[Spoiler] Ein seltsamer Wanderer - Alternative F4 Geschichte

  • Nach einer sehr interessanten Diskussion im Thread: "Was müsste geschehen, damit es im Commonwealth Fortschritte gibt?" und der daraus resultierenden Festellungen, das es unterschiedliche Spiel- / Sichtweisen und damit verbundene Charaktergeschichten gibt, habe ich entschlossen die Geschichte einer meiner Chars und seiner Beweggründe zu erzählen.

    Allerdings orientiert sich diese Geschichte grob an den Ereignissen in Fallout 4, allerdings ist mein Char. nicht auf der Suche nach seinem Sohn. Also eine Art alternative Fallout 4 Erzählung. Soviel möchte ich schonmal verraten. Wie bereits im anderen Thread angedeutet, nach dem gefühlten 20. Versuch Fallout 4 komplett durch zuspielen, entwickelt man seine eigenen Ideen. Das zu meinen Beweggründen. Dann mal ab ins Commonwealth... ^^


    1. Die Ankunft

    Blitze zuckten. Der Wind warf das kleine Luftschiff, wie ein Stück Papier hin und her, so das der einzige Passagier und gleichzeitig Steuermann an Bord sein liebe Mühe hat, das Schiff in der Luft zu halten. Wieder Blitze. Dieser RAD-Sturm war ungewöhnlich stark, der sich am nördlichen Ende des Commenwealth zusammengebraut hatte.

    Rumms. Einer der Blitze hatte den Heckantrieb des kleinen Schiffes getroffen. Durch den Funkenschlag und die Beschädigung der Hülle entzündete sich das Gasgemisch rasend schnell, welches das Schiff in der Luft hielt. Eine Explosion erhellte den Landstrich und viele brennende Splitter gingen nieder, die vom einsetzenden sauren Regen gelöscht wurden.


    Bereits beim Einschlag des Blitzes in den Antrieb handelte die an Bord befindliche Person und setzte sich geistesgegenwärtig ein Fallschirm auf und sprang vom bereits brennenden Schiff. Allerdings hatte sich aufgrund des Windes auch ein kleiner Funke auf den Stoff des Fallschirms verirrt, und der Funke machte sich daran, sich schnell zu vergrößern.
    "Na hervoragend, das wird ja einen interessante Landung werden. Vielleicht schaffe ich es noch, in dem See zu landen."


    Dieser malte sich in einigen hundert Metern, trotz der Dunkelheit des Radsturms ab.

    Auch war in der Nähe schwach eine kleine Ansammelung von Hütten und alte landwirtschaftliche Bauwerken und Maschinen zu erkennen.
    Nein, das wird nichts. Die mittlerweile in Flammen stehende Fallschirm war da anderer Meinung. Etwa 50 Meter vor dem rettenden Nass versagte der Fallschirm.
    "Mist."

    Die Person rauschte in die Tiefe, schlug auf den kleinen davorliegenden Hang auf, rollte ihn herunter und blieb bewegungslos am Rand des Sees liegen.
    Willkommen im Commonwealth. Das Commonwealth begrüßt Neulinge auf seine ganz eigene Art.

    Frage nicht, was deine Mitmenschen für dich tun können, sondern was du für sie tun kannst.

    3 Mal editiert, zuletzt von DarkDrake1980 () aus folgendem Grund: Autovervollständigung. Schreibfehler korregiert.

  • DarkDrake1980

    Hat den Titel des Themas von „Ein seltsamerer Wanderer ( Eine Fallout 4 Geschichte)“ zu „Ein seltsamer Wanderer ( Eine Fallout 4 Geschichte)“ geändert.
  • 2. Ein erstes Zusammentreffen

    Es dämmert langsam, als der bis dahin regungslose Körper sich wieder bewegte und versuchte sich mit einem hörbaren Stöhnen aufzusetzen.
    "Ahhh. Autsch. Ich fühle mich, als wäre ein Rudel Mirelurks über mich hinweggetrampelt.
    Und mein Kopf fühlt sich an, als würde er von der Schere eines Rad-Skorpions zusammengedrückt werden."

    Langsam musterten ein paar grau blaue Augen aufmerksam zunächst den eigenen Körper und dann die Umgebung.
    Der obere Teil einer schwarzen Kleidung war ziemlich mitgenommen und zerrissen. Am Arm war etwas, das entfernt an einen Pipboy erinnerte, durch den Sturz ziemlich mitgenommen und der kleine Monitor wies viele feine Risse auf. Die schwarze Hose war weitestgehend intakt. Ebenso die stabilen schwarzen Stiefel. Der kleine graue Beutel, der an der Seite des silbernen Gürtels hing, war ebenfalls unbeschädigt und schien aus irgendeinem seltenen und wasserabweisend Material zu bestehen. Einige Zentimeter weiter lag etwas, was wahrscheinlich einmal ein Brille gewesen war. Das Metall war so verformt, das es eher an eine Spirale aus Metall erinnerte.


    Die Person fuhr sich langsam mit den großen Händen durch die grauen Haare und fühlt vorsichtig den Kopf ab und zuckt kurz an einer Stelle zusammen.
    "Autsch. Das erklärt es. Gottseidank keine offene Wunde. " grummelte er langsam vor sich hin und blieb weiter am Rand des Sees sitzen.
    Langsam wurde Arme und Beine ausgestreckt und mit einem Seufzen der Erleichterung festgestellt:
    "Ausser einigen Schrammen und Abschürfungen alles in Ordnung. Scheinbar nichts gebrochen. Das ist schon mal gut."


    Er blieb noch eine Weile sitzen, und dachte darüber nach was nun zu tun sei. Allerdings machte ihm dabei etwas Sorgen, er konnte sich nur bruchstückhaft daran erinnern, was passiert war. Blitze, eine Explosion und dann Dunkelheit war im Moment das Einzige, woran er sich im Moment erinnern konnte. Das Davor war, bis auf wenige Bruchstücke fast vollkommen aus seinen Erinnerungen verschwunden und auch entfiel ihm im Moment sein eigener Name. Durch den Sturz schien er sich einen erheblichen Gedächnisverlust zugezogen zu haben.

    Etwa eine halbe Stunde später, nachdem er weiter nachgedacht hatte, fasste er einen Entschluß.


    "Es bringt, nichts weiter zu grübeln, ich muss erstmal sehen, wo ich hier gelandet bin. Scheint zwar eine relativ ruhige Gegend zu sein, aber das kann täuschen."


    Gerade als er dabei war, sich aufzurichten, hörte er einen panischen Schrei, ein kaum hörbares Schluchzen und ein höhnisches Gelächter, was von mehreren Personen auszugingen schien. Gefahr war im Verzug.


    Langsam und sehr vorsichtig schlich er sich in die Richtung aus der die Stimmen und der Schrei gekommen gekommen waren. Das Gelände wies einige hohe verfilzte Büsche auf, die gerade genug Deckung gaben. Er schafte es tatsächlich sich ungesehen zu der Stelle zu bewegen und konnte aus einiger Entfernung beobachten, wie vier Raider warscheinlcih eine Mutter mit ihrem Kind bedrohten. Das Kind schien sich am Bein verletzt zu haben, da es dieses nicht versuchte zu belasten. Beide sahen sehr mitgenommen aus. Es schien so als hätten sie versucht schon längere Zeit den vier Raidern zu entkommen. Die Mutter hatt eine kleine Impro-Pistole auf einen der Raider gerichtet, der das amüsiert zu Kenntnis nahm.


    "Hey Süsse, selbst wenn du mich mit diesem Spielzeug über den Haufen schießt, sind meine drei Freunde sehr schnell bei euch beiden. Also gib auf. Außerdem denke ich, das du bluffst, die Kugeln hast du gestern schon verschossen. Ich hab nachgezählt.
    Ja da wunderst du dich, ich kann zählen. Also sei jetzt ein folgsames Mädchen und vielleicht lassen wir dich und dein Töchterchen ja laufen. Hast uns ja gestern eine gute Verfolgungsjagd geliefert. Sowas muss ja belohnt werden. Aber erst nach dem wir uns mal ein wenig näher mit einander bekannt gemacht."


    Als der Anführer der kleinen Raidergruppe das ausgesprochen hat, grinste er und sein Freunde ausgesprochen böswillig. Es sah nicht gut für die beiden aus und als der Raider das ausgesprochen hatte, waren beide totenblass. Die Situation war hoffnungslos. Beiden stand die Todesangst ins Gesicht geschrieben und waren kaum in der Lage sich zu bewegen.


    Er hatte die Situation beobachtet und wußte, das wenn er hier nicht in irgendeiner Form eingreifen würde es den beiden gleich sehr schlecht ergehen würde. "Ich muss irgendetwas tun und zwar schnell."


    Die Raider machten einen Schritt auf die beiden zu.
    "Ich glaube nicht, das die beiden Ladys euch näher kennenlernen möchten" hörte man eine tiefe und brummige Stimme hören.
    Die Raider blieben verdutzt stehen und schauten in die Richtung aus der die Stimme kam.


    Da kam auch schon ein relativ grosser Stamm angeflogen, der anscheinend mit großer Kraft geworfen worden war und einen der Raider instant erschlug. Dann ging alles sehr schnell. Während die drei restlichen Raider noch auf den gerade erschlagenen Freund blickten, kam der Werfer ins Blickfeld.


    "Sch.... was ist das denn?" Patsch machte es, und der zweite Raider bekam von einer ziemlich großen Faust so kraftvoll eine gelangt, das er erstmal mehrere Meter durch die Luft flog, bevor auf dem See aufschlug und sang und klanglos unterging. Es waren noch zwei übrig. Dem dritten erging es ähnlich wie dem zweiten, auch dieser bekam so kräftig mit der anderen Faust eine, das er gegen ein altes Autowrack donnerte und mit gebrochenem Genick liegen blieb.


    Der vierte Raider, der Chef der Gruppe, hatte bereits die Beine in die Hand genommen, nachdem er gesehen hatte, was da auf sie zukam. Eine Gestalt von etwa drei Meter Größe mit einer bläulichen Hautfarbe und einem Gesichtsausdruck, der nach einem wütenden Yao-Guai aussah.
    "Supermutant" schoss es ihm durch den Kopf. "Aber seid wann haben die Haare auf dem Kopf und helfen Menschen, und nach Perücke sah das nicht aus. Ich hätte es mit dem Jet nicht so übertreiben sollen." und rannte um sein Leben.


    "Moment, Freundchen. So nicht, das könnte dir so passen. Deine restlichen Freunde brauchen wir nicht auch noch."

    Die Gestalt nahm ein langes, stabiles aber stumpfes Holz und warf es wiederum mit viel Kraft nach dem flüchtenden Raider.

    Es gab ein ploppendes Geräusch, als das Holz den Raider rücklings im Bereich der Schulter durchschlug und gepfählt zusammenbrach. Der Kampf war kurz gewesen und die vier Raider stellten für die Mutter und ihr Kind keine Gefahr mehr da.


    Die Gestalt ging zu den Raider hin und schien nach zu prüfen, ob sie tatsächlich keine Gefahr mehr darstellten. Er legt die Leichen neben einander und setzte sich in einiger Entfernung von den beiden hin und schaute sie nachdenklich aus den grau-blauen Augen an.


    "Die werden euch nichts mehr tun. Es tut mir leid, das die Kleine den Kampf so nah mit erleben musste. Aber es war keine Zeit, und ich habe leider keine andere Möglichkeit mehr gesehen, euch zu helfen. Ich tue euch nichts." Dann schwieg er wieder und blieb weiterhin sitzen.


    Die beiden schauten sich ungläubig an und sagten zunächst einmal nichts.


    Fortsetzung folgt

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  • DarkDrake1980

    Hat den Titel des Themas von „Ein seltsamer Wanderer ( Eine Fallout 4 Geschichte)“ zu „Ein seltsamer Wanderer( Eine Fallout 4 Geschichte)“ geändert.
  • Ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich der Übersicht halber einen neuen Post beginne, damit ich die Geschichte weiter erzählen kann. Es wird warscheinlich auch noch einiges mehr folgen.
    Ansonsten sollte das nicht in Ordnung sein, bitte in den alten Post verschieben @ Moderatoren


    3. Gerettet

    Als einige Minuten schweigend vergangen waren, fasste die Mutter allen Mut zusammen und sprach ihren seltsamen Retter an.
    "Danke, das du uns vor den Raidern gerettet hast. Sie haben uns gestern beim Plündern aufgestöbert. Wir haben noch versucht, uns zu verstecken, aber sie haben uns leider doch entdeckt. Wir haben uns dann von unserem eigentlichen Zuhause immer weiter wegbewegt. Ich wollte nicht, das sie unser Zuhause finden. Normalerweise sind dort, wo wir Leben keine Raider. Bis jetzt."


    Sie seufze hörbar, als sie das erzählte.

    "Ich bin übrigens Linsey Cunningham, und das ist meine kleine Tochter Anny. Und wie heißt du?"


    "Hallo Linsey. Hallo Anny. Freut mich, das ich euch helfen konnte. Es tut mir leid, das ich euch warscheinlich mit meinem Auftreten fast zu Tode erschreckte habe, eigentlich bin ich sehr umgänglich. Ich weiss, das klingt jetzt komisch, aber ich kann mich im Moment irgendwie nicht an meinem Namen erinnern. Ich werde warscheinlich einen haben."


    "Also ich wäre ja für Blue. Du heißt bestimmt Blue, weil du blau bist.
    Stimmts Mama?
    Also ich werde dich auf jeden Fall Blue nennen. Ist doch in Ordnung, oder?"


    "Okay, kleine Lady. Dann heiße ich Blue. Bis ich wieder weiss, wie ich heiße."


    Blue schmunzelt dabei ein wenig, als das kleine Mädchen, was warscheinlich zwischen acht und zehn Jahren alt war, ihm diesen Namen mit seiner ganz eigenen Logik gab.


    "Mama, jetzt wo die Raider tot sind, können wir doch nach Hause, oder? Übrigens Blue, danke das du sie plattgemacht hast.
    Die haben es nicht anders verdient. Dass sind keine guten Menschen"
    stellte sie abschließend fest.
    "Aber Mama wir können nur sehr langsam gehen, weil wegen meinem Bein." Das Bein war am Knie blutig, und sah im Bereich des Schienbeins etwas merkwürdig aus.


    Blue betrachtet das Bein aufmerksam.
    "Linsey, dürfte ich mir das Bein von Anny einmal vorsichtig ansehen?"
    "Verstehst du etwas von Medizin?" fragte Linsey ziemlich verdutzt. "Sei bitte aber vorsichtig und tue ihr nicht weh".


    Linsey konnt sich eigentlich nicht wirklich vorstellen, das jemand mit solchen großen Händen so etwas könnte. Aber im Moment wußte sie sich auch keinen anderen Rat. Irgendwas stimmte mit dem Bein nicht. Gestern war Anny in ein Loch getreten und sehr unglücklich gefallen, als sie versucht hatten den Raidern zu entwischen. Aber wenn er ihnen wieder helfen konnte wäre das gut. Das Vertrauen musste sie aufbringen.


    Sonst sind Supermutanten sind ja eher für ihre Grobschlechtigkeit und der meist unterentwicklten Intelligenz im Commonwealth bekannt. Wobei Blue da irgendwie komplett anders war. Und wenn er ihnen wirklich schlecht gesonnen gewesen, hätte er ihnen längst Schaden zu fügen können. Medizinsche Fähigkeiten erwartet man wohl von einem Supermutanten im Ödland warscheinlich am allerwenigsten.


    "Ich denke schon" antwortete Blue und robbte in sitzender Haltung vorsichtig vor zu Anny.

    Anny schaut ihn erwartungsvoll und etwas ängstlich an.


    "Anny ich werde jetzt vorsichtig versuchen, dein Bein abzufühlen. Ist das okay für dich?
    Und du sagts mir sofort Bescheid, wenn es irgendwie weh tut."


    Blue fühlte mit großtmöglicher Vorsicht mit Daumen und Zeigefinger die merkwürdig aussehende Stelle am Schienenbein ab. Anny verzog kurz den Mund. Sofort zog Blue Daumen und Zeigefinger zurück.


    "Das ist gebrochen und muss geschient werden." schoss es Blue durch den Kopf.
    "Und die Wunde muss auch versorgt werden, das gibt sonst eine böse Entzündung."

    Er fasste kurz fast wie ihn Trance zu seinem, an der Seite hängenden kleinen Beutel.
    Ich glaube, da müßte ich was passendes dabei haben. Aber erstmal muss der Bruch geschient werden."

    Blue wandte sich an Linsey und erklärte ihr, das das Bein gebrochen sei und geschient werden müsse. Dabei merkte er an, das man sich vielleicht ins eins der kleinen Häuser oberhalb des Abhangs zum See zurückziehe sollte, während Anny versorgt würde. Es wäre durchaus möglich, das sich noch mehr Raider in der Nähe herumtreiben könnten. Und so wären sie nicht direkt auf dem Präsentierteller. Linsey nickte zustimmend.


    "Sunshine Tidings, so nennt sich der Ort. Eigentlich ja ganz nett.
    Ähmm Linsey, ich hätte da eine Frage und es ist mir fast schon etwas peinlich. Wo befinden wir uns hier eigentlich überhaupt?
    Ich muss wohl ziemlich was auf dem Kopf bekommen haben, bevor wir uns trafen."


    "Diese überaus reizende Gegend nennen wir Bewohner das Commonwealth."
    antwortet Linsey mit einem leichten spöttischen Unterton.


    "Ah Danke. Das Häuschen dort hinten sieht noch gut und stabil aus und man hat einen gewissen Überblick.
    Da kann ich das Bein dann auch gut schienen."


    Sie bewegten sich langsam zu dem Haus hin, da Anny an der Hand ihrer Mutter nur sehr langsam humpeln konnte. Nach einer kurzen Weile kamen sie dort an und traten ein.

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  • 4. Richtig gewickelt

    Blue ging vorsichtig geduckt durch die Tür eines der kleinen grünen Häuschen. Einmal um überhaupt hinein zu kommen und um nachzusehen, ob hier nicht noch die eine oder andere Überraschung auf sie wartete. Zu gerne waren solche Orte Rückzugsmöglichkeiten für Rad-Kakerlaken oder den ein oder anderen schlecht gelaunten wilden Ghul. Aber nichts dergleichen. Alles ruhig.


    Ein altes Bettgestell mit einer sehr verblichenen Matraze, einen sehr kleinen und ein großer Tisch, ein Rollstuhl und ein alter Schrank standen in dem Raum. An der Wand hang ein alter und verdreckter alter Erste Hilfe Kasten. Das hier schien früher ein Erster Hilfe Raum dieser kleinen Landwirtschaftsiedlung gewesen zu sein.


    "Passt ja." dachte Blue bei sich. "Lindsey, Anny ihr könnt kommen, hier drinnen sieht alle in Ordnung aus.
    Wir sollten Anny auf den grossen Tisch da setzten, das wäre zum Schienen ideal."
    Lindsey kam mit Anny hinein und hob ihre kleine Tochter mit einiger Anstrengung auf den Tisch. Anny schien sehr gespannt zu sein, wie es weiter ging. Während Lindsey dabei war ihr Tochter richtig hinzusetzen, zerlegte Blue den kleinen Tisch mit einigen Handgriffe. Rumms.


    "Die kurzen Tischbeine sind ideal" bemerkte Blue. "So das hätten wir schonmal, jetzt brauche ich nur noch was zum Befestigen. Hmm ein Seil habe ich nicht, aber draußen habe ich etwas verleichbares gesehen." Blue stapfte wieder nach draußen, und holte etwas Lianenartiges aus einem der Büsche. "Das muss erstmal reichen, mehr habe ich im Moment" brummte er vor sich hin.


    Dann trat er wieder ein. Anny und Lindsey sahen ihn gespannt an. Blue schob vorsichtig die aufgerissene Hose von Anny nach oben und begutachtet das Bein erneut. Die Wunde war schon recht tief und ziemlich dreckig.

    "Das muß auf jeden Fall desinfiziert werden, das gibt sonst ein ziemlich deftige Infektion" dachte Blue sich und zog dabei die Stirn in Falten und die grauen Augenbrauen hoch.


    Dann fasste er in den Seitenbeutel und holte einige Dinge hervor. Zwei unterschiedliche große silbere Kassetten und einen weiteren kleinen weißen Beutel. In dem weißen Beutel befand sich eine Flasche mit eine klaren Flüssigkeit und mehrere Mullbinden. Blue nahm die Flasche, die in seinen Händen schon fast ein wenig winzig wirkte, und sprühte sich ein wenig von der klaren Substanz auf die Hände. Sofort roch es dem kleinen Raum extrem antiseptisch.


    "Desinfektion, wenn ich die Wunde versorge, möchte ich nicht nochmehr Keime in die Wunde bringen" erklärte er Lindsey und Anny. Während er das sagte, griff er zu einer der silbenen Kassetten, es war die kleinere der beiden.

    Beide Kassetten waren glatt und wiesen beide mittig eine Art Gravur auf. Diesen hatte die Form eines stlisierten Drachenkopfes. Blue öffnete die Kassette und man konnte mehrere gut verpackte Tuben, extra gesicherte Spritzen, wieder mehrer Fläschen und einige abgepackte Tabletten sehen. Oben in der Kasette stand: Notfallversorgung. Er nahm eine der Tuben und eines der Fläschen und legte sie neben Anny, nachdem er den Ablageplatz auch ein wenig gereinigt hatte.


    Dann griff er zu der zweiten größeren Kassette und klappte sie behutsam auf. Man konnte hier einige medizinische Werkzeuge sehen, die in zwei Ebenen fein säublich geordnet waren. Lindsey konnte das ein oder andere auch identifizieren, da sie mit ihrem großen Sohn Tom einmal nach Diamond City zum Arzt musste. Er hatte sich während der Feldarbeit eine Verletzung am Unterarm zugezogen, die damals auch behandelt werden musste. Anderes medizinsche Besteckt konnte sie überhaupt nicht identifizieren und merkwürdigerweise schienen diese Dinge auch auf Blues Hände angepasst zu sein. Irgendwie seltsam.

    Blue nahm eine Art Schere heraus und legte sich ebenfalls neben Anny.


    "Anny, ich werde jetzt ganz vorsichtig die Wunde sauber machen, damit das nicht so weh tut, werde ich das mit einem kleine Mittel etwas betäuben. Danach werde ich eine spezielle Salbe aufbringen und das Knie verbinden. Okay? Und du sagst bitte Bescheid, wenn es unangehm wird." Dann reinigte Blue vorsichtig mit einen Stück Stoff, was er ebenfalls aus dem Beutel und mit einer der Flüssigkeit benetzt hatte, die Wunde. Danach brachte er eine silbergraue Paste vorsichtig auf die Wunde auf und verbandt das Ganze mit der Mullbinde.


    "So das wäre der erste Teil und alles in Ordnung Anny?" fragt Blue. Anny nickte und sagte: "Hat überhaupt nicht weggetan."

    Dann nahm Blue ein etwas größeres Stück Stoff, das er einem Teil seiner zerissen Oberbekleidung entnahm, und wickelte es um Annys unteres Bein. Blue griff dann zu den beiden Holzbeinen des ehemaligen Tisches und legt eines recht und das andere links von diesem. Vorsicht schob er sie dann an das Bein und wickelte das Ganze mit der Liane ein. Er prüfte den Sitz und sah recht zufrieden aus.
    "Anny drückt da was, oder ist das auszuhalten?"

    " Fühlt sich gut an. Aber Blue, wie soll ich damit nach Hause laufen?" fragt Anny etwas schüchtern.

    "Keine Sorge, kleine Lady. Da habe ich schon dran gedacht." und grinste. Lindsey schaute dem ganzen Ablauf nur erstaunt zu.


    "Da weiss jemand ganz genau was er tut, und sähe er nicht aus wie ein blauer Supermutant, dann könnte man ihm vom Verhalten für einen normalen Menschen halten. Vor allem blau. So eine Farbe habe ich noch nie bei denen gesehen." dachte Lindsey bei sich.


    Nach Hause, das war ein Stichwort. Blue und Lindsey unterhielten sich einige Zeit, nachdem Anny versorgt worden war.
    "Es ist etwa ein Tagesmarsch nach Hause, Anny kommt ja nur langsam voran mit dem geschienten Bein und wir müssen sehr vorsichtig sein. Ich habe kaum noch etwas dabei, mit dem ich mich wehren kann. Das wird schwierig genug werden uns heil da hin zu bekommen" sagte Lindsey.

    "Ich könnte euch begleiten und Anny tragen. Anny wiegt ja kaum was.
    Vorausgesetzt ihr beiden möchtet das. So ganz allein würde ich euch ungern ziehen lassen. Das halte ich für zu gefährlich."

    "Da hast du wohl oder übel recht", gestand Lindsey ein und gähnte dabei. Ihr solltet aber erst ein wenig schlafen, bevor wir losziehen. Ich passe auf euch auf"

    "Stimmt wohl, dafür war auf der Flucht keine Zeit." Lindsey und Anny legten sich ins das kleine Häuschen zum Schlafen und Blue wartete bis sie eingeschlafen waren. Dann trat er leise aus dem Haus heraus und ging zu den Raider hin und nahm ihnen alles Brauchbares ab und wickelte das ganz Plündergut in ein Tuch ein und befestigte daran einen stabilen Stock.


    "Ich denke, das wird ganz hilfreich sein, wenn wir das mitnehmen." Die Leichen der Raider versteckte er im Unterholz. Spurenverwischung. In der ganzen Zeit hatte Blue Augen und Ohren offen, ob sich irgendwelche Gefahren dem Ort näherten. Es war alles ruhig. Nach getaner Arbeit ging er wieder zu Hütte und setzte sich aber so hin, das man ihn nicht direkt sehen konnte, wenn jemand den Ort betratt. So verbrachte er etwas sechs Stunden. Um die Mittagszeit herum regten sich Anny und Lindsey.

    "Und gut geschlafen, ihr beiden?" Lindsey und Anny nickten.

    "Wir können uns Richtung zu Hause aufmachen, Blue." Blue nickte, nahm mit der einen Hand das Bündel am Stock auf und mit der anderen Hand hob er vorsichtig Anny an und trug sie. Sie wanderten los in südliche Richtung.



    Während dessen sehr viel weiter westlich im Ödland.
    Zwei Männer standen in einem guten ausgeleuchten Flur vor einer Tür, neben der ein Schild aufgehangen war. HQ.
    Der Flur schien zu einer größeren unterirdischen Anlage zu gehören.

    "Hoffentlich bekommen wir keinen Ärger," sagte der eine Uniformierte zu dem anderen.
    "Warum sollten wir, wir haben unser möglichtest getan, Sicherheit geht vor, das weißt du.
    Man will unseren Bericht zu den Vorkommnissen hören."
    anwortete der andere.

    "Ich hoffe du hast recht" seufzte der andere.


    Die Tür öffnete sich. "Kommen sie rein und stehen Sie bequem" sagte eine Stimme, die zu einer Person im mittleren Alter gehören zu schien. Die beiden traten ein. An einem Tisch saß ein Mann von etwa vierzig Jahren. Er hatte braune Haare mit einem leichten Ansatz von grau im Bereich der Ohren. Die Haare waren zu einem Seitenscheitel gekämmt. Die grünen Augen schauten die beiden Männer prüfend an. "Bitte setzen Sie sich" und zeigte auf die Stühle, die vor dem Schreibtisch standen. Auf dem Schreibtisch stand ein Namenschild. General Rothschild war darauf zu lesen. "Bitte berichten sie mir, genau was vorgefallen ist."


    "Also folgendes ist passiert, Sir...."


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  • 5. Missing in Action

    "Wir waren auf einer längerern Erkundungsmission in den Rockys und hatten neben Vertibirds der Baureihe XVB05 einige Prototypen von den neuentwickelten kleinen Luftschiffen dabei. Vorgesehen war Vorort unteranderem diese aufgrund der vorkommende Winde auf Manövrierfähigkeit und Matrialbeständigkeit zu testen. Die Test liefen nach Aussage des anwesenden Wissenschaftsteams gut.

    Am Tag 5 kam es dann zu einem plötzlichen Wettersturz mit sehr starken Winden aus nordöstlicher Richtung, der sich hinterhinein zu einem heftigen Radstorm von mehreren Tagen Dauer auswuchs. Die Luftschiffe waren zwar angemessen vertaut, die Taue haben aber letztendlich dem Sturm nicht standhalten können. Zwei der Schiffe zerschelten an der nächsten Felswand, in denen befanden sich keine Personen, so das nur Sachschaden vermelden zu war. Das dritte allerdings passierte die Felswände ohne irgendwo anzustoßen und verschwand über den Bergen. Leider, wie wir einige Stunden später feststellen mussten, bemannt. Aufgrund des Wetters und der einsetzenden Strahlung hatten wir uns vorschriftmässig in die Schutzbehelfe zurück gezogen, so das wir erst nach einiger Zeit das Fehlen einer Person feststellten. Eine Suche war erst nach zwei Tagen möglich, da Wind und Strahlung nach dieser Zeit nachließen, so das wir wieder rauskonnten. Nach Abfrage der Postionsdaten des Pipboys haben wir festgestellt das sich dieser bereits dem Gebiet der großen Seen näherte."


    General Rothschild zog die Stirn in Falten und schaute fragend.


    "Sir, dürfte ich ergänzen?" fragt der andere der Unformierten. "Unsere Spezialisten aus der Metrologenabteilung gehen davon aus das, das eine ziemlich massive und langzogene Sturmfront war. Und ziemliche heftig Windgeschwindigkeiten mit im Spiel waren. Deshalb warscheinlich der hohe Entfernungsrate nach dieser Zeit. Auch hatten wir zunächst Probleme die Signale aufgrund der massiven athmosphärischen Interferenzen zu orten, was uns mittlerweile wieder gelungen ist. Das letzte starke Signal haben wir vorgestern an der Grenze zum ehemaligen Staats Massachusetts aufgefangen. Danach kamen nur noch sehr schwache und sehr unregelmässige Signale. Wir vermuteten eine Beschädigung des Senders. Wir bekommen kaum noch Daten, allerdings scheint das Signal sich in der Umgebung zu bewegen, was darauf schliessen lässt, das er noch lebt."


    "Das muss ein ziemlicher Höllenritt gewesen sein. Mich wundert das, das Schiff soweit gekommen ist ohne bei diesem Sturm auseinanderzufallen. Spricht ja für eine solide Konstruktion. Aber gut eigentlich nicht anders zu erwarten bei dem Konstrukteur.

    Danke für Ihren ausführlichen Bericht, Sie können jetzt gehe. Und Danke, das Sie die Zeit gefunden, mir umgehen zu berichten."


    Beim Rausgehen drehte sich der eine der Uniformierten Männer um. "Sir, dürfte ich fragen, wie es jetzt weiter geht?"


    "Ich muss nachdenken. Wir haben im Moment kaum Resourcen und personelle Kapazitäten, um eine sofortige Rettungsaktion zu starten. Wir müssen aufgrund der Jahreszeit mit dem Wetter abwarten, sonst verlieren wir noch mehr Leute. Dieses Jahr haben diese verflixten Rad-Stürme früher angefangen als sonst. Was wir leidlich feststellen mussten. Aber wir holen ihn wieder nach Hause. Irgendwie." seufzte Rothschild. " Und wenn da draußen jemand das Ödland überlebt, dann er."


    "Danke, Sir" und beide Männer verschwanden aus dem Büro. Nachdem die beiden gegangen waren, stand Rothschild auf und zupfte sich die schwarze Uniform gerade und man konnte neben den Sternen einen kleinen silbernen Drachenkopf erkennen. Er trat aus dem Büro heraus und ging in die andere Richtung, weiter in den Komplex hinein. "Ausgerechnet er", dachte Rothschild bei sich, "aber wenigstens sieht es so aus, das er lebt. Das ist wenigstens eine gute Nachricht an diesem besch.... Tag. Aber jetzt muss ich ich den Ältestenrat ersteinmal informieren. Das wird mit Sicherheit interessant werden."
    Er blieb vor einem der Aufzüge stehen und verschwand dann darin.

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  • 6. Sightseeing Tour

    Zurück im Communwealth

    Lindsey, Anny und Blue waren nun bereits über einen halben Tag ohne besondere Vorkommnisse unterwegs. Langsam brach die Dämmerung herein und sie sahen sich nach einem Nachlager um. Bereits denn Tag über hatten sie sich langsam einer alten Militärstation genähert, an der sie jetzt ankamen. Eine alte Red Rocket Tankstation in dem Militärkomplex sah vielversprechend aus und schien ihnen für diese Nacht ausreichend. Während Lindsey und Anny sich in den hinteren Bereich zurückzogen, übernahm Blue die Wache. Auch in der Nacht gab es nichts erwähnenswertes, das Commonwealth zeigte sich von einer ungewohnten ruhigen Weise. Gegen etwa 7.00 Uhr regten sich Lindsey und Anny und beide sahen recht erholt aus.


    "Sagmal Blue, brauchst du keinen Schlaf?" fragte Lindsey. "Schon, hat sich nur nicht ergeben. Oder soll ich schlafen, wenn ihr beiden schlaft? Mir war das Gebiet nach dem ersten Eindruck nur zu ruhig. Da bin ich lieber wachgeblieben. Aber wenn ich ehrlich bin ich hätte nichts gegen eine kleine Mütze Schlaf" "Dann mach das, wir machen dich wach wenn was ist". "Okay"


    Nach etwa zwei Stunden Schlaf war Blue wieder wach. Lindsey und Anny saßen neben ihm und aßen gerade beide eine Art Schokoriegel. "Auch einen, Blue? " fragt Anny und streckte ihm Blue entgegen. "Danke Anny" und Blue ließ ihm komplett in seinem Mund verschwinden. Anny schaute ihren Schokoriegel an und versuchte es ihm gleich zu tun, was natürlich nicht klappte. "Alhso bee mir funktinit dasch nicht." "Ach Anny, ich bin ja auch ein wenig größer als du, das kann nicht funktionieren."


    Als Blue das sagt, musste er über beide Ohren grinsen und Lindsey, die mitbekommen hatte was ihre Tochter da gerade ausprobierte und erst schimpfen wollte, musste daraufhin auch lachen. Die ganze Situation war in diesem Moment zu komisch. Als dann noch ein weiteres: "Warumh grinscht ihr beide denn schoh omisch", als Anny versuchte den in den Mund gestopften Schokoriegel zu zerbeißen, konnte Blue sich auch nicht mehr halten und lachte ebenfalls. Nach einer kleinen Weile nachdem Lindsey ihre Tochter erstmal das Gesicht vom Schokoriegel befreit hatte sagte sie zu Blue:


    "Der restliche Heimweg wird wahrscheinlich nicht so ruhig, wie der Weg hierhin, wir werden ein wenig im Zickzack laufen müssen, da es hier einige Orte gibt, von denen man besser Abstand hält und außerdem nähern wir uns langsam dem leuchtendem Meer."


    "Leuchtendes Meer? Das hört sich nicht gerade einladend an. Was ist das?"


    "Das ist ein Landstrich, der immer noch komplett verstrahlt ist und da wohnen einige überlaunige Kreaturen wie Rad-Skorpione und Todeskrallen. Da können und wollen wir schon aufgrund der Strahlung nicht hin und das würde uns auch zu weit nach Westen abbringen. Wir müssen uns aber relativ nahe, an dem Rand dieses Gebiets bewegen, da man dann Abstand zu den anderen unerfreulichen Dingen hat."


    "Ist das das Gebiet, da hinten am Horizont, was sich ins gräuliche verfärbt?" Lindsey nickte.
    "Sieht wirklich nicht sehr einladend aus."


    Der kleine Trupp macht sich wieder auf den Weg. Blue trug Anny wieder und folgte Lindsey mit einigem Abstand. Etwa gegen drei Uhr mittags erreichten sie das Randgebiet des leuchtenden Meeres und bewegten sich am Rand entlang weiter Richtung Süden. Gegen Abend näherten sie sich langsam wieder dem Fluss an, der eine Zeitlang hinter den kleinen Hügeln verschwunden war. Weiter in der Ferne sah man, wie der Fluss sich in einen braunen, trostlosen Sumpf erweiterte. Zwischen der sumpfigen Stelle konnte man einen alten Bahndamm sehen. In der Nähe waren einige wellige Hügel, die ein wenig den Blick auf dahinterliegendes versperrten.


    "Wir haben es fast geschafft, wir sind fast zu Hause. Nur noch über die beiden Hügel, dann sind wir da, in Somervile Place" sagt Lindsey freudig und auch Anny war auf Blues Arm unruhig geworden. "Stan und Tom haben sich bestimmt schon große Sorgen gemacht, wo wir abgeblieben sind." Stan war der Ehemann von Lindsey und Tom der große Bruder von Anny.


    "Lindsey?" "Ja, Blue was ist?" Ich werde dann hier warten. Ich meine, dein Mann und Sohn sind sicher sehr in Sorge und ich denke, wenn sie mich bei euch sehen, könnte das nun ja höflich ausgedrückt problematisch werden. Ich meine, ich bin nun mal kein alltäglicher Anblick. Du weißt, das ich euch nichts tue, aber dein Mann nicht."


    Lindsey schaut kurz irritiert. "Ja, stimmt da könnest du recht haben. Ich mich so daran gewöhnt mit dir zu reisen, das du für mich schon eine ganz normaler Anblick und Begleiter bist. Anny komm, wir laufen das kleine Stück zu Papa und Tom."

    Blue setzte die Kleine behutsam ab. "Aber nicht weglaufen, Blue. Tom muss dich unbedingt kennenlernen"


    "Nein natürlich nicht kleine Lady, außerdem wo soll ich denn schon hingehen?"


    Lindsey gingen langsam den kleinen Hügel hinauf und verschwanden dann. Blue beschloss sich hinzusetzen und wartete.


    "Lindsey und Anny sind wieder da" rief Tom freudig und aus einem kleinen Haus kam Stan gerannt. In der einen Hand trug er zur Vorsicht ein Gewehr. "Ich habe schon gedacht, ich hätte euch beiden verloren. Tom und ich wollten morgen früh aufbrechen um nach euch zu suchen." sagte Stan zunächst fröhlich und als er Annys geschientes Bein sah, verfinsterte sich das Gesicht kurz und eine sorgenvoller Blick traf seine kleine Tochter. "Was ist passiert, Lin?" "Das ist eine etwas längere Geschichte und nachdem ich dir die Kurzfassung erzählte habe, möchte ich dir jemanden vorstellen?" "Ihr seid nicht allein gekommen?" fragte Stan ein wenig misstrauisch.

    Frage nicht, was deine Mitmenschen für dich tun können, sondern was du für sie tun kannst.

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  • DarkDrake1980

    Hat den Titel des Themas von „Ein seltsamer Wanderer - Alternative F4 Geschichte“ zu „[Spoiler] Ein seltsamer Wanderer - Alternative F4 Geschichte“ geändert.
  • 7. Die Cunninghams

    Lindsey erzählte Stan davon, wie Sie beim Plündern einer alten Vorkriegsruine von Raidern überrascht worden war und sie von ihrem zu Hause weggelockt hatte und sich dann dabei immer weiter entfernt hatten. "Du und Tom, ihr wart ja noch auf dem Rückweg von Diamond City. Daher habe mir nicht anders zu helfen gewußt", rechtfertigte Lindsey sich. Dann erzählte sie weiter, wie sie dann auf Blue getroffen war, der Ihnen gegen die Raider geholfen hatte und danach sich um Annys Bein gekümmert hatte. "Und auf dem Rückweg, hatte er auf uns aufgepaßt und Anny die ganze Zeit getragen und bis hierhin begleitet." Stan und Tom staunten nicht schlecht als sie dem Bericht lauschten.


    "Und wo ist er jetzt? Ich sehe ihn nirgendwo, und wenn du sagst, das er ein Supermutant dürfte man ihn ja kaum übersehen, geschweige ,denn überhören. Ich kann das irgendwie immer noch nicht glauben."

    "Er hat es vorgezogen, erstmal ausser Sichtweite zu bleiben, bis ich dir alles erzählt habe. Ich denke, er wollte einfach nicht, das du auf ihn schießt? Ich würde ihn dann rufen." Gespannt wartete Stan ab, was jetzt weiter passieren würde.

    "Blue, du kannst herkommen. Ich habe Stan alles erzählt. Du hast nichts zu befürchten." rief Lindsey zu den Hügeln herüber. Einen Moment lang passierte ersteinmal nichts und dann vernahm er eine tiefe, brummige Stimme: "Okay, ich komme dann zu euch."


    Dann kam Blue den Hügel hoch und in Sichtweite von Stan und Tom. Stan wollte aus Reflex das Gewehr anlegen. "Nicht", sage Lindsey leise und Stan lies es wieder sinken. Blue hatte es bemerkt und blieb stehen, dann setzte er sich und wartete. Stan zupfte sich peinlich berührt am Ohr: "Entschuldige, alte Angewohnheit. Es ist etwas ungewohnt, einen Supermutant so nahe bei sich zu haben."

    "Kein Problem" brummte Blue. "Wenn ich jemand vor mir stehen hätte, der fast doppelt so groß wie ich wäre, würde ich warscheinlich genauso reagieren. Deshalb habe ich mich auch hingesetzt, dann wirke ich hoffentlich nicht mehr ganz so einschüchternd."


    Das war gutgegangen. Einige Zeit später saßen alle mit einander an einem Kaminfeuer in der kleine Hütte. Über dem Feuer in einem großen Topf kochte eine Brühe aus Tatos, Klingekorn und Mutabeeren. Lindsey holte ein Kelle aus dem Schrank, dazu hölzerne Löffel, vier kleine und eine große Schüssel. Dann verteilte sie die Brühe an alle. "Blue, du auch?" "Gerne, danke riecht sehr lecker." Nachdem Essen fand noch eine kleine Unterhaltung statt und dann legten sich alle schlafen. Die beiden Kinder schliefen in ihrem Betten und die beiden Erwachsenen in ihrem Ehebett. Blue machte es sich neben dem Kamin auf dem Boden gemütlich. Den Kopf legte er an die Wand. Er schlief sofort ein. Das war der erste richtige Schlaf seit mehrern Tagen.


    Ein neuer Morgen. Lindsey war schon in der Küche zugange, und Stan saß an dem kleinen Küchentisch und betrachtete fasziniert Blue. "Also wenn mir jemand gesagt hätte, das ich irgendwann einen schlafenden Supermutanten zu Besuch habe, den hätte ich für durchgeknallt erklärt."

    Anny und Tom hatten sich neben Blue gesetzt, der immer noch zu schlafen schien. Anny erklärte Tom gerade, das Blue ohne Problem einen ganzen Schokoriegel in den Mund stecken konnte, da öffnete Blue langsam die Augen und sagte zu Tom mit einem Grinsen im Gesicht "Bei deiner kleinen Schwester hat das leider nicht ganz funktioniert" "Ach Blue, du bist doof" sagte Anny beleidigt. Stan und Lindsey konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen


    "Würdet ihr beiden mich einmal rauslassen, ich würde mir gerne da draußen einmal die Beine vertreten." Nachdem die beiden dann Platz gemacht haben, stand Blue leicht geduckt auf, um sich nicht den Kopf an der Decke stoßen und quetschte sich durch die Tür nach draußen. Draußen streckte er sich erst einmal komplett aus und lief einige Schritte. Er hatte zwar gut geschlafen, aber er fühlte sich in der engen Hütte nicht unbedingt wohl. Dann setzte er sich auf einen Stein, betrachtete die Gegend und dachte einige Zeit nach. Lindsey kam irgendwann dazu: "Alles okay Blue? Du siehst nachdenklich aus."


    "Ich habe versucht mich zu erinnern, aber es ist immer noch vieles wie weggeblasen. Aber gut, das ist dann so. Ich würde gerne die Stelle nochmal aufsuchen, wo ich aufgewacht bin. Aber ich würde erstmal noch ein wenig bei euch bleiben, bis das Bein von Anny besser verheilt ist. Nur zu vorsicht. Wenn das okay für euch ist. Ich werde mich auch in irgendeiner Form nützlich machen."


    "Du kannst so lange bleiben, wie du magst", sagte Lindsey. "Stan hat da kein Problem damit, ich glaube eher, das er dich noch tausend Fragen fragen wird. Und die beiden Kinder haben dich schon jetzt sehr gern."

    Und so blieb Blue die nächsten vier Woche bei den Cunninghams.

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  • 8. Einmal Vergangenheit und zurück

    Es war an der Zeit Abschied zunehmen. Blue stand vor dem Haus der Cunninghams, die beiden Kinder verabschiedeten sie gerade vom ihm. "Und du kommst uns hin wieder besuchen, versprochen Blue?" "Ja, klar keine Lady und passt bitte beide auf euch auf, okay?"

    Lindsey kam mit etwas großem sackartigen aus dem Haus. "Hier Blue, ich habe da noch ein kleines Abschiedsgeschenk für dich. Ich habe dir einen Rucksack in deiner Größe angefertig, er ist zwar nicht besonders hübsch, aber wasserdicht und funktionell. Und es ist auch ein wenig Wegzehrung drin."


    "Danke Lindsey, aber ihr solltet euch doch keine Umstände machen. Außerdem hast du mir doch schon ein schönes neues Oberteil gemacht, das auch schon sehr aufwendig war."
    Er zog den Rucksack auf. " Der sitzt genauso bequem wie die Jacke, danke". In der Zwischenzeit kam auch Stan aus dem Haus und kam zu dem Rest der Familie hinzu.

    "Hey Großer, pass auf dich auf und Besuch uns beizeiten mal wieder. War eine gute Zeit und Danke für alles. Ohne dich wäre unsere kleine Familie warscheinlich nicht mehr. Unsere Tür steht dir immer offen."


    "Danke für alles und passt bitte auf euch auf." Dann rückte Blue die Brille ein wenig gerade, die Stan ihm beim Händler besorgt und für ihn sogar angepasst hatte und lief los. Die Cunningshans winkten noch solange, bis er hintern den Hügeln verschwunden war. Blue bewegte sich dann auf dem Weg zurück, auf denen er mit Lindsey und Anny gekommen war. Während seiner Reise ging er möglichen Gefahren aus dem Weg und kam etwa nach einer Tagesreise an dem kleinen See an, wo er vor einem Monat angekommen war.


    Er suchte die Umgebung ab und fand auch viele kleine Trümmer, die extrem weit verstreut waren. Er fand aber nicht wirklich Hinweise darauf, woher er gekommen war. "Es sieht nach irgendwas fliegendem aus, und ich erinnere mich an einen Fall, aber an mehr nicht." seufze er leise. In der Zeit, wo er bei den Cunnighams gewesen war, hatte er zwar auch den ein oder anderen Backflash gehabt,aber nichts gab einen Zusammenhang. Häufig sah dann er ein, zwei Bilder von einer Art Bunker, und einem Gesicht, das von einem Mann mit grünen Augen stammte und ein Bild von einer Art Steinwüste. Nichts was ihm half seine Erinnerung wieder zufinden. "Ich werde noch ein wenig westlich von der Haupttrümmerquelle suchen, vielleicht finde ich dort was", brummte er unzufrieden. Er liefe eine ganze Weile und kam zu einem kleinen Hügel, dessen oberes Ende er aber nicht sehen konnte. Er ging hinauf, um die Umgebung besser übersehen zu können.

    "Hoppla, was ist denn das." sagte Blue überrascht. Auf der Kuppe befand sich innerhalb eines Bereiches, der mit mitterweile verrosteten Zäunen eine grosse, blaue Einlassung im Boden. Vault 111 stand darauf. Er hatte so einige Gerüchte über diese Vaults gehört, seitdem er im Commonwealth angekommen war, aber noch nie eine von nahem geschweigedem von innen gesehe. Seine Neugier war gedeckt.


    Nicht weit vor der Einlassung entfernt befand sich eine Art Maschinenhäuschen, das er sich genauer anschaute. Er fand einige Knöpfe vor, die auch noch recht funktionsfähig aussahen. Er überlegt kurz und drückte dann einen der Knöpfe. Etwas metallisches knarzte und er sah wie sich langsam die Erhebung absenkte. "Das ist ein Eingang. Vielleicht sollte ich mir diese Vault mal ansehen. Vielleicht finde ich da etwas um meinen kaputten Pipboy zu reparieren", dachte er, während er zum sich zu Plattform hinbewegte. Er sprang auf die Plattform und zog dabei die Waffe vom Rücken, die er sich während seiner bei den Cunninghams zusammengbaut hatte. Es war eine Gewehr mit einem Zielfernrohr darauf. Kurz bevor es Dunkel im Schacht wurde, dachte er ein weiters metallisch klingendes Geräusch gehört zu haben, aber er nahm an das es vom offenen Aufzug kam. Er fuhr weiter in die Dunkelheit hinab.


    Nach einer Zeit wurde es wieder heller und der Fahrstuhl stoppte. Er war unten angekommen. Eine große, zahnradförmige Öffnung war zu sehen, und irgendwoher hörte man einen Alarm mit Durchsage. Er blieb zunächst stehen und lauschte. Totenstille, Keine Bewegung oder sonstige Geräusch waren zu hören. Nur das leise Drip, Drip vom fallenden Wasser. Dieser Vault schien unbewohnt und einige Skelette am Eingang fielem ihm auf. Er ging weiter hinein und staunte nicht schlecht. Hier gab es mehrer eAbteilungen mit zylinderförmigen Behältern, die ein Sichtglas beinhalteten. Auch hingen an den Wänden Computerterminals. "Das sehe ich mir doch mal näher an" und ging zu einem der Terminals. Auf dem Weg dorthin konnte er durch die Sichtgläser sehen. In den Behältern lagen Menschen. Sie sahen wie eingefroren aus. Blue war am Terminal angekommen und zog ein paar Handschuhe aus dem Seitenbeutel heraus. Diese hatte an den Fingern nachunten konisch zulaufende kurze Zapfen. Er zog sie an und konnte damit trotz seiner rechten grossen Finger das Terminal einwandfrei bedienen. Er durchstöbert das Terminal.


    Es sah nicht gut aus, die Menschen, die hier eingfroren waren, waren tot. Deshalb auch der Alarm. Er sah sich den ganzen Vault an. Überall das gleiche Bild. Bis auf eine kleine Abweichung. In dem letzten Bereich, den er sich an sah, konnt man Spuren hin zu einer Kapsel sehen, die auch wieder weg führten. Irgendetwas war da auf dem Boden. Er trat näher und konnte auf dem Boden einegtrocknete bräunlich-rote Tropfen erkennen. "Das sieht fast aus wie eingetrocknetes Blut aus, " dachte Blue bei sich. Der Verdacht erhärtete sich, als er durch das Sichtfenster sah. Darin lag eine Frau, schätzungsweise zwischen 30 und 40. Sie war mit scheinbar mit einem Kopfschuß getötet worden. "Was hier wohl passiert ist" fragte sich Blue. "Hm, ich schaue mir am besten mal das Terminal an, vielleicht lässt sich da etwas rausbekommen." Die hier Eingefroren mussten bereits seit dem großen Krieg hier sein, wenn er die Informationen aus dem Terminal richtig laß. Eine der Personen war sogar mit Baby in den Kälteschlaf geschickt worden

    Es muss irgendjemand dann danach hiergewesen sein, weil von dem Kind jede Spur fehlte. Und das musste eine ganze Weile her sein. "Das sah nach einem kurzen Kampf aus. Aber wer stiehlt denn ein Kind aus einem Vault. Sehr merkwürdig," dachte Blue bei sich.


    Hier war nieman mehr am Leben. Diese Vault war praktisch ein Friedhof und so beschloss Blue, nachdem er den Rest der Vault abgesucht hatte, ihn wieder zu verlassen. Er kam gerade wieder nach oben und wollte gerade von der Plattform, als er wieder ein Geräusch warnahm.

    "Entschuldigung Sir, darf ich Sie etwas fragen?" Blue schaute in die Richtung aus der die Stimme gekommen war und sah dort einen mitgenommen Mister Handy, der ihn erwartungsvoll ansah.


    Fortsetzung folgt

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  • 9. A road to Freedom

    "Sie waren doch dort unten in dem Vault, wenn ich das richtig mitbekommen habe?" fragte der Mr. Handy. "Ist dort unten noch jemand?"

    "Das kommt darauf an. Wenn du damit irgendjemand lebendigen meinst, dann leider nein. Sie sind leider alle tot."

    Blue erzählt dem Roboter in kurzen knappen Worten, was er dort vorgefunden hatte. Der Roboter seufze nach Ende von Blues Bericht.

    "Dann habe ich die ganze Zeit umsonst gehofft und gewartet", und klang dabei sehr traurig. "Auf was gewartet?" fragte Blue neugierig nach. Der Roboter erzählte ihm seine Geschichte, wie am Beginn des großen Krieges seine Besitzer in den Vault geflüchtet waren und er zurückbleiben musste. Das war etwa vor knapp 210 Jahren.


    "Was mache ich denn nun? Es ist alles so sinnlos geworden. Können Sie mich einfach abstellen, Sir? Würden Sie das tun, ich hab ja keinen wirklichen Daseinszweck mehr, da ich jetzt weiss das meine Besitzer tot sind. Und selbst der kleine Shaun ist warscheinlich auch nicht mehr unter den Lebenden."
    Der Roboter sah Blue flehend an. Blue tat der Mr. Handy richtiggehen leid. Seit über zwei Jahrhunderten wartete er treu an Ort und Stelle. Blue überlegte kurz.


    "Moment kleiner Freund, das würde ich sehr ungern tun. Was würdest du denn davon halten mit mir zu Reisen. Ich weiss zwar noch nicht wo die Reise hingeht, aber ich würde mich über ein wenig Gesellschaft freuen. Ausserdem fühle ich mich für deinen jetzigen Zustand mitveranwortlich", sagt Blue. Beim letzten Satz seufze Blue ein wenig. "Und was hälst du davon?"

    "Meinen Sie das wirklich ernst, Sir?" Man konnte den Roboter förmlich vor Freude lächeln hören. "Sehr gerne, ach wo bleiben denn meine Manieren, mein Name ist übrigens Codsworth, Sir." "Mein Name ist Blue" "Sehr passend, Sir", bemerkte Codsworth.


    Beide verliessen die Kuppe und gingen in eine alte Siedlung herunter. Einige der Häuser war schon sehr verfallen und eingestürtzt, anderen sahen noch nach einer guten Unterkunft für die Nacht aus. Vor einem der alten Häuser, welches ein blauen Farbstich aufwies, blieb Blue stehen und schaute hinein. "Das war mein altes Zuhause", bemerkte Codsworth. "Ich würde gerne die Nacht dort verbringen, oder macht es dir was aus?" "Nein, ganz und gar nicht, Sir." Blue macht sich vorsichtig ein wenig Platz in dem Haus, und legte sein Rucksack an einer der Wände, dann begann er einige der Löcher mit verschieden Materialien zu zustellen. Als er fertig war, konnte man von aussen nicht mehr ins Haus schauen, nur die Haustür, die tatsächlich nach der langen Zeit noch funktionsfähig war, blieb ersteinmal offen. Er ging dann aus dem Haus und zum Wasser hin um ein wenig Wasser zu holen. Codsworth schwebte hinterher. Die gesamte Siedlung lag auf einer Insel die von einem kleinen See umgeben war.


    "Sag mal Codsworth, hat dieser nette Flecken Erde auch einen Namen?" "Ja, vor dem Krieg nannte man das hier Sanctuary Hills." Schöner Name, danke Codsworth." "Gern geschehen, Sir."

    Blue macht ausserhalb des Hauses ein Feuer, nahm einen Topf und kochte das Wasser ab. Dann holte er aus dem Rucksack ein wenig von Lindseys Proviant. Blue unterhielt sich noch ein Weile mit Codsworth. Es wurde schon langsam Dunkel, als Blue das Feuer löschte und sich ins Haus zurück zog. Blue zog die Tür zu und legte sich an seinen Rucksack und schlief ein. Codsworth blieb draussen vor der Tür. Er bestand darauf, die Nachtwache zu schieben.


    Ein neuer Morgen. Blue nachte sich reisefertig. Er wollte der Strasse, die von Sanctuary wegführte, folgen und sich das Commonwealth näher ansehen. Blue lief los und Codsworth folgte ihm. Sie liefen über eine halbverfallene Holzbrücke und wollten gerade an der alten Red Rocket Station vorbei laufen, als beide ein Winseln hörten. Ein braun-schwarzer Hund kam angelaufen und schaute die beiden aus großen treuen Hundeaugen an. Der Hund erinnerte sehr entfernt an einen Wolf. "Hey was ist los, ist deinem Herrchen, was zu gestoßen."


    Normalerweise sind Hunde im Commonwealth eher weniger zutraulich und meist bissig. "Du kannst uns gerne begleiten", und so waren sie nun zu dritt. "Wenn wir dieser Straße weiter folgen, dann kommen wir nach Concord", sagte Codsworth. So zogen sie Richtung Concord. Als sie das kleine Städtchen gerade betreten hatten, hörten sie mehrere Schußwechsel und ein Gewirr von mehreren Stimmen, von denen einge höhnisch lachten. Blue kannte diese Lachen nur zu gut. Raider und scheinbar jemand der in Schwierigkeiten steckte.


    "Bleibt hier", sagte er zu Codsworth und dem Hund, für den er noch keinen Namen gefunden hatte. Er schlich vorsichtig bis zur nächsten Straßenecke und lugte vorsichtig hervor. Er sah mehrere Raider, die auf einem Mann schossen, der sich auf dem Balkon eines alten Gebäudes. Vor dem Eingang des Gebäudes lag ein anderer Mann, den die Raider bereits auf dem Gewissen hatten. Der dunkelhäutige Mann auf dem Balkon trug eine Art altertümliche blauer Militärunform mit irgendeinem, aus der Entfernung nicht zu erkennen Emblem an einer Armbinde. Auf dem Kopf trug er einen braunen Hut. Er feuerte auf die Raider mit einer Art Lasermuskete mit Kurbel und wehrte sich tapfer. Aber er war in der Unterzahl. "Ich werde ihm versuchen zu helfen, ich kann nur hoffen das er mich nicht als weitere Gefahr wahrnimmt."

    Blue zog sein Gewehr vom Rücken und schlich vorsichtig zu nächsten Deckung. Noch schien ihn niemand zur Kenntnis zu nehmen. Dann zielt er auf einen der Raider...

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  • 10. Raider raiden

    Es gab ein leises ploppendes Geräusch, da waren es nur noch fünf Raider, die den Mann auf dem Balkon mit Schüssen beharkten.

    Er kam langsam ins Sichtfeld. "Jetzt muss es schnell gehen", dachte er und hoffte insgeheim, das die Überraschungstaktik, die er beim ersten Zusammentreffen an den Raider angewandt hatte, wieder funktionierte.

    "Seid ihr eigentlich nicht der Meinung, das das nicht ein wenig unfair ist, zu fünft auf einen einzelnen loszugehen. Ich glaube, da gleichen wir die Kräfteverhältnis mal ein bißchen an", brummte eine tiefe Stimme die Raider an.


    Der nächste nähere Raider drehte sich als erstes um, machte ein: "Hääh, was willst kleines Ars..., oh schei..." und bekam direkt ein Schuss blaue Bohnen aus Blues Richtung geliefert. Die anderen vier wandten sich zu ihm um und schauten ersteinmal ziemlich verdattert. "Wusch"-ein roter Laserstrahl schoss vom oberen Balkon herunter-ein weiterer Raider löste sich wortwörtlich in Wohlgefallen auf.


    Die drei verbliebenen Raider bekamen eine leichte Panik, sie waren in dem Strassenzug von beiden Seiten eingeschlossen. Sie fingen an, Wild um sich zu schießen. Blue hatte sich mittlerweile weiter zu ihnen vorgearbeitet. "Warum bewegt der sich denn so schnell, die Muties sind doch sonst eher Schleichmichel. Sche... halt doch mal still, das ich dich treffen kann." Von Blue kam daraufhin dann tatsächlich eine Antwort: "Erstens willst du mich mit der Impropistole kitzeln? Und zweitens macht das so häßliche Löcher. Da habe ich gerade kein Lust drauf."


    Dann war er bei ihm. Blue schlug mit der Faust zu und der Raider klatschte gegen die nächste Hauswand und lag still. Man hörte ein mehrfaches Klack-Klack, da war wohl die Munition von den Impropistolen ausgegangen. Die beiden Raider suchten panisch in ihrer Tasche nach Munition und versuchten dann nachzuladen. Zu spät. "Na, na ich wollte mich doch mal näher mit euch beiden unterhalten, da stören die kleinen blauen Bohnen nur", kam eine sarkastische Bemerkung von Blue. Er packte die beiden im Bereich der Schulter und stieß sie mit voller Wucht zusammen. Die beiden gesellten sich zu den anderen Raidern und stellten keine Gefahr mehr für den Mann auf dem Balkon dar.


    Der dunkelhäutige Mann hat von oben das Geschehen, während er auf die Raider schoss mitbekommen. Erst dachte er, das wars mit mir und der Gruppe Siedler, die der im Gebäude zu beschützen versuchte. Als er aber den angreifenden Mutanten sprechen hörte, macht sich so etwas wie ein wenig Hoffnung breit. Vielleicht konnte man mit ihm reden und sogar ihm zum Helfen bewegen. Im Gebäude befanden sich noch weitere Raider.


    Nach einem Moment der Stille, steckte Blue die Waffe weg und bewegt sich langsam und vorsichtig Richtung des Gebäudes, wo der Mann auf dem Balkon stand. Dieser hatte mittlerweile die Waffe gesenkt und beobachtet ihn sehr aufmerksam. Blue blieb etwa knappe vier Meter vor dem Gebäude stehen und schaute hoch. Von oben klang eine Stimme: "Hier im Gebäude sind Siedler und weitere Raider, würdest du uns helfen? Ich kann sie kaum noch abhalten durch die Tür zu brechen. Da unten liegt noch eine Waffe, falls du sie nutzen möchtest" "Ich helfe euch gegen die Raider", sagte Blue und ging Richtung der Türen. Dort lag ein Mann, der wohl zu der Gruppe gehört haben musste. Neben ihn lag eine Waffe , die Blue mitnahm. Den Gefallenen hob er vorsichtig auf und legt und vorsichtig zu Seite. Dann trat er sehr behutsam durch die Tür ein.


    Immer wieder halten Schüsse wider, als er das Gebäude betrat. Es schien vor dem großen Krieg ein altes Museum gewesen zu sein, aber es war teilweise eingestürzt, auch war das Licht hier schummerig und es gab einige dunkle Ecken. Was hinsichtlich einer Deckung gut war. Man hatte ihn noch immer nicht bemerkt. So konnte er sich in Ruhe mit dem Gewehr bis zur oberen Etage durcharbeiten. Eine Raider nach dem anderen wurde von ihm ausgeschaltet, meist bekamen sie es nicht mit.


    Als er oben angekommen war und zwei weitere Raider aus dem Schatten heraus ausgeschaltet hatte, herrschte zunächst Stille im Gebäude. Dann hörte er kurze Gesprächsfetzen, die hinter der letzten verschlossen Tür gesprochen wurden. "Bis du sicher..., der bringt uns doch um..., Die Tür wird ihn wohl nicht davon abhalten..., ich habe mit ihm gesprochen,.....(unverständliches murmeln)..., bitte vertraut mir noch einmal." Wieder ein Moment der Stille, dann öffnete sich die Tür und eine Stimme sagte: "Du kannst herkommen".


    "Okay, ich komme zu euch. Und keine Angst, ich werde euch bestimmt nichts tun. Ich hatte die ganze Zeit vor euch gegen diese Raider zu helfen." Dann trat er vorsichtig und langsam durch die Tür. In dem Raum befanden sich fünf Personen. Der Mann vom Balkon trat auf ihn zu und stellte sich vor. "Ich bin Preston Garvey, von den Minutemen des Commonwealth. Ich weiß zwar nicht, wer du bist, aber vielen Dank für deine Hilfe, Mann." "Man nennt mich Blue und gern geschehen."

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  • 11. Aus der Hölle

    Preston stellte kurz die restliche Gruppe vor, da war Sturges, Mama Murphy und die Juns. "Vor einem Monat waren wir noch zwanzig. Gestern acht Leute. Und heute nur noch fünf", seufze Garvey. Das Problem was jetzt immer noch bestand, war das da draußen immer noch Raider waren. Und sie die erst erledigten mussten, bevor die Gruppe sicher aus dem Gebäude und der Stadt kamen. Garvey erzählte Blue unter anderem, das auf dem Dach noch ein abgestürtzter Vertibird befand.


    Dort oben war noch eine halbintakte Power Armor und im Vertibird selbst eine noch funktionsfähige Minigun. Mit der PA konnte er aufgrund seiner Größe eher weniger etwas anfangen, aber die Minigun weckte sein Interesse. "Ich werde dann aufs Dach gehen und schauen, ob man die Minigun gegen die Raider nutzen. Ich denke, das sollte funktionieren, Garvey." "Super, Blue, ich werde dich dann vom Balkon aus unterstützen." Blue schritt durch den Raum zu der Tür die Richtung Dach führte und schaute sich die verbliebenen Personen an. Sie sahen alle sehr ausgezerrt aus und insbesondere die Juns scheinen noch schlimmeres durchgemacht zu haben.


    Er öffnete die Tür und ging durch einen halb verfallenen Korridor weiter zu einer weiteren Tür, die direkt aufs Dach führte. Den Vertibird konnte man hier bereits sehen, da er sich hier oben ins Dach gebohrt hatte. Blue ging aufs Dach. Im Vertibird steckte in einer Halterung eine alte Minigun. Blue ging dorthin, und entfernte mit einem Ruck problemlos. "Sieht tatsächlich noch funktionsfähig aus. Gut."


    Da wurde er auch bereits entdeckt. "Hey Boss, hier oben ist einer." Und fing an auf Blue zu schiessen. "Brrrrrt" machte es und der Raider auf dem Dach war fein säuberlich zerlegt. "Jep, funktioniert noch sehr gut", bemerkte Blue und trat an die obere Kante des Gebäudes. Dort unten waren mindestens fünf weitere Raider zu sehen, es konnten aber auch mehr sein, da blue nicht den ganzen Teil des Strassenzugs einsehen konnte. Dann sprang er vom Dach. "Rumms", er landete unten mit den Füssen voran in einem alten Wagen, der unter seinem Gewicht nachgab und eingedrückte würde.


    Er bewegt sich zur Kreuzung Richtung des Strassenzuges, dorthin, wo sich die Raider befanden. Was dann folgte, war ein schweres Feuergefecht, was sich Blue mit der Unterstützung von Garvey gegen die Raider leistet. Die Minigun zersiebte zwei der Raider innerhalb von Sekunden, zwei weitere wurden von einer Explosion zerfetzt. Sie hatten neben einem alten Jeep gestanden, der von der Minigun am Tank getroffen wurde und in einem riesen Feuerball mit einem riesigen Getöse explodierte.


    Es waren noch zwei Raider von der ursprünglichen Gruppe da, als von hinten weitere angelaufen kamen. Blue zielte auf diese, es machte wieder kurz brrt und dann nichts mehr. "Zu wenig Minigun für zuviele Raider", dachte er. Der Minigun war die Munition ausgegangen. "Hier halt mal", und warf die funktionslose Minigun von etwa 30 Kilo Gewicht mit voller Wucht in Richtung eines Raiders. Der angesprochen Raider schaute verdutzt, und wurde durch das Geschoss an den hinter ihm liegende Hauswand gedrückt und bliebt mit zermalmten Oberkörper liegen.


    Immer noch vier weitere. Plötzlich gab es ein lautes Scheppern und ein grosse Metallplatte flog durch die Luft und schlug krachend auf der Strasse auf. Aus einem Loch im Boden, sah man zuerst eine große Kralle und dann eine zweite Kralle folgen. Eine Todeskralle stieg mit zornigem Gebrüll aus dem Loch und peilte bereits den nächstbesten Raider in der Nähe an. Unglaublich schnell schoss diese zu dem Raider hin und zerlegte ihn innerhalb von Sekunden.


    Blue beobachtete die Situation und reagierte ebenfalls so schnell er konnte. "Eine Todeskralle, das ist gar nicht gut. Meine Waffen sind zu langsam um mit der Kralle fertig zu werden. Und in einem Nahkampf werde ich als "Bluegschnetzeltes" enden. Ich muss mir schleunigst was überlegen. Erstmal in eins der Häuser, so gewinne ich wenigstens Zeit", überlegt er schnell und bewegt sich in das nächstehende Haus. Keine Sekunde zu früh.


    Während des kurzen Moments, in dem Blue nach dachte, hatte die Todeskralle bereits die restlichen Raider zerlegt und hatte Blue bereits gewittert und schoss auf ihm zu. Holz splitterte, als die Todeskralle durch den Türrahmen brach und Blue in dem alten Haus verfolgte. Im ersten Obergeschoss schaute sich Blue um und sah eine Öffnung nach draussen auf einen alten baufälligen Balkon. Er bewegte sich schnellstmöglichst dahin, auf dem Weg dorthin fand er eine kurze, aber stabile Metallstange, der er mitnahm. Die Kralle war ihm wieder dicht auf den Fersen. Wieder zerbarst das Holz.


    Blue war auf dem Balkon, keine zwei Sekunden später war auch die Kralle da und machte sich zum Sprung bereit. "Wenn ich ihr ausweiche kann, haue ich das Stück Metall in eines der Beine, das wird sie hoffentlich verlangsamen..." Zu mehr kam er nicht mehr. Mit einem lauten Krach stürtzte der Balkon aufgrund des Gewichts der beiden Kämpfenden ein und beide rollten auf die Strasse. Blue wollte sich gerade aufrappeln, da war die Todeskralle schon über ihm und holte mit der linken Kralle zum Schlag aus. Er schaffte es gerade noch sich wegzurollen als der Schlag eintraf. Die Kralle brüllte zornig, als sie merkte, das sie ihre Beute verfehlt hatte und ging sofort zum nächsten Angriff über. Blue hatte sich zwar aus einer liegenden Position in eine leicht sitzende Postion gebracht, was ihn aber noch nicht in die Lage versetzte, sich aus der Reichweite der Kralle zu bewegen. Der weitere Angriff kam, wieder schaffte es Blue sich wegzuducken, aber er schaffte es diemal nicht sich wesentlich von der Stelle zu bewegen. "Schei..., gar nicht gut", dachte er bei sich.


    Ein weiterer Angriff kam, diesmal war die Todeskralle direkt über. Fast instinktief schoss Blue mit dem Kopf voran ins Gesicht der Todeskralle und verpasste der ihr mit voller Wucht seines Kopfes eines auf die Nase. Die Kralle brüllt wütend und war kurz abgelenkt. Im gleichen Moment trat Blue von unten mit beiden Beinen zu, die Kralle taumelte einige Schritte nach hinten und verletzte Blue am linken Bein an der Wade. Der Schnitt war tief und fing an heftig zu bluten. Blue hatte sich trotz der Verletzung aufgerappelt und schoss seinerseits mit der kurzen Metallstange auf die Todeskralle zu, die sich immer noch vor Schmerzen krümmte.


    Dann traf die Todeskralle die stabile Eisenstange im Brustbereich. "Wenn der Schlag nicht sitzt, da habe ich keine Chance mehr." Blue setzte so viel Kraft wie möglich ein, so das die Todeskralle praktisch gepfählt und an die dahinterliegende Häuserwand genagelt wurde. Im Todeskampf der Kralle erwischter ein letzter schwacher Hieb doch noch Blues Gesicht, unterhalb der Brille auf der linken Geschichtsseite. "Hmm", brummt Blue zornig.


    Der Kampf war vorbei, Blue setzte sich kurz him zum Verschnaufen, es war ein heftiger Kampf gewesen. Und er hatte einige Blessuren davon getragen. Aber er hatte den Kampf so gerade eben überstanden, einen weiteren Angriff hätte er mit Sicherheit nicht überlebt.

    Er richtete sich dann auf und bewegte sich leicht hinkend Richtung des alten Museums. Die Gefahr war zunächst einmal hinüber und um seine Verletzungen konnte er sich später noch kümmern. Wichtig war als erstes, das die Gruppe um Garvey gerettet war.

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