick war ebenfalls sehr besorgt und wußte erstmal nicht, wie sie weiter vorgehen sollten. Er sah Blue an. Dieser schien bereits einen Entschluss gefasst zu haben. Nick konnte das deutlich an Blues Gesicht ablesen. "Wir müssen uns um diese Dinge kümmern, Nick. Und uns um die noch offenen Rätsel kümmern. Da steckt noch mehr dahinter. Und zwar relativ zügig. Bevor das Ganze noch Schlimmer wird. Vor allem dürfen die Startcodes nicht in die falschen Hände kommen." sagte Blue ernst. "Da stimme ich dir zu, Großer. Wir müssen rausfinden, was DiMa damals in aller Umfänglichkeit vor hatte und das entschärfen. Blue... was machen wir mit den Codes, wenn wir sie finden?"


    Blue sah Nick, bei dieser Frage so durchdringend an, dass er erst dachte er hätte etwas Falsches gesagt. "Was werden wir damit tun, wenn wir sie finden, Nick? Das fragst du mich doch nicht wirklich, oder? Es gibt dafür nur eine Lösung... unschädlich machen. Wir werden doch nicht anfangen, mit diesen Waffen herumzuhantieren..." Blue reagierte recht heftige auf die Frage. "So war das auch nicht gemeint, da müsstest du mich doch kennen..." sagte Nick etwas gekränkt. "Entschuldige. Das war von mir auch nicht so gemeint...ich habe wohl ein wenig überreagiert. Mir gefällt alleine die Vorstellung nicht diese Sache zu bergen und diese Codes in den Händen zu halten... diese Waffen haben so viel Leid gebracht...aber wir können die Codes auch nicht da lassen, wo sie jetzt sind." Blue seufzte. "Wir sollten zusehen, dass wir hier wieder raus gehen. Ich werde die Abwehr auch wieder aktivieren. Die Kinder müssen nicht wissen, das wir es geschafft haben." Nick stimmte ihm zu.


    Bevor sie sich wieder auf den Weg zurück zum Nukleus machten wollte Nick Blue noch etwas fragen. "Sag mal, Großer. Die Aktion mit dem Knacken der Verschlüsselung, wie hast du das gemacht? Und war da noch etwas gespeichert, du hast den Kopf geschüttelt, als du gelesen hast. Vor allem, ich wußte gar nicht, wie schnell du tippen kannst." Blue blickte Nick an und sagte "Ich...habe den Verschlüsselungsalgorithmus einfach erkannt...ich scheine ihn wohl von irgendwoher zu kennen...aber ich weiss nicht wie...wo...wann? Solche Sachen waren eigentlich nicht vielen bekannt" sagte Blue mehr zu sich als zu Nick. Dann schaute er wieder zu Nick. "Es stand noch etwas in dem Terminal, von den Leuten vor dem großen Krieg...ich hatte den Eindruck, dass der Kapitän des U-Boots sein eigenes Schiff sabotiert hat...um nicht am Krieg teilnehmen zu müssen."


    Nick und Blue machten sich auf dem Rückweg und Blue aktiviere wieder das Verteidigungssystem. Dann kehrten sie wieder zu ihrem Platz im Nukleus zurück. Ihre Abwesenheit war scheinbar nicht aufgefallen. Sie hatten die Bitte von DiMa erfüllt und würden bald zu den anderen Orten aufbrechen, von denen in den Audiologs die Rede war. Blue hatte sich auf seine provisorische Schlafstelle gesetzt und dachte sehr angestrengt nach. Er schien aber auf keinen Konsens bei seinen Gedanken zu kommen. So beschloss er sich erst einmal schlafen zu legen und am morgigen Tag weiter zu planen. Er wünschte Nick eine gute Nacht und schlief bald danach auch ein. Auch Nick hatte einiges zum Nachdenken. DiMa war tatsächlich so eine Art Bruder. Er wußte noch nicht, wie er damit umgehen sollte.

    107. Vergangene Gespräche

    Blue schlief einige Stunden. Während dessen schaute sich Nick nochmal im Nukleus um, beobachtete einige Dinge und kehrte dann zu seinem Freund zurück und setzte sich auf eine alte Kiste und betrachtete ihn aufmerksam. Blue schlief noch in seiner halbaufrechten Position gegen die Wand gelehnt. Er hatte die Kapuze abgelegt gehabt, bevor er eingeschlafen war. Der Kopf war nach vorne geneigt und das Kinn war auf die Brust gesunken und auf den ersten Blick sah es so aus als würde, als würde er sehr ruhig schlafen. Blue hatte die Hände auf den Bauch abgelegt. "Das sieht aber nicht sehr besonders bequem für ihn aus, so wie er da schläft." dachte Nick und fing gerade an sich Gedanken über ihre nächsten Schritte zu machen, als Blue plötzlich anfing im Schlaf unruhig zu werden. Seine Hände fingen abwechselnd an zu zucken. Blue schien irgendetwas zu träumen. Einige Zeit später fing er sogar an im Schlaf zu reden. Nick brach seinen Gedankengang ab und fing an zu lauschen. Es interessierte ihn auf einmal sehr was Blue von sich gab. Manchmal war es ziemlich schwierig zu verstehen, aber grundsätzlich sprach Blue recht deutlich und er schien sich in seinem Traum mit jemand zu unterhalten.


    "...Avens hat sich gemeldet? Brauchen Unterstützung...bei Willow Beach?...erneut Caesars Legion? Du sagst, Kräfteverhältnis 1 zu 4? Das ist gar nicht gut. Wenn NCR gegen Legion verliert... auch nicht gut für uns...für Bruderschaft ebenfalls nicht... *kurze Pause*..." Blue schien in seinem Traum etwas zu überlegen. Nick hörte weiter gespannt zu. Er war sich sicher fast sicher, das aufgrund der Art, wie das Gespräch verlief, es eine Mischung zwischen Traum und Erinnerung aus der Vergangenheit sein könnte. Blues Unterbewußtsein schien im Schlaf sehr aktiv zu sein und war wohl dabei irgendwelche Erinnerungen zu sortieren. Blue murmelt weiter im Schlaf "...er hat...nicht...gesprochen mit*unverständliches Murmeln* ball... Das ist schlecht *brummeln*...sehr schlecht...*schnaufen* verdammter Dickkopf...gefährdet seine Leute und Bürger. Egal...helfen Avens...auch wenn...militärische Führung nichts weiss von Hilferuf...Ob ich mir sicher bin?...Ja. Wenn NCR fällt...derber Rückschlag...Das können wir...das werden wir nicht zulassen...Wie viele? Alles, was wir entbehren können...ohne eigene Sicherheit zu gefährden...*undeutliche Gemurmel*...kräftig in den Hintern treten...Ich werde mitgehen"


    Blue wurde wieder ruhiger. Der Traum schien zu wechseln. "Endlich mal wieder raus...aber Wetter...verschlechtert sich Zusehens. Muss noch einige Dinge prüfen ... bevor wieder vom Luftschiff runter...Hmm, sieht nach starkem Rad-Sturm aus...sollte mich beeilen...Leute müssen Schutzausrüstung..." Blue veränderte mit einem Mal ein wenig die Schlafposition und neigte sich nach links und war wieder ruhig. Die Traumphase war wohl zu Ende. Nach etwa drei weiteren Stunden Schlaf wachte Blue langsam auf. Nick hatte sich in der Zwischenzeit einige Gedanken zu dem Gespräch gemacht, das er mitbekommen hatte, aber es blieb ihm ein Rätsel. Nick hatte jetzt noch mehr Fragen im Kopf zu Blues Vergangenheit als vorher.


    Blue schien relativ gut geschlafen zu haben und stand auf. Nick betrachtete ihn nachdenklich "Gut geschlafen? Das sah übrigens nicht sehr bequem aus, wie du geschlafen hast." "Eigentlich habe ich gut geschlafen...außerdem bequem kann ja jeder, Nick." Blue grinste. Er schien ausgesprochen gute Laune zu haben. "Weißt du eigentlich, das du im Schlaf sprichst, Großer? Du warst heute Nacht äußerst redselig." sagte Nick nachdenklich. "Ich habe im Schlaf gesprochen, wirklich? Worüber denn?" fragte Blue neugierig. " Ich kann mich nicht wirklich an etwas erinnern. Außer, dass ich seit langem schon nicht mehr so tief und erholsam geschlafen habe." "Tja, mein Freund, wenn ich das mal wüßte, also..." Nick erzählte Blue, was er verstanden hatte. Dieser hörte Nick sehr aufmerksam zu. "Und sagt dir das oder erinnerte dich das an etwas? fragte Nick Blue. Der schüttelte nur den Kopf. Blue dachte wieder eine ganze Zeit angestrengt nach. " Nein nichts. Es ist wie...weggewischt. Aber Danke Nick, vielleicht hilft es mir doch irgendwie oder irgendwann weiter..." sagte Blue diesmal sehr nachdenklich.


    "Du scheinst auf irgendeinem Wege von der Westküste nach hier gekommen zu sein, NCR und Caesars Legion deuten darauf hin. Und einen Teil davon mit einem kleinen Luftschiff. Und du oder ihr scheint an irgendeinem Kampf teilnehmen zu wollen. Merkwürdig. Ich habe so einiges an Geschichten aus dem Westen gehört...naja zumindestens habe ich jetzt einen neuen Ansatz...da werde ich mich drum kümmern, wenn wir wieder im Commonwealth sind." sagte Nick. "Danke, alter Freund. Mal eine andere Frage Nick, wie lange sind wir jetzt eigentlich schon auf dieser Insel?" fragte Blue plötzlich etwas besorgt. "Etwas mehr als ein Monat plus minus ein paar Tage. Warum fragst du?" "Nur so. Ich hoffe nur, dass alles im Commonwealth glatt läuft."


    Nick und Blue waren fertig mit dem Gespräch und erörterten kurz, wie sie weiter vorgehen wollten. Die nächsten drei Wochen waren sie sehr häufig dabei den Kindern des Atoms in vielen Dingen zu helfen und das Vertrauen wuchs auch auf Seiten der Kinder. Zwischenzeitlich besuchten die beiden auch Acadia, Longfellow und Far Harbor. Allerdings zog Blue während diesen Besuchen sein Verkleidung aus, so dass niemand Verdacht schöpfte. Longfellows Wunde verheilte gut und er war froh Nick und Blue immer wieder gesund und munter zu sehen. Grummpel hatte sich während Blues Abwesenheit sehr mit Longfellow angefreundet, aber er freute sich auch sehr Blue mal wieder zu sehen. Auch in Acadia war es im Moment friedlich und Curie unterhielt sich häufiger mit Farraday. Die beiden verstanden sich gut und waren häufig gemeinsam am Fachsimpeln als Nick und Blue hin und wieder vorbei kamen. Im Moment war es relativ ruhig zwischen den Fraktionen auf der Insel. Nick und Blue fingen langsam Planung an, wie sie möglichst unauffällig an DiMas Erinnerungen kämen und sie beschlossen in den nächsten Tagen ein Versuch zu starten, diese zu bergen.