[Spoiler] Die Fallout Chroniken: Buch I: Ein seltsamer Wanderer - Alternative F4 Geschichte

  • Alles Gute und lass dich nicht unterkriegen ;)

    🎵🧺Alles hat ein Ende, nur die Wäsche nicht. 🧺🎵

    🐌 ⋆ 🐥 🎀 𝒯𝒽𝒾𝓈 𝒾𝓈 𝓂𝓎 𝓁𝒶𝓅𝓉🍪𝓅, 𝓉𝒽𝒾𝓈 𝒾𝓈 𝓂𝓎 𝒸❁𝓂𝓅𝓊𝓉𝑒𝓇. 𝒯𝒽𝑒𝓇𝑒 𝒶𝓇𝑒 𝓂𝒶𝓃𝓎 𝓁𝒾𝓀𝑒 𝒾𝓉 𝒷𝓊𝓉 𝓉𝒽𝒾𝓈 🏵𝓃𝑒 𝒾𝓈 𝓂𝒾𝓃𝑒. 𝑀𝓎 𝓁𝒶𝓅𝓉💞𝓅 𝒾𝓈 𝓂𝓎 𝒷𝑒𝓈𝓉 𝒻𝓇𝒾𝑒𝓃𝒹. 𝐼 𝓂𝓊𝓈𝓉 𝓂𝒶𝓈𝓉𝑒𝓇 𝒾𝓉 𝒶𝓈 𝐼 𝓂𝓊𝓈𝓉 𝓂𝒶𝓈𝓉𝑒𝓇 𝓂𝓎 𝓁𝒾𝒻𝑒. 𝒲𝒾𝓉𝒽😍𝓊𝓉 𝓂𝑒 𝓂𝓎 𝓁𝒶𝓅𝓉♡𝓅 𝒾𝓈 𝓊𝓈𝑒𝓁𝑒𝓈𝓈, 𝓌𝒾𝓉𝒽🍑𝓊𝓉 𝓂𝓎 𝓁𝒶𝓅𝓉❁𝓅 𝐼 𝒶𝓂 𝓊𝓈𝑒𝓁𝑒𝓈𝓈... 🎀 🐥 ⋆ 🐌

    I`m slowly breaking and silently screaming.


    ł ⱧɆ₳Ɽ ɎØɄ,₥Ɏ ĐɆ₳Ɽ:skull:

  • 475. Erwachen in einer anderen Welt III

    Zufrieden sah Nick in die Runde. Er war überrascht. Es waren wohl doch nicht alle Bruderschaftsmitglieder starsinnige und unbelehrbare Menschen. Selbst bei in die Bruderschaft Geborene bestand noch Hoffnung. Zu mindestens wirkte es im Moment so. Trotzdem blieb er skeptisch. Zu häufig hatte es seiner Existenz oft genug Verrat zwischen den Menschen gegeben. Er zog eine Packung Zigaretten aus einer seiner Taschen und hielt sie in die Runde. Alle nahmen das Angebot an. Nick schaute in Danse Gesicht. Er lass daraus Zufriedenheit und Hoffnung ab. Haylen lächelte ebenfalls. Carter und seine Freunde lehnten ebenfalls entspannt auf dem Sofa. Einzig Ingram schien tief in Gedanken versunken. Nick fragte sich, was dem ehemaligen Proctor zurzeit durch den Kopf ging. Als hätte Ingram Nicks Gedankengänge erraten, sah sie den alten Synth an. "Es ist schon sonderbar, dass ein Gespräch mit Ihnen eine andere Sicht der Dinge anstößt. Die Synths ... das Institut ... alles ist wesentlich komplexer, als ich es je geahnt habe ... aber das Ganze bestärkt meinen Entschluss zu unterstützen." Nick lächelte kurz.

    Ingram wandte sich Andrew Flux zu, der sich locker an den Wand lehnte und ebenfalls zufrieden aussah. "Wir sind dabei und unterstützen die Minutemen so gut wir können." Andrew nickte sichtlich erleichtert. "Danke. Es wird nicht zu Ihrem Schaden sein. Sie tun das Richtige. Blue wird sich sicherlich darüber freuen. Ich werde Colonel Garvey darüber informieren, damit wir Weiteres planen können. Uns bleibt wahrscheinlich nicht mehr viel Zeit." Andrew drehte sich um und verschwand tiefer im HQ. "Es ist gut, dass wir wieder zusammenarbeiten können. Danke, dass ihr mich trotz allem akzeptiert." sagte Danse zu Ingram und den anderen. Der ehemalige Procter lächelte. "Ich habe bereits einmal den Fehler gemacht jemand anhand seines Seins zu beurteilen und wurde eines Besseren belehrt. Du hast jahrelang der Bruderschaft gedient und sie unterstützt. Nie zum Nachteil, wenn ich es zurück betrachte. Deshalb denke ich, dass wir miteinander arbeiten sollten."

    An Andrews entspanntem Gesicht erkannte Preston, dass das Gespräch ohne Zwischenfälle geglückt war. "Ich bin echt froh, dass wir Nick haben. Seine offene Art öffnet viele verschlossene Tore." Preston konnte Andrew nur zustimmen. "Gott sei Dank. Gerade das Ingram mit dabei ist, wird uns extrem helfen. Sie ist eine der wenigen, die genau weiß, welche Pläne der Älteste hat und wie er tickt." Beide gingen während ihres Gesprächs nach oben in den Planungsraum, setzten sich dort und fuhren mit den weiteren Planungen fort, die sich aus dem positiven Gespräch mit Ingram, Carter, Danse, Nick und den anderen ergeben würden.

    Gegen Abend wachte Alan Binet im Krankenbett bei Ted Dingo nach furchtbaren Träumen auf. Absolut erschöpft öffnete er seine Augen. Das müde Gesicht seines Sohnes nahm zunächst sein Blickfeld ein. "Liam ... Liam ... ich bin froh, dich zu sehen ... geht es dir gut? ... wo sind wir hier?" flüsterte der ehemalige Leiter der Robotics schwach, aber aufgeregt. Er konnte sich im Moment nur an Fragmente des Geschehens erinnern. "Versuche bitte dich nicht zu sehr anzustrengen ... wir sind vorerst in Sicherheit ... in einer Siedlung namens Sanctuary ... mir geht es den Umständen einigermaßen. Ich freue mich, dass du wieder ansprechbar bist." Ein leichter Glanz war in Liams Augen zu sehen. Er wusste, wie schlecht es um seinen Vater gestanden hatte. Liam wollte Alan gerade mehr erzählen, als Doc Dingo hereintrat. Sofort erstarb das Gespräch und Liam schaute misstrauisch drein. Ted seufzte und schüttelt den Kopf. Dann nahm er einen weiteren Stuhl und verschloss die Tür hinter ihm.

    Ted setzte sich in die Nähe des Krankenbetts und schaute erste Alan und dann Liam nachdenklich an. "Sie können mir trauen ... beide. Ich weiß, wer Sie sind und woher Sie kommen. Ich kenne sogar Ihre "Aufgabenbereiche." sagte Doc Dingo ruhig an Liam gewandt. Der Sohn von Alan Binet schaute zunächst irritiert und unsicher, dann wirkte er wieder gefasst. "Und Sie haben kein Problem damit? Ich habe die ganzen Tage geschwiegen, weil ich meinen Vater nicht weiteren Gefahren aussetzen wollte." Ted lächelte kurz. "Ich persönlich nicht. Andere könnten damit durchaus ein Problem haben. Aber meine Wissen behalte ich für mich. Keine Angst. Und ich dachte es mir schon." Alan lauschte die ganze Zeit mit geschlossenen Augen Er war einfach zu erschöpft, um die Augen lange offen zu halten. Auch er erschrak innerlich, als der Arzt ihnen offenbarte, dass er über sie Bescheid wusste.

    "Danke, dass Sie es für sich behalten." sagte Alan und seufzt leise. "Ich weiß nicht, wie es weitergeht kann, Liam. Die Oberfläche ist noch tödlicher als ich mir sie je hätte vorstellen können. Wir wären schon in den wenigen Stunden gestorben, hätten uns diese Leute nicht gefunden und behandelt. Ich fühle mich im Moment so verloren." Liam ließ schuldbewusst den Kopf hängen. "Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht in diese Sache mit hineinziehen ... aber ich musste handeln ... sie haben es nicht verdient so behandelt zu werden. Du hast selbst immer gesagt, dass sie zu mehr in der Lage sind ... " Alan unterbrach seinen Sohn sanft und griff langsam nach der Hand seines Sohnes. "Liam, ich respektiere deine Entscheidung. Auch wenn sie für mich immer noch schwer nachzuvollziehen ist. Du bist und bleibst mein Sohn. Ich bedaure nur, dass wir einander nicht so weit vertrauen konnten, um darüber zu reden. Vielleicht wäre doch eine andere Lösung gefunden worden und ..." Alan beendete den Satz abrupt. Er war wieder eingeschlafen.

    Liam streichelte sanft die Hand seines Vaters. Dann ließ er sie los und stand leise auf. Er verließ zusammen mit Doc Dinge das Krankenzimmer von Alan Binet. Er kehrte in sein eigenes zurück. Ted begleitete den jungen Binet dabei. Liam legte sich ebenfalls wieder in sein Krankenbett. Auch er musste immer noch langsam machen. "Sie wissen es vom Professor, nicht wahr?" Ted schlug kurz die Augenlieder nieder. Ein kleines, aber deutliches Zeichen für Liam. Er wirkte beruhigt. "Wird er bald wieder hier sein?" fragte Liam nach Blues Verbleib. Er hatte eine Menge Fragen an ihn. "Ich denke. Nur scheint im Moment einiges in Bewegung zu sein. Daher kann ich nicht sagen, wann das sein wird. Aber wenn er wieder hier ist, werde ich ihm Bescheid geben." Kurz darauf schlief der junge Binet ein und glitt in eine Welt verworrener Träume.

  • 476. Erwachen in einer anderen Welt IV.

    Nachdem Blue in den letzten Tagen an verschiedenen Orten des Commonwealth gewesen war, führte in sein Weg ihn nun wieder zurück nach Sanctuary. Bevor er das HQ betrat, stattete er Ted Dingo einen Besuch ab. Der begrüßte ihn mit einem erleichterten Lächeln. "Sie sind beide über den Berg. Alan Binet schläft zurzeit wieder und ich glaube, der junge Binet scheint regelrecht ungeduldig auf deine Rückkehr zu warten." Blue gab einen erleichterten Ton von sich. "Gott sei Dank. Konntest du oder Andrew schon etwas in Erfahrung bringen?" Ted schüttelt den Kopf. "Nein, noch nicht. Diese Infos wollte er dir selbst erzählen. Auch nachdem ihm klar war, dass wir über beide Bescheid wissen. Du wärst besser im Bilde, das Ganze zu verstehen. So hat er sich ausgedrückt." Blue kratzte sich am Kopf und dachte einen Moment darüber nach, was Liam damit gemeint haben könnte. Dann verstand er. Liam wollte nicht, dass Ted von der Verbindung zur Railroad erfuhr. Der Junge war immer noch sehr vorsichtig.

    Blue klopfte an die geschlossene Tür von Liams Krankenzimmer und trat dann ein. Liam saß im Bett und blätterte interessiert in einem Buch herum. Anscheinend aus Teds Fundus an Fachbücher. Er schaute zunächst verhalten auf, aber als bemerkte, dass Blue endlich zurück war, hellte sich sein Gesicht auf. "Ich bin froh, dass du wieder hier bist. Du möchtest wahrscheinlich nun wissen, warum wir uns an der Oberfläche des Commonwealths befinden?" Blue nickte, zog dabei die Tür zu und setzte sich auf den Boden in der Nähe des Kopfendes von Liams Bett. "Es wäre gut. Warum du und Alan hier oben seid, versetzt mich gelinde gesagt, in ein wenig Sorge. " brummte er. Liam begann alles in Ruhe zu schildern. Nach einiger Zeit schloss er ab. Blue hatte ihm die ganze Zeit zugehört ohne ihn zu unterbrechen. Danach sagte Blue einige Zeit nichts mehr.

    Seine Augen wanderten unruhig hin und her. Sie machten einen in sich gekehrten Eindruck. Für Liam war es im Moment nicht möglich irgendetwas im Gesicht des blauen Supermutanten zu lesen. Ihm fiel aber nach einiger Zeit auf, dass Blue seine Kiefer ziemlich aufeinanderpresste, was ihm ein ziemlich griesgrämiges Aussehen verpasste. Er wollte ihn gerade danach fragen, als Blue sein Schweigen brach und ihn ziemlich durchdringend ansah. "Dann seid ihr beiden nicht aus der Gefahr heraus, sondern mittendrinnen. Was du mir berichtet hast, ist das Schlimmste, was uns allen passieren konnte. Dr. Ayo als Institutsleitung. Der ehemalige Institutsleiter auf dem Sterbebett ... jetzt verstehe ich endlich Vaters Warnung ... Virgil hatte recht ..." Liam sah Blue verunsichert und fragend an. "Virgil? Vaters Warnung? Wo von sprichst du ... Blue? Ich verstehe gar nichts mehr!" Blue berichtete dem jungen Binet in knappen Worten seine Erfahrungen. Zwischen ihnen sollten keine Geheimnisse mehr stehen.

    Nachdem Blue seinerseits reinen Tisch gemacht hatte, schaute ihn Liam mit großen und überaus besorgten Augen an. Er hatte begriffen, dass sein Tun im Institut etwas in Bewegungen gesetzt hatte, dass alles was er kannte, vernichten könnte. "Ich hätte nie gedacht, das ... das ... Dr. Ayo so etwas tun könnte. So ein Verhalten war mir bisher fremd. Und das Brian diesen Weg gewählt hat ... wegen der Verfahrensweisen des Instituts ... und ich die Synths an die Oberfläche habe entlassen ... ich wollte doch nur ein besseres Leben für die Synths ... und jetzt? Jetzt muss ich fürchten, dass alle die mir etwas bedeuten getötet werden." Blues Gesicht nahm etwas weniger strenge Züge an. "Jeder tut das, was er für sich richtig hält, um die seinen zu beschützen, Liam. Jeder aus einer Perspektive heraus. Genau wie ich. Auch ich habe gehofft ein Weg zu finden, genau das zu verhindern, was bald passieren wird." sagte Blue deutlich resigniert.

    Beide sahen sich schweigend eine Zeitlang an. Liam wirkte wieder etwas blasser. "Gibt es denn gar nichts, was man tun könnte?" sprach er Blue flehend an. "Wenn du und Alan mir hilfst, können wir vielleicht bestimmte Dinge abmildern, aber verhindern? Ich befürchte, dass wird nicht mehr möglich sein. Überlegt euch beide in Ruhe. Ich werde euch zu nichts zwingen." antwortete Blue ruhig und stand dann auf. Sorgenumwölk überließ er Liam jetzt seinen Gedanken. Er betrat das HQ und suchte nach Andrew und Preston. Er fand sie im Besprechungsraum. Sie schienen auf ihn gewartet zu haben. Sie setzen sich zusammen und besprachen die nächsten Schritte. Ronnie war per Funk zugeschaltet "Also bekommen wir es tatsächlich mit beiden Seiten zu tun." konstatierte Andrew. "Was denkst du, wo der neue Direktor als erstes zuschlagen wird?" Sein Blick und der von Preston hafteten an Blue.

    "Schwierig. Dr. Ayo, ist kein unvorsichtiger Narr. Meinem Gefühl nach wird er zweifellos die Fraktion angreifen, die er für am gefährlichsten halt. Also die stählerne Bruderschaft. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass er Minutemen und die Bruderschaft zeitgleich angreift. Um totsicher zu gehen, dass wir uns nicht gegenseitig unterstützen. Ich kann wirklich nicht sagen, wievielte Synths das Institut für so eine Operation besitzt und mobilisieren kann." sagte Blue ehrlich. "Wir rechnen in der Hauptsache mit einer der beiden Möglichkeiten und richten uns danach aus?" fragte Preston nachdenklich. Blue nickte unzufrieden. "Vielleicht haben wir aber bald wenigstens die Sicherheit zu wissen, dass wir es mitbekommen, wann sie angreifen." Andrew schaute fragend. Preston ergänzte. "Das Signal, das gesendet wird, wenn Runner teleportiert werden? Haben die beiden Pendeltons tatsächlich dazu etwas rausbekommen?" Blue bejahte es. "In ein bis zwei Tagen werden sie uns die Frequenzen übermitteln, die sie herausgefunden haben. Sie machen gerade noch abschließende Tests."

    Dann wechselten sie das Thema. Die Mitarbeit der ehemaligen Mitglieder der stählernen Bruderschaft machte allen ein wenig Hoffnung. Ebenfalls die Möglichkeit, dass ein bis zwei Institutsmitglieder auch helfen würden die Kräfte zu Gunsten der Minutemen zu verschieben. Auch wenn das im Moment noch nicht sicher war. Aber bei jeder erdenklichen Hilfe wäre es immer noch ein ungleiches Kräfteverhältnis, das wusste jeder der Minutemen. Trotzdem bestand immer noch Hoffnung in der Führungsriege. Über die letzten Jahre war es zu einer bemerkenswerten Weiterentwicklung der Minutemen im Commonwealth bekommen, weit über das hinaus, was vorher möglich war.

    Blue suchte nach Beendigung des Gesprächs mit Preston, Andrew und Ronnie Danse Quartier. Bevor er an der Tür klopfen konnte, hörte er ein ihm mittlerweile fast fremdes Geräusch, ein herzhaftes Lachen, dass von Danse zu kommen schien. Einen Moment blieb er unschlüssig stehen, trat dann doch einen Moment später ein. Zu seiner Überraschung saß Danse mit den restlichen ehemaligen Mitgliedern zusammen. Sie schienen sich gerade über Vergangenes zu unterhalten. Nichts deutete daraufhin, dass man sich an Danse als Synth störte. Plötzlich wurde ihm gewahr, dass all seine Mühen doch nicht ganz umsonst gewesen war.

  • 477. Erwachen in einer anderen Welt V.

    Es war jetzt über einen Monat her, als Ältester Bardeen wieder am Treffpunkt in der Kneipe ankam, die der Burg vorgelagert war. Bevor er sie betrat, verbrachte er die Brahmins seiner Karawane in die zwar provisorischen, aber dennoch gut gefertigten Stallungen unter. Draußen pfiff ein kalter erbarmungsloser Wind und brachte Schnee mit. Während er die einzelnen Brahmins versorgte, dachte er schweren Herzens an die Gespräche mit John Rothschild zurück. Die Neuigkeiten von der Westküste waren niederschmetternd.

    Aus dem Süden der kollabierten NCR kehrten einige der Silverdragons die, die NCR seit der damaligen gewonnenen Schlacht gegen die Legion unterstützten, mit Flüchtlingstracks der NCR zurück. Was die übriggebliebenen NCR-Soldaten berichteten, ließen den Anwesenden das Blut in den Adern gerinnen. Als über verschiedene Kanäle bekannt wurde, dass irgendetwas oder jemand die Hauptstadt der NCR von der Landkarte getilgt hatte, begannen Knox Garret und Cassandra Moore darüber zu streiten, wie man die verbleibenden Kräfte im Süden zusammenhalten konnte. Durch das Auslöschen des ehemaligen Shady Sands wurden die Risse innerhalb der NCR, die sich bereits vorher durch politische und militärische Entscheidungen gebildet hatten, gesprengt.

    Am Ende dieser Unterhaltung tat General Garret etwas, dass zeigte, wie dünn das Band der Zivilisation eigentlich war. Er hielt Cassandra Moore seine Waffe ins Gesicht. Diese sah ihn ungläubig an. "Was soll das Garrett? Sind Sie irre geworden?" Ein bitterer Blick traf sie. "Nein. Aber mir ist eines klar geworden. Es sind Leute, wie Sie und Wells, die die NCR von innen heraus geschwächt haben. Wären wir andere Wege gegangen, wäre das nicht passiert. Mit Sicherheit haben die Fremden und die Bruderschaft ihre Finger im Spiel ... sie haben uns die ganze Zeit an der Nase herum geführt ... davor habe ich gewarnt ... jetzt haben wir die Rechnung für diese Fehlentscheidung bekommen." Garetts Gesicht wies Trauer, Wut und Hass in einem auf.

    "Aber die NCR ist noch nicht verloren ... ich werde die NCR wieder selbst aufbauen ... aber anderes als vorher ... Tandis Weg war der falsche ..." Garett schien die Überlegung mehr mit sich selbst zu führen. Dann blickte er wieder zu General Moore. Die hatte mit wachsenden Entsetzten Garetts Schlussfolgerungen gelauscht. Zu spät erkannte sie, was Garett nun tat. "Als erstes werde ich mit den Fehlern der Vergangenheit aufräumen." Das waren die letzten Worte, die Cassandra Moore hörte. Dann traf das Geschoss aus Garetts Revolver ihren Schädel und tötete sie augenblicklich. Das Geschehene sprach sich im Lager herum und führte zu Tumulten. Die anwesenden Silverdragons im Lager interpretierten das Geschehene in der einzig für sie richtigen Entscheidung, einer Flucht.

    Mit ihnen flohen auch NCR Soldaten, die Garetts Denken als Verrat an der Sache der NCR ansahen. Auf den Weg Richtung Heimat der Silverdragons sammelten sie Flüchtlinge, Verletzte und andere ein, die dem ausbrechenden Chaos im Süden der Westküste entgehen wollten. Bardeen war am nächsten Brahmin angekommen und streichelte es nachdenklich und hing weiter seinen Gedanken nach Auch dem Norden der NCR gab es ähnliches zu berichten. Hier brachen Machtkämpfe innerhalb der Städte aus, die einst den Kern des Verbundes der NCR gebildet hatten. Alte, schon fast vergessene Kräfte kämpften sich an die Macht. Mit einem Flüchtlingszug aus dem Norden kam Jax Wells vor zwei Tagen schwerverletzt an. Er hatte diesen Zug mit den kläglichen Resten seiner Truppe beinahe bis zur Selbstaufgabe zum Lassen geführt.

    Jetzt waren zwei der Fraktionen, die ehemals das Machtgefüge der Westküste beherrschten, selbst beinahe zur Staub zermahlen worden. Bardeen schüttelt den Kopf, als er an die Bruderschaft dachte. Die Chapter, die sich losgesagt hatten, würden diesen Sturm wahrscheinlich ebenfalls nicht überstehen. Unter den derzeitigen Umwälzungen würde sie mit Sicherheit nicht nach Lost Hills zurückkehren können. Es war im Moment zu gefährlich. Seine Gedanken kehrten an die Ostküste, in das Commonwealth zurück.

    Auch hier standen die Dinge schlecht. Welche Macht sich hier durchsetzte, könnte ebenfalls auf lange Sicht die Westküste beeinflussen. Soweit stimmte er Johns Überlegungen überein. Unterstützung würde ihr Freund hier bekommen, nur wie die aussah und wie schnell diese kommen konnte, vermochte John Rothschild zum Zeitpunkt ihres Gesprächs nicht zusagen. Die Silver Dragons hatte zurzeit alle Hände voll zu tun, um die Leute, die bei Watertown und ihnen ankamen, Hilfe zu leisten. Jeremiah zuckte zusammen.

    Er hatte ein Geräusch gehört, was er nicht sofort einordnen konnte. Sofort glitt seine Hand zu der Laserwaffe, die er bei sich trug. Als er in die Richtung sah, entspannte er sofort. Es war nur einer seiner Leute, die nach ihm sah. Mit einem kurzen Zeichen gab er Bescheid, dass alles in Ordnung war. Zusammen verließen sie den Stall und betraten die Kneipe und setzten sich zu den anderen Mitgliedern. Sie warteten bis zum Abend, als Abby und Trian nach ihrem Dienstende sich zu den Karawanenführer dazugesellten. Aus einer Ecke des Raums beobachte sie ein Ödländer. Es war Deacon, der den Auftrag hatte, die neue erschiene Karawane und die beiden Minutemenzugängen in der Burg im Auge zu behalten. Ronny hatte ihm aufgrund von Prestons Anweisungen dazu angewiesen. Deacon beobachtete immer mal wieder unauffällig, aber seine Erfahrung sagte ihm, dass an diesen Leuten mehr dran war, als auf dem ersten Blick sichtbar war.

  • Ja, habe ich zu einem gewissen Teil :) . Obwohl ich die zweite Staffel noch nicht gesehen habe. Ich warte mit dem ansehen, bis sie komplett ausgestrahlt worden ist. So kann ich das ganze lorekonform erzählen, aber dennoch die eigenständig weiterschreiben (durch Informationsverluste der beteiligten). Das Wasteland bietet dafür mehr als genügend Platz. :)

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!