Platz von Nord-Vegas

  • >>>>Kommt von Mojave Wüste >>>


    Es war ein anstrengender und harter weg
    bis hierhin aber sie hatten es endlich geschafft der Eingang zu Nord
    Vegas. Adam war erleichtert am Ziel angekommen zu sein aber auch
    etwas traurig er hat sich an die kleine Hannah schnell gewöhnt aber
    es gibt wohl immer ein Lebewohl. Die Wunde an seinem Bein schmerzte
    sehr er muss sie versorgen lassen bevor das Bein Nutzlos wird. Alle
    hielten einen moment inne sogar Gallus bemerkte das mit seinem neuen
    Herrchen nicht alles stimmte. "Jetzt heisst es wohl Lebewohl
    Kleines es war eine schöne Zeit mit dir aber ich muss wieder
    aufbrechen ein Freund wartet auf mich"
    sagte Adam mit leicht
    trauriger Stimme als Hannah ihm um denn Hals fiel und mit unruhiger
    Stimme sagte "Ich werde dich vermissen pass auf dich auf".
    Die beiden umarmten sich fest selbst Gallus nahm abschied indem er
    Hannahs Gesicht abschleckte. "Kannst du mir bitte einen
    Gefallen tun Hannah ?"
    Fragte Adam mit einem ernsten Blick:
    Hannah war einverstanden und nickt mit ihrem Kopf. "Das was
    bei den Ruinen passiert ist bleibt unser Geheimnis keiner darf wissen
    das ich zu diesen Männern gehöre , ist das ok ?"
    Hannah
    Nickt erneut mit ihrem Kopf um ihr Einverständnis zu signalisieren.
    Adam sagte in leisem ton "Danke". Adam ging zu Lucy
    und fasste ihr an die Schulter als er sagte "Wenn du die
    kleine zu ihrem Onkel gebracht hast treff mich im Atomic Wrangler ich
    muss noch was wichtiges erledigen"
    Lucy schien
    scheinbar alles verstanden zu haben und ging mit der kleinen richtung
    Eingang Adam winkte den beiden nochmal zu und Gallus Jaulte laut zum
    Abschied.


    >>>>geht nach Freeside >>>>

  • Hannah verabschiedete sich von Adam, die traurigkeit in seiner Stimme konnte Lucy irgendwie nachvollziehen. Gleich musste auch sie sich von ihr verabschieden und sie hoffte dass sie in gute Hände kam. Lucy nahm Hannah wieder an die Hand und öffnete die holzige Tür zum Platz.
    Vieles hier war zerstört, einige schmutzige Menschen tummelten sich auf dem Spielplatz und davor stand ein Mann mit Waffe und ergrautem Haar. Als Hannah in sah rannte sie sofort lachend auf ihn zu. "Onkel Jules!" rief sie fröhlich und umarmte den Kerl. Lucy tratt langsam auf ihn und das Mädchen zu. Er freute sich ebenso sie wieder zu haben aber ermante sie scharf, nie wieder weg zulaufen. Dann sah er Lucy an und musterte sie. "Das ist Lucy! Sie hat mich hergebracht." sagte Hannah heiter. Jules schüttelte schliesslich Lucys Hand. "Danke dafür. Ich habe leider selbst Probleme hier und wusste nicht wo ich nach ihr suchen sollte..." versuchte er sich zu rechtfertigen. Auf eine Weise machte Lucy das wütend. "Ich würde ihnen gern mehr geben, aber die Zeiten sind schlecht, falls sie überhaupt je besser waren. Aber hier, nehmen sie das." er übergab ihr einen Sack. Die Frau sah hinein und erkannte ein Stimpack, Kronkorken und ein paar lose Pillen Mentats. Damit gab Lucy sich zufrieden, dann sah sie Hannah an. "Zeit sich zu verabschieden. Pass gut auf dich auf." nach dem lezten Wort sah sie Jules eindringlich an. Er verstand. Hannah umarmte Lucy und weinte beinahe. "Denk an die Lieder, ja? Sie muntern dich auf. Bye Kleine." sagte Lucy leise, wärend sie sich zu ihr hinunter kniete. Hannah nickte und umarmte Lucy nocheinmal. "ich hab dich lieb!"


    Lucy machte sich alein auf nach Freeside. Sie verstaute den Sack in ihrem Rucksack und prüfte ob die Kette unter dem Halstuch und dem Top noch immer versteckt war. Es war seltsam plötzlich ohne die kleine Hand von Hannah zu halten, durch die Gegend zu laufen und noch seltsamer war das Gefühl beobachtet zu werden. Die RNK war hier verbreitet auch wenn sie noch keine gesehen hatte. Ab jetzt durfte sie keinen mehr einfach so töten. Sie hatte Glück das die RNK nicht wusste wie der Truppkiller aussah. Denn kein Soldat in der Wüste hatte ihre Begegnung überlebt. Solange sie ihre Kette nicht bemerkten, würde auch keiner zu dem Schluss kommen dass sie die jenige war, die die Wandernden Trupps auslöschte und ihre Marken aufhob. Auf dem Weg zum Tor nach Freeside, dachte sie darüber nach was sie mit der RNK tun würde, wenn dieser Cole Reynolds endlich ins Gras gebissen hatte. Hatte sie dann Frieden mit der RNK? Eher nicht. Sollte sie weiter zufällig Soldaten der RNK töten? Mal sehn. Vielleicht. Lucy wollte doch lieber warten bis er durch ihre Habd tot war, und danach würde sie schon merken, wie ihr zu Mute war.


    >>>geht nach Freeside>>>

    >>> Spiel Fallout! <<<

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    Die Grenzen setzt nur Deine Fantasie!

  • >>>> kommt vom Strip >>>>




    Phil betrat das, was manche wohl als Siedlung bezeichnen würden. Argwöhnisch folgten ihm die Blicke der Bewohner. Hass auf dei RNK sprühte gerade
    aus ihren Augen. Er fragte sich womit die hiesigen Vertreter der Republik die Menschen wohl verärgert hatten. Er wusste, dass die Regeln der RNK
    nicht überall akzeptiert waren, auch wenn sie ihm ziemlich vernünftig erschienen. Er zog seinen Griff enger um seine Waffe und versuchte nach außen
    ganz entspannt zu wirken. Die Tatsache, dass er direkt auf das Tor hinaus aus der Siedlung zusteuerte, schien die Leute davon abzuhalten ihn an
    zu pöbeln. Auch wenn die zerlumpten Gestalten keine wirkliche Bedrohung waren, war Phil froh, als er das Tor durchquert hatte und nun den wilden,
    gesetzlosen Teil von New Vegas durchstreifte.


    Den Karabiner locker nach vorn gerichtet stapfteer durch die alten Straßen. In den Ruinen hörte er das quiken von Ratten. Immer wieder ging er in
    Deckung wenn er vor sich einige Unholde entdeckte. Diese zugedröhnten Spinner bekammen gar nicht mit, dass er da war, aber sicher war sicher.
    Eine knappe Stunde später erreichte er sein Ziel. Er lugte um die Ecke und hätte fast laut geflucht. Vor dem Gebäude von H&H-Tools lungerte ein
    halbes Dutzend Unholde herum. Sie tranken und reichten mehrere Jet-Inhalatoren im Kreis herum. Phil überlegte was er nun tun sollte, wie er unbemerkt
    an diesen Wilden vorbei kam. In diesem Moment ertönte ein Schrei vom Dach des alten Gebäudes. Ein dunkel gekleideter Körper schlug einen Wimpernschlag
    später auf der staubigen Straße auf. Die Unholde lachten laut und dümlich und wanden sich wieder ihrem Stoff zu. Über der Kante des Daches lugte ein
    Kopf hervor. Ein Typ mit einem schiefen Grinsen und einer gewaltigen Narbe über dem Mund spähte hinunter. Die Gestalt regte sich und bevor Phil auch
    nur im Ansatz reagieren konnte richtete der Unhold ein altes abgesägtes Jagdgewehr auf die Straße und in einem lauten, dumpfen Knall erstarb jedwedes
    Leben in der dunklen Gestalt. Aus dem Gebäude erschallte lautes Gelächter, als Narbengesicht wieder vom Dach stieg.
    "Verfickte Scheiße..." murmelte Phil. Das Gebäude schien eine Art Unterschlupf der Unholde zu sein. Phil schlich sich in eine der Häußerruinen.
    Vorsichtig stieg er eine uralte Treppe hinauf. Das obere Stockwerk lag genauso in Trümmern wie der Rest des Hauses. Geduckt schlich er in das Zimmer,
    dass der Straße zugewand war. Von hier hatte er frei Sicht auf das Gebäude von H&H-Tools und die Gruppe von Unholden davor. Er lehnte seinen Karabiner
    an dei Wand und spähte vorsichtig in jedes Fenster des Gebäudes. Er konnte darin einige Gestalten umherlaufen sehen. Auch sah er Feuer im Inneren
    flackern. Die Gruppe schien sich häuslich einzurichten. Er fluchte innerlich und setze sich an die Wand gelehnt hin. "Was tun?" fragte er halblaut.
    Er dachte daran einfach das Feuer zu eröffnen. Die paar Unholde vor dem Gebäude hätte er binnen Sekunden erledigt. Doch er wusste nicht wieviele noch
    im Gebäude waren. Das könnte ziemlich schnell ziemlich häßlich werden. Als es dämmerte entzündetete die Gruppe vor dem Gebäude ein Feuer in einer
    alten Mülltonne. Der Schein des Feuers verwandelte die Gesichter der Männer und Frauen in wiederliche Fratzen. Der groteske Stil ihrer Kleidung,
    falls man das überhaupt so nennen konnte, tat sein übriges um die ganze Gruppe wie Dämonen aus einer anderen Welt erscheinen zu lassen. Phil
    griff nach seinem Karabiner und richtete ihn auf die Szenerie. Die Tür des Gebäudes wurde aufgeschlagen und der Mann vom Dach tratt hinaus.
    Er blaffte die Gruppe an und eine junge Frau in einer recht knappen Lederrüstung stand auf und ging mit dem Kerl in das Gebäude. Die Übrigen feixten
    und kicherten wie kleine Jungs.


    Als die Sonne gänzlich untergegangen war, tauchten der Mond und das Feuer zwischen den Raidern den Straßenzug in ein düsteres Zwielicht.
    Phil huschte aus dem Zimmer und die Treppe hinab. Unten spähte er aus einem Fenster und versicherte sich, dass die Gruppe schlief. Der Typ der
    Wache halten sollte war vor einer viertel Stunde einfach eingeschlafen. Langsam schlich er hinüber, den Karabiner im Anschlag. Er stand nun
    inmitten der schnarchenden Gruppe. Unendlich vorsichtig kniete er sich hin und hob ein Stück Draht auf, das neben der Mülltonne lag. Am Gürtel
    der schlafenden Wache war eine Handgranate befestigt und Phil machte sich nun daran, den Draht vorsichtig durch den Sicherungsring zu ziehen.
    Er hielt die Luft an als der Raider im Schlaf grunzte. Dann war es geschafft und er konnte das andere Ende des Drahtes an der Lehne des Stuhles
    befestigen, auf dem der Kerl sass. Das würde für einige Ablenkung sorgen und die Reihen der Gegener lichten wenn er bemerkt werden würde.
    Mit einem fiesen Grinsen auf den Lippen ging Phil zu der Eingangstür des Gebäudes. Vorsichtig schob er sie auf. Er erwartete ein Knarren oder
    quitschen von den antiken Scharnieren, aber kein Laut war zu hören. Er huschte in das Gebäude und sah sich um. Neben der Unordnung und dem Schmutz,
    den die Zeit seit dem großen Krieg hinterlassen hatte, kamen nun noch die Verwüstungen durch die Unholde hinzu. Einige Möbel waren zertrümmert
    worden und dienten nun wohl als Brennholzspender. Müll und Unrat lag in den Ecken. Leere Spritzen und Jet-Inhalatoren waren überall zu finden.
    Vorsichtig schlich Phil durch die Eingangshalle des alten Unternehmens. Auf dem Empfangstresen stand ein Terminal. Es schien noch zu funktionieren,
    denn er tauchte den Bereich dahinter in ein matt grünes Dämmerlicht. Er schlich hinüber und wischte den Staub von dem alten Bildschirm. Leider fanden
    sich auf dem Gerät nur Nachrichten, die sich Menschen, die seit 200 Jahren tot waren geschickt hatten. Phil überflog die Inhalte nach Infos, die
    ihm helfen könnten. Es war aber nur belangloses Geschwätz. Gerade als er wieder um den Tresen herum gehen wollte, hörte er Stimmen die sich langsam
    näherten. Schnell ging er im Schatten des Empfangsschalters in Deckung als auch schon eine Tür schwungvoll aufgestossen wurde. Phil konnte zwei
    unterschiedliche Stimmen wahrnehmen. Vorsichtig spickte er um die Ecke. Zwei Raider waren mitten im Raum stehen geblieben. Der eine reichte dem
    anderen gerade eine Zigarette. Beid ewaren hager und sichtlich schlecht ernärt. Die Haut war fahl und schmutzig. Unter den Augen hatten sie dunkle
    Ringe wie nach mehreren durchzechten Nächten. "Man... der Boss hätte uns wenigstens noch was von dem Zeug mitgeben können." sagte der schwarzhaarige
    Kerl mit den Zigaretten. "Ja..." antwortete der andere, ein blonder Typ mit etlichen Zahnlücken "...wenn wir ihn schon allein mit der Neuen lassen
    müssen!" Er verzog das Gesicht zu einem dümlichen Grinsen und liess sich in einen alten Sessel fallen. "Die Kleine ist echt geil..." feixt er und hält
    die Hände vor die Brust, eine üppige Oberweite andeutend. "Bald wieß sie woher der Boss seinen Namen hat... BamBam!" Die beiden lachten laut und
    begannen eine Flasche Whiskey zu leeren. Phil grübelte hinter dem Tresen. Wie sollte er an den beiden vorbei kommen?


    "Ich muss pissen..." sagte Zahnlücke und rafte sich stöhnend auf. Mit schlurfendem Gang ging er zur Einganstür und tratt in die Nacht. Das Knarren
    des Sessels warnte Phil dass nun auch der ander Unhold aufgestanden war. Phil hörte, dass er sich dem Tresen näherte. Mit angehaltenem Atem zog
    Phil das Kampfmesser aus der Scheide. Seine Nerven waren zum zerreißen gespannt. Da tauchte über ihm ein Schatten auf. Der Kerl beugte sich über den
    Tresen um nach etwas zu greifen. Er stockte als er Phil entdeckte. "Was machst du..." bevor er seinen Satz beenden konnte rammte Phil ihm das Messer
    in den Hals. Der Schrei des Mannes war stumm, nur ein Gurgeln und Blut drangen aus seiner Kehle. Phil packte ihn am Kragen und zug ihn zu sich
    hinunter. Er drehte das Messer und bevor der Raider dumpf auf dem Boden aufschlug war er schon tot. Phil atmete durch und lauschte. Niemand schien
    etwas bemerkt zu haben. Er raffte sich auf, zog das Messer aus der Kehle des Toten und wischte es an dessen Kleidung ab bevor er es zurück in die
    Scheide schob. Während er geduckt um den Tresen huschte, legte er sich den Riemen des Karabiners um den Hals und griff nach seiner Pistole. Hier drin
    wäre die wohl vorerst nützlicher dachte er und drang tiefer in das Gebäude vor.


    Die Pistole im Anschlag lugte er in einen der vom dem Flur abzweigenden Räume. Nur eine alte Küche. Schnell ging er weiter. Noch bevor er um die Ecke
    bog hörte er ein monotones Schnarchen. Vorsichtig spähte er um die Ecke. Der Flur war frei. Das Schnarchen kam aus einem der ehemaligen Büroräume.
    Er schlich hinüber zur anderen Seite des Flures und schob den Kopf in einen der Räume. Auf dem Boden hatten es sich einige Raider gemütlich gemacht
    und schliefen ihren Rausch aus. Der Geruch in dem Raum war widerwärtig. Ein Gemsich aus menschlichen Ausdünstungen, Moder und Exkrementen. Diese
    Unholde waren wirklich näher daran Tiere zu sein als Menschen. Er suchte den Raum nach einem Terminal ab, aber die Raider hatten diese entweder
    zertrümmert oder so verschiben, dass er nicht herankommen konnte. In Gedanken fluchend machte er sich daran noch tiefer in das alte Gebäude vor
    zu dringen. Aus den Augenwinkeln sah er rechts von sich plötzlich eine Gestalt in einem der Büros. Er wirbelte herum und riß die Waffe hoch.
    Sein Finger krümmte sich bereits um den Abzug als er erkannte, dass die Gestalt tot war. Einer der Raider hatte wohl auf der Suche nach etwas
    Brauchbarem eine Falle ausgelöst. Nun lehnte er halb zusammengesunken an der Wand, während der Stahlträger, der seinen Kopf zertrümmert hatte, leicht
    in Kopfhöhe hin und her pendelte. Vorsichtig und darauf bedacht nicht versehentlich auch in eine Falle zu tappen ging Phil weiter. Die Tatsache, dass
    er hier einfoch so herumschleicehn konnte, machte ihn nervös. Diese dämlichen Junkies mussten doch irgendwie auf Eindringlinge achten. Sein Instinkt
    sagte ihm, dass das hier zu einfach war... An der Wand vor ihm lehnte ein weiterer Raider. Sein Kopf war auf die Brust gesackt. Phil konnte nicht sagen
    ob er schlief oder tot war. Als er jedoch näher kam wurde klar, dass der Kerl eindeutig tot war. Ein großes Loch prangte in seiner Brust. Phil drehte
    den Kopf zu der gegenüber liegenden Tür. Der arme Teufel hatte eine Gewehrfalle ausgelöst. Bevor Phil aber darüber nachdenken oder in den Raum spähen
    konnte hörte er von oben eine Frau panisch schreien. Sofort waren seine Sinne in Alarmbereitschaft. Mit schnellen Schritten ging er weiter und erreichte
    eine alte Fabrikhalle. Der Boden der Anlage war geflutet und ein seltsamer Schimmer im Wasser verriet ihm, dass es nicht ratsam war einfach hindurch zu waten.
    Erstaunlicherweise schienen das auch einige dieser Junkies so zu sehen, denn im Abstand von etwa einem Schritt hatten Sie Trümmer in das Wasser geworfen,
    so dass man nun halbwegs sicher den überfluteten Bereich durchqueren konnte. Phil sah zurück und lauschte. Dei Raider scheinen noch immer zu schlafen.
    Auch schien niemand den Toten hinter dem Tresen zu vermissen. Nachdem er nochmals tief durchgeatmet hatte machte er einen großen Schritt über das
    stinkende Wasser. Unsicher prüfte er die Stabilität der alten Kiste auf die er un treten würde. Sie hielt. Auch die nächsten Inseln in der radiokaktiven
    Suppe trugen sein Gewicht und so erreichte er erleichtert die alte Metalltreppe, die auf einen alten Laufsteg unter der Decke der Halle führte.



    Er hatte die Treppe halb erklommen als von oben wieder die pansichen Schrei einer Frau zu hören waren. Phil nahm an, dass es sich um die Neue handelte,
    von der Zahnlücke gesprochen hatte. Vermutlich bereute sie gerade ihren Beitritt zu diesem haufen Junkies. Unterbewusst erhöhte er jedoch das Tempo und
    erreichte sehr schnell den Laufsteg. Das Gerüst schwankte leicht unter seinen Schritten. Die Schreie der Frau waren nun zu einem Wimmern verkommen.
    Einige Meter vor Phil tat sich ein Raum mit einigen Regaln auf. Dahinter schimmerte aus einer angelehnten Tür Licht. Das Wimmern schien aus diesem Raum
    zu kommen. Nun konnte Phil eine Männerstimme hören "Stell... nicht an. Du wolltest doch..." Er verstand nicht jedes Wort, da die Frau immer wieder wimmerte.
    Dann hörte er wie eine Glasfalsche gegen die Wand geworfen wurde und die Frau erschrocken aufschrie. Phil kam näher und spähte in den Raum.
    Es war wohl das Büro des Chefs, denn die Einrichtugn wirkte, trotz des Verfalls, hochweriger. Ein ausgetretener und löchriger Teppich bedeckte den Boden.
    Polstermöbel und ein großer, schwerer Schreibtisch dominierten den Raum. Auf einem Bett in der Ecke hockte die junge Frau. Die Hände um die Knie geschlungen
    sass sie da und blcikte panisch auf den Mann in dem Zimmer. Es war der Kerl mit der Narbe, den Phil auf dem Dach gesehen hatte. Mit schweren Schritten kam er
    auf die Frau zu "Komm her..." blaffte er sie an, packte ihr Handgelenk und riss sie hoch. Vergeblich versuchte sie ihre Blöse zu verdecken. Der Kerl
    lachte böse "Wenn du gut zu mir bist, kriegst du vielleicht auch wieder was zum anziehen!" Er wirbelte sie herum und warf sie bäuchlings auf das Bett.
    Mit einer Hand fummelte er an seiner Hose herum, mit der anderen schlug er ihr hart auf den Rücken "halt still!" Mehr wollte Phil gar nicht sehen.
    Mit einem kräftigen Tritt riss er die Tür aus den Angeln und stürmte in den Raum. Der Raider, offensichtlich BamBam, wirbelte herum "Was zum..." Als
    er Phil sah fluchte er "Hey du verfickter Hurensohn... du störst!" Die junge Frau krabbelte über das Bett und kauerte sich in der Ecke zusammen.
    "Das Stück gehört mir!" blaffte BamBam. In diesem Moment ertönte auf der Straße unter ihnen eine laute Detonation, die das Gebäude erzittern lies.
    BamBam nutze die kleine Ablenkung und hechtete hinter den Schreibtsch. Phil feuerte zwei Kugeln ab, die aber nur in der Wand hinter dem Raiderboss
    einschlugen. Als BamBam wieder auftauchte richtete er das abgesägte Jagdgewehr auf Phil und drückte ab. Phil liess sich fallen und hörte wie das Projektil
    die Wand durchschlug. Sofort erwiederte er das Feuer, traff aber nur den Schreibtisch. Schnell kroch er zu den Regalen in dem Raum vor dem Büro.
    Unter sich konnte er hören wie Bewegung in den Haufen Junkies kam. Glücklicherweise schienen sie den Feind draußen zu vermuten, denn keiner kam die
    Treppe hinauf. Über Phil durchschlug ein weiteres Projektil das Regal und liess zerfetztes Papier auf ihn niederregnen. Sofort richtete sich Phil auf und feuerte
    durch das Loch auf BamBam. Diesmal traff er und wütende Schmerzensschreie waren die Folge. "Du kleiner Brahminficker... ich mach dich fertig...
    ich lass dich ausbluten... dann kannst du noch zusehen wie ich die Kleine ficke!" lachte er böse. Nun hörte Phil dass doch jemand die Treppe hinauf gerannt
    kam "Boss... Boss..." rief der Kerl. Es war Zahnlücke der da seinem Boss Bericht erstatten wollte. Bevor er den Laufsteg erreicht hatte richtete Phil sich auf
    und feuerte auf den überraschten Raider. Die erste Kugel traff die Schulter und riss ihn herum. Die zweite Kugel schlug fasst mittig auf der Stirn ein.
    und riss den Kopf nach hinten. Der Körper des Kerls kippt über das Geländer und stürzte hinunter in die radiokativen Fluten. Phil wirbelte herum und feuerte
    das restliche Magazin ungezielt in das alte Büro. Das Klicken des Schlagbolzen in der leeren Kammer liess den Raiderboss wieder auflachen "Tja... das wars wohl..."
    höhnte er und kam hinter dem Schreibtisch hervor. Sofort blieb er irritiert stehen, als er Phil grinsen sah. "fast..." lachte der, riss seinen
    Karabiner hoch und drückte ab. Eine Salve schlug in die Brust des Raider ein und schleuderte ihn gegen die Wand. Fassungslosigkeit stand ihm ins Gesicht
    geschrieben als er an der Wand hinabsank. Ein Spur dicken, dunklen Blutes zog er hinter sich her. Dann wurde sein Kopf zur Seite gerissen und da wo gerade
    noch seine Schläfe gewesen war prangte nun ein großes, blutiges Loch. Phil machte einen Schritt zurück und hob die Waffe. Die junge Frau stand da.
    Einen Revolver in den Händen. Doch sie richtete ihn nicht auf Phil sondern nich immer auf den toten BamBam. Nackt machte sie nun einige Schritte vom Bett weg.
    "Du mieses Schwein!" schrie sie mit Tränen in den Augen und drückte erneut ab. Der tote Körper zuckte zusammen als die Kugel dir Schulter druchschlug.
    "Er ist tot..." sagte Phil ohne die Waffe herunter zu nehmen. Die Frau schrie und zog den Abzug mehrmals durch. BamBams toter Köper zuckte unter den
    einschlagenden Kugeln und fiel zur Seite. Blut strömte über den Boden und tänkte den Teppich. Von der Metalltreppe hinter sich hörte Phil Rufe und
    Schritte. Schnell ging er hinter dem Schreibtisch in Deckung und legte den Karabiner an.

  • Noch bevor Phil jemanden auf dem Treppenabsatz erkennen konnte, flammte Mündungsfeuer auf und Kugel schlugen in den Schreibtisch und die Wand ein. Schnell zog er den Kopf ein. Auf der anderen Seite des Raumes war die Kleine gerade dabei ihre Kleidung anzulegen als auch sie sich auf den Boden warf. Phil konnte sich nicht verkneifen sie mit einem Grinsen zu mustern. Sie bemerkte seinen Blick und zeigte ihm den Mittelfinger. Als der Hagel der Geschosse endete, richtete Phil sich auf und gab eine Salve in den Flug ab. Ein hagerer Kerl in einer löchrigen Lederrüstung kam den Flur entlang gestürmt. Er fummelte gerade ein neues Magazin in seine Maschinenpistole. Noch bevor er die Waffe durchladen konnte, legte Phil an und riss ihn mit drei Schüssen in die Brust von den Beinen. Während der tote Körper fiel, tauchten hinter ihm zwei weitere Raider auf. Mit grimmigen Gesichtern voll Mordlust stürmten sie heran. Phil zog den Abzug durch und die Projektile verrichteten ihren tödlichen Auftrag. Unbeeindruckt vom Schicksal ihrer niedergemähten Kameraden stürmten weitere Raider die Treppe hinauf. Phil kauerte sich hinter den Schreibtisch und lud seine Waffe nach. Die Kleine hatte sich mittlerweile in ihre Klamotten geworfen und eine alte Bomberjacke übergestreift. Nun kam sie zu ihm herüber gekrochen und ging neben ihm in Deckung. "Hey... Ich wollte... also... wegen gerade... Danke!" sagte sie leise und Phil hörte die Unsicherheit in ihrer Stimme und er sah, wie sie den Griff des Revolvers umklammerte. Sie wusste nicht ob sie ihm trauen konnte. "Kein Ding... ich wahr sowieso in der Nähe!" sagte er und spähte kurz um den Schreibtisch. "Moment..." Er richtete sich auf und feuerte. Eine Frau, die gerade den Laufsteg erreicht hatte wurde getroffen und von der Wucht der Geschosse über das Geländer geschleudert. Ihr Schrei hallte von den Wänden und erstarb beim Geräusch eines dumpfen Aufschlages. Er reichte ihr die Hand "Phil!" sagte er. Unendlich vorsichtig und sichtlich irritiert griff sie nach seiner Hand "Amy..." sagte sie stockend und schrie auf als eine weiter Salve in den Schreibtisch einschlug und Holzsplitter herausplatzten. "Die müssen doch mal genug haben..." fluchte Phil und griff in seine Tasche. Er zog eine Granate hervor, zog den Sicherungsstift und warf den Sprengkörper blind über den Schreibtisch auf den Flur. Sekunden später folgten Lichtblitz, dann eine dumpfe Detonation gefolgt von einer Staubwolke, die ihnen die Sicht nahm. Vorsichtig spähten sie über den Schreibtisch und starrten ihn die undurchsichtige Wolke. Sekunden, lang wie Stunden, vergingen ehe sich der Staub langsam zu legen begann. Im Flur lagen zwei tote Raider, übersäht mit blutigen Schrapnel-Wunden. Die Toten auf dem Laufsteg hatte die Explosion zur Seite gefegt und weiter hinten lehnte ein weiterer toter Raider über dem Geländer. Vorsichtig richtete Phil sich auf und ging mit vorgehaltener Waffe auf den Flur zu. Er tratt auf den Laufsteg und beugte sich über das Geländer. Unten waren Raider weder zu sehen, noch zu hören. Er entspannte sich und liess die Waffe sinken. "Das wars wohl fürs Erste" sagte er an Amy gewand. Die nickte stumm und sah zu ihm. "Wie bist du an den Haufen geraten?" fragte er während er sich im Raum umsah. "Das war weniger freiwillig als du vielleicht meinst..." blaffte sie zurück und Phil hatte das Gefühl da einen wunden Punkt getroffen zu haben. Erst jetzt fiel ihm auf, dass sie nocht den glasigen Blick oder das eingefallene Gesicht der anderen Raider hatte. Im Gegenteil. Ihre Augen waren wach und blickten ihn voller Leben und Neugier an. Auch war ihr hübsches Gesicht nicht schmutzig und verbraucht, sondern strahlte jugendliche Energie aus. "So? Dann klär mich doch auf!" sagte er während er sie bewusst unauffällig musterte. Sie seufzte und liess sich in den Stuhl hinter dem Schreibtisch fallen "Das ist... eine lange Geschichte. Warum bist du hier?" wollte sie von seiner Frage ablenken. Phil lächelte "Nicht ablenken! Ich suche ein bestimmtes Terminal... und hoffe es hier zu finden. So, nun wieder du!" Er deutet ihr an, dass sie ihm Platz machen solle und sie stand wiederwillig auf. "Ich war in der Mojave unterwegs... für ein... Abenteuer!" suchte sie nach Worten. "Aha... und weiter?" fragte Phil und schaltete das Terminal auf dem Schreibtisch ein. Er betete, dass es nichts abbekommen hatte. "Mein nächstes Ziel war New Vegas und als ich in einer Ruine übernachtet habe, tauchte das so eine Frau auf. Voll nett, bot mir was zu essen an wenn ich sie bei mir mit pennen lasse." Das Terminal fuhr langsam hoch und Phils Herz schlug schneller vor Freude. "Naja..." fuhr Amy fort "...ich sagte ihr, dass sie sich setzten kann und als sie mich fragte, was ich mache, da habe ich ihr eben von meiner Karte erzählt und dass ich in New Vegas einen Casino-Chip gewinnen will." Phil horchte auf, das hatte er doch schon mehrfach gehört. "Einen Chip?" fragte er und sein Ton musste wohl durchdringender gewesen sein als er beabsichtigt hatte. Amy wich einen Schritt zurück "j... ja..." Sie umklammerte ihren Revolver "... gehörst du auch zu denen?" fragte sie plötzlich und nun war Phil es, der irritiert drein blickte "Denen?" fragte er. "Die uns umbringen müssen! So wie die Frau in der Mojave. Sie sagte, dass ich zu vertrauensseelig bin und ich meine Lektion nun auf die harte Tour lernen müsse." Phil schüttelte den Kopf "Nein... gehöre ich nicht!" Amy atmete nevös aus und deutete auf den toten BamBam "Er schlich sich von hinten an die Frau und schnitt ihr die Kehle durch bevor sie mich töten konnte. Ich habe geschrien und er hat mich am Hals gepackt und mein Gesicht in die Blutlache neben der toten Frau gedrückt. Er stellte mich vor die Wahl mit ihm zu kommen oder ebenfalls als Futter für die Geier zu enden... aber mit mir würde er mehr Spass haben als mit der Frau! Du siehst ich hatte also keine große Wahl..." In Phils Kopf arbeitete es. Die Teenager mit den Karten, Knox Auftauchen bei der Ruine, die toten Teenager in der Mojave, Knox Schwester mit der Karte... Knox Reaktion als sie seine Schwester gefunden hatten... und sein Geständnis. Langsam machte es Sinn. Er war einer dieser Mörder und seine Schwester wäre wohl sein nächstes Ziel gewesen... er hatte Phil alles gestanden um sie zu schützen, kombibierte er die Erignisse. Er liess sich in den Stuhl fallen. "Ich brauch nen Drink..." sagte er und sah zu Amy.


    Mit einer Flasche Scotch neben sich durchforstete Phil den Inhalt des Teminals. Er hatte über die Neuigkeiten zu Knox Hintergründen fast vergessen weswegen er eigentlich das alte "H&H" Werk aufgesucht hatte. Amy folgte neugierig dem was er tat. Nach einigen Minuten hatte er ein Verzeichnis auf dem Teminal gefunden, das Daten zu verschiedenen Produkten von RobCo führte. "Protektron... Firmware 2.1..." murmelte er. Dann las er 'PipBoy 2000 - Update' und sein Herz setzte einen Schlag aus. Er öffnte den Eintrag und ein Fenster öffnete sich 'Bitte Gerät verbinden' Mit zittrigen Fingern kramte er den PipBoy aus seinem Rucksack und schloss ihn an das Terminal an. Amy verfolgte verständnislos was er da tat. Das Fenster auf dem Bildschirm veschwand und für eine Sekunde wurde das Bild schwarz. Phils Augen weiteten sich. Er war kurz davor so etwas wie Panik zu verspüren, als sich ein neues Fenster öffnete und den Fortschritt anzeigte. Sehr langsam wanderte der Fortschrittsbalken von links nach rechts. Während er den Bildschirm beobachtete, schweiften Phils Gedanken wieder zu Knox. Der Kerl war ein Mörder, daran gab es keinen Zweifel. Doch trotz allem hatte er sich schließlich für seine Schwester geopfert. Phil erinnerte sich daran, dass er noch Knox Tasche besass. Sie war im Humvee liegen geblieben als Phil ihn der RNK ausgeliefert hatte. "Fertig!" riss Amys Stimme ihn aus seinen Gedanken. Sein trüber Blick klärte sich und er sah auf den Bildschirm "100% - Bitte Gerät trennen" las er vor und trennte die Verbindung des PipBoy 2000. Neugierig schaltete er den kleinen Computer ein. Die bekannten grünen Zeichen flimmerten über das Display. Nach einigen Sekunden zeigte das kleine Display eine Art Karte. Ein kleines grünes Dreieck in der Mitte des Displays zeigte wohl seine Position. Phil vermutete, dass die Linien um das Dreick herum das Gebäude zeigten, in dem er sich befand. Grob erkannte er die Straße wieder auf der er her gekommen war. Auch Amy schien deuten zu können was sie da sah "Cool... fast wie so eine Arm-PipBoy!" Phil nickte "...fast..." dann schaltete er das Gerät wieder aus und verstaute es im Rucksack "Ich muss los..." Als er aufblickte und Amys unsicheren Blick sah fügte er hinzu "... erstmal zurück nach McCarran. Wenn du willst kannst du ein Stück mitkommen!" bot er ihr an. Sie nickte eifrig "Das... klingt vernünftig... warte..." Sie rannte zu dem Bett auf dem sie so gequält worden war, kniete sich davor und kroch halb darunter. Phil legte den Kopf schief und kam nicht umhin ihren knackigen Hintern anzustarren. Sie zog eine ziemlich ramponierte Ledertasche hervor, erhob sich wieder und tratt zu Phil an den alten Schreibtisch. Sie öffnete die Tasche und inspizierte den Inhalt. Meds, einige Kronkorken, ein Stimpack sowie eine Flasche teuren Whiskeys waren darin. "Damit sollte ich ein wenig auskommen... er braucht es ja nicht mehr..." sie deutete mit dem Kopf auf den toten BamBam und in ihrem Blick lag nichts als purer Hass. Sie griff sich den Revolver, lud neue Patronen hinein und steckte ihn in ihren Gürtel. Sie nickte Phil zu und war bereit diesen Ort zu verlassen. Vorsichtig und auf einen Hinterhalt gefasst schlichen sie durch das alte Gebäude, doch sie trafen auf keine weiteren Raider. Vor dem Gebäude lag das halbe dutzend Raider tot um einen zerfetzten, alten Stuhl verstreut. "Ich wills gar nicht wissen..." sagte Amy und ging schnell weiter. Nach einer weile fragte Phil, eigentlich nur um endlich das Schweigen zu beenden, "Wie alt bist du eigentlich?" Sie sah ihn an und grinste "15... wieso?" Phil biss sich auf die Unterlippe und starrte geradeaus "...nur so..."



    >>>> gehen nach Camp McCarran >>>>

  • >>> raststätte Grub n gulp>>>>


    Bevor sie den Platz von Nord Vegas erreichten, blieb Knox stehen und spähte in eine Richtung. Als Peaches das Bemerkte kehrte er um und sah ebenfalls in die Richtung. „Was ist?“ fragte er. Knox überlegte ob er es ihm sagen sollte. Er glaubte es würde nicht viel bringen. Desshalb erwähnte er nicht das in dem Haus in der Ferne Quinn lebte und er gerne einen kurzen abstecher gemacht hätte. Er hatte ein seltsames Gefühl in der Magengegend. Ungeduld, gemischt mit etwas was Sehnsucht sehr nahe kam. Ehe er es nicht mehr aushielt folgte er wieder der Strasse. Eine Minute länger und Knox hätte auf den Auftrag geschissen und wäre zu Quinn gerannt. Sein Herz klopfte noch spührbar, wurde aber immer leiser je weiter sie sich vom Haus entfernten und dem Platz näherten.


    Zeig mir nochmal den Kerl.“ bat Knox und Peaches drehte an den Knöpfen an seinem Pipboy. Ein unscharfes pixeliges Bild von einem Mann mitte dreissig, und Bartansatz leuchtete farblos auf dem Gerät auf. „Ich schätze der Aktenkoffer ist das auffälligste Merkmal. Ich kenne keinen der mit sowas herum rennt.“ sagt Peaches und Knox nickte. Sie sahen sich im Ort um, der verwarlost war und fast schlimmer stank als Freeside. Arme Gestalten sassen müde herum und Kinder. So viele Kinder die sich auf einem heruntergekommenen Spielplatz austobten. Es dauerte nicht lange und ein kleiner Junge rannte auf sie zu. Er hatte ein schmutziges Gesicht und kleine Dreckklümpchen in den hellen blonden Haaren. „Haben Sie einen Kronkorken für mich, Mister?“ er sah zu Peaches auf der etwas baff schien. Er sah aus als arbeitere sein Kopf schwer. Erinnerte er sich an seinen eigenen Sohn? Als es dem Jungen zu lange ging wendete er sich Knox zu. Dem viel nichts besseres ein als das Kind zu verscheuchen. „Verzieh dich Kleiner.“ Der etwa zwölf jährige Junge lies endtäuscht den Kopf hängen. Dann sah er blitzartig und wütend auf und trat Knox ins Schienbein. Dieser mehr erschrocken als von Schmerzen geplagt, fluchte und der Bengel rannte wie der Teufel davon. Peaches entwich tatsächlich ein Grinsen, den Knox mit einem beleidigten Blick bestrafte. „Sehn wir uns um.“ verkündete Peaches immernoch grinsend. Sie teilten sich auf und erkundeten die Gegend. Die verfallenen Gebäude schienen von Raidern besetzt. Und Leichen.


    Als Knox aufgeben wollte, wurde er von einer weiblichen Stimme angesprochen. Er drehte sich zu ihr um. Eine Frau mit Sidecut und einer Zigarette zwichen den Fingern trat aus dem Schatten eines Hauses. „Suchst du was?“ fragte sie und lächelte dann verschmitzt. Knox sah an ihr herab und musterte dann grinsend ihr Gesicht dass unter den Augen zwei schwarze Striche aufgemalt hatte. „Schon möglich.“ gab er zurück und trat etwas näher. „Was ist es? Chems? Etwas Spass?“ sie lächelte wissend. Knox der seit Ewigkeiten und drei Tagen weder Drogen noch Spass gehabt hatte, genoss die Unterhaltung mit der Frau die etwa in seinem Alter war. „Bietest du denn was davon an?“ fragte er und betrachtete die dunkelhaarige erneut von oben bis unten. „Wenn du es dir leisten kannst, vielleicht.“ sie grinste und warf die abgebrannte Zigarette auf den Boden. Knox wollte sich seinen Auftrag in Erinnerung rufen, aber irgendetwas blockierte diese Gedanken. Etwas blockierte überhaupt alle wichtigen Gedanken. Und er spührte auch was...
    Er sah sich kurz um. Peaches war nicht in der Nähe. Würde es auffallen wenn er sich kurz verzog? Und wenn es nur für ein kleines Jet war? Nein. Das würde nicht auffallen. Er hatte sich im Griff. Nur fünf Minuten. Dann wäre er wieder zurück. Keiner würde das merken. Und wenn doch? Ach, darüber konnte er sich später Sorgen machen.
    Und dann beschloss er der Frau zu folgen.

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  • Knox war nicht dumm. Etwas tollpatschig ab und zu aber nicht leichtgläubig. Wärend er der Frau folgte, behielt er stehts die Umgebung im Blick. Er wollte, falls er gerade in einen Hinterhalt gelockt wurde, wenigstens auf Zeichen achten. Doch das Haus in dass sie ihn führte war still. Oder zu still? „Wer bist du eigentlich? Wie soll ich dich nennen?“ Die Frau antwortete ohne stehen zu bleiben. „Freedom.“ „Sorry, wie?“ Knox glaubte sich verhört zu haben. Die Frau sah lächelnd über die Schulter. „Man nennt mich so, weil meine... Sachen... dich Frei fühlen lassen.“ Knox verstand. „Und dein richtiger Name?“ sie zuckte mit den Schultern. „Ist das so wichtig?“ Er zock die Mundwinkel nach unten. „Ich schätze nicht.“
    Sie stiegen eine Menge Treppen hinauf. Scheinbar war dieses Gebäude einmal ein Hotel gewesen. Schliesslich folgte er ihr einen Gang entlang. Noch immer kein Anzeichen von weiteren Personen. Vor einer Tür blieb sie stehen. „Ist das alles was du tust? Chems verticken und... äh. Spass?“ fragte er. Sie sah ihn gespielt beleidigt an, dann grinste sie. „Ich schlitz auch manchmal Leute auf die mich bescheissen.“ Knox schluckte. Er war sich fast sicher dass sie ein Raider war. Was ihm nichts aus machte. Er hatte lange genug unter ihnen gelebt. Das hielt sie wohl aber auch über Wasser. Bestimmt machte sie gute Umsätze bei den Raidern, wenn es auch ein gefährliches Spiel war. Aber das hatte ihn schliesslich nicht zu interessieren. Er wollte den Flash von Jet spühren. Seine Hände waren schon ganz schwitzig und er hatte Vorfreude. Ermahnte sich aber es ruhig an zu gehen. Nach so langer Zeit musste die Scheibe die er davon bekommen würde etwas heftiger ausfallen. Freedom zeigte auf die Tür. „Nach dir.“ sie grinste. Knox blieb misstrauisch. „Ne, geh du lieber zu erst rein.“ Er wollte sich nicht blindlings in eine Falle begeben. Ein Stolperdraht oder eine Knarre die ausgelöst wurde sonald er die Tür betrat? Nein danke. Sie nickte verstehend und grinste wieder. „Feigling.“ säuselte sie und öffnete die Tür. Das Zimmer enthielt nichts auffälliges. Zwei Matratzen auf dem Boden, ein Schreibtisch und ein Einbauschrank. Eine durchbrochene Tür die in ein Badezimmer führte. Er trat ein. „Also gut, mein Hübscher.“ sagte sie lächelnd, schloss die Tür und trat leichtfüssig an ihm vorbei. „Wieviele Kronkorken hast du dabei.“ Knox erwiederte das lächeln. „Erst die Ware.“ Ihr Lächeln wurde etwas schmäler. Dann trat sie zum Schrank. „Lieber sowas?“ sie öffnete ihn und es offenbarten sich Knox sorgfällitig aufgereite Chems. Auf jeder Ablage eine andere Sorte. Psycho, Jet, Buffout, Med-X, alles was er sich vorstellen konnte. „Oder sowas?“ Knox war noch immer damit beschäfftigt die vielen Drogen zu bestaunen. So viel auf einem Haufen. Im Augenwinkel erkannte er schliesslich wie Freedom mit nur zwei Bewegungen ihre Kleidung nieder legte und sein Blick schweifte ganz zu ihr. Selbstbewusst lächelte sie ihn in Unterwäsche an und Knox bekam eine Gänsehaut. Eine wohltuende erregende Gänsehaut. Er wollte einen Schritt auf sie zu machen, sie packen und auf die Matratzen führen wärend er ihr den Rest aus zog, doch sie stoppte ihn. Sie drehte die Ausgestreckte Hand um, so das die Handfläche nach oben zeigte. „100 Kronkorken. 50 für Chems.“ Das ernüchterte Knox. Er hatte nur 50 Korken im Rucksack. Sie schien seinen Blick gedeutet zu haben und legte ihre Kleidung wieder um. Er kam sich ein wenig blöd vor. „Du lässt wohl nicht mit dir feilschen, was?“ Sie lächelte. „Da muss ich dich endtäuschen, Süsser.“ Knox sah auf die Ablage mit dem Jet. Er wollte nicht umsonst hergekommen sein. Er legte sein charmantestes Lächeln auf, mit dem er noch beinahe Jede irgendwie rumgekriegt hatte. „Dann geniesst du wenigstens den Rausch mit mir?“ er wies auf das Jet. Freedom wurde plötzlich etwas unschlüssig. Sie überlegte. Knox bemerkte dass er sie verlor. „Komm schon. Du hast dir bestimmt eine Auszeit verdient. Wie lang ist es her..?“ Raidertussis überreden. Nichts leichter als das. Sie lächelte schliesslich. „Du hast recht.“ Knox kramte die Kronkorken aus dem Rucksack und legte sie gut sichtbar auf den Schreibtisch.


    Wenig später lag er auf der Matratze und vergass vollkommen die Zeit. Er vergass Peaches und seinen Bruder. Nicht einmal Quinn konnte sich in den Vordergrund drängen. High und glücklich lehnte er auf der Matratze an der Wand. Freedom die ebenfalls leer aber lächelnd blickte, hatte ihren Kopf an seine Schulter gelegt. „Das Zeug rockt.“ sagt Knox und brachte dabei kaum die Lippen auseinander. Er fühlte sich gleichzeitig müde und aufgedreht. Wenn er sich bewegte, nur ein wenig, benutze er viel mehr Kraft dafür, spürte aber nichts davon. „Das ist Rocket. Kostet übrigens 20 Kronkorken mehr.“ sie schwiegen. Dann lachten beide. Knox weil er gar nicht so viel hatte und es ihm schlicht egal war und sie... wahrscheinlich weil sie das wusste und es sie trozdem nicht juckte. „Freedom.“ dachte Knox laut. „Freedom. Freedom.“ Die Frau kicherte. „Das macht dich verrückt was?“ Knox grinste. „Ja! Niemand heisst Freedom.“ „Doch ich.“ sie lachte. „Ich dachte eigentlich du willst mich umbringen.“ sagte Knox ohne nachzudenken. Freedom setzte sich auf. „Vielleicht mach ich das ja noch. Gehört alles zu meinem Plan.“ sie sah ihn so ernst an dass Knox es ihr beinahe abkaufte. Doch dann musste sie lachen und Knox atmete erleichtet aus. „Mach kein Scheiss, Frau.“ sie lachte immernoch und legte dabei ihre Stirn auf seine Ausgestreckten Beine. Als sie wieder hochsah wischte sie sich eine Träne aus dem Augenwinkel. „Du hättest dein Gesicht sehen sollen.“ Er lächelte verlegen. „Mann, ich bin echt froh. Das hab ich gebraucht. Einen Moment ohne Sorgen. Ohne Aufgabe. Ohne um das Überleben zu kämpfen.“ sie lächelte. „Sag mal, nach was hast du wirklich gesucht?“ fragte sie und Knox verstand erst nicht worum es ging. „Ach so. Einen Kerl mit Aktenkoffer. Wir müssen den finden.“ „Wir?“ „Mein Kumpel und ich.“ Plötzlich fiel Knox sein Auftrag wieder ein. „Fuck! Peaches! Wie lange sind wir schon hier?! Ich muss los!“ Erschrocken setzte er sich auf. Freedom legte eine Hand auf seine Brust und sah ihn übertrieben traurig an. „Geh noch nicht. Bitte...“ „Doch ich muss! Wenn er mich sucht. Das gibt ärger! Oh scheisse und seine Frau und Brian!“ Knox sah sich um. Hektik breitete sich in ihm aus. Die Raiderin wollte ihn beruhigen. „Wenn du noch etwas bleibst, verrate ich dir wo ich einen Kerl mit Koffer gesehen hab.“ wissend lächelte sie und drehte an einer Haarsträhne. Knox sah sie an. „Du hast ihn gesehen? Verrat mir wo!“ „Beruhig dich erstmal. Dann erzähl ich es dir.“ Knox dachte nicht daran und griff nach ihren Schultern. „Sag mir wo!“ Verärgert löste sie sich aus seinem Griff. „Informationen kosten.“ sagte sie nun weniger heiter. Knox der keine Kronkorken mehr hatte, der Frau aber irgendwie auch nicht weh tun wollte, lehnte sich zurück und legte beide Hände auf die Stirn. „Scheisse.“ Freedom, endtäuscht darüber das die kleine Party so ein abrubtes Ende gefunden hatte, versuchte Knox zu überreden. „Ein paar Minuten mehr tun doch nichts zur Sache, oder? Geniess doch einfach noch ein wenig die Zeit... mit mir...?“ Knox hörte zu. Bei den letzten Worten sah er zu ihr ohne die Hände runter zu nehmen. Sie lächelte kokett. Tatsächlich kam die Wirkung des Jets wieder in den Vordergrund und diese merkwürdig schlaffe Energie erfüllte seinen Körper wieder. Er konzentrierte sich auf die Frau die näher kam. Aus Gewohnheit, ermahnte er sich, nach dem Sex nicht einzuschlafen, damit er sich verziehen konnte ohne eine Erkährung abgeben zu müssen. Doch als sie begann ihn leidenschaftlich zu küssen, vergass er Peaches, den Auftrag und den Mann mit Aktenkoffer. Nur das Jet war da, Freedom und diese seltsame Energie, dieses Feuer in ihm.

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  • Inzwischen war es dunkel geworden und Knox schlenderte, taumelte beinahe, auf den Hauptplatz des Orts zurück. Freedom schlief und er hatte sich aus dem Staub gemacht. Dabei hatte er ohne wirklich darüber nachzudenken die Kronkorken wieder eingesackt. Zumindest einen Teil davon weil ihm ein Teil davon auf den Boden gefallen war und er keinen Sinn dafür hatte sie zusammen zu suchen. Er hatte Angst Freedom würde davon aufwachen. Bevor sie aber eingeschlafen war, hatte er von ihr erfahren dass der Mann mit Aktenkoffer, sich mit einem Mann hier unterhalten hatte. Diese Information würde Peaches bestimmt milde stimmen. Bestimmt war er sauer. Aber darüber machte Knox sich im Moment keine Gedanken. Jetzt musste er sich darauf konzentrieren gerade zu laufen. Dieses Jet, Rocket. Nein, dieses Gott verdammte Wunderzeug hatte ihm grade den besten Sex seines Lebens verschafft. Aber die Wirkung liess nun langsam nach und er fühlte sich immer schlaffer und kraftloser. An der Hauswand an der er Freedom kennengelernt hatte blieb er stehen und stützte sich ab. Der Weg hier hin hatte sich wie ein Marathonlauf angefühlt. Ihm war ein wenig schwindlig und er kramte nach einer Wasserflasche. Er hatte zwar keinen Durst, führte dieses Gefühl aber auf Dehydration zurück. Bei dem kleinen Abenteuer mit der Raiderin, hatte er zwar nichts davon gemerkt, aber scheinbar hatte er – sie beide – eine Menge Flüssigkeit verloren. Er grinste als er daran zurück dachte. Aber das blieb nicht lange. Er trank und musste sich dann tatsächlich hinsetzten. Wenn ihm jetzt einer blöd kam, hätte er keine Chance. Im Sitzen, waren die Nachwirkungen des Jets nicht mehr so schlimm. Er trank in kleinen schlucken das Wasser und blickte zum Platz hinüber. Vereinzelte Kinder, spielten noch immer auf dem Spielplatz. Wahrscheinlich Waisen die kein zu Hause hatten. Oder Eltern die sich nicht darum scherten. Er hielt nach Peaches Ausschau. Wo war der Kerl? Doch er konnte in der immer Dunkler werdenden Umgebung keinen Typen in Kapuzenpullover und Weste entdecken. Die Weste… Die hatte Knox bei Freedom vergessen. Naja. Halb so wild. Wo war Peaches? Bestimmt hatte der dasselbe über Knox gedacht. Hatte er ihn gesucht? Oder war er weiter gezogen? Knox erinnerte sich daran wie Peaches gesagt hatte, dass er ihn aus dem Weg räumen würde wenn Knox sich nicht an die Aufgaben hielt.


    Es dauerte mindestens eine halbe Stunde bis Knox sich wieder einigermassen sicher auf den Beinen fühlte. Die leere Flasche liess er liegen. Wenn er Peaches nicht fand, würde er eben der Spur nachgehen und den Aktenkoffertyp weiter suchen.
    Freedom hatte Knox müde erzählt, dass er ihn in einem Haus etwas abseits des Platzes finden konnte. Er hatte sie mit sachten Schlägen auf die Wange wachhalten müssen um alles aus ihr heraus zu bekommen, da sie schon drauf und dran war wegzunicken. Er nannte sich scheinbar Mitch O’Conell und gehörte zu einer Gruppe von Leuten die… etwas komisch waren. Zumindest hatte Knox das so verstanden. Er hatte sich richtig anstrengen müssen um das Gelalle der Frau zu verstehen.


    Das Haus fand er nicht auf Anhieb. Es gab mehrere Häuser die immer weiter auseinander lagen. Beim dritten jedoch hörte er eine Stimme aus dem inneren nachdem er angeklopft hatte. Knox‘ Kopf brummte, aber er glaubte dass er sich im schlimmsten Fall verteidigen konnte. Die Müdigkeit verflüchtigte sich langsam, würde aber nicht lange anhalten. Er beschloss, nach dem Gespräch mit dem Mann, ein Schlafplatz zu suchen. Wenn er denn die Gelegenheit dazu bekam.


    „Wer ist da?“ hörte er die dumpfe Stimme hinter der geschlossenen Tür. „Mein Name ist Knox. Ich suche einen Kerl… äh er heisst Gipson oder so.“ Mit einem ausgestreckten Arm hielt Knox sich am Türrahmen fest und senkte den Kopf. Dabei lauschte er auf das Innere des Hauses. „Warum?“ kam die Frage. Die Stimme klang misstrauisch. „Ich will ihm nichts tun. Ich brauche nur seinen Koffer.“ Antwortete Knox. Die Tür öffnete sich nun einen Spalt und ein faltiges Gesicht erschien in der Dunkelheit. Knox durchzuckte ein kleiner Schrecken als er aufsah und die gruselige weisse Fratze in dem Spalt auftauchte. Er trat einen Schritt zurück. „Mitch richtig?“ fragte Knox der versuchte von seinem Schreck abzulenken. „Woher weisst du das?“ fauchte der Mann. Wären Knox nach einer Antwort suchte seufzte der Alte und sagte: „Ist auch egal. Ich kann dir nicht sagen wo Harold ist. Tut mir Leid. Und jetzt verschwinde.“ Das Gesicht verschwand und die Tür wollte sich schliessen, doch Knox hielt die Hand dagegen. „Warte!“ Der Druck gegen die Tür liess nach und der Mann erschien erneut im Türspalt. „Es ist echt wichtig. Ich will nur mit ihm reden. Ich bin sicher er weiss worum es geht.“ Der alte O’Conell dachte nach. Dann grinste er, was Knox nicht nachvollziehen konnte. „Im Osten ist ein Hügel, darauf stehen drei Felsen. Darunter ist ein Bunker. Aber ich bezweifle dass du da rein kommst.“ „Wieso?“ Knox hob eine Braue. „Die lassen da nicht jeden rein. Und jetzt. Verzieh dich Junge.“ Die Tür fiel ins Schloss und Knox starrte verwundert darauf. Er drehte sich um. Im Osten. Ein Hügel. Drei Felsen und ein Bunker. Sollte er dort nachsehen? Oder erst Peaches suchen? Knox gähnte ausladend. Nein. Erst musste er ein Nickerchen machen. Dieses Jet wirkte genau so gut wie Alkohol oder seine weissen Pillen. Er trottete zurück zum Platz von Nord-Vegas. Er fragte sich ob er hier irgendwo ungestört schlafen konnte. Nicht das Freedom ihn aufspürte und ihr restliches Geld zurückforderte. Oder sollte er nach Freeside gehen? Weit war es schliesslich nicht. Oder zu Quinn? In Knox stieg wieder Aufregung auf. Doch sie verging gleich wieder als er an die Stecke dachte. Er war zu müde und glaubte nicht dass er das schaffte. Aber er tröstete sich damit dass er jetzt erstmal eine Runde schlief und danach, wenn er Peaches nicht fand, zu Quinn gehen konnte. Dabei dachte er nicht daran ob dieser Plan jemandem gegen den Strich gehen könnte. Einem gewissen Victor der seine Augen und Ohren überall im Ödland hatte. Aber Knox hatte herausgefunden wo sich der Aktenkoffermann befand. Das musste für heute genügen. Zufrieden und schläfrig ging er zur Tür die aus dem Ort führte um sich in Freeside, in einer Gasse ein ruhiges Plätzchen zu suchen. Dort würde er bestimmt nicht auffallen. Auch die Verbrecherrate schien dort etwas niedriger. Nicht wirklich niedrig aber immer noch besser als Nord-Vegas.



    >>>>< geht nach Freeside >>>>

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  • >>>> Freeside >>>


    Während Knox zum Platz von Nord-Vegas zurück schländerte, dachte er darüber nach ob es wirklich klug gewesen war nicht genauer nach Cosmo zu sehen. Er hatte ein wenig ein schlechtes Gewissen. Doch er zwang sich weiter zu gehen. Noch wütender würde Cosmo sein wenn er ihm sagen musste dass Brian getötet worden war, weil Knox nicht getan hatte was die Kiddnapper von ihm wollten.


    Auf dem Platz, wo wieder die selben Gestalten rumgammelten wie am Tag zuvor, blickte Knox sich nach einem Kerl in Kaputzenpullover und Weste um. Ausserdem vermied er es mitten drin und für alle Sichtbar herumzustehen. Er hatte keine Lust auf eine wütende Freedom. Er grinste bei dem Gedanken und bereute nichts was in jener Nacht passiert war. Eine Hand auf seiner Schulter lies ihn zusammen zucken und er drehte sich um. Erleichtert sah er Peaches der alles andere als Glücklich aussah. „Wo warst du, mann?!“ fragte er sofort. Knox lies die Raiderin aus und kam sofort zum Wichtigen. „Ich weiss wo dieser Typ sich möglicherweise aufhält.“ Knox zeigt auf den Pipboy an Peaches‘ Unterarm. Dieser dachte einen Moment nach. „Wo warst du überhaupt? Ich hab dich gesucht.“ fragte Knox. Peaches zögerte was Knox irgendwie nicht gefiel. „Ich dachte du wärst du Quinn gegangen.“ sagte er schliesslich. „Du warst bei Quinn?!“ rief Knox und wusste nicht ob er sich freuen oder verärgert sein sollte. „Sie war nicht da.“ erklährte Peaches. „Aber die Hütte sieht ziemlich mitgenommen aus.“ Knox erinnerte sich. „Ja, ich weiss...“ sagte er und sah zu Boden. „Aber scheinar hat sie versucht sie zu reparieren. Ein Kerl war da.“ „Ein Kerl? Was für ein Kerl?“ Peaches zuckte mit den Schultern. „N junger Typ, meinte er heisst Slayter. Er würde auf das Haus aufpassen solange Quinn unterwegs sei.“ Knox lachte kurz, sehr zur verwunderung von Peaches. „Slayter. Okay. Das ist gut. Also geht es Quinn auch gut?“ Peaches zuckte erneut mit den Achseln. „Ich schätze schon.“ Knox freute sich über diese Nachricht. Sie war nicht tot und er hatte noch immer die Chance sich für sein Arschloch-Verhalten zu entschuldigen. „Erzähl mir von Gipson.“ wechselte Peaches das Thema. Knox schilderte ihm die Begegnung mit Mitch O‘Conell und von dem Bunker in den man scheinbar nicht so leicht hinein kam. Peaches nickte. „Gut gemacht.“ sagte er. „Lass uns das mal ansehn. Oder Brauchst du noch irgrndwas?“ Knox dachte nach. Im fuel ein dass ihm ja die Schmerzmittel geklaut worden waren. Aber er hatte keine Lust sich darum zu kümmern. Das würde schon irgendwie gut gehen. Ausserdem wollte er hier weg. Er konnte sich vorstellen dass er, wenn er sich noch länger hier aufhielt, irgendwann Freedom über den Weg laufen würde. Und wenn das geschah würde Peaches wahrscheinlich mitbekommen wo und was Knox in der Nacht getrieben hatte. „Nein, gehn wir.“ sagte er und sie verliessen den Ort.
    „Wo hast du die Weste?“ fragte Peaches unterwegs. Knox schluckte. Wo hatte er die? Bei Freedom. Aber das konnte er ihm schlecht erzählen. „Die hab ich eingetauscht.“ log er. „Gegen die Information wo ich Mitch finden kann.“ darauf nickte Peaches nur. Knox wusste nicht ob Peaches ihm glaubte oder nicht. Aber möglicherweise war es seinem Kumpel auch egal. Für ihn zählte schliesslich nur, dass sie bei ihrer Mission voran kamen.


    >>> Mojave Wüste>>>>

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  • >>>> Mojave Wüste >>>


    Nachdem das Trio wortkarg ein paar gebratene Radkakerlaken verpeist hatte, machte es sich auf den Weg nach Nord-Vegas. Während der Mahlzeit sahen sich die drei Männer etwas betreten an. Schweigen erfüllte das Versteck der Gruppe. Es lag eine unangenehme Stimmung in der Luft. Dust fühlte, dass Peaches eine Art Groll gegen ihn hegte. Wer konnte es ihm verübeln, nur wegen dieses dämlichen Gewehrhiebes hatte Knox schließlich seine Erinnerungen eingebüßt. Die Männer kamen schnell und ohne erwähnenswerte Vorkommnisse nach Nord-Vegas. Der ummzäunte Bereich selbst war ein Rattenloch, nicht ganz so zerstört und verkommen wie Freeside, dennoch nah dran. Überall an den Seiten der aufgesprungenen Betongzungen die vor vielen Jahren Straßen gewesen waren, stapelten sich die zerstören und völlig verrosteten Autowracks meterhoch aufeinander. Die Gebäudefassaden waren gesäumt von gesprungenen und komplett eingeworfenen Scheiben. Sie sahen eine Menge Bewohner, die sich auf der Straße aufhielten. Die meisten trugen zerfetze Lumpen und sahen erbärmlich aus. Dust fragte sich, wie viel schlechter die medizinische Versorgung in dieser Gegend seit seinem letzten Besuch geworden war. Zielsicher bewegte sich die Gruppe hinter John auf einen unscheinbaren Ziegelsteinblock in einer abgelegeneren Gasse des begrenzten Komplexes zu. Die vergitterten Fenster des Gebäudes waren wohl das auffälligste äußerliche Merkmal und auch das einzige, dass man ausmachen konnte, wenn man davor stand. "Hier ist es." sagte der alte Mann ruhig und wies Knox und Peaches an, hinter ihm stehenzubleiben. Eine massive Stahltür bildete die Eingangforte zum Inneren des Hauses. Außer einer kleinen Schiebeklappe war keine Öffnung in die Tür eingelassen, ganz zu schweigen von einem Fenster.


    Mit geballter Faust hämmerte Dust zwei Mal kurz und ein Mal etwas länger auf die Tür ein. Nach kurzer Zeit öffnete sich die kleine Klappe geräuschvoll. Hinter ihr kam ein ergrauter Mann im fortgeschrittenen Alter zum Vorschein. Sein Haar stand wirr nach allen Seiten ab und tiefe Falten gruben sich durch sein Gesicht. Im direkten Vergleich zu seinem Antlitzt, war Dusts Visage glatt wie ein Babypopo. Auf seiner krummen Nase saß eine Sonnenbrille mit runden Gläsern. "Charlie, Bravo 35313." flüsterte John in die Luke hinein. "Ich erkenne dich auch so, Johny." krächzte es aus dem Inneren zu dem Trio hinaus. Dust wandte sich etwas verlegen um und sagte zu dem Duo "Doc Brutus ist immer so, macht euch nichts draus." Sie nickten nur kurz und Knox schien etwas unsicher zu grinsen. Hoffentlich kann er uns helfen. Dieser Gedanke war ihm auf der Reise hierher immer wieder durch den Kopf gegangen. Nur ich bin an dem Gedächtnisverlust von Knox schuld, niemand sonst. Ich muss das irgendwie wieder gut machen. Er kannte Brutus aus seinen früheren Jahren bei der Enklave. Damals war er ein verdammt fähiger und mutiger Feldsanitäter gewesen, dazu mindestens schon so verrückt, wie er heute immer noch zu sein schien. Ein schwerer Riegel wurde geräuschvoll mit einem lauten, metallischen Klacken auf der anderen Seite der Tür zurückgeschoben. Dann öffnete sich die Panzertür. Fahles Licht schien den Dreien entgegen. Doc Brutus, mit einem befleckten Arztkittel bekleidet, stand vor ihnen. Er war kein sonderlich großer Mann, jedoch war er von breiter Statur und man sah ihm sein vom Militär geformten Körper auch nach all den Jahren noch deutlich an. "Immer rein in die gute Stube." Sie folgten seiner Aufforderung und liefen ihm bis in ein kleines Zimmer hinterher. Es stand eine Liege in dessen Mitte und medizinische Schränke säumten die Wände. Allerhand medizinische Gerätschaften teilten sich auf die Ecken auf. Unter anderem ein älterer Autodoc und ein Gerät zur Behandlung von Verätzungen fielen durch ihre Größe und die sonderbaren Metallwerkzeuge sofort ins Auge. Für die Größe war erstaunlich viel Equiptment in diesem Raum untergebracht und vermutlich wäre jeder RNK Mediziner Grün vor Neid auf die gute medizinische Ausstattung gewesen. Der Geruch von Medikamenten und Tinkturen hing schwer in der Luft. "Wo drückt der Schuh?" warf der altgediente Soldat mit den so abstrus abstehenden Haaren unvermittelt in den Raum.

    And it's pressure from all sides

    Coming down around our ears

    Stuck in this room without a door

    Scratched away at the walls for years

    All we've got to show is the dust on the floor

    And here it comes, a new dark age

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  • Auf dem Weg nach Nord Vegas passierte nicht viel. Zumindest für John und Peaches nicht. Für Knox war die Reise eine Tortour ohnegleichen. Unterwegs wurde ihm schleichend aber stetig eiskalt und er umklammerte seine Arme. Und obwohl ihm der Schweiss auf der Stirn stand, zitterte er. Er merkte wie sein Kreislauf Achterbahn fuhr und immer wieder hatte er das Gefühl seine Beine würden gleich schlapp machen. Peaches fiel seine gekrümmte Haltung auf und er ging etwas näher neben John her um leise mit ihm zu sprechen. Er nickte kurz zurück über die Schulter gen Knox und meinte: „Ich fürchte das fehlende Jet macht ihm zu schaffen. Wenn es schlimmer wird, sollten wir zusehn dass er was davon bekommt.“ Peaches überlegte kurz, sah erneut zu Knox der von der Unterhaltung nichts mitbekam. „Nicht dass er uns am kalten Entzug abkrazt..“ Peaches rauchige Stimme klang bitter. Dann lies er sich zurück fallen und ging neben Knox her. Dieser schaute zu dem unbekannten Freund auf und versuchte zu lächeln. Peaches nahm eine Packung Zigaretten aus der Tasche, schüttelte eine halb heraus und hielt sie Knox entgegen. Dieser sah die Packung an, dann Peaches. Knox überlegte. Versuchte abzuschätzen ob er das vertragen würde. Dann griff er nach der Zigarette, seine Hände zitterten. Er steckte sie sich in den Mund und Peaches gab ihm Feuer. „Schaffst dus?“ fragte er dann und Knox nickte schliesslich knapp. „Hast du Schmerzen?“ Erneut nickte Knox nur, die Zigarette zwischen den Zähnen. Und es stimmte. Knox konnte den Schmerz nicht klar definieren und verstand auch nicht warum er sich jetzt so fühlte. Wurde er krank? Eine Grippe? Jedoch war es noch auszuhalten. Er biss die Zähne zusammen und kämpfte sich den elend langen Weg nach Nord Vegas durch.


    In Nord Vegas hatte sich sein Befinden noch nicht verbessert. Der verückt aussehende Doc schien allerdings ebenso schnell zu begreifen wie Peaches. Er bat die drei Männer herein und fragte schliesslich trozdem nach, wie er ihnen helfen könne. Peaches ergriff das Wort nachdem er einen Blick auf Knox geworfen hatte. „Wir beide,“ er zeigte auf Knox und sich. „Haben einen Sender unter der Haut, der raus muss. Funktionsfähig wenns geht.“ Der Doc Brutus nickte nachdenklich. „Ne Ahnung wo er sich befindet?“ Peaches schüttelte den Kopf. Wieder nickte der Mann, versank in Gedanken und kam ruckartig wieder zu sich. „Dann sehn wirs uns an. Der erste bitte da auf die Trage.“ Während Peaches sich auf die Liege setzte, wandte sich der Doc leise an John. Er tuschelte etwas. Vielleicht ging es ums Geld. Als John nickte machte der Arzt sich an die Arbeit. Knox hatte sich auf einen abgenutzten Stuhl an der Wand gesetzt. Die Schmerzen nahmen zu und er konnte das Wipen seines Fusses nicht kontrollieren. Zudem hatte er unbewusst angefangen sich leicht vor und zurück zu wiegen, kaum merklich aber wenn man ihn lange genug beobachtete fiel es dennoch auf. Die Hände hatte er noch immer um sich selbst gelegt und rieb sich zwischen durch die Oberarme um die Kälte zu vertreiben die nicht da war. Den Blick hatte er gesenkt. Konzentriert hoffte er darauf, dass endlich Linderung eintrat. Brutus wied Peaches an, alle Metallischen Ausrüstungsgegenstände abzulegen.

    Der Doc hatte ein Gerät, etwa Taschenlampengross, und fuhr damit nun über Peaches Körper. Als er nichts fand, drückte er ein paar Knöpfe an dem Gerät und widerholte die Bewegung. Das machte er rund vier Mal. Dann plötzlich piepste es auf Halshöhe. Das Gesicht des Arztes verfinsterte sich. Peaches viel dies auf. „Was?“ Der Doc legte das Gerät ab und drückte an der Stelle an der es gepiepst hat herum. „Wenn wir pech haben, sitzt das Ding an der Halsschlagader...“ „Und das heisst...?“ Der Arzt sah Peaches an, dann Dust. „Das heisst, das wird nicht einfach. Ein Fehlgriff und das wars für euch.“ dann grinste der Arzt. „Aber ich währ ja nicht der beste Doc den du kennst, wenn ich das nicht irgendwie hinbekomme, nicht wahr Johny?“ Er wendete sich ab und begann einige Dinge zusammen zu tragen. „Ich brauche etwas Zeit um alles vorzubereiten.“ Peaches setzte sich auf. „Wie lange wird das dauern?“ „Bis ich soweit bin?“ „...und der Eingriff.“ Peaches sah kurz besorgt zu Knox der wohl nicht zuhörte. Brutus zuckte mit den Schultern. „Je nach dem. Ein paar Stunden. ... für einen von euch.“ Peaches nickte betreten. „Sag... hast du irgendwas da für den Junkie da drüben? Jet oder so?“ fragte er nun grade heraus. Der Doc hob eine Braue. „Seh ich etwa aus wie ein Drogendealer? Ich hab nur Med-X. Für den harten Stoff müsst ihr euch n anderen „Doktor“ suchen.“ er klang nicht empört, wie man es hätte vermuten können. Aber er hob zwei Finger und bezonte das Wort Doktor abschätzig. Peaches sah zu Dust. Sein Blick zuckte kurz zu Knox und John verstand. Der Doc verstand ebenfalls und verzog das Gesicht. „Nichts Blutverdünnendes... schlimm genug einen zu behandeln der unter Drogen steht.“ sagte er ironischer weise, während er die Betäubungsmittel für Peaches bereit legte.

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  • Der in die Jahre gekommene Mann hatte während dem Marsch nach Freeside nicht bemerkt, dass es Knox nicht gut ging. Hunderte Gedanken flogen ihm wie sprühende Funken unkontrolliert und hell durch den Kopf. Die Vault, zu der sie auf dem Weg waren, diese ominösen Chips unter der Haut von Knox und Peaches und schließlich dieser verhängnisvolle Schlag, der Knox seiner Erinnerungen beraubt hatte. Vermutlich hatte er die meiste Zeit nur starr nach unten auf den sandigen, rissdurchzogenen Betonboden geschaut, er konnte sich nicht klar genug daran erinnern. Ihm war es immer noch ein Rätsel, wie sie eine komplette Vault infiltrieren sollten, mit nur drei Mann. Der Gedanke machte ihm Angst und nagte an seinem Unterbewusstsein. Als Knox ihm am Arm zog, wurde er in die Gegenwart zurückgerissen. "Wir müssen etwas Stoff für mich finden." Er rang um ein Grinsen, seine schweißbeperlte Stirn stand jedoch im starken Gegensatz zu dieser Geste. Dust deutete mit dem Finger an, noch eine Sekunde zu benötigen und ging hinüber zu Doc Brutus, der sich für die Peaches OP fertig machte. Er neigte sich nah an sein Ohr heran und flüsterte ihm zu: "Werden die beiden den Eingriff überstehen?" Brutus nickte ihm nur ruhig zu. Für John war das genug, um zu wissen, dass wirklich alles glatt gehen würde, vorausgesetzt natürlich, dass nichts Unvorhergesehenes passierte. Wenn ein Mediziner in der Mojave diese Eingriffe erfolgreich durchführen konnte, dann Brutus. Gewiss war diese komplizierte Prozedur jedoch kein Freundschaftsdienst. Unauffällig hatte Dust Brutus den als C4 getarnten letzten Goldbarren für die Behandlung von Knox und Peaches zugeschoben, als die Gruppe das Behandlungszimmer betrat und die beiden ihre Augen über die medizinische Ausrüstung schweifen ließen. Er hatte sich noch nie viel aus Geld gemacht und die 4000 Kronkorken, die nach dem Waffenkauf von ihrem Casino Coup noch übrig waren, reichten ihm völlig aus. Er war es Knox außerdem schuldig, Peaches kannte er kaum, die Verbindung zwischen seinem Begleiter und Peaches war jedoch unübersehbar. Sie verließen den Raum, nachdem beide Peaches viel Glück gewünscht hatten.


    Als sie vor die stählerne Eingangstür traten, stand die Sonne bereits niedrig am Horizont und es würde nicht mehr allzu lange dauern, bis die Dämmerung einsetzte. Sie waren den Großteil der Nacht und des angebrochenen Tages durchmarschiert. Nach Sonnenuntergang war Nord-Vegas ein noch gefährlicherer Ort als Freeside. Die Junkies und Straßengangster machten dann ihre Runden und wer ihnen nicht gefiel, wurde beseitigt, in dieser Hinsicht nahmen sich die beiden Ballungsgebiete nichts. John Dust seufzte leise und überlegte. Er hatte keine Ahnung, wer in dieser Gegend ein guter Ansprechspartner für Drogen war, wenn es so jemanden überhaupt gab. Selbst hatte er nie auf stärkere Dinge als Whisky zurückgeriffen. Ein wenig demotiviert und müde schaute er Knox an. Seine Ausrüstung hing schwer an ihm herab. Dust war sich nicht sicher, wie lange er sich so noch auf den Beinen halten konnte, sie mussten sich beeilen. "Wir müssen uns umschauen und hoffen, dass wir jemanden finden." huschten die Worte angestrengt über Knox' spröde, leicht zitternde Lippen. Ohne groß die Reaktion von John abzuwarten, schritt er zielsicher voran. Dust war mulmig zu Mute. Sie liefen ein gutes Stück durch die Trümmerstraßen von Nord-Vegas. Bewohner in zerschlissener Kleidung zogen an ihnen vorbei, angetrieben davon, dieser lebensfeindlichen Umgebung noch ein paar Monate oder sogar Jahre abzuringen, bevor auch sie wieder ein Teil des ewigen Kreislaufes werden würden. Innerlich taten sie Dust in seinem alten Herz leid. Er war stets auf eigenen Beinen gestanden, seine Militärausbildung hatte ihn so gut es nur möglich war auf die "schöne" neue Welt vorbereitet. Doch diese Menschen hatte nahezu keine Perspektive. Drogen, Alkohol und Mord bestimmten ihren Alltag und es gab keinen sichereren, friedlicheren Platz, den sie hätten erreichen können. Auf den Strip kamen nur vermögende Mojavebewohner und davon gab es weiß Gott sehr wenige. Außerhalb der Zeune von Nord-Vegas wartete der sichere Tod in Form von Mutanten und Strahlung. Hier gab es immerhin notdürftig gereinigtes Wasser und Nahrung, natürlich nicht ausreichend, aber besser als gar nichts.


    Nach einigen Minuten blieb Knox vor einem Haus stehen, das völlig zerstört aussah. Hier waren nahezu alle Scheiben eingeschlagen worden und im ersten Stock klafften große Löcher in der Außenwand. Lediglich die Tür machte einen intakten Eindruck. Knox wirkte erschöpft und niedergeschlagen. Er ließ sich auf einen Betonblock nieder, der vermutlich aus der Wand des Gebäudes stammte. Dust lehnte sich an die Fassade des Hauses und Schloss die Augen. Als seine Gedanken anfingen sich zu ordnen, öffnete sich neben dem alten Mann krachend eine Holztür. Zu seinem Erstaunen trat zuerst ein gut 2,50 Meter großer nur mit einem Fetzen bekleideter Supermutant aus der Tür, gefolgt von einer schlanken, dunkelhaarigen Frau im besten Alter. Ihr dunkelgrünes, verschmutzes Barett, unter dem die schulterlangen Haare heraushingen, fiel Dust sofort auf. Er konnte nicht erkennen, ob es sich um einen Teil einer ehemaligen Militäruniform handelte oder um eine nachgemachte, zivile Version. Sie trug außerdem einen weiten, olivfarbenen Trenchcoat mit einer Vielzahl an Taschen, der ihr einen maskulinen Look verlieh. Aus einer der Taschen ragte das Ende eines Jet Inhalators. Beide wollten schon an ihre Waffen greifen, als die Fremde ruhig und freundlich sagte: "Knox, bist du das?"

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  • Knox folgte Dust, darauf konzentriert nicht abzukratzen. Wie es aussah war er vor dem Gedächtnis verlust Drogenabhängig gewesen. Wie war das denn passiert? Der Ort in dem sie sich bewegten kam ihm nicht im mindesten bekannt vor. Aber scheinbar war es eine üble Gegend. Knox wusste dass die Welt am Abgrund stand. Das war also nichts neues. Und er wusste dass er in diesem, von Schmerzen gepeinigten Zustand, leichte Beute war. Froh darüber das Dust ihn begleitete und darüber dass sie eine Pause einlegten, setzte er sich auf einen Betonblock. Wenig Zeit später öffnete sich die Tür des alten Hotels neben ihnen und ein Mutant trat heraus. Er hatte garade noch etwas zu der Frau hinter ihm gesagt, brach aber abrupt ab als er die Männer vor dem Gebäude erblickte. Die Frau trat hervor, musterte die Beiden Freunde und blieb mit den Augen etwas länger an Knox haften. „Knox? Bist du das?“ fragte sie und trat etwas näher. Knox sah auf, erkannte die Frau aber nicht. Er schwieg, wusste nicht was er der hübschen Frau entgegnen sollte und ehe er sich versah, riechtete sie blitzschnell eine Pistole auf ihn. Knox erschrak, zog reflexartig die Beine an um zurück zu weichen und viel promt rücklings von dem Betonblock. Er schlug hart mit dem Rücken auf und es verschlug ihm für einige Sekunden den Atem. Nicht im Stande sich zu bewegen, öffnete er die aus Schmerz zusammengekniffenen Augen und starrte in den Lauf der Waffe. Dust hatte sofort reagiert und versuchte mit seiner eigenen Waffe die Situation zu bändigen. Doch er hatte mit dem Supermutanten zu tun, der zwar keine Waffe trug, ihn aber mit seiner gewaltigen Körpermasse betrohte. „So sehn wir uns wieder.“ sagte die Frau und lachte kurz. Sie sah kurz zu dem Mutanten und grinste ihn an. „Das wollte ich schon immer mal sagen.“ Sie drehte sich wieder Knox zu der kein Wort verstand. „Hast wohl gedacht du kannst mich beklauen was?“ Knox schüttelte den Kopf, mehr als Verwirrung als zur Verneinung. „Hey hör mal...“ ächzte Knox. „Ich kann mich echt nicht daran erinnern.“ „Du verdammter Lügner.“ entgegnete sie. „Erst ficken, kostenlose Informationen einsacken und dich mit den Kronkorken wieder verpissen. Hälst du mich für total bekloppt?“ „N-nein... ich...“

    „Er hat seine Erinnerungen verloren.“ warf nun Dust ein. „Er kann sich nicht mal an seinen Namen erinnern.“ Die Frau sah Dust kurz an. „Na klar.“ sagte sie ironisch. „Und ich bin der gott verdammte Korki.“ „Es stimmt.“ versuchte es Knox. „Ich hab echt kein Schimmer mehr...“ er stüzte sich auf die Unterarme und versuchte zu grinsen, was ihm nur mässig gelang. „An so ne gutaussehende Frau wie dich, würd ich mich sicher erinnern...“ Unbeeindruckt klickte die Waffe der Frau. „Sag auf wiedersehn, Arschloch.“ Knox verzog das Gesicht darauf gefasst eine Kugel zwischen die Augen zu bekommen. Verzweifelt kniff er die Augen zusammen. Ein ohrenbetäubender Schuss - ein klackern... Knox Ohren klingelten. Er öffnete ein Auge. Rauch schlängelte sich aus der Waffe der Frau die wütend zu Dust schaute. Dieser stand nun ohne Waffe da. Diese lag in Knox‘ griffweite auf dem Boden. Er hatte seine 45er Pistole wohl auf den Arme der Frau geworfen, das hatte ausgereicht um ihre Schusslinie so weit zu verziehen, dass sie knapp an Knox Kopf vorbei schoss. Knox ergriff die Chance, griff mit schmerzverzehrtem Gesicht nach Johns Waffe. Doch die Zeit reichte nicht. Die Frau schoss erneut und... traf diesmal. Entsetzt schrie Knox auf und zog den verwundeten Arm zurück, umklammerte ihn oberhalb der Schusswunde und starrte wie betäubt darauf. Dann erinnerte er sich wieder ans Atmen und käuchte schmerzerfüllt durch die Zähne. „verdammte... Schlampe....“ presste er heraus. Gerade als sie erneut schiessen wollte, rief Dust dazwischen. „Ich hab Geld! Wir bezahlen den Schaden.“ Die Frau starrte Knox böse an. Dieser war damit beschäftigt dem Blut zuzusehen wie es seinen Unterarm verliess. Schliesslich hob sie die Waffe an und wendete sich Dust zu. „3000.“ sagte sie und Knox stöhnte auf. „D-drei... bist du verrü...“ Ohne Knox anzusehen riechtet sie die Pistole wieder auf ihn und er verstummte. Knox hatte noch genug Geld von dem Raubzug unter dem Casino, nur wusste er das nicht. Aber Dust wusste das und er nickte. Die Frau wirkte einen Augenblick verblüfft, dann nickte sie ebenfalls. „Willst du sofort bezahlen oder brauchst du noch n Moment?“ fragte sie gönnerhaft. John blickte auf Knox. „Wenn du den Zaster erst besorgen musst... behalte ich ihn solange hier.“ Sie wies auf Knox. Dieser sah auf, immernoch hinter dem Block liegend, auf den Arm pressend. „Ich würde mich beeilen,“ sagte sie gen Dust und grinste so böse, dass Knox beinahe daran zweifelte, dass sie auf das Geld warten würde. Ihn zu erschiessen schien ihr ebenso viel Wert zu sein. „du willst doch nicht, dass er da verblutet, oder?“

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  • Die Situation war schneller eskaliert, als Dust es anfangs vermutet hätte. Nun lag Knox vor ihm auf dem Boden, aus seiner Wunde sickerte das Blut auf den staubigen Asphaltboden. Ihm war klar, dass er schnell reagieren musste, sonst würde Knox es nicht schaffen. Was aus der Op wurde, stand nun auf einem ganz anderen Blatt. John wiegte seine Chancen ab und stellte ernüchtert fest, dass es nur einen Weg gab. Sein Präzisionsgewehr war auf diese Entfernung quasi nutzlos und die Pistole war nicht in greifbarer Nähe. Wenn ich die Frau erledige, reißt mir dieser riesige, grüne Klotz sicher mühelos einen Arm aus oder beide.. Es bliebt nichts anderes übrig, als zu bezahlen. Hoffentlich hat Knox sein Geld noch im Rucksack. Mit vorsichtigen Schritten bewegte er sich auf Knox zu. ,,Geht das nicht ein bisschen schneller verdammt?" kreischte die Frau fast schon hysterisch in Richtung Dust. Er versuchte sich so gut es ging nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und begann in Knoxs Rucksack zu wühlen. Gestresst wog er grob die passende Menge an Kronkorken ab und füllte sie in eines der Säckchen, die sie in Boulder City überreicht bekommen hatten. Vorsichtig warf er den Sack der seltsamen Dame in die Hände. ,,Das ist mehr als genug und nun lasst uns ziehen." Abschätzig wog sie den kleinen Sack in ihren Händen ab und warf einen raschen Blick ins Beutelinnere. ,,Gut, dass wird wohl passen. Und du da auf dem Boden, lass dich nie wieder vor diesem Haus blicken, sonst war das dein letzter Fehler. Diese Wunde wird dir hoffentlich eine Lehre sein." Bevor das Duo ihnen den Rücken kehrte und in eine der vielen Seitengassen verschwand, lachte die Frau ein letztes Mal in einem triumphierenden Tonfall. John konnte gut den blanken Hass in den Augen von Knox sehen, er hielt jedoch nicht lange an, denn sie schlossen sich mit einem Schlag und sein Körper sackte schlaff zusammen.


    Unter Schweißbächen trug John seinen Begleiter samt Ausrüstung auf dem Rücken zurück zur Klinik. Die Schusswunde hatte Dust in der Eile nur notdürftig mit einem Stück Stoff versorgen können. Bevor er den schweren Körper auf seine Schultern wuchtete, hatten Knoxs Augen angsteinflößend epileptisch geflackert. Er merkte, wie ein kleines Rinnsal den Arm hinab in seinen Mantelkragen lief. Panisch hämmerte er gegen die Stahltür. ,,Brutus, mach auf!" schrie er durchdringend auf das metallene Rechteck ein. Der Riegel wurde zurückgeschoben und Brutus stand in einer blutverschmiertern Schürze verdaddert auf der Schwelle. ,,Er wurde angeschossen, schnell, du musst ihn notoperieren. Vielleicht hat er einen Schock erlitten, ich bin kein Experte." Die Mine des Docs gewann nach dem kurzen Moment des Erstaunens an Fassung und wurde fester. ,,Lege ihn auf den OP-Tisch, ich bin mit eurem dritten Mann vor 2 Minuten fertig geworden." John machte so schnell er konnte und durch das ganze Adrenalin nahm er sein hämmerndes Herz kaum wahr. Knox sah übel aus, wie er dort im hellen OP Licht lag. Aus seinem Gesicht war jegliche Farbe gewichen und die Augenlider flatterten immer noch. Brutus gab ihm eine kleine Pille, die John nicht einordnen konnte, vielleicht ein schockhemmendes Mittel, nakotisierte ihn und legte eine intravenöse Verbindung zu einem Blutbeutel, auf dem nur "Universalgruppe" gekritzelt war. ,,Soll ich versuchen, den Chip im Zuge der Narkose zu entfernen? Die Wunde ist schnell verschlossen, ein sauberer Durchschuss." Dusts Gesicht legte sich in Falten. ,,Bist du dir sicher, er kommt dann noch durch?" Der Blick des Arztes lockerte sich auf und ein schmales Grinsen huschte über seine Lippen. ,,Bin ich, der Chip ließ sich einfacher entfernen, als zu Anfang gedacht und die Blutung war kaum erwähnenswert gewesen." John betrachtete ihn streng und nickte schließlich. Stumpf und monton fügte er an: "Versau das nicht." Er ließ sich auf einem Stuhl außerhalb des OP-Zimmers nieder und legte seinen Kopf in beide Hände. Von Peaches war keine Spur, Brutus hatte ihn vermutlich in ein anderes Zimmer gebracht und in ein Bett gelegt.

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  • Knox‘ Blick verschwamm. Ihm war schwindelig und klare Gedanken zu fassen schien unmöglich. Er wusste dass er sich bewegte, aber nicht selbst ging. Jeder Schritt von Dust, durchfuhr seinen Körper wie ein Erdbeben. Er murmelte. War sich dessen aber nicht bewusst. „Muss.... ... miese... .... so... will... sie...t...t...“ er bekam nichts mit. Auch nicht als Dust ihn bei Brutus auf die Bare legte. Es war wie ein Traum. Ein schwarzer Traum mit nichts darin ausser Schmerz der von seinem Arm ausströhmte und die Entzugserscheinungen so gut wie überdeckten.


    Wie viel Zeit war vergangen? Benommen öffnete Knox die Augen. Ihm war immernoch schwindlig. Und er fühlte sich High. Vorsichtig wollte er sich aufsetzten, bemerkte aber dass er nur einen Arm zur verfügung hatte. Der linke war in einer Schlinge und als er daran zog, kam er nicht weit. Als er zu sprechen versuchte, fühlte seine Zunge sich schwer an. Am Hals klebte etwas und als er hin griff, fand er dort eine Art Pflaster. Er sah sich um. Vorsichtig schwang er die Beine von dem Bett in dem er lag. Er grinste kurz unkontrolliert, dann konzentrierte er sich aufs aufstehen. Er fixierte die schwankende Tür vor sich. Wollte einen Schritt darauf zu gehen und sein Bein wollte sein Gewicht nicht tragen. Er stolperte gegen die Tür und krachte dagegen. Der Arm in der Schlinge heulte in Form von Schmerzen auf. Als wolle er sich gegen diese unsanfte Behandlung rächen. Knox starrte den Arm leer an, dann den Türgriff. Er hielt sich mit der Hand am Knauf fest und drückte sich nach oben. „Wass sis d‘nn losss...?“ lallte er und jemand versuchte die Tür von der anderen Seite zu öffnen. Vorsichtig öffnete sie sich einen Spalt, bis sie gegen Knox‘ Füsse stiess. „Knox? Bist du Okay?“ fragte jemand und er kannte die Stimme. Nur hatte er den Namen vergessen. „Hem... Tür sis sim Weg...“ stellte Knox fest und wusste nicht wie er das ändern soll. „Lass mich rein.“ klang es von draussen. Knox starrte seine Hand am Griff an, dann seine Füsse. Irgendwie schaffte er es zurück zu treten, auch wenn er die Entfernung überschätze und hinter sich gegen einen Tisch mit Rädern stiess. Als er sich daran festhalten wollte, stiess er ihn einige Zentimeter weit und knallte ihn gegen die Wand. Das Besteck was daeauf lag, schäpperte laut auf dem Metall. Knox sah zu Boden und wartete darauf, dass die Welt zu schwanken aufhörte. Wie ein stockbesoffener hing er da, an den Tisch gelehnt und hob erst den Kopf als jemand vor ihm stand. Hinter der Person sahen zwei weitere Männer in das Raum innere. Wieder grinste Knox und wusste nicht warum. „Wer bis‘n du...?“ fragte er den Mann vor sich, der mit wirren abstehenden Haaren nach ihm griff um ihn zu stützen. Mit kindlicher Begeisterung beobachtete Knox die wippenden Haarsträhnen des Arztes, bis er wieder auf dem Bett sass. Dort lies er den Kopf wieder hängen. „Nachwirkungen der Narkose.“ meinte der Typ mit den wirren Haaren zu den Männern vor der Tür. Knox Blick stabilisierte sich wieder und er erkannte den Arm in der Schlinge. Neugierig griff er mit der anderen Hand danach und bereute es sofort. Er verzog das Gesicht kurz. „Was sum...“ „Wann ist er wieder auf den Beinen?“ fragte jemand. Der Arzt antwortete. „Scheint etwas früh aufgewacht zu sein... könnte an dem früheren Drogenmissbrauch liegen. Das wird noch eine Weile dauern.“ Peaches nickte und etrachtete Knox. Dann griff er in die Tasche und holte die beiden Sender heraus. „Und die funktionieren ganz sicher noch?“ Der Arzt zuckte zu Peaches missfallen die Achseln. Dann wandte er sich ab, warf seinen auf den Boden und trat darauf. Gleich darauf schritt er zu Knox und steckte ihm den anderen in die Tasche. An Dust gewandt sagte er: „So ich bin tot. Knox hat seinen Auftrag erledigt.“ Nach kurzem zögern nickte Dust. Peaches, der sich vollständig erholt hatte trat aus dem Zimmer. „Besprechen wir unser weiteres vorgehen.“ Es war ein ganzer Tag verstrichen, bis Peaches wieder auf den Beinen gewesen war nach der OP und er wollte nicht einen weiteren Tag abwarten bis Knox soweit war. Er setzte sich mit Dust an einen Tisch und zündete sich eine Zigarette an. „Meine Leute müssten jetzt längts mit der Karawane unterweg zu dem Waffenlager sein. Sie werden dort die Waffen austauschen.“ „Austauschen?“ Peaches zog an der Zigarette und nickte. „Es gibt hier in der Nähe ein paar blitzgescheite Kerle, eine Art Elite Wissenschaftler. Die basteln an Waffen die keine Menschen verletzten können.“ Als Dust darauf hin die Stirn runzelte, winkte Peaches ab. „Frag mich nicht. Jedenfalls schulden die uns was, dafür das wir einen von ihnen nicht getötet haben, der auf der Abschussiste des Aufseher gestanden hat. Wie auch immer. Wir tauschen die Waffen für die Supersoldaten die in Vault 51 geschaffen werden aus, gegen die Waffen dieser Wissenschaftler.“ „Wäre es nicht einfacher die Waffen einfach zu stehlen?“ „Dann wird er sich einfach neue beschaffen und eben etwas später angreifen. So ahnt der Aufseher nichts und wird wie geplant auf New Vegas los marschieren. Nur mit dem Unterschied, dass sie Knarren nicht funktionieten. So zumindest der Plan.“ Dust nickt und Peaches fährt fort. „Ich hab einen meiner Leute zur RNK geschickt und hoffe das er sie dort warnen kann und vielleicht schafft er es dort einen ihrer Wagen zu entwenden. Damit fahren wir zur Vault und befreien Knox‘ Bruder und meine Frau während der Krieg hier im gange ist. Ich schätze zu dem Zeitpunkt wird die Vault nicht mehr so voll sein und wir treffen nur noch auf einige Wachen und Wissenschaftler.“ Peaches hält ihne um zu überlegen. „Der Wagen wird ausserhalb von New Vegas auf uns warten. Wir müssen nur noch für genug Munition, vielleicht Granaten und Werkzeuge sorgen damit wir in der Vault für Verwirrung sorgen können wärend wir die Beiden da raus holen. Und wir töten wir den Aufseher.“ entschlossen sah Peaches seinem Gegenüber ins Gesicht. „Ich weiss nicht wann er den Angriff startet. In ein paar Tagen vielleicht. Das wird reichen um uns auszurüsten und zur Vault zu fahren. Bist du immernoch dabei?“


    Knox lag wieder auf dem Bett und beobachtete die Fliesen an der Decke. Sie spielten fangen, jagten sich hin und her. Schliesslich schlief er davon ein. Nicht wissend, dass Peaches und Dust ihn hier zurück gelassen hatten um Muntition, verschiedene Granaten, Einbruchswerkzeuge und weiter Dinge beschafften um in die Vault zu gelangen.

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  • Als Knox durch das Zimmer taumelte, war Dust einerseits froh, dass er die OP scheinbar ohne Schäden überstanden hatte. Andererseits schwankte er in diesem benommenem Zustand schrecklich hin und her und ging fast zu Boden. Ihm wurde klar, dass Knox mindestens 3 Tage zur Genesung benötigte, mit guten Medikamenten und einer Portion Glück, würde er dann wieder einigermaßen fit sein. Als Peaches seinen Plan erzählte, hörte John genau zu. Es kam ihm alles soweit schlüssig vor und er war froh, dass sie aller Voraussicht nach ein motorisiertes Fortbewegungsmittel zur Verfügung hatten. Sie brachen mitten in der Nacht auf, Knox schlief und es war laut Peaches ein längerer Weg. Im Laufe des Gesprächs hatten sich herauskristrallisiert, dass Peaches vor längerer Zeit ein Versteck gefüllt mit Ausrüstung angelegt hatte, passend auf den aktuellen Auftrag zugeschnitten. Peaches schien sich in Nord-Vegas gut auszukennen. Zielsicher führte er John in den Schatten verborgen hinter sich her, immer weiter, durch das zertrümmerte Siedlungsgebiet. Ohne Peaches wäre ich zu dieser Zeit ziemlich aufgeschmissen gewesen.. Dachte Dust bei sich, als sie das Eingangstor hinter sich gelassen hatten und die weite Wüste sich vor ihnen wie ein dunkler, sandiger Teppich ausbreitete. Das Duo marschierte lange durch die endlosen Weiten. Nach Dusts innerer Uhr mussten es 3 oder 4 Stunden gewesen sein. Die Umgebung hatte bis auf ein paar Kakteen und Geheul in der Ferne nicht viel zu bieten, es war eine monotone aber angenehme Wanderung. Der alte Mann konnte endlich seine Gedanken sammeln und sortieren. Die abgekühlte Luft strömte angenehm durch seine Lungen. Peaches war schweigsam, er wusste nicht recht, wie er diesen Fakt deuten sollte, dafür kannte er seinen Führer einfach viel zu schlecht. Einzig seine Oberbekleidung machte ihn etwas misstrauisch. Peaches trug eine Art Gefängnisoberteil, genäht aus grobem Jeansstoff. Irgendwo hatte Dust schon einmal ähnliche Kleidungsstücke gesehen, war es bei der alten Vollzugsanstalt südwestlich von ihnen gewesen? Er konnte sich nicht genau erinnern. Nun breitete sich vor ihnen dichteres Gestrüpp aus. Peaches verlangsamte seine Schritte. Dünne Äste schlugen gegen ihre Hosenbeine und raschelten in dieser verlassenen Umgebung unnatürlich laut. Der Blick des Mannes vor ihm schweife suchend über den dicht bewachsenen Boden. Für John war es ein kleines Wunder, dass er scheinbar die grobe Stelle wiedergefunden hatte, bei der er die Ausrüstung verscharrt hatte. ,,Nur noch ein kleines Stück, es müsste hier ein auffällig großer Felsen liegen, halt deine Augen offen." Die Augen offen halten, du bist gut.. Im sehr spärlichen Licht der einsetzenden Morgendämmerung konnte man auf dem bewachsenen Boden kaum etwas erkennen.


    ,,Verdammt" keuchte John, als er mit einem seiner Stiefel gegen etwas Hartes auf dem Boden stieß. ,,Ich denke, ich habe deinen tollen Platz gefunden, Scheiße.." Peaches grinste ihn nur frech an. ,,Gut gemacht." Die kleine Grabung war nicht sonderlich anstrengend, der lockere Wüstenboden ließ sich problemlos mit den bloßen Händen umgraben. Lediglich die im Sand möglicherweise verborgenen Skorpione bereiteten John Dust ein wenig Sorgen. Nach kaum 5 Minuten stießen ihre Hände auf Kunststoff. Fingernägel schabten über die Kiste im Boden. Als das Behältniss, das John nun als ältere Militärkiste ausmachen konnte auf ebenem Boden stand, stämmten beide die Arme in die Hüften. Möglicherweise RNK Equiptment dachte Dust bei sich. ,,Nur zu, riskiere einen Blick." wies Peaches ihn an. ,,Ich habe sie extra nicht verschlossen, hier hätte sie niemand gefunden." Vorsichtig öffnete er die Klappe des Behältnisses. Sauber aufgereit lagen vier 10mm Maschinenpistolen mit kurzen Schalldämpfern und einem erweitertem Magazin in einer Art Schaumstoffaussparung. Dust griff sich eine und schaute in die Kammer der Waffe. ,,Hübsch was? Sind zwar nicht mehr die Neusten, aber grundsolide und mit Anbauteilen, wie dir sicher nicht entgangen ist. Hast du eine Ahnung, wie schwierig es ist, diese verdammten Schalldämpfer aufzutreiben? Und dann auch noch vier davon.." Peaches winkte ab. Dust grub etwas tiefer und stieß auf einige Granaten, die in Gruppen zusammengeklebt in der Kiste lagen. Neben Zusatzmagazinen für die Maschinenpistolen befand sich lediglich ein langes Seil aus Kunstfasern im Behältniss. Die beiden rafften alles zusammen und verstauten den Fund in ihren Rucksäcken. Kurz bevor sie den Rückweg antraten, drückte Peaches ein wenig auf dem Gerät an seinem Arm herum. ,,Perfekt, mein Kontakt konnte einen Militärlastwagen auftreiben und wird uns in 2 Tagen außerhalb von Nordvegas abholen. Die RNKler sind wohl auch in erhöhter Alarmbereitschaft." Er rieb sich die Hände. John nickte zufrieden und sie traten die Reise zurück in die Klinik an. Dort angekommen luden sie erschöpft vom Schleppen ihre Beute ab und schliefen sich gründlich aus. Als Dust wieder erwachte, fiel dämmeriges Licht durch ein vergittertes Fenster. Die Szene erinnerte ihn an die Grabung in der Wüste zuvor. Habe ich etwa 20 Stunden durchgeschlafen? Etwas verwirrt rappelte er sich auf, schlenderte aus dem Schlafraum und sah, dass Peaches zusammen mit Knox an einem Tisch saß, zwei kaffegefüllte Porzellantassen standen ruhend vor ihnen.

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  • Als Knox zum zweiten Mal aufwachte, fühlte er sich im kompletten Gegenteil zum ersten Mal. Alles tat weh. Sein Arm pochte. Sein Kopf explodierte. Und er hatte das Gefühl seine Augen würden aus seinen Höhlen fallen wenn er die Lider hob. Blinzelnd und mit angestrengtem Gesichtsausdruck setzte er sich trozdem auf. Hielt die gesunde Hand an die Stirn, rieb damit über das Gesicht und Haare. Eine Weile verharrte er so. Gekrümmt sitzend, ein Bein in einem unvollständigen Schneidersitz, die Augen geschlossen. Aus dem Raum neben an hörte er Stimmen und ein Poltern und er hob den Kopf. Vorsichtig stand er auf und schlurfte zur Tür.

    Peaches und der Arzt, stellten ein Möbel um. Von Dust keine Spur. Knox beobachtete in der Tür gelehnt den Arzt wie er sich hinter ein niedriges Regal bäugte, die Füsse in der Luft. Sein Oberkörper verschwand vollständig zwischen Wand und Regal. Peaches hielt das Möbelstück fest und schaute zu. Als er aufsah, bemerkte er Knox und lächelte. „Gut dich auf den Beinen zu sehen, mann. Alles klar?“ Der Arzt fand wohl was er gesucht hatte und kletterte rückwerts zurück auf die Füsse. In der Hand hielt er etwas was Knox nicht erkennen konnte. Brutus staubte es ab und steckte es in den Kittel. Dann schoben sie das Ragal wieder an die Wand. Der Arzt bedankte sich bei Peaches und widmete sich anderen Dingen. Peaches winkte Knox zu sich und setzte sich an den Tisch. Wortlos setzte Knox sich in Bewegung und liess sich Peaches gegenüber nieder. Peaches schenkte Kaffee aus einer verbäulten Kann in zwei Becher und schob einen Knox entgegen. Knox wusste nicht mehr dass er dieses Gebräu nicht ausstehen konnte, aber spätestens nach dem ersten Nippen war ihm das klar. Er schob die Porzelantasse etwas von sich und wirkte ausgelaugt und müde. Peaches fragte ihn nach seinem befinden und den üblichen Smalltalk auf den Knox höchstens mit einsilbigen Wörten antwortete. Auch als Peaches ihm von den hergebrachten Waffen und dem weiteren Plan erzählte nickte er nur stumm. Dann schwiegen sie eine weile. Peaches betrachtete seinen Freund mitfühlend und nach einigen Minuten mit sich ringend griff er in die Tasche und schob Knox einen Jetinhalator zu. Knox hob nun zum ersten Mal den Kopf und sah Peaches an. Er wusste nicht was er tun oder sagen sollte? Danke? „Ich bin ehrlich zu dir, Bruder.“ sagte er, dieser scheinbar Fremde, zu Knox‘ erstaunen. „Du bist in deinem Zustand nicht zu gebrauchen.“ Diese Worte versetzten Knox einen Stich und er wusste nicht warum. Stumm sah er Peaches an. „Auch wenn du dich nicht erinnerst. Wir haben viel durchgemacht. Du hast mir das Leben gerettet. Und ich dir deins. Und vor der Tür steht nun ein Krieg.“ Peaches sprach mit gewählten Worten und bestimmter Stimme. „Wir haben eine Mission. Und wenn wir unsere Leute lebendig aus der Vault holen wollen, dürfen wir keine Fehler machen.“ Er betrachtete das Jet, dann Knox. „Du hast die Wahl. Entweder du kommst wieder auf Touren, was auch immer nötig dafür ist.... oder du versuchst clean zu werden mit Hilfe des Docs.“ Knox schwieg. „Entscheidest du dich für zweiters...“ Peaches griff nach der Tasse und umfasste sie. „Bleibst du hier. Dann werden Dust und ich das Ding ohne dich durchziehen.“ Knox schwieg noch immer. Verarbeitete das Ganze mit schmerzdurchzogenen Gedanken. „Es ist nicht die beste Lösung.“ sagte Peaches und sein Blick heftete sich auf die Droge. „Aber ohne wirst dus nicht schaffen deinen Bruder dort rauszuholen. Oder das Serum welches dir deine Erinnerungen zurück gibt.“ Schweigen. „So sehr ich, und sicher auch Quinn, deine Schwester Jenny, und deine Brüder wollten dass du dein Leben in den Griff kriegst ohne das Zeug... ist jetzt, für diese Mission nicht der Zeitpunkt das anzugehen. Aber es ist deine Entscheidung.“ Nun sah Peaches ihn wieder an und erwartete das Knox etwas sagte. Dieser wirkte überwältigt. Einen Bruder retten den er nicht mal kannte? Dafür sein Leben aufs Spiel setzten? Das hörte sich unsinnig an. Andererseits waren die Schmerzen ohne das Zeug so unbeschreiblich grauenerregend. Und das Serum.... er würde sich an besagten Bruder vielleicht erinnern können. Und was wenn er hier bliebe, Peaches ihm das Serum mitbrächte, er sich erinnern könnte und dann damit Leben müsste nicht geholfen zu haben seinen Bruder zu befreien? Peaches erwartete eine Entscheidung. Leicht unsicher griff Knox nach dem Jet. Und hatte damit seine Entscheidung gefällt. Peaches nickte und kurze Zeit später betrat John Dust den Raum.



    Einige Stunden später rafften sie ihre Ausrüstung zusammen und machten sich auf den Weg zu Kirk der mit dem RNK Wagen auf sie wartete. Knox, ungewohnt still, folgte den Männern. Er hatte sich nach dem Gespräch mit Peaches in das Zimmer verzogen und sich auf das Bett gesetzt. Eine Weile hatte er den Inhalator betrachtet und sich sogar vor der Wirkung gefürchtet. Es sollte dafür sorgen dass es ihm besser ging. Andererseits war es eine stark abhängig machende Droge. Aber wie es aussah hatte er sich das Zeug haufenweise reingejagt bevor er die Erinnerungen verloren hatte. Und das, obwohl er gewusst hatte, dass es nicht gut für ihn war. Und spätestens, nach dem er rücklinks auf dem Bett lag, die Beine über der Kante baumelnd, die Arme ausgestreckt, die Zimmerdecke betrachtend, wusste er warum. Mit einem zu tiefst zufriedenen Gesichtsaudruck hatte er hinauf gestarrt als würde dort ein Film laufen. Er hatte bemerkt wir sein Körper sich entspannte, und der Schmerz einfach so, von Sekunde zu Sekunde schwächer wurde. Und es hatte nicht lange gedauert, bis ihm bewusst wurde, dass er mehr davon wollte.


    Nun ging er hinter Peaches und Dust her, nicht ganz erfassend was auf sie zu kam. Peaches war sich dessen allerdings mehr als bewusst. Aber entschlossen genug, die Sache durchzuziehen. Sein Sohn sollte nicht ohne Mutter aufwachsen.

    Kirk! Nettes Ding.“ sagte Peaches und ging auf den älteren Kerl zu der aus dem Fahrzeug sprang. Er hatte es neben einer heruntergekommenen Hauswand platziert, damit es nicht für jeden gleich ersichtlich ist. Er schlug mit Peaches ein und begrüsste die beiden anderen. „Also, wann beginnt die Action?“ fragte Kirk und rieb sich die Hände. Peaches schüttelte den Kopf. „Du verziehst dich.“ „Was? Aber Peaches ich...“ „Ich meins Ernst.“ Peaches ging zu Knox und liess sich den Sender überreichen. Dann wandte er sich wieder Kirk zu. Er drückte ihm den Sender in die Hand. „Die Idee kam mir vorhin. Du spielst jetzt Knox. Lauf herum und sie zu dass du weder zur Basis noch nach New Vegas zu steuerst. Foster soll denken er wandert allein durch die Gegend.“ Missmutig starrte Kirk den Sender an, dann steckte er ihn in die Tasche. „Du bist der Boss.“ murmelte er. „Schlüssel.“ sagte Peaches und streckte die Hand aus. Kirk überreichte sie ihm. Er half den dreien die Ausrüstung hinten im Wagen zu verfrachten, dann machte er sich auf den Weg. „Und Kirk!“ rief Peaches. Dieser drehte sich um. Als Peaches auf ihn Zeigte sah er an sich herab. „Sieh zu dass du die Sachen los wirst. Die RNK steht bald ganz oben auf der Abschussliste.“ Kirk nickte dann joggte er davon.

    Nachdem sie alles verstaut hatten, drehte Peaches sich zu seinen Begleitern um und stämmte die Hände in die Hüfte. „Seid ihr bereit?“ Knox und Dust sahen sich an und nickten. „Auf gehts.“ antwortete Peaches und stieg auf der Fahrsrseite ein. Dust und Knox zwängten sich auf den Doppelsitz vorn. Das innere muffte nach 100 Jahre altem Stoff und Leder. Bevor Peaches los fuhr, überprüfte er den Pipboy.



    Hat ja lange genug gedauert. Aber wie ich erfahren habe ist Peaches tot. Gut gemacht. Ich will, das du einen Kontaktmann in Freeside triffst. Alles weitere erklärt er dir. Denk an deinen Bruder, sonst...“


    Im Angang der Nachricht befand sich ein grobkörniges Bild eines Mannes. „Was ist? Fahren wir jetz oder nich?“ fragte Knox, dem es jetzt schon unbequem wurde auf dem Sitzt. Peaches las die Nachricht und sah auf. Er behielt sie für sich. Es war nicht mehr wichtig, ob Knox nach Victors Pfeife tanzte oder nicht. Gerne hätte er Kirk mit dem Sender zu dem Treffpunkt geschickt um noch ein wenig mehr Zeit zu schinden. Aber dieser war schon weg und Knox‘ Bruder musste nun eben einfach durchhalten. Und wahrscheinlich war es sicherer für Kirk sich aus der Kriegszone rauszuhalten. Peaches hoffte nur, dass Rene noch lebte. Jetzt da Foster glaubte dass Peaches tot war, hatte er im Grunde keine Verwendung mehr für sie. Mit Besorgtem aber entschlossenen Gesichtsausdruck, startete Peaches den Wagen und fuhr San Quentin entgegen.



    >>externe Karte 2281>>

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    Die Grenzen setzt nur Deine Fantasie!

  • >>>> kommt von Mojave Wüste >>>>


    Es schienen Jahre vergangen zu sein seit die RNK bei Freeside knapp einer Katastrophe entronnen war. Die Verluste waren enorm gewesen und noch immer hatte sich die Truppe davon noch nicht gänzlich erholt. Natürlich waren umgehend Rekruten aus Kalifornien nach New Vegas gesendet worden, doch waren die noch grüner hinter den Ohren als die Männer und Frauen die bei Freeside gefallen waren. Monate hatte Phil der Armee bei der Ausbildung der neuen Soldaten geholfen, hatte sein Möglichstes dafür getan, dass diese Frauen und Männer besser auf das vorbereitet waren was sie in Nevada erwartete als ihre Vorgänger. Dabei hatte in Wade unterstützt und dabei sein Faible für das Schmieden neuer Soldaten entdeckt. Er war in Camp Golf geblieben und widmete sich dieser Aufgabe. Harris wiederum wurde direkt nach der Schlacht zusammen mit dem Avenger-Geschütz vom Militärgeheimdienst nach Camp Navarro gebracht. Hier sollte er zusammen mit Technikern des Geheimdienstes die Waffe analysieren.


    Ein Ruf reißt Phil aus seinen Gedanken: „Verpiss dich RNK!“ Schnell entdeckt Phil den Rufenden zwischen einigen Passanten. Als sich die Blicke der Männer treffen macht sich der Unbekannte schnell davon. Phil muss grinsen, der Mut der Leute hier konnte selten mit ihrer Abneigung zu Dingen mithalten. „Sind wir bald fertig hier?“ fragt er ohne sich umzudrehen und die angesprochene anzusehen. „Es dauert so lange wie es eben dauert…“ gibt die blonde Frau zurück während sie einem Jungen eine Spritze gibt und dann der Mutter ein Päckchen mit Tabletten in die Hand drückt. „Damit sollte die Verstrahlung schnell abklingen.“ Sagt sie zu der Frau. An den Jungen gewandt sagt sie „und du hältst dich von Wasser fern das im Dunkeln glimmt!“ der Junge nickt eingeschüchtert und folgt seiner Mutter in eine der Ruinen die für so viele hier das Zuhause sind. „Ich denke das war es für heute.“ Seufzt die Blondine und packt ihre Tasche zusammen. Zum x-ten Mal heute zieht sie die Armbinde mit dem Zeichen der Follower wieder nach oben. Phil ist sich nicht sicher ob sie damit das Vertrauen der Leute gewinnen oder verdeutlichen will, dass sie nicht zur RNK gehört. Zumindest bei Crandon und Jules schienen beide Absichten gut zu funktionieren. Die drei hatten sich blendend unterhalten und die Anwesenheit von Phil konsequent ignoriert. Ihm war es egal. Das hier war der Job: „Zeigen sie Präsenz!“ hatte der Befehl von Colonel Hsu gelautet. Diese dämlichen Sesselfurzer hatten ja keine Ahnung… Für die Leute hier war die RNK eine Art Besatzer und das letzte was ihr Vertrauen stärken würde war die Präsenz von bewaffneten RNK-Kräften. Aber Befehl war Befehl. Und so fuhr er Ärzte und Sanitäter der Follower in die Außenbezirke von New Vegas und achtete darauf das diese nicht ausgeraubt oder ermordet wurden.

    Erleichtert, dass für heute Schluss ist und er endlich aus diesem Slum heraus kommt stößt sich Phil vom Humvee ab, an dem er die letzte halbe Stunde gelehnt hatte. Bevor er die Fahrertür jedoch öffnen kann zerreißt ein ohrenbetäubender Knall die Ruhe zwischen den Ruinen. Eine Staubwolke rollt wie eine Lawine durch die Ruinen und quillt aus den zerstörten Fenstern. Kleine Steine regnen auf den Platz herab und irgendwo ruft jemand „Unholde!!!“ Schnell greif Phil seinen Karabiner und geht an einer der Ruinen in Deckung. Durch den langsam herabsinkenden Staub kann er ein großes Loch in der Mauer entdecken, die die Slums vom Schrecken des Ödlandes trennt. Heruntergekommen Gestalten torkeln benommen zwischen den Ruinen umher, kaum zu erkennen ob es Bewohner sind oder Unholde auf Drogen. Doch dann wurde eine der Gestalten zu Boden gerissen und einen Sekundenbruchteil später hört Phil den gedämpften Schuss einer Schrotflinte durch den Staub hallen. Er deutet der Ärztin dass sie in Deckung hinter dem Humvee bleiben soll als weitere Schüsse fallen. Das irre Geschrei der Raider wurde lauter, genau wie die panischen Schreie der Bewohner. Phil feuert auf die Bresche in der Mauer und schaltet einen der Unholde mit einem Treffer in den Hals aus. Der Kerl bricht zusammen und bleibt in der Bresche liegen. Zwei der folgenden Unholde stolpern über ihren Kumpanen und stürzen in den Schutt. Fluchend versuchen sie aufzustehen als eine Salve die beiden niedermäht. Phil sucht den Schützen und entdeckt Jules im oberen Stock einer der Ruinen auf die Angreifer feuern. „Endlich ein wenig Mut in diesem Loch“ murmelt er und läuft geduckt los. Der Staub wabert noch immer durch die Luft und erschwert die Sicht. Vor sich entdeckt Phil zwei Unholde die eine Frau aus einer der Ruinen zerren. Sie wehrt sich verzweifelt während die beiden Raider irre lachen. Phil legt an doch da reisst einer der beiden die Frau hoch und bringt sie so in die Schussbahn. Innerlich fluchend senkt Phil die Waffe und blickt sich nach einer besseren Position um. Geduckt schlüpft er in eine Ruine und klettert durch ein Loch in der Wand um so in den Rücken der beiden Raider zu gelangen. In den wenigen Augenblicken die er hierfür gebraucht hat haben die beiden der Frau die ihr Oberteil aufgerissen und glotzen nun irre lachend und geifernd auf die nackten Brüste ihres wimmernden Opfers. Phil legt sich den Tragegurt des Karabiners um und lässt ihn los. Dann zieht er das Kampfmesser und schleicht an die beiden Raider heran. Bevor die beiden wissen wie ihnen geschieht hat er dem Ersten die Klinge bis zum Schaft in den Hinterkopf gerammt. Der andere hatte indes das dümmste getan was man in einem Kampf tun konnte: mit einer Hand hielt er seine offene Hose während die andere gerade sein „Werkzeug“ hervorholen wollte. Dümmlich sah er seinen Kumpel an wie der zu Boden sackte „Was…“ bringt er noch hervor bevor Phil ihm die Klinge in den Hals stößt. Die Frau schreit blind vor Panik und stemmt den toten Raider von sich. Phil packt ihre Hand und zieht sie hoch. Bevor sie irgendwie reagieren kann deutet er in Richtung des kleinen, alten Spielplatzes im Zentrum der Siedlung. Panisch rennt die Frau los. Phil steckt das Messer weg und greift sich wieder den Karabiner als aus Richtung der Bresche der Knall einer weiterer, kleineren, Explosion erschallt. Sofort rennt er los, die Waffe im Anschlag. Er sprintet um eine Ecke und kann sich gerade noch so in den Schutt fallen lassen als neben ihm Projektile in der Wand einschlagen „Was soll der Scheiss…“ brüllt er Crandon an der nun endlich das Feuer einstellt. „Hab dich für nen Unhold gehalten…“ antwortet Crandon ohne die geringste Reue in der Stimme. Fluchend rappelt Phil sich auf und macht sich bereit wieder auf die Bresche zu feuern. „Kannst du dir sparen. Die sind Hackfleisch…“ brummt der Anführer der Siedlung während er sein Gewehr schultert. „Jules!“ ruf er „Besorg ein paar Mann zum Aufräume und werft die Kadaver dieser Penner aus meiner Siedlung bevor ihr das Loch zu macht!“ Ohne einen Dank für Phils Hilfe trottet er davon.

    Zähneknirschend kehrt Phil zum Humvee zurück. Als er dort die Ärztin nicht entdeckt blickt er sich suchend um und entdeckt sie auf dem kleinen Spielplatz bei der Versorgung der Verwundeten. Phil öffnet die Fahrertür und lässt sich ächzend in den Sitz fallen. Dann greift er nach dem Funkgerät „McCarran kommen, hier Ranger Echo-Blue, Feindkontakt North Vegas Square, Feind eliminiert, Verletzte und getötete Zivilisten, keine eigenen Verluste. Der Follower-Doc könnte aber Hilfe gebrauchen…“ Sekunden später knackt es im Lautsprecher als die Antwort kommt. „Hier McCarran, ist so verstanden, Hilfe sollte innerhalb der nächsten 48 Stunden eintreffen. Over and Out“ Kopfschüttelnd legt Phil seine Waffe auf die Rückbank, dabei fällt ihm eine Tasche auf, die unter der Rückbank hervorlugt. Er steigt aus, öffnet die Tür des Fonds und kramt die Tasche hervor. Ein Blick hinein und er erinnert sich: Knox, das Arschloch, hatte sie damals bei ihm gelassen. Schnell macht er das Ding wieder zu, er will gar nicht wissen was der Kerl so bei sich getragen hatte. Ohnehin schlecht gelaunt pfeffert Phil die Tasche wieder unter die Rückbank. Er würde sie bei Gelegenheit zu Quinn bringen soll die sich doch mit den Hinterlassenschaften dieses Mistkerls herumschlagen. Dann greift er nach dem Erste-Hilfe-Koffer und machte sich auf um dem Follower-Doc zur Hand zu gehen.

  • Die Bewohner des Nord Vegas Slums hatten Glück im Unglück. Nur zwei Siedler wurden bei dem Angriff getötet: Zwei Ältere Männer die sich zum Zeitpunkt der Detonation an der Mauer aufgehalten hatten. EIner von ihnen wurde sofort von der Explosion getötet, dem anderen haben die Raider aus nächster Nähe mit einer Schrotflinte in die Brust geschossen. Die anderen Siedler kamen mit relativ leichten Blesuren davon. Mehrere Platzwunden, ein Knochenbruch und zwei Schnittverletzungen hat die Ärztin der Follower zu behandeln. Währedn sie dies tut kümert sich Phil um die Kinder der Bewohner. Keines wurde ernsthaft verletzt bei dem Angriff, nur der Schreck sass bei allen tief und die meisten fühlten sich im Moment wohl nicht sicher in ihrem Zuhause. Phil hat die ganze Bande um sich geschart und ihnen eine Packung Sugar-Bombs angeboten. Nun hörten die Kids ein Holotape mit einer Folge von Jangles dem Mondaffen, eine Kinderserie aus der Zeit vor dem großen Krieg, dass Phil einem Händler in Shady Sands für eine ganze Menge RNK$ abgekauft hatte. Während der PipBoy2000 in Phils Humvee das Hörpiel abspielt sitzen die Kinder vor der geöffneten Beifahrerseite und mampfen die Sugar-Bombs und lauschen. Keiner der Knirpse kennt Holotapes... und so hört man außer den Stimmen aus den Lautsprechern und dem Kauen der Kleinen keinen Ton. Phil unterdessen entgehen die Blicke der erwachsenen Bewohner nicht. Besonders Crandon scheint es nicht zu gefallen, dass die Kinder einen so positiven EIndruck von der verhassten RNK bekommen.

    Ob nun der Kinder wegen oder um nicht den nächsten Konflikt vom Zaun zu brechen belassen es die Erwachsenen Bewohner bei bösen Blicken. Phil atmet durch, und blickt sich um. An den Fenstern des Greys stehen einige Neugierige Siedler und beobachten wie Jules und seine Leute die toten Raider durch das Loch in der Mauer werfen und es dann mit Schutt und Eisenplatten so gut es eben geht wieder verschließen. Keiner der Bewohner des großen Gebäudes hatte bei der Verteidung auch nur einen Finger krumm gemacht oder sich um die verwundeten und verängstigten Nachbarn gekümmert. Phil spuckt in den Dreck...

  • >>> Kommen von Mojave Wüste >>>>


    Jenny lässt sich nicht aufhalten. Doch Knox kann ihr nicht unbewaffnet hinterher. Nicht nach Nord Vegas wo der ganze Abschaum wohnt. Welch Ironie denkt er wenig belustigt und macht eilig einen Abstecher zu seinem Haus, wo er die Schaufel auf den Boden fallen lässt, die AK und den Rucksack schnappt und schnell versucht Jenny einzuholen. Auf dem Weg stolpert er an Creed vorbei, wimmelt ihn jedoch sofort mit einem hastigen "Keine Zeit, später." ab und hastet weiter. Creed versucht ihn aufzuhalten, sein Anliegen scheint wichtig zu sein, klingt bei Knox jedoch nicht an und er schüttelt den Raider gedankenlos ab.

    Deutlich schneller ausser Atem als er sein sollte, sieht er weiter vorne noch die kleine dunkelhaarige Gestalt wandern, die seine Schwester ist. Es dauert nicht mehr lange und sie erreicht das Tor zu Nord Vegas. Nochmal zusammen reissen und Gas geben. Sein Rucksack klimpert und klackert laut, er weiss nicht genau was alles drin ist, aber er ist besser als der alte mit dem Loch, weil er daran die Waffe schnell und sicher befestigen kann und ohne Umstände dran kommt ohne den Rucksack ablegen zu müssen. Der Sand der knapp über dem Boden mit dem Wind durch die Gegend getragen wird, sticht ihm in die Beine, da die Knielangen Baumwollshorts, die nicht mal mehr als Vintage verkauft werden könnten, seine Waden und Schienbeine nicht schützen. Sein T-Shirt ist mittlerweile schwarz und wohl das neuste Kleidungsstück an seinem ganzen Körper. Da kann nicht mal die Unterhose mithalten, weil er mit wirklich viel Glück, der Erste war, der bei Mick das seltene fast neue Stück ergattern konnte. Irgend ein bereits verblassender Aufdruck von einem grünhaarigen Typen mit Clown Schminke, als hätte man ihm die Mundwinkel aufgeschlitzt, im Gesicht und den Worten; 'Lächle, du kannst sie nicht alle töten' prangt darauf und Knox musste über den Vorkriegshumor grinsen. Challenge accepted... hatte er gedacht.


    Er erreicht das Tor welches Jenny bereits durchquert hat und fährt sich, bevor er eintritt über den Kopf. Um die hellbraunen, fast blonden Haare kümmert sich Jenny regelmässig, weil ihr das scheinbar spass macht. Jetzt sieht der Sidecut auch wieder wie eine Frisur aus und weniger wie eine ungesunde Mischung aus Teppichfransen und einer überfahrenen Ratte. Es macht ihn älter, was er zweifellos durch das bisher erlebte auch geworden ist. Genau wie Jenny und trotzdem kann er sie nicht allein nach Nord Vegas lassen. Er vermisst manchmal die Zeit, wo er sich um nichts hatte Sorgen machen müssen. Einfach ein Tag nach dem anderen und nichts zu verlieren. Das hat er wirklich zu wenig wertgeschätzt.
    Die mit zwei Federn zugespannte Tür, zieht sich hinter ihm scheppernd wieder in den Rahmen, nach dem er hindurch getreten ist. Ihm steigt sofort der beissende Geruch von Schiesspulver, Schwefel, Metall und verbranntem Holz in die Nase. Die Rauchschwaden bestätigen seinen Augen was die Nase schon vor der Tür schwach wahrgenommen hat. Die RNK ist vor Ort, stellt er trocken fest. Er geht schon lang nicht mehr davon aus, dass er gesucht wird um ihn wieder einzusperren so wie es die Bürokraten für richtig halten. Wohl das einzig gute was Victor Foster bewirkt hat. Sein Blick schweift weiter, nach Jenny Ausschau haltend, doch im ersten Moment kann er sie nicht ausmachen. Aber der Haufen Kinder, der dort am Boden alle in eine Richtung hocken und gebannt noch oben schauen irritieren ihn für einen Moment. Er folgt ihrem Blick und endlich fällt ihm der Hummer auf. DER Hummer. Der einzige funktionierende Hummer in der ganzen verdammten Mojave. Oder? Knox erinnert sich gut und seinem ersten Impuls nachgebend hält er nach einem ihm bekannten Ranger Ausschau. Es gibt ihn also noch. Phil. Bei ihrer letzten Begegnung hatte Knox eine unmittelbare Faust der Entschlossenheit in die Fresse kassiert. Knox hatte das kommentarlos hingenommen, weil er der Meinung war sie verdient zu haben. Aber das ist alles was von dem Zusammentreffen übrig war, er kann nicht sagen wie Phil ihm gesinnt ist. Knox geht davon aus, dass sich nichts weiter geändert hat.


    Ganz nach dem Grundsatz auf seinem Shirt tut er einige Schritte. Wo ist Jenny hin? Zwischen den vielen leidenden Menschen, die ihm die Sicht nehmen, hat sie gut untertauchen können. Er versucht sich daran zu erinnern wo Freedoms Zimmer gewesen ist. Damals, vor gefühlt fünfzig Jahren, als er noch jung und naiv jeder verführerischen Frau mit vielversprechenden Chems gefolgt war. Und er kann nicht beschwören, dass er es heute nicht anders machen würde.
    Er überquert die Strasse und sieht sich um. Der zuvor hier stattgefundene Kampf würde jedem Blinden auffallen. Selbst schuld, die ganzen Idioten hier sind lieber auf sich allein gestellt, was sie n a t ü r l i c h attraktiv für Angreifer macht. Wobei viel zu holen gibt es hier nicht und dass Freedom hier ihr zu Hause hat, macht Knox' Bauchgefühl bezüglich Jenny nicht besser. Früher war sie nicht so zwanghaft Hilfsbereit.
    Knox wendet den Blick nach links und bleibt stehen weil ihm der selbe Blick zurück gespiegelt wird. Er würde sich gern auf die gute Zeit mit Phil berufen. Als er ihn noch gechillt, mit Sonnenbrille und Füssen auf dem Armaturenbrett durch die Gegend gefahren hat. Aber die Zeiten sind vorbei. Was macht er hier? Hat er grade den Kampf hier beendet? Er ist doch sicher nicht nur hier um Kinder zu bespassen. Die Neugier zwingt ihn, sich dem RNKler zu nähern. Wenn er hier aufpasst, ist ihm vielleicht Jenny aufgefallen, schliesslich hat er sie auch schon mal gesehen. Möglich wärs. Knox weiss nicht wie gut Phil darin ist, sich Gesichter zu merken.

    Vorsichtig schlendernd, nähert er sich dessen Aufmerksamkeitsbereich und hat keine Ahnung was er sagen soll. Erst hinter den gebannten Horde Kids bleibt er stehen und rückt den Rucksack in eine bequemere Lage. Eine angenehme Stimme dringt aus dem Wagen und führt einen Dialog mit einer anderen. Aus irgend einem Grund muss er an das Tagebuch denken welches Phil noch immer in seinem Besitz hat. Zumindest war das so, als er Knox der RNK ausgeliefert hatte. Es würde ihn nicht wundern wenn er seinen ganzen Besitz verbrannt oder gespendet hätte. Ein ziemlich blöder Spruch liegt ihm auf der Zunge aber er sagt mit dem üblichen, fast müde wirkenden Blick und dem altbekannten Grinsen: "Mit dir hab ich in der Gegend jetz' nich' gerechnet." Knox hat es bisher geschafft allen aus dem Weg zu gehen. Allen die übrig geblieben sind, und das sind ansonsten nur noch Slayter und Quinn. Und das schon so lange, dass er kaum mehr den Grund dafür weiss. Er kann Phils Blick nicht so richtig deuten aber diesmal ist er auf die Faust vorbereitet. Bleibt nur zu hoffen, dass, wenns soweit kommt, er sich auch für die Faust entscheidet.

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  • Zwischen all den Slumbewohnern entdeckt Phil ein bekanntes Gesicht. Nur für den Bruchteil einer Sekunde schiebt es sich in sein Sichtfeld und verschwindet sofort wieder. Bevor sein Hirn jedoch schalten kann und das Gesicht einem Namen zuordnet werden Phils Sinne auf ein neues Gesicht, direkt vor ihm, Aufmerksam. Phils Blick mäandert zwischen Fassungslosigkeit, Wut und Entnervt. „Mit dir hab ich in der Gegend jetz‘ nich‘ gerechnet.“ Spricht der Kerl mit dem dümmlichen Grinsen in an. Zu Phils Überraschung bleibt der Impuls dem Typ die Faust auf die Nase zu schlagen aus. Stattdessen hört er sich sagen „Wer hat dich Flachwichser den raus gelassen?“ Und ohne eine Antwort abzuwarten sucht er nach dem anderen Gesicht in der Menge „Dann habe ich eben wohl Jenny gesehen… wusste doch das hübsche Gesicht kenne ich!“ dann blickt er todernst zu Knox zurück „Alter, du kannst froh sein, dass hier Kinder sind sonst würde ich deinen Jet-Arsch im hohen Bogen hier raus kicken… Was willst du hier?“ Phil mustert Knox von oben bis unten: Die neue Frisur stand dem Möchtegern-Raider gut, dass musste er ihm zugestehen, auch wenn er sich sicher war, dass dieser geistige Tiefflieger nicht selbst auf diesen Stil gekommen war. Das schwarze Clownshirt mit dem Spruch [du kannst sie nicht alle töten] erschien Phil ob Knox Vergangenheit mehr als nur geschmacklos.