Der große Bücher-Thread

  • Bill Clinton and James Patterson - The President is Missing

    Das Buch hat Spannung, einen gewissen Sachverstand und Aktualität. Dennoch ist der Konflikt um einen gravierenden Cyberangriff nicht ganz glaubwürdig. Pathos ohne Ende gibt es dann zum Schluss hin. Der muss war wohl bei beiden Autoren nicht zu vermeiden. Würde das Buch verfilmt werden würde man in nahezu jeder zweiten Szene sehen wie irgendwo die stolze amerikanische Flagge im Wind weht. Das kann einen nicht-amerikanischen Lesen allerdings ab einem gewissen Punkt auf die Nerven gehen.

    7/10


    Terry Pratchett, Neil Gaiman - Ein gutes Omen. Der völlig andere Hexen-Roman

    Beide Autoren verstehen es eine absurd-komische Geschichte zu konstruieren. So versuchen ein Engel und ein Dämon die Apokalypse aufzuhalten, um noch ein bisschen weiter auf der Erde zu weilen.

    8/10


    Kazuaki Takano - Extinction

    Absolut hanebüchener Unfug. Ein dreijähriges Kind in Afrika wird mit einer Mutation geboren, die es Hochintelligent werden lässt. Es ist in der Lage sämtliche Verschlüsselungen der Welt im Kopf zu knacken und kann demnach alles hacken. Zwar spannend aufgebaut, aber einfach nur unglaubwürdiger Schwachsinn.

    3/10


    Matt Ruff - Lovecraft Country

    Eher eine Band von Sammelgeschichten, die auf ein gemeinsames Ende zulaufen. Alles in allem etwas Mystery, Blaxploitation und Fantasy. Unterm Strich ganz erfrischend, aber auch etwas vorhersehbar.

    7/10

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    #SavePlayerOne

  • Hermann Hesse - Steppenwolf

    Ein literarischer Klassiker. Ein Überlegung zwischen Mensch sein, frei sein und dem Leben an sich. Eine Kritik am Kleinbürgertum und ebenso ein Einblick in Hesses Seele. Der Große Krieg noch im Hinterkopf und im Laufe der frühen Moderne sich rasch verändernen Welt.

    8/10


    Aktuell bin ich bei Sergei Lukianenko - Sternenspiel. Scheint ein sehr interessantes Szenario zu sein. Die Menschheit hat endlich Anschluss an andere höhere Intelligenzformen des universums gefunden und wird von diesen anderen Lebensformen allerdings in ein Nischendasein als intergalaktischer Fernfahrerdienst gezwungen.

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    #SavePlayerOne

  • Stephen King - In einer kleinen Stadt/Needful Things

    Eine nette, kleine Geschichte, die King hier über 850 Seiten erzählt. Die verschlafene Kleinstadt Castle Rock wird ins Chaos gerissen, nachdem ein mysteriöser Geschäftsmann seinen Laden in diesem Örtchen eröffnet. Mich hat das Buch gut unterhalten, es wird im Laufe der Handlung ein riesiges, facettenreiches Netz aus Intrigen gesponnen, dass am Ende verheerende Folgen mit sich bringt. Der Schreibstil ist kingtypisch ein wenig ausladend und schweift stellenweise ziemlich von der eigentlichen Handlung ab. Es werden einige Anspielungen auf andere Bücher von Stephen King gemacht, unter anderem auf "Cujo". Wer keine anderen Werke aus dem sogenannten Castel-Rock-Zyklus gelesen hat, kann den Roman auch ohne probleme lesen und verstehen, jedoch entgeht einem an manchen Stellen die volle Wirkung bestimmter dramarturgischer Momente. Ich kann das Buch empfehlen, habe aber auch schon stärke Romane von King gelesen - 7,5/10.

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    I have stood here before inside the pouring rain
    With the world turning circles running 'round my brain
    I guess I'm always hoping that you'll end this reign
    But it's my destiny to be the king of pain

  • Aktuell bin ich bei Sergei Lukianenko - Sternenspiel. Scheint ein sehr interessantes Szenario zu sein. Die Menschheit hat endlich Anschluss an andere höhere Intelligenzformen des universums gefunden und wird von diesen anderen Lebensformen allerdings in ein Nischendasein als intergalaktischer Fernfahrerdienst gezwungen.

    Das ist übrigens ein Zweiteiler, der Anschlussroman ist "Sternenschatten". Es hat einige spannende Denkansätze, für meinen Geschmack, wenn auch ein wenig zu sehr auf moralische Tiefgründigkeit bemüht, obwohl ich den Schreibstil von Lukianenko ansonsten sehr mag. Wie bei den meisten russischen Schriftstellern kann ich mich aber einfach mit dem Ausgang der Geschichte nicht anfreunden, trotzdem sehr lesenswert.

    Forentussi

    Krieg, Krieg ist immer gleich: Städte werden in Schutt und Asche gelegt, Menschen sterben reihenweise und man findet keine anständigen Haarstylisten mehr, von Pedikürensalons ganz zu schweigen.

  • Bedingt durch das Pendeln kommt man wieder mehr zum lesen, daher habe ich mir die "Chroniken des Cuthulu Mythos" von H.P. Lovecraft durchgelesen.


    Eine Sammlung von Kurzgeschichten, nur lose miteinander verbunden, die alle das Thema der Alten Rasse / Alten Götter aufgreift. Im Kern geht es aber meist um Identitätsverlust und die Frage "ist da mehr". Die Kurzgeschichten spielen überwiegend in Neuengland zu Beginn des Jahrhundert und werden aus der ich Perspektive erzählt.


    Das besondere an der Chronik ist der jeweilige vorangestellte Kommentar von Literatur Professoren / Lovecraft Experten, die einen tieferen Einblick gewähren.


    Für jeweils 14,99€ für die zwei Bände eine nette Unterhaltung (die Kommentare muss man ja nicht zwangsläufig lesen ;-) ).

    ...what doesn't kill you gives you exp...

  • Nun auf Shya empfehlung hin, hab ich mir dann mal Audible zugelegt und gleich mal mit Metro 2033 angefangen.

    Was soll ich sagen, das Buch ansich ist sehr gut (ich geh ja mal davon aus dass das vorgelesene auch so im Buch ist, bin Hörbuch Neuling und generell sehr skeptisch :D ) und der Sprecher macht das auch herausnehmend gut.


    Bin begeistert und freu mich drauf Nächste Woche mit 2034 anzufangen.


    zitres Trisolaris rückt immer näher, keine sorge :D

    Nihi, (62) Graphitsüchtiger Altrocker vom Fallout Aquarium.


    Ich leide nicht an Realitätsverlust, ich genieße Ihn!

    Einmal editiert, zuletzt von Nihilius13 ()

  • Habe gerade auf dem Nachttisch "Der Borowski-Betrug" (besser bekannt als "The Bourne Identity") von Robert Ludlum liegen. Angenehm flüssig zu lesen, man merkt, dass Thriller damals noch nicht am Fließband geschrieben wurden und alles nur noch eine Kopie von einer Kopie einer Kopie ist. Da ich den Film auch nie gesehen habe, bleibt es spannend. :D

  • ich hab die letzten tage zum wiederholten male das buch "replay - das zweite spiel" von ken grimwood gelesen.


    worum gehts: es ist 1988...jeff, der protagonist, stirbt gleich am anfag des buches. und erwacht ein paar augenblicke später wieder. in den 60er jahren, als 18-jähriger im zimmer seines ehemaligen studentenwohnheims. er besitzt jedoch alles wissen, welches er 1988 hatte...



    zu dem buch hab ich eine komische beziehung. ich hatte es irgendwann mal zuhause, woher wusste ich gar nicht mehr, und ich legte es jedes mal nach 2, 3 gelesenen seiten weg...warum weiss ich auch nicht genau.


    irgendwann hab ich mich dann beim x-ten versuch dazu durchgerungen, es weiter zu lesen und es wurde das erste buch, welches ich in einem zug durchgelesen habe...die ganze nacht durch.


    es ist nicht wirklich wichtig, aber im nachhinein bin ich drauf gekommen, dass das buch irgendwo auf platz ~20 der all time best science fiction bücher gelistet ist. für mich zurecht. ich finds einfach super. sollte man verfilmen. scheinbar gabs in die richtung eh schon bestrebungen.

    ...


    Yuval Harai - Eine Kurze Geschichte der Menschheit
    Das sollte man eigentlich vorher lesen. Es erzählt die Geschichte der Menschheit und verzichtet dabei weitesgehend auf Jahreszahlen. Die Menschliche Geschichte wird anhand einschneidener veränderungen im Denken und Handeln der Menschen in der Geschichte erklärt und nicht anhand von Ereignissen. Ein sehr interessanter Blick auf die Dinge.


    ...

    hab ich mir jetzt nach deinem posting hier besorgt. bin sehr gespannt.


    hast du zufällig den vergleich zu bill bryson - "eine kurze geschichte von fast allem"? (der titel ist hier nur grad zufällig ähnlich)


    bryson´s buch mochte ich früher extrem gerne. wäre lässig, wenn es in die richtung geht