Freeside

  • Andrew hörte die Geschichte mit, die der stark entstellte Brian erzählte, Andrew wurde wehmütig. Es war grauenvoll sich an all solche Dinge nicht erinnern zu können. Er selbst war mit einem grausamen Vater und einer verstorbenen Mutter aufgewachsen.


    Es schien als ob Knox mit seinen Geschwistern eine tolle und irgendwie auch lustige Kindheit erlebt hatte. Klar alles hat seine Schattenseiten.


    Als Brian eine kurz Pause einlegte, verließ Knox das Zelt, er musste dies erstmal alles verarbeiten. Scheinbar schien er sich an all dies nicht erinnern zu können. Trotzdem glaubte Andrew daran, dass es Knox gut tun würde wenn seine Geschwister ihm ein wenig unter die Arme griffen.


    Andrew war nun trotzdem zunehmend neugierig auf die Umstände die zum Gedächtnisverlust führten. Als er Phil ansah, sah er in seinem Gesicht die gleiche Neugier.


    Nach einer Weile kamen Cosmo und Knox zurück. Andrew reichte Knox das Foto. Langsam griff Knox danach und stand still in dem Zelt und starrte auf das Bild. Minuten lang stand er so da. Andrew spürte die Beklemmung die von Knox ausging.


    Skye machte draußen auf sich aufmerksam. Andrew holte den Greifvogel zum überraschen der Anwesenden ins Zelt und fütterte ihn in Ruhe.


    "Lasst euch nicht von ihm stören, er ist ganz friedlich." Kommentierte Andrew die ungläubigen Blicke, als ob es normal wäre einen gigantischen Vogel mit sich rum zu tragen.


    Phil tippte Andrew routiniert auf die Schulter. Andrew wusste was jetzt kam und rollte genervt mit den Augen. Er krempelte seinen Arm rauf, Phil band ihn ab und injizierte ihm seine Medikamente mit einer Spritze. Andrew war ihm zwar eigentlich dankbar, dass er sich so um ihn sorgte, trotzdem nervte diese Art bemuttert zu werden schon ein wenig. Während Phil routiniert das Kästchen mit den Spritzen und Medikamenten reinigte und wieder einsortierte, war es still gewesen.


    Jetzt setzte Knox dazu an etwas zu sagen.

  • Als er ins Zelt trat versuchte er zu grinsen und seinen beschämenden Zustand zu überspielen. Er sah den Vogel auf Andrews Schulter, konnte sich aber nicht darauf konzentrieren. Er nahm dankend nickend das Foto entgegen und steckte es in die Tasche. „Weiter…“ er musste sich räuspern, „Kann weiter gehen.“ Knox setzte sich wieder und hörte sich den Rest von Brians Erzählung an. Cosmo war ebenfalls zurückgekommen, selbst als er hörte das der Teil mit dem Unfall noch vor ihnen lag, blieb er und behielt Knox im Blick. So als wollte er seine Reaktion mitansehen.
    Brain versuchte sich den nicht vorhandenen Arm zu kratzen und griff sich an die Rippen. Er seufzte. „An dem Tag an dem du verschwunden bist… hatte ich vor, eine letzte grosse Mutprobe mit euch zu machen. Naja… ihr wart alt genug um selbst zu arbeiten und wart nicht mehr auf meine Kronkorken angewiesen. Also beschloss ich diesen Teil unserer Abenteuer mit etwas besonderem abzuschliessen.“ Brain sah bedrückt zu Boden dann sah er auf. „Wir sind nachts über den Fluss und zu einem Gebäude gegangen in dem sich einige Guhle eingenistet hatten. Ihr habt schon oft Guhle abgeknallt, war also nichts Neues. Ihr solltet da rein und diese erledigen. Dabei solltet ihr alles mitnehmen was die Biester bei sich haben und wer am Ende das meiste Zeug hat, gewinnt. Tja… das war dumm aber noch nicht das dümmste. Ich hatte einen Sprengkopf dabei. Zur Belohnung wollte ich ihn abfeuern wenn ihr zurück seid. Er war etwas… modifiziert… und sollte als Feuerwerk durchgehen. Als grosses Highlight für das Ende aller Mutproben.. Ihr wisst schon. Ich dachte wirklich ich hätte alles richtig angeschlossen…“ Knox ahnte worauf er hinaus wollte. „Ihr seid rein und als ich Schüsse gehört habe, fing ich an das Ding zu installieren. Dabei hab ich einen Fehler gemacht. Das verdammte Ding ist mir zu früh um die Ohren geflogen. Ich sah was ich falsch gemacht hatte und konnte mich gerade noch abwenden. Trotzdem sprengte es mir den Arm weg…“ Knox sah zu Cosmo der auf den Boden sah und er glaubte zu sehen dass der Kerl zitterte. „Dummerweise ist dabei eine Trägerwand eingestürzt und eins führte zum anderen. Ich sah das Haus wie es erzitterte und wenig später sah ich Cosmo heraus rennen. Er sah sich hektisch um, ehe er mir half Abstand zu gewinnen… Dann verlor ich das Bewusstsein.“ Brian hielt inne und zu Knox‘ erstaunen ergriff Cosmo das Wort. Er hörte sich flehend an: „Wir haben dich gesucht! Wir sind rund um das Gebäude gegangen, mehrmals, und haben dich gesucht! Jeden Tag sind wir raus um nach dir zu suchen, ob du dich nicht doch selbst hast befreien können… irgendwie….“ Cosmo verstummte. „Tja..“ sagte Knox bedrückt. „Ich wurde Nachts gefunden..“ Cosmo und Brian starrten ihn an und wussten nicht was sie sagen sollten. „Ich kann dir nichts übel nehmen.“ Sagte Brian schliesslich. „Durch den Bewusstseinsverlust, ist auch den Gedächtnis verloren gegangen. Ich kann gut verstehen, dass du dann los gezogen bist ohne zu wissen, dass wir in Greenfield waren und um dich getrauert haben.“ „Willst du mir ein schlechtes Gewissen machen?“ fragte Knox schwach. „Natürlich nicht!“ gab Brian zurück. „Du kannst nicht glauben wie glücklich ich war, als ich gehört habe, dass du noch lebst! Und was für ein wundervoller Zufall das Ganze ist!“ Brian lächelte, er sah hilflos aus. „Vor einigen Monaten haben wir einen Brief gefunden. Jenny hat darin geschrieben, dass sie mit ihrem Freund nach Las Vegas reisen wolle. Sie hatte darüber gelesen und ihr verfluchter Mistkerl von einem Freund hat sie überredet sich den Ort mal in echt anzusehen. Der Kerl ist bestimmt zehn Jahre älter als sie. Ich bin mir sicher, sie hat sich das Ganze nicht richtig überlegt. Und jetzt sind wir hier. Cosmo klappert momentan die Lokalitäten hier ab, in der Hoffnung sie so zu finden. Aber wer weiss… sie könnte überall sein.“ Brian seufzte. „Wir haben das Bild herumgezeigt, es gab einige die dich erkannt haben, aber ich glaubte…“ „Wer hat mich erkannt?“fragte Knox nun hellhörig. „Da war diese Frau. Gross, schwarze Haare, blaue Augen… Aber sie meinte sie könne sich nicht erinnern wo und wann sie dich das letzte Mal gesehen habe.“ „Quinn…“ Knox knurrte. Hatte sie ihm das verschwiegen? Warum? Wollte sie nicht dass seine Brüder ihn fanden? Was hatte sie dagegen? Knox stand auf. „Ich muss sofort zu Quinn!“ „Wer?“ „Die Frau, warum hat sie mir nichts davon erzählt?“ „Thomas, warte doch mal.“ Sagte Brian und stand ebenfalls auf. Sehr linkslastig wie Knox bemerkte. Knox traute sich nicht noch einmal zu sagen, dass er nicht auf diesen Namen hörte. Er konnte sich noch immer nicht erinnern, selbst jetzt wo er wusste was passiert war. Die Mojave war sein neuster Lebensabschnitt. In diesem hiess er nun mal Knox. Quinn hatte ihm diesen Namen gegeben und… Quinn! „Nein, ich muss da sofort hin!“ Knox war wütend. „Behalte das Foto, vielleicht findest du Jenny ja…“ sagte Brian. „Es schmerzt dass du schon wieder weg willst… Es gibt noch so viel was wir dir erzählen können…“ Knox stand unschlüssig im Raum. Er wollte Quinn zur Rechenschaft ziehen. Wollte andererseits aber auch mehr über seine Vergangenheit hören. Auch wenn es sich für ihn gar nicht anfühlte, als würde Brian von ihm sprechen. Und dennoch… er war wütend auf Quinn. Sie war seine beste Freundin und… was war der Grund für ihr Schweigen? „Ich… ich muss jetzt mit Quinn reden, ich…“ „Wir bleiben noch hier...“ sagte Brian beruhigend. „Wir werden hier nicht weggehen ohne Jenny… und am liebsten auch nicht ohne dich…“ Knox antwortete nicht darauf und verliess eilig das Zelt. Andrew und Phil folgten ihm. Er hatte tausend Gedanken im Kopf die er nicht ordnen konnte. Aber der bedrängenste war, das Quinn alles gewusst aber nichts gesagt hatte. Wie konnte sie nur? Mit starrem, wütendem Blick schritt Knox voran. Dann drehte er sich um. "Hört zu, ich weiss das eigentlich wichtigeres ansteht. Wie der Autodoc für dich." Er wies auf Andrew. "Aber ich bin so sauer! Ich muss mit Quinn reden. Ich kann verstehen wenn ihr nicht mitkommen wollt." Knox ballte die Fäuste. Es war ihm egal dass das womöglich eine Kurzschlussreaktion war. Für ihn zählte nur, dass seine beste Freundin und bissher einzige Familie ihn belogen hatte und das konnte und wollte er nicht auf sich sitzen lassen.


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    Die Grenzen setzt nur Deine Fantasie!

  • Schweigend war Phil der Geschichte von Knox Bruder gefolgt. Er erinnerte sich an seine Kindheit in Modoc, auch er hatte mit seinen
    Freunden so manchen Blödsinn angestellt, aber das hier überstieg alle Streiche bei weitem. Diese ganze Mutproben-Sache klang in
    Phils Ohren ziemlich bescheuert. Er sagte aber nichts. Für Knox... oder Tom... musste das alles ziemlich schwer zu ertragen sein.
    Er blickte zu Andrew und dann zu Tom. Scheinbar war er der einzige ohne Psycho-Macke... oder zumindest ohne diagnostizierte.


    Als Knox aus dem Zelt stürmte, tratt Phil zu Brian und nahm das besagte Tagebuch an sich. Er würde es Knox geben, wenn dieser
    wieder ein wenig ruhiger geworden war. Dann folgte er den anderen aus dem Zelt. "Ich muss mit Quinn reden. Ich kann verstehen
    wenn ihr nicht mitkommen wollt." meinte Knox mit geballten Fäusten. Phil legte ihm eine Hand auf die Schulter "Hey Kleiner...mit dem Humvee schaffen wir das doch viel schneller als wenn du zu Fuss durch die Gegend stapfst. Und dann..." er deutete auf
    das Foto in Konx Hand "...können wir uns ja nochmal umhören. Die MP in der Botschaft kann uns da sicher helfen!" versuchte er
    den sichtlich verstörten Jungen aufzumuntern. Knox tatt ihm unendlich leid. In diesem Moment vergass Phil sogar seine Vorbehalte
    und Vermutungen gegenüber dem jungen Ex-Raider.

  • Andrew hatte mit Schrecken das Ende der Geschichte gehört. Was als harmlose Konkurrenz-Spiele und Blödeleien von Heranwachsenden begonnen hatte, ist in großen Dummheiten geendet.


    Er konnte Knox nur zu gut verstehen und seinen Wunsch sofort Quinn aufzusuchen verstand er umso mehr."Hört zu, ich weiss das eigentlich wichtigeres ansteht. Wie der Autodoc für dich." sprach Knox und wies auf Andrew. "Aber ich bin so sauer! Ich muss mit Quinn reden. Ich kann verstehen wenn ihr nicht mitkommen wollt." Knox ballte die Fäuste.


    "Ich verstehe dich und die Tatsache das wir keinen blassen Schimmer haben wo ein Autodoc sein könnte, lässt uns den nötigen Freiraum dem nach zu gehen. Suchen wir Quinn!" stimmte Andrew Knox zu.


    Andrew konnte sich nur zu gut vorstellen wie verraten er sich fühlte. Ähnlich hatte sich Andrew gefühlt als er erfahren hatte, dass seine Mutter nicht bei seiner Geburt, wie ihm sein Vater lange eingeredet hatte, sondern bei einer der Prügel-Attacken seines Vaters gestorben war.


    Knox tat ihm Leid. Andrew hoffte inständig das Quinn einen gute Grund parat hatte. Ansonsten konnte die Geschichte hässlich enden.
    Allein deshalb wollte Andrew Knox begleiten um das Schlimmste, falls nötig, verhindern zu können.


    Phil legte Knox eine Hand auf die Schulter nachdem Sie ihm aus dem Zelt gefolgt waren. "Hey Kleiner...mit dem Humvee schaffen wir das doch viel schneller als wenn du zu Fuss durch die Gegend stapfst. Und dann..." er deutete auf
    das Foto in Knox Hand "...können wir uns ja nochmal umhören. Die MP in der Botschaft kann uns da sicher helfen!" versuchte er
    den sichtlich verstörten Jungen aufzumuntern.


    Knox lies die Schultern hängen und Andrew glaubte eine Träne in seinem Augenwinkel zu erkennen. War es eine Träne der Erleichterung? Vielleicht war ihm bewusst geworden, dass Phil und Er ihm Rückendeckung gaben egal was passiert. Oder waren es Tränen der Wut?


    Jedenfalls schien Phil es genauso zu sehen wie er. Sie würden Knox begleiten müssen und ihm beistehen müssen.


    Andrew schaute in den Himmel. "Wenn wir sofort losfahren könnte es ganz schön unschön werden, ein Sandsturm zieht auf. Aber die Wahl liegt bei euch. Ich habe schon dümmere Dinge mit euch gemacht als in einen Sandsturm zu fahren."

    Andrew überließ die Wahl den Anderen. Er wartete auf eine Entscheidung.

  • >>>>>Kommt von Mojave-Wüste>>>>>


    Dust schritt zügig und bestimmt durch das geöffnete Eisentor nach Freeside. Das Tor an sich war ein beeindruckendes Konstrukt aus vielen einzelnen Eisenteilen, die wie eine Art Flickendecke zu einem großen Ganzen zusammengeschweißt und geschraubt worden sind. Solche Bauten sieht man in der Mojave nicht jeden Tag. Freeside selbst hatte eine ganz eigene Wirkung, schon auf den ersten Metern verströmte es etwas Verrohtes, die Mischung aus verfallener Architektur und armen, verlausten Bewohnern war alles andere als einladend. Zu seiner Linken konnte Dust eine Art Fort entdecken. Große, zerfallene Holztüren ließen dieses Bauwerk fremd wirken. Als sei es aus einer alten Westernstadt hier in dieses verschüttete Loch verpflanzt worden. Überall lagen Betonbrocken und Glasscherben herum und dennoch spielten Kinder freudig auf einem freien Platz. Schon am Eingang fiel Dust eine Gruppe Männer ins Auge. 3 Typen, die alle die gleiche Kleidung trugen, abgewetzte Jeans, dazu schwarze Lederjacken und weiße T-Shirts. Eine Gelfrisur vervollständigte ihren Aufzug. Das muss wohl eine Art Gang sein, so kritisch wie sie mich sofort beäugt haben. John Dust hasste es beobachtet zu werden und er wusste, diese Typen könnten ihm noch gefährlich werden.



    Unbeirrt ging er weiter in nördliche Richtung. Eine Art provisorische Tür, bestehend aus den Resten eines alten Busses verbarg den restlichen Straßenzug. Ein alter, rostiger Hebel öffnete die Schwingtüren wie eine Art Pforte. Nun hatte Dust freien Blick auf die Spitze des berühmten Lucky 38 Casinos, zu deren Fuße sich das Haupttor des berühmt berüchtigten Strips erstreckte. Dust schaute sich gründlich um, es warten kaum Bewohner in diesem Viertel von Freeside zu sehen. Seltsam, es wirkt hier wie ausgestorben. Wenige Schritte in Richtung Striptor konnte Dust eine seltsame Szene beobachten. Vor dem Tor hatten sich vier Wachroboter aufgebaut, die scheinbar den Durchgang hüteten. Eine ältere Frau rannte mit einer Art Machete auf einen der Roboter zu und wollte scheinbar durch den Wall der Verteidiger durchbrechen. Der Kampfroboter machte kurzen Prozess und schaltete die Angreiferin mit seiner Laserwaffe aus. Die Frau fiel reglos zu Boden, das Messer gab ein Klirren von sich, als es auf den Betonboden neben ihr geschleudert wurde. "Erstaunt, mein Freund?" tönte es plötzlich in einer tiefen Bassstimme rechts von John. Dust erschrak und drehte sich in Richtung der Stimme.

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    I have stood here before inside the pouring rain
    With the world turning circles running 'round my brain
    I guess I'm always hoping that you'll end this reign
    But it's my destiny to be the king of pain

  • Ihm gegenüber stand ein Mann in seinem Alter. Er trug einen abgewetzten, hellen Anzug, eine schwarz getönte Sonnenbrille und dazu einen Schlapphut. Seine Haut war gebräunt, man könnte fast sagen von der Sonne und der Radioaktivität gegerbt. Falten durchzogen sein vom Leben gezeichnetes Gesicht, fast wie abgrundtiefe Gräben in der Oberfläche der Mojave. Seine Haare waren kurz und akkurat geschnitten und bereits stark ergraut. "Mein Name ist Frank Benson. Was du eben gesehen hast, ist hier an der Tagesordnung. Auf den Strip kommt man nur mit genug Vermögen oder einem entsprechenden Dokument, mit dem du dich ausweisen kannst. Sei auf der Hut." Bevor Dust etwas erwidern konnte, hatte der ältere Mann ihm den Rücken zugedreht und war in einer der vielen Gassen verschwunden. John betrachtete den Beutel, in dem er seine Kronkorken aufbewahrte. Viele waren es nicht, eine gute Hand voll. Verdammt, ich muss mir irgendwie das nötige Geld besorgen oder schauen, wie ich zu einem Ausweis komme. Der Plan stand, da Dust kein guter Glücksspieler war, musste die Alternative herhalten, der Ausweis.


    An einer Straßenecke sah Dust einen Einheimischen stehen. Er machte einen verwilderten Eindruck und seine Augen waren rot und geschwollen. John Dust versuchte trotzdem sein Glück. "Hast du eine Ahnung, wo ich hier in Freeside an einen Ausweis komme?" Als Reaktion bekam er nur ein flapsiges "Verpiss dich!" entgegen geschrien. Das hätte mir eigentlich klar sein sollen.. Dust war ratlos, da kam ihm eine Idee. Beiläufig hatte er die Mitglieder der Elvisimitatoren über einen Laden namens "Mick & Ralph's" am anderen Stadttor reden gehört. Wieso sollte man sein Glück nicht in diesem Gebrauchtwarenladen versuchen? Keine 5 Minuten später flog die schwere und beschädigte Glastür des "Mick & Ralph's" hinter Dust ins Schloss. Hinter einer niedrigen Theke stand ein Mann in einem dunkelroten Karohemd. Er mochte Anfang 30 sein, seine dunklen, ungekämmten Haare verbreiteten immernoch eine gewisse Jugendlichkeit. "Willkommen im Mick & Ralph's. Mein Name ist Ralph, wie kann ich Ihnen helfen?" Dust stand wie angewurzelt da. Er hatte sich keine Strategie zurecht gelegt, wie man einen Gebrauchtwarenhändler nach einem gefälschten Dokument fragt. Er schritt zur Theke, eine Schweißperle kroch ihm langsam den Haaransatz hinunter.

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  • "Ich habe gehört, es werden neben den ausgestellten Waren auch spezielle Dienstleistungen in ihrem Laden angeboten?" Dust bemühte sich, so ruhig und beiläufig zu sprechen, wie nur möglich, doch dies tat er mit eher mäßigem Erfolg. Ralph zog seine rechte Augenbraue hoch. "Und was sollen das für Dienste sein?" Jetzt war die richtige Formulierung gefragt. Nur nichts überstürzen..

    John ließ seine Augen über die Ausstellungsstücke im Laden schweifen. In morschen Holzregalen lagerte ein buntes Sammelsurium von Gegenständen. Alte Vorkriegskameras, Kinderspielsachen, verfallene Bücher, unheilvoll schimmernde Nuka Cola Flaschen, Schachteln gefüllt mit Zuckerbomben und vieles mehr. "Ihr Angebot scheint vielfältig zu sein und man munkelt, dass man hier auch an Papiere kommt. Papiere die einem Zugang zum Strip verschaffen." Dust ließ den ganzen Charme seines schiefen Grinsens sprechen und hoffte, von Ralph nicht des Ladens verwiesen zu werden. "Tja, dass kommt ganz auf den Preis an, Mister" entgegnete Ralph in einem kühlen und kalkulierten Tonfall.


    Mehr als 500 Kronkorken kann ich nicht entbehren und selbst diese Summe würde mir später sicherlich dringlicher fehlen, als mir lieb ist. Dust haderte, aber ihm war klar, dass er mindestens diesen Preis ansetzen musste, um eine realistische Chance auf die gefälschten Papiere zu haben. "Alles in allem wäre mir das Dokument 500 Kronkorken wert." Ralphs Gesicht legte sich in Falten und nahm eine nachdenkliche Mine an. "Nun gut, aber für diesen Preis werden die Dokumente bestenfalls zweitklassig, das muss Ihnen klar sein." Vermutlich werde ich damit nur den Roboter täuschen müssen, also geht es in Ordnung. "Mehr verlange ich nicht und stellen Sie den Ausweis bitte auf den Namen "Frank Dust" aus." Ralph nickte zufrieden. "Kommen sie morgen gegen Mittag wieder und nun brauche ich noch 200 Kronkorken als Anzahlung." Dust reichte ihm die Kronkorken und verabschiedete sich.


    Nun musste er also eine Nacht überbrücken, bevor er den Strip in seiner vollen Pracht zu Gesicht bekommen sollte. Ein Zimmer wäre nicht die schlechteste Idee, möglichst billig natürlich. Dust machte sich auf den Weg zu einem Laden namens Atomic Wrangler. Ein Casinomotel, das ebenfalls in von ihm aufgeschnappter Mundpropaganda von einem der Junkys erwähnt wurde.

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  • >>>> kommt von Platz von Nord-Vegas >>>>


    Knox hatte sich in einer scheinbar sicheren Gasse hinter einem Müllcontainer an die Wand gelehnt und war sofort eingeschlafen. Er wachte auf als ihm die Mittagssonne ins Gesicht brannte. Er hatte Durst und griff träge nach seinem Rucksack. Er war aufgeschlagen was ihm zu nächst nicht auffiel. Er trank die letzte Wasserflasche halb aus und versuchte dann wach zu werden. Er gähnte und kratzte sich am Rücken. Er suchte im Rucksack nach etwas essbarem und fand die Packung Cram die er so gleich aufmachte. Er ass langsam, während er sich daran erinnerte was am Tag zuvor passiert war. Peaches war weg. Und im Osten lag ein Bunker in dem vermutlich die Zielperson war. Er nickte sich geistesabwesend zu. Er war nicht im Stress. Nachdem er aufgegessen und die Wasserflasche geleert hatte, stand er auf und streckte sich. Ein weiteres Mal gähnte er und dachte dabei dass er sich gleich den Kiefer aushängen würde wenn er so weiter machte. Mit geschultertem Rucksack schlenderte er aus der Gasse. Mit müden Augen sah er nach links, dann nach rechts. Freeside wie es leibte und lebte.
    Freeside… dachte Knox und wurde mit einem Schlag hell wach. Cosmo! Er sah in die Richtung, in der die Anhänger ihren Sitz hatten. Etwas unschlüssig blieb er stehen. Irgendwie überschlugen sich seine Gedanken, Pläne und Pflichten miteinander. Er hatte zu Quinn gehen wollen. Doch er musste Peaches finden und ihm von diesem Mitch erzählen. Aber er war jetzt hier. Hier wo er Cosmo das letzte Mal gesehen hatte und wo Brian wahrscheinlich gekidnappt wurde. Knox atmete tief ein und aus. Konnte es schaden nach seinem Bruder zu sehen? Ob er überhaupt noch lebte? Wo sollte er ausserdem nach Peaches suchen? Knox fluchte leise. Er beschloss kurz zu den Anhängern zu gehen und sich umzusehen. Wenn er dort weder Peaches noch Cosmo fand musste er sich eben etwas anderes einfallen lassen. Er musste ausserdem seine Wasserflasche auffüllen. Er wusste, dass er das in der Nähe an einem Hahn tun konnte. Kostenlos. Seit irgendjemand diesen komischen King-Mitläufer vertrieben hatte, der dort immer Geld für das Wasser verlangt hatte.


    Knox trat durch das Tor zu den Anhängern der Apokalypse. Vorsichtig sah er sich um und durchquerte das Camp. Er begegnete niemandem den er kannte. Auch das Zelt in dem Brian und Cosmo untergekommen waren, wurde nun von anderen Verletzten bewohnt. Etwas endtäuscht kehrte er um. Er verliess die Anhänger und steuerte dann Wasserhahn an. Während er ging, schlüpfte er aus dem Rucksack und kramte darin nach der einen Flasche die er nicht irgendwo liegengelassen hatte. Die Gegend war ruhig. Alle gingen ihren Beschäftigungen nach. Knox sah sich kurz um und füllte dann die Glasflasche auf, trank daraus und füllte sie erneut. Behutsam steckte er die Flasche in den Rucksack und bemerkte dabei, dass etwas fehlte. Die Schachtel mit seinen Schlaftabletten. Nun registrierte er, dass sein Rucksack offen stand als er aufgewacht war. „Scheisse…“ sagte er entrüstet. Er war gut ausgeruht. Noch. Er beschloss es gut sein zu lassen und sich später darum zu kümmern. Er hatte so schon genug Dinge an die er denken musste. Peaches, Cosmo, Quinn, der Bunker…. Knox legte den Rucksack an und besah sich die Umgebung. Bevor er zurückging, beschloss er einen kleinen Umweg zu nehmen. Eine Wand mit einer Tür führte auf die Strasse an der das Atomic Wrangler stand. Cosmo hatte Knox dort gefunden. Wer weiss ob er nicht vielleicht wieder dort zu finden war. Mit einem Funken Hoffnung steuerte er auf die Tür zu. Bevor er sie erreicht blieb er stehen. Was sollte er Cosmo eigentlich erzählen? ‚Brian? Der sitz wegen mir tausend Kilometer entfernt in einer Vault und wird umgebracht wenn ich nicht den Laufburschen für den Aufseher dort spiele.‘ Plötzlich war Knox gar nicht mehr so scharf darauf seinen Bruder aufzusuchen. Auch wenn er gern gewusst hätte ob diese Pisser ihn umgebracht hatten oder nicht. Aber es würde bedeuten dass er ihm die Sache erklären musste. Oder ihn belügen. Zwiegespalten setzte er seinen Weg fort. Er würde an der Bar vorbei gehen aber nicht hinein schauen. Knox ging unangenehmen Situationen grundsätzlich aus dem Weg. Und wenn er auf Cosmo treffen würde, wäre dies eine unangenehme Situation. Er wusste nicht wie er Cosmo einschätzen sollte. Früher, bevor Brian seinen Arm verlor und er seinen Bruder tot geglaubt hatte, hätte Knox sich vielleicht getraut ihm die Situation zu erklären. Bestimmt hätte er dann eine gewaschen bekommen und dann hätte Cosmo ihm versucht zu helfen. Aber heute? Er war anders als vor dem Unfall. Knox wusste nicht ob er ihm diese Geschichte zumuten konnte. Wie Brian damals schon gesagt hatte, war Cosmo das Sensibelchen der Familie. Auch wenn man ihm das nicht immer ansah. Heute mehr als früher aber dennoch…
    Knox kam am Atomic Wrangler vorbei und fühlte sich dabei unbehaglich und neugierig zugleich. Doch er öffnete nicht die Tür um einen Blick hinein zu werfen, obwohl er es gerne getan hätte. Er ging schnell, was ihm kaum auffiel und verlies den Ort am Ende der Strasse wieder.
    Knox beschloss zurück zum Platz von Nord-Vegas zu gehen. Vielleicht war Peaches dorthin zurückgekehrt.


    >>>>> zurück nach Nord-Vegas >>


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  • >>> Mojave Wüste >>>>


    Peaches sprach nichts. Er schien gefangen von dem Vorkriegsrätsel. Knox hingegen knurrte der Magen und er dachte gar nicht mehr an die Wächter und ihre Türen. Er machte sich eine kleine mentale Notiz, dass er sich schleunigs irgendwie Schmerzpillen besorgen musste. Aber er kannte sich selbst gut genug und wusste, dass er es wieder vergessen würde.


    Sie betraten Freeside und Peaches folgte nun Knox. Er wusste wo er etwas zu Essen bekam und wo es nicht ein Vermögen kostete. An einem Stand an der Strasse verkaufte ein Mann Fleisch. Es war nicht die beste Qualität und Knox hätte nicht geschworen, dass er nicht schon einmal Bauchschmerzen davon bekommen hatte. Aber Bauchschmerzen konnte man von allem Möglichem bekommen.
    Knox hatte die Hand im Rucksack und kramte nach den übrigen Kronkorken die er noch hatte. Ohne auf den Weg zu achten, bog er um die Ecke und sties beinahe mit einem Kind zusammen, dass durch die Strassen jagte. Knox sah dem Kind nach, doch fiel ihm kein Kommentar dazu ein. Als er den Kopf wieder gerade aus richtete um zu checken ob vor ihm tatsächlich der Stand mit dem Fleischhändler lag, setzte sein Herz einen Schlag aus. Die Hand im Rucksack hörte auf zu wühlen und seine Beine waren wie angewurzelt. Und dennoch wollten sie irgendwie weglaufen. Als Peaches ihn versehentlich anrempelte, kam Knox zu sich, doch da war es schon zu spät. In der milisekunde, in der er nicht wusste ob er sich freuen oder weinen oder Angst haben sollte, drehte sich Quinn, die ihren Einkauf verstaut hatte zu Knox um und erstarrte ebenfalls. Als sich ihr Gesichtsausdruck aufhellte verflogen die negativen Gefühle in Knox. Er lies den Rucksack geistesabwesend fallen und war mit nur wenigen Schritten bei seiner alten Freundin. Sie umarmten sich. So lange hatten sie sich nicht mehr gesehen. Und der Streit schien wie weggeblasen. Knox spürte wie Quinn ihn fest drückte und ihren Kopf auf seine Schulter legte. Im ging es wie ihr. Knox hielt sie fest und wünschte sich der Moment würde ewig dauern. Doch er hatte das Gefühl etwas sagen zu müssen, da Quinn zu zittern schien. „Tut mir Leid.“ sagte er und bemerkte wie ihn die Gefühle zu überrumpeln drohten. Quinn schüttelte nur leicht den Kopf. Als er endlich begriff dass Quinn tatsächlich weinte... war sie traurig? Oder vor Freude? Verschwand das brechende Gefühl und Knox fühlte sich wieder stark und gefasst. Weil er für sie stark und gefasst sein wollte, damit er sie, egal was war, trösten konnte. Als er sie los liess um ihr ins Gesicht zu sehen, merkte er, dass sie noch nicht so weit war, sich dann aber trozdem von ihm löste. Schnell wischte sie sich über die Augen. Sie sah plötzlich so klein und verletzlich aus. Ganz anders als Knox sie in Erinnerung hatte. Er lächelte ihr aufmunternd zu und sie erwiederte das Lächeln. Sie schien sich ein wenig zu schämen. Doch irgendwie freute Knox sich darüber. Er freute sich, dass sie, die sonst so kalte, taffe Quinn, in seiner Nähe ganz sie selbst sein konnte und wohl auch ein bisschen wollte. Auch wenn sie sich damit unendlich viel Zeit gelassen hatte. Doch irgendwann war das Fass eben voll. „Wo hast du nur geteckt?“ fragte sie schliesslich um von sich abzulenken. Knox stiess übertrieben gestikuliert die Luft aus. „Das ist ne lange Geschichte. Länger als Freddys Zinken.“ Knox grinste erwartungsvoll. Sie verstand den Scherz auf kosten eines ihrer alten Raidergangmitglieder und Quinn lachte, was Knox freute. Er wollte nicht, dass sie weinte. Schon gar nicht wegen ihm. In dem Moment fiel Knox Peaches wieder ein und er drehte sich zu ihm um. In seinem Gesicht stand etwas wie Freude, gemischt mit etwas Wehmut. Er vermisste seine Frau und seinen Sohn. Und er wollte bestimmt wissen wie es seinen Leuten ging. Er reichte Knox den Rucksack den er einfach fallen gelassen hatte und hatte dabei ein schlechtes Gewissen. Um so verduzter war Knox als Peaches Quinn zur Begrüssung umarmte. Peaches hatte zwar erzählt dass er wusste wer Quinn ist, doch das sie sich so nah standen war Knox nicht bewusst gewesen. Wann war das passiert? Warum wusste er davon nichts? „Ihr kennt euch?“ fragt er zurückhaltend. „Woher?“ Knox hatte den leisen verdacht das Quinn noch viel mehr Geheimnise hatte als er gedacht hatte. Und er bemerkte wieder dieses unangenehme wütende Reissen im Bauch. Doch er war neugierig und blieb ruhig. „Davon hab ich dir doch erzählt.“ wandte Peaches ein als die Stimmung zu kippen drohte. Darauf erwiderte Knox nichts. Er versuchte sich zu erinnern was Peaches damals gesagt hatte. Aber ihm schien es als hätte er es nur beiläufig erwähnt ohne näher darauf einzugehen. Warum? „Ich muss zurück nach Hause.“ sagte Quinn schliesslich. „Warum kommt ihr nicht mit?“ Knox sah zu Peaches. Er überlegte, nickte dann aber. Sie mussten das Rätsel lösen und es würde wohl nicht schaden wenn sie an einem ruhigen Ort darüber nachdenken konnten.


    „Was... was hast du gemacht in der Zwischenzeit?“ fragte Knox während sie zu Quinns Haus gingen. Sie überlegte. „Nachdem du und Phil gegangen seid, musste ich mich um Andrew kümmern. Es dauerte nicht lange und irgendwelche Legionäre haben das Haus verwüstet.“ „Ach ja Andrew...“ wiederholte Knox nachdenklich. „Wo ist er?“ Quinn schien etwas schuldbewusst. „Ich habe ihn in einer Höhle untergebracht. Mit dem Hund. Ich konnte nicht riskieren, dass mich die Legion auf dem Kicker hat.“ Knox nickte. „Verstehe. Gehts ihm gut?“ Quinn zuckte mit den Schultern. „Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, war er fort. Danach bin ich von zu Hause weggeblieben und als ich wiederkam war Slayter da. Er half mir das Haus wieder einigermassen aufzubauen.“ Knox musste bei dem Namen grinsen. „Er hat es also wirklich geschafft.“ Quinn rümpfte die Nase. „Aber er ist auch nicht besser als Andrew. Ich weiss nicht wie streng die Legion Deserteure behandelt.“ „Nicht all zu streng.“ wandte Peaches ein. Quinn und Knox sahen zu dem Begleiter der die meiste Zeit in seinen eigenen Gedanken geblieben war. „Das wissen nicht viele. Aber die Legion schert sich nicht besonders um Aussetzige. Sie haben genug Anhänger.“ „Dann bin ich beruhigt.“ erwiederte Quinn und lächelte. „Und Slayter bestimmt auch. Er dreht beinahe durch.“ Knox hörte zwar zu, aber seine Gedanken kreisten nicht weiter um Slayter oder die Legion. Er machte sich Sorgen darüber was er Quinn erzählen sollte, wenn sie ihn fragte wo er gewesen war. Er wollte sie nicht auch noch irgendwo hinein ziehen was ihr Gefährlich werden konnte. Er linste zu Peaches und fragte sich ob er das verstand. Es ärgerte ihn ein wenig, dass er nichts von dem Kontakt zwischen Peaches und Quinn gewusst hatte. Und er verstand nicht warum er dieses Gefühl hatte. Er wollte danach fragen, aber traute sich nicht. Er wollte nicht irgendwie eifersüchtig oder der gleichen klingen. Deshalb beschloss er abzuwarten. „Die Legion ist zur Zeit unser kleinstes Problem.“ sagte Peaches und Knox sah auf. „Vielleicht kannst du uns helfen.“ sagte er weiter und sah Quinn an. „Bei was?“ „Östlich von Freeside ist ein Bunker in den wir rein müssen. Aber die haben uns ein beschissenes Rätsel aufgegeben.“ Quinn betrachtete die beiden. „Was wollt ihr denn da drin?“ Knox wollte gerade ablenken doch Peaches kam ihm zuvor. „Ich schätze es ist besser wenn du nicht zu Viel darüber weisst...“ In Knox breitete sich Erleichterung aus. „Ich verstehe.“ sagte Quinn. „Aber ich hoffe es ist nicht wieder sowas wie letztes Mal.“ sie sah Knox eindringlich an. „Hä? Nein...“ „Ich hab den Zettel gefunden...“ sagte sie. „Auf dem ‚letzte Warnung‘ stand.“ Knox dachte nach. Er wusste nicht wie viel Peaches über seinen alten Job wusste. Ausser dass Knox ein Paar Leute auf dem Gewissen hatte. „Ja...“ fing er an. Quinn sah wie Knox zu Peaches schielte und ergriff das Wort. „Er weiss davon.“ Knox blieb stehen. „Wie jetzt?“ Er sah zwischen Peaches und Quinn hin und her. Sie senkte den Kopf und Peaches blieb stumm. „Was ist das? Verschwört sich den plötzlich jeder gegen mich? Was läuft hier?“ Quinn seufzte. „Es ist nicht so wie du denkst.“ „Was denk ich denn?“ fragte Knox und merkte wie er aggressiv wurde. Und er hasste sich dafür. „Ich hab Peaches unten bei den Junkies im Kanal kennengelernt. Ich hatte einen von ihnen versorgt und lief ihm zufällig über den Weg. Wir kamen irgendwie ins Gespräch und er bot mir an etwas mehr über deinen Job und die Typen dahinter zu erfahren.“ Knox sah Peaches an. „Wie muss ich das verstehn?“ „Ich hab ein paar Informationen über dich gesammelt und dieses Unternehmen aufzuspühren versucht. Das heisst... Einer meiner Leute war darauf angesetzt.“ Knox erinnerte sich plötzlich an den Schatten der ihm im Nationalpark aufgefallen war. „Ihr habt mich beschatten lassen?! Im Ernst? Schlimm genug dass mir dieses Unternehmen im Nacken gesessen hat und dann macht ihr sowas?“ „Wir wollten dir ja nichts böses!“ erwiederte Quinn. „Ich hab mir einfach sorgen gemacht und wollte dich irgendwie da raus holen.“ „Ist dir ja prima gelungen.“ gab Knox zurück. Schon wieder fühlte er sich irgendwie hintergangen. „Ich meine, euch... Warum sagt ihr mir das erst jetzt? Warum hast du nichts gesagt?“ er sah Peaches an. Dieser schüttelte den Kopf. „Es schien mir nicht mehr wichtig. Wir sassen im selben Boot. Und das tun wir immernoch.“ erinnerte er Knox. „Aber..“ Knox fehlten die Worte. „Na klasse...“ Er ging an den beiden vorbei. Er hatte grosse Lust um zu drehen und die beiden sich selbst zu überlassen. Das konnten sie schliesslich am besten. Doch Peaches hatte recht. Sie sassen zusammen in der Scheisse. Dann blieb Knox stehen, drehte sich zu den beiden um und wollte etwas sagen. Lies es dann aber bleiben und stapfte weiter. Wr legte die hälfte des Weges schweigend zurück. Er liess sich dann zurück fallen um dem Gespräch zwischen Quinn und Peaches zu folgen. „Es gehört zu den Leuten die uns jetzt diese Aufträge aufbrummt.“ hörte er Peaches sagen. „Dann muss das ein riesen Komplott sein. Was ist das Ziel?“ „Jemand hat uns erzählt, dass sie die RNK hier los werden wollen. Zumindest so wie wir sie kennen. Denn scheinbar gehört dieser Victor auch zu der RNK.“ „Ich kenne jemanden aus der RNK. Vielleicht weiss er etwas über diesen Victor.“ „Du solltest dich wirklich nicht zu sehr da rein reiten. Wer weiss zu was die fähig sind.“ „Ich werde aufpassen. Ich weiss auch nicht wo er steckt. Aber wenn ich ihn treffe, werde ich das ansprechen.“ „Du könntest glatt einer meiner Leute sein.“ scherzte Peaches. „Oh hör auf. Ich will eigentlich nur das Beste für... meine Freunde.“ Knox glaubte Quinns Blicke im Rücken zu spüren. „Knox.“ Er drehte sich im Gehen um und ging rückwärts. „Was...?“ „Wo ist eigentlich Phil?“ Knox sties ein humorloses Lachen aus. „Der?“ er hob ahnungslos die Arme und wollte cool bleiben. „Was weiss ich.“ „Du warst doch mit ihm unterwegs.“ Quinn versuchte sich daran zu erinnern. Knox lächelte. „Er war der jenige der mich eingelocht hat.“ Er drehte sich wieder nach vorne nach dem er Quinns verständnisloses Gesicht gesehen hatte. Sie schloss zu ihm auf. „Was soll das heissen?“ „Das was ich gesagt habe.“ „Aber... wie... warum?“ „Warum?“ Knox grinste finster und zuckte mit den Schultern. „Weil ich ihm gesteckt hab, dass ich Lola und ein paar andere abgemurkst hab.“ Quinns Gesichtsausdruck wurde noch verstäntnisloser. „Deshalb warst du so lange weg? Warum hast du das gemacht?“ Knox tat die Frage mit einem beiläufigen Schulterzucken ab. Er wollte ihr nicht sagen, dass er es für Jenny getan hatte. Warum eigentlich? War er immernoch sauer, dass sie ihm seine Familie verschwiegen hatte? Oder wollte er einfach ebenfalls ein Geheimnis vor ihr bewahren. Knox hatte Peaches nur erzählt, dass er seine Schwester suchte. Nicht aber dass er sie hätte töten müssen. Dennoch war es möglich das Peaches darüber bescheid wusste. Immerhin hatte er, der wie ein Bruder für Knox war, ihn beschatten lassen. Aber dieser mischte sich nicht ein. Und wenn er es wusste, hatte er Quinn immerhin nichts gesagt. Noch nicht... „Bist du verrückt geworden? Und ich dachte du wärst tot oder schlimmeres...“ sagte Quinn. Knox sah sie an. „Schlimmeres trifft es ganz gut.“ dann beschleunigte er seine Schritte. Er hatte keine Lust ihr zu erzählen was genau in der Vault passiert war. Sollte Peaches das doch tun. Sie verstanden sich ja so toll.


    >>>> Mojave Wüste >>>>


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    Peaches und Knox betraten Freeside. Sie waren zu früh um den auf dem PipBoy markierten Ort aufzusuchen. „Und was machen wir jetzt die ein einhalb Stunden?“ fragte Knox. Peaches sah sich um. Ein einhalb Stunden waren keine lange Zeit und reichten nicht für abstecher an Orte die ihn interessierten. Wie zum Beispiel der Bereich der Kanalisation in dem seine Leute wohnten. „Brauchst du irgendwelche Vorräte?“ fragte Peaches. Knox dachte nach und erinnerte sich an die Pillen. „Ja. Aber ich weiss nicht ob der Typ noch handelt.“ Knox überlegte. „Was willst du besorgen...?“ fragte Peaches skeptisch. Als Knox schnallte das Peaches auf Drogen hinaus wollte reagierte er sofort. „Nein! Ich. Ich brauch dieses Schmerzmittel. Ich kann nicht schlafen ohne.“ Peaches schien noch nicht überzeugt, sagte aber nichts. „Ich kann mich auch besaufen oder mit Jet zudröhnen. Funktioniert genau so gut.“ grinste Knox doch Peaches konnte sich für den Scherz nicht begeistern. „Du brauchst also Schmerzmittel um zu schlafen?“ fragte er. Knox erinnerte sich, dass er Peaches nie davon erzählt hatte. Zumindest nicht direkt. „Sanjes musste mir doch alle paar Tage etwas spritzen... erinnerst du dich?“ nun dämmerte es Peaches. „Richtig.“ er nickte. „Ich hatte das nie mit schlaflosigkeit in verbindung gebracht.“ erklärte er. „Ich dachte es wäre irgendwas...“ er stockte und beendete den Satz nicht. Knox wurde nun klar das Peaches ihn für einen Junky hielt. Und seine Meinung davon war nicht zu übersehen. Doch Knox kümmerte das nicht weiter. „Ich hab mich im Griff, klar?“ sagte er und schlug die Richtung ein in der sein Händler sich befand. Peaches folgte ihm. „Ich wollte damit nicht sagen, dass ich dich in einen Topf mit allen schmeisse.“ sagte er während er mit Knox schritt zuhalten versuchte. „Hab ich auch nicht gesagt.“ gab Knox ruhig zurück. „Ich will nur unsere Mission hier nicht gefärdet sehen. Verstehst du?“ „Sicher.“ antwortete Knox, blieb stehen, sah sich um und änderte die Richtung. Der Typ, dem Quinn sonst immer die Pillen abkaufte, hatte ein Zelt in Freeside, streunte manchmal aber zwischen den Kings herum. Doch an der Ecke zu deren Hauptgebäude war er nicht zu sehen. Blieb nur noch das Zelt übrig. Peaches folgte und hatte ein schlechtes Gewissen. Er hatte selbst einmal ein Drogenproblem gehabt und wusste wie es war wenn man kaum mehr davon weg kam. Dank seines Bruders hatte er es geschafft. Er hatte Knox mit seiner Bemerkung nicht zu nahe treten wollen. Er musste wohl etwas an seinem Pokerface feilen.
    Das Zelt lag umgekippt zwischen ein paar Trümmern und schien verlassen. „Scheisse.“ fluchte Knox leise. Gab es den Typen überhaupt noch? Er drehte sich zu Peaches um. „War wohl nichts...“ „Ist das wirklich der einzige Kerl der das Zeug verkauft?“ Knox zuckte mit den Schultern. „Ich wüsste nicht wer noch. Aber was soll‘s. Es wird auch so irgendwie gehen...“ Die Pillen bekam Quinn früher von Karavanen. Hier in der Mojave wusste Knox nur von einem Kerl. Peaches schwieg. Er hatte das Bedürfnis Knox aufzuheitern. „Lass uns ins Atomic Wrangler gehn.“ sagte er und hatte dabei den Hintergedanken seinen Bruder dort zu treffen. Monty versuchte ständig sein Glück an den einarmigen Banditen dort. Knox nickte und freute sich auf ein Bier. Bis ihm unterwegs einfiel, dass Cosmo dort sein könnte und ihm wurde wieder mulmig. Diese seltsame Mischung aus Vorfreude und Angst. Doch er überwand sich und ging komentarlos mit.


    Das Wrangler war gut besucht. Der Abend war noch jung, doch hielten sich einige Gestalten in dem Schuppen auf. Knox, als auch Peaches sahen sich erst im Pub um, bevor sie sich an die Theke setzten. Peaches war endtäuscht. Es musste zu früh sein für Monty.
    Jemand fasste Knox an der Schulter. Er drehte sich um und musste nach oben sehen. Tatsächlich war es sein älterer Bruder mit seinem trüben, traurigen Blick und einem Lächeln auf den Lippen. In Knox stieg augenblicklich Freude auf. Als er ihn sah, kamen ihm so viele Erinnerungen mit Cosmo in den Sinn und er bemerkte plötzlich wie sehr er sich verändert hatte. Freudestrahlend umarmten die Brüder sich. „Du bist zurück.“ freute Cosmo sich. „Na klar.“ erwiederte Knox und fühlte sich wie früher. Wie der kleine Bruder eben. Nun fiehl ihm die Prellung und ein Schnitt in seinem Gesicht auf. Knox wusste sofort, dass er die bei dem Kampf zugezogen hatte, bei dem Brian entführt worden war. Doch er sagte nichts und hoffte Cosmo würde ihm nichts ansehen. Brian hätte Knox selbst im gedämmten Licht der Bar angesehen, dass etwas nicht stimmte. Peaches und Cosmo machten sich bekannt und alle drei setzten sich an einen der Tische. „Cosmo!“ sagte Knox und sah ihn glücklich an. „Ich hab meine Erinnerungen zurück!“ „Wirklich?! Wie?“ Sein Bruder freute sich sichtlich. „Keine Ahnung.“ sagte Knox und versuchte eine Erklährung zu finden, die Brians Entführung nicht mit seiner Gefangenschafft in Verbindung brachte. „Ich bekam irgend ein Mittel, und plötzlich war alles wieder da!“ „Das ist der Wahnsinn.“ freute Cosmo sich. „Dann erinnerst du dich auch sicher daran, dass du mir zwanzig Kröten schuldest.“ er grinste und Knox grinste zurück. Er boxte seinen Bruder in den Oberarm. „Vergiss es, die hab ich auf faire weisse gewonnen.“ Peaches folgte dem Gespräch und lächelte ein wenig. Doch dann wurden Cosmos Augen wieder traurig und er sah auf sein Bier. „Ich wünschte wir könnten Brian davon erzählen.“ Das grinsen aus Knox Gesicht verschwand und er blickte zu Peaches der seinen Blick erwiederte. „Er wurde von irgendwelchen Pennern mitgeschleift.“ sagte Cosmo weiter ohne aufzusehen. Knox sah immernoch zu Peaches und schüttelte den Kopf. Dieser sah ihn verwirrt an und formte ein ‚warum‘ mit dem Mund. Knox blickte entschieden verneinend und Peaches lehnte sich schweigend zurück. „Erst Jenny... jetzt Brian...“ endete Cosmo und sah auf. „Jenny ist nicht zu euch gegangen, was?“ sagte Knox und bereute es sofort. „Wie meinst du das?“ nun sah sein Bruder Knox interessiert an. „Ich äh...“ Knox wurde nervös. Wie sollte er ihm nun erklähren, dass er Jenny gefunden hatte aber abgehauen war? Cosmo sah ihn hoffnungsvoll an. „Hast du sie gefunden?“ „Nein, äh, ja schon aber...“ Verzweifelt suchte Knox nach Worten. Doch ihm viel nichts ein was sein Verhalten erklähren konnte. Phil vorzugaukeln dass er sich vor der Person gefürchtet hatte weil er sich nicht an sie erinnern konnte, war einfach gewesen. Aber Cosmo? „Sag schon? Wo ist sie?“ Knox‘ älterer Bruder wurde ungeduldig. Knox sah auf seine Knie. „Ich weiss nicht.“ „Das verstehe ich nicht.“ erwiederte Cosmo. „Sagtest du nicht gerade..“ „Ja. Ich hab sie getroffen. Kurz.“ gestand Knox betrübt. „Wo ist sie dann? Thomas, sag jetzt nicht...“ „Es war kompliziert.“ sagte Knox. „Ich konnte sie nicht begleiten und hab ihr gesagt wo sie euch finden kann.“ Cosmo schien verwirrt. „Kompliziert? Wo hast du sie getroffen?“ „Auf dem Strip.“ „W-was?“ nun schien sein Bruder völlig perplex. „So nah? Was war denn los?“ Jetzt wo Cosmo aussprach wie schnell er Jenny eigentlich zu Cosmo und Brian hätte bringen können, schämte er sich in den Boden. Er hätte sie zu ihnen bringen können, sie wären mit ihr abgereist und weder sie noch Brian wären nun in Gefahr. Er fühlte sich so dumm und hilflos wie in dem Gefängnis in dem er diese Jacky kennengelernt hatte. „Oh shit.“ sagte Knox und vergrub das Gesicht in den Händen. Vor Verzweiflung hätte er am liebsten geheult. Peaches setzte sich auf und sah Knox besorgt an, dann zu Cosmo der ebenfalls sorgenvoll und etwas verwirrt drein blickte. Knox sah wieder auf, vermied es aber den beiden in die Augen zu sehen. Er stützte einen Ellbogen auf den Tisch und vergrub die Hand in den Haaren. „Ich hab echt scheisse gebaut.“ seine Stimme brach fast. „Fuck.“ Er trank die Flasche aus. „Was genau ist passiert Knox.“ fragte Peaches der etwas zu ahnen schien. Er wusste das er für das Unternehmen hatte arbeiten müssen, aber nicht das er Teenager töten musste. Knox setzte sich auf, seine Freunde sahen ihn erwartungsvoll an. „Vielleicht können wir etwas unternehmen.“ fügte Cosmo hinzu. Peaches schluckte leer. Er wusste das sie das nicht konnten. Aber Cosmo konnte und seine Leute. Ihm kam eine Idee die er vorerst für sich behielt. Knox pulte an dem Etikett der Flasche. Er war unsicher. Wusste nicht ob er die Karten auf den Tisch legen sollte. Ändern konnten sie die Sache schliesslich nicht. Was passiert war, war passiert.
    Peaches ergriff das Wort. Er schien seine Gedanken gelesen zu haben. „Schluss mit den Geheimnissen. Raus mit der Sprache. Wir müssen zusammenarbeiten schon vergessen?“ Knox nickte kaum merklich. „Aber das bleibt hier. Unter uns.“ antwortete Knox. Er erinnerte sich an das befreiende Gefühl als er Jacky seine Geschichte erzählt hatte. Cosmo und Peaches willigten ein. Knox‘ Bruder schien es kaum mehr auszuhalten. „Den Job den ich hatte... ich sollte mich für irgend so ein Ritual ein paar Kindern in den Weg stellen. Ich erkannte sie an der Karte die sie bei sich trugen. Wenn sie mir vertrauten, sollte ich sie töten. Und Jenny war eine davon...“ Nun dämmerte es den Beiden. „Und sie hat dir natürlich vertraut...“ sagte Cosmo bedrückt. „Ich war in Panik.“ rechtfertigte Knox sich. „Ich hab gehofft diese Typen hätten es nicht mitgekriegt und bin abgehauen. Aber sie haben mir gedroht... Und dann kam ich in die Vault...“ Peaches nickte verstehend. „Vault?“ fragte Cosmo. „Das selbe Unternehmen welches Knox den Job gegeben hat, arbeitet auch in der Vault.“ erklährte Peaches. „Sie zwingen uns nun Arbeiten für sie zu erledigen. Während sie an einer Art... Supersoldaten forschen.“ Knox sah schweigend auf die Flasche in seinen Händen. „Wozu?“ fragte Cosmo. Peaches sah nachdenklich auf den Tisch. „Scheinbar will der Aufseher die RNK hier übernehmen.“ „Und was haben sie gegen euch in der Hand?“ hakte Cosmo nach. Peaches sprach nun leiser. „Sie haben meine Frau und...“ ohne den Kopf zu heben sah er zu Knox. Cosmos Blick wanderte ebenfalls zu seinem Bruder und dann verstand er. „Oh nein...“ stöhnte er. „Können wir irgendwas tun?“ fragte Cosmo hoffnungsvoll. Peaches sah auf. „Wir nicht. Aber vielleicht du...“ Knox hob ebenfalls den Kopf. „Egal was! Ich mache es!“ gab Cosmo zurück. „Wenn du zu meinen Leuten gehen könntest, und ihnen erzählst worum es geht, werden sie uns helfen. Sie könnten versuchen Informationen zu beschaffen die nützlich sind. Vielleicht sogar RNK Interne Infos. Wir wissen leider nicht sehr vie über die Vault und die Besitzer...“ Cosmo nickte. „Klingt gut. Wer sind deine Leute?“ Peaches erklährte wo er sie finden konnte, was er mitbringen musste um an den Unholden vorbei zu kommen und eine Information die seinen Leuten bestätigte dass Peaches ihn schickte. „Wie verständige ich euch wenn wir etwas herausgefunden haben?“ fragte Cosmo und Peaches lächelte wissend. „Keine Sorge, darum kümmern sich die privat eyes. Wichtig ist dass wir nicht mit euch gesehen werden. Wenn jemand Fragen stellt - leugnen. Notfalls töten. Das ist wirklich wichtig. Das Unternehmen und der Aufseher der Vault, beobachten uns.“ Cosmo verstand. „Und du darfst nicht sofort los ziehen. Lass die Nacht, besser einen weiteren Tag verstreichen und dann erst suchst du die Kanalisation auf. Verstehst du?“ „Weil das auffällig wäre, wenn uns jetzt gerade jemand beobachten würde.“ bestätigte Cosmo. Knox bekam den Drang sich umsehen zu wollen. Er staunte jedoch über Peaches‘ Organisationstalent.“Ich hoffe es bringt etwas.“ sagte Peaches. Er betrachtete den Pipboy und sah zu Knox. „Wir müssen zum Treffpunkt.“ Knox nickte. Sie standen alle auf und Knox verabschiedete sich von Cosmo. „Es tut mir so verdammt leid.“ sagte er und Cosmo schüttelte den Kopf. „Mach dir keinen Kopf, Kleiner.“ Peaches nickte Cosmo zum Abschied noch einmal zu und die beiden verliessen die Bar. Cosmo blieb zurück. Peaches war sich sicher, er würde das hinkriegen. Sein Bauchgefühl irrte sich selten. Er freute sich ausserdem, dass er so die Möglichkeit hatte seinen Freunden mitzuteilen, dass er noch lebte und es keine Absicht war, einfach zu verschwinden. Knox hingegen war frustriert. Er fühlte sich wie der schlechteste Mensch auf der Welt.


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  • Schweigend folgte Knox Peaches der auf dem Pipboy die Position der Übergabe suchte. Im abgelegensten Teil, blieben sie stehen. „Hier ist es.“ sagte Peaches und sah sich um. „Hier ist keiner.“ bemerkte Knox überflüssigerweise. Peaches kontrollierte erneut die Karte und den markierten Punkt. Schliesslich scgländerte ihnen eine Frau entgegen. Sie sah unscheinbar aus. Sie konnte genau so gut eine Händlerin oder eine Ansässige sein. Doch sie behielt die beiden im Blick und schnippte die Zigarette weg ehe sie bei ihnen ankam. Sie mussterte Knox und Peaches. „Wo ist der Koffer?“ fragte sie ohne die beiden zu begrüssen. Ihre Haare waren blond und schulterlang. Sie schwangen leicht in der Briese. „Der Koffer wurde zerstöhrt.“ antwortete Peaches. „Und Harold Gipson?“ „Er ist..“ „tot.“ funkte Knox dazwischen. Peaches warf ihm einen Blick zu. „Beweise?“ fragte die Frau skeptisch. „Gibt’s nicht. War nicht mehr viel übrig.“ log Knox. Peaches schwieg. Er versuchte zu erraten wesshalb Knox diese Geschichte erfand. „Was habt ihr dann?“ Blondi kramte nach einer Zigarettenschachtel. Knox hob entschuldigend die Hände. „Nichts. Sorry Süsse.“ „Ganz sicher?“ prüfend sah sie Knox ins Gesicht. Er tat als würde er nachdenken. „Da war so ein Kerl. In einem Bunker. Er hatte uns das erzählt. Die tüfteln da unten an irgendwelchen Stoffen für Pflanzen oder sowas.“ Die Frau hob die Brauen. „Und?“ Knox grinste. „Ja und der gute Gipson hat sich da sammt Labor in die Luft gejagt. Nichts mehr übrig.“ bevor sie etwas erwiedern konnte zeigte er überschwänglich auf sie. „Es ist wahr, wir habens gesehn! Stimmts?“ Peaches nickte nur. Daraufhin schwieg die Frau. „Na schön...“ sie schien nicht besonder glücklich. „Ich werde das so weiterleiten.“ Mit diesen Worten zündete sie die Zigarette an und machte kehrt. Peaches drückte auf dem Pipboy herum. Verstohlen sah er auf um zu sehen ob die Frau noch in hörweite war. Als sie es nicht mehr war wandte er sich Knox zu. „Tot?“ fragte er. Knox zuckte mit den Schultern. „Die forschen an Waffen. Vielleicht brauchen wir ihn noch.“ „Du meinst sie hätten ihn getötet wenn sie wüssten, dass er dem Unternehmen den Rücken gekehrt hat?“ „Du nicht?“ Peaches verzog ahnungslos den Mund. „Gut möglich.“ er dachte nach. „Aber deren Waffen sollen doch nicht tötlich sein... Wofür sollen die gut sein?“ Knox zündete eine Zigarette an und reichte Peaches Packung und Feuerzeug. „Ich weiss nicht. Die haben bestimmt auch anderes Zeug da unten. Sicher ist sicher.“ „Du hast gerade einem wildfremden Kerl das Leben gerettet. Weisst du das?“ Peaches grinste mit der Zigarette zwischen den Lippen und gab die Packung zurück. Knox schnaubte ein Lachen. „Soll vorkommen.“ Sie schländerten zurück in die Innenstadt. Peaches besah sich den Pipboy. „Da ist eine neue Nachricht.“ sagte er. Interessiert sah Knox auf den Armcomputer. „Von Sanjes?“ bemerkte er ungläubig. Peaches nickte.


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  • Ich habe herausgefunden, wo die Waffenhändler der Vault ihre Sammelstelle haben. Nordwestlich gibt es einen verlassenen Bunker. Seid vorsichtig.
    - Marina


    Knox sah vom Pipboy auf und in Peaches‘ Gesicht. „Hm.“ war alles was er dazu sagte. „Ich nehme an, sie hat nicht all zu viel Zeit um im geheimen Botschaften zu versenden.“ überlegte Peaches. „Aber die Information könnte wichtig sein.“ Knox rückte seine Ausrüstung zurecht. „Wirklich? Was willst du machen? Den Bunker zerstören?“ Er grinste doch Peaches blieb ernst. „Das würde Victors Plan bestimmt verzögern.“ Knox‘ Grinsen verschwand. „Du meinst das ernst, oder?“ Sein Begleiter zuckte nur mit den Schultern. „Wie willst du das anstellen? Zu zweit.“ sagte Knox und hob eine Braue. Peaches schüttelte den Kopf. „Wenn wir es richtig anstellen, sind wir nicht nur zu zweit.“ In seiner Stimme schwang etwas verschwörerisches mit sich. Knox dämmerte es. Wenn Cosmo es schaffte sich mit Peaches‘ Leuten in Verbindung zu setzen, konnten sie nebenher ein paar verdeckte Aktionen ausführen. Blieb nur zu hoffen, dass ihre Beschatter das nicht mitbekamen. Schliesslich wusste Victor von den Privat Eyes, Cosmo und Quinn und wer wusste wie er sich rächen würde.
    Gibts schon einen neuen Auftrag?“ fragte Knox und wies auf den Pipboy. Peaches schüttelte den Kopf. „Und was machen wir jetzt?“ „Am besten etwas unscheinbares, an einem Ort an dem man uns gut sehen kann.“ sagte Peaches. Das verstand Knox. Damit das Unternehmen sie sah. Damit es beruhigt war und erkannte, dass sie beide keine Schritte gegen sie unternahmen.
    Es war dunkel geworden. Peaches und Knox standen an der Mauer hinter der sich die Anhänger der Apokalypse befanden. Knox rauchte aus langeweile eine Zigarette nach der anderen. Nun war nur noch eine übrig und er betrachtete sie missmutig, wie sie einsam in der Schachtel herum kullerte. „Hast du noch Kronkorken?“ fragte Knox. „Vierzig oder so. Warum? Wo ist deine Kohle?“ Knox sammelte die losen Korken aus dem Rucksack auf. „Achtzehn. Mist...“ er hatte geglaubt mehr erwischt zu haben, als er sie von dem Tisch in Freedoms Zimmer geschoben hatte. Andererseits war er noch so zugedröhnt gewesen, dass er sich kaum mehr an die Nacht erinnerte. Nur das der Stoff und der Sex richtig geil gewesen war. Wie hatte sie das Zeug genannt? Knox überlegte. Er wusste es nicht mehr. „Wo ist der Rest?“ fragte Peaches der wusste, dass es bei ihrer Ankunft in die Mojave fünfzig gewesen waren. Knox überlegte. Peaches hatte vor ein paar Stunden noch gesagt - keine Geheimnisse. „Wurde mir geklaut.“ sagte er. „Wo?“ „Als ich hier in Freeside gepennt hab.“ Peaches hob den Kopf. Es war eine Geste aus Verstehen und Unglauben. „Was brauchst du?“ fragte er stattdessen. Knox srand auf und schulterte den Rucksack. Einige Kronkorken hatte er in der Hand. „Zigaretten. Aber dafür reicht es noch. Hat das Mick & Ralphs noch auf?“ „Die haben doch immer auf.“ sagte Peaches.
    Sie suchten das kleine Geschäft auf und traten durch die klingelnde Tür. Einer der Besitzer war tatsächlich noch auf und säuberte die Vitrienen. „Kann ich euch helfen?“ fragte er freundlich. Knox legte die Kronkorken auf den Tresen auf dem auch eine Regestrierkasse stand. „Hast du Zigaretten da?“ „Sicher.“ sagte Ralph und legte eine Schachtel neben die Kronkorken. „Zwölf Kronkorken.“ Knox zählte ab und schob die verlangte Anzahl zu Ralph. Er ärgerte sich. Lieber hätte er zwei gekauft. Peaches kramte in den Taschen währen Knox die Schachtel einsteckte. Die letzte Zigarette in der angefangenen Schachtel, steckte er in den Mund ohne sie an zu zünden. Die leere Packung zerknüllte er in der Faust und steckte sie in die Tasche. „Was hast du an Essen da?“ fragte Peaches und Ralph zeigte ihm sein mickriges Sortiment. Er entschied sich für zwei InstaPüree und zwei Nuka Colas.
    Nachdem sie den Laden verlassen hatten, suchten sie ein Lagerfeuer auf. Peaches der mitgedacht hatte und eine Pfanne aus Quinns Haus am Rucksack trug, kippte die pürrierten Kartoffeln hinein und machte die Pampe warm. Knox sass daneben und schaute zu. Die Konservierungsmittel von vor zweihundert Jahren mochten vielleicht nicht Gesund sein, doch immerhin ein warmes Abendessen.


    Nachdem Peaches eingeschlafen war, setzte Knox sich auf. Er war hellwach und wünschte sich irgend etwas zu tun. Seine Sucht meldete sich und er griff nach der Schachtel Big Boss. Dann steckte er sich eine Zigarette an und atmete geräuschvoll aus. Es war nicht das selbe. Peaches mochte von den Drogen runter sein, doch Knox mochte diese Abhängigkeit. Er mochte den Rausch und genoss es jedesmal. Niemand, der schon einmal auf einem Jet-Trip gewesen war konnte etwas anderes sagen. Knox spürte wie seine Hände wieder leicht zu zittern begannen. Wenn er nichts zu tun hatte, war es am schlimmsten. Sonst viel es ihm kaum auf. Als er noch den alten Job gehabt hatte, war er ständig abgelenkt gewesen. Quinn mochte glauben, dass sie ihn entwöhnt hatte, aber dem war nicht so. Da sie sich aber darüber freute, hatte Knox den Schein gewahrt. In der Vault hatte er es kaum ausgehalten und Kreise in den Boden gelaufen wenn er nicht mehr still sitzen konnte. Nichtsdestotrotz hatte er es im Griff. Es war keine Lüge wenn er es aussprach. Nur in Momenten wie diesen, lit er unter dem Entzug. Als er es nicht mehr aushielt, durchsuchte er Peaches‘ Rucksack nach den Kronkorken. Er bewahrte sie alle in einem kleinen Sack auf. Peaches bemerkte nichts. Er schlief tief. Bestimmt würde er es verstehen wenn er ihm morgen sagte, dass er nicht hatte schlafen können. Die Gegend in der sie waren schien sicher. Es hatten noch ein paar andere ihr Lager hier aufgeschlagen und sie alle schliefen.
    Mit den Kronkorken spazierte er durch die breiten Strassen Freesides. Am Ende stand er vor dem Roboter der den Strip bewachte. Knox hatte ganz vergessen, dass er keinen Pass mehr hatte. Brauchte er den überhaupt? Er war schon oft hier gewesen. Andererseits wimmelte es auf der anderen Seite der Sicherheitsbarriere von RNK. War das etwas schlechtes? „Nicht autorisierte Person.“ sagte der Roboter und versperrte den Weg. Knox drehte sich um. Wusste die RNK eigentlich, dass er auf freiem Fuss war? Kümmerte das überhaupt jemanden? Vielleicht wurden auch seine ganzen Daten und Akten gelöscht bevor er und Peaches zurück in die Wüste gekommen waren. Bestimmt hätte Victor etwas in dieser Art veranlassen können. Knox beschloss, dass das die logischste Erklährung war und belies es dabei. Gelangweilt schländerte er zurück.
    Die Tussi, die Werbung für das Atomic Wrangler machte, winkte ihm aufreizend zu. Er grinste und grüsste zurück. Durch eine Tür die diesen Teil von Freeside von dem anderen trennte, gelangte er vor die Schule der Verkörperung des Kings. Zwei Kingsnhänger standen davor. Einer warf einen Kronkorken in die Luft und fing in wieder auf. Er sah zu Knox ohne die sich ständig wiederholende Bewegung zu unterbrechen. Die Kings hatten bestimmt etwas zu verkaufen. Bisher war Knox ihnen immer aus dem Weg gegangen. Er hatte einfach nichts mit diesen Typen am Hut. War ihnen jedoch nicht böse gesindt. „Hey.“ sagte er und trat auf den Eingang zu. „Was willst‘n du? So spät?“ fragte der King und fuhr sich lässig über die Haare. „Bin nur auf der Durchreise.“ erwiederte Knox. „Kann man hier irgendwas erleben?“ Der King sah zu seinem Kumpel mit dem Kronkorken. „Typen die blöde Fragen stellen, können sehr gern was erleben.“ erwiederte der King und grinste gemein. Knox hob einen Mundwinkel. „Witzig.“ sagte er trocken. „Keiner da der was verkauft?“ wieder sahen sich die beiden Kingmitglieder an. „Was willst denn kaufen?“ fragte einer und wies mit dem Kinn auf Knox. „Was habt ihr?“ entgegnete dieser. „Hast du Geld?“ fragte der King. „Ein bisschen.“ „Na gut, komm mit.“ Knox folgte dem Angänger in das Gebäude. Im Empfangsbereich gammelten ein paar weitere Kings herum. Sie schenkten Knox keine Beachtung. Der King führte ihn zu einem Kerl, der wie alle anderen eine Lederjacke trug. „He, hast noch offen? Hier hat einer Kohle.“ sagte der King zu seinem Freund. „Was brauchst‘n?“ Knox rang mit sich. Sollte er wirklich Peaches‘ Geld für Jet ausgeben? Ach scheiss drauf. Hast du Jet?“ „Ah. Einer von denen..“ sagte der Verkäufer und kratze sein Handgelenk. Er kaute auf einem Zahnstocher und schob ihn in den anderen Mundwinkel bevor er sagte: „Die sind eigentlich für Pacer...“ er kramte aus einem Seesack einen roten Inhalator hervor. „Aber weil er heute n echtes Arschloch war, verkauf ich dir was.“ Knox Gesichtsausdruck hellte sich auf. Er bezahlte und verlies die Schule.
    Langsam ging er zurück zu ihrem Lager. Dabei drehte er den Inhalator mit beiden Händen und betrachtete es. Er konnte es kaum abwarten sich das Ding in die Birne zu jagen. Jedoch wusste er, dass er danach keines mehr hatte. Er fragte sich ob er es aufheben sollte. Vielleicht für einen Abend an dem er wirklich richtig müde war. Andererseits wusste er nicht ob er nochmal die Chance bekam auf eine Nacht in der sie auf einen Auftrag warten mussten. Es wäre also ein guter Zeitpunkt. Knox entschied sich gegen das aufbewahren und ging schneller. Im Lager schliefen noch immer alle. Er setze sich neben Peaches auf sein provisorisches Bett und lehnte sich zurück. Den Kopf bettete er auf den Rucksack. Immernoch sah er das Jet an. Er dachte eine Minute darüber nach, dann steckte er sich den Inhalator in den Mund, drückte und sog die Mixtur tief in die Lunge.


    Knox fand sich im Atomic Wrangler wieder. In einer Sitzecke lehnte er völlig entspannt auf der gepolsterten Bank und bekam kaum etwas mit. Vor sich stand ein Bier. Die Musik hörte sich dumpf und weit entfernt an und auch die Gespräche in der ganzen Bar waren mehr ein verschwommenes Rauschen als ein stetig präsentes Hintergrundgeräusch. Er setzte sich auf und konnte sich nicht erinnern wie er hier her gegangen war. Nur, dass er wegen der berauschenden Wirkung nicht schlafen konnte. Nun lies die Wirkung langsam nach und er war müde. „Wieder unter den Lebenden?“ wurde er gefragt und er sah in ein bekanntes Gesicht. Eine rothaarige Frau lächelte ihm zu. „Hä? Was?“ Sie kicherte. „Schon gut.“ Knox betrachtete die Frau und kniff nachdenklich die Augen zusammen. Seine Wahrnehmung war im Keller. „Kenn ich dich nicht irgendwo her?“ fragte er und sie richtete sich auf. „Ich hab dir mal einen Drink ausgegeben.“ Knox dachte nach. Wieder kicherte sie. Knox jedoch kam nicht drauf. Wer war sie? „Klär mich auf.“ sagte er und lehnte sich wieder zurück. Sie setzte sich zu ihm. „Du wars mit zwei Freunden da, wenn ich mich nicht irre.“ sie sah nachdenklich nach oben dann wieder zu Knox. „Und du wolltest einfach nicht rüber kommen um ‚hallo‘ zu sagen.“ sie grinste. „Ach ja..“ Knox erinnerte sich. Der Abend an dem er Cosmo zum ersten mal wiedergetroffen hatte. Die hübsche Frau rückte etwas näher. „Aber du warst vorhin so süss, da hab ich dir den Schluss verziehen.“ Knox kam in den Sinn, dass er sie weggeschickt hatte als sie ihm hatte helfen wollen. Man war er besoffen gewesen. Und der Schock einen Bruder zu haben, hatte ihn umgehauen. „Das war ganz schön krasses Zeug, was du mir da bestellt hattest.“ sagte er. Sie grinste. „Ich hatte das Gefühl du verträgst das schon.“ „Moment.“ Knox hob den Finger. „Was war das eben?“ misstrauisch sah er ihr ins Gesicht. „Was hab ich gemacht?“ Verwirrt sah sie ihn an. „Wie?“ „Du sagtest: ich wäre süss gewesen. Was meintest du damit?“ Wieder grinste die Frau. „Soll das heissen du erinnerst dich nicht?“ Ungeduldig starrte Knox sie an. Dann suchte er seine Taschen ab. Scheinbar war noch alles da. „Ich hab dir nichts geklaut.“ lachte sie. „Du warst einfach... süss.“ verschmitzt lächelnd hob sie ihr Glas an die Lippen. Knox griff seufzend nach der Bierflasche. Sie war leer. „Willst du noch was?“ fragte sie und zeigte auf die Flasche. Er schüttelte den Kopf. „Ne.. ich muss jetzt los.“ gespielt traurig sah sie ihn an. „Ach komm schon. Ich lad dich ein. Geh doch noch nicht.“ Knox sah sie an. Er wusste dass er nicht mehr lange durchhalten würde. Wenn das Jet nachlies, musste er schlafen. „Du warst so weggetreten vorhin, wir konnten uns noch gar nicht richtig unterhalten.“ sagte sie. Knox seufzte. Die Frau verstand das als ja und ging freudestrahlend an die Bar. Dabei hatte er über den Weg zurück zum Lager geseufzt. Er hatte wirklich keinen Bock aufzustehen, geschweige denn zu laufen. Aber hier bleiben konnte er auch nicht. Die Rothaarige kam zurück und setzte sich noch näher zu Knox. „Bitteschön.“ sie drückte ihm die volle Bierflasche in die Hand. „Danke.“ sagte er wenig begeistert. Die hellwache Frau spielte ein schockiertes Stöhnen. „Ich weiss noch gar nicht wie du heisst. Ich bin Jill.“ „Knox.“ antwortete er. Es viel im schwer zu sprechen und die muntere Jill nervte ihn. „Ich fand es wirklich schön, als du reingekommen bist und mich direkt angesprochen hast, Knox.“ Ihre Stimme klang nun verführerisch. Müde sah Knox sie an. Jill lächelte. „Du bist so witzig, und draufgängerisch.“ „So? Was hab ich denn gesagt?“ fragte Knox. Mehr um sie erzählen zu lassen und selbst nicht sprechen zu müssen, als seine Neugier zu befriedigen. „Du sagtest,“ Jill knaberte an ihrem Zeigefinger und sah an die Decke um sich kurz daran zu erinnern. „das ich die hübscheste Frau hier bin und du sofort etwas mit mir trinken willst.“ Knox hob kurz einen Mundwinkel und trank einen Schluck. „Danach wurde es schmutzig.“ sagte Jill, lächelte und legte eine Hand auf Knox‘ Oberschenkel. Er selbst war sich sicher, dass er nicht mit ihr geschlafen hatte. Er vermutete eine wilde Knutscherei und wie er sich kannte, hatte er wohl die Hände nicht bei sich behalten können. Doch er war zu müde. „Leider gings dir dann irgendwie nicht mehr gut.“ Knox erinnerte sich. Er hatte ihr gesagt sie soll ihn eine Weile in Ruhe lassen. Und dann sass er da und versuchte wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Irgendwie kamen Jet und ein Ständer nicht gut zusammen. Zumindest dann nicht, wenn man den Druck nicht abbauen konnte. „Aber ich dachte mir...“ Jills Hand rutschte etwas weiter nach oben. „Wir könnten ja einfach dort aufhören wo wir angefangen haben.“ Knox sah auf ihre Hand. Etwas regte sich, er war aber dennoch sehr müde. Er griff nach ihrer Hand und tat sie beiseite. „Hör zu, äh.. Jill...“ sagte er müde. „Ich bin echt im Arsch. Verschieben wir das einfach, ja?“ Sie vezog den Mund. „Ach komm, wir gehen zu mir und ich geb dir eine Massage. Du entspannst dich einfach, ok?“ Hoffnungsvoll sah sie ihn an. Knox wusste, worauf die junge Frau hinaus wollte. Er würde heute gar nichts mehr packen. Nicht mal die hübsche Jill. Ausserdem wollte er nicht irgendwo einschlafen und aufwachen. Er musste zurück zu Peaches. „Tut mir echt leid.“ sagts Knox und kratze sich am Hinterkopf. „Ich muss zurück zu meinem Lager.“ er begann von Jill wegzurücken und von der Sitzbank aufzustehen. „Danke für den Drink.“ sagte er während sie ihm zusah wie er hinter dem Tisch hervor trat. „Das nächste Mal zahl ich.“ er richtete eine Pistole aus Zeigefinger und Daumen auf sie und zwinkerte. „Wir sehn uns.“ Mit diesen Worten drehte er sich um und stolperte über eine Flasche die am Boden gelegen hatte. Doch er schaffte es auf den Beinen zu bleiben und wankte zu der Tür. Zum Glück folgte sie ihm nicht.


    Die Nacht war bald vorbei und Knox beeilte sich so schnell er konnte zum Lager, in dem Peaches noch immer schlief. Andere die dort genächtigt hatten, waren auf, blieben aber leise. Knox legte sich auf seinen Platz und schloss die Augen. Sein Körper entspannte sich und er fühlte die Ruhe. Kurze Zeit später war er weg.


    Knox schlummerte noch immer tief und fest als zwei Typen in das Lager kamen. Peaches beobachtete die beiden Kings. Sie schienen etwas zu suchen. Als sie auf ihn und Knox zu kamen setzte er sich angespannt auf. Er reagierte zu spät als einer der beiden Knox hoch riss und schüttelte. „He! Aufstehn du Pisser!“ rief der King. Peaches stand schon fast, doch der zweite King richtete eine Pistole auf ihn. „Schön da geblieben.“ knurrte er. Knox erwachte durch das gerüttel. Die Stimmen waren ein Dröhnen in seinem Kopf und hämmerten gegen seine Schädeldecke ehe er sie verstehen konnte. Der King lies ihn los und stiess ihn dabei hart auf seine improvisiertes Nachrlager zurück. Blinzelnd starrte er den Kerl über sich an. Als er die Lederjacken erkannte befürchtete er schon, dass sie das Jet zurück haben wollten, das er einem der Kings weggekauf hatte. Knox setzte sich auf und rieb sich über das Gesicht. Doch er lag sofort wieder auf dem Rucksack als der King ihm mit der Faust ins Gesicht schlug. „Fuck! Was soll das?“ Peaches stand nun langsam auf. Er hob die Händ und behielt die Pistole im Blick die auf ihn gerichtet wurde. „Steh auf!“ rief der Mann und trat zurück. Knox lies sich offenbar zu lange Zeit und kassierte einen harten Tritt ins Bein. Stöhnend erhob Knox sich. „Mach mal halblang Alter.“ sagte er während er auf die Beine kam. „Wenns um das Zeug geht, dann...“ er konnte nicht zu ende sprechen. Erneut schlug der King zu. Knox rieb sich entgeistert den Kiefer. Langsam wurde er sauer. „Du perverser Scheisskerl!“ sagte der King und kam mit erhobenen Fäusten auf Knox zu. Diesmal konnte er dem Schlag ausweichen. „Du hast das letzte Mal meine Schnalle angegraben!“ Nun musste Knox unwillkürlich grinsen. Nun verstand er. Es war nicht das erste Mal, dass er auf die Fresse bekam wegen einem solchen Vorfall. Sogar Cosmo hatte ihn schonmal verdroschen deswegen. „Ganz ruhig, Mann.“ Knox hob beruhigend die Hände während er rückwerts ging. Der King folgte ihm in Angriffshaltung. „Das hab ich doch gar nicht gewusst.“ Knox versuchte ernst zu bleiben, bekam das dumme Grinsen aber nicht abgestellt. Das schien den King nur noch wütender zu machen. „Das interessiert mich n Scheissdreck!“ Immernoch zurückweichend sagte Knox, dem bewusst wurde, dass mit dem Kerl nicht zu reden war: „Deine Alte ist ne Bitch. Vielleicht solltest du lieber sie verkloppen.“ Der King griff mit einem wütenden Schrei an und riss Knox zu Boden. Seine Reflexe schliefen noch. Schützend hob er die Arme vor das Gesicht während der Kinganhänger auf ihn eindrosch. Peaches konnte nichts machen. Der Freund des Betrogenen hielt die Waffe auf ihn und verhinderte ein Eingreifen. Knox hielt die Luft an und spannte jeden Muskel, den er finden konnte, an, als der King ihm in die Nieren und den Magen boxte. Er versuchte den King von sich runter zu stossen, bekam aber die Beine nicht frei. Mit den Händen wehrte er die Schläge ab und wollte dem Kerl ins Gesicht greifen. Ihn weg drücken oder die Finger in die Augen bohren, damit er zurückwich. Doch er schaffte es nur den Mund des anderen zu verzerren und die Nase hoch zu drücken. Der King landete einen kritischen Schlag in Knox‘ unangespannten Bauch und er keuchte auf. Sein Oberkörper bäumte sich kurz auf, kleine Bluttröpfchen sprühten aus Knox’ Mund und er hielt sich den Magen. Knox wollte noch fluchen, bekam aber keine Silbe heraus. Der King setzte sich auf und besah sich zufrieden das Resultat. Knox drehte sich zur Seite und hielt sich mit beiden Armen umschlungen. Ehe der King sich abwendete trat er noch einmal zu. Dann spuckte er auf den sich krümmenden Knox. „Wichser! Wenn ich noch einmal mit Jill erwische, dann schiess ich dir die Fresse weg!“ Der andere Kinganhänger ging rückwärts, immernoch die Waffe auf Peaches gerichtet. Sie entfernten sich. Einer stapfte wütend, der mit der Waffe drehte dich um und folgte. Die Leute im Lager starrten nur. Peaches eilte zu Knox und kniete sich zu ihm. Knox verharrte regungslos und versuchte nicht zu kotzen. Blut rann ihm aus der Nase und ein Auge war blutunterlaufen. „Gehts?“ fragte Peaches. „Nein.“ sties Knox atemlos aus. Er wartete bis der Schmerz sich nicht mehr stechend in seinen Magen bohrte. Er spuckte Blut aus, welches ihm hinten in den Rachen lief. Peaches ging zu seinem Rucksack, nahm den roten Stoff heraus und tränkte ihn mit Wasser. Er reichte das Tuch an Knox, der es mit einer Hand entgegen nahm und sich ins Gesicht hielt. Es kühlte ein wenig sein Auge, doch kurze Zeit später fühlte sich das Nass genau so heiss an wie sein Schädel. Mühsam setze er sich auf, als der pochende Schmerz ihn nicht mehr zusammen zog. In einem halben Schneidersitz, betrachtete er das Tuch, wischte, sich über das Gesicht und spuckte dann erneut Blut in den Sand. Peaches brachte Knox die Wasserflasche. „Was war das denn?“ fragte er. Knox fuhr sich mit der Zunge über die Unterlippe die aufgesprungen war. Die Leute um sie herum folgten wieder ihren Tätigkeiten. „Ich war gestern im Wrangler weil ich nicht schlafen konnte.“ erklährte Knox und wischte weiter Blut aus seinem Gesicht. „Hab da wohl mit der falschen Frau gesprochen.“ „Gesprochen ja?“ nun grinste Peaches. Er hielt ihm die Hand hin um Knox auf die Beine zu helfen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht lies er sich hoch ziehen. Vorsichtig ging er zum Lager zurück um sich ans Feuer zu setzen. „Haben nur ein bisschen rummgemacht. Ich wusste wirklich nicht wer sie war. Achja und...“ Knox zog den Rucksack zu sich und griff nach Peaches‘ Geldbeutel. „Ich hab mir ein bisschen was geborgt. Hoffe das ist okay.“ er gab ihm die Korken. Peaches nahm sie entgegen. Er war nicht glücklich darüber, doch er versetzte sich in Knox hinein und konnte es ein Stückweit nachvollziehen. Wenn er die ganze Nacht nicht schlafen könnte, würde er sich wohl auch eine Beschäftigung suchen. „Nächstes Mal fragst du.“ sagte er und Knox nickte. Er war froh, dass das Jet nicht zur Sprache kam. “Komm.“ sagte Peaches und räumte seine Sachen zusammen. „Es gibt was neues von Victor.“ Knox hielt das Tuch an die Nase und sah Peaches zu. „Ah ja? Was ist es diesmal?“ „Zwei Typen die weg müssen.“ Knox nickte und stopfte einhändig seinen Rucksack. Er hielt inne und sah wieder zu Peaches. „Umbringen? Wen?“ Peaches‘ Gesichtsausdruck wurde grimmig. „RNK.“ „Nein?!“ sagte Knox entgeistert. Peaches nickte. „Scheisse...“ sagte Knox. „Das kann ja was werden... Wichtige Typen?“ Wieder nickte Peaches während er seine Sachen schulterte. Knox stand auf und hob den Rucksack auf. „Wo?“ „Einer scheint in einem Aussenposten zu sein, der andere in McCarran.“ „Wie sollen wir das anstellen?“ Nun schüttelte Peaches den Kopf. „Ich hab keinen Schimmer.“


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  • Hast du alles?“ „Ich denke schon.“ antwortete Knox und tastete sich ab. „Ich schlage vor wir gehen erst zu dem Aussenposten.“ sagte Peaches und setzte sich in Bewegung. „Irgend einen Plan wie wir vorgehen?“ fragte Knox und schloss zu seinem Freund auf. „Es gefällt mir nicht die RNK auf uns zu hetzten.“ Peaches steuerte auf den Ausgang von Freeside zu. „Am besten wenn wir nicht erkannt werden.“ Knox überlegte. Wenn er seine Schmerzmittel noch hätte, könnte er das selbe abziehen, wie mit Ray und Ireen. „Besorgen wir uns Mentats!“ schoss es aus ihm hervor und Knox grinste. „Die Party-Droge? Wozu?“ Peaches schien verwirrt. „Das mixen wir dem Kerl in sein Essen. Oh und Med-X brauchen wir.“ Peaches kam noch immer nicht mit. „Med-X?“ Knox grinste wissend. „Ich weiss zufällig das fünf Dosierungen tötlich sind.“ Peaches hob die Brauen. „Wirklich?“ Entlich zahlte sich Knox‘ Wissen über Chems einmal aus. „Wir betäuben den Typ und jagen ihm das Zeug ins Blut. Und ehe er gefunden wird, sind wir schon wieder weg.“ „Kumpel, du beunruhigst mich ein bisschen.“ sagte Peaches. Knox grinste. „Hast du einen besseren Plan?“ Peaches sah auf den Weg. „Und wie sollen wir an den Kerl ran kommen?“ „Da hab ich schon eine Idee.“ gab Knox zurück. „Aber jetzt besorgen wir uns erst mal Drogen.“ „Und wie? Schon vergessen, wir haben kaum noch Kronkorken.“ sagte Peaches und warf Knox einen genervten Blick zu. „Wir haben doch Quinn. Sie hat genug davon.“ Peaches schnaubte humorlos. „Ich vergesse immer, dass ihr verdammte Raider wart.“ Knox stiess Peaches in die Rippen. „Red nicht so über Quinn.“ „Tut mir leid.“ sagte Peaches. Er wusste das Quinn ein guter Mensch war. Jetzt zumindest. Menschen änderten sich. Über Knox jedoch konnte er das noch nicht mit voller überzeugung sagen. Gut war in seinem Fall ein weiter Begriff. Aber er wusste, dass er sich auf ihn verlassen konnte wenn es hart auf hart kam. Das reichte vorerst.
    Knox ging neben Peaches her. Es war ihm schnuppe was Peaches über ihn dachte. Er war zwar wie ein Bruder und auch wenn er sich abschätzig über seine „Probleme“ äusserte, liebte er den Kerl platonisch. Doch über Quinn durfte sich niemand negativ äussern. Auch wenn er die alte Quinn ein wenig vermisste. Die die nur ihm gegenüber ein bisschen Zuneigung äusserte. Er konnte es nicht erklähren, aber er hatte sich dadurch irgendwie besonders gefühlt. Sie ihm näher gebracht. Es war einfach etwas, was nur sie beide hatten. Etwas was nur er von ihr wusste. Knox schüttelte die Gedanken ab. Sentimentalitäten. Er wurde langsam zu einem Weichei. „Hast du ein Problem damit, dass wir Raider sind? ... waren.“ korrigierte Knox. Peaches schüttelte den Kopf. „Unsinn.“ sagte er. „Aber mal im Ernst... wie kam es dazu?“ Knox zuckte verwirrt mit dem Kopf zurück. „Was meinst du?“ Peaches der früher ein kleiner Karavanenhändler gewesen war und Raider und Unholde gefürchtet hatte, sah zu Knox. „Würdest du wieder zu dieser Bande zurück gehen wenn du die Möglichkeit hättest?“ Darüber hatte Knox noch nie nachgedacht. Diese Leute waren alles was er damals gehabt hatte. Nun da er daran zurück dachte und auch wusste was vor dem Unfall gewesen war, konnte er sich das nicht mehr vorstellen. Doch er wollte nicht zugeben, dass es ein Fehler gewesen war sich Raidern anzuschliessen, zumal er ja auch keine andere Wahl gehabt hatte. Damals hatte er geglaubt die Typen killen ihn wenn er sich ihnen nicht beugte. „Vermutlich nicht. Lance war ein Arschloch.“ „Und wenn er es nicht gewesen wäre?“ Knox kniff die Augen zusammen. „Worauf willst du hinaus?“ Peaches der neugierig klang, vermied es nun Knox anzusehen. „Ich frage mich nur was einen dazu bewegt... Leute zu... überfallen und... naja.“ Knox wartete ob Peaches noch ausführlicher wurde. Doch dieser schwieg. Knox wusste nicht was er davon halten sollte. Warum war das wichtig? Es ärgerte ihn und er beschloss so wahrheitsgetreu wie möglich zu antworten, in der Hoffnung dass Peaches diese unsinnigen Fragen in Zukunft unterlies. „Weils Spass macht.“ sagte Knox kühl. Beinahe erschrocken sah Peaches hoch. „Ist das dein Ernst?“ Knox nickte und blickte so ernst er konnte zurück. „Du entscheidest über das Leben eines anderen, oder über seinen Tod.“ Knox ballte die Faust und sah versonnen nach oben. „Das ist Macht. Und Nervenkitzel. Man kann jeder Zeit selbst drauf gehen, und wenn man es nicht tut, ist das ein Erfolgserlebnis wie kein zweites.“ Anders als erwartet verzog Peaches nicht den Mund, sondern nickte. Knox sah ihn etwas verduzt an. Dann setzte er noch einen drauf. „Und auf Psycho ist es noch viel intensiver. Nicht zu beschreiben.“ „Sieht Quinn das auch so?“ fragte Peaches. Knox zuckte mit den Schultern. Sie hatte nie Drogen genommen. Aber sie war kaltblütig gewesen und hatte für ihr Überleben und das ihrer Freunde gekämpft. Koste es was es wolle. „Dann muss es wohl so sein.“ sagte Peaches nun. „Ist das alles was du dazu sagst?“ fragte Knox verwundert. Peaches warf ihm einen Blick zu. „Du bist ein gewissenloses Arschloch. Aber weil du mein Partner bist, würde ich sowas nie sagen.“ Peaches lächelte kurz und dachte nach. „Andererseits sorgst du dich um deine Familie und vorallem um Quinn. Etwas was man von einem richtigen Raider nicht erwarten könnte.“ Knox lachte sarkastisch. „Und was sind richtige Raider? Die die ihre eigene Mutter töten und ihre Geschwister auffressen?“ „Zum Beispiel.“ „Du hast ja keine Ahnung.“ Beinahe war Knox sauer auf Peaches weil er ihn nicht für einen Raider hielt. Und er dieses klischee-Denken hatte. Aus, für Knox, unerfindlichen Gründen, verletzte das seinen Stolz. Aber es fühlte sich irgendwie falsch an, so zu fühlen. Doch er ignorierte letzteres. Er war ein Raider. Ein richtiger. „Glaubst du ich hätte nicht auch gegen andere Banden gekämpft?“ sagte Knox. „Nicht alle sind gleich. Es gibt echt verrückte Psychos da draussen, aber eines haben so ziemlich alle gemeinsam.“ Knox vergass sich zu beherrschen. „Sie halten zusammen.“ Nun lachte Peaches, verstummte aber sofort wieder. „So wie deine Bande?“ Knox schwieg, nun doch sauer. „Ach scheisse. Halt doch die Fresse.“ sagte er schliesslich schmollend. Sie passierten das Tor und verliessen damit Freeside. „Das war dieser Lance. Der Typ war einfach scheisse.“ rechtfertigte Knox sich zu spät. Peaches lächelte. „Was willst du mir eigentlich beweisen? Dass Raider trotz allem gute Jungs sind?“ Knox dachte einen Moment darüber nach. Er konnte und wollte nicht zugeben, dass Peaches recht hatte. Es würde bedeuten dass er, Knox, ein beschissenes Leben geführt hatte nach seinem Gedächtnisverlust. Und um nichts in der Welt wollte er das wahr haben. „Sie waren eine Familie als ich keine mehr hatte...“ sagte er beinahe kleinlaut. Dieser Satz wischte Peaches‘ Lächeln aus dem Gesicht. Ihm wurde plötzlich klar, dass Knox nichts dafür konnte. Wenn man nichts mehr hatte, wirklich rein gar nichts mehr, was blieb einem dann übrig? Und wie er Knox einschätzte, wollte er damals einfach nur irgendwo dazu gehören. Sich beweisen dürfen. Und dafür hatte er sich sogar auf das Raider da sein herab gelassen. Er hatte ihnen zeigen wollen, dass er einer von ihnen war, trotz dem Gedächtnisverlusst. Nur um einen Platz irgendwo zu haben. Und war stolz gewesen ein Mitglied zu sein. Akzeptiert zu werden, musste für Knox eine enorme Bedeutung haben. Selbst wenn es in Peaches’ Augen, nur Raider waren. Möglicherweise hatte er sich die Freude am töten auch nur eingeredet. So lange bis er es selbst geglaubt hatte. Und er musste vergessen haben, dass er sich einmal davor gescheut hatte, vermutete Peaches. Bestimmt war Knox nicht von snfang an so mordlustig gewesen.
    Da er sich so um seine Freunde sorgte, wäre er bestimmt kein kaltblütiger Mörder geworden, hätte er diese Raider nicht getroffen. Peaches glaubte fast zu wissen, dass wenn Quinn nicht bei ihm geblieben wäre, er wirklich tief gefallen wäre. Dass er allein, den Faden verloren hätte. Wenn er keinen hatte der ihm eine Aufgabe gab, hatte er nichts. Und Peaches wusste auch, dass Knox das nicht bewusst war. Er tat Peaches nun fast leid. Beinahe war es traurig, wie leicht jemand zu einem unberechenbaren Killer mutieren konnte und wie wenig dafür nötig war. Und es war traurig, dass niemand, ausser ihm, und denjenigen die Knox‘ Geschichte kannten und akzeptierten, ihn je verstehen würden. Wenn Knox das je selbst begreifen würde, hätte er die Chance sich zu ändern. Er könnte diesen willkürlichen Killerinstinkt ablegen. Aber daran glaubte Peaches nicht. Und es ihm zu erklähren würde nichts bringen. Es würde ihn nur wütend machen. Er würde nicht verstehen, dass das alles nur die Folge seines gewaltigen Wunsches gewesen war, nicht allein, mit dem Nichts in seinem Kopf, sein zu müssen. Das war zwar schade, aber immerhin würde es Knox’ Gutmütigkeit nicht schmälern.
    Peaches griff den Jüngeren am Nacken und schüttelte ihn aufmunternd. „He. Ich versteh dich. Du hast getan was für dich gut und richtig war.“ Knox lächelte schwach weil er wusste, dass es für Aussenstehende nicht nachvollziebar war, dass er sich Raidern angeschlossen hatte, Drogen konsumiert und gefallen am Töten gefunden hatte. Aber es war nunmal so wie es war. Er ahnte nicht, wie gut Peaches ihn doch verstand. „Du bist ein guter Kerl, das weiss ich.“ sagte Peaches. „Tz.“ zischte Knox lächelnd. „Nein im ernst.“ sagte Peaches und brachte seine ganze Freundlichkeit zum vorschein. „Das sag ich auch nicht nur so.“ er pausierte bis Knox ihn ansah. „Auch weil ich einen Psycho wie dich, echt nicht zum Feind haben will.“ Peaches zwinkerte und Knox musste nun ebenfalls grinsen.



    >>> Mojave Wüste >>>>


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  • Der Schutt knackte unter den Stiefelsohlen, als Dust die zerstörte Straße Richtung Atomic Wrangler Casino entlangschritt. Zu beiden Seiten befanden sich die Backsteingebäude in einem verfallenen Zustand, die Schaufensterscheiben waren zersplittert oder komplett mit Brettern vernagelt worden. Früher musste dieser Straßenzug eine angenehme Wohngegend gewesen sein, auf eine melancholische Art und Weise erschütternd, was daraus geworden ist. Zu seiner Linken konnte der alte Mann einen Wohnblock erblicken, der noch einigermaßen intakt zu sein schien. Ein schräg hängendes Schild verkündete in goldenen Lettern die schon bessere Tage gesehen hatten "Silver Rush". Vor dem Eingang des Gebäudes standen 2 schwer bewaffnete Söldner in Kampfrüstungen. Die 2 Kerle müssen bei der gleißenden Sonne New Vegas unter ihren Panzerplatten Schweißbäche absondern. Der eine hielt ein Lasergewehr in seinen massiven Händen, der andere hatte ein Plasmagewehr im Anschlag. Ungewöhnlich, solche Waffen sind für Privatpersonen sehr unüblich, für gewöhnlich tragen nur Militäreinheiten der Enklave und der Stählernen Bruderschaft diese Art von Ausrüstung mit sich herum.. Einer der beiden Männer musterte Dust mit einem schneidenden Blick. Falls der andere dies ebenfalls tat, konnte man es nicht ausmachen, da eine schwarz getönte Sonnenbrille seine Augen verdeckte.


    John Dust schenkte dem Duo keine weitere Beachtung und ging auf eine gläserne Eingangstür zu, die zahlreiche Risse aufwies. Die Pforte des Atomic Wranglers. Mit einem unangenehm metallischen Geräusch viel die Tür hinter ihm ins Schloss. Das Wrangler war ein ziemlich abgewrackter Laden, der schon bessere Tage gesehen hatte. Die Bestuhlung war extrem zerschlissen, genau wie die wenigen Spieltische. Was für ein Drecksloch. Für eine Nacht wird es wohl reichen.. Dust Schritt auf den Tresen zu. Eine schlanke Frau mit einem blassen Teint stand hinter der massiven Holztheke. Sie trug eine dunkle Lederjacke, kombiniert mit einer seltsam kindisch anmutenden Schirmmütze in der Farbe Rot. "Wie kann ich Ihnen behilflich sein?" Die Dame entblößte eine Reihe zitronengelber Zähne und lächelte schief. "Ein Zimmer bitte". Entgegnete Dust trocken. Die Empfangsdame schob einen rostigen Schlüssel über die Theke. "Das macht dann genau 10 Kronkorken". Dust schob das Geld über den Tresen, nahm den Schlüssel mit einer gut sichtbaren eingravierten 8 an sich und verabschiedete sich mit einem dankbaren Nicken. Die Stufen ächzten unter dem Gewicht seines Körpers, als Dust die Treppe zu den Zimmern erklomm. Klickend glitt der Schlüssel ins Schloss des Zimmers Nummer 8 und sprang nach einer kurzen Drehung des Türknaufes klackend auf. Mühsam legte John seine Ausrüstung in eine Ecke und schloss die Tür. Kaum im Bett, fiel er in einen ruhigen aber kurzen Schlaf.


    Ein hölzernes Klopfen riss Dust aus dem Schlaf. Sofort hatte er seine 9mm unter dem Kopfkissen hervorgezogen und trottete mit hinter dem Rücken verborgener Waffe müde zur Tür. Er legte das rechte Ohr auf das spröde Holz der Tür und lauschte. "Wer ist da?" dröhnte seine Stimme dumpf aus dem Zimmer "Lieferung für Sie" "Ich habe nichts geordert?" entgegnete Dust schroff. Die Zimmertür besaß keinen Spion, Dust wurde innerlich unruhig. "Es ist eine Eillieferung, Sir". John überlegte. Die Tür zu öffnen barg ein großes Risiko, es könnte ohne Weiteres ein Exekutionskommando bestehend aus 3 Männern oder mehr vor seiner Zimmertür stehen. Reiß dich zusammen Dust, du wirst auf deine alten Jahre noch paranoid, es ist nur eine Mojave Lieferung.. Er öffnete langsam einen Spalt breit die Tür. Ihm stand ein junger Lieferant mit Strohhut und Sommersprossen im Gesicht gegenüber. Der junge Bursche reichte ihm einen Lieferschein. "Bitte hier unterschreiben". Er zeigte mit seinem Finger auf eine Linie am Ende des Dokumentes und reichte ihm parallel einen abgenutzten Kuli. Dust kritzelte seine Unterschrift auf das Blatt und nahm das unerwartet kleine Paket entgegen. "Danke" sagte Dust nur, drückte dem Lieferanten drei Kronkorken in die Hand und schloss darauf die Tür. Was das wohl sein mag?

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    I have stood here before inside the pouring rain
    With the world turning circles running 'round my brain
    I guess I'm always hoping that you'll end this reign
    But it's my destiny to be the king of pain

  • Mit einer geschickten Bewegung trennte Dust das Paket mit seinem abgenutzten Bowie Knife auf. Langsam klappte er die beiden verblichenen Pappränder nach oben. Erstaunt legte John Dust das Messer auf die Seite. Das Paket war vollkommen leer, bis auf einen blutroten Umschlag auf dem Paketboden. Dust griff nach dem Umschlag, der sich in der Hand als wesentlich schwerer und dicker gefüllt als augenscheinlich zu sehen war entpuppte. Vorsichtig öffnete er mit der Messerklinge das Kuvert. John traute seinen Augen kaum. Im Inneren steckte ein Bündel 100 RNK-$ Banknoten und ein gefaltetes Blatt Papier. Sorgfältig zählte er die Scheine, 20 Stück an der Zahl. Er legte das Geld auf die Seite und wandte sich der Botschaft zu. Das Blatt war strahlend weiß, der Text auf ihm jedoch mit einer roten Flüssigkeit verfasst. Dust war sich nicht sicher, ob es sich um rote Tinte handelt oder etwas anderes. Eine Welle des Unwohlseins stieg in ihm auf. Er begann zu lesen:


    Wir wissen aus vertrauenswürdigen Quellen, dass Sie einer der erfahrensten und treffsichersten Gewehrschützen in der gesamten Mojave sind. Unsere Vereinigung würde Sie gerne engagieren. Fragen Sie auf dem Strip im Ultra-Luxe Kasino nach Mister Pinkerton. Wir freuen uns auf eine Übereinkunft, die finanziellen Mittel anbei, waren nur ein Vorgeschmack auf das, was Sie im Rahmen einer Zusammenarbeit erwaten wird.


    Dust wusste nicht, was er von dieser Nachricht halten soll. Ihm war schleierhaft, wie er aufgefunden werden konnte und das ist so kurzer Zeit. Seine früher so sensiblen Sinne für Sicherheit müssen dem Alter geschuldet wohl nachgelassen haben. Er fasste für sich den Entschluss, der Sache auf den Grund zu gehen. Kann dieser Text wirklich mit Blut verfasst sein worden? Das Schriftstück verschwand in seiner rechten Brusttasche, den Karton stelle er in eine dunkle und uneinsichtige Ecke des Zimmers. Langsam sank sein Körper in dem viel zu weichen Bett ein. Er starrte an die schäbig gestrichene Decke. Seine Gedanken kreisten um die roten Zeilen, bis zur Morgendämmerung kam ihm Schlaf nicht in den Sinn. Übermüdet stieg Dust aus dem Bett. Schnell hatte er seine Ausrüstung zusammengepackt und verließ den Raum. Auf dem Weg nach draußen legte er den Schüssel auf den Tresen, ohne sich weiter umzudrehen. Die frische Morgenluft strömte durch seine Lunge. Trotz der Müdigkeit fühlte der alte Mann sich lebendig und frei. Gleißende Sonnenstrahlen spielten auf seiner Kleidung Fangen. Der Himmel strahlte in einem unbeschreiblich schönen Blau. Mit gleichmäßigen Schritten machte er sich auf den Weg zum Mick & Ralph's


    Ralph begrüßte ihn, noch bevor die Tür hinter ihm ganz ins Schloss gefallen war. "Ah, Mister Dust, ich habe sie schon erwartet" Dust grinste nur und nickte kurz. Am Tresen angekommen, schon ihm Ralph das Dokument über die Theke. Augenscheinlich schien der Ausweis echt. Dust hatte wenig Ahnung von Dokumenten und deren Fälschungen und konnte somit ohnehin keine Beanstandung machen. "Gute Arbeit, hier ist der Rest des Geldes" Dust schob ihm die restlichen 300 Kronkorken zu. Das RNK Geld wollte er vorerst behalten, zumal er keine Ahnung vom Umrechnungskurs zu Kronkorken hatte. Eventuell könnte es sich später auch noch als nützlich erweisen. Ralph nahm die Korken entgegen und verstaute sie in der altmodischen Kasse des Mick & Ralph's. "Vielen Dank, kann ich sonst noch etwas für Sie tun?" "Nein, das ist alles, danke für Ihre Zeit." Jetzt nur noch durch die Sicherheitskontrolle kommen.. Langsam schlenderte Dust Richtung Nordtor des Strips.


    Auf dem Platz vor dem Nordtor des Strips hielten sich sehr viele Junkies und Obdachlose auf. Ein unangenehmer Geruch fuhr in dusts faltige Nase. Aus allen Richtungen schauten ihm Augenpaare entgegen. Wut und Hass spiegelte sich in ihnen, aber auch Frust und Resignation. Sie sind der Oase so nah und doch so fern, arme Teufel. 2 Wachroboter versperrten den Zutritt zum sagenumwobenen Strip. Über dem Eisentor wurden mehrere farbige Metallplatten zu einer Art Reklametafel zusammengeschweißt, auf der diverse bunt gemixte Leuchtbuchstaben den Strip ankündigten. Einer der blauen Roboter rollte auf ihn zu. Eine mechanische Stimme verkündete: "Bitte Ausweis vorzeigen, Bürger!" Er tat wie ihm geheißen, die Maschine piepte ein paar Mal und eine Lampe leuchtete schließlich grün auf. "Passieren, Bürger!" Dust trat durch die massiven Metalltore in eine andere Welt.


    >>>> Der Strip >>>>

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  • >>> Mojave Wüste >>>>


    Unangenehm stickige Luft füllte die Lungen der beiden Männer, nachdem sie das massive Eingangstor von Freeside passiert hatten. In diesem Moloch hatte sich nichts verändert. Die Straßenverkäufter boten ihre gegrillten Insekten am Spieß feil und vereinzelt schlenderten Menschengruppen über den zerrissenen Asphalt. Einige leere Konservendosen klapperten in den Betonfugen umher. Zielstrebig steuerte Dust ein Lokal an, dass mit großer Neonschrift "The Kings" in den Himmel projizierte. Im Atomic Wranglers wollte er sich nicht mehr blicken lassen und in beiläufigen Gesprächen dort hatte er zuvor etwas von diesem Laden aufgeschnappt. Scheinbar gehörte er einer Bewegung, die einem Mann nacheiferten, den sie einfach nur The King nannten. Zuvor hatten sie bereits einige Mitglieder von ihnen vor dem Stadttor gesehen. Sie trugen schwere, schwarze Lederjacken und eine Unmenge Pomade in den Haaren. Außerdem war jeder gut bewaffnet gewesen. John waren sie nicht ganz geheuer, doch für einen Drink würde ihr Lokal sicherlich taugen. Einer der Kings lehne lässig neben der gesprungenen Eingangstür aus Glas an der schmutzigen Gebäudefassade aus Backstein. Eine 10mm Maschinenpistole steckte locker und glänzend in seinem Gürtel. Er blickte das Duo grimmig an, machte jedoch keine Anstalten sie abzuweisen. Kaum hatten sie das Haus betreten, strömte ihnen ein intensiver Zigarettendunst entgegen. Er stieg erschlagend intensiv und drückend in ihre Nasen auf. Ein großer, roter Pfeil verkündete die Richtung in das eigentliche Lokal. Im Vorraum stand nur eine alte Holztheke, hinter der sich ein gelangweilter King in den Haaren umherfuhr.


    Eine rote Metalltüre war die Pforte, die die Hauptbühne, auf der ein Künstler, der in einem identischen Look wie der Großteil der Zuschauer gekleidet war ein Lied auf einer alten Akustikgitarre performte freigab. Zu ihrer Linken stand eine kleine, aber gut sortiere Bar. Ein kleingewachsener Mann verrichtete dort seinen Dienst, er aussah, wie jeder andere hier, was auch sonst. John kam sich ein wenig vor, wie in einem der schlechten Vorkriegsfilme. Knox und Dust setzen sich an einen kleinen Tisch in einer Ecke des Raumes. "Lassen wir diese ganze Geschichte erstmal sacken." Dust bestellte beim Kellner für beide einen doppelten Whisky. Der alte Mann lehnte sich in seinem Stuhl zurück und betrachtete Knox. Er sah ein wenig getrieben und unruhig aus. Seine Augen schauten in dem großen Raum umher und schienen sich nicht entscheiden zu können, was sie fokussieren sollten. Kein Wunder, bei dem, was den beiden noch bevorstand. Als die Drinks kamen, stießen beide klackend an und nahmen einen großen Schluck. Der Alkohol brannte auf der Zunge wie tausend kleine Feuer. Dust genoss das Gefühl und ließ den Schluck im Mund von links nach rechts tanzen, bevor er ihn die Speiseröhre hinab beförderte. Der Act des Abends setzte seine Gitarrennummer fort und die Zeit verflog. Es schien, als wäre alles gesagt, obwohl keine Worte gewechselt wurden. Die beiden Männer waren sich einig und sehr müde. Erschöpfung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Eine Überbachtungsmöglichkeit mussten sie sich trotzdem noch suchen, in Freeside unter freiem Himmel zu schlafen, kam einem Todesurteil gleich. Sie wollten sich gerade aufraffen, als völlig unvermittelt ein hochgewachsener King vor ihnen stand.

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    I have stood here before inside the pouring rain
    With the world turning circles running 'round my brain
    I guess I'm always hoping that you'll end this reign
    But it's my destiny to be the king of pain

  • Knox fühlte sich etwas unwohl bei den Kings wenn er daran dachte wie die letzte Begegnung mit ihnen ausgegangen war. Doch er wollte nichts sagen und Dust womöglich noch mit seinen Geschichten vollends vergraulen. Wenn er dies nicht schon mit dieser unmöglichen Victor Story getan hatte. Aber er brauchte seine Hilfe. Alleine hatte er keine Chance. Und mit etwas Glück und Einfühlungsvermögen, würde er Quinn auch noch auf seine Seite ziehen. Sie hatte ihm steht zu Seite gestanden. Auch wenn er Mist gebaut hatte. Darüber war Knox sehr dankbar, auch wenn er es nie laut zugab.

    Knox trank den Whisky der seinen leeren Magen übernahm und ihn etwas benebelte. Er dachte darüber nach, ob sie vielleicht bei Quinn unterkommen konnten, statt sich hier in Freeside etwas zu mieten oder sich zu verstecken um die Nacht zu überleben. Aus einem ermüdenden Grund jedoch, sagte Knox nichts dergleichen. Es fühlte sich an als wäre Sprechen das anstrengendste auf der Welt. Es würde sich schon etwas ergeben.

    Energielos setzte Knox sich auf. Es wurde Zeit zu gehen. Er legte die Handflächen auf den Tisch und stütze sich daran ab während er aufstand. Doch er und Dust kamen nicht Weit. Ein Kerl hatte die beiden entdeckt und war auf ihren Tisch zugesteuert. Ein grimmiger Gesichtsausdruck verkündete, dass er aus irgend einem Grund nicht erfreut über ihre Anwesenheit war. Als Knox ihn erkannte, bemerkte er das er wegen seiner Anwesenheit nicht glücklich war. Wie es der Zufall so wollte, der Typ wohnte hier aber nennen wir es trotzdem Zufall, stand vor Knox der missmutige Freund von Jill. Eine Zigarette klemmte zwischen seinen Lippen und wie man es kannte, troffen die Haare beinahe vor lauter Gel. Der King nahm den Glimmstängel zwischen die Finger und spuckte aus. "Du hast ja Nerven." bemerkte er und funkelte Knox finster an. Dieser hatte keine Lust auf eine Konfrontation mit diesem höchst aggressiven Typ. Da er kaum gegessen hatte, fehlte ihm auch die Energie dazu. Müde sah er zu dem King auf und hob beschwichtigend die Hände. "He Mann, ich will keinen Ärger okay?" "Das entscheide immer noch ich, du Pisser." Der King spuckte das letzte Wort förmlich und Knox wischte sich mit der Handfläche übers Gesicht. Er warf einen flüchtigen Blick auf Dust, der die Bedrohung zu spüren schien. "Wir gehen jetzt einfach, alles klar?" sagte Knox ruhig und wollte um den Kerl herum gehen doch dieser Schubste ihn grob zurück. "Du glaubst doch nich, dass du hier ohne Abreibung wieder raus kommst." Seufzend betrachtete Knox ihn. Ihm lag etwas unvorteilhaftes auf der Zunge was er sich nicht verkneifen konnte. "Du bist ganz schön nachtragend." "tja." Der King grinste kurz überlegen, dann verfinsterte sich seine Mine. "Hättest du mal nicht meine Schnalle gefickt." Knox runzelte verständnislos die Stirn. "Seit wann dass denn?" "stell dich nicht dümmer als du bist." gab der King zurück und schnippte mit den Fingern. Sein Kumpel, den Knox auch schonmal gesehen hatte und ein weiterer dieser King-Klone tauchten auf. "Ich sagte, wenn du sie noch mal anfasst, bist du tot." Die Stimme des Kings war bedrohlich und er sprach durch zusammengebissene Zähne. Knox trat einen halben Schritt zurück. "Äh..." fing er an, unfähig den Worten dieses Irren zu folgen. "Ich weiss ja nicht was sie dir erzählt hat, aber ich wars sicher nicht." Ein weiteres Mal sah er zu Dust und versuchte ihm unmerklich ein Zeichen zu geben, los zu laufen. Hier im Reich der Kings war es äusserst unklug sich mit auch nur einem von ihnen anzulegen. Das würde keiner der hier Ansässigen tolerieren. Erneut spuckte der King aus und warf den Zigarettenstummel hinterher. Er trat bedrohlich näher. "Willst du etwa sagen dass ich lüge?" Als Knox diesmal zurücktreten wollte, stiess er gegen den Runden Tisch und eins der leeren Gläser stürzte zu Boden. Die Blicke der King Anhänger hefteten sich alle auf das zerspringende Whiskyglas und trotz Müdigkeit, konnte Knox diese Chance nutzen um "Lauf!" zu schreien und seinen Feind mit beiden Händen zur Seite zu stossen. Er rannte mit Dust, der Knox' Empfehlung folge leistete auf den Ausgang zu, ehe einer der Kings recht begriffen was passiert war. Auf Befehl hin, verfolgten die zwei Freunde des Betrogenen die Flüchtenden, während dieser wieder auf die Beine kam. Knox stiess mit Wucht die Tür auf und rannte ins Freie. Dust dicht auf den Fersen. Schnell sah Knox sich um und entschied sich aus Freeside raus zu rennen, satt Richtung Strip. Vor dem Ausgang bog er in eine Gasse ab um die Kings daran zu hindern auf sie zu schiessen und bahnte sich einen Weg durch die Trümmer. Als sie nahe dem Tor wieder auf die Strasse traten, hatte die Verfolger ihre spur verloren.

    Noch ausser Atem, verzichtetet Knox darauf sich weiter in Freesie aufzuhalten und sich bei seiner besten Freundin auszuruhen und zu stärken. Dust stimmte dem zu. Und obwohl Knox das Gefühl hatte, dass er sich für diese Strapazen entschuldigen musste, tat er es nicht. Zu Peinlich. Deshalb versprach er Dust, gutes Essen und einen sicheren Schlafplatz bei Quinn.



    Bei Quinns Haus angelangt, steigerte sich Knox' Vorfreude immer weiter. Er Freute sich auf ihren Gesichtsausdruck wenn er ihr das Geld zeigte. Er nickte Dust zu und öffnete die unverschlossene Tür. Slayter sass auf dem Sofa und zündete sich gerade eine lange selbstgedrehte an. Aufmerksam sah er zu Knox und seinem Begleiter. Fröhlich wie Knox ihn kannte, begrüsste sein ehemaliges Gangmitglied die beiden. Knox warf all die schwere Ausrüstung ab und schmiss sich neben Slayter auf die Couch. Dieser reichte ihm wie selbstverständlich den Joint. "Probier mal." sagte Slayter und lehnte sich zurück. "Das hat so ein Händler ausm Westen mitgebracht." Knox nahm einen Zug und bot John an es sich bequem zu machen. Die Hütte sah noch immer ramponiert aus, nach dem Angriff der Legion. Aber es blieb bewohnbar. Nicht mehr ganz so sauber wie zuvor, aber wen kümmerte das. "Wo ist Quinn?" fragte Knox und gab ihm die Tüte zurück. Er stand auf und öffnete den Kühlschrank. Er starrte eine Weile hinein, während er auf Slayters Antwort wartete, drückte den Rücken durch und holte schliesslich drei Bier und die allzeit beliebte Dosennahrung heraus. "Irgendwo." antwortete Slay, hielt den Joint hoch und blickte Dust fragend an. Dieser hatte sich in den Sessel gesetzt, lehnte sich vor und nahm ihn nickend entgegen. Knox brachte das Essen und die Getränke zum Couchtisch und forderte Dust auf, zuzugreifen. "Willst du ihr wieder Meds klauen?" fragte Slayter. Dabei klang er in keinster Weise vorwurfsvoll. "Das war mein Zeug." protestierte Knox während er die Dose auslöffelte. "Ausserdem," sagte er mit vollem Mund. "bekommt sie alles wieder zurück." Knox schluckte und blickte fragend zu seinem Freund. "Weisst du wann sie zurück ist." "Nö." war die Antwort. Mit dem Löffel zeigte Knox auf ihn. "Du musst gleich mal Platz machen." "Wieso?" Kauend antwortete Knox. "Weil wir Schlaf nachholen müssen. Und ich will die Couch." "Achso." Slaxter schien erleichtert. "Ja von mir aus." Er bekam den nun schon halb abgebrannten Joint zurück und rauchte. Dann reichte er ihn an Knox, der sein Mahl beendet hatte und sich ein Bier öffnete. "Was gibt's sonst so neues?" Slayter zuckte mit den Schultern. "Nichts... ausser das dieser Ranger hier war." Aufmerksam wandte Knox sich seinem gleichaltrigen Freund zu. "Phil? Warum?" "Keine Ahnung. Sie haben irgendwas besprochen und dann ist er wieder gegangen." Zu satt, müde und zugedröhnt um sich darüber aufzuregen, dass Slay nicht besser lauschen konnte, liess er sich in das Sofa zurückfallen und seufzte. Ein letztes Mal machte die benebelnde Droge die runde, dann überlies Knox John das Bett im Nebenraum und mache es sich auf seinem Sofa bequem. Slayter blieb noch eine Weile, genoss den Rausch und verschwand später um was auch immer zu machen. Knox war das egal. Es dauerte keine Minute, dann fiel er in einen tiefen traumlosen Schlaf.


    Er wurde geweckt, als Quinn neben ihm den Tisch aufräumte. die leeren Flaschen klirrten, der überfüllte Aschenbecher wurde geleert. Und schliesslich nahm er auch die Stimmen wahr. John war bereits wach und hatte sich mit Quinn unterhalten. Da Knox ein wahrer Meister darin war, im überall ungestört Schlafen, bemerkte er das erst jetzt. Quinn hatte dies gewusst und sich absichtlich nicht leise verhalten. Doch ihr Gesichtsausdruck erschien Knox fremdartig. War sie besorgt? Traurig? Knox setzte sich auf und streckte sich. Das würde er gleich ändern und grinste bei diesem Gedanken. Er gähnte ausladend unk kratzte sich im Nacken ehe er die beiden gut gelaunt begrüsste. Quinn sah ihn kurz an und lächelte müde. Ausgeruht und voller Tatendrang stand Knox auf. "Quinn! Ich hab was mitgebracht." Sie hielt mit zwei leeren Dosen in den Händen inne und blickte auf. Knox schritt zu seinem Zeug, welches sich seit er es dort auf den Boden fallen lassen nicht bewegt hatte und hob den Behälter mit dem Geld auf. Stolz reichte er ihn ihr. Sie stellte die Sachen ab und blickte hinein. Endlich war es soweit und Knox würde ihren erstaunten Blick zu sehen kriegen. Vielleicht würde sie ihm sogar um den Hals fallen? Naja, nur nicht zu viel erwarten. Aber sie wird sich freuen und sich ausmalen welche nützlichen Dinge sie sich damit würde leisten können. Knox blickte ihr gebannt ins Gesicht, ein breites lächeln auf den Lippen. Quinn kniff die Augen zusammen und sah misstrauisch hoch. "Wo hast du das her?" Knox' Grinsen schmälerte sich etwas, doch er gab ihr noch eine Chance. "Hart verdient. Auf dem Strip. Ist alles für deine Klinik." Quinn sah auf, blickte auf die Kronkorken und wieder zu Knox. Ihr Gesicht wirkte ausgelaugt und beinhaltete nicht einen Funken einer positiven Reaktion. "Danke." sagte sie und es klang ganz und gar nicht dankbar. Nun war auf seinem Gesicht kein Lächeln mehr und er nahm den stolz präsentierten Koffer herunter. "Was ist?" fragte er verwirrt. Quinn setzte ihre Aufräumarbeit fort und seufzte dann. Knox versuchte sich zu erinnern, seit wann sie so anders war. Doch er wollte sich nicht beirren lassen. Bestimm nur ein anstrengender Tag. "Ich wollte mich damit bei..." "Phil war hier." fiel sie ihm ins Wort. Knox verstummte. Nun schloss er den Behälter und stellte ihn ab. Diese Information dämpfte den letzten Rest seines Enthusiasmus. "Und?" fragte er trotzig. Er wollte es gar nicht wissen. Quinn stand an der Küchenzeile vor dem Waschbecken. Stützte sich mit den Händen darauf und lies den Kopf hängen. Ohne aufzusehen sagte sie: "Ich hab ihm alles erzählt." Knox wollte nicht wahrhaben was sie gesagt hatte und glaubte sich verhört zu haben. "Was hast du erzählt?" sie dreht sich nun um und verschränkte die Arme. "Alles was ich über Victor und seine Pläne weiss. Er will der Sache auf den Grund gehen und er will dir helfen." "du machst Witze oder?" Knox lachte nervös. "du hast nicht dem Kerl, der mich wegen Mord eingebuchtet hat, erzählt, dass ich in Victors Auftrag noch mehr Leute töten muss, oder?" Quinn schwieg, dann schüttelte sie den Kopf. "Nein. Er hat Kontakte und kann vielleicht herausfinden wie Victor vorgeht." Um sich zu beruhigen, atmete Knox einmal tief ein und aus. "Und was hast du dir dabei so gedacht?" fragte er ruhig aber mit einem Unterton der darauf hinwies wie Wütend ihn das machte. "Wir können nicht zulassen, dass er den Strip übernimmt." Immer noch gefasst sagte Knox: "Aber das meine Beschatter das Victor erzählen und dafür Brian umbringt oder vielleicht sogar Dich oder Cosmo oder scheisse... vielleicht Jenny gefangen nimmt ist dir egal?" "Ich hab ihm erklärt wie es um Dich und deine Familie steht und dass sie dich beobachten. Er ist ausgebildet und wird die Sache schon richtig angehen."

    Knox‘ Wut auf Quinn wurde wieder entfacht. Sie sah standhaft vor ihm und schien absolut sicher in dem was sie tat. Knox kniff die Augen zusammen. „Seit wann hilfst du RNKlern? Du fällst mir grade so richtig in den Rücken! Ich bin dein Freund! Zählt das gar nichts mehr?“ Sie knickte nicht ein so wie sie es damals getan hatte als er sie anschrie weil sie ihm nichts von seinen Brüdern erzählt hatte. „Es hat sich einiges geändert.“ gab sie zurück. Knox hörte ein unterschwelliges bedauern in ihrer Stimme. „Und was? Gehörst du jetzt zu denen oder was?“ „Sie töten keine hilflosen Leute!“ Quinns Haltung änderte sich. Sie sah ihn entschlossen an. Knox bezog dies auf sich statt auf Victor und blickte verständnislos zurück. „hilflose..? Quinn im ernst! Du...“ er wusste nicht was er sagen sollte. Doch er wusste es aber ihm kamen so viele Dinge in den Sinn, dass er sich kaum entscheiden konnte. Sie war einmal eine harte kaltblütige Frau gewesen als sie noch zusammen mit den anderen Raidern unterwegs gewesen waren. Damals hatte sie nicht einmal mit der Wimper gezuckt, wenn sie kleine Karawanenhändler und Dörfer überfallen hatten. „Seit wann bist du so drauf? Ich kenn dich gar nicht mehr!“ rief Knox und spürte dass ihm diese Worte selbst weh taten. Quinn schwieg eine weile. Dann sagte sie kühl: „Ich hab mich weiterentwickelt. Das solltest du auch endlich tun....“ Knox zuckte verblüfft zurück. „Was?!“ angestrengt suchte er nach Worten. „Du hast nichts gesagt als ich diesen Job angenommen hab! Und nichts als ich..“ „Nichts gesagt? Ich habe dir gesagt, dass ich es für keine gute Idee halte!“ nun klang auch Quinn sauer. Sie schien sich nicht mehr von Knox wütenden Ton einwickeln zu lassen. Der Streit entwickelte sich in eine vollkommen falsche Richtung. Aber aus einem unbestimmten Grund konnte Knox es nicht steuern. Er lies einfach raus was sich in ihm angestaut hatte und Quinn tat möglicherweise das selbe. „Du warst froh um die Kohle.“ das einzige was ihm noch dazu einfiel und der einzige Grund weshalb er den Job überhaupt angenommen hatte. Quinn schien das wütend zu machen. „Ja! Aber ich hätte mir gewünscht es wäre kein Blutgeld! Ich kaufe davon Medikamente und Verbandszeug. Um den Leuten zu HELFEN. Die grösste Ironie meines Lebens!“ „Du hättest es ja nicht benutzen müssen! Hättest du was gesagt hätte ich die Kohle genommen und wäre gegangen!“ Knox sah sie wütend an. Das glaubte er selbst nicht, doch jetzt ging es nur noch darum diesen Streit zu gewinnen. „Damit du dir Drogen kaufen kannst und ich dich irgendwann mit einer Überdosis in den Strassen von Freesie finde?“ Knox verstand nun doch, dass er gegen Quinn nicht ankam. „Gut ich hab scheisse gebaut! Ich geb's zu! Ich kanns aber nicht ändern, kapiert!“ „Doch, du kannst zu Phil gehen und ihm helfen. Es wieder gut machen. Victor aufhalten und deinen Bruder und den Strip retten.“ gab Quinn zurück. Knox runzelte die Stirn. Als könnte man den Mord an so vielen Leuten damit wieder gut machen. Und Brian würde sterben wenn er mit Phil zusammenarbeiten würde. Der Gedanke daran, lies ihn schon beinahe Würgen. Wie sollten er und Phil jemals wieder ein Team sein. Nach allem was passiert war. Er betrachtete ihr Gesicht das nun beinahe hoffnungsvoll eine Antwort erwartete. Begreifend sagte Knox: „Du stehst auf den Kerl!“ Quinns Blick änderte sich zu einem verständnislosen. Knox drehte sich fassungslos um und stöhnte. „Ich glaub's ja nicht.“ „Was redest du da für ein Mist?!“ versuchte Quinn sich zu rechtfertigen. Knox drehte sich wieder zu ihr um. „Jetzt wird mir alles klar. Weiterentwickelt. Von wegen...“ Knox schnappte sich seinen Rucksack und die Waffe. „Du hast keine Ahnung was du da redest.“ sagte Quinn. Nun nicht mehr so gefasst wie zuvor. Knox trat auf sie zu. Er sah aus als würde er noch etwas sagen wollen. Er sah ihr ins Gesicht. Doch dann verliess er das Haus ohne ein weiteres Wort. Er konnte nicht glauben das Quinn, Seine Quinn, nicht mehr zu ihm hielt. Wegen eines Kerls! Er hatte schon oft Scheisse gebaut und sie hatte immer hinter ihm gestanden. Klar hatte sie ihm ihre Meinung dazu gegeigt. Aber das war alles. Danach half sie ihm aus der scheisse raus, egal was er verbockt hatte. Dust folgte eilig. Knox drehte sich nicht um. Stur lief er weiter und wischte sich eine wütende Träne aus dem Gesicht. Er kam sich dumm vor. Und noch dümmer weil er wegen diesem Mist auch noch heulte. Er brauchte sie nicht. Er war jetzt lange genug ohne sie klar gekommen. Sollte sie doch machen was sie will. Immerhin hatte er eine Aufgabe. Brian aus der Vault befreien. Und dafür musste er nur Peaches töten. Gut dass er ihr das nicht gesagt hatte. Bestimmt hätte sie ihn gewarnt. Irgendwas hatte Quinn in ihm verletzt und er weigerte sich das zu zugeben. Er schluckte die Tränen runter und stapfte weiter. Nach genug Abstand zwischen sich und Quinns Haus, ja Richtig. Quinns Haus. Er würde niemals mehr einen Fuss dort hinein setzten können. Zu oft schon hatte sie ihn nun hintergangen. Knox blieb stehen. Er sah zu John und wünschte sich etwas, was er dem Mann sagen konnte um die Scheisse zu erklären die hier ablief. Doch Knox konnte es sich selbst nicht erklären. Seine Freunde wandten sich gegen ihn. Allesamt. Nun war nur noch Dust übrig. Was dieser sich denken mochte? Es würde Knox nicht überraschen, würde auch er sich bald abwenden oder sich gegen ihn stellen.


    Er hatte keine Zeit für Erklärungen denn nicht weit vor ihnen, steuerten drei Leute direkt auf Knox und Dust zu. Knox kniff die Augen zusammen. Waren diese Personen auf dem Weg zu Quinn? Als sie näher kamen, verlangsamten sich ihre Schritte. Der Frontmann schien die beiden Wanderer ebenso zu mustern, wie Knox die Fremden dort. Als sie noch näher kamen, erkannte Knox die Leute und ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken. Peaches und seine beiden Begleiter begriffen ebenfalls und ihre Hände schnellten zu den Waffen. Peaches hielt sie jedoch zurück. Sie waren nun so nah, dass sie sich, grade noch Unterhalten konnten. Knox blieb stehen. Erwartungsvoll blickte er zu den Privat Eyes. „Knox!“ rief Peaches nun. „Sei vernünftig!“ Langsam griff auch Knox nach der Waffe, ohne sie in Bereitschaft zu nehmen. Bei den Worten seines quasi Bruders musste er lachen. „Vernünftig?“ Das Grinsen verschwand sofort wieder. „Ich rette das Leben meines Bruders. Wenn das nicht vernünftig ist, dann...“ Peaches fiel Knox ins Wort. „Und opferst dafür Hunderte!“ Knox sah zu John. Er konnte nicht einschätzen was dieser von der Situation hielt. „Schliess dich uns an. Cosmo und Jenny sind auch bei uns. Gemeinsam halten wir Foster auf.“ Knox‘ Brauen zogen sich zusammen. „Ist dir deine Frau denn völlig egal?“ Peaches schüttelte den Kopf. „Sie würde nicht wollen, dass dieser Kerl hier alles übernimmt.“ Knox schnaubte. „Und Brian bestimmt auch nicht.“ ergänzte Peaches. Das machte Knox wütend. „Woher willst du das wissen? Er ist noch nicht mal von hier. Genauso wenig wie Cosmo und Jenny. Ihnen ist scheiss egal was mit der RNK und den Pennern in Freeside passiert!“ Knox zeigte auf Peaches. „Wenn sie wüssten, dass wegen dir und deinem beschissenen Plan Brian stirbt, würden sie dir ein Messer in den Rücken rammen!“ Der Mann links von Peaches, sagte etwas zu ihm was Knox nicht hören konnte. Peaches hob besänftigend die Hand gegen den Kerl und wandte sich wieder Knox zu. „Cosmo und Jenny wissen über alles bescheid.“ rief er nun. Das konnte Knox nicht glauben. Sie würden doch niemals Brian ans Messer liefern und gleichzeitig Knox verraten. „Du verdammter Lügner!“
    Das ist die Wahrheit!“ gab Peaches zurück. Nun reichte es Knox. Noch während er die Waffe zog, begannen Peaches und seine Freunde Deckung zu suchen. Knox drängte Dust hinter einen rostigen Wagen als die ersten Schüsse vielen. „Lieber bin ich tot als diese Scheisse zu glauben!“ rief Knox hinter dem Wagen hervor. Peaches antwortete: „Komm mit und frag sie selbst!“ Knox wandte sich an Dust. „Der Penner verarscht uns doch.“ Es erfüllte Knox nun kaum noch mit Furcht dem ehemaligen Gefängnisgenossen eine Kugel zu verpassen. Er war ein Verräter und musste dafür bezahlen. „Ich schleich mich da rüber.“ sagte Knox. „Dann beschiessen wir sie von zwei Seiten. Bist du dabei?“


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