Politik-Thread

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    • Genau den Punkt kann ich auch nicht verstehen. Das Bürger dieser Länder Angela Merkel zum Teil mit den tragischen Führungspersonen des 3. Reichs vergleichen... Da hört es dann aber auch bei mir mit der Toleranz und Solidarität gegenüber den Nachbarländern auf.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Apokalyptiker ()

    • Ja, dass stimmt. Ich fasse mich auch immer an den Kopf, wenn gesagt wird, wir sollen noch unsere kompletten Reparationszahlungen an die Amerikaner leisten - Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg. Deutschland sei dann faktisch nahe an einer Pleite, oder zumindest gebe es massivste Einschnitte. Hier 2 Fakten aus einem Artikel einer einigermaßen legitimen Zeitung:

      • Die Bundesrepublik zahlte bislang 71 Milliarden Euro für von den Nazis begangenes Unrecht - pauschal an Staaten, aber auch an einzelne Opfer.
      • Die Griechen hatten gleich nach dem Krieg umgerechnet 14 Milliarden Euro gefordert - Deutschland zahlte nur 115 Millionen D-Mark Opferentschädigung.
      Meiner Meinung nach ist es nicht möglich/nicht vertretbar Menschenleben mit Geld aufzuwiegen, aber das sieht jeder Mensch anders.

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    • ich jedenfalls nicht, und ich spucke jedem ins Gesicht der behauptet ich sei am Einmarsch in Polen, Frankreich, Russland schuld. is mir wayne und ich denke nicht das man auch in Zukunft wenn es um die "schuld" geht auch viel Zuspruch auf seiten der Deutschen finden wird, denn dann wird niemand mehr der Kriegsgeneration am leben sein.


    • Das Problem ist, das wenn man so was schreibt es meistens so ausgelegt wird, als sei der Verfasser des Textes rechts. Was natürlich absoluter Schwachsinn ist. Aber wenn man hier in Deutschland sagt, das man sich nicht schuldig fühlt, für das was im 2. W.K. passiert ist, heißt es gleich man ist ein Neonazi. Jedoch fühle ich mich persönlich nicht schuldig für das was im 2.W.K. passiert ist. Ja, wir haben damals angefangen. Im Blitzkrieg wurde Polen gemeinsam mit der ehemaligen Sowjetunion eingenommen/besetzt. Die Russen haben uns damals sogar die Juden aus den russisch besetzten Teil Polens "geliefert". Die Italiener, Japaner & Türken haben entweder einen Pakt mit Nazi-Deutschland geschlossen oder dieses sogar militärisch "unterstützt". Das ist bei weitem nicht alles. Wer hat sich die Wissenschaftler nach dem Krieg geholt? Ach ja, habe ja vergessen, das die Russen die deutschen Frauen ganz besonders mochten. Könnte noch sehr lange weiter machen. Mit diesem Thema kenne ich mich fast so gut aus, wie mit Fallout. Traurig, das viele denken, der D-Day wäre die größte Schlacht im 2.W.K. gewesen.
    • Ich werde ehrlich gesagt auch niemals verstehen, warum man 1992 im Vertrag von Maastricht Konvergenzkriterien aufstellt und der Großteil der damaligen EU-Mitglieder sie Jahr für Jahr wieder nicht erreicht. Der Hammer ist dann natürlich, dass man Staaten aufnimmt, die diese Kriterien nie erfüllt haben. Ich verstehe nicht warum man sich selbst Verträge vorschreibt um sie dann nicht einzuhalten. Da werden Leute für die EU gewählt und die machen größtenteils nur Schwachsinn. Ich erinnere mich an die Anfänge zurück, wo man festgelegt hat wie viel Grad Neigung die Gurke haben darf und sowas wie das hier, wo es wirklich um unser aller wirtschaftlichen Existenz geht, wird so laissez-faire behandelt. Das sind wirklich Themen, die wichtig für Europa sind. Die, wo man gemeinsam handeln muss. Das merkt man viel zu spät, dass Währungsunion, Flüchtlingspolitik, Energiepolitik usw. wichtiger sein sollten und wirklich alle betreffen als der beschissene Neigungswinkel einer Gurke.

      Uns Deutschen kam es streng genommen doch gerade recht, wenn es anderen EU-Ländern wirtschaftlich schlecht geht. Das schwächt ja bekanntlich den Euro. Da Deutschland aber Exportland ist, kommt es doch gerade richtig und hilft uns ungemein in den asiatischen und amerikanischen Raum zu exportieren. Was jetzt passiert, wenn Griechenland die Drachme zurückbekäme? Naja wie sich der Euro-Kurs verhält, ist schwer zu sagen für mich. Kommt darauf an wie man mit den Schulden irgendwie umgeht. Griechenlands Drachme dürfte dann aber wenig wert sein und wäre eventuell gut für Tourismus usw. Als großer Exporteur ist mir Griechenland jetzt nicht bekannt. Ich werde aber sich nicht da Urlaub machen, wo sie Deutschland-Flaggen verbrennen. Damit kommt man gleich zum nächsten Punkt.

      Ich habe keinen Schimmer wie Deutschland in den Medien Griechenlands rübergebracht wird, ob überhaupt nicht klar ist, dass die Kohle zum großen Teil von uns kommt, dass die Griechen jahrelang über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse gelebt haben und so lange auch gedacht haben, dass es berechtigt sei, weil die Jungs, die sie selber gewählt haben ihren Haushalt nicht im Griff haben. Es kann doch nur so sein, dass wir als großer Geldzudreher hingestellt werden und das umso schlimmer, seit dem die Verzweifelten und Frustrierten unter den Griechen rechts und links gewählt haben - und das waren anscheinend viele, denn die sind jetzt am Ruder. Ich glaube daher kaum, dass die Gespräche mit den Griechen dadurch objektiver und ruhiger werden. Speziell, wenn man immer an den Kopf geworfen kommt, was Nazi-Deutschland alles verbrochen hätte. Dann können sie auch gleich die Römer um Kohle bitten, weil sie über 100 Jahre vor Christus mal an die fielen. Die heutigen Römer haben mit den Römern von damals genauso wenig zu tun wie ich mit den Dummköpfen im 2. Weltkrieg.

      Keine wirkliche Ahnung wo die Reise hingeht, aber ich kann Griechenlands Seite nicht verstehen. Ich rege mich hier in Deutschland zwar auch über viele Entscheidungen in der Regierung auf, aber wenn ich Grieche wäre und wüsste, wie da gehaushaltet wird, würde ich eher gegen die eigene Regierung auf die Straße gehen und nicht wegen einem Mitglied der EU, dessen Bürger mir Kohle in den Rachen werfen. Ich bin jetzt alles andere als ein Patriot, aber ich fühle mich irgendwie dennoch persönlich angegriffen, wenn da Deutschlandflaggen abgefackelt werden. Kann nicht mal beschreiben warum...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lynx ()

    • Maxson schrieb:

      warum wurden denn solche Länder wie auch Litauen z.b in die EU geholt ?
      Seit die den Euro haben, verhalten sie sich (formal) aber vorbildlich! Haben damals den Euro verweigert
      bekommen wegen der hohen Inflation im Land. Da wurde damals kritisch rangegangen...
      Die Griechen (vielmehr die damalige Regierung) hatte Zahlen gefälscht um überhaupt in den Euro einsteigen
      zu können!

      Und was den Grexit angeht: Zurück zur Drachme und alles ist gut? So einfach ist es doch nicht!
      Deswegen sind die Schulden, und die Zins und Tilgungsbelastung für den Griechischen Staat doch nicht
      vom Tisch. Als nächstes kämen dann Fragen wie "Warum nur Griechenland? Wieso nicht auch Italien und Spanien?"
    • Lynx schrieb:

      Ich bin jetzt alles andere als ein Patriot, aber ich fühle mich irgendwie dennoch persönlich angegriffen, wenn da Deutschlandflaggen abgefackelt werden. Kann nicht mal beschreiben warum...
      vielleicht doch mehr als du denkst :D


      Lynx schrieb:

      Die heutigen Römer haben mit den Römern von damals genauso wenig zu tun wie ich mit den Dummköpfen im 2. Weltkrieg.
      Das unterschreibe ich sofort.


      Anonymer User schrieb:

      Das Problem ist, das wenn man so was schreibt es meistens so ausgelegt wird, als sei der Verfasser des Textes rechts. Was natürlich absoluter Schwachsinn ist. Aber wenn man hier in Deutschland sagt, das man sich nicht schuldig fühlt, für das was im 2. W.K. passiert ist, heißt es gleich man ist ein Neonazi. Jedoch fühle ich mich persönlich nicht schuldig für das was im 2.W.K. passiert ist.
      Ich weis was du meinst, das ist jedoch nur so, weil wir Deutsche sind. Ein Amerikaner ist ja auch nicht für den Indianer Genozid verantwortlich. Würde ein Amerikaner voller stolz die Nationalhymne in der U-Bahn singen, ist er Patriot. in Deutschland wirst du halt eben schief angeguckt und bist "Nazi".

      Meine Familie Stammt aus Tilsit, Ostpreußen, ja ich bin ein Nachkömmling von vertriebenen. Somit wär ich also der Ostdeutscheste - Ostdeutsche den man hätte finden können denn es liegt schon fast bei Litauen :D Meine Familie verlor damals Jedes stück land das sie besaß, jeden Reichtum und wurde auch noch des Landes verjagt und nach Hessen (Wo ich jetzt lebe) geschickt, und das obwohl meine Familie damals half Juden bei der Flucht zu helfen, die NSDAP nicht unterstützte und aufgrund ihrer Sozialen Einstellung als Politische Gegner selbst beinahe im KZ gelandet wären.

      Ich für meinen teil, bin damit durch und weise jede schuld von mir ab. Ich bin Stolz Deutscher zu sein, ich liebe die Sprache, die Kultur, das Land und die Geschichte dieses Volkes, ich würde sogar soweit gehen mich Patriot zu nennen, der Bundesrepublik fühl ich mich aber nicht sehr verbunden, Mehr dem Boden auf dem sie liegt. Gerade weil die BRD Russlands Angebot zur Rückgabe Ostpreußens ablehnte und das ist für mich Verrat.

      Umso mehr wiedert es mich an was in Spanien/Griechenland passiert, man hilft und ist letztendlich doch der buh mann.


    • Achtung schwarzer Humor:
      Wenn ich für jedes Mal, dass mich jemand für einen Nazi gehalten hat, weil ich Deutscher bin, einen Euro hätte, könnte ich endlich meine siebzig Jahre alte Gasrechnung bezahlen.
      Ungefähr so lustig finde ich das Vorgehen der Griechen momentan: Gar nicht. Und es ist vor allem absolut kontraproduktiv.
    • Die einzige Sicht, die ich vom Griechen verstehe ist, dass sie Angst um ihre Wirtschaft haben, wenn jetzt die Kohle wegbleibt, sodass keine antizyklische Fiskalpolik nach John Maynard Keynes möglich ist (also Kohle dann auszugeben, wenn es ein konjuntkurelles Tief gibt um die WIrtschaft anzukurbeln und andersrum). Sparmaßnahmen sorgen nach Keynes tatsächlich erst recht dafür, dass man den Karren nicht mehr aus dem Dreck bekommt und hier könnte ich vielleicht verstehen, dass man Merkel kritisiert. Sie wird ja deswegen nicht nur von Griechenland kritisiert, sondern auch von vielen anderen EU-Mitgliedern. Ist tatsächlich schwer zu sagen, ob das das richtige Krisenmanagement ist.

      Wenn ich dann aber höre wie mit der Kohle umgegangen wird und es einfach Tatsache ist, dass die Situation zustande gekommen ist, weil Griechenlands Regierung nur Mist gebaut hat, dann weiß ich auch nicht so recht ob man den Karren überhaupt mit maximaler Gewalt da wieder raus bekommt. Daten zu fälschen um überhaupt in die EU reinzukommen, Steuereinnahmen irgendwie teilweise vernachlässigen, schlechte Buchführung und und und. Wenn man so glaubt, was man über Deutsche sagt - wir seien pünktlich, genau, penibel, kalt, berechnend und würde angeblich keinen Spaß am Leben haben - das wirkt so als sei man einfach unordentlicher in südlicheren Gegenden. Es ist nicht ordentlich und penibel, es ist verdammt einfach normal und wichtig seine verkackten Zahlen zusammen zu haben und die Steuern richtig einzutreiben usw.

      Wären die Griechen nicht in der Währungsunion, hätten sie wohl eine schwächere Drachme ggü. dem Euro. Da Griechenland doppelt so viel importieren muss als sie exportieren können, hätte das natürlich mehr weh getan (etwa das doppelte in Euro wird importiert als exportiert wird). Das hätte für Griechenland also nur Vorteile für den Tourismus (und was die so vertreiben, schätze mal Textilien, vielleicht auch Öl). Erst recht hätten sie weniger die Möglichkeit ständig auf irgendwelche Gelder aus der EU zu hoffen, wären sie nicht in der Währungsunion. Wenn ich mir jetzt zusammenlege mit welchen Mitteln die Jungs reingekommen sind - das macht schon etwas wütend. Da haben welche wirklich schlampig gearbeitet, auch die Prüfinstanzen der EU.

      Nicht falsch verstehen - ich mag Griechenlands Kultur, seine alte Geschichte mit der Antike und habe auch überhaupt kein Problem mit dem griechischen Normalobürger. Das Dutzend, was ich an Griechen kenne, ist super nett und freundlich, aber der Fehler liegt doch zu 90 % einfach in der eigenen Landesführung. Wenn sich wegen Fehlern in der Führung die Bürger schon gegenseitig fertigmachen, dann ist das schon Schade, wenn nicht sogar gefährlich.
    • Ich kann so die Argumentation von jedem hier sehr gut nachvollziehen, auch ich denke die Schuld liegt ganz klar beim schlampigen Staatsapparat. Mir bereitet der mögliche Kollaps von Italien, Spanien, Portugal und Frankreich jedoch am meisten Sorgen. Es könnte
      eine Art Dominoeffekt enstehen, der dann die komplette EU in den Abgrund ziehen würde. Ich möchte beim besten Willen nicht
      schwarz mahlen, aber wenn das passiert, wird es verheerend für uns alle sein.

      Hier nochmal ein meiner Meinung nach ausgezeichneter Film zum Thema Geldpolitik allgemein. Falls ihr ihn noch nicht kennt schaut ihn euch an, wenn ihr Zeit habt, solange der Clip noch online ist. Es lohnt sich wirklich !

      Bei 1:04:08 wird es spannend im Bezug auf unser Diskussionsthema hier.

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    • @Maxon:

      Meine Großeltern haben ein ähnliches Schicksal erlitten. Eigentlich war es egal, was man damals als deutscher zu Kriegszeit getan hat. Mein Opa war nie Mitglied bei der N.S.D.A.P . Man hat ihnen damals einfach ihr Landgut in Ostpreußen geklaut. Für Führer und Vaterland. Tja, das hat Stalin aber auch mit seiner Bevölkerung getan. Und nur weil meine Großeltern keine Nazi-Sympathisanten waren, kamen sie fast ins Gefängnis. Und nach dem Krieg waren sie trotzdem "Nazis".

      Ich liebe zwar Deutschland aber bin traurig darüber, das wir uns noch immer dieser Vergangenheit schämen müssen!
    • Die Griechen haben schlicht und einfach einen dermaßen schlechten Geldhaushalt gehabt, indem sie knapp die hälfte der Bevölkerung staatlich angestellt haben und somit die Marktkonkurrenz weltweit gegen null ging und demzufolge alles den Bach hinunter.
      Wo soll denn auch Geld her kommen, wenn es die ganze Zeit im Land vergeben wird aber die Importe gleichzeitig Geld nach draussen befördert haben, während kaum bis nichts rein kommt?

      Selbst wenn Griechenland aus der Eurozone austritt, wird es nichts daran ändern, dass der Staat pleite ist. Wer die Welt mit falschen Statistiken auch noch hinter's Licht führt hat sich sein eigenes Grab geschaufelt. Reformen hätten schon vor 5 Jahren passieren müssen.

      Kurz und knapp gesagt:
      Staatsführung hat kein Plan von Wirtschaft
      "The assassin has overcome my final defenses, and now he seeks to murder me. Was a man sent to kill me or a slave? A man choses, a slave obeys... come in. Stop - would you kindly? Would you kindly... powerful phrase... familiar phrase? Sit - would you kindly? Stand - would you kindly? Run! Stop! Turn! A man choses, a slave obeys! Kill! OBEY!" - Andrew Ryan /Rapture 1958
    • So einfach ist das nicht. In den einen Land gibt es unabhängige Großkonzerne. In den anderen Land korrupte Regierungsangehörige. Wieder in den nächsten Land gibt es Geheimbehörden, von denen nicht einmal der Verteidigungsminister etwas weiß. Dan gibt es Länder, in denen sich die Bank, Polizei und der Staat schmieren lässt.
      Ach ja ich könnte ewig so weiter machen. Wusste ihr, das in den ach so tollen U.S.A. Rentnern das Wasser abgestellt wird, wenn diese nicht fähig sind ihre monatliche Miete zu zahlen. Aber die U.S.A. sind ja 1000 besser als Russland. Wie schon gesagt, war noch lange nicht alles.