Externe Karte - 2281

  • Der Plan sich als Wache zu verkleiden, kam Dust nicht sonderlich erfolgversprechend vor. Sein Alter würde ihn rasch verraten, wenn er sich nicht vollständig verschleierte. Selbst wenn er es schaffen würde, als Veteran durchzugehend, hatte er nicht die passende Uniform für dieses Kunststück an. Das wäre Selbstmord.. Nachdenklich schweife sein Blick auf diese Festung von einem Gebäude. Sie mussten es einfach durch die Kanalisation versuchen. Es war kein optimaler Weg, doch was war an diesem Auftrag schon optimal oder einfach? ,,Wir sollten es durch die Kanalisation versuchen, der Uniformtrick wird nicht funktionieren." sagte Dust ruhig und sicher in seinem Entschluss. Peaches und Knox nickten ihm zu. Die drei Umkreisten den Bau abermals und hielten ihre Augen auf den Boden gerichtet. Schließlich deutete Peaches ihnen mit gehobenem Arm an stehenzubleiben. Tatsächlich, im staubigen Boden unweit von der Außenmauer des Komplexes entfernt, stand ein Kanaldeckel unwirklich aus dem Boden heraus. Dust fragte sich, wozu dieser Schacht wohl gut sein mochte. Es gab im Prinzip kaum betonierte Fläche oder andere Gebäude in der Gegend. Schnell verwarf er diesen Gedanken und näherte sich mit seinen 2 Begleitern dem Kanaldeckel. ,,Wir sollten es zu dritt versuchen, dieses Teil wird sicherlich einige Kilo wiegen." Peaches Stimme klang nicht sehr hoffnungsvoll. In die schmalen Löcher, die in den eisernen Deckel eingearbeitet wurden, passten nur jeweils 3 Finger ihrer Hände. Mit vereinten Kräften schafften sie es, den Eingang nach 3 kräfteraubenden Versuchen freizulegen. Knox sah nicht sonderlich gut aus. Im Gegenteil, er war so bleich, dass Dust sich ernsthafte Sorgen machte. Ein schwarzer Abgrund ohne Boden tat sich vor ihnen auf. Lediglich eine einzelne Leitersprosse aus Metall war von oben sichtbar. Dust stieg als erstes in den Schacht hinab, schließlich war das Ganze seine Idee gewesen. In die Manteltasche hatte er zuvor die alte Militärtaschenlampe aus seinem Rucksack gesteckt, im Schacht konnte er sie nirgends befestigen und somit keinen besseren Blick nach unten erhaschen. Von oben war es schwer abzuschätzen gewesen, wie tief es wirklich hinunter ging. John schätze den Abstieg grob auf 20 Meter.


    Unten angekommen zog er die Lampe aus seiner Tasche und schaute sich um. Der Tunnel führte lediglich in eine Richtung, die andere mündete in einer Sackgasse in Form einer gemauerten Wand. Vor ihm erstecke sich der Tunnel sehr weit in die unterirdische Dunkelheit hinein. Ein modriger Geruch erfüllte seine Nase, der Tunnelboden jedoch war relativ trocken. Lediglich an den Wänden liefen einzelne Rinnsale an Moosflechten dem Boden entgegen. Spinnweben zogen sich alle paar Meter über die volle Tunnelbreite. Als Knox und Peaches ebenfalls unten angekommen waren, machten sich die drei auf den Weg. Die Tunnelhöhe betrug vielleicht 1,60 Meter. Sie mussten sich halb geduckt fortbewegen und die Knochen des alten Mannes ächzten. Zum Glück hatten sie die kompakten 10mm Maschinenpistolen mitgenommen, sperrigere Waffen wären hier unten ein großer Klotz am Bein gewesen. Sie liefen 3 Minuten dem spärlichen Schein der Taschenlampe hinterher, als sie auf eine sperrige Stahltür trafen. Ein quadratischer Raum vergrößerte zu ihrem Glück die Deckenhöhe im Türbereich wieder auf angenehmere Maße. Ein massives Drehrad befand sich als Öffner mittig auf der massiven Tür platziert. Dust wunderte sich, für was dieser seltsame Gang gut sein mochte. Augenscheinlich leitete er kein Wasser ab und war wohl eher ein vergessener Durchgang. Peaches und Dust versuchten das große Drehrad in Gang zu setzen. Nach wenigen Sekunden setzte es sich widerwillig reibend und knirschend in Bewegung. John Dust lief eine kleine Schweißperle die Schläfe hinab. Erst dieser verdammte Kanaldeckel und jetzt auch noch diese antike Tür.. Kreischend öffnete sich die Tür und gab nichts als Finsternis frei. Die drei Männer standen mit den Waffen im Anschlag da. Dust leuchtete in die Dunkelheit und konnte einen größeren Raum ausmachen. Vorsichtig trat er über die eiserne Türschwelle und leuchtete nach links und rechts. Vor ihnen lag ein ausladender Gewölberaum, fast schon eine Art Halle. Die Deckenhöhe war auf über 3 Meter angewachsen und in der Breite maß dieser Raum sicherlich an die 10 Meter. Sehr alte Gitterzellen reiten sich rechts und links an der Wand auf. In manchen von ihnen waren Knochengerippe zu sehen. Vermutlich Überreste von einem alten Kerker aus früheren Zeiten.. John schauderte, dieser Ort hatte etwas Abstoßendes und Gespenstisches an sich. Das Trio durchquerte die Halle mit raschen Schritten und stieß erneut auf eine Tür. Es handelte sich nicht um eine massive Bunkertür wie zuvor, sondern um eine relativ fragil anmutende Holztür. Mit roten Buchstaben stand auf einem angestaubten Blechschild geschrieben: Ab hier RNK Sicherheitsbereich. Zutritt für Unbefugte strengstens verboten. Auf Unbefugte wird ohne Vorwarnung das Feuer eröffnet! Dust drehte sich zu Knox und Peaches um und schaute sie ernst an. ,,Überprüft nochmal eure Waffen, ab hier wird es ernst."

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  • Die Verschlüsse der Maschinenpistolen gaben ein metallisches Klicken von sich, als jeder der Drei nocheinmal prüfte, ob die Waffen geladen und feuerbereit waren. Dust betrachtete die marode Holztür im spärlichen Schein der Taschenlampe näher. Sie hatten keine Zeit, das Schloss zu knacken, so einfach es auch gearbeitet sein mochte. Hinzu kam, dass sich keine Haarklammer griffbereit in der Ausrüstung befand. Verdammt.. Es blieb nur eine Möglichkeit, ein gezielter, kräfitger Tritt direkt neben das Schloss. John hoffte, dass das entstehende Geräusch nicht allzu laut sein würde. Mit aller Kraft raste sein Fuß auf die Tür ein und schoss auf Höhe des Türschlosses mühelos durch das Holz. Mit schmerzverzerrtem Gesicht zog er seinen Fuß wieder aus dem Loch. Der dicke Stoff seiner Hose und die robusten Stiefel hatte die meisten größeren Splitter abgehalten. ,,Verdammte Scheiße.." Wütend warf er sich mit seinem gesamten Körpergewicht gegen die fragil anmutende Tür. Weder das Schloss, noch die Angeln gaben nach. Dust fiel mit einem krachenden Geräusch mittig durch ein großes Loch auf den steinigen Boden hinter der Tür. Langsam rappelte sich sein alter Körper wieder hoch. Tastend fand er die Taschenlampe auf dem Felsboden wieder. Ein leichter Schmerz zog sich durch die Hüfte. Peaches und Knox stiegen hinter vorsichtig ihm durch das Loch in einen feuchten Höhlengang.


    Der Geruch in der Luft war unverwechselbar. Modrig, abgestorben, ekelhaft. John Dust wusste, mit was sie es zu tun bekommen würden. ,,Ghule." flüsterte er leise in die Dunkelheit hinein. Dust hasste sich dafür, dass er keine stärkere Taschenlampe in den Rucksack gepackt hatte. Geduckt schlichen die 3 in den finsteren Abgrund hinein. Das Höhlensystem, durch das sie sich bewegten, war um den künstlichen, von Menschenhand gebauten Eingang erweitert worden, der nun hinter ihnen lag. Das Blut in seinen Adern gefror, als schließlich dieser grässliche Laut erklang. Ein gurgelndes Grchhhhh hallte an den Höhlenwänden wieder. Seine Maschinenpistole vor sich gerichtet, wartete er an der Spitze der kleinen Gruppe. Tapsende Laute, ein schlürfender und gleichzeitig doch rascher Gang. Kalter Schweiß lief ihm über die aufgestellten Nackenhaare. Plötzlich tauchte eien hässliche Fratze im dünnen Strahl seiner Taschenlampe auf. Dieses "Gesicht" war eingefallen und Betongrau. Dort wo sich die linke Wange befinden sollte, klaffte ein riesiges Loch. Dust war den Bruchteil einer Sekunde geschockt und konnte den Abzug nicht durchziehen. Schließlich löste sich mit einem leisen Pling eine kurze Salve. Sie schlug rechts in die Stirn ein und riss den anstürmenden Ghul fünf Meter von ihm entfernt nach hinten auf den Boden. John war sich nicht sicher, wo genau er getroffen hatte, ihm war jedoch klar, dass die Kugeln scheinbar ins Ziel fanden. Was er in der Finsternis nicht bemerkte, war der zweite Ghul, der direkte hinter dem niedergestreckten gelaufen war. Die knochigen, dünnen Finger des Ghuls bohrten sich mit stumpfger Gewalt durch Dusts Mantel hindurch in seinen Rücken hinein. Dumpfer Schmerz durchzuckte seine Schulter, als dieses Ding schlaff auf ihm zum Erliegen kamm. Peaches wuchtete den toten Körper von Dust. Augenscheinlich hatte Knox dem Angreifer geistesgegenwärtig den halben Schädel weggepustet. Sein Rücken fühlte sich warm an. Peaches betrachtete mit der Taschenlampe die Wunde, während Knox weiter in die Dunkelheit starrte. ,,Halb so wild, eine etwas tiefere Fleischwunde, ich verbinde das kurz." Der alte Mann setzte sich auf den Boden und lehnte den Rücken an die kalte Höhlenwand. Sein Herz schlug vor lauter Adrenalin wie ein Presslufthammer. Peaches kramte Mullbinden aus dem First Aid Kit seines Rucksacks hervor und begann mit dem Versorgen der Verletzung.

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  • Unglücklich starrte Knox ins Dunkel. Ihm war abwechselnd heiß und kalt. Hätte er noch so lange Haare wie vor Jennys Haarschnitt, würden diese ihm jetzt auf Stirn und Nacken kleben. Die kühle feuchte Umgebung lies in frösteln. Schwer zu sagen wie er es schaffte seine Waffe ruhig genug zu halten um einem Guhl den Kopf weg zu fegen, doch scheinbar half das Adrenalin. Er wusste was sonst noch helfen könnte, aber...

    Knox sah zurück zu Peaches und Dust. Sie waren fast soweit dass sie weiter konnten. Leise hallende Geräusche drangen an ihre Ohren. Doch diese wirkten weit entfernt. Falls es sich um Guhle handelte waren diese nicht aufmerksam geworden. Vielleicht waren es aber auch Ratten oder Rad-Kakerlaken. Ebenfalls keine tollen Reisebegleiter und etwas bissig, aber ungefährlicher als Guhle. Knox setzte sich in Bewegung als Peaches die Anweisung dazu gab. Vorsichtig watete er durch knöchelhohe Pfützen. Seine Waffe klackerte wenn ihn erneut ein Schüttelfrost überkam. Dumpf halten die Schritte von den Wänden. Sie sprachen nicht. Wollten keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie ließen Abzweigungen außer Acht und wateten weiter gerade aus Richtung Gefängnis.
    Endlich eine Tür. Dust leuchtete hinter Knox darauf. Knox blieb stehen, die Waffe hielt er vor sich locker in beiden Händen. Er zögerte, sah kurz zurück und streckte schließlich die rechte Hand nach dem Türgriff aus. Vorsichtig öffnete er die Tür wenige Zentimenter weit. Dann stockte er.

    "Du bist dran. Würfel ne sechs dann...- He, was war das?"

    Knox zog die Tür vorsichtig und leise wieder zu und machte zwei schritte zurück. Er lies die Tür nicht aus den Augen und sagte leise zu Dust und Peaches neben sich. "Zugekettet."

    Alle starrten sie die Tür an. Jetzt hörten sie die Stimmen dumpf durch die Tür. Scheinbar waren die Personen näher heran gekommen.

    "Da war nichts. Die Tür ist zu."

    "Da war garantiert was."

    "Und wenn schon... waren bestimmt nur Guhle... oder Ratten. Ist doch egal."

    "Ich weiß nicht... Sah nicht aus als wär da ein Guhl dran gewesen. Zu... kontrolliert."

    "Du spinnst doch. Was willst du machen? Nachsehen?"

    Schweigen.

    "Vergiss es Mann, wir machen die Tür jetzt nicht auf und sehen nach. Am Ende waren es doch Guhle."

    "Und wenn nicht?"

    "Jetzt hör mir mal zu Soldat. Wenn wir unser Waffen abfeuern wegen nichts und wieder nichts, dann wartet ein Haufen Papierkram auf dich. Willst du das? Komm... wir spielen weiter."

    Enttäuscht sah Knox auf die Tür. Hier würden sie nicht weiter kommen. Die Gruppe drehte sich um als ein lautes Poltern und Kettengerassel durch die Tür drang.

    "Verdammt was machst du da! Weg da!"

    "Lass mich los!"

    "Geh weg von der Tür!"

    Ein Schuss. Knox beobachtete die Tür. Aus einer Eingebung hob er mit zitternden Händen die Waffe und richtetet sie darauf. Ein weiteres Mal die dumpfen Stimmen. Erst zu leise um etwas zu verstehen, dann:

    "...scheisse, SCHEISSE! Okay, bleib liegen, ich, ich hol Hilfe!"

    Peaches trat hastig vor. "Das ist unsere Chance." Er trat zur Tür und versuchte sie zu öffnen. Hoffentlich hatte dieser Soldat es geschafft die Kette zu entfernen. "Schnell! Bevor er mit der Hilfe zurück kommt." flüsterte Peaches als er merkte dass die Tür sich nun öffnen ließ. Er schob die Tür auf, die Ketten am Boden klirrten. Dann stieß er gegen etwas schweres. Jemand röchelte. Peaches streckte den Kopf in den Raum, sah um die Tür und erkannte einen RNKler am Boden. Er hielt sich das Bein, welches unaufhörlich blutete. Der Mann war blass und kaum noch bei Bewusstsein. Wohl die Arterie getroffen. Er hatte auch kaum mehr kraft auf die Wunde zu drücken. Der Kerl würde jeden Moment am Blutverlust sterben.

    Peaches winkte seine Begleiter heran und sie zwängten sich schnell durch die Tür. Sie standen in einem kleinen Raum. Die Wände waren aus Beton. Ein Holztisch und zwei Stühle waren die einzige Möblierung hier. Auf dem Tisch lag ein Brettspiel. Links führte eine Treppe nach oben. Ein dunkles Rechteck wies den Weg an die Frische Nachtluft. Sofort schlich Peaches die Treppe hinauf und spähte durch den Türrahmen. Sie waren auf dem Gelände. Wenn auch außerhalb des Gefängnisses selbst. Mit einer Handbewegung wies er Dust und Knox an ihm zu folgen. Schnell schlichen sie aus dem kleinen Wachposten und gingen dahinter in Deckung.

    Gemeinsam sassen sie im Staub. Peaches spähte um die Ecke und versteckte sich sofort als der Soldat mit Hilfe zurück kam. Sein Kumpel musste längst tot sein.

    Sie hörten wieder leise ihre Stimmen.

    "Was ist hier passiert?"

    Stottern. Die Wache suchte nach Worten.

    "Raus damit! Warum ist die Kette nicht mehr an der Tür."

    "Er ist Tot, Sir." entgegnete ein Dritter.

    "D-d-da war was auf der anderen Seite u-u-u-und..."

    "Was war da!"

    "E-ein Guhl glaube ich."

    "Was du glaubst interessiert mich nicht! Ich will wissen was hier los war!"

    "Etwas war an der Tür und ich wollte nachsehen weil es nicht ausgesehen hat als wär's ein wilder Guhl gewesen und dann..."

    Der Soldat sprach hastig und stockte dann.

    "Jemand hat auf der anderen Seite Gerufen und wir dachten der braucht Hilfe. Dann haben wir die Tür geöffnet und der Typ hat Barry niedergeschossen und ist abgehauen."

    Schweigen. Der wütende Vorgesetzte brach es.

    "Wo ist er jetzt? Ist er auf dem Gelände?"

    "N-n-nein... er ist zurück in die Tunnel gerannt."

    "Warum sollte er das alles tun?"

    "Da-das weiß ich nicht , Sir."

    "Durchsucht die Tunnel, schafft den Kerl hier weg. Wir gehen der Sache nach."

    Peaches lehnte den Kopf an die Betonwand und stieß leise Luft aus. Der Penner hätte ihnen die Tour gerade noch vermiesen können mit seiner Lügerei. Gut dass er wenigstens behauptet hatte der fiktive Typ wäre in die Tunnel zurück gerannt. Nun fand immerhin kein Großaufgebot zum Durchsuchen des Geländes statt.

    Knox hatte kaum zugehört. Er sass zwischen Dust und Peaches und betrachtete seine Hände die die Waffe umfassten. Er hatte mühe sie richtig fest zu halten. Als hätte er keine Kraft in den Händen. Zu allem übel fingen die Schmerzen in Magen und Rücken wieder an. Angestrengt biss er die Zähne zusammen. Jemand rüttelte ihn leicht an der Schulter. "Alles in Ordnung?" Knox hob den Kopf, schloss die Augen und versuchte ruhig ein und aus zu atmen. Neben sich hörte er Peaches nach etwas kramen. Dann hielt dieser ihm zwei weiße Pillen hin. "Runter damit." Knox öffnete die Augen, begutachtete de Medikamente in Peaches' Handfläche kurz und griff dann mit einer zitternden Hand danach. Mit etwas Wasser dass er ihm auch hinhielt spülte er das Zeug hinunter. "Wir warten jetzt einen Moment bis es wirkt. Lass uns besprechen wie wir weiter vorgehen können." flüsterte Peaches zu den beiden Mitreisenden. "Wir müssen irgendwie da in die Gefängnisblocks. Dort ist der Aufzug in die Vault."


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  • Irgendwas zerfrisst mich. Dieser Gedanke sprang als das Adrenalin nachließ und die Schmerzen der frischen Ghulwunde phasenweise durch seinen Oberkörper zuckten wie eine glühende Flipperkugel durch Dusts Kopf. Doch dafür war jetzt keine Zeit, ein kurzer Blick zu seinem Partner Knox offenbarte, dass es ihm nicht besser ging, im Gegenteil. Glänzende Schweißtropfen tanzten seine Schläfen herablaufend einen angestrengten Line Dance. Die Pillen von Peaches schienen nur langsam zu wirken, bei Knox' zittrigem Waffengriff machte sich der alte Mann ernsthafte Sorgen, ob er bis zur Vault durchhalten würde. Ein kleines Wunder, dass wir bisher so reibungslos an den Wachposten vorbeigekommen sind. Dust schaute sich angestrengt um, ihre kleine Gruppe hatte die bedrohlichen Mauern dieser Festung überwunden, innerhalb des Komplexes war durch die schwache Beleuchtung jedoch wenig Konkretes zu erkennen. Immerhin herrschte keine spürbare Hektik im Lager, die fehlende Alarmsirene und das Ausbleiben von gen Horizont wimmelnden Taschenlampen ließen John zumindest darauf schließen. Dieser RNKLer war für uns ein Glücksfall, möge der arme Teufel in Frieden ruhen. Mit gedämpfter Stimme wandte er sich zu Peaches und Knox. "An drei RNK-Uniformen in halbwegs passenden Größen für uns werden wir nicht kommen, nicht nach diesem Vorfall eben. Vor den Mauern war dieser Plan in der Theorie schon abstrakt, bei den nun alarmbereiten Soldaten undenkbar. Die größten Chancen ergeben sich wohl, wenn wir die Schatten des Lagers ausnutzen und auf unser Glück vertrauen. Peaches, kannst du uns zu den Zellenblöcken führen? In diesem fremden Komplex bei völliger Dunkelheit bin ich aufgeschmissen.." Es fiel Dust durch sein Alter und die jahrelang gesammelte Erfahrung im Ödland nicht leicht, das Kommando völlig aus der Hand zu geben und blind auf Peaches vertrauen zu müssen. Knox, der sofern man es in der Dunkelheit ausmachen konnte wieder etwas gefasster aussah war eine Sache, sie waren zusammen durch raue Wellen geschritten. Den Dritten im Bunde hingegen kannte er kaum. Peaches ließ sich mit einer Antwort Zeit, stumm schien er seine Gedanken zu ordnen. Schließlich legte er den Kopf in den Nacken und stieß leise zischend Luft in den Nachthimmel aus. "Also gut, haltet einfach die Köpfe unten, immer im Schatten der Mauer entlang, bis ich einen Haken nach links schlage. Der Eingang liegt keine 20 Meter von der Mauer entfernt." Dust nickte zustimmend, Knox flüsterte nur leise "Dann mal los."


    Die abgekühlte Mauer fühlte sich auf ihrem Weg zu den Zellen wie eine lindernde Medizin auf der Rückenwunde des alten Mannes an. Seine Verletzung schien anfangs nicht sonderlich bedrohlich zu sein, doch mittlerweile machte sich ein grässliches Gefühl im Bereich der Wunde breit. Im Laufe seines Lebens wurden Dust unzählige Fleischwunden zugefügt, doch diese fühlte sich auf eine seltsame Art und Weise anders an. Ein kurzer Blick nach oben zu den Wachtürmen zeigte keine merkliche Bewegung. Die Scheinwerfer der Anlage schienen alle nach außen gerichtet zu sein, man verließ sich darauf, dass es niemand ins Innere des Komplexes schaffte. Peaches bewegte sich vor ihnen geschmeidig wie eine Raubkatze durch die Nacht. Nach einigen Metern lief er scharf nach links auf die Ecke eines großen Gebäudes zu. Die drei Männer pressten sich an die Fassade und Peaches spähte um die Ecke. "Verdammt, zwei ziemlich breite Wachposten vor dem Eingang." Dust drängte sich zu ihm und lugte ebenfalls um die Ecke. Gut zehn Meter entfernt vor einer massiv anmutenden eisernen Doppeltür standen zwei Schränke von Soldaten mit ihren Sturmgewehren in den Händen. Weitere Patrouillen waren von ihrem Standort aus zum Glück nicht zu sehen. Bei den schlechten Lichtverhältnissen konnte man das jedoch unmöglich mit Gewissheit sagen. John zog seinen Kopf zurück und drängte sich wieder an die Mauer. Sein Verstand arbeitete angestrengt an einem spontanen Plan. "Beide Wachen gleichzeitig mit den 10mm Maschinenpistolen ausschalten wird nicht ganz einfach, aber wir könnten es schaffen. Die Leichen werden wir auf die Schnelle bei einem Alarm unmöglich los. Sind die Schüsse gefallen, sprintet Knox sofort Richtung Türen und sucht nach dem Schlüssel. Peaches und ich werden direkt in deinem Rücken sein, wir müssen uns höllisch beeilen. Als Ablenkung für die mögliche Verstärkung wären zwei Rauchgranaten direkt bei den Leichen vermutlich gut geeignet. Ohne Schutzmasken werden sie für die Türen eine Weile brauchen, wenn wir sie von innen verriegeln. Vorausgesetzt die Wachen besitzen überhaupt einen verdammten Schlüssel und wir kommen selbst durch.. Was meint ihr?" John Dusts Augen blitzten angestrengt durch die Dunkelheit zu Knox und Peaches hinüber.

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  • Peaches hörte sich Dusts plan an, blieb aber skeptisch. Er musterte Knox dann Dust. "Drinnen wird ebenfalls ein Alarm los gehen. Was sollen wir mit den Wachen im inneren machen?" Peaches legte die Hand ans Kinn und dachte mit gerunzelter Stirn nach. Er schüttelte den Kopf und sah wieder auf. "Dein Plan ist verrückt." Knox war an der Wand nach unten gerutscht und hockte da. Er lies die gesunden Leute reden. Bei Peaches letzten Worten sah er zu den Beiden auf. "Wahrscheinlich funktioniert er genau deshalb..." meinte er mit beiläufiger Stimme. Die beiden Männer sahen zu ihm runter. Doch Knox Aufmerksamkeit galt schon wieder etwas anderem. Peaches gefiel die Sache nicht. Sein Bauchgefühl riet ihm, sich etwas anderes auszudenken. Aber was? Ein Ablenkungsmanöver? Das Funktionierte nur wenn beide Wachen sich verzogen. Er sah erneut auf Knox und musste daran denken wie sie den RNK Kommandanten ausgeschaltet hatten. Knox hatte früher immer mindestens genau so verrückte Pläne. Als er sich als Soldat verkleidet hatte und Peaches den Gefangenen spielen musste. Und am ende hatte Knox die ganze verdammte Einheit unter Drogen gesetzt statt nur den Kommandanten und alles lief drunter und drüber... Zum Schluss wäre Peaches fast an einer schweren Schussverletzung gestorben wenn... Peaches sah erneut auf Knox hinunter. Wenn Knox ihn nicht durch die halbe Mojave getragen hätte um ihm zu helfen... und das wusste er jetzt nicht einmal mehr. "Meinst du, du kriegst das hin, Knox?" Träge hob der angesprochene den Kopf zu Peaches. Er drehte ihn nach rechts zu Dust. "Ich muss den Schlüssel suchen." Leichte zweifel stiegen in Peaches Gesicht. Die Dunkelheit half sie zu verstecken. "Vermutlich trägt einer der Typen sie bei sich." Peaches reichte Knox eine Hand, dieser packte sie und ließ sich auf die Beine ziehen. Knox stieß Luft aus um sich zu sammeln. "Und ihr folgt?" Peaches tauschte mit Dust Ausrüstung aus damit jeder genug von allem bei sich trug. "Du brauchst nicht zu schießen. Such einfach den Schlüssel und schliess die Tür auf." sagte Peaches. Knox nickte leicht. "Wenn ich mich recht erinnere folgt dahinter direkt ein L-Förmiger Gang. Die Zellen sind auf der rechten Seite. Am ende des Ganges ist ein Aufzug. Selbst wenn wir es bis dahin schaffen. Sie werden auch unten in der Vault alarmiert sein. Verflucht, ich bin echt nicht glücklich mit dem Plan." Peaches rieb sich mit zwei Fingern den Nasenrücken.


    Knox war hinter einer Nebelwand gefangen. Er konnte kaum klar denken, wusste aber worum es ging. Noch schwerer war es die kaum hörbaren Gedanken zu ordnen, geschweige denn auszusprechen. Es war als würde er gerade nur von einer Art Instinkt gesteuert. Weil er nicht darüber nachdenken konnte, tat er es einfach; Während Dust um die Ecke späte und Peaches sich die Nasenwurzel massierte, stieß Knox sich von der Mauer ab und trat ungeschützt um die Ecke. Als Peaches es bemerkte bekam er ihn schon nicht mehr zu fassen. Gelassen ging Knox auf die Wachen zu. Er stolperte einmal, fing sich aber direkt. Er starrte sein Ziel an und ging einfach darauf zu. Er hatte nicht das Gefühl lebensmüde zu sein. Auch alle möglichen Folgen waren ihm weder Bewusst noch interessierte er sich dafür. Er rieb sich die Stirn und wartet auf den Moment in dem die Wachen ihn entdeckten. Peaches und Dust standen beide an der Ecke und spähten angespannt wie Gitarrensaiten zu Knox.

    "Was macht er? hat er einen Plan?"

    "Dieser verdammte Wichser."

    Peaches überprüfte die Schalldämpfer und untersuchte die Umgebung erneut nach Patrouillen. Nichts. "Komm." sagte Peaches leise und folgte Knox um die Ecke. Dieser hatte die Wachen jetzt so gut wie erreicht. So nah wie möglich an die Wand gepresst, schlichen Peaches und Dust im Schatten auf Knox und die Wachen zu.

    "Stopp! Wer zum Teufel sind Sie?"

    "Stehen bleiben!"

    Knox sah zu den Wachen auf die die Waffen auf ihn richteten. Seine hing an einem Gurt an seinem Körper und er hob die Hände.

    "Ich bin Soldat."

    "Siehst verdammtnochmal nicht danach aus." gab einer der Wachen zurück.

    Knox positionierte sich so vor die Wachen das diese einige Schritte von der Tür weg standen und Knox von beiden Halbseiten gut zu sehen war.

    "Ausweisen!" befahl die Wache.

    "Habt ihr's nicht gehört?" Peaches hörte Knox' Reden und fand dass er überhaupt nicht so überzeugend klang wie sonst.

    "Ausweisen oder wir nehmen Sie sofort fest."

    Mit der erhobenen Hand wies Knox mit dem Finger nach da woher sie gekommen waren.

    "Einer ist durch die Kanalisation rein gekommen und hat mir alles-"

    Peaches und Dust schlichen bis zu Tür und näherten sich den Wachen. Jeder von ihnen bäumte sich auf hielt jeder der Wachen den Lauf an den Kopf und drückten ab. Etwas Blut spritzte gen Knox und er wischte sich mit dem Arm über das Gesicht. Die Wachen sackten beinahe Zeitgleich zu Boden. Peaches war trotzdem außer sich vor Wut. Mit einem großen Schritt war er bei Knox und packte ihn ab Kragen. Knox war nicht in der Lage auszuweichen und zog nur den Kopf zurück. Er erwartete einen Schlag doch er blieb aus. "Das ist kein scheiß Spiel hier." zischte Peaches. "Sprich dich ab. Ich will keine Alleingänge bei dieser Mission, kapiert!" Da sprach Peaches' Kontrollfreak aus ihm und der Anführer seiner Truppe. "Hast du überhaupt ne Ahnung was passiert wenn die uns kriegen? Dein Bruder hat nur eine verdammte Chance. Und die sind wir!" Er ließ Knox los ehe Dust eingreifen konnte. Knox taumelte einen schritt zurück und blieb dann stehen. Peaches machte sich sofort daran die Leichen zu durchsuchen. "Schafft sie da in die Büsche." orderte Peaches angepisst. Knox erwiderte nichts sondern half Dust beim tragen. Selbst wenn er nur schlecht als Recht eine Hilfe dabei war.

    Nachdem der Schlüssel gefunden und die Leichen verstaut, öffnete Peaches so leise er konnte die Tür. Drinnen erleuchteten schwache Leuchten den Gang. Notstrom. Vielleicht auch absichtlich gedimmtes Licht um die Häftlinge das Schlafen zu erleichtern.

    Der Gang war lang und es war Ruhig. Als Peaches die Kamera entdeckte die auf die Tür zeigte, winkte er seine Begleiter sofort heran. Sie verließen den Sichtbereich der Überwachungskamera und drängten sich an die Wand gegenüber der Zellen. Vielleicht war die Kamera gar nicht an, doch sicher war sicher. Die meisten Zellen waren leer. In der Ecke in der der Gang eine steile Biegung nach rechts machte, sass ein Soldat auf einem Stuhl. Er schlief mit dem Kopf auf der Brust. Ein Heft lag auf seinem linken Knie. Links von ihm eine Tür. Kaum Möglichkeiten sich zu verstecken. Vorsichtig schritten sie den Gang hinab. Weder Häftlinge noch Wachen sollten sie jetzt entdecken. Auf dem Weg zum Schlafenden, überlegte Peaches ob sie sich an ihm vorbeischleichen sollten, oder ihn besser umlegen. Wobei die zwei wachen draußen schon Risiko genug waren.

    Knox bildetet das Schlusslicht. Er gab sich nicht die Mühe nachzudenken. Er genoss seinen beinahe Schmerzlosen Körper. Das einzige was er tat, war zu folgen. Und dann stolperte er über seine eigenen Füsse, Dust entgegen...


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  • Dust stockte der Atem und sein Herz setzte ein paar Schläge aus, als Knox ihm entgegen fiel. Im letzten Moment bekamt er seine Schultern zu fassen und verhinderte mit aller Kraft, dass er wie ein nasser Sack auf dem Boden aufschlug. Den Rücken des alten Mannes durchfuhr ein höllischer Schmerz, mit zusammengebissenen Zähnen gelang es ihm irgendwie, keinen Schmerzensschrei auszurufen. Knox schaute verwirrt zu seinem Partner auf, die Augen in den eingefallenen Höhlen fokussierten seine erst im zweiten Moment. Hoffentlich hat die Wache von dieser Aktion nichts mitbekommen.. Fuhr es durch die Hirnwindungen des Alten. Langsam und behutsam ließ er den Mann in seinen Händen zu Boden sinken und deutete ihm mit dem Finger auf den Lippen an, keinen Mucks zu machen. Hinter ihnen wurden keine schallgedämpften Schüsse abgefeuert, das war ein gutes Zeichen. Beinahe in Zeitlupe drehte er sich um und sah zu seinem Glück nur Peaches, der auf die Knie gesunken war und die Waffe auf den schlafenden Mann angelegt hatte. Mit einer fragenden Handbewegung wollte der Mann an der Spitze wissen was los war. John Dust deutete ihm nur knapp die Geste eines "Okays". Knox brauchte eine kleine Ewigkeit, bis er in die Hocke kam. Das Trio schlich vorsichtig weiter in Richtung Wache. Dust wurde warm und er schwitze, als wäre die Wunde nicht schon störend genug. Als sie etwa 4 Meter von der Wache entfernt waren, klimperte es im hinteren Teil des Gangs laut an den Zellenstäben.


    Der Soldat schlug die Augen auf und starrte der kriechenden Gruppe direkt entgegen. Peaches hämmerte ihm beim Versuch vom Stuhl aufzustehen reflexartig eine 10mm Salve in den Schädel. Dust stockte erneut der Atem und er fürchtete schon einen Herzanfall zu erleiden. Nach dem Pling der Kugeln flog ihnen ein widerliches Schmatzgeräusch entgegen. Eine feine, rote Wolke waberte aus dem Schädel des nun toten Soldaten, bevor er auf seinem Stuhl zusammensackte. Das Magazin, welches zuvor auf seinem Knie ruhte, war anmutig einige Meter entfernt auf den Boden gesegelt. Hinter dem Stuhl lehnte nun einsam ein Sturmgewehr an der Wand. Der Schütze drehte sich hastig um und vergewisserte sich, ob seine Begleiter immer noch hinter ihm waren. John fand erleichtert wieder zu Atem und sandte Atheist hin oder her innerlich ein Stoßgebet Richtung Betondecke. Langsam bahnten sie sich ihren weiteren Weg durch den Korridor. An vorderster Stelle ließ Peaches die Tür links liegen und ging schnell voran. John hatte Mühe geduckt mit ihm mitzuhalten, sein Rücken hatte sich mittlerweile in eine kerosinfeuerüberzogene Landebahn verwandelt. Vorsichtig spähte er um die Ecke nach rechts. Ein weiteres, gestikuliertes "Okay" folgte zu ihrer beiden Erleichterung.


    Sie sammelten sich hinter Peaches an der Wand. Dieser flüsterte beinahe unhörbar leise: "Dort vorne ist der Aufzug, es steht niemand im Gang. Wir gehen weiter und hoffen auf das Beste. Hinter der passierten Tür befindet sich nämlich ein kleiner Wachraum." Mit einem sanften Nicken deutete er auf den alten Herren. "Du schleichst mit dem Rücken zu uns hinterher und sicherst die Tür ab, Knox ist dazu aktuell wohl nicht in der Lage. Seine Mine verfinsterte sich undeutbar und wenige Momente später lief er bereits geduckt voran auf den Aufzug zu. Mit enormem Kraftaufwand krebste Dust hinter seinen Begleitern her und hielt die Tür durch die Visierung der Maschinenpistole genau im Blick. Hinter ihm klopfe jemand vorsichtig auf seine Schulter, als er mit dem Rücken nur noch einen Meter entfernt von den Aufzugstüren angekommen war. "Scheiße." stöhnte es von den Türen zu ihnen hinüber. "Ich hatte nicht mehr in Erinnerung, dass der Aufzug gesichert ist." Im Anflug von Panik kramte Peaches in seiner Tasche nach dem erbeuteten Schlüssel und machte sich an der Blende neben den Türen zu schaffen. Ein leises Klicken kam wenige Sekunden später aus seiner Richtung und sofort leuchtete ein verwitterter Knopf beschriftet mit einem Pfeil Richtung Horizont grün auf. Sie traten auf ihren Füßen herum und warteten mit den Waffen im Anschlag angespannt auf die Aufzugskabine. Nach einiger Zeit leuchtete schließlich eine große Eins über den Türen auf und im gleichen Atemzug glitten die beiden Türen mit einem leisen Zischen geschmeidig nach links und rechts auf. Die Kabine war völlig leer und gut ausgeleuchtet. Erleichtert ließ Knox Luft aus seinen Backen strömen. Mit gesenkten Waffen traten sie ein und schauten sich um. Das karge Innere des schwebenden Kastens bot nicht sonderlich viel zu sehen. Lediglich ein kleines Schaltpult mit drei Knöpfen an der Zahl befand sich mittig in die Kabinenwand integriert. E1, E13 und Not-Stopp, mehr Möglichkeiten hatten sie nicht. "Na wenn das Mal kein Zeichen ist, bisher hat mir die 13 noch nie Pech gebracht. Peaches ließ ein halblautes, süffisantes Schnauben hören und betätigte die Taste. Mit einem kurzen Ruck setzte sich das stählerne Rechteck langsam in Bewegung Richtung Abgrund.

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  • Peaches entspannte sich so gleich als die Aufzugtüren zusammen glitten. Allerdings nur für ungefähr eine halbe Sekunde. Der Lift setzte sich in Bewegung und das Bild von drei Männern in einem Aufzug die zehn Waffenläufen entgegenstarren, sobald die Türen sich im Endstockwerk wieder öffnen, erschien vor seinem inneren Auge. Er sah sich im Aufzug um. Dust lehnte an der rechten Wand und Knox stützte sich rücklings auf die Handlehne auf der linken Fahrstuhlwand. Peaches hob den Kopf. Bingo. "Wir müssen sofort da hoch." Er zeigte auf die Klappe an der Decke. "Was, wieso denn..?" erwiderte Knox beinahe sofort und seine Stimme war so voller Erschöpfung dass man die Anstrengung die nötig war da hoch zu kommen, jetzt schon hörte. "Willst du erschossen werden, sobald die Tür aufgeht? Wir sind nicht so weit gekommen um jetzt wegen eines so dämlichen Fehlers drauf zu gehen." Knox schwieg. "Komm, öffne die Lucke." sprach Peaches weiter und faltete die Hände damit Knox seinen Fuß hinein stellen konnte. Er war wohl der leichteste von den dreien. Knox tat wie ihm geheißen und Dust sicherte seinen Rücken damit er nicht hint überfiel. "Beeil dich mann." knurrte Peaches durch zusammengebissene Zähne. Knox tastete die Decke ab und hieb schließlich dagegen. Er brauchte drei Anläufe bis die Klappe endlich aus ihrem Verschluss sprang und er sie ganz aufklappen konnte. Dann zog er sich mit Hilfe von Unten durch die kleine Öffnung. Seine Füsse verschwanden und Peaches sprang sofort an den Rand um sich daran hochzuziehen. Dust gab ihm Hilfestellung. Und zu guter letzt halfen Knox und Peaches dem verletzten John nach oben. Es war Eng zwischen Seil und Wand und die der Schacht der an ihnen vorbei glitt machte die Position nicht gemütlicher. Der Lift bewegte sich zum Glück nicht besonders schnell. Dennoch waren alle gerade noch rechtzeitig in das Versteck gelangt, bevor der Aufzug langsamer wurde und schließlich zum Stehen kam. Peaches schloss vorsichtig die Klappe, ließ sie aber nicht einrasten. Das Ping des angekommenen Aufzugs erklang und die Türen glitten auf. Die drei Männer hielten den Atem an. Angestrengt lauschten sie nach unten. Hastig öffnete Peaches die Klappe, nach dem nichts passierte. Er zeigte mit Zeige- und Mittelfinger auf seine Augen dann nach unten. Dust und Knox verstanden. Sofort legte Peaches sich auf den Bauch, den Griff fest um die Kannte der Öffnung. Vorsichtig lies er sich etwas herunter um durch die noch offenen Fahrstuhltür zu blicken. Dust hielt ihn an den Beinen fest, damit er nicht kopfvoran in den Lift fiel. Die Türen schlossen sich automatisch. "Okay, zieht mich hoch." Sobald Peaches oben wahr, liess er die Beine in den Aufzug hinab und sprang. "Da draußen sind keine Wachen. Kommt." Er drückte den Etage 13 Knopf um die Türen wieder zu öffnen. Darauf hin kamen seine Gefährten ebenfalls wieder durch die Öffnung herunter.


    Peaches ging voran. Jeder Schritt hallte leise Metallern. Die Brücke aus eisernem Gitter führte sie direkt auf eine große Vaulttür zu. die Nummer 51 prangte darauf. Peaches erinnerte sich, dass damals zwei Wachen am ende der Brücke gestanden hatte und ein Typ in weißem Kittel sie empfangen hatte. Als sie alle gefesselt gewesen waren. Zusammengekettet wie Todsünder. Einige waren das vielleicht. Knox zum Beispiel. Peaches sah über die Schulter zurück. Sein Blick war der eines absolut konzentrierten Einbrechers. Er ließ sich nicht anmerken, dass er sich fragte, nein, dass er hoffte Knox würde sich bei dem Anblick der Brücke, der Tür und der riesigen Nummer erinnern können. Doch Knox blickte Peaches an, und erwartete Anweisungen. Mehr nicht. Abgesehen von Rene und Brian, mussten sie unbedingt nach dem Serum ausschau halten welches Knox seine Erinnerungen zurück gab...


    Die große zahnradartige Tür war geöffnet. Dahinter folgte eine Art Wachraum. Ein Schreibtisch stand verlassen in der Raummitte. Der Drehstuhl ordentlich an die Tischkante geschoben. Einige Regale staubten vor sich hin. Dahinter eine Tür. Peaches erinnerte sich das sich dahinter ein Gang befand. Und dass sie, kurz bevor sie die Vault verlassen durften, dort einen Raum passiert hatten in dem Rene und Brian auf Stühlen gefesselt festgehalten worden waren. Ob sie immer noch dort waren? Zu einfach. Peaches hatte nicht den Hauch einer Hoffnung dass dem so war. Aber nachsehen war wohl eine Option. Die beste Chance die sie hatten um die gesuchten Personen zu finden, war Dr. Sanjes. Wenn sie ihre Undercoverärztin hier unten finden würden, könnte sie ihnen bestimmt sagen wo Brian und Rene sich jetzt befanden.

    "Ich vermute, da alle Soldaten auf dem Weg in die Mojave sind, wurden auch viele Wachleute abgezogen. Vielleicht müssen die ja sogar ebenfalls in den Krieg ziehen." flüsterte Peaches und stellte sich neben die Tür. Seine Begleiter scheinen mit dieser Erklärung soweit einverstanden und stellten sich auf die andere Seite der Tür. Peaches wartete bis sie bereit waren und betätigte den Schalter der die Tür öffnete. Mit einem Zischen verschwand sie über ihnen in der Wand. Vorsichtig blickte Peaches in den Gang. Links war das Fenster durch dass sie die Gefangen zum letzten Mal gesehen hatten. Es war dunkel dahinter. Die Tür daneben war laut einem Grünen Leuchten nicht verschlossen. Kein gutes Zeichen. Peaches trat mit leisen aber schnellen Schritten zu der Tür und öffnete sie. Der Raum wirkte leer. Durch das Licht im Gang konnte er die Umrisse der beiden am Boden festgeschraubten Stühle in der Mitte des Raumes sehen. Er seufzte. Hoffentlich klappte die Operation seiner Leute in der Mojave reibungsloser als seine hier.


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  • Bis auf die beiden Operationsstühle in der Mitte des Raumes und einigen medizinischen Utensilien auf Edelstahlrollwägen gab es in dem Raum nicht viel zu sehen. Peaches wirkte enttäuscht und Knox einfach nur müde. Die Kletterei aus der Deckenluke des Aufzugs war anstrengend gewesen und hatte Dusts Schmerzen noch verstärkt. John wischte mit dem Finger über das sterile Tablett auf einem der Wägen. An seinen Fingern sammelte sich kein bisschen Staub. Dieser Raum wird nach wie vor regelmäßig genutzt. In einem Zwischenfach fand er ein Stimpak, das er sich rasch zur Hälfte in den Rückenbereich unter der Wunde injizierte und anschließen in eine seiner Manteltasche fallen ließ. Augenblicklich nahmen die Schmerzen ab, als hätte sich eine weiche Decke über seinen Rücken gelegt. "Wir müssen weitersuchen, diese verdammte Vault ist so groß, unsere Ziele könnten überall sein.." Peaches klang ungeduldig und angespannt. Aus dem Nichts verriegelte sich hinter der Gruppe mit einem Knall die schwere Vaultzimmertür. Peaches sprintete sofort an das ovale Fenster des Raumes. Knox und Dust rissen ihre Waffen hoch und legten auf die Tür an. Mit einer beschwichtigenden Handbewegung zeigte er ihnen einige Sekunden später an, sie wieder runter zu nehmen. "Ich kann es kaum glauben, es ist Sanjes." Eine Sprechanlage ertönte wie eine höher Macht von einer Ecke des gefliesten Raumes. Die Frauenstimme mit spanischem Akzent verkündete: "Was zur Hölle habt ihr euch dabei gedacht, hier einfach so reinzuspazieren? Und wer ist dieser alte Mann?" Mit einer unbeholfenen Geste am Zimmerfenster erklärte er ihr, dass Dust zu ihnen gehöre. Das Mikrofon der Sprechanlage gab ein unangenehmes Fiepen von sich und die Tür wurde geöffnet. Eine schlanke Frau in blütenweißem Laborkittel betrat mit elegantem und zugleich lässigem Gang den Raum. Die dunklen Haare waren zu einem strengen Pferdeschwanz zusammengebunden. Ihr sonst durch und durch hübsches, feminines Gesicht mit exotischem Teint war durch eine Narbe gezeichnet, die sich in einer leichten Kurve über die linke Backe zog. Für Dust sah es aus, als wäre eine Klinge dafür verantwortlich gewesen.


    "Ihr müsst euch beeilen, zu unserem Glück seid ihr während einer Wachablösung hier reingeschneit. Ich habe aufgeschnappt, dass es weiter oben Tote bei den Wachmannschaften gab?" Sie blickte Peaches durchdringend an. Dieser starrte zuerst nur auf den Boden und erwiderte ihren Blick schließlich. "Wir haben versucht so unauffällig wie möglich reinzukommen, ab einem bestimmten Punkt war einfach nichts mehr zu machen." Dust fiel auf, dass Knox seinen Blick kaum von der fremden Frau abwenden konnte. Aufgrund des Gedächtnisverlustes ließ sich jedoch keinen Reim darauf machen. Die Dame, die sich beiläufig als Doktor Sanjes vorstellte, schüttelte für einen Moment geistesabwesend mit dem Kopf. Schnell fand sie die Fassung wieder. "Das ist jetzt auch nicht mehr wichtig, es zählt jede Minute. Die unterbesetzten Wachmannshaften hier in der Vault sind noch nicht verstärkt worden, doch falls sie oben nichts finden, ist das nur eine Frage der Zeit. Ihr seid sicher auf der Suche nach den beiden Gefangenen.. Sie befinden sich auf der unteren Lagerebene, ihr kommt auf dem Weg an den Laboren vorbei." Mit einem Winken deutete sie den drein an ihr zu folgen. Schnellen Schrittes eilte die Gruppe zurück in den Gang zu den Treppen. "Von hier aus sind es drei Ebenen bis zur Lagerebene, auf der sich die Zellen befinden. Bis zum Zellentrakt dürftet ihr freie Bahn haben. Auf der zweiten Ebene befinden sich die Labore." Peaches flüsterte der Ärztin etwas Unverständliches ins Ohr. Sanjes nickte nach einer kurzen Pause nur und bewegte sich zügig die Treppen hinunter. "Dann wollen wir mal, wir müssen einen kurzen Stop einlegen, bevor wir weiter zu den Zellen könne, aber dafür muss Zeit sein." Auf Peaches Lippen huschte ein schmales, Erleichterung verkündendes Lächeln. Das Trio setzte sich ebenfalls in Bewegung.

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  • Knox hatte keinen Schimmer wer diese Frau war, aber verdammt. Sie war heiß. Wie war ihr Name? Sanjes? Und ihr Akzent... mmh. Aber da er nicht in der Lage war klar zu denken, hielt Knox die Klappe. Sanjes sah zu Dust der sich scheinbar ohne Probleme selbst versorgen konnte. Schließlich betrachtete sie Knox mitleidig. "Was ist mit dir? Du siehst schrecklich aus." Knox sagte nichts. Peaches übernahm für ihn. "Er ist auf Entzug." sagte er trocken. Sanjes sah erneut zu Knox. "Und seine Erinnerungen sind wieder weg." fuhr Peaches fort. Sie nickte verstehend. "Hat das Serum nachgelassen? Wie lange hat es gedauert?" fragte sie nach. Peaches zuckte mit den Schultern und sah aus dem Fenster in den Gang um zu prüfen ob jemand kam. "Es war ein Schlag auf den Kopf." erklärte Peaches und sein Blick zuckte flüchtig zu Dust, was Sanjes aber nicht auffiel. "Also wissen wir nicht ob es eine Dauerhafte Wirkung hat?" fragte die Ärztin. Peaches musterte Knox. Er konnte sich nicht erinnern dass er erwähnt hätte, dass die Wirkung nachlassen würde. Wieder hob er die Schultern und schüttelte dabei den Kopf. Sanjes winkte die drei hinter sich her, öffnete die Tür und schritt eilends den Gang hinab. "Wo ist der Aufseher jetzt?" fragte Peaches der am nächsten zu der Ärztin ging. "Wenn er nicht schon aufgebrochen ist um mit der RNK zu verhandeln, ist er noch im Aufseherbüro. Aber die Chancen sind gering." Peaches flüsterte der Ärztin etwas Unverständliches ins Ohr. Sanjes nickte nach einer kurzen Pause nur und bewegte sich zügig die Treppen hinunter. Auf Peaches Lippen huschte ein schmales, Erleichterung verkündendes Lächeln. Das Trio setzte sich ebenfalls in Bewegung.

    Am Fuß der Treppe hielt Sanjes inne. Sie drehte sich zu der Truppe um. "Wir sollten uns vielleicht aufteilen. Ich nehme Knox mit in die Labore und ihr geht vor." Peaches schien über den Vorschlag nachzudenken und nickte dann. "Ihr sammelt so viel von dem Serum wie ihr tragen könnt und wir statten dem Aufseher einen Besuch ab. Sofern er noch da ist." Sanjes nickte. Sie griff in ihren Kittel und brachte einen dicken Kabelbinder hervor. Sie sah Knox an der verwirrt zurück starrte. Peaches verstand und schubste Knox einen Schritt vor. "Das ist deine Tarnung. Los, du schaffst das schon, Kumpel." Knox streckte zögernd die Hände aus. Die Handgelenke aneinander. Sanjes band sie ihm zusammen. Dann wand sie sich wieder Peaches und Dust zu. "Geht nach links. Der Gang macht eine Biegung nach Rechts und ihr kommt in den Oberen Stock des Atriums, wo ihr auf die unterste Ebene sehen könnt. Geht noch etwas weiter und erneut nach rechts. Dort ist die Tür zum Aufseherbüro. Ihr müsstest das Runde Fenster dazu schon gesehen haben bis dahin. Sucht nach einer Schlüsselkarte für die Zellen." Sie hob kurz eine Karte die mit einem Klipp an ihrem Kittel befestigt war. "Ähnlich wie diese." Peaches und Dust sahen sich an und nickten. "Dann treffen wir uns unten wieder?" Sanjes dachte darüber nach. "Sí. Bei den Zellenräumen. Seif vorsichtig. Es sind zwar kaum noch Gefangene da, aber die Wachen achten auf die restlichen. Die bei denen das Experiment nicht anschlug."


    Das Team splittete sich. Dust und Peaches folgten dem Gang nach links Sanjes führte Knox geradeaus weiter. An der Wand hing ein Schild welches auf die Labore hinwies. Knox hatte mühe mit Sanjes Schritt zu halten. Ihre Schritte waren schnell und zielgerichtet. Bei einer Tür blieb sie stehen. Sie schloss sie auf, ging hinein und kam mit einem dünnen weißen Leinensack wieder heraus. "Ich will nicht das dich jemand erkennt. Das verstehst du?" Knox nickte. Allerdings mehr aus Reflex als aus Verständnis. Wer sollte ihn erkennen? Er war doch noch nie hier gewesen? Zumindest wusste er nichts davon. Und bevor er noch weiter darüber nachdenken konnte, zog die Ärztin ihm den Sack über das Gesicht. Der Stoff fühlte sich kühl an und er konnte Umrisse durch den fein gewobenen Stoff sehen. So war er immerhin nicht ganz blind. Bald jedoch wurde es stickig unter der Tarnung und die Kabelbinder schnitten schmerzhaft in die Haut als Sanjes daran zog um ihn weiter den Gang hinunter zu führen. Er sah dass sie schwarze Riesen passierten. Vielleicht die Wachmänner. Trotz dem Stoff und dank dem hellen Kontrast der Vaultwände, konnte er die schwarz gekleideten Wächter erkennen. Ihre Bewegungen schienen ihm Misstrauisch. Doch das konnte genau so gut Einbildung sein. Die Gesichter konnte er nicht erkennen. Mühselig stolperte er hinter Sanjes her und versuchte den Eindruck eines Gefangenen zu machen. Was ihm nicht besonders schwer fiel.


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  • Die abgestandene Luft im Gang der sich vor dem Duo ersteckte, wurde lediglich von einem kleinen Ventilator hinter einem verrosteten Gitter in der bröckelnden Betonwand umgewelzt. Winzige Partikel reflektierten wie kosmische Flusen im Schein des kühlen Leuchtstoffröhrenlichts. Dust beobachtete dieses Schauspiel für einige Sekunden gebannt, bis Peaches ihn schließlich sanft am Ärmel weiter den Gang entlang zog. Innerlich fühlte sich der alte Mann unwohl. Der Wundschmerz war durch das Stimpak zwar weitestgehend abgeklungen, doch das war es nicht. Sein Bauchgefühl schien von einem pechschwarzen Schal fest eingeschlungen zu werden, zu fest. Vorsichtig spähten sie wie schon zuvor um den Knick nach rechts in den Gang. Vom angrenzenden Atrium fiel nur sperliches Licht in die Betonröhre hinein. "Schwer etwas Genaueres auszumachen." Peaches nickte nur. Ihnen blieb nichts anderes übrig, sie mussten sich vorsichtig weiterbewegen. Geduckt, mit den Waffen im Anschlag schleichend, legten die Gefährten ohne einer Menschenseele zu begegnen Meter für Meter bis zum Geländer der obersten Etage zurück. Von hier aus hatte man eine passable Sicht über das Herz der Anlage. Die unterste Ebene lag 3 Etagen und bestimmt 15 Meter tiefer von ihrem jetzigen Standpunkt im Erdreich mit Betonhaut eingebettet. Hier herrschte deutlich mehr Betrieb als auf ihrem momentanen Stockwerk. Wachen bewegten sich mit eiligen Schritten über den Betonboden in scheinbar alle Richtungen davon. Manche von ihnen trugen paarweise ächzent selbst für Militärequiptment massiv anmutende Stahlkisten neben sich her. John Dust hatte zuvor noch nie Behälter in einer ähnlichen Bauweise irgendwo im Ödland gesehen. "Da werden wir uns wohl kaum wie ein Nachtpirscher vorbeischleichen können.." flüsterte Dust in sarkastischem Ton. "Vielleicht ja doch." entgegnete Peaches nur leise und verschwörerisch. Beide bewegten sich weiter Richtung Aufseherbüro. Die große, runde Scheibe in der Mitte des Baus schien sie nur unscharf anzustarren. Eine zentimeterdicke Staub- und Dreckschicht verhinderte jeden Blick hinter das eingetrübte Zyklopenauge.


    Zu ihrer Verwunderung stand die massive Panzertür des Büros offen. Insgesamt machte der Raum einen verlassenen Eindruck, es fiel nicht ein Lichtschein aus der Dunkelheit auf die Atriumplattform heraus. "Na dann bitten wir uns doch mal selbst herein." Peaches ging vorsichtig voran, John folgte ihm in geringem Abstand. Die Schaltzentrale der Vault lag schlafend da. Man konnte den Tischen und Regalen ansehen, dass der Aufseher sein Refugium schon vor Tagen verlassen haben musste. Hier bildete sich noch keine Staubschicht, jedoch befanden sich keinerlich persönliche Gegenstände mehr auf den Ablageflächen. Auch die halbrunde Steuerkonsole war leergefegt und düster. Man kann wohl nicht immer Glück haben. Bei ihrer bisherigen, sehr großen Gunstbezeigung Fortunas wäre dieser Wunsch auch ziemlich vermessen gewesen, dessen war sich Dust bewusst. Parallel machte sich das Duo daran, dden Aufseherraum genauer zu durchsuchen. Dem ersten Eindruck nach zu urteilen, schien das Unterfangen relativ hoffnungslos zu sein. Dust zog so geräuschlos wie möglich zahlreiche Aktenschrankschubladen heraus und leuchtete mit seiner Taschenlampe in jede einzelne hinein. Peaches versuchte sich erfolglos am schweren Eisentresor in der hinteren Ecke des Raumes, neben dem verschmutzen Panoramafenster und anschließen an einem verschlossenen Fach für persönliche Dinge, eingelassen in das Schaltpult des Raumes. John wurde nicht fündig und ließ die Aktenschränke links liegen, um sich Peaches zu nähern. "Hast du was?" Sein Begleiter schaute hoffnungsvoll vom Pult auf. Dust schüttelte nur langsam den Kopf. "Verdammte Scheiße." zischte es nur harsch in seine Richtung und ein dunkler Kopf wandte sich wieder dem Fach zu. John lehnte sich die Tür im Auge an das Pult und ließ ihre wahnwitzige Reise im Kopf Revue passieren. Es kam ihm vor, als wären Knox und er vor einem Jahrzehnt im Tops gewesen. Die geheime Anlage in den Eingeweiden des Kasino kam ihm surrealer denn je vor. Wie in einem verschwommenen Fiebertraum zog sie in schnellen weißen Streifen an seinem inneren Auge vorbei. Ein eigentlich leises, in diesem leeren Raum jedoch erschreckend lautes Knacken, riss ihn endgültig aus seinen Gedanken. Rasch wendete er seinen Blick Peaches zu, der mit einem Zettel in der rechten Hand wedelte.


    "Kennst du dich mit Terminals aus, Grandpa? Ach Scheiße, wieso frage ich überhaupt.." Unter anderen Umständen hätte Dust diese Aussage wohl geknickt, aber aktuell ließ sie ihn weitestgehend kalt. Ihm war bewusst, dass seine Zeit bald gekommen war, ein kleines Wunder, dass er seinen alten, verwundeteten Körper überhaupt noch weiter durch dieses Bunkerlabyrinth schleifen konnte. Peaches drückte den roten Powerknopf der Terminaleinheit. Ein leises, gedämpftes Piepen drang aus einem Lautsprecher an ihre Ohren und gleich darauf flackerten die Monitore in grünlichem Monochrom vor ihnen auf. Dust war immer noch nicht bewusst, wieso Peaches die Anlage anschmiss, der Zettel in seiner Hand wirkte so unscheinbar und banal wie eine Einkaufsliste. Doch er ließ ihn machen, seine Augen zeugten von einem Plan oder zumindest von Hoffnungsschimmern an einen solchen. Reihen von Kommandozeilen wurden größtenteils nur mit der Entertaste bestätigt und schließlich brandete blinkend der Schriftzug "Masterpasswort" auf dem Monitorschirm auf. Geschmeidig, die Augen auf das Blatt fokussiert, tippten Peaches Finger eine Zeichenfolge in die Tastatur. Ein erneutes Enter und auf dem Bildschirm erschienen die beiden schlichten Wörter "Password Accepted". Im ersten Moment passierte nichts weiter, doch dann schob sich knirschend die Betonbodenplatte hinter ihnen in die Wand und gab im Schatten versunkene Treppenstufen frei. John hoffte nur, das Geräusch hatte niemanden in der Nähe alarmiert, nichtsdestotrotz mussten sie sich beeilen. "Der Generaltunnel des Aufsehers." verkündete Peaches zufrieden. "Wusste ich es doch, diesen Weg würden sie nie versiegeln, hierdurch kommen wir mit Sicherheit zur Zellenebene." Die Taschenlampen unter den Waffen im Anschlag, betraten die zwei Männer immer noch ohne Zellenschüsselkarte den in bedrohlich tiefes Schwarz getauchten Tunnel.

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  • Die Reise endete als Knox hinter Sanjes einen Raum betrat. Er wusste das, da er die Hydraulik der Tür hören konnte, die sich hinter ihm schloss. Kurz darauf zog die Ärztin ihm den Sack vom Kopf. Knox blinzelte bis er sich an die Helligkeit gewöhnt hatte und liss sich dann die Fesseln abschneiden. Er hatte keine Ahnung was jetzt, hier auf ihn zu kommen würde und zum ersten Mal stellte er sich die, eigentlich wichtige, Frage, ob Sanjes wirklich eine Freundin war. Auch wenn sie laut Peaches ein Maulwurf war der auf ihrer Seite stand. Sie könnte doch immer noch eigene Ziele verfolgen. Oder nicht? Aber was hatte Knox schon zu verlieren? Ohne sein Gedächtnis war seine Existenz sowieso weitestgehend wertlos. Es gab nichts was ihn ausmachte.

    Er sah zu wie die hübsche Ärztin in den Schubladen kramte, leise fluchte und sich dann den Schränken widmete. Knox stellte sich an die Liege die mitten in dem kleinen Raum stand. Er hatte das Gefühl hier schon mal gewesen zu sein. Aber da die Schmerzen wieder auflebten, wenn auch erst wie leise Schreie in seinem Inneren die bald lauter werden würden, gab er es sofort auf darüber nachzugrübeln. Wie zum Teufel war er Drogensüchtig geworden? Und wann? Warum? Was für scheiße musste er erlebt haben? Wollte er seine Erinnerungen wirklich wieder zurück? So toll konnten sie ja kaum sein.

    Triumphierend beendete Sanjes ihre Suche und sie hielt zwei Behälter hoch. Rechts ein kleines Glas, links einen Autoinjektor. Während Sanjes eine Spritze mit dem Mittel aus dem Glas aufzog, erklärte sie ihr vorgehen. "Das Serum hat dir damals deine Erinnerungen zurückgegeben. Allerdings standest du bei der Injektion unter sehr sehr hohem Stress. Wir haben die Wirkung auf dich nie erforscht. Es könnte also auch Zufall gewesen sein. Und ich weiß nicht ob es reicht jenen Stress zu simulieren oder ob er überhaupt nötig ist. Und ich weiß nicht wie lange es dauert bis deine Erinnerungen zurück kommen. Falls.. sie zurückkommen..." Knox hörte Sanjes zu und schwieg. Es gab sowieso kein zurück.

    Sanjes kam auf ihn zu. "Das ist das Serum." sie hob die Spritze. "Bitte leg deinen Arm frei." Knox krempelte den Ärmel des Hemdes hoch der schon seit einiger Zeit nicht mehr weiß war. Geübt injizierte Marina Sanjes den Inhalt. Knox sah der lilanen Flüssigkeit zu wie sie in seiner Vene verschwand und Sanjes die lange dünne Nadel wieder heraus zog. Mit einem weißen Papiertuch tupfte sie das kleine Loch welches die Spritze hinterlassen hatte ab, dann widmete sie sich dem anderen Gerät. Sie zeigte es Knox. "Ich werde nicht nachstellen was die Wärter hier unten mit den Gefangenen gemacht haben um sie auf ein hohes Adrenalin Level zu bekommen. Das hier muss genügen." "Was ist das?" fragte Knox und sah sich das fünfzehn Zentimeter lange Teil an. Das weiße stift artige Ding hatte ein Oranges ende und wirkte auf ihn wie ein übergroßer Kugelschreiber. "Das ist Adrenalin. Setz dich." Knox setze sich nun auf die Trage und wusste nicht genau was das bedeutete. Adrenalin gab es in Stiftformat? Er hatte immer geglaubt dafür müsse man in Lebensgefahr schweben. Er sagte nichts und lies die Ärztin machen. Diese holte leicht aus und stieß den Autoinjektor auf Knox rechtes Bein. Sofort entlud sich der Inhalt durch den Stoff der Hose in seine Blutbahn. Knox spürte in Sekundenschnelle ein Kribbeln das durch seinen Körper wanderte und als es in den Finger und Zehenspitzen ankam, musste er tief ein einatmen. Fast Augenblicklich stand er auf den Beinen und schnappte nach Luft. Sanjes versuchte ihn daran zu hindern um zufallen. Es dauerte eine halbe Ewigkeit bis er sich wieder beruhigen konnte. Es war eine Qual mit nichts-tun darauf zu warten bis es vorbei war. Am liebsten hätte er irgendwo dagegen geschlagen oder wäre einen Marathon gerannt. Sogar wenn es ihn wegen seines aktuellen allgemeinen Gesundheitszustands umgebracht hätte. Mit einer Hand klammerte er sich an der Liege, mit der anderen an Sanjes unterarm fest. Sie verharrte schweigend und beobachtete Knox' Gesicht.

    Endlich lockerte sich sein Griff und Sanjes richtete sich auf. Mit einem nicken und fragenden Blick erkundigte sie sich nach seinem befinden und Knox nickte vorsichtig zurück. Er fühlte sich immer noch angespannt... Erinnerungen hatte er keine....

    "Kann sein dass es eine weile dauert." folgerte Sanjes und bat um Knox' Rucksack. Dieser reichte ihn ihr und sie steckt alle Behälter mit lilfarbener Flüssigkeit hinein. Dann gab sie ihm die Sachen zurück. "Warte hier. ich gehe und sehe zu, dass ich noch mehr davon finde. ich bin bald zurück." Knox, zu perplex um etwas zu erwidern sah Sanjes zu wie sie aus der Tür verschwand. Am Fenster konnte er sie vorbeihuschen sehen. Er holte tief Luft und stieß sie weider auf. Langsam setzte er sich auf die Liege. Seine Hände zitterten. Aber er wusste nicht ob es noch immer vom Entzug, oder von diesem krassen Zeug kam, was sie ihm gespritzt hatte. Er befand es für eine gute Idee sich kurz hin zu legen. Mit schummrigem Blick legte er sich auf den Rücken und starrte die Decke an. Es dauerte nicht lange, dann übergab er sich auf den Boden.


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  • Der Durchgangstunnel war schmaler als gedacht, zwei Männer hätten ihn nebeneinander nicht passieren können. Peaches schritt voraus und leuchtete mit seiner Taschenlampe ihren Weg durch den Betonschlund. Nach vielleicht 200 Metern kamen sie an eine Bunkertür. Diese war in blutroten Buchstaben mit dem Wort "Surface" beschriftet. "Das ist gar nicht gut." zischte Peaches von vorne. Dust streckte den Kopf über seine Schulter und sah die Tür. "Es muss irgendwo einen Lüftungsschacht oder etwas ähnliches geben, wir müssen den Gang genau absuchen." Im spärlichen Schein der Taschenlampen gingen die zwei Männer den Weg langsam zurück und fanden schließlich eine sehr unscheinbare, gefächerte Klappe niedrig in der Wand eingelassen. John drehte die vier Schrauben mit seinem Messer rasch aus ihrem Gewinde und legte den Deckel vorsichtig auf den Boden. Der Einlass hatte gerade mal die Maße eines mittelgroßen Paketes. Auf Dusts Stirn bildeten sich kleine Schweißperlen bei dem Gedanken durch diesen dreckigen, jahrzehntelang vernachlässigten Schacht zu kriechen, aber es half nichts, sie mussten zu den Zellen kommen. Bevor Dust als erstes mit den Händen voraus in den Schacht krabbelte, verstaute das Duo seine Waffen im Rucksack. Mühsam und unter angestrengtem Stöhnen, dass Dust möglichst zu unterdrücken versuchte, bahnten sich die Männer ihren Weg durch den Schacht. Die Wände waren durch die Luftfeuchtigkeit mit der Zeit zu gigantischen Rostflächen geworden und jede Ritze und Ecke war mit feinen Spinnweben überzogen. Die schwarzen Taranteln darin wichen durch den grellen Lichtkreis der Taschenlampen abgeschreckt zurück und verzogen sich in die Hohlräume der verfallenen Konstruktion. Nach gut 30 Metern, die sich doppelt so lang wie die 200 Meter zuvor angefühlt hatten, stieß Dust auf eine baugleiche Klappe am Ende des Schachts.


    Hastig knipste er die Lampe aus. Im kurzen Lichtschein waren von innen keine Schrauben zu sehen gewesen, jedoch fiel fahles Licht von der anderen Seite ein. Angespannt schaute der alte Mann durch die Gitteröffnungen nach draußen. Er konnte eine geschlossene Vaulttür sehen, wie sie zuvor im Verhörraum hinter ihnen zugeschlagen war. Links und rechts befanden sich Regale mit eingelagerten Elektrobauteilen. und Putzutensilien. "Wir sind in einer Art Abstellkammer gelandet." flüsterte er leise zu Peaches nach hinten. Als Antwort gab dieser nur ein leises Seufzen von sich. So feinfühlig wie möglich hebelte Dust das Gitter mit seinem Messer nach oben auf. Die Schrauben waren nicht die stabilsten, trotzdem erforderte es einiges an Druck, bis sie knackend brachen. In der unbequemen, liegenden Lage verlangte diese Arbeit einem eine Menge Kraft ab. John lief Schweiß über den Nasenrücken. Nach weniger als drei Minuten fanden sich beide geduckt in der kleinen Kammer wieder. Peaches drückte sein Ohr an die Tür und lauschte, Dust tat es ihm gleich. Es war kein Ton von außen zu hören, lediglich die Neonröhre im Raum gab ein leises elektrisches Surren von sich. Mit ausgepackten Waffen in den Händen betätigte Peaches den Türschalter. Im gewohnten hydraulischen Zischen schnellte die Stahlwand nach oben in die Decke. Sie gab einen menschenleeren Gang frei, nahezu gleich zu dem, durch den sie geschritten waren, bevor sie die Treppen erreicht hatten. Die bekannte Beschilderung informierte sie darüber, dass der Zellenbereich nur eine Biegung zu ihrer Linken den Gang entlang sein, sie waren durch den Schacht zu den Lagerbereichen gelangt. "Wir sollten uns hier umsehen, bevor wir uns zu den Zellen auf den Weg machen." John Dust erschien dies absolut schlüssig, zumal sie allein zu sein schienen. Schon im zweiten Raum hatten die Gefährten nach lächerlich kurzer Arbeit von Peaches am elektronischen Türschloss bereits Glück und fanden eine Art Waff- und Rüstungskammer vor sich. Sauber zusammengelegt lagen hier dutzende RNK Uniformen aufeinandergestapelt. Dust schaute sich genauer um und entdeckte einen per Kunststoffvorhang abgetrennten Bereich, hinter dem sich RNK Ranger Rüstungen verbargen. 5 Sets an der Zahl standen auf Stativen sauber in Szene gesetzt vor ihm in diesem Abteil. John kannte diese Rüstungen nur vom Sehen. Ranghohe RNK Veteranen trugen sie auf ihren ausgedehnten Patrouillen im Ödland. Die Helme verfügten über integrierte Nachtsichtgeräte mit Wärmebildmodus und Atemfiltern aus Vorkriegsmilitärbeständen, dies war ihm durch Gespräche mit ehemaligen Soldaten bekannt. Es war absolut unmöglich, als Privatperson im Ödland ohne über Leichen zu gehen und dabei sehr wahrscheinlich selbst zu einer zu werden, an so etwas ranzukommen, egal wie vermögend man war. Nun standen diese Rüstungen vor ihm. Dust konnte ihr Glück kaum fassen. Bingo. Peaches sagte gedämpft aus einem anderen Teil der Kammer: "Hier liegen ein paar sehr nette Waffen samt Munition rum."


    Jetzt hatten sie eine solide Grundlage zum Handeln und ihr weiteres Vorgehen musste kein komplettes Himmelfahrtskommando werden. Der Plan war es, sich als Sonderheit ausgeben, die unverzüglich ein paar Gefangene aus dem Komplex eskortieren musste, um so direkten Zugang zu den Zellen zu bekommen. So ranghohe Veteranen, wie sie es nun augenscheinlich waren, würde niemand im Zellentrakt in Frage stellen, nicht einmal der diensthabende Oberoffizier. Eliteranger gab es nur einige hundert und alle agierten weitestgehend anonym, soweit der Alte aus Erzählungen wusste. Auf ihre Sache fokussiert legten beide sich eine der schweren Rüstungen an und schulterten die Rucksäcke. Die persönliche Kleidung verschwand unter den großen Haufen von Soldatenuniformen, die Maschinenpistolen blieben im Waffenabteil zurück. Dust trauerte seinem vertrauten Ledermantel ein wenig hinterher, da das Rüstungsset ebenfalls einen abgewetzten enthielt, fiel der Verlust jedoch etwas leichter. Peaches wählte aus der ausgedehnten Waffenkammer ein modernes M4 ähnliches Sturmgewehr mit Laservisierung aus, ergänzt von einer schallgedämpften 10mm Pistole. Dust entschied sich für ein Kaliber .50 Scharfschützengewehr mit verkürztem, taktischen Schaft samt Universalvisierung für nah und fern und einen guten, altmodischen 44. Revolver. Jeweils zwei Rauchgranaten steckten sich beide an ein paar der zahlreichen Munitionstaschen. John konnte sich nicht erinnern, in seinem Leben jemals eine annähernd ähnlich kampfstarke und hochwertige Ausrüstung besessen zu haben. Neu bewaffnet und aufmunitioniert liefen sie nicht sonderlich eilig nebeneinander in Richtung Zellenkomplex.

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  • Halb auf dem Bauch liegend hielt Knox sich an der Kante der Liege fest und streckt den Kopf darüber. Als das Husten und Würgen nachließ, lies er sich zurück fallen und starrte wieder die Decke an. Der Rucksack klimperte leise. Knox bemerkte gar nicht, dass er ihn nur an einer Schlaufe trug. Er fühlte sich unwohl. Es war nicht das selbe Unwohlsein welches ihn schon die ganze Zeit im Nacken hing. Dieses war anderes. Sein Rachen fühlte sich angespannt an und egal wie er seinen Kiefer bewegte, er wollte sich nicht entspannen. Er wischte sich mit dem Ärmel über den Mund. Viel im Magen hatte er nicht gehabt, aber das war um so schlimmer. Zu allem Übel gesellte sich eine innere Unruhe dazu die von seinen Beinen aus ging und in den Körper strahlte.

    Knox stand auf. Vielleicht half es wenn er sich etwas bewegte. Doch als er auf den Füssen war und einen Schritt machen wollte, wollten ihn seine Beine nicht mehr tragen. Leider stand die Trage auf Rollen, so dass sie hinter ihm wegrutschte als er sich daran festhalten wollte. Er fiel hin und hinter ihm krachte die Trage an einen metallischen Wagen. Das medizinische Besteck darauf, viel laut scheppernd zu Boden. Knox zog den Kopf ein bei dem Lärm. Als es Still wurde sah er sich um. "Phack." Was zum? Knox streckt die Zunge heraus. War sie wirklich so angeschwollen wie sie sich anfühlte? Er tastete mit den Fingern danach. Aber es war schwer zu sagen. Nach einem kurzem Blick durch den Raum, kroch er auf allen vieren zu dem Waschbecken und stemmte sich daran hoch. Darüber hing ein Arzneischränkchen mit Spiegel. Knox sah hinein und streckte sich die Zunge entgegen. Sah eigentlich ganz normal aus. Er drehte den Wasserhahn auf. Doch alles was heraus kam war ein gurgeln und Luft. Anschließend eine Welle von Gestank. Fauliges Wasser stieg ihm in die Nase und er wandte sich rasch ab. Er setze sich auf den Stuhl an den Schreibtisch unter dem Fenster und wippte mit den Beinen auf und ab, um die Unruhe zu vertreiben. Gleichzeitig lies er den Kopf auf die Tischplatte sinken so das die Stirn sie berührte. Machte dieses Serum das mit ihm?


    Endlich ging die Tür auf und Knox hob den Kopf. Er wollte erleichtert in Sanjes hübsches Gesicht blicken doch da stand nicht die gut aussehende Ärztin. Es war ein schwarz gekleideter Wächter. Sein Grimmiger Gesichtsausdruck starrte furchterregend zurück. Knox erwartete das er ihn fragte was er hier mache und legte sich bereits ein, zwei Ausreden bereit. Doch der Mann sprach nicht ein einziges Wort. Er ging auf Knox zu, packte ihn am Arm und riss ihn vom Stuhl hoch. Knox versuchte sich zu wehren doch er war ein Fliegengewicht gegen den Kerl. Dieser stieß ihn einmal gegen die Wand. Knox schlug mit dem Rücken auf. Doch ehe er zu Boden sinken konnte, hatte der Kerl ihn schon wieder am Arm gepackt und zog ihn mit sich. Knox wollte sich los reißen, schaffte es unerwarteter Weiße sogar, doch der Wärter war schneller und schlug mit seinem Schlagstock nach Knox Bein. Er viel augenblicklich rücklings zu Boden als der Schmerz sein Gehirn erreichte. Hilflos lies er sich auf die Füsse reißen und mitziehen.


    Mühsam, kaum Fuß fassend stolperte er hinter dem Typ her der ihm grob am Arm mit zog. Das Bein schmerzte. Er konnte auch gar nicht fragen was los war, wohin er ihn brachte oder dass Sanjes jeden Moment zurückkehren würde. Ahnungslos versuchte er dem Mann zu folgen. Sie betraten einen Aufzug und Knox musste vor ihm stehen wie ein unartiges Schulkind, den Kopf gesenkt und wütende Blicke im Nacken. Es war wie damals als.... verdammt. Keine Erinnerungen. Das Serum funktionierte nicht.
    Als der Aufzug hielt und die Türen sich öffneten, stieß der Kerl Knox aus dem Lift. Er musste voran gehen. Es sah hier so aus wie überall sonst, nur hier in den Räumen, rechts und Links, konnte Knox durch die Fenster Menschen erkennen. Hier mussten die Gefangenen eingesperrt sein. Und Knox war nun einer davon. Angestrengt sah er durch die Fenster und hoffte vielleicht Peaches' Frau oder seinen... Bruder zu sehen. Aber dann fiel ihm ein das er gar nicht wusste wie sie aussahen. Brian kannte er nur von einem alten Foto dass Jenny ihm gezeigt hatte. Verdammt.

    Nach einigen Schritten griff der Wärter nach Knox' Nacken und zog ihn zurück. Knox blieb stehen und wurde anschließend in eine der Zellen gesperrt. Taumelnd kam er im Raum zum Stehen und setzte sich fast augenblicklich auf den Boden. "Knox?" Eine unbekannte Stimme in der Nähe. Knox hob den Kopf und blinzelte. "Lange nicht gesehen, Mann." "Wer bist n du?" fragte Knox erschöpft. "Erkennst du mich nicht' mehr?" Der junge Typ legte die Hände auf die Brust um auf sich zu zeigen und empört zu wirken. Knox schüttelte den Kopf. "Hab mein Gedächtnis verloren." "Oh Shit. Na dann..." Der Mann kam näher ging vor Knox in die Hocke und hielt ihm die Hand entgegen. "Mein Name ist Pete. Dich kenn ich ja schon." Er grinste. Knox sah ihn verständnislos an und nahm schließlich die Hand um sie zu schütteln. "Woher kennen wir uns?" fragte er. Pete stand auf und machte eine umfassende Geste. "Von hier. Mann du siehst echt scheiße aus. Haben die dir das angetan?" Ehe Knox antworten konnte, fiel Pete ihm ins Wort. "Ach ja richtig, du erinnerst dich wahrscheinlich nicht. Bestimmt waren die das. Diese Arschlöcher. Wenn ich nur hier raus käme und..." Pete schien sich aufzuregen und ging im Raum im Kreis. Er blieb stehen und sah zu Knox herunter. "Aber he, ich bin echt froh mal wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen. Wie lange ist das her? Wochen? Monate? Jahre? Kommt mir jedenfalls so vor. Haben sie dich auch gefoltert? Nein sag nichts, ich versteh schon... Scheiße... Erinnerst du dich wirklich an überhaupt nichts mehr?" Knox sah den plappernden jungen Kerl an. Er war dünn und ausgehungert. Sein Gesicht wirkte durchschnittlich. Er hatte keine Ahnung wer er war. Knox dachte gerade darüber nach was er dem Typ erzählen konnte, da bemerkte er dass sein Hosenboden nasse war. Schnell rappelte er sich auf und tastete die nasse Kleidung ab. Er bemerkte das die Feuchtigkeit bis hinauf zum Rücken ging. Schnell nahm er den Rucksack ab und sah hinein. Er hatte die Waffe noch darin. Er hatte ganz vergessen das er sie für die Kletterei im Aufzug verstaut hatte. Aber alles war nass und es lagen Scherben darin. Knox griff nach einer und hielt den Oberen Teil eines der Fläschchen mit dem Serum zwischen den Fingern. "Verdammte Scheiße!" stieß er aus und warf das Kaputte Fläschchen gegen die Wand. Er räumte den Rucksack aus und stellte fest das ganze zwei Fläschchen überlebt hatten, die Waffe so wie Munition nass waren und seine Hose den Eindruck machte er hätte sich eingepisst. Knox schlug neben sich mit der Faust auf den Boden. Das war die ganze Energie die er für seine Wut aufbringen konnte. Pete blieb stumm.

    Schließlich seufzte Knox. Er konnte nur hoffen das Sanjes Dust oder Peaches kamen um ihn hier raus zu holen... Aber es war Schade um seine Erinnerungen, die jetzt vor ihm auf dem Boden auslief...


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  • Die ohnehin schon abgestandene Luft der Vault fühlte sich durch die integrierte Atemmasken der Kampfrüstungen eingesogen extrem stickig an. Der alte Mann war sich nicht sicher, ob die Filter einfach nur ihre Arbeit verrichteten und die radioaktiven Partikel so gut es ging aus der Luft fischten oder ob ein Austausch längst fällig sein musste. Ihre Rüstungen lagen durch die dicken Massivpanzerplatten wie Blei auf den Schultern, was den Druck aus der Wundregion nicht gerade linderte. Als Peaches und Dust die Tür am Ende des Korridors passiert hatten, fanden sie sich auf der untersten Ebene der Vault wieder, die sie von oben ausgespäht hatten. Mittlerweile waren etwas weniger Soldaten unterwegs, aber ihre Anzahl war immer noch beträchtlich. Das Duo trat so selbstbewusst wie möglich auf und bahnte sich zielstrebig den Weg durch die Raummitte. Ein karges Hinweisschild mit der Aufschrift "Zellensektion" wieß ihnen den Weg zu ihrem Bestimmungsort. Hinter einer weiteren Tür erstreckte sich ein langer Gang vor ihnen. Links und Rechts waren alle 3 Meter große, ovale Sicherheitsglasscheiben in die Wand eingelassen. Vereinzelt liefen hier dunkel gekleidete Wachen umher, die sich deutlich von den übrigen RNK-Soldaten in ihren einheitlichen Militäruniformen unterschieden. Sie versuchten sich keinerlei Unsicherheit anmerken zu lassen und passierten die Wachen kühl. Hinter den rot verdunkelten Helmen war es problemlos möglich unauffällig im Vorbeigehen in die Zellen zu spähen. Peaches hatte diese Aufgabe für sich beantsprucht, da er die Gesichter ihrer Ziele im Kopf hatte. Als sie nach einigen Metern schließlich an der vierten Zelle vorbeikamen, sahen beide sofort Knox in dieser sitzen. Langsam traten beide ans Fenster heran und machten sich einen Eindruck über die Anzahl der Insaßen. Peaches tippte sich kurz an den Rand des Helms und gab Dust damit ein Zeichen, dass sie unbedingt in diese Zelle kommen mussten. Er hielt eine der schwarz gekleideten Wachen an und forderte nüchtern aber mit befehlendem Unterton: "Sonderverlegung von Gefangenen, aufgrund akuter Sicherheitsgefahr für diese Einrichtung, Zelle öffnen."


    Die stämmige Wache guckte unschlüssig und etwas verdutzt zuerst Peaches und dann Dust an, die Augenbrauen bildeten zwei buschige Wellen über seinen forschenden Augen. Schließlich bestätigte er nach einem langen Moment der Stille jedoch rasch das Zahlenfeld in der Wand und salutierte den zwei Männern abschließend, bevor er weiter seines Weges ging. Peaches trat zügig ein, John stellte sich möglichst breit in die Tür. Flüchtig legte Peaches einen behandschuhten Finger vor den Filter seines Helms und wies Knox und dem anderen Mann damit an, sich ruhig zu verhalten. Knox machte auf Dust einen verwirrten Eindruck, der andere Mann blieb weitestgehend regungslos. In einer geordneten Reihe verließen die vier Männer den Zellentrakt Richtung Eingangstür. Sanjes stand in ihrem weißen Arztkittel deplatziert neben einer Säule im großen Atriumraum und schaute sich um. John Dust wandte ihr seinen Kopf kurz zu und genau in diesem Augenblick ernblickte sie zwischen den anderen Soldaten den Zug. Peaches steuerte zuerst zielsicher das weniger betriebsame Lagerabteil an, aus dem sie gekommen waren. Doch dann sah auch er Sanjes und änderte seinen Kurs. Die vier bildeten mit Peaches und dem Fremden in der Mitte einen geschlossenen Halbkreis um die Ärztin. In einem etwas lauteren Tonfall, hörbar für die umherlaufenden Soldaten sprach Peaches sie an: "Gesundheitscheck der Gefangenen, zügig. Ist diese Zellenbesetzung vollständig?" Sanjes stutze abgeschottet von dem Halbkreis vor ihr zuerst, fing sich jedoch wieder und antwortete Peaches schließlich. "Nein Sir, diese beiden Männer bilden lediglich die Hälfte ihrer Viererzelle. Führen sie uns zu den anderen beiden." drang Peaches gedämpfte Stimme aus dem Helm. Die Ärztin nickte nur und salutierte. Sanjes an der Spitze, dicht gefolgt von Peaches, steuerte die mittlerweile zu einer kleinen Gruppe angewachsene Truppe erneut den Gefangenentrakt an.

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  • Knox hatte keine Ahnung was hier lief. Was hatte Peaches vor? Und wo war er hergekommen? Und wo hatte er die Uniform her? Und der andere Kerl? War das Dust? Mh, ganz sicher war er es. Wer sonst. Doch zu erkennen waren beide nicht besonderes gut. Knox schluckte trocken als sie auf Sanjes trafen und schließlich ihren Weg vortsetzten. In zügigen, zielstrebigen Schritten, durchquerten sie weitere Gänge und Vaultabteilungen. Bis sie endlich vor einer Tür stehen blieben. Einer der schwarz gekleideten Wärter stand davor. Sanjes versuchte es mit der Ausrede von Peaches, doch der Wärter ließ sich nicht davon beeindrucken. "Ich habe den Befehl niemanden hier rein oder raus zu lassen." gab er zurück. Knox stand im Zug hinter Peaches und hörte zu. Seine Hände und auch die von Pete waren nicht gefesselt worden. Aber da sie artig hinter den RNK Soldaten her getrottet waren, schien sich daran niemand zu stören. Knox sah sich um. Der Raum in den Sanjes wollte, schien weitestgehend abgeschottet von den anderen. Hier war niemand zu sehen außer dem grimmigen Wärter der sich keinen Millimeter von seinem Posten bewegen würde. Während Sanjes es mit einem überzeugenden Argument versuchte, griff Knox ganz vorsichtig nach hinten zu seinem Durchnässten Rucksack der nur an einer Schlinge an ihm hing. Er hatte den Wärter genau im Blick. Und obwohl er schmerzen hatte und die langsamen Bewegungen ihn wieder zittern ließen, schaffte er es unter den Deckel zu greifen und sich die Waffe in die Hand bereit zu legen. Pete war so geistesgegenwärtig und streckte eine Hand aus um unauffällig zu helfen, dass der Rucksack nicht versehentlich zu Boden viel. Jetzt musste nur noch Peaches aus dem Weg damit die Schussbahn frei wurde. Langsam streckte Knox einen Fuss aus um seinem Vordermann leicht gegen das Bein zu tippen. Glücklicherweise drehte Peaches sich sofort überrascht um, in dem er einen Schritt zurück machte und nach hinten sah. Sofort riss Knox sie Waffe heraus, richtete sie auf den ungeschützten Kopf des Wächters und drückte ab. Nichts passierte. Der Wärter starrte fassungslos in den Lauf. Knox drückte erneut. Kein Schuss löste sich. Als der Wärter begriff, kam auch Peaches drauf, riss Knox die MP mit Schalldämpfer aus der Hand, entsicherte sie und übernahm den Schuss auf den Wärter erfolgreich. Dieser sackte tot zu Boden. Sanjes entfuhr ein unterdrückter erschrocken Schrei und sie legte sofort beide Hände auf den Mund, noch bevor sie rücklings an die Wand stieß. Sofort und ohne zögern drückte Peaches Knox die Waffe gegen die Brust, dieser schloss mit leicht verstörtem Ausdruck im Gesicht die Arme darum, und stieg über die Leiche um sie abzutasten. Schneller als erwartet fand er eine Karte die den Code für das Tastenfeld unnötig machte und schloss die Tür auf. Währenddessen war Dust schon dabei den toten Körper an den Armen zu nehmen. Die Tür ging auf und die zwei Gefangenen, Peaches, Dust gefolgt von der Leiche und Sanjes verschwanden im Raum. Übrig blieben nur die Blutspritzer an Tür und Wand.


    Sanjes verschloss die Tür sofort als sie hinter ihnen zuviel und lehnte sich angespannt dagegen. Sie atmete tief und sah sich dann im Raum um. Dust legte mit Peaches Hilfe die Leiche an der Wand ab. Knox verstaute die Waffe wieder im Rucksack. Pete sah sich ebenfalls um. Er war der erste der die Personen im Hinteren Teil des Raums entdeckte. Er ging auf die Wand aus durchsichtigem Plexiglas zu und klopfte gegen die Schiebe. Die Insassen hoben die Köpfe. Wut, Verwirrung, Erkennen, Begriffen, Erleichterung und schliesslich Freude durch zogen ihre Gesichter. Rasch kamen sowohl der grosse Breitschultrige Mann als auch die dunkelhaarige zierliche Frau an die Zellenwand geschritten. Als Peaches das mitbekam, riss er sich die Maske vom Kopf und trat hektisch vor Rene an die Scheibe und drückte die Hände dagegen. Er tastete sofort überall herum. Der Mann, Brian, zeigte mit seinem verbliebenen Arm nach links. Beinahe alle drehten den Kopf in die Richtung um zu sehen was er meinte. Alle außer Knox. Er betrachtete den einarmigen Mann mit der verbrannten Gesichtshälfte und trat langsam auf ihn zu. Er war sich nicht sicher ob er den Mann von dem Foto kannte oder ob er sich die fehlende Gesichtshälfte aus der Erinnerung herbei denken konnte. Sehr viel Ähnlichkeit mit dem Kerl auf Jennys Foto hatte er nicht. Er war zwar groß und muskulös. Das Gegenteil von Knox selbst aber sein linker Arm fehlte beinahe komplett und seine Haut auf der selben Seite war von Brandnarben gezeichnet. Alte Narben, das Stand fest. Nur die Wunde mit dem Getrockneten Blut am Kopf und ein paar Blutergüsse waren frisch. Knox Gedanken wurden gestört von den Entzugsschmerzen die wieder Stärker wurden. Aber da war etwas. Eine Stimme nicht wahr? Erst leise und schließlich lauter, am ende brüllte sie Knox im Ohr. "Thomas! Kommt sofort raus! Schnell!" Knox starrte immer noch an die Scheibe und bemerkte gar nicht das seine Begleiter es geschafft hatten die Zelle zu öffnen. Er kam erst wieder zu sich als Brian ihn umarmte. Knox blinzelte. Er sah über Brians Schulter hinweg Peaches, der seine Frau fest an sich drückte. Sie weinte. Sanjes sah gerührt aus. Dust und Pete standen an der Seite. Einer lehnte geschwächt an dem Metalltisch der dort stand. Und er sah Brian der nun endlich los liess und seinen Bruder ansah. Knox sah ihn verdattert an. So als wüsste er nicht was grade passiert war. "Tom. Ich bin's. Erinnerst du dich?" sagte Brian und meinte damit das Treffen bei den Anhängern der Apokalypse. Knox sah den entstellten Mann an. Peaches der die Frage gehört hatte, wandte sich zu ihnen um. Rene den Arm um die Schultern gelegt. Er wollte gerade ansetzten um etwas zu sagen, da kam Knox ihm zu vor. "J-ja..." sagte er überraschenderweise und schien dabei zu sich zu kommen. Dann zuckte ein Lächeln über sein Gesicht gefolgt von positiver Fassungslosigkeit. Er faste sich an den Kopf, dann griff er nach Brians Arm als bräuchte er eine Stütze. "Ja verdammt." Knox atmete schwer, lachte beinahe, die überwältigende Freude über die Erkenntniss die ihn gerade überraschte, war nicht zu übersehen. "Ja! Ich kenn' dich, Mann! U-u-u-und ich kenn' dich! Und dich auch!" Auf Brians rechter Gesichtshälfte breitete sic ebenfalls Freude aus. Er half Knox dabei stehen zu bleiben. Knox sah sich im Raum um und sah jeden einzelnen an. Dann hielt er inne. "Und...." seine Stimme wurde ruhiger, "ich weiß wer ich bin." Er sah ernsthaft erstaunt an sich herab und anschließend wieder in die Runde. Sein Gesicht zeigte trotz der Blässe, und den schrecklich müden Augen pure Freude. Er holte Luft um zu Lachen, dem Gefühl von befreiendem Wissen ausdruck zu verleien, verstrickte sich aber in einem Hustenanfall und schlagartig kamen die Schmerzen und das ungute innere Gefühl zurück. Pete eilte zu Hilfe als Brian ihn nicht mehr aufrecht halten konnte und Dust stellte den Stuhl bereit damit Knox sich darauf setzten konnte. Als er aufhörte zu Husten, zitterten die Hände wieder unkontrolliert. Auf Brians fröhlichen Ausdruck, und auch auf den der anderen trat Mitleid und Schmerz. Peaches griff in die Tasche und reichte Knox seine letzte Schmerztablette. Es wurde Zeit das sie hier raus kamen.


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  • Innerlich atmete Dust erleichtert auf, als Knox seine Erinnerungen zurückkamen, schließlich war er an allem Schuld gewesen. Doch es blieb ihnen keine Zeit für Rührseligkeiten, nachdem Knox die Schmerztablette eingeworfen hatte, machte sich die Gruppe auf den Weg raus aus dieser Betonhölle. Peaches und John liefen mit ihren Rüstungen der Gruppe voraus, Knox sicherte die Befreiten mit Peaches' 10mm Pistole von hinten ab. Kaum waren die beiden aus der Tür des Zellentrakts getreten, schon eröffnete ein Wachsoldat in Schwarz mit seiner Dienstpistole das Feuer auf sie. Zwei 10mm Geschosse hämmerten gegen die Brustplatte von Dusts Rüstung und blieben stecken, wie Luftgewehrkugeln. Lediglich der Aufprall ließ ihn einen halben Schritt zurücktaumeln. Ihre erbeuteten Rüstungen bewiesen, wieso sie zur Austattung der Elitesoldaten gehörten. Ohne zu zögern knipste Peaches den Schützen mit einer Salve auf den Kopf aus. Sein lebloser Körper fiel dumpf gegen den Bunkerboden. Der Mündungsknall des Sturmkarabiners hallte erschreckend laut den hohen Raum hinauf. "Beeilt eucht, da lang!" Peaches wies auf die Tür Richtung Lagerabteil, dann trat er dicht an John heran. "Ich versuche die Gruppe über das Lagerabteil zurück in den Aufsehertunnel zu schleusen, verschaffe uns etwas Zeit. Bitte." Er sah dem alten Mann eindringlich und ernst in die Augen. Dust nickte schließlich, er war alt und der Entbehrlichste der Gruppe, zudem dank dem Abstecher in die Waffenkammer gut augesrüstet. Peaches steckte ihm noch seine zwei Rauchgranaten an den Waffengurt, klopfte ihm auf die Schulter und sprintete dann mit samt der angewachsenen Gruppe durch die Tür. Der Sicherungsstift löste sich klickend aus der ersten Rauchgrante, die John vor die Tür der Gefängnissektion warf. Innerhalb von drei Sekunden bildete sich zischend eine extrem dichte, rote Rauchwand. Am Ende des Korridors sah er bereits weitere Soldaten anrücken. Das Scharfschützengewehr riss Dust beinahe sein Trommelfell in Stücke, mehr als zwei ungenaue Schüsse in Richtung der anrückenden Soldaten konnte er nicht abgeben. Die restlichen drei Granaten verteilte Dust zügig in alle Richtungen des Raumes, bevor er sich selbst durch die Tür des Lagerabteils zurückzog.


    Die Leiche am Ende des Ganges sprang John sofort ins Auge. Die Wand über dem Toten war blutverschmiert und mit Einschusslöchern überzogen. Sein Sturmgewehr lag in einer ovalen Blutlache vor ihm auf dem Boden. Hoffentlich hat er niemand von uns getroffen.. Er hastete um die Ecke, von Knox und den anderen war nichts zu sehen. Der Alte wusste nicht, wie viel Zeit bereits vergangen war, das Adrenalin hämmerte durch seine Venen. Selbst die Stelle, an der die Kugeln der 10mm Pistole eingeschlagen waren, spürte er nicht, noch nicht. Dust hatte kein Zeitgefühl mehr, es konnten drei Minuten vergangen sein, als die hydraulische Tür sich öffnete oder auch 10. Vorsichtig späte er um die Ecke und konnte seinen Kopf gerade noch rechtzeitig zurückziehen, als das metallische Geräusch auf den Boden durch den Helm an seine Ohren drang. Eine Sekunde später hallte ein markerschütternden Knall durch den Gang. Selbst hinter der Gangecke war durch das Helmvisier ein leichter Blitz zu sehen. Dust verlor für einen kurzen Moment die Orientierung, zog dann reflexartig seinen Revolver aus dem Holster und gab blindlings einige Schüsse in den Gang ab. Ein Mann schrie auf, Gewehrsalven hämmerten klopfend in die Wand neben ihm. Betonstaub wirbelte durch die Luft. Die Atemfilter des Helms waren in dieser Situation unbezahlbar. Mit großen Schritten hechtete John Dust mit aller Kraft, die er noch aufbringen konnte zur Tür der Abstellkammer. Der Raum war komplett leer, das Schutzgitter weiterhin abgeschraubt. Blut konnte er zu seiner Erleichterung keines ausmachen. Ein gezielter Schuss aus dem Revolver zerstörte funkend die Steuereinheit der Tür. Panisch schmiss Dust sein Gewehr in den Lüftungsschacht und begang mit dem Kopf voraus in das dunkle Unbekannte zu kriechen.

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  • Mit wachsendem schlechten Gewissen, folgte Knox Peaches. Viele Gedanken jagten ihm durch den Kopf. Fast jede Erinnerung triggerte eine neue. Und auch jede Person... so wie Peaches. Der Kerl der sie jetzt hier raus führte. Der der auf ihn aufgepasst hatte als sie aus der Vault kamen. Der der ihn nicht Einmal hatte hängen lassen. Anderes als Knox. Mit emotionalem Bauchweh erinnerte er sich daran wie er Peaches hatte umbringen wollen. Und es war egal welchen heldenhaften Hintergedanken er dabei gehabt hatte. Er hatte seinen Freund hintergangen. Er hatte den Pipboy gestohlen, war abgehauen und hätte Peaches umgebracht wäre Dust nicht gewesen. John Dust, der jetzt nicht hier in der Gruppe war weil er sein Leben für die Leute hier riskierte.


    Als sie durch das Atrium zurück eilten war es leer. Eine rote Lampe blinkte bedrohlich. Ein Alarm wurde ausgerufen. Peaches verlor keine Zeit und eilte den Weg zurück den er mit Dust gekommen war. Hochkonzentriert, prüfte er jede Ecke und jeden Gang den sie zu betreten vor hatten. Die wenigen Wachen die verblieben waren, bewegten sich auf den Lärm zu den Dust veranstaltet hatte. Wie geplant.


    Erleichterung überkam die Gruppe als sie im sicheren Geheimtunnel des Aufsehers standen und warteten. Wo blieb Dust? Knox konnte nicht ruhig stehen und trat von einem Fuss auf den anderen bis Brian ihm die Hand auf die Schulter legte. Sein aufmunternder Blick bewirkte das Knox sich noch schlechter fühlte. Brian war überhaupt nur hier weil er so ein Idiot war und sich in die Sache reinziehen hat lassen. Obwohl die Sache bis zum Himmel gestunken hatte und Quinn es ihm auch noch gesagt hatte.


    „Ich Gratuliere euch!“ schallte es durch den Raum. Die Gruppe zuckte beinahe synchron zusammen und sah sich um. Die Stimme des Aufsehers drang durch einen der Lautsprecher an der Decke. Knox erinnerte sich an sie und Wut und Angst stieg in ihm auf. „Ihr habt es ja schon fast geschafft.“ Die Stimme klang höhnisch. Peaches der an der Wand zur Luke stand aus der er Dust erwartete starrte zu dem Lautsprecher. Unter der Maske war sein Gesichtsausdruck nicht zu deuten. „Aber ihr habt doch nicht geglaubt ich wäre so leichtgläubig.“ Das Grinsen in der Stimme des Aufsehers verschwand. „Ich bin mir noch nicht sicher wer euch geholfen hat, aber ich habe da jemanden in Verdacht. Nicht wahr, Dr. Sanjes?“ Die Ärztin sah sich erschrocken zwischen den Gesichtern um. „Sie dachten vielleicht ich merke nicht, wenn die Testpersonen sich seltsam verhalten. Und dass nach dem Sie ständig und als einzige mit ihnen zu tun gehabt hatte. Ohne Hilfe hätten sie niemals den Sender in ihrem Hals entdeckt. Und wer außer ihnen, meinem Assistenten und mir, wusste schon das die beiden, Diego und Knox die Vault verlassen würden....?“ Der Aufseher pausierte, hatte aber erneut ein überhebliches Lächeln in der Stimme. „Sie haben ihre Chance genutzt. Aber leider waren Sie wirklich unvorsichtig.“ „Hört er uns?“ flüsterte Brian zu Knox. Die Antwort kam promt. „Natürlich höre ich euch. Der Sender enthält ein winziges Mikrophon. Und bevor meine beiden Ausreißer ihre Sender entfernen ließen habe ich auch immer gewusst was sie so trieben. Ob sie ehrlich zu mir waren, oder nicht. Tz tz tz.“ bedauern legte sich über die Stimme. „Schade dass euer Plan nicht aufgehen wird. Die Waffen werden in diesem Moment getestet. An lebenden und möglicherweise euch bekannten Objekten. Und eure Fakewaffen werden entsorgt.“ Vor Peaches innerem Auge zogen Bilder vorbei. Bilder eines Erschießungskommandos. Und die Opfer waren seine Leute. „Natürlich wird auch der gute alte Mr. Gipson nicht ungestraft davon kommen. Jetzt da ich weiss dass er sich in einem Bunker versteckt, werde ich ein paar meiner Männer schicken um dort anzuklopfen. Die Lösung für das Rätsel kennen wir ja nun.“ die Stimme grinste breit. Peaches zog sich die Maske vom Kopf und starrte den Lautsprecher an. Rene stand an die Wand gedrückt da und sah zu Boden.


    Daneben Sanjes deren Gesichtsausdruck Fassungslosigkeit spiegelte. Brian wirkte unsicher. Er wusste schließlich nichts von dem Plan. Knox sah zu Sanjes und folgerte aus der aktuellen Situation, dass Rene und Brian, vielleicht auch Sanjes einen Sender in sich trugen über dass der Aufseher ihre Position und Stimmen sehen und hören konnte. War das eine Falle? Sanjes wirkte ehrlich entsetzt. Sie hatte sie ihnen sicherlich nicht gestellt. Dieser Aufseher war einfach zu clever für sie alle. Er hatte an alles gedacht. Schon bei der Sache mit dem Memosesseln... ein schrecklich gerissener Schachzug. Knox sah zur Decke. Die Stimme von Victor Foster fuhr fort.


    "Ihr wart wirklich ungezogen meine Schäfchen. Aber dass ihr für mich ein paar wichtige RNK Offiziere beseitigt habt, hat mich wirklich beeindruckt. Ganz wie in der Simulation. Aber ihr habt euch mir widersetzt. Also folgt die Strafe jetzt.“ Knox schluckte trocken. „Eure zwei Freunde, die ihr versucht zu retten, werden die Vault nicht verlassen. Ihr Sender enthält eine winzige priese Sprengstoff die ihre Halsschlagader unwiederbringlich zerfetzen wird. So bald sie die Vaulttür passieren wird der Sender Aktiviert. Es war wirklich amüsant euch zu zu sehen. Das war schon immer so. Euer Einfallsreichtum ist bemerkenswert Diego und Knox. Ich wusste genau warum ich euch zwei da draußen haben wollte.“ Rene zitterte am ganzen Leib als sie hörte was der Aufseher sagte. Peaches drückte sie eng an sich und hielt sie fest als könne er ihr zittern so stoppen. Tatsächlich fuhren auch ihm die Worte durch Mark und bein, denn beim versuch seine wimmernde frau zu beruhigen, rannen ihm selbst Tränen über die Wangen und verschwanden im Stoppelbart. „Ich ich ich versichere Eich, ich wusste davon nichts.“ stammelte die Ärztin. „Dios mio, Jesús y María en el cielo.“ murmelte sie und bekreuzigte sich schockiert. Brian blieb regungslos. Knox fürchtete sich davor sich zu ihm umzudrehen und seinen Gesichtsausdruck zu lesen. Das war alles seine Schuld. Knox starrte stock steif die Wand gegen über an. Sein Herz pochte. Sie konnten nicht zurück um etwas zu Suchen dass ihnen gegen diesen Mörderchip half, da die halbe Vault hinter ihnen her war und sie konnten die Vault nicht verlassen. Was blieb jetzt noch übrig? "Er blufft." murmelte Knox. Die Anwesenden sahen ihn an. "Was?" kam die Frage. "Er blufft." wiederholte Knox etwas lauter. "Woher willst du das wissen?" Knox schüttelte den Kopf. "Das ist doch bullshit. Das hat er nicht getan." In Knox steig hitze auf. Unangenehme erwartungsvolle stressige Hitze. Er konnte nicht erklären warum er das wusste, suchte nach Worten, sah die Leute aber nur leicht flehend an. Es wurde höchste Zeit hier raus zu kommen. Die Anwesenden wirkten verständnislos. Bis auf Brian. "Ich vertraue dir, Bruder." Aus dem Lautsprecher drang ein Lachen. Der Aufseher sprach: "Nun ich habe hier noch ein paar wichtige Dinge zu klären. Macht's gut." Ein Knacken Unterbach die Verbindung.



    Camp McCarran

    Victor sah von seinem Pipboy auf und in des Gesicht von Hsu. "Verzeihung, das war wichtig. Kommen wir zu unserer Abmachung." knüpfte er an das vorangegangene Gespräch an. Er sass in einem kleinen Büro. Hinter ihm vier seiner bewaffneten, mit modifiziertem HC7 vollgepumpten, Soldaten. Hsu wirkte bedrängt. Ihm war bewusst dass er die Kontrolle über die Situation verloren hatte. "Ihr könnt friedlich verschwinden, oder wir eröffnen das Feuer." versuchte er es. Doch Foster lächelte nur. "Du weisst so gut wie ich, dass deine lächerliche Armee keine Chance hat wenn meine Männer anrücken." Foster lehnte sich zu ihm vor. "Ich stelle hier die Bedingungen. Ihr zieht ab, überlasst mir Vegas und ihr dürft Leben. Weit weg von hier. Eine neue RNK kommt an die Macht. Oder..." Victor setzte sich wieder bequem in den Sessel zurück. "Oder wir verwüsten den Ort. Wir hinterlassen eine Spur von sandfarbenen Leichen. Die Armen Steuerzahler werden so traumatisiert sein." Sein gespieltes Mitleid in der Stimme, wurde von einem Grinsen gestört. "Es sei denn, du wirst vernünftig. Zieh einfach ab und überlass' den Platz einem richtigen Visionär. Deine Zeit ist vorbei. Deine Chance verstrichen. Jetzt ist jemand anderes am Zug." Hsu starrte Foster an und versuchte sich krampfhaft daran zu erinnern was diesem Mann in der RNK widerfarhren sein mochte. Dieser Hass musste einen Gund haben.


    >>> Spiel Fallout! <<<

    ^— keine Mods nötig, ohne lästige technische Probleme, alles was Du immer im Spiel haben wolltest —^

    Die Grenzen setzt nur Deine Fantasie!

  • Angespannt schob Dust sein Gewehr im engen und stickigen Lüftungsschacht vor sich her. Der gestanzte Blechboden des Waffenmagazins klapperte dumpf auf den Metallplatten des Schachts. Die Wachen hinter ihm konnten jede Sekunde per Überbrückung durch die Tür gelangen. Er robbte schneller durch die Dunkelheit, immer weiter die enge Röhre entlang. Als Dust sich um eine nach rechts abknickende Engstelle schob, begann das Segment auf dem er lag höllisch zu quitschen. Geistesgegenwärtig stieß er sich mit den Füßen ab und machte einen Satz nach vorne. Hinter ihm rauschten krachend zwei Meter Schacht nach unten in die Dunkelheit und hinterließen einen gähnenden Zwischenraum. Verfallene Betonflächen mit nun frischen Kratzspuren offenbarten sich im flackernden Schein der Taschenlampe. Dust wollte keine Bekanntschaft mit möglichen Bewohnern dieser Zwischenräume machen und bewegte sich schweißdurchtränkt zügig weiter. Nach einer gefühlten Ewigkeit fiel schwaches Licht auf den Boden der Röhre. Das Ende des Labyrinths war erreicht. Als John näher an den Ausgang herankroch, sah er zwei Beine auf Schachthöhe. Kann Peaches mit der Gruppe so lange gebraucht haben? Innerlich wurde er sich immer unsicherer und Gedanken an eine Soldatenpatroullie stiegen in ihm auf. In diesem Schacht war er ein leichteres Ziels, er saß quasi auf dem Präsentierteller für jeden Schützen, der am Ende stand und warum auch immer seinen neugierigen Blick in diesen Lüftungsschacht warf. Als Peaches seinen Kopf in den Gang steckte und ihn angrinste, verflogen diese Zweifel sofort und wichen Erleichterung. "Wir haben dich schon von Weitem bemerkt, dieses Krachen war schwer zu überhören.." John sah ihn nur wortlos mit grimmigen Zügen an, froh nicht mit dem Schachtteil in die Tiefe gefallen zu sein. Vom Kriechen ungelenk und verkrampft stieg der alte Mann nicht sehr elegant in die vorläufige Freiheit und blickte in eine Runde betretener Mienen.


    Die Stimmung wirkte betrübt und eine bleischwere Anspannung lag in der Luft. Bei einem näheren Blick meinte Dust mittelschwere Panik in Knox' Gesicht ausmachen zu können. Peaches ergriff erneut das Wort: "Sieht so aus, als ob wir vor einer kaum lösbaren Situation stehen." Er ließ die Schultern hängen. "Der Aufseher hat über das Lautsprechersystem mit uns gesprochen und scheinbar haben zwei von uns einen tödlichen Sprengsatz unter der Haut. Keine Chance damit durch den Haupteingang hier herauszukommen." Brian und Rene schauten hoffnungslos und zutiefst niedergeschlagen zu Boden. "Vielleicht können wir mit der Elektronik aus den alten Wachfunkgeräten im Türbereich die Funkfrequenzen der Chips überbrücken und so gemeinsam durch die Vaulttür gelangen." schlug Sanjes vor. "Erstmal müssen wir zur Tür kommen.." warf Dust wenig begeistert ein. "Stimmt, es wird in den Gängen nur so vor Wachen wimmeln." meinte Peaches. "Das Problem können wir hoffentlich umgehen." Sanjes ging zum Erstaunen der Gruppe einige Meter in den Gang hinein Richtung Tür in die ersehnte vollkommene Freiheit. Eifrig machte sie sich an einem weiteren Lüftungsgitter zu schaffen. Peaches, Knox und Dust umringten sie unschlüssig. " Kann ich ein Messer haben? Von hier aus müssten wir in die Nähe des Eingangsbereichs kommen. Das Lüftungssystem erstreckt sich über den gesamten Komplex. Allerdings habe ich keine Details zur Richtung im Kopf." Dust reichte ihr sein treues Messer und wenig später begann Peaches der Gruppe voran in den Schacht zu kriechen. John und Peaches hatten zunehmend Mühe sich mit ihren Waffen in den Rüstungen durch den vor ihnen liegenden eisernen Schlauch zu zwengen. Ihre Körper wurden langsam müde, besonders Johns alte Knochen. Der Schmerz im Rücken kam zu seinem Leidwesen ebenfalls langsam zurück. Nach fünf Minuten stieß Peaches erschöpft auf ein weiteres Lüftungsgitter. Der Gang hatte praktisch keine Abzweigungen gehabt, zwischen der sie sich hätten entscheiden müssen. Vorsichtig drückte er sein Gesicht gegen die kalten Schlitze und spähte aus circa 4 Meter Höhe auf den Eingangsbereich der Vault hinunter.

    And it's pressure from all sides

    Coming down around our ears

    Stuck in this room without a door

    Scratched away at the walls for years

    All we've got to show is the dust on the floor

    And here it comes, a new dark age

    ocBMqOG.png

  • Langsam und schuldbewusst kroch Knox hinter seinem Bruder her, der es mit einem Arm wohl am schwersten hatte, durch alte Schächte zu kriechen. Eine halbe Ewigkeit verging bis sie da ankamen, wo sie hin wollten. Durch Gitter die die kahlen Schachtwände unterbrachen, konnte jeder zweite der Gruppe hinab schauen. Das grosse Zahnrad dass die Vaulttür darstellte, war verriegelt. Leider war der Schacht mit einem weiteren Gitter versperrt. Die Gruppe konnte die Tür nicht mittels der Lüftung passieren. Im Eingangsbereich stand eine Wache und beobachtete die Tür zu den Gängen die ins Vaultinnere führten. Peaches flüsterte so leise er konnte. „Halt meine Beine.“ Dust hinter ihm tat sein Bestes. Vorsichtig löste Peaches die Schrauben einer Schachtplatte und versuchte sie so leise wie möglich hoch zu heben und in den Schacht vor sich zu schieben. Seine Bauchmuskeln protestierten bereits als er sein vorhaben zu zweidritteln geschafft hatte. Nach dem erfolgreichen aufhebeln der Platte, ruhte er sich kurz aus bevor er die Waffe nahm und den Oberkörper in das Loch gleiten lies. Ähnlich wie Knox im Fahrstuhl, hing Peaches kopfüber herab. Er ziehlte auf die angespannte Wache die ihm den halben Rücken und sein rechtes Profil zeigte. Peaches spannte jeden Muskel an. Ein leichtes schaukeln liess sich nicht verhindern, denn sonst würde er vor Anstrengung zittern. Was noch schlimmer wäre. Er wusste, wenn er mit dem ersten Schuss nicht traf, würde es noch schwieriger werden. Er durfte sich aber auch nicht mehr zu lange Zeit lassen. Das Blut stieg ihm heiss in den Kopf.
    Endlich drückte er ab. Sein Bauch begann schon zu schmerzen, wegen der Kante des Schachts die unangenehm hinein schnitt. Peaches sah sich um. Der Wächter war hinter einem Tisch in Deckung gegangen. Als Peaches das bemerkte wurden seine Augen gross und panisch. In seinem Kopf hatte er zwei Möglichkeiten die sich wie ein Blitz vor seinem inneren Auge zeigten. Peaches musste sich entscheiden. Schoss er nochmal oder sollte Dust ihn hochziehen? Keine Zeit für lange Überlegungen. Peaches ballerte bevor der Gegner es zu erst tun konnte. Hinter ihm konnte er jemanden etwas sagen hören gefolgt von einem krachen. Wenige Sekunden später sah Peaches irgendwo am Rand seines Blickfelds etwas herunter fallen. Er schoss weiter auf den Feind, lies ihm keine Chance heraus zu kommen. Dann sah er Knox der sich dem Gegner humpelnd näherte, ihn seitlich überraschte und den Kerl erledigte. Dann sah Peaches nur noch wie Knox hinfiel und ebenfalls hinter dem Möbel verschwand.
    Stille kehrte ein. Peaches gab Dust ein verbales Zeichen ihn los zu lassen, hielt sich an der Kannte fest und lies sich in einer fast eleganten kopfüberdrehung herunter. Er landete auf einem Regal, sprang von da auf das, dank Knox, umgestürzte Regal daneben welches schief an einem Tisch lehnte und rutschte richtung Fussboden. Er ignorierte vorerst die Leute im Schacht. Sie würden klar kommen. Er eilte zu Knox der am Boden sass. Zwei Meter neben ihm, der tote Wächter der den seitlichen Angriff nicht hatte kommen sehen. Knox sah zu Peaches auf und versuchte ein grinsen. Er ergriff Peaches‘ Hand und liess sich auf die Beine ziehen. Auf ein Bein. Beim mehr oder weniger gewollten Sturz aus dem Schacht, der weit aus eleganter geplant gewesen war als die Ausführung, war er umgeknickt und hatte sich den linken Fuss verletzt. Noch wusste er nicht wie schlimm es war. Es schmerzte, war aber zu ertragen. Gebrochen war glücklicherweise nichts. Währenddessen kam Brain aus dem Schacht. Trotz des Handycaps viel graziöser als erwartet. Dann half Peaches Dust, und endlich Rene und Sanjes hinunter. Die Ärztin bewegte sich sofort zur Türsteuerung. Sie alle hofften dass die Schiesserei und der Krach keine Aufmerksamkeit erregt hatte.
    Marina Sanjes tippte an der Steuerung herum und winkte dann Peaches herbei. „Benutze deinen Pipboy.“ Peaches zog das Kaben aus dem Armcompuzer und schloss es an die Steuerung an. Wie durch ein Wunder entschlüsselte sich diese und gab freien Zugang zur Benutzung der Vaulttür. Sanjes drückte einen Knopf und mit einem lauten ohrenbetäubenden Quietschen entriegelte sich die Tür, schob sich aus der Verankerung und rollte zur Seite.


    Glücklicherweise stand auf der anderen Seite niemand. Nur die metallerne Brücke und der Aufzug winkten.


    Die sechs Personen standen da. Nur wenige Schritte von der Freiheit entfernt. Doch keiner wagte einen Schritt in die Richtung. Knox schluckte. Er wagte es nicht die anderen anzusehen und starrte auf die gewaltige offene Tür. Sanjes rief von hinten. Sie hatte die Leiche durchsucht und nichts nützliches gefunden. Rene unterdrückte ihre Tränen. Als sie sich zusammen nahm und auf die Tür zu gehen wollte, hielt Peaches sie zurück. „Er sagte doch es ist ein Bluff.“ protestierte sie. „Ich will meinen Sohn wieder sehen. Die Wachen könnten jeden Moment hier sein.“ ihre Worte wurden mit wiederholtem Schniefen unterbrochen. Peaches sah zu Knox. „Du bist dir ganz sicher? Hast du dich an etwas erinnert?“ Knox Gedanken rasten. Er wollte von hier weg. Er erinnerte sich an die Folter, die endlosen Tage in winzigen Räumen hier unten. Auf keinen Fall würde er sich noch einmal hier einfangen und wegsperren lassen. „Er will uns doch nur wieder fertig machen.“ begann Knox und sein Blick schwenkte zu Peaches. „Das macht er doch ständig. Das hier...“ er breitete die Arme aus, nur kurz, denn sie zitterten schon wieder. „Das will er doch. Das wir hier dumm rumstehen, drüber nachdenken und Zeit verschwenden. Und am Ende, schaut er uns an wie wir festgeschnallt und hilflos auf Tragen liegen, wehrlos, und lacht. Und dann will er unsere Gesichter sehen wenn er uns sagt dass alles eine Lüge war!“ Knox sah sich in den Gesichtern der Anwesenden um. Gerade als er zu einem Weiteren Satz ansetzen wollte, packte Peaches ihn an der Brust und zog ihn zu sich. „Weisst! Du! Es! Oder! Nicht?!“ zischte er seinen Freund an. Knox starrte in die wütend funkelnden Augen. Er kam nicht zu einer Antwort. Beide drehten sie den Kopf zur Tür. Sie hörten Marina ein ‚warte!‘ ausrufen wärend Rene auf die Tür zu lief. Als Peaches es begriff stiess er Knox von sich und rannte ihr hinter her. Knox stiess gegen Brian der ihn auffing. Sie alle sahen zu Rene. Die Hand hatte sie am Hals als sie die Tür passierte ehe Peaches sie erreichen konnte. Wenige Schritte später drehte sie sich zu den Leuten in der Vault um und Peaches stoppte in der Tür. Er starrte sie an. Wahrscheinlich hatte er den selben Gesichtsausdruck wie sie. Glasige Augen, entsetzt, den Atem angehalten. Abwartend. Knox sah sie an. Erwartete das etwas passierte, doch da war nichts. War sie noch zu nah an der Vault? Sie dachte wohl das selbe, wurde aber Mutiger. Sie sah Peaches an der sie aufhalten wollte und erneut auf sie zu rannte, doch sie drehte sich sofort um und lief auf die Brücke. Peaches erreichte sie erst als sie den Fahrstuhl berührte. Lebendig. Nun weinte sie aus Erleichterung.


    „Du hattest recht.“ sagte jemand und Knox überkam ebenfalls Erleichterung. Doch diese wurde schnell wieder von dem Stress überlagert den er in sich fühlte. Wenn sie hier geschnappt werden würden.........

    Brian lächelte Knox aufmunternd zu. Dust und Sanjes liefen bereits los. Knox folgte. Direkt hinter ihm Brian. Pures Glück überfiel Knox als er den bereits offenen Fahrstuhl ebenfalls erreichte.
    Doch es währte nicht lange.

    Er sah die Leute vor ihm die ihn anstarrten. Blankes entsetzen in den Augen. Knox verstand erst nicht. Doch schliesslich begriff er, dass sie nicht ihn ansahen. Knox drehte sich um und sah gerade noch wie Brian stürzte. Er presst die Hand an den Hals und verzog das Gesicht. Knox machte Anstalten noch in der Drehbewegung zurück zulaufen, doch Peaches und Dust hielten ihn zurück. Sie standen schon im Lift. Brian lag auf der Brücke, streckte das Gesicht ihn ihre Richtung, während ihm nun Blut aus dem Mund sprudelte. Hinter ihm, im Eingangsbereich der Vault, ging die Tür auf und bewaffnete schwarz gekleidete Männer traten heraus. Knox wehrte sich noch gegen den Griff seiner Freunde, doch er wusste dass es keinen Zweck hatte. Und er wusste das er nicht zu ihm laufen würde. Die Fahrstuhltür begann sich bereits zu schliessen. Erste Schüsse prallten von ihr und dem Rahmen ab. Knox sah in das verbrannte Gesicht seines Bruders und hörte seine Worte ehe die Fahrstuhltür sich ganz schloss.

    Ich vertraue dir, Bruder.“





    Dust und Peaches liessen Knox los. Dieser schwieg. Er lehnte die Stirn an die Fahrstuhltür und starrte nach unten ins Leere. Eine Weile wagte keiner zu sprechen. Knox spürte kurz eine Hand auf der Schulter, ignorierte sie aber. Das passte zu Foster. Bestimmt war er schon gespannt zu erfahren ob die Truppe gefangen genommen worden war durch ihr zögern, oder ob sie es gewagt hatten die Tür zu passieren. Wahrscheinlich hatte er gehofft dass es anders herum laufen würde. Sicherlich hätte er sich darüber amüsiert, wäre Brian zu erst hinaus gegangen. Es wäre bestimmt spannend gewesen, dann zu erfahren ob sie Rene zurück gelassen hätten oder nicht. Ob sie sich aufgeteilt hätten oder ob sie sich gemeinsam all den Wachen gestellt hätten.
    Knox hörte hinter sich eine leise Diskussion. Peaches und seine Frau. Sie glaubte wohl ihr tödlicher Chip hätte einen Fehler und würde doch noch hoch gehen. Irgendwann. Knox interessierte sich nicht dafür.

    Er erinnerte sich an Brian in Greenfield. Und an jeden guten Rat. Solche die er sich von seinem Vater nur hätte erträumen können.
    Und diesen Kerl, seinen eigenen Bruder, der immer für ihn da gewesen war, hatte er gerade umgebracht...


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